Abt. 1: Bewegungsorientierte Präventions- und Rehabilitationswissenschaften

Die Abteilung Bewegungsorientierte Präventions- und Rehabilitationswissenschaften forscht und lehrt in den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention, Therapie und Rehabilitation. Im Fokus steht ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis, das physische, psychische und verhaltensbezogene Faktoren verbindet. Mit dem Ansatz der „Brain-Body-Dynamics“ untersucht die Abteilung gesundheitsrelevante Prozesse alltagsnah und evidenzbasiert.

Bewegungsorientierte Präventions- und Rehabilitationswissenschaften

Grundlage der Forschungsarbeit der Abteilung ist der Ansatz der „Brain-Body-Dynamics“. Dieser betrachtet Gesundheit als Zusammenspiel von Körper, Psyche und Verhalten und untersucht, wie gesundheitsrelevante Prozesse entstehen, beeinflusst und gefördert werden können. Ziel ist es, evidenzbasierte Erkenntnisse für eine moderne, alltagsnahe Gesundheitsversorgung zu gewinnen. Dafür nutzt die Abteilung interdisziplinäre Forschungsansätze sowie moderne Mess- und Analysemethoden, um Bewegung, Belastung, Verhalten und gesundheitsbezogene Prozesse in realen Lebens- und Anwendungskontexten zu erfassen. In der Lehre vermittelt die Abteilung dieses wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Gesundheitsverständnis an Studierende. Damit bereitet sie zukünftige Fachkräfte darauf vor, Prävention, Therapie und Rehabilitation ganzheitlich, evidenzbasiert und zielgruppenorientiert mitzugestalten.

AG Bewegungsbezogene Präventionsforschung

mit dem Schwerpunkt betriebliche Gesundheitsförderung

Die AG Bewegungsbezogene Präventionsforschung wurde im Oktober 2018 als Stiftungsprofessur des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Rheinland/Hamburg gegründet. Die Arbeitsgruppe hat das Ziel, einen maßgeblichen Beitrag zur Evidenzentwicklung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) und der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) zu leisten. Aufgrund der wachsenden Bedeutung von träger- und sektorenübergreifenden Ansätzen in der Gesundheitsversorgung beschränkt sich die Arbeitsgruppe dabei allerdings nicht ausschließlich auf das betriebliche Setting, sondern berücksichtigt auch angrenzende Felder (z.B. Berufsschule, Rehabilitation und Kommune) und digitale Interventionsansätze.

Da Evidenzentwicklung nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis stattfinden muss („knowledge to action“), kooperiert die Arbeitsgruppe eng mit verschiedenen Praxispartnern (u.a. Institut für betriebliche Gesundheitsförderung, Sozialversicherungsträger, Betriebe, Rehabilitationseinrichtungen, Präventionsanbieter), um dem Anspruch des Transfers zwischen Wissenschaft und Praxis gerecht zu werden. Zudem ist auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit (z. B. Betriebswirtschaftslehre, Kommunikationswissenschaften, Rehabilitationswissenschaften, Soziologie, etc.) integraler Bestandteil der Forschungsarbeit.

Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe sind:

  • Zielgruppenspezifische Interventionen zur Gesundheits- und Gesundheitskompetenzförderung (verhaltens- und verhältnisbezogen)
  • Bewegungsbezogene Interventionen in der präventiven und rehabilitativen Versorgung (inkl. digitale Interventionen)
  • Implementation gesundheits- und bewegungsbezogener Interventionen und Transfer im Forschungsprozess
  • Operationalisierung körperlicher Aktivität
  • Soziale Netzwerke in der Gesundheitsförderung

Die Forschung der Arbeitsgruppe in den genannten Themenfeldern ist dabei primär sozial-, gesundheits- und bewegungswissenschaftlich ausgerichtet, wobei eine individuums- und verhältnisbezogene Perspektive berücksichtigt wird. Die methodische Vorgehensweise orientiert sich an der Theorie und Praxis der evidenzbasierten Gesundheitsversorgung. Im Rahmen von wirkungsmodellbasierten und/oder partizipativen Forschungsansätzen werden sowohl quantitative als auch qualitative Methoden angewandt.