KI-gestütztes Exergaming mit innovativer Bewegungssteuerung zur Therapie-Unterstützung am Beispiel Parkinson (ZIM)
Das Projekt „ExPa“ ist ein Kooperationsprojekt der Deutschen Sporthochschule Köln und der ergofox GmbH. Ziel des Projekts ist es, ein KI-gestütztes Exergaming-System mit innovativer Bewegungssteuerung zu entwickeln, das speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Parkinson zugeschnitten ist. Im Mittelpunkt steht die Kombination von Bewegungstherapie und spielerischen Elementen, um motorische und kognitive Fähigkeiten zu fördern und den Therapiealltag durch motivierende Interaktionen zu unterstützen.
Die technologische Grundlage bildet eine innovative Bewegungssteuerung, die Aktivitäten der Nutzer*innen in Echtzeit erfasst und analysiert. Zentrales Ziel ist die Identifizierung und Validierung eines maßgeschneiderten Bodytracking-Algorithmus, der spezifisch auf die Erkennung der Bewegungsmuster von Parkinson-Patient*innen abgestimmt ist und die für die Therapie relevanten motorischen kognitiven Parameter zu erfassen und auszuwerten. Mithilfe dieser Algorithmen werden Haltung, Bewegungsmuster, Geschwindigkeit und Wiederholungsanzahl ausgewertet, sodass ein objektives Bild des Trainingsfortschritts entsteht. Dadurch können Fortschritte, Mobilitätsverbesserungen und motorische Veränderungen transparent und nachvollziehbar dargestellt werden. Ergänzt wird dies durch ein speziell entwickeltes Feedbacksystem, das die Ergebnisse über ein leicht verständliches Ampelsystem visualisiert. Dieses intuitive System gibt den Nutzer*innen eine klare Rückmeldung zu erreichten Zielen, motiviert durch positive Verstärkung und unterstützt die kontinuierliche Teilnahme am Training.
Die Deutsche Sporthochschule Köln bringt im Projekt „ExPa“ ihre umfangreiche Trainingsexpertise aus unterschiedlichen Therapiekontexten ein, erfasst die spezifischen Bedürfnisse von Parkinson-Patient*innen systematisch und leitet daraus passgenaue Übungsinhalte für die Exergames ab. Weiterhin übernimmt die DSHS die wissenschaftliche Validierung der entwickelten Exergames sowie die Evaluation ihrer Wirksamkeit im Therapiealltag. Die ergofox GmbH fokussiert auf die Entwicklung der KI-gestützten Bewegungserkennung und die technische Umsetzung des Systems. Gemeinsam wird so eine innovative Lösung geschaffen, die Therapie und Technologie vereint, um Betroffene langfristig in ihrem Alltag zu unterstützen und ihre Lebensqualität zu verbessern.
Förderkennzeichen: 16KN105035
Projektdauer: 01.09.25 - 31.08.28
Projektkontakt
Deutsche Sporthochschule Köln
Univ.-Prof.in Dr. Bettina Wollesen | b.wollesen(at)dshs-koeln.de | +49 221 4982-4790
Max Scholl | m.scholl(at)dshs-koeln.de | +49 221 4982-7116
Ergofox
Johannes Heering
CoExo: Kognitiv-motorische Interferenzen beim Exoskeletteinsatz.Ein Forschungsprojekt gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Arbeitsbedingte muskuloskelettale Erkrankungen stellen weltweit eine weitverbreitete gesundheitliche Belastung dar. Sie führen nicht nur zu funktionellen Einschränkungen der Betroffenen, sondern verursachen auch erhebliche Produktivitätsverluste und hohe gesundheitsökonomische Kosten. Zur Prävention und Reduktion dieser Beschwerden werden derzeit potenzielle Einsatzmöglichkeiten von Exoskelettsystemen untersucht.
Während Exoskelette insbesondere bei körperlich belastenden Tätigkeiten – etwa Überkopf-Arbeiten wie dem Schrauben – eine entlastende Wirkung entfalten können, besteht gleichzeitig die Möglichkeit, dass sie kognitiv-motorische Interferenzen hervorrufen. Diese Interferenzen können die Präzision und Koordination von Bewegungsabläufen negativ beeinflussen und somit die Ausführungsqualität alltagsnaher Tätigkeiten beeinträchtigen.
Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt „CoExo“ (Kennzeichen: 565201563) ist ein interdisziplinäres Kooperationsvorhaben der Deutschen Sporthochschule Köln und der Professur für Automatisierte und Autonome Systeme der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. Ziel des Projekts ist es, den Einfluss eines für Überkopf-Tätigkeiten entwickelten Exoskelettsystems mit unterschiedlichen Unterstützungsmodi – von passiven Mechanismen bis hin zu KI-basierten Bewegungserkennungssystemen – auf die kognitiv-motorische Ressourcenallokation und die daraus resultierende Bewegungskontrolle systematisch zu untersuchen.
Im Fokus stehen dabei insbesondere die Identifikation der beteiligten konkurrierenden neuronalen Ressourcen sowie die Analyse modulierender Faktoren wie Alter, anthropometrische Merkmale und Usability-Aspekte des Exoskeletts. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wird ein Modell entwickelt, das relevante Einflussgrößen kognitiv-motorischer Interferenzen abbildet und zur gezielten Weiterentwicklung intelligenter Unterstützungsfunktionen im Exoskelettdesign beiträgt.
In einem abschließenden Schritt wird überprüft, inwiefern durch die Implementierung solcher adaptiver Exoskelettlösungen potenzielle kognitiv-motorische Interferenzen im Kontext alltagsnaher Anwendungsszenarien reduziert werden können.
Projektzeitraum: 01.09.25-31.01.28
Projektkontakt:
Deutsche Sporthochschule Köln
Univ.-Prof.in Dr. Bettina Wollesen | b.wollesen@dshs-koeln.de | +49 221 4982-4790
Isabel Braun | i.braun@dshs-koeln.de |+49 221 4982-4780
Projektpartner:
Technische Universität Bergakademie Freiberg | https://tu-freiberg.de/
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Robert Weidner | +49 3731 39-4242
Entwicklung einer Lösung für das Monitoring pflegebedürftiger Personen in ihrem Zuhause mittels moderner Sensorik und ML-basierter Datenanalyse. Ein Forschungsprojekt gefördert durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)
Das Projekt „EULE“ ist ein Kooperationsprojekt der Deutschen Sporthochschule Köln, dem Institut für Informatik, Robotik und Kybernetik an der Czech Technical University in Prag und zweier Partner:innen aus dem Innovationsnetzwerk AIMECA, die MediTECH Electronic GmbH und die cibX GmbH. Das Innovationsprojekt verfolgt das Ziel, ein intelligentes Home-Monitoring-System zu entwickeln, das Pflegekräfte und Angehörige bei der Pflege von Senior:innen unterstützt und sich dabei nahtlos in den Alltag der Anwender:innen integriert.
Mit der EULE (kurz für "Erkennen und Lernen") wird ein multisensorisches und multifunktionales Gerät entwickelt, das Bewegungs-, Vital- und stimmbasierte Parameter von pflegebedürftigen Senior:innen im häuslichen Umfeld aufzeichnet und analysiert, um personalisierte Warnungen und Alarme im Fall eines akuten Zwischenfalls wie etwa eines Sturzes zu generieren. Durch die Integration von kamera- und mikrofonbasierten Datenerfassungstechnologien sowie KI-basierten Analysen soll die EULE dazu beitragen, den Pflegebedürftigen ein autonomes Leben im eigenen Zuhause zu ermöglichen und gleichzeitig die psychische Belastung der pflegenden Angehörigen zu reduzieren. Pflegefachkräfte sollen Zugriff auf die dokumentierten Daten erlangen, um auch langfristige Gesundheitstrends zu erkennen und frühzeitig Maßnahmen einleiten zu können.
Projektdauer: 01.12.2024 - 30.04.2027
Projektkontakt:
Deutsche Sporthochschule Köln
Univ.-Prof. Dr. Bettina Wollesen | b.wollesen@dshs-koeln.de | +49 221 4982-4790
Dr. Berit Labott | b.labott@dshs-koeln.de | +49 221 4982-7116
Projektpartner:
MediTECH Electronic GmbH | Wedemark | https://www.meditech.de/
cibX GmbH | Greven | www.cibx.de
Czech Technical University | Prag | www.ciirc.cvut.cz
Entwicklung einer mobilen Haltungsanalyse zum ergonomischen Arbeiten in Büro und Homeoffice unter Anwendung von KI-Bodytracking-Algorithmen basierend auf der Erkennung von 22 Oberkörperpunkten - Ein Forschungsprojekt gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Das Projekt „MoKiBo-22“ ist ein Kooperationsprojekt der Deutschen Sporthochschule Köln und ergofox GmbH. Das Projekt „MoKiBo-22“ zielt darauf ab, eine mobile Lösung zur Haltungsanalyse für gesundes Arbeiten im Büro und Homeoffice zu entwickeln, die auf fortschrittlichen KI-gestützten Body-Tracking-Algorithmen basiert. Das System erfasst mithilfe einer herkömmliche Webkameras 22 Schlüsselpunkte des Oberkörpers und bewertet die Sitzhaltung in Echtzeit. Die daraus gewonnenen Daten werden in einem „Active Sitting Score“ zusammengeführt, der den Nutzer*innen eine objektive Rückmeldung zur Sitzhaltung bietet und so die Sitzgewohnheiten optimieren kann.
Zusätzlich beinhaltet das System eine Online-Coaching-Komponente, die Nutzer*innen Übungen für aktive Pausen und ergonomische Hinweise zur Haltung bereitstellt. Ziel des Projektes ist es, das Bewusstsein für ergonomisches Verhalten zu steigern und gesundheitsförderliches Sitzen zu unterstützen, um langfristige Beschwerden durch Bewegungsmangel zu reduzieren. Die skalierbare, datenschutzkonforme Lösung von MoKiBo-22 trägt zur Gesundheitsförderung im betrieblichen Kontext bei und stellt sicher, dass Nutzer*innen sowohl im Büro als auch im Homeoffice auf eine sichere und benutzerfreundliche Technologie zugreifen können.
Die Deutsche Sporthochschule Köln übernimmt im Projekt „MoKiBo-22“ die wissenschaftliche Validierung der kamerabasierten Haltungsanalyse, die Entwicklung des „Active Sitting Scores“ und die Erstellung eines Datenschutz- und Ethikkonzepts. In Zusammenarbeit mit ergofox GmbH, wird die Deutsche Sporthochschule Köln Labor- und Feldstudien zur Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Systeme durchführen, den Haltungsreport entwickeln und die Benutzenden Freundlichkeit evaluieren. Zudem werden Ergebnisse in die Lehre integriert und über Publikationen sowie Netzwerke verbreitet. Durch die Kombination von 2D- und 3D-Körperanalyse mit Tiefenkamera-Algorithmen wird das System in der Lage sein, zwischen aktiven und passiven Sitzphasen zu differenzieren. Das Echtzeit-Feedback ermöglicht es, ergonomisch ungünstige Sitzhaltungen sofort zu erkennen und positive Verhaltensänderungen anzuregen. Zusätzlich fördert das Projekt durch Tageszusammenfassungen und bewegungsfördernde Pausenübungen die Entwicklung eines gesunden Sitzverhaltens. Langfristig wird MoKiBo-22 einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Gesundheitsrisiken leisten, indem es ergonomische Sitzstrategien für den Arbeitsplatz integriert und auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer*innen zugeschnitten wird.
