Dieses Zitat stammt von Saeid Fazloula, einem aus dem Iran geflohenen Kanuten, der bereits zweimal als Athlet des Refugee Olympic Teams an den Olympischen Spielen teilnahm.
Vor dem Hintergrund der hohen Zahl an Menschen, die aufgrund von Verfolgung, Krieg, Menschenrechtsverletzungen und anderen lebensbedrohlichen Risiken aus ihren Heimatländern vertrieben werden, rückt die ZwaSpiDe-Studie die Gruppe der zwangsmigrierten Spitzensportler:innen in den Fokus.
In zwei Teilstudien werden die sozialen Bedingungen einer erfolgreichen Integration zwangsmigrierter Sportler:innen in den deutschen Spitzensport untersucht.
Aus der Perspektive zwangsmigrierter Athlet:innen wird der Einfluss des unmittelbaren sozialen Umfelds auf den Zugang zum Leistungssportsystem rekonstruiert. Um diese Perspektive zu erfassen werden qualitative Interviews, biografisches Mapping und Netzwerkanalysen durchgeführt.
Aus der Perspektive des Sportsystems werden Einflüsse sportartspezifischer organisationaler Strukturen auf die Integration der Athlet:innen mittels Expert:inneninterviews und Dokumentenanalyse untersucht.
Aus den Forschungsergebnissen sollen Handlungsempfehlungen entwickelt werden, die zur erfolgreichen Gestaltung der Integration zwangsmigrierter Athlet:innen in das deutsche Spitzensportsystem beitragen.
Am 25.06.2026 fand die Kick-off Veranstaltung des Projekts „Zwangsmigration und Spitzensport in Deutschland: Integrationsbedingungen aus Athlet:innen- und Sportsystemperspektive“ am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Osnabrück statt. Das Forschungsteam, bestehend aus PD. Dr. Enrico Michelini, Svea Stahmann (alle Universität Osnabrück) und Prof’in Dr. Astrid Schubring und Andrea Kößler (Deutsche Sporthochschule Köln) diskutierte gemeinsam mit Kolleg:innen und Expert:innen aus Sportvereinen, Sportverbänden und verschiedenen Partnerorganisationen die Perspektiven und Herausforderungen im Integrationsprozess zwangsmigrierter Spitzensportler:innen in das deutsche Sportsystem. Der interdisziplinäre Austausch brachte wertvolle Erkenntnisse hervor, die in die folgenden Projektphasen miteinfließen werden.
Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden!
Kontakt Universität Osnabrück
PD. Dr. Enrico Michelini (Projektleitung)