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  • Weiterbildendes Master­studium
    Die weiterbildenden Masterstudiengänge der Deutschen Sporthochschule Köln bieten Ihnen die Möglichkeit, sich berufsbegleitend akademisch weiterzuqualifizieren und neue Karriereperspektiven zu erschließen. Durch die Kombination aus Präsenzphasen an der Spoho oder Partnerinstitutionen und flexiblen Selbststudienphasen lassen sich Studium, Beruf und Alltag optimal miteinander verbinden. Die Studiengänge dauern je nach Angebot vier bis sechs Semester und schließen mit einem international anerkannten Masterabschluss (M.A. oder M.Sc.) ab. Dabei profitieren Sie von wissenschaftlich fundierten Inhalten, praxisnahen Lehrformaten und einem intensiven Austausch mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis. Ob zur fachlichen Spezialisierung, persönlichen Weiterentwicklung oder für den nächsten Karriereschritt: Die weiterbildenden Masterprogramme der Spoho ermöglichen lebenslanges Lernen auf akademischem Niveau – ohne den Beruf aufgeben zu müssen. Welche weiterbildenden Masterstudiengänge gibt es an der Spoho? Führungskompetenz und Management im Spitzensport (M.A.) Olympic Studies (M.A.) Spielanalyse (M.A.) Tanz - Vermittlung, Forschung, künstlerische Praxis (M.A.) Sport, Bewegung und Ernährung (M.Sc.) Sportphysiotherapie (M.Sc.) Schutz vor sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch in Organisationen (M.A.) Das könnte Sie auch interessieren Zertifikatsprogramme Kompakte Weiterbildungen Weiterbildungen exklusiv für Spoho Studierende

  • Wege zur internationalen Zusammenarbeit: Fördermöglichkeiten, Austausch und Vernetzung
    Vorgestellt werden nationale (z.B. DFG und DAAD) sowie europäische Programm (z.B. Marie Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA)) sowie weitere Initiativen zur Förderung internationaler Mobilität und Forschungszusammenarbeit. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der digitalen Partnersuche: Teilnehmende erfahren, welche Plattformen und Tools Forschende dabei unterstützen können, geeignete internationale Kooperationspartner*innen zu finden und neue Netzwerke aufzubauen. Die Veranstaltung richtet sich an Wissenschaftler*innen, die bestehende Kooperationen vertiefen oder neue internationale Projekte initiieren möchten. Referentinnen: Dr. Dinah Nockemann und Dr. Birte Ahrens, Abteilung Forschung und wissenschaftliche Qualifizierung Datum und Uhrzeit: 03. November 2026, 11:30-13 Uhr Ort: Online, Link wird nach der Anmeldung versendet Zielgruppe: Professor*innen, Postdocs, Promovierende (bei ausreichend freien Plätzen) Format: Online-Workshop AE: 2 Anmeldung: Bitte melden Sie sich bis zum 17. Oktober 2026 per Mail an: forschung-dshs@dshs-koeln.de

  • Wassersport
    Wassersport Der Bereich des Wassersports bietet ein vielseitiges Kursangebot in den Disziplinen Kanu, Rudern, Segeln und Segelsurfsport und Sporttauchen. Die Veranstaltungen finden sowohl auf Binnengewässern als auch im küstennahen Bereich statt und ermöglichen praxisnahe Erfahrungen in unterschiedlichen Wassersportarten. Das Angebot reicht von grundlegenden Einführungskursen, in denen zentrale Techniken sowie Sicherheitsaspekte vermittelt werden, bis hin zu vertiefenden Kursen, die weiterführende Inhalte in Theorie und Praxis behandeln. Dabei werden nicht nur sportartspezifische Fertigkeiten geschult, sondern auch Kenntnisse im Bereich Umweltbewusstsein, Navigation und Gruppenführung vermittelt. Um weitere Informationen zu den Kursen zu erhalten, nutzen Sie bitte die Verlinkungen über die untenstehenden Kacheln der jeweiligen Kurse. Leitung des Lehrgebiets: Edwin Jakob BAS5 Kanu BAS5 Rudersport BAS5 Segeln und Windsurfen BAS5 Sporttauchen B4 Kanusport B4 Rudern PE Kanusport PE Segel- und Segelsurfsport PE Sporttauchen SBV7 Kanusport SBV7 Rudersport SBV7 Segel- und Segelsurfsport SUL7/SBV9 Kanusport SUL7/SBV9 Rudersport SUL7/SBV9 Segel- und Segelsurfsport

  • Kinder sitzen in einer Turnhalle im Kreis und eine Lehrkraft erklärt etwas an einem Board.
    28.08.2026
    Was macht Lernen und Training eigentlich motivierend?
    Gamification bedeutet nicht automatisch Punkte sammeln, Abzeichen verdienen oder mit Apps arbeiten. Entscheidend ist, welche Elemente zum jeweiligen Kontext, zu den Lernenden und zu den Trainingszielen passen. In der neuen Weiterbildung „Gamification – Motivierende Lern- und Trainingsdesigns“ der Akademie der Deutschen Sporthochschule Köln geht es darum, wie Gamification professionell und zielgerichtet eingesetzt werden kann. Im Interview erklären Tilman Schmeckebier-Uhlich, Dr. Benjamin Bonn und Dr. Dr. Swen Körner, was hinter dem Konzept steckt, was gute Gamification ausmacht und welche Erfahrungen sie selbst damit gemacht haben. Gamification ist in einer Vielzahl von Kontexten praktizierbar – im Unterricht in der Schule, im Breiten- wie im Spitzensport. Wir verstehen Gamification als Konzept. Es besteht in der Verwendung sogenannter „Game-Design-Elemente“ in einem nicht spielerischen Kontext, um Menschen zu motivieren, Lernen anzuregen und Probleme zu lösen. Computertechnologie und Apps können dabei eine Rolle spielen, müssen es aber nicht. Eine inflationäre Nutzung digitaler Formate erscheint in Vermittlungssituationen ebenso wenig sinnvoll wie eine hundertprozentige Versteifung auf analoges Arbeiten. Die Gestaltung von Gamification sollte zum Ziel und zum jeweiligen Kontext passen. Uns ist wichtig, dass sie bewusst auf das Kompetenzerleben und auf selbstbestimmtes Handeln im Lernen ausgerichtet ist. Wir verstehen unter professioneller Vermittlung unter anderem, dass Training die individuellen Voraussetzungen der Teilnehmenden berücksichtigt und daher unterschiedliche Trainingsziele und -methoden beinhalten kann. Ob und wie gamifiziertes Training für Kinder anders oder gleich wie für Erwachsene gestaltet sein sollte, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab und bedarf einer guten Begründung. Professionelle Entscheidungsfindung ist ein wesentlicher Bestandteil der Trainingsgestaltung. Die Verwendung von Gamification als Vermittlungsmethode bedarf aus unserer Sicht einer Einordnung in vielfältige Fragen: Inwiefern passt meine Gamification zum Trainingskontext, zu meiner Lerngruppe, zu meinen Inhalten etc.? Es gilt, die Passung von Gamification abzuwägen und die Effekte zu beobachten. Eine gamifizierte Einheit kann das Ziel verfehlen, Wirkungen können sich anders als erwartet darstellen und vieles mehr. Reflexion und Weiterentwicklung in der Praxis gehören aus unserer Sicht dazu. Klar. Beispiele aus unserer Praxis oder Ideen für die Praxis finden sich zum Beispiel in unseren folgenden Büchern: Gamification im Sport Gamification im Unterricht Tilman Schmeckebier-Uhlich: Zum Thema Gamification bin ich während des Lockdowns 2020 im Rahmen meiner Full-Instructor-Ausbildung im Krav Maga gekommen. Gamification war dabei ein starkes Tool, um Selbstverteidigungstraining anzuleiten und die Teilnehmer*innen trotz der Zoom-Sitzungen zu motivieren. Gamification ist in einer Vielzahl von Kontexten praktizierbar – im Unterricht in der Schule, im Breiten- wie im Spitzensport, im polizeilichen Einsatztraining, im Rehabereich und in vielen weiteren Bereichen. Gamification ist aber kein Automatismus für Motivation, Leistung oder andere Wirkungen. Ihr Einsatz und ihre Gestaltung müssen zum jeweiligen Kontext passen. Beispiele für Umsetzungen im Sport finden sich im Buch Gamification im Sport . Egal, ob als Lehrer*in, Pädagog*in oder als Trainer*in: Ab sofort können Sie sich für die Weiterbildung “ Gamification im Sport: Motivierende Lern- und Trainingsdesigns entwickeln ” für den 21. November 2026 anmelden .

  • 02.12.2024
    Was leisten bedeutende Sportgroßveranstaltungen?
    Dr. Christoph Bertling moderierte am vergangenen Donnerstag den 18. Sportbusiness-Talk des Alumnivereins. Die Veranstaltung der Alumni Sportmedien/Sportmanagement an der Deutschen Sporthochschule Köln drehte sich um die Relevanz sportlicher Mega-Events. Generieren sie langfristige Effekte? Warum finden sie nur selten in Deutschland statt? Geladen waren Vertreter:innen der großen Sportverbände: Markéta Marzoli (Leiterin Kommunikation & Events, Deutscher Behindertensportverband), Eva Werthmann (Leiterin Verbandskommunikation, Deutscher Olympischer Sportbund) und Steffen Simon (Direktor Öffentlichkeit und Fans, Deutscher Fußball-Bund). Weitere Informationen zur Diskussionsrunde und den Alumni-Aktivitäten finden Sie auf der ASS-Webseite . Einen Überblick über aktuelle Studien zu Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen auf den öffentlichen Raum, sowohl positiven als auch negativen, erhalten Sie hier .

  • 06.01.2025
    Was ist politischer Sportjournalismus?
    Anno Hecker, Ressortleiter Sport der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), hat mit Spoho-Studierenden des Bachelor-Studiengangs Sportjournalismus im Seminar Medienethik (Dr. Tobias Arenz) über Sportjournalismus und den Zustand der Sportmedienlandschaft diskutiert. Vor zwei Jahren haben Richard David Precht und Harald Welzer mit ihrem Buch Die vierte Gewalt. Wie Mehrheitsmeinung gemacht wird eine umstrittene These präsentiert, der zufolge insbesondere der sogenannte Qualitätsjournalismus darauf ziele, Politik nicht bloß zu kontrollieren, sondern selbst Politik zu machen. Vor diesem Hintergrund stellten sich die Seminarteilnehmer*innen um Dozent Dr. Tobias Arenz die Frage, was genau die Aufgabe von politischem Sportjournalismus ist und welchen Wert diese Form des Journalismus in der gegenwärtigen Medienlandschaft hat. Als Experte trat Anno Hecker, Ressortleiter Sport FAZ, mit der Gruppe in den Diskurs. Mit Bezug auf den prägenden Einfluss von Herbert Fischer-Solms plädiert Anno Hecker für einen Sportjournalismus, der die Institutionen des Sports im Hinblick auf ihre eigenen Fundamente befragt und damit indirekt auf eine Gestaltung dieser öffentlichen Sphären zielt. Aber Sportjournalismus gehe nicht darin auf, die politischen Zusammenhänge und Motive zu erkennen. Vielmehr sprach Anno Hecker auch ein großes Lob sowohl für die gut gemachte Reportage als auch für eine Wettkampfberichterstattung aus, die dem Publikum Aspekte des Geschehens sichtbar macht, die sonst – ohne journalistische Einordnung – im Verborgenen bleiben. Insgesamt war der Besuch von Anno Hecker, der zahlreiche Details und Geschichten aus seiner langen Berufserfahrung zu berichten wusste, ein großer Gewinn und eine Ermutigung, sich auf den Kern des Journalismus zu besinnen und sich nicht zu stark von kurzfristen Markttendenzen abgängig zu machen.

  • Teilnehmende beim Theorieteil des Athletiktrainings.
    25.04.2024
    Was ist eigentlich Athletiktraining?
    Athletiktraining ist so populär wie nie zuvor. Egal, ob im Spitzensport oder im Fitnessstudio: Die Zusammenarbeit mit einem Athletiktrainer oder einer Athletiktrainerin kann die sportliche Leistungsfähigkeit auf das nächste Level heben. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff, wie plant man eine Trainingseinheit und wo liegen die Abgrenzungen zum Functional Training? Wir erklären im Folgenden alle wichtigen Details. Eine allgemeingültige Definition der Begriffe Athletik und Athletiktraining ist kaum zu finden. Der Begriff Athletik stammt vom lateinischen „āthlēta“ oder altgriechischen „athlētēs“ (ἀθλητής) und kann etwa mit Wettkämpfer, Ringkämpfer, Sportler bzw. auch kraftvoller, muskulöser Mensch übersetzt werden. Athletiktraining könnte folglich als Wettkampftraining bzw. Training zur Stärkung der Muskulatur oder Steigerung der Kraft bezeichnet werden. In der heutigen Auffassung wird der Begriff spezifischer definiert: Unter Athletik wird im Allgemeinen die körperliche Leistungsfähigkeit im Hinblick auf (sportliche) Bewegungen verstanden. Athletiktraining umfasst demzufolge gezielte Maßnahmen zur Steigerung, zum Erhalt bzw. zum Wiedergewinn der individuellen motorischen Leistungsfähigkeit. Athletiktraining kann dabei als leistungsorientierter Bestandteil des sportlichen Trainings verstanden werden, in welchem konditionelle und koordinative Leistungsvoraussetzungen mit allgemeinen und speziellen Trainingsmitteln trainiert werden. Es wird dabei zwischen allgemeinem und sportartspezifischem Athletiktraining unterschieden. Die Basis bildet die Steigerung der allgemeinen funktionellen Leistungsfähigkeit. Diese beinhaltet die konditionellen Fähigkeiten Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination (Kadlec & Groeger, 2021, S. 16). Dabei ist ein Training für alle Sportlerinnen und Sportler in all diesen Bereichen elementar. Denn schließlich zeichnen sich beispielsweise gute Fußballspielerinnen und Fußballspieler nicht nur dadurch aus, dass ihre Ausdauer über die gesamte Spielzeit ausreicht. Wer an einen Zweikampf denkt, merkt schnell, dass auch andere Fähigkeiten wie Schnelligkeit und Koordination für diesen Sport wichtig sind. Dies gilt für die allermeisten Sportarten. Neben dem Training zur Steigerung der allgemeinen Leistungsfähigkeit ist das sportartspezifische Athletiktraining wichtig. Bei diesen Trainingseinheiten stehen die Bewegungsmuster und Muskelgruppen im Fokus, die für die jeweilige Sportart besonders relevant sind. Je nach Sportart ist das sehr unterschiedlich. Stehen beim Schwimmen insbesondere die Schulter- und Oberarmmuskeln im Vordergrund, sind im Fußball eher Oberschenkel- und Wadenmuskulatur wichtig und im Turmspringen die Rumpfmuskulatur. Auch die Spezialisierung beispielsweise auf Kurz-, Mittel- oder Langstrecke im Laufen erfordert ganz unterschiedliche Ausrichtungen des Athletiktrainings. Ein Fußballspieler, dessen Ausdauer nicht reicht, um 90 Minuten auf dem Platz zu stehen, eine Skispringerin mit schlechtem Gleichgewicht, ein Turner ohne die Kraft, sich an den Ringen zu halten – das alles ist schlecht vorstellbar. Denn ohne eine grundlegende Leistungsfähigkeit ist sportliche Betätigung oder gar sportlicher Erfolg nicht möglich. Daher ist Athletiktraining schon immer ein fester Bestandteil sportlichen Trainings und wird im Rahmen einer Professionalisierung im Sport und sich immer weiter angleichenden Leistungen immer wichtiger. Auch Nachwuchsleistungszentren setzen vermehrt auf spezialisierte Athletiktrainerinnen und Athletiktrainer für Kinder und Jugendliche. Denn je früher man mit allgemeinem Athletiktraining beginnt, desto besser. Doch was bringt Athletiktraining genau? Wer sich durch ein gezieltes Athletiktraining eine ausreichende allgemeine funktionelle Leistungsfähigkeit angeeignet und sich auf die sportartspezifischen athletischen Anforderungen vorbereitet hat, wird beim Training der sportartspezifischen Fähigkeiten profitieren und im Bereich Technik und Taktik schnellere und größere Fortschritte erzielen. Denn der gesamte aktive Bewegungsapparat, d. h. neben der Skelettmuskulatur auch Sehnen, inklusive Sehnenscheiden, Schleimbeutel und Sesambein, sowie Faszien werden systematisch an Bewegung und Krafteinwirkung gewöhnt und können so beim Laufen, Springen, Werfen, Stoppen und Richtungswechsel adäquat agieren. So haben Athletinnen und Athleten mit einer besseren körperlichen Leistungsfähigkeit auf der einen Seite einen größeren Spielraum für die Entwicklung sportartspezifischer Fertigkeiten. Auf der anderen Seite ermöglicht es ihnen auch, diese Fertigkeiten im Wettkampf schneller oder länger auf hohem Niveau umzusetzen, was am Ende den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage bzw. Erfolg oder Misserfolg ausmachen kann. Athletiktraining hat jedoch nicht nur die Maximierung der sportlichen Leistungsfähigkeit zum Ziel, es reduziert auch das Risiko für Verletzungen (Scheicher, 2019, S. 16). Bei der Trainingsplanung steht ein Athletiktrainer daher vor der Aufgabe, zu hohe Belastungen und einseitiges Training zu vermeiden. Übungen aus dem allgemeinen Athletiktraining, welche auch die Muskelgruppen beanspruchen, die in einer Sportart weniger beansprucht werden, können daher gut als Ausgleichstraining in der Trainingsplanung einbezogen werden. Übertraining und Müdigkeit sind ein weiterer Risikofaktor für Verletzungen. Solche Verletzungen passieren häufig am Ende einer Trainingseinheit, wenn Sportlerinnen und Sportler bereits Ermüdungserscheinungen haben und die Konzentration nachlässt (Scheicher, 2019, S. 19). Durch Athletiktraining erhöht sich die Ermüdungswiderstandsfähigkeit, was dazu beiträgt, dass die einzelnen Übungen sicherer ausgeführt werden können. Zudem können auch gezielte Einheiten im Bereich Prävention und Regeneration Bestandteil des Athletiktrainings sein. Dass eine Athletiktrainerin oder ein Athletiktrainer auch Präventionsarbeit betreibt und daher die Risikofaktoren wie zu hohe Belastungen , einseitiges Training und Müdigkeit bei der Erstellung der Trainingspläne und der Übungsauswahl beachten muss, wurde bereits erwähnt. Die Verletzungsprävention findet aber auch zwischen den einzelnen Übungen und Trainingseinheiten statt. Beim sportlichen Training verlieren Athletinnen und Athleten Flüssigkeit und Elektrolyte. Zusätzlich werden die Kohlenhydratspeicher geleert und Stoffwechselabbauprodukte können sich im Körper ansammeln. In Bezug auf die Muskulatur kann eine erhöhte Spannung sowie eine Verkürzung der Trainierten Muskulatur als Trainingseffekt genannt werden. Diese Begleiterscheinungen haben zur Folge, dass die Aufgabe von Athletiktrainer*innen auch darin besteht, die eigenen Schützlinge im Bereich der Regeneration sowohl während als auch zwischen den Einheiten zu unterstützen. Dies kann bereits durch einfache Maßnahmen erfolgen. So kann beispielsweise darauf geachtet werden, dass die Sportler*innen ausreichend trinken und genügend Proteine und Nährstoffe zu sich nehmen. Massagen und Dehnübungen helfen hingegen bei muskulären Verspannungen. Eine aktive Regeneration oder der Besuch einer Sauna zur Durchblutungssteigerung kann als Maßnahme zum Abbau von Stoffwechselabbauprodukten angeordnet werden und auch das Eisbad ist eine beliebte Regenerationsmaßnahme (Scheicher, 2019, S. 107). Die erforderlichen Kenntnisse und Aufgaben im Bereich des Athletiktrainings sind also deutlich weitreichender als die alleinige Planung und Durchführung der einzelnen Übungen. Gute Ausbildungen und Lizenzen im Bereich des Athletiktrainings sind daher interdisziplinär ausgerichtet. Neben der klassischen Sportwissenschaft sind auch Seminare im Bereich Ernährung, Psychologie sowie Prävention und Rehabilitation wichtig. Denn auch trotz ausreichender Präventions- und Regenerationsmaßnahmen ist es möglich, dass sich eine Sportlerin oder ein Sportler verletzt. Athletiktrainerinnen und Trainer benötigen daher auch Kenntnisse aus dem Rehasport, um ihre Schützlinge bestmöglich bei der Genesung und dem Wiedereinstieg ins Training unterstützen zu können. Da eine Verletzung häufig nur eine Extremität betrifft, haben Athletiktrainerinnen und Trainer im Rehasport die Möglichkeit, sich auf den Erhalt der Leistungsfähigkeit der nicht betroffenen Extremitäten zu fokussieren. Die Muskulatur, die sich in der Nähe der Verletzung befindet, leidet dabei häufig unter der Belastungsreduktion. Eine sogenannte Atrophie – also Rückbildung – kann bei Verletzungen oft nur schwer verhindert werden. Damit diese jedoch möglichst gering ausfällt, werden neben den nicht betroffenen Extremitäten meistens auch die um die Verletzung umliegenden Muskeln gezielt trainiert (Kadlec & Groeger, 2021, S. 102). Auch beim Training der verletzten Körperbereiche können in Abhängigkeit von der Verletzung und vom Heilungsverlauf verschiedene Übungen aus dem Athletiktraining mit unterschiedlicher Zielsetzung und angepasster Intensität eingesetzt werden. Bei einer Kreuzbandruptur kann beispielsweise Kraft- und Ausdauertraining häufig bereits nach ungefähr 8 Wochen in das Training integriert werden. Dabei sind Übungen wie kontrollierte, nicht zu tiefe Kniebeugen oder Schwimmen und Aquajogging denkbar. Wichtig ist dabei, dass die Schmerzen nicht zu stark werden und nicht bis ans Belastungsmaximum trainiert wird (Kadlec & Groeger, 2021, S. 102). Ein gutes Athletiktraining beginnt weit vor dem Betreten der Sporthalle und endet nicht mit der anschließenden Dusche. Wer seine Leistungsfähigkeit langfristig steigern will, benötigt einen gut durchdachten und strukturierten Trainingsplan. Doch auch hinter der Trainingsplanung steckt mehr als nur ein Stück Papier mit verschiedenen Übungen. Vielmehr verbirgt sich dahinter ein langfristiger Prozess aus mehreren Schritten. 1. Feststellung der körperlichen Voraussetzungen An erster Stelle steht dabei die Feststellung der körperlichen Voraussetzungen einer Sportlerin bzw. eines Sportlers. Folgende Faktoren stehen dabei im Zentrum der Leistungsdiagnostik: physischer Leistungsfaktoren Bewegungsfertigkeit Physische Leistungsfaktoren Zu den physischen Leistungsfaktoren bzw. motorischen Fähigkeiten zählen Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination. Um festzustellen, wie gut diese ausgeprägt sind, wurden in der Sportwissenschaft verschiedene leistungsdiagnostische Verfahren entwickelt. Die Ausdauerfähigkeit basiert beispielsweise auf zwei Faktoren: Erholungsfähigkeit und Ermüdungswiderstandsfähigkeit (Hohmann, Lames & Letzelter, 2003, S. 51). Personen mit guter Ausdauer sind demnach in der Lage, (hohe) Belastungen möglichst lange durchzuhalten. Auch die Zeit, die sie zur Regeneration benötigen, fällt bei Sportlerinnen und Sportlern mit guter Ausdauerfähigkeit kürzer aus als bei Untrainierten. Ein typischer Test in der Ausdauerleistungsdiagnostik ist der Stufentest. Bewegungsfertigkeit Die Grundlage aller Bewegungen sind die eben angesprochenen motorischen Fähigkeiten. Doch alleine mit diesen Fähigkeiten kommen Sportlerinnen und Sportler nicht weit. Denn jede Bewegung, die ein Mensch ausführt, erfordert zusätzlich unterschiedliche motorische Fertigkeiten. Diese können als sichtbare Vollzüge von Bewegungen definiert werden. Bei den motorischen Fertigkeiten kann zwischen Grundfertigkeiten wie Laufen, Springen und Werfen (Zawieja, Ribbecke, Thomas & Bukac, 2016, S. 68) sowie komplexe motorische Fertigkeiten unterschieden werden. Dribbeln, Passen oder Fahrradfahren zählen beispielsweise zu den komplexen Fertigkeiten. 2. Zielsetzung definieren Die vorherigen Testungen dienen als Grundlage für die weitere Trainingsplanung. Basierend auf den Erkenntnissen der Leistungsdiagnostik können präzise und vor allem realistische Trainingsziele festgelegt werden. Die Tests liefern Erkenntnisse darüber, in welchen Bereichen ein Athlet oder eine Athletin bereits gute Grundlagen mitbringt und an welcher Stelle noch mehr Zeit ins Training investiert werden muss. Werden Ziele so festgelegt, dass sie realistisch sind, kann dies auch zu einer Steigerung von Motivation und Trainingsfokus der Sportlerinnen und Sportler beitragen. Bei der Zielsetzung kann zwischen Übergeordneten Zielen (Grobziele), Teilzielen (Feinziele) und Zielfaktoren (Feinstziele) unterschieden werden. Grobziele sind ganz allgemein gehalten. Denkbar ist hier etwa eine Steigerung der Fitness, die Erhaltung der Gesundheit oder eine Platzierung unter den ersten drei bei einem bestimmten Wettbewerb. Feinziele sind schon etwas konkreter und beziehen sich meist auf Komponenten der sportlichen Leistung. Beispiele für Feinziele sind etwa eine Verbesserung der Technik in einer Sportart oder eine Steigerung der Kraft. Am präzisesten sind die Feinstziele. Sie sind direkt auf das Training übertragbar. Ein mögliches Feinstziel ist etwa die Steigerung der Maximalkraft um 10% bis zum nächsten Wettkampf. 3. Trainingsprogramm gestalten Erst nachdem die Leistungsdiagnostik durchgeführt und die Ziele definiert wurden, geht es an die konkrete Trainingsplanung eines Athletiktrainings. Auch hier ist Geduld gefragt, denn wer jetzt voreilig nur von Übung zu Übung denkt, wird langfristig weniger Erfolg haben. Besonders im Spitzensport ist es kaum möglich, konstant das maximale Niveau der körperlichen Leistungsfähigkeit zu halten. Es erfordert besonders viel Fingerspitzengefühl, das Athletiktraining so zu timen, dass Sportler bzw. Sportlerinnen genau zum Saisonhöhepunkt fit sind. Deshalb wird bei der langfristigen Trainingsplanung im Wettkampfsport zwischen der Vorbereitungsperiode, Wettkampfperiode und Übergangsperiode unterschieden (Zawieja, Ribbecke, Thomas & Bukac, 2016, S. 153). Ein solcher Plan betrachtet in der Regel ein ganzes Kalenderjahr. Insgesamt können bei einer solchen Periodisierung durchaus auch Mehrjahreszyklen betrachtet werden, um besondere Highlights wie z. B. die Olympischen Spiele optimal vorzubereiten. Die Zeiteinteilung der Trainingsabschnitte bei der Trainingsplanung kann auch durch die Unterscheidung zwischen Makro-, Meso- und Mikrozyklen erfolgen (Zawieja, Ribbecke, Thomas & Bukac, 2016, S. 152). Ein Makrozyklus ist die gröbste Form der Trainingszyklen und betrachtet oftmals den Zeitraum von 3 bis 12 Monaten. Seine Länge richtet sich insbesondere im Leistungssport nach dem festgelegten Trainingsziel. Dort ist es besonders wichtig, dass das Training so gesteuert wird, dass die maximale Leistungsfähigkeit zum Saisonhöhepunkt erreicht wird. Ein Makrozyklus enthält mehrere Mesozyklen, die in etwa 4 bis 12 Wochen andauern. Auf der Ebene der Mesozyklen werden Teilziele herausgearbeitet und die einzelnen Trainingsschwerpunkte detaillierter festgelegt. So könnte sich der erste Mesozyklus beispielsweise auf Kraftausdauertraining fokussieren, der zweite auf Hypertrophietraining, der dritte auf intramuskuläre Koordination etc. Auch Organisationsformen wie Ganzkörpertraining oder Pyramidentraining können in einem Mesozyklus festgelegt werden. Ein Mesozyklus enthält wiederum mehrere Mikrozyklen, die ungefähr 1 bis 3 Wochen lang sind. In einem Mikrozyklus wird die Anzahl der täglichen bzw. wöchentlichen Trainingseinheiten sowie die Regenerationszeit genau festgelegt. Zudem wird festgelegt, ob das Training als Ganzkörpertraining durchgeführt wird, oder ob der Fokus in einem Mikrozyklus auf einzelnen Muskelgruppen liegt. Geplante Intensitätssteigerungen sind ebenfalls in der Zeiteinteilung angegeben. Erst jetzt beginnt die Planung der einzelnen Trainingseinheit . Klassische Bestandteile sind dabei das Aufwärmen, die eigentliche Trainingseinheit und das Abwärmen. Aber auch Übungen zur Prävention und Regeneration können in einer Einheit enthalten sein. Auf der Ebene der Trainingseinheit müssen alle Übungen genau festgelegt werden. Bei der Trainingsplanung ist jedoch nicht nur die Auswahl passender Übungen notwendig, sondern auch die Berücksichtigung der Belastungsmerkmale bei und zwischen den Übungen bzw. Einheiten. Zu den Belastungsmerkmalen zählen die Belastungsintensität, der Belastungsumfang (Gesamtumfang der Belastungen in einer Einheit), die Belastungsdauer (bezogen auf eine Übung), die Belastungsdichte (Verhältnis zwischen Belastung und Erholung) und die Trainingshäufigkeit (in Bezug auf eine Woche oder einen Mikrozyklus). 4. Testungen regelmäßig durchführen und Trainingsprogramm entsprechend anpassen Langfristige Trainingspläne sind gut und wichtig. Es kann jedoch immer passieren, dass der ursprüngliche Trainingsplan wegen gesundheitlichen Problemen, Verletzungen oder sonstigen Einflüssen nicht eingehalten werden kann. Doch auch ohne größere Zwischenfälle ist es im Sport immer möglich, dass der Trainingserfolg schneller oder langsamer als erwartet eintritt. Deshalb werden Leistungsdiagnostiken nicht nur zu Beginn der Trainingsplanung durchgeführt, sondern dienen auch als Leistungskontrolle im Trainingsprozess. Der Vergleich der Ergebnisse von Leistungstests zu zwei verschiedenen Zeitpunkten, kann dabei als präzise Erfolgskontrolle herangezogen werden (Zawieja, Ribbecke, Thomas & Bukac, 2016, S. 112). Mögliche Erkenntnisse könnten beispielsweise sein, dass das Ausdauertraining gut angeschlagen hat, es im Bereich Kraft jedoch noch Potenzial gibt. Basierend auf diesen Informationen können Athletiktrainer*innen mit ihren Schützlingen überlegen, woran das liegt und in einem nächsten Schritt den weiteren Trainingsplan anpassen und verbessern. Oft werden im Alltag verschiedene Trainingsbegriffe durcheinandergebracht oder synonym verwendet. Häufig gilt dies auch für die Begriffe Athletiktraining und Functional Training. Doch worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen dem Athletiktraining und dem Functional Training und wo liegen etwaige Gemeinsamkeiten? Grundsätzlich kann das Functional Training als Bestandteil des Athletiktrainings eingeordnet werden. Beide Trainingsformen haben eine Verbesserung der motorischen Fähigkeiten Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination zum Ziel. Beim Functional Training stehen dabei ebenso die athletischen Fähigkeiten eines Menschen im Vordergrund, wie auch beim Athletiktraining. Wichtig ist beim Functional Training jedoch der Aspekt der Funktionalität. Es geht also darum, den Körper bestmöglich auf Anforderungen aus Alltag und Sport vorzubereiten. Da dort nur selten isolierte Bewegungen gefordert sind, enthält das Training überwiegend Muskelkettenübungen, die mindestens zwei Gelenke fordern. Beim eher leistungsorientierten Athletiktraining stehen hingegen vermehrt, jedoch nicht ausschließlich, isolierte Übungen auf dem Trainingsplan. Grundsätzlich benötigen Athletiktrainerinnen und Athletiktrainer eine große Bandbreite an Wissen in den Bereichen Sportwissenschaft, Physiotherapie sowie Regeneration und Gesundheitsmanagement. Das hat zur Folge, dass Athletiktrainer*innen auch im Freizeit- und Breitensport sowie im Gesundheits- und Rehabilitationssport tätig sein können. Die Grenzen zwischen Functional Training und Athletiktraining verlaufen dementsprechend auch in der beruflichen Praxis fließend. Neugierig geworden? An der Deutschen Sporthochschule Köln gibt es verschiedene Weiterbildungen zum Thema Athletiktraining: Eine sehr umfangreiche Ausbildung bietet das 4-monatige berufsbegleitende Zertifikatsstudium DSHS Athletiktrainer*in ab dem 28. August 2026. Wer sich auf Athletiktraining mit Kindern und Jugendlichen spezialisieren möchte, für den könnte das eintägige Seminar Athletiktraining mit Kindern und Jugendlichen am 25. September oder 14. Dezember 2026 interessant sein. Noch unschlüssig? In unserem Blogartikel “Wie werde ich Athletiktrainer*in?” sind die wichtigsten Infos zum Berufsbild zusammengefasst. Hohmann, A.; Lames, M. & Letzelter, M. (2003). Einführung in die Trainingswissenschaft (3. korrigierte und erweiterte Auflage). Limpert Verlag. (Wiebelsheim) Kadlec, D. & Groeger, D. (2021). Athletiktraining in der Sportphysiotherapie. Thieme. (Stuttgart, New York) Scheicher, A. (2019). Grundlagen Athletiktraining. BoD – Books on Demand. (Norderstedt) Zawieja, M.; Ribbecke, T.; Thomas, C. & Bukac, D. (2016). Leistungsreserve Athletiktraining. Ein praxisorientierter Leitfaden für alle Sportarten. Philippka-Sportverlag GmbH & Co KG. (Münster)

  • Was ist Doping?
    Definition der Welt-Ant-Doping-Agentur (WADA) "Doping ist das Vorhandensein einer verbotenen Substanz, seines Metaboliten oder eines Markers in Körperbestandteilen eines Athleten. Doping ist die Verwendung von Substanzen aus den verbotenen Wirkstoffgruppen und die Anwendung verbotener Methoden," usw. (siehe auch WADA-Dopingdefinition, World Anti-Doping Code ) Definition der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) ab 1.1.2015 Ab 1.1.2015 wurde der World Anti-Doping Codes hinischtlich der Definition überarbeitet (siehe World-Anti-Doping-Code 2015 ). Artikel 1 Definition von Doping Doping ist definiert als ein ein- oder mehrmaliger Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln wie sie in Artikel 2.1 bis 2.10 ausgewiesen sind. Artikel 2 Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln Die folgenden Artikel stellen Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln dar: 2.1 Vorhandensein einer Verbotenen Substanz, ihrer Metaboliten oder Marker in der Probe eines Athleten 2.2 Der Gebrauch oder der Versuch des Gebrauchs einer Verbotenen Substanz oder einer Verbotenen Methode durch einen Athleten 2.3 Umgehung der Probenahme oder die Weigerung oder das Unterlassen, sich einer Probenahme zu unterziehen 2.4 Meldepflichtverstöße 2.5 Die Unzulässige Einflussnahme oder der Versuch der Unzulässigen Einflussnahme auf irgendeinen Teil des Dopingkontrollverfahrens 2.6 Besitz einer Verbotenen Substanz oder einer Verbotenen Methode 2.7 Das Inverkehrbringen oder der Versuch des Inverkehrbringens von einer Verbotenen Substanz oder einer Verbotenen Methode 2.8 Die Verabreichung oder der Versuch der Verabreichung an Athleten von Verbotenen Substanzen oder Verbotenen Methoden 2.9 Tatbeteiligung 2.10 Verbotener Umgang Geschichte Bereits in der Antike wurden bei Sportwettkämpfen stimulierende Substanzen eingesetzt, um Vorteile im Wettkampf zu erzielen. Inwieweit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit Wiederbeginn der Olympischen Spiele bis Ende der 60er Jahre Dopingsubstanzen zur Leistungssteigerung im Sport eingesetzt wurden, kann nur vermutet werden. Auf jeden Fall gab es noch keine Regeln, die Doping als Verbot auswiesen. Nachdem es in den 60er Jahren zu einigen Todesfällen im Radrennsport, insbesondere in Verbindung mit der Einnahme von Stimulanzien aus der Reihe der Amphetamine, gekommen war, wurden von den Sportverbänden Antidoping-Regeln aufgestellt. Der bekannteste Todesfall im Radrennsport war der des Radrennfahres Tom Simpson, der 1967 während der Tour de France tödlich zusammenbrach. Ursache hierfür war die Einnahme von Amphetamin im Zusammenwirken mit der extremen Temperaturbelastung. Die ersten Antidopingregeln wurden gegen die Anwendung von Stimulanzien und Narkotika im Wettkampf ausgesprochen. Dieses Verbot wurde im Laufe der Jahre auf weitere Substanzklassen erweitert. Definition des Dopings Zur Definition des Dopings gibt es verschiedene Ansätze, wie z.B. der des Europarates. Definition des Europarates von 1963 (Komitee für außerschulische Erziehung): "Doping ist die Verabreichung oder der Gebrauch körperfremder Substanzen in jeder Form und physiologischer Substanzen in abnormaler Form oder auf abnormalem Weg an gesunde Personen mit dem einzigen Ziel der künstlichen und unfairen Steigerung der Leistung für den Wettkampf. Außerdem müssen verschiedene psychologische Maßnahmen zur Leistungssteigerung des Sportlers als Doping angesehen werden." Für eine mögliche Dopingregel und ihre Kontrolle bleibt diese Definition aber sehr unbefriedigend, da sie nicht eindeutig und klar Sachverhalte definiert, um einen Regelverstoß effektiv zu kontrollieren. IOC-Regel bis Ende 2003 Bis Ende 2003 galt die Dopingdefinition der Medizinischen Kommission des IOC. Die Regel des IOC war eine pragmatische Definition des Dopings: Doping ist verboten. Doping ist die Verwendung von Substanzen aus den verbotenen Wirkstoffgruppen und die Anwendung verbotener Methoden. Diese Regel hatten fast alle Internationalen Sportfachverbände in ihren Dopingbestimmungen einfließen lassen bzw. vollständig übernommen. Abweichungen zu dieser Regel gab es bei einzelnen Fachverbänden, wie z.B. bei der IAAF (International Amateur Athletic Federation = Internationaler Leichtathletikverband). Definition der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) ab 1.1.2004 Seit dem 1.1.2004 gilt die Doping-Definition der Welt Anti-Doping Agentur (WADA), womit das bisherige Reglement des IOC erweitert wurde. Die verschiedenen Abschnitte der Definition sind im Artikel 1 und 2 des World Anti-Doping Codes zusammen gefasst: Artikel 1 Definition von Doping Doping ist definiert als ein ein- oder mehrmaliger Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln wie sie in Artikel 2.1 bis 2.8 ausgewiesen sind. Artikel 2 Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln Die folgenden Artikel stellen Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln: 2.1 Die Anwesenheit einer verbotenen Substanz, deren Metaboliten oder eines Markers in einer dem Athleten entnommenen Probe (Anmerkung des Verfassers: z.B.Urinprobe des Athleten) 2.2 Die Anwendung bzw. der Versuch der Anwendung einer verbotenen Substanz oder einer verbotenen Methode 2.3 Verweigerung oder Nichterfüllung (ohne ausreichende Begründung) der Abgabe einer Probe nach Aufforderung zur Dopingkontrolle entsprechend der Authorisierung durch die Anti-Doping-Regeln 2.4 Verhinderung der Verfügbarkeit bei Kontrollen außerhalb des Wettkampfes einschließlich des Unterlassens der Aufenthaltsmeldepflicht 2.5 Betrug oder der Versuch eines Betruges bei der Dopingkontrolle 2.6 Besitz von verbotenen Substanzen oder verbotenen Methoden 2.7 Weitergabe jeglicher verbotenen Substanz oder verbotenen Methode 2.8 Anstiftung, Mitbeteiligung, Unterstützung oder Ermutigung zur Anwendung oder zum Versuch einer Anwendung einer verbotenen Substanz oder verbotenen Methode oder jegliche Art der Beteiligung an einem Verstoß gegen die Anti-Doping Regeln

  • 07.01.2026
    Warum funktionieren Sport-Dokus im Mediatheken-Umfeld?
    Dr. Simon Rehbach hat mit Maik Rosner vom Verband Deutscher Sportjournalisten über die Besonderheiten von Sportdokumentationen bei Streaming-Diensten gesprochen. Diese blicken längst nicht mehr nur hinter die Kulissen des Profi-Fußballs. Sportdokumentationen erleben derzeit einen regelrechten Boom – nicht nur bei Netflix und Amazon Prime, sondern auch in den Mediatheken von ARD und ZDF. Dort sind sie zeitsouverän und leicht zugänglich abrufbar. Das Streaming-Angebot in den Mediatheken öffentlich-rechtlicher Sender ist mittlerweile groß, die Formatierung unterschiedlich. Die Sport-Themen sind vielfältig. Das Spektrum reicht von Geschichten traditionsreicher Fußballvereine wie 1860 München, dem 1. FC Kaiserslautern, dem VfB Stuttgart ( Rise and Fall ) oder dem FC Bayern München in den Neunzigern ( FC Hollywood ) über Rückblicke auf historische Krisen wie die Terroranschläge von Paris 2015 bis hin zu Porträts namhafter Sportlerinnen und Sportler ( Being Franziska van Almsick ) oder ungewöhnlichen Nischen wie der Freestyle-Szene ( Stories aus dem Actionsport ). Es gehe um neue Perspektiven, mehr Tiefe im Detail und darum, eine vermeintliche Nähe zu den Protagonisten herzustellen, betont Dr. Simon Rehbach. Zugleich können die TV-Sender mit Sport-Dokus ihre Mediatheken attraktiver machen, vor allem für ein jüngeres Publikum. Rückblicke auf frühere Sportereignisse vermögen zusätzlich Nostalgie zu erzeugen und Zuschauerinnen und Zuschauer verschiedener Generationen anzusprechen, so Rehbach. Nutzerbindung geht offenbar vor Reichweiten-Erfolg. Öffentlich-rechtliche Sender steigern gezielt die Zahl von Sport-Dokus im Portfolio, um die Zugriffe auf ihre Streamingportale zu erhöhen und Live-Sport-Events digital zu begleiten. Zur Meldung des VDS und mehr zum Sport in der ARD

  • Univ.-Prof. Prof. h.c. mult. Dr. rer. pol. Dipl.-Volksw.

    Walter Tokarski

    Institute of European Sport Development and Leisure Studies

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Zuletzt aktualisiert: 23.07.2026
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