Projektlaufzeit: 01.10.2024 - 30.09.2026
Projektkontakt:
Deutsche Sporthochschule Köln
Univ.-Prof. Dr. Bettina Wollesen | b.wollesen@dshs-koeln.de | +49 221 4982-4790
Dr. Giordano Scinicarelli | gscinicarelli@dshs-koeln.de | +49 221 4982-8576
Projektpartner:
ergofox GmbH | Ruckteschellweg 8a | 22089 Hamburg | www.ergofox.me
Johannes Heering | johannes@ergofox.me
Die Beschäftigten in der Gepäckabfertigung am Flughafen Köln-Bonn sind täglich hohen körperlichen Belastungen ausgesetzt. Beim Heben, Tragen, Ziehen und Schieben von Gepäckstücken mit einem Gesamtgewicht von bis zu 15 Tonnen pro Schicht werden Rücken, Schultern und Knie erheblich beansprucht. Angesichts des demografischen Wandels, zunehmender Altersstrukturen auf dem Arbeitsmarkt und steigender Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems gewinnt ein gezieltes Kraft- und Bewegungstraining zunehmend an Bedeutung. Neben der Prävention von Verletzungen können solche Programme auch das psychische Wohlbefinden stärken und die Zahl der Fehlzeiten reduzieren. Auf Grundlage der Ergebnisse qualitativer Interviews und Videoanalysen ist es das Ziel, ein Gesundheitskonzept für die Beschäftigten der Abfertigung am Flughafen Köln-Bonn zu entwickeln. Das Konzept soll körperliches Training und Bewegungsschulung in den Arbeitsalltag integrieren und somit ein Bewusstsein für gesundheitsorientiertes Arbeiten geschaffen und die Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Beschäftigten langfristig gefördert werden. Zu den Kernelementen gehören die Entwicklung eines Jobsimulators, eines Trainingskonzepts sowie von Schulungsinhalten.
Projektdauer: 01.09.2024 - 31.05.2026
Projektkontakt:
Dr. Christiane Wilke | wilke@dshs-koeln.de | +49 221 4982-7610
Dr. Bianca Biallas | biallas@dshs-koeln.de | +49 221 4982-7111
Vera Belkin | v.belkin@dshs-koeln.de | +49 221 4982-7116
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wurde im Jahr 2024 für seine Fußballvariante Walking Football mit dem Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ausgezeichnet. Auf dieser Grundlage sollen die bestehenden Unterlagen nun in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bewegungstherapie und bewegungsorientierter Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln weiterentwickelt werden. Ziel ist es, das Konzept von der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) anerkennen zu lassen und auf dieser Basis das Siegel „Deutscher Standard Prävention“ zu erhalten. Durch diesen Schritt soll Walking Football als gesundheitsfördernde Bewegungsform flächendeckend etabliert werden und einen nachhaltigen Beitrag zur Vorbeugung von Bewegungsmangel in der Bevölkerung leisten.
Projektdauer: 01.06.2025 - 28.02.2026
Projektkontakt:
Deutsche Sporthochschule Köln
Dr. Christiane Wilke | wilke@dshs-koeln.de | +49 221 4982-7610
Dr. Bianca Biallas | biallas@dshs-koeln.de | +49 221 4982-7111
Elisabeth Bischof | e.bischof@dshs-koeln.de | +49 221 4982-4870
Der Frauenfußball verzeichnet weltweit eine kontinuierlich zunehmende Popularität (FIFA, 2019). Gleichzeitig zeigen Studien, dass Frauen und Mädchen im Sport ein signifikant erhöhtes Verletzungsrisiko aufweisen (Montalvo et al., 2019). Da für Nachwuchssportlerinnen bislang keine funktionellen Vergleichsdaten vorliegen, verfolgt dieses Projekt das Ziel, mithilfe einer sportmotorischen Testbatterie entsprechende Daten zu erheben. Sie sollen als Grundlage dienen, mögliche Risikofaktoren für Verletzungen frühzeitig identifizieren zu können. Die Testbatterie umfasst sechs unterschiedliche Verfahren zur Erfassung der funktionellen Leistungsfähigkeit (Scinicarelli, 2021) und legt den Fokus insbesondere auf die unteren Extremitäten junger Fußballspielerinnen. Auf diese Weise soll ein Beitrag zur Verbesserung der unzureichenden Studienlage im weiblichen Sport geleistet werden. Angesichts der wachsenden medialen Präsenz sowie der stetig steigenden Zahl fußballspielender Mädchen und Frauen kommt der Erforschung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Fußballerinnen eine zunehmende volkswirtschaftliche, gesellschaftliche und sportwissenschaftliche Bedeutung zu.
Projektdauer: 01.06.2025 - fortlaufend
Projektkontakt
Deutsche Sporthochschule Köln
Dr. Christiane Wilke | wilke@dshs-koeln.de | +49 221 4982-7610
Elisabeth Bischof | e.bischof@dshs-koeln.de | +49 221 4982-4870
Lauryn Lang | l.lang@dshs-koeln.de | +49 221 4982-8577
Lisa Hofrichter
Anna Papapertrou
Auch in Zeiten von Automatisierung und Mechanisierung müssen viele Beschäftigte noch körperlich anstrengende Tätigkeiten verrichten. Dazu zählen vor allem repetitive Bewegungen, die ein hohes Risiko für Muskel-Skelett-Erkrankungen darstellen, welches zu der häufigsten arbeitsbedingten Gesundheitsproblematik in Europa zählt.
Um die körperliche Belastung zu verringern, gibt es verschiedene ergonomische Strategien, zu denen die Gestaltung des Arbeitsplatzes, das Management von Lasten oder Trainingsprogramme gehören. Eine neuere Ergänzung sind tragbare Assistenzsysteme, sogenannte Exoskelette. Diese unterstützen den Körper bei belastenden Tätigkeiten, indem sie gezielt Muskeln und Gelenke entlasten. Besonders Rücken-Exoskelette zeigen Potenzial, die Muskelaktivität bei Hebeaufgaben deutlich zu reduzieren und somit zentrale Risikofaktoren für Muskel-Skelett-Erkrankungen zu verringern.
Allerdings bringt die Nutzung von Exoskeletten auch Herausforderungen mit sich. Neben möglichen Einschränkungen des Bewegungsablaufs oder Komfortproblemen rückt zunehmend die Frage in den Fokus, wie sich diese Systeme auf das Zusammenspiel von Bewegung, Wahrnehmung und Aufmerksamkeit auswirken, also auf neurophysiologische und kognitive Prozesse.
Unser Forschungsprogramm geht diese Themen schrittweise an: Zunächst wird die aktuelle Literatur in einem Review systematisch aufgearbeitet. Aufbauend darauf folgt eine Machbarkeitsstudie, bevor eine kontrollierte Hauptstudie die Effekte von Exoskeletten auf biomechanische, neuromuskuläre und neurophysiologische Parameter im Detail untersucht. Methodisch verwenden wir ein quantitatives, experimentelles Design mit standardisierten, instrumentierten Hebeaufgaben (Squat vs. Stoop) unter vier Bedingungen (ohne/mit Exoskelett × Single- vs. Dual-Task). Kinematik wird per 3D-Motion-Capture und Bodenreaktionskräfte über Kraftplatten erfasst; parallel messen wir neurophysiologische und neuromuskuläre Aktivität mittels fNIRS und Oberflächen-EMG.
Projektdauer: 14.04.2025 - 14.03.2027
Projektkontakt:
Deutsche Sporthochschule Köln
Univ. Prof. Dr. Bettina Wollesen | b.wollesen@dshs-koeln.de | +49 221 4982-4790
Franziska Schmitter | f.schmitter@dshs-koeln.de | +49 221 4982-4780
Das Ziel des Forschungsprojekts ist die Konzeptionierung, Pilotierung und Evaluation eines Präventionskurses für E-Sportler*innen und Gamer*innen im Präventionsfeld Bewegung. Dieser Kurs soll den Anforderungen zur Zertifizierung der Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) entsprechen.
Projektdauer: 15.03.2024 - 15.10.2025
Projektkontakt:
Deutsche Sporthochschule Köln
Chuck Tholl | c.tholl@dshs-koeln.de | +49 221 4982-8724
Lisa Krampe | l.krampe@dshs-koeln.de | +49 221 4982-4570
Hintergrund Das Berufsfeld Handwerk bietet zahlreiche Potenziale und Ressourcen und wird von den Beschäftigten in vielerlei Hinsicht positiv bewertet. Gleichzeitig ist es mit besonderen körperlichen Anforderungen verbunden. Herausforderungen wie Zeitdruck, arbeitsplatzspezifische Umgebungsbedingungen und teils unsichere Beschäftigungsverhältnisse können sich zusätzlich auf die Gesundheit der Arbeitnehmenden auswirken. Ziel der Befragung ist es, Informationen zum Gesundheitsverhalten – insbesondere zur körperlichen Aktivität –, zum subjektiven Wohlbefinden sowie zur Resilienz und Arbeitsfähigkeit von Handwerker*innen zu gewinnen. Auf dieser Grundlage sollen gezielte Empfehlungen für Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention entwickelt werden, die auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Berufsgruppe zugeschnitten sind.
Methodik Im Zeitraum vom 23.09.2024 – 20.02.2025 wurde durch das Marktforschungsinstitut Ipsos GmbH in Hamburg eine deutschlandweite repräsentative Befragung in Form von computergestützten Telefoninterviews (CATI) mit Arbeitskräften aus Bau- und Ausbau-, Elektro- und Metall-, Holz- und Nahrungsmittelgewerbe sowie dem Gewerbe für Gesundheitspflege, Körperpflege und Reinigung durchgeführt. Anhand eines eigens zusammengestellten Fragebogens wurden allgemeine persönliche Daten, Informationen zum Gesundheitsverhalten (EHIS-PAQ) sowie zur Resilienz (RS-11) und Arbeitsfähigkeit (WAI) des Handwerks erfasst, ebenso wie Informationen zu angewandten und gewünschten Maßnahmen der Gesundheitsförderung.
Ergebnisse Insgesamt wurden N = 1065 Personen befragt. Davon waren n = 763 (72%) Handwerker und n = 302 (28%) Handwerkerinnen. Die Altersstruktur wird beschrieben durch eine Einteilung in folgende Altersgruppen: <19 Jahre (1%), 20-29 Jahre (13%), 30-39 Jahre (21%), 40-49 Jahre (25%) 50-59 Jahre (24%) und >60 Jahre (16%). Weitere Ergebnisse finden Sie in den verlinkten Materialien.
Den Ergenisbericht 2024/2025 finden Sie hier.
Die Pressemitteilung finden Sie hier.
Die Factsheets finden Sie hier.
Die Broschüre finden Sie hier.
Den Ergebnisbericht 2023 finden Sie hier.
Die Fact Sheets finden Sie hier.
Im Jahr 2020/2021 fand die erstmalige Erhebung von „So gesund ist das Handwerk“ statt.
Den Ergebnisbericht finden Sie hier.
Die Fact Sheets finden Sie hier.
Einen Videobeitrag zur Studie finden Sie hier.
Die Ruptur des vorderen Kreuzbandes ist eine der häufigsten und schwerwiegendsten Knieverletzungen im Sport. Eine operative Behandlung erfolgt häufig erst Wochen nach der akuten Verletzung. Im Rahmen der Prehab-Studie führen die Patient*innen im Zeitraum zwischen der Verletzung und vor der operativen Versorgung ein strukturiertes, kriterienbasiertes angeleitetes Training (Gruppe A) bzw. ein nicht-angeleitet, selbstverwaltetes Heimtraining (Gruppe B) durch. Das entwickelte Trainingsprogramm soll die Muskelkraft/ Ansteuerung der Muskulatur, die Beweglichkeit des Kniegelenks sowie das Gleichgewicht verbessern. Ziel der Studie ist die Untersuchung der Wirksamkeit der Trainingsprogramme mithilfe von funktionellen Testungen und Fragebogenerhebungen zu unterschiedlichen Messzeitpunkten (sowohl prä- als auch postoperativ).
Die Forschungsgruppe setzt sich zusammen aus der PhysioSport PACE GmbH, dem SANA Dreifaltigkeitskrankenhaus Köln und der Arbeitsgruppe im Institut für Bewegungstherapie an der Deutschen Sporthochschule Köln.
Kontakt:
Deutsche Sporthochschule Köln
Rebecca Abel | r.abel@dshs-koeln.de | Tel. +49-2214982-6165
Tänzer*innen sind Hochleistungssport treibende Künstler*innen, wobei Tanz im Wesentlichen mehr als Kunstform und weniger als Sportart angesehen wird. Tanz wird im Gegensatz zum organisierten Sport in einem Theaterbetrieb durchgeführt. Dieser weist eine hohe Anzahl an Proben- und Vorstellungszeiten auf, die mehr an der ökonomischen Ausrichtung des Theaters orientiert sind als der Leistungsfähigkeit professioneller Bühnentänzer*innen. Aufgrund der betrieblichen Einbettung des Bühnentanzes wird in der vorliegenden Arbeit von Arbeitsfähigkeit anstelle von Leistungsfähigkeit gesprochen. Die Studie strebt die Betrachtung der Thematik zuerst auf struktureller und im zweiten Schritt auf individueller Ebene an. Sie befasst sich vorwiegend mit den Rahmenbedingungen für gesundheitsfördernde Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Arbeitsfähigkeit.
Die Publikation finden Sie hier.
Projektkontakt:
Deutsche Sporthochschule Köln
Hannah Hofmann | h.hofmann@dshs-koeln.de | +49 221 4982-7112
Ziel des Projektes ist der Einsatz einer sportmotorischen Testbatterie zur Erfassung der funktionellen Leistungsfähigkeit der unteren Extremitäten und anhand der Testwerte Einblicke in ligen- und altersabhängige Leistungsunterschiede zu gewinnen. Darüber hinaus wird ein funktionsbasierter Algorithmus zur Förderung des Rückkehrprozesses in den (Wettkampf-)Sport nach Verletzungen der unteren Extremitäten entwickelt und empirisch untersucht.
Zu Beginn erfolgt eine ausführliche Literaturanalyse der bestehenden qualitativen und quantitativen Testmethoden zur Bestimmung eines RTC-Zeitpunkts nach VKB-Operation. Darauf aufbauend erfolgt die Erstellung und Erprobung einer Testbatterie im Sinne der stufenweisen Wiedereingliederung in den Sport. Im Anschluss werden Normdaten bei gesunden Personen, Athleten unterschiedlicher Sportarten sowie Patienten nach VKB-Rekonstruktion erhoben.
Erwartetes Ergebnis ist ein valides Testinstrument zur Bewertung von Bewegungsqualität und -sicherheit im Hinblick auf einen geeigneten RTC-Zeitpunkt. Gleichzeitig können Pre-Injury Screenings durchgeführt werden, um das Verletzungsrisiko zu erkennen und gegebenenfalls durch Trainingsinterventionen zu minimieren.
Projektzeitraum: 01.04.2018 bis fortlaufend
Projektkontakt:
Deutsche Sporthochschule
Dr. Christiane Wilke
Dr. Giordano Scinicarelli
Projektpartner:
SANA Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln