Modulhandbuch Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen - Bildungswissenschaften (Kooperation Universität zu Köln) Abschluss Bachelor of Arts Gültig für Studienanfänger:innen Wintersemester 2023/24 Stand Mai 2023 Qualifikationsziele Fachkompetenz Die Studierenden … - kennen und vergleichen bildungswissenschaftliche Theorieansätze und entwickeln ein systematisches Verständnis von Erziehung. - kennen die wesentlichen kognitiven, sozialen und emotionalen Rahmenbedingungen des Kompetenz- und Wissenserwerbs. - analysieren allgemeine und fachbezogene Theorien, Didaktiken, Unterrichtsmethoden und Medien. - beurteilen Diversität und Heterogenität als grundlegende Bedingungen von Schule und Unterricht. Methodenkompetenz Die Studierenden … - kennen verschiedene Methoden der Leistungsmessung/-beurteilung, wenden leistungsdiagnostische Instrumente an und geben Rückmeldung zu Lernergebnissen. - wenden Medien im Unterricht situationsgerecht an. - gestalten Interaktions- und Kommunikationsprozesse. - beobachten, analysieren und planen unterrichtliche Lernsituationen. Sozialkompetenz Die Studierenden … - kennen Strategien der Lern- und Leistungsmotivation und wenden diese im Unterricht an. - kennen und diskutieren Ansätze zur Konfliktprävention und Konfliktlösung. Personalkompetenz Die Studierenden … - entwickeln Strategien einer effektiven Klassenführung (Classroom Management). - reflektieren Haltungen und Wertvorstellungen sowie ihre eigene professionelle Entwicklung. Modulbeschreibung Modultitel: Erziehen Studiengang: Bildungswissenschaftliche Studien B.A. Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen Kooperation: Universität zu Köln / Universität Siegen Gültig für Studienanfänger*innen ab: WS 2023/24 Englischer Modultitel Educating Kurzbezeichnung BM1 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 2. FS / 1 Workload gesamt (h) / Leistungspunkte gesamt / Inklusionsorientierte Leistungspunkte / Fachdidaktische Leistungspunkte 180 h / 6 / 1 / 0 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS / Kontaktzeit (h) / Selbststudium(h) / Studiensemester / Veranstaltungsart / Veranstaltungssprache / Anwesenheitspflicht a) Historische und gesellschaftliche Voraussetzungen von Erziehung und ihren Institutionen 2 SWS / 30 h / 30 h / 2 / VL / deutsch / nein b) Erziehung und Bildung im Prozess von Kontinuität und Transformation 2 SWS / 30 h / 90 h / 2 / SE / deutsch / nein Kompetenzorientierte Lernziele Veranstaltung a): Die Studierenden erhalten vertiefende Kenntnisse über den Zusammenhang und Einfluss von Gesellschaft und Kultur auf individuelle und institutionelle Erziehungs- und Bildungsprozesse. Sie kennen etwaige Bevorzugungen, Benachteiligungen und Barrieren von und für Kinder und Jugendliche, die mit Heterogenität verbunden sind (z.B. im Hinblick auf Geschlecht, soziale Lage, Herkunft, Kultur, Religion und / oder Behinderung). Die Studierenden wissen um die Bedeutung von – insbesondere digitalen – Medien für die Vermittlung pädagogischer Interaktionen, die Bildung von Werthaltungen, die Meinungsbildung und Entscheidungsprozesse der Kinder und Jugendlichen. Die Studierenden kennen demokratische Werte und Normen und reflektieren ihre gesellschaftlichen und historischen Grundlagen. Je nach Lehrangebot sind unterschiedliche Schwerpunktsetzungen möglich (vgl. Vorlesungsverzeichnis). Veranstaltung b): Die Studierenden kennen und vergleichen bildungswissenschaftliche Theorieansätze und entwickeln ein systemisches Verständnis von Bildung und Erziehung. Sie erproben dieses Verständnis an aktuellen und herausfordernden Phänomenen (wie z.B. Digitalisierung) und reflektieren mögliche Neubestimmungen von Erziehung und Bildung. Sie wissen um die sozialen, kulturellen, technologischen und ökologischen Lebensbedingungen der Kinder und Jugendlichen und sind in der Lage, diese theoriegeleitet im Hinblick auf die Folgen für Sozialisations-, Erziehungs- und Bildungsprozesse kritisch zu Modulbeschreibung reflektieren. Die Studierenden wissen um die Vielfalt von Haltungen und Werten im Bildungsbereich und sind in der Lage, ihren eigenen Habitus zu reflektieren und zu professionalisieren. Sie analysieren Konflikte theoriegeleitet und kennen Methoden der konstruktiven Konfliktbearbeitung sowie des Umgangs mit Gewalt und verschiedenen Diskriminierungsformen. Zentrale Inhaltsbereiche Ziel dieses Moduls ist es, zentrale Erziehungs-, Bildungs- und Sozialisationstheorien mit neuen empirischen und theoretischen Befunden aus der sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschung zu verknüpfen und theoretisch wie auch handlungsorientiert mit den Studierenden zu erarbeiten. Hierbei werden durch den Einbezug einer historischen Perspektive Kontinuitäten und Transformationen in den Bedingungen und Bedeutungen pädagogischen Handelns und Reflektierens exemplarisch thematisiert. Mögliche Schwerpunkte liegen auf der Digitalisierung, den Diversitäts- und Ungleichheitsdimensionen (z.B. Geschlecht, Herkunft oder Behinderung) oder den ökologischen Voraussetzungen (z.B. Klima) von Schule und Unterricht. Diese Bedingungen werden von den Studierenden im Rahmen von Fallstudien zunächst kritisch analysiert, um diese dann als wichtige Orientierungspunkte für ein begründetes Erziehungshandeln zu erkennen. Dabei werden den Studierenden Möglichkeiten geboten, ihre eigenen Haltungen und Wertvorstellungen zu überdenken und auf die Vielfalt vorhandener Erziehungskulturen zu beziehen. Hierbei wird ein Blick auf die Konflikt- und Gewalterfahrungen im Erziehungsbereich gelenkt, die aus der sozialen und kulturellen Vielfalt der Erziehenden und der zu Erziehenden sowie aus den politischen Rahmenbedingungen von Schule und Unterricht entstehen können. Lehr- und Lernmethoden Eine Überblicksvorlesung führt in die Thematik des Moduls ein. Ausgangspunkt des Lernens im Seminar sind idealerweise reