Alkohol spielt als Dopingmittel bei Sportarten eine Rolle, bei denen Nervosität zu Leistungseinbußen führen kann. Foto: iStock.com/mishooo
Definition des Deutschen Sportärztebundes von 1983
Nach der Definition des Deutschen Sportärztebundes von 1983 werden unter Substitution folgende Maßnahmen verstanden:
Ersatz von unbedingt notwendigen Substanzen für den Körper
Zufuhr von Substanzen, die für den Energie- und Baustoffwechsel benötigt werden
Zufuhr von Substanzen, die nicht vom Körper synthetisiert werden können und deren ungenügende Zufuhr die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt
Hierzu zählen:
Wirkstoffe wie Vitamine, Elektrolyte (Na, K, Mg usw.), Spurenelemente (Fe, Cu usw.)
Nährstoffe bzw. energieliefernde Substanzen wie Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß. Ihr Bedarf kann unter Umständen nicht allein durch die Nahrung gedeckt werden. Ihre Substitution - in Form von Konzentratnahrung oder speziellen Zubereitungen - ist erlaubt.
Die Zufuhr von Substanzen, die von einem gesunden Organismus selbst synthetisiert werden können (z.B. Testosteron, Cortisol, Wachstumshormon) widerspricht dem medizinischen Verständnis des Begriffes Substitution.
Sollten diese vom Organismus synthetisierten Substanzen für eine sportliche Höchstleistung nicht ausreichen, so ist diese natürliche Barriere als Grenze der individuellen Leistungsfähigkeit zu respektieren.