Unser Institut

Spitzensport ist heute mehr als Wettkampf-Geschehen. Er ist auch Medienereignis und Gegenstand öffentlicher Kommunikation. Mit der zunehmenden Ästhetisierung und Eventisierung des Sports wachsen die Anforderungen an Athletinnen und Athleten, sich nicht nur sportlich, sondern auch kommunikativ zu positionieren. Die daraus entstehenden Veränderungen für Sport, Medien und Gesellschaft analysieren wir aus unterschiedlichen interdisziplinären Perspektiven.

Drohnenansicht vom Leichtathletik-Stadion, den Tennis-Plätzen und Kunstrasenplatz der Sporthochschule
Drohnenansicht vom Leichtathletik-Stadion, den Tennis-Plätzen und Kunstrasenplatz der Sporthochschule

Sportkommunikation ist heute ein breites und vielschichtiges Forschungs- und Praxisfeld. Neben der klassischen Sportberichterstattung umfasst sie die Organisationskommunikation von Vereinen, Verbänden, Medienunternehmen und Sponsoren sowie die Kommunikationsaktivitäten von weiteren Akteuren des Sports. Ebenso gehört die zunehmend digital und medial vermittelte Individualkommunikation von Sportlerinnen und Sportlern sowie Influencern des Sports dazu.

Diese Erweiterung des Forschungsfeldes um digitale Kanäle und Plattformen jenseits etablierter (sport-)journalistischer Medienformate macht es notwendig, sportbezogene Kommunikation nicht mehr nur als Produktion und Verbreitung von Inhalten zu betrachten. Vielmehr rücken die vielfältigen Formen der Anschlusskommunikation in den Fokus, in denen multimodale Inhalte kommentiert, geteilt, umgedeutet und öffentlich verhandelt werden. Gerade in digitalen Medienumgebungen entstehen dadurch kommunikative Netzwerke, in denen professionelle und nicht-professionelle Akteure gleichermaßen an der Gestaltung sportbezogener Öffentlichkeiten beteiligt sind.