Dieses Zitat stammt von Saeid Fazloula, einem aus dem Iran geflohenen Kanuten, der bereits zweimal als Athlet des Refugee Olympic Teams an den Olympischen Spielen teilnahm.
Vor dem Hintergrund der hohen Zahl an Menschen, die aufgrund von Verfolgung, Krieg, Menschenrechtsverletzungen und anderen lebensbedrohlichen Risiken aus ihren Heimatländern vertrieben werden, rückt die ZwaSpiDe-Studie die Gruppe der zwangsmigrierten Spitzensportler:innen in den Fokus.
In zwei Teilstudien werden die sozialen Bedingungen einer erfolgreichen Integration zwangsmigrierter Sportler:innen in den deutschen Spitzensport untersucht.
Aus der Perspektive zwangsmigrierter Athlet:innen wird der Einfluss des unmittelbaren sozialen Umfelds auf den Zugang zum Leistungssportsystem rekonstruiert. Um diese Perspektive zu erfassen werden qualitative Interviews, biografisches Mapping und Netzwerkanalysen durchgeführt.
Aus der Perspektive des Sportsystems werden Einflüsse sportartspezifischer organisationaler Strukturen auf die Integration der Athlet:innen mittels Expert:inneninterviews und Dokumentenanalyse untersucht.
Aus den Forschungsergebnissen sollen Handlungsempfehlungen entwickelt werden, die zur erfolgreichen Gestaltung der Integration zwangsmigrierter Athlet:innen in das deutsche Spitzensportsystem beitragen.
Kontakt Universität Osnabrück
PD. Dr. Enrico Michelini (Projektleitung)