Wir stellen euch auf dieser Seite aktuelle und zeitnah abgeschlossene Forschungsaktivitäten zur Sportlehrer*innenbildung und zum Schulsport vor, welche unter Beteiligung von Kolleg*innen der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführt wurden bzw. werden. Die Übersicht ebnet Ihnen den Weg für zukünftige Zusammenarbeiten.
Kontaktieren Sie hierzu bei Interesse an einem Thema gerne die entsprechende Ansprechperson.
Im Projekt wird das Ziel verfolgt, Empfehlungen für den Umgang von Lehrkräften mit Schülerinnen und Schülern mit der Erkrankung Diabetes mellitus zu erarbeiten. In einer ersten Studie wurden hierzu der Wissensstand/die Erste-Hilfe-Kompetenzen von Sportlehrkräften bei Diabetesnotfällen im Sportunterricht untersucht. Die Studie wurde von Herrn Prof. (FH) PD Dr. Christian Brinkmann (c.brinkmann@dshs-koeln.de) vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin (DSHS Köln)/IST Hochschule Düsseldorf und Frau Nicola Zingraf (Abtei‑Gymnasium Brauweiler) durchgeführt. Zur Studie ist ein Zeitschriftenaufsatz veröffentlicht, welcher hier einsehbar ist.
Das Grundschulalter ist eine bedeutsame Lebensphase für die Entwicklung des physischen Selbstkonzepts, auch Körperkonzept genannt. Studien zum positiven Einfluss sportlicher Aktivitäten auf das physische Selbstkonzept von Jugendlichen belegen die Wichtigkeit den eigenen Körper wertzuschätzen und ihm zu vertrauen, die eigene Leistungsfähigkeit zu erfahren und einschätzen zu können. Studien mit Kindern im Grundschulalter sind bisher selten durchgeführt worden, da unsicher ist, ab welchem Alter valide Aussagen zum Selbstkonzept möglich sind. Da jedoch Hinweise darüber vorliegen, dass bereits Kinder im Alter zwischen 8-14 Jahren von einer figur- oder gewichtsbezogenen Körperunzufriedenheit berichten, ist die Untersuchung des Einflusses von Sport auf die selbstwertrelevante Entwicklung eines positiven physischen Selbstkonzepts von besonderer Dringlichkeit. Die Studie ist als Längsschnittuntersuchung angelegt, die über den gesamten Zeitraum des Grundschulalters, also über vier Jahre durchgeführt wird. Analysiert werden mögliche Einflussfaktoren auf die Entwicklung des physischen Selbstkonzepts, z.B. außerschulische Sport- und Bewegungsorte, Anteile von Alltagsbewegung, die familiäre Haltung gegenüber Sport und Bewegung und der Sportlichkeit des eigenen Kindes, aber auch des erfahrenen Sportunterrichts in der Grundschule.
Geleitet wird das Projekt von Dr. Carola Podlich (c.podlich(at)dshs-koeln.de).
Das vom BMBFSFJ geförderte Verbundprojekt „ReLePro“ (Reflexive Lernprozessbegleitung im Fach Sport) verfolgt das Ziel, ein lernwirksames und diversitätssensibles Konzept für den Sportunterricht zu entwickeln, zu erproben und nachhaltig in die Schulpraxis zu überführen. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von reflexivem Lernen und formativem Assessment zu einer innovativen Form der reflexiven Lernprozessbegleitung. Der Sportunterricht bietet dabei ein besonders spannendes Forschungsfeld, weil hier vielfältige Diversitätsdimensionen sowohl pädagogische Herausforderungen als auch Chancen für fachliches und überfachliches Lernen eröffnen. An den Standorten Braunschweig und Köln arbeiten Wissenschaftler:innen und Sportlehrkräfte im Rahmen eines Design-Based-Research-Prozesses (DBR) eng zusammen. In drei Entwicklungszyklen wird das Konzept mit Sportlehrkräften und Schüler:innen im Sekundarbereich iterativ erprobt, analysiert und weiterentwickelt. Die Lehrkräfte sind nicht nur aktiv an der Entwicklung beteiligt, sie erproben das Konzept auch anschließend im eigenen Unterricht im Hinblick auf seine Praxistauglichkeit. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt aus unterschiedlichen erziehungswissenschaftlichen und sportdidaktischen Perspektiven. Sie untersucht Veränderungen im Unterricht hinsichtlich der Lernwirksamkeit, Diversitätssensibilität und der Entwicklung des sogenannten „Professionellen Blicks“ der Lehrpersonen. Zum Einsatz kommen Methoden wie Videografien, Interviews und schriftliche Befragungen in einer Mixed-Methods-Fallstudie mit Längsschnittdesign, die als Grundlage für die Evaluation und Weiterentwicklung des Konzeptes genutzt werden. Die Ergebnisse des Projekts werden gemeinsam mit Partner:innen aus allen Phasen der Lehrkräftebildung adressat:innenorientiert aufbereitet und veröffentlicht. Dadurch wird die nachhaltige Verankerung der reflexiven Lernprozessbegleitung im Bildungssystem – von der universitären Ausbildung bis zur schulischen Anwendung – angestrebt.
Teilprojekt 3: Der „Professionelle Blick“
Dieses an der Sporthochschule Köln (Prof.‘in Dr. Sabine Reuker, Alina Kulüke) angesiedelte Teilprojekt fokussiert die Professionalisierungsprozesse der Lehrkräfte als eine zentrale Gelingensbedingung zur Umsetzung der reflexiven Lernprozessbegleitung. Konkret geht es der Frage nach, wie sich der Professionelle Blick, und damit die Wahrnehmungen, Deutungen und Handlungsentscheidungen der Sportlehrkräfte, im Laufe des Projekts verändert. Die beteiligten Sportlehrpersonen werden dazu anhand bereits vorliegender Videovignetten mit offenen Leitfragen befragt. Die Auswertung erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalyse und etablierter Kategoriensysteme. Darüber hinaus wird der Professionelle Blick auch im Rahmen von Gruppeninterviews in sogenannten Videoclubs erhoben. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dienen nicht nur der tieferen Analyse der Veränderungen im Professionellen Blick, sondern liefern zugleich wertvolle Impulse für die gemeinsame Weiterentwicklung der Unterrichtsinstrumente.
Ansprechpersonen: Prof.‘in Dr. Sabine Reuker, Alina Kulüke
Kontakt: a.kulueke(at)dshs-koeln.de
In dem Projekt mit dem Titel „Zufriedenheit lernen – Burnout vorbeugen: Konzeption, Entwicklung, Implementierung und Evaluation von theoriebasierten Interventionen zur bedürfnisorientierten Burnoutprävention von angehenden Sportlehrkräften“ geht es um die Entwicklung sowie die Bedarfs‑ und Machbarkeitsanalyse einer theoriegeleiteten Intervention zur Prävention von Burnout bei angehenden Sportlehrkräften. Aktuell befindet sich das Projekt in der Phase der Durchführung und Evaluation und läuft noch bis September 2022. Konkretes Ziel des Projektes ist eine langfristige Implementierung der Maßnahme als extracurriculares Angebot für Lehramtsstudierende an der Deutschen Sporthochschule Köln.
Bei der Maßnahme handelt es sich um einen digitalen Workshop über vier Sitzungen á 90 Minuten, der bislang viermal durchgeführt wurde. Inhalte sind neben Psychoedukation über Burnout und der praxisbezogenen Vermittlung der psychologischen Grundbedürfnisse die Aktivierung und Weiterentwicklung eigener Ressourcen, Selbstreflexion über bisher genutzte Strategien im Umgang mit Belastung, wirkungsvolle Strategien im Umgang mit Stress, Methoden zum Zeit‑ und Selbstmanagement sowie der gezielte Einsatz von Entspannungsmethoden im Alltag. Ein Peer‑Austausch der teilnehmenden Studierenden untereinander spielt bei der Umsetzung der Inhalte im digitalen Format eine große Rolle. Hier wird mit unterschiedlichen digitalen Tools gearbeitet.
Der Bedarf sowie die Machbarkeit der Maßnahme konnten in einer ersten Studie bestätigt werden. Ein Aufsatz zur Veröffentlichung der Ergebnisse wurde bei der Zeitschrift für Studium und Lehre in der Sportwissenschaft eingereicht. Aktuell läuft zudem eine Studie, die den Workshop systematisch anhand validierter Fragebögen zu Themen wie psychologischer Bedürfnisbefriedigung, Burnout, beruflicher Belastung und Zufriedenheit, Selbstwirksamkeitserwartung und Wohlbefinden evaluiert.
Als Ansprechperson dient Ihnen Dr. Hanna Raven (h.raven(at)dshs-koeln.de) vom Psychologischen Institut (Abteilung Gesundheit und Sozialpsychologie) (DSHS Köln).
Im Kompetenznetzwerk ComeSport kooperieren elf Universitäten mit dem Ziel, das digitale und digitalgestützte Unterrichten in Schule und Weiterbildung im Fach Sport zu fördern und nachhaltig zu sichern. Ausgangspunkt sind ein bestehendes, ausgedehntes Netzwerk von Kooperationspartner:innen der (Sport-)Lehrkräftebildung sowie umfangreiche Vorarbeiten der Verbundpartner:innen. Die Arbeitsthemen betreffen die Planung und Durchführung von digitalgestütztem Sportunterricht, gesellschaftskritische Aspekte (z.B. Diversität und Körperbilder) und die Akzeptanz und Nutzungsmotivation digitaler Ressourcen. Arbeitsergebnisse werden in mediendidaktische sowie medienpädagogische Fort- und Weiterbildungskonzepte für den Schulsport überführt.
In fünf Community Networks (ComeNets) arbeiten verschiedene Einrichtungen an Standards und Entwicklungen in den Arbeitsthemen, wobei Mitarbeitende der Deutschen Sporthochschule Köln in drei der ComeNets direkt inhaltlich beteiligt sind:
Die Organisationsstruktur des Verbundes ist durch vier zentrale Funktionsstellen gekennzeichnet, welche über eine digital gestützte Kommunikations- und Interaktionsstruktur (KISS) miteinander vernetzt sind. Die Funktionsstellen sind (1) die Verbundkoordination (U Duisburg/Essen, inkl. dem verbundinternen QM), (2) die fachliche Verbundleitung (DSHS Köln; inkl. Durchführung der Akzeptanzanalysen), (3) Transferstelle TraBBi_digital (U Bielefeld; inkl. Metaportal) sowie (4) die fünf ComeNets. Die Abstimmung und Synchronisation der Arbeitsabläufe wird vor allem durch die KISS-gestützte Interaktion und Kommunikation sichergestellt. Übergreifende Ziele von ComeSport sind der Aufbau nachhaltiger Strukturen und Prozesse, die Untersuchung und Förderung von Gelingensbedingungen von Transfer, der Aufbau von sportspezifischen Standards für die (Weiter‑)Entwicklung von Produkten sowie die Überprüfung und Förderung produktbezogener Akzeptanz.
Laufzeit:
07/2023 – 02/2026
Fachliche Verbundleitung:
Förderung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung als Teil des EU‑Programm „NextGenerationEU“
Weiterführende Informationen zu ComeSport finden Sie hier: https://lernen.digital/verbuende/comesport/
Die CoP Sport ist Teil des Netzwerkes Communities of Practice NRW für eine Innovative Lehrerbildung (ComeIn), welches die Förderung digitalisierungsbezogener Kompetenzen von Lehrpersonen über alle drei Phasen der Lehrer*innenbildung fokussiert.
Ziel der CoP Sport ist es „die spezifischen digitalen Kompetenzen von (angehenden) Sportlehrer*innen zu identifizieren sowie mediendidaktische Unterrichtskonzepte für den schulsportpraktischen Alltag zu entwickeln und zu evaluieren“. ComeIn wird im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.
Die CoP Sport wird geleitet von Frau Dr. Julia Mierau (j.mierau@dshs-koeln.de) vom Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft (DSHS Köln) und Herrn Univ.-Prof. Dr. Jens Kleinert (kleinert@dshs-koeln.de) vom Psychologischen Institut (DSHS Köln).
Weiterführende Informationen zur CoP Sport finden Sie hier.
Weiterführende Informationen zum Netzwerk ComeIn finden Sie hier.
Wenngleich Kinder und Jugendliche in einer digitalen Welt aufwachsen, ist nicht zwangsläufig davon auszugehen, dass sie zugleich über einen umfassenden, mündigen Umgang mit digitalen Medien verfügen. Die digitale Transformation bewirkt sowohl gewandelte allgemeinpädagogische Anforderungen durch veränderte digitale Angebotsstrukturen und Nutzungsmöglichkeiten, die einen mündigen Umgang erfordern, als auch konkrete gesellschaftliche Veränderungen des Gegenstandsbereichs Sport (durch z. B. digitale Möglichkeiten der Bewegungsvermittlung oder digitale Unterstützungsangebote wie Ernährungs- und Trainingsprogramme).Gilt es, den schulischen Kompetenzerwerb mithilfe professionellen Lehrer*innenhandelns zu sichern, werden in Verknüpfung mit dem Begriff der digitalen Mündigkeit zugleich auch Anforderungen an diesbezügliche (Vermittlungs-)Kompetenzen bei den Lehrkräften deutlich. Diese Kompetenzerweiterung erfordert konsequenterweise veränderte oder neue Strukturen in den lehrer*innenbildenden Studiengängen.
Den mit der digitalen Transformation verbundenen curricularen Anforderungen an den Erwerb digitaler Kompetenzen seitens der Studierenden wird innerhalb des Lehramtsstudiengangs sowohl fachspezifisch für das Unterrichtsfach Sport als auch fächerübergreifend in enger Verschränkung mit dem bildungswissenschaftlichen Studium begegnet.
Für die Re-Konzeption des Qualifikationsprofils der lehrer*innenbildenden Studiengänge an der DSHS Köln werden neben umfangreichen Recherchearbeiten ebenso interne und externe Expertinnen und Experten herangezogen. Die nachfolgende Identifikation geeigneter Lehr-/Lern- und Prüfungsformate sowie die Überarbeitung der Modulhandbücher treiben die digitale Transformation der Studiengänge dabei ebenso voran wie die Evaluation des internen Fortbildungsbedarfs der lehrenden Kolleg*innen. Die Implementation entsprechender hochschuldidaktischer Fortbildungsveranstaltungen ist dabei ein wesentliches Ziel des Projektvorhabens, um eine systematische Überführung der Erkenntnisse auf die Lehrveranstaltungsebene sicherzustellen.
Als Ansprechpersonen dienen Ihnen folgende Personen, die alle zum Institut für Sportdidaktik und Schulsport der Deutschen Sporthochschule Köln gehören:
Im Projekt wird das Ziel verfolgt, Empfehlungen für den Umgang von Lehrkräften mit Schülerinnen und Schülern mit der Erkrankung Diabetes mellitus zu erarbeiten. In einer ersten Studie wurden hierzu der Wissensstand/die Erste-Hilfe-Kompetenzen von Sportlehrkräften bei Diabetesnotfällen im Sportunterricht untersucht. Die Studie wurde von Herrn Prof. (FH) PD Dr. Christian Brinkmann (c.brinkmann@dshs-koeln.de) vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin (DSHS Köln)/IST Hochschule Düsseldorf und Frau Nicola Zingraf (Abtei‑Gymnasium Brauweiler) durchgeführt. Zur Studie ist ein Zeitschriftenaufsatz veröffentlicht, welcher hier einsehbar ist.
Im Verbundprojekt wird eine App zur Unterstützung kreativer Prozesse in der Tanzvermittlung entwickelt. Neben technischen Fragen der Umsetzbarkeit wurde in einer viermonatigen Anwendungsphase an einer Schule untersucht, wie Jugendliche im Setting Sportunterricht mit der App umgehen. Eine Version der App ist hier kostenfrei öffentlich zugänglich.
#digitanz – Digitalität und Tanz in der kulturellen Bildung ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt (Förderzeichen 01 JKD 1706 A und 01 JKD 1706 B). Das Projekt ist als interdisziplinäres Forschungsvorhaben angelegt, in welches Professor*innen drei verschiedener Hochschulstandorte leitend involviert sind:
Prof. Dr. Claudia Steinberg (c.steinberg@dshs-koeln.de) vom Institut für Tanz und Bewegungskultur (DSHS Köln)
Prof. Dr. Florian Jenett (florian.jenett(at)hs-mainz.de) aus dem Fachbereich Gestaltung/Kommunikationsdesign (Hochschule Mainz)
Prof. Dr. Tim Bindel (tbindel(at)uni-mainz.de) aus der Abteilung Sportpädagogik/Sportdidaktik (Johannes Gutenberg‑Universität Mainz)
Weiterführende Informationen zum Projekt sowie zu dazugehörigen Veröffentlichungen können auf der Homepage eingesehen werden.
Das Verbundprojekt #digitanz – Digitalität und Tanz in der kulturellen Bildung ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Schwerpunktes „Forschung zur Digitalisierung in der Kulturellen Bildung“, welcher an der Friedrich‑Alexander‑Universität Erlangen-Nürnberg angesiedelt ist. Weiterführende Informationen zum Förderschwerpunkt erhalten Sie hier.
Schwab, S., & Balle, J. (2024).
Fußball – Das Praxisbuch für Training, Studium, Schule und Freizeitsport.
Berlin: Springer-Verlag.
Thiel, A., Teubert, H. & Kleindienst-Cachay, C. (2013).
Die „Bewegte Schule“ auf dem Weg in die Praxis - Theoretische und empirische Analysen einer pädagogischen Innovation.
Hohengehren: Schneider Verlag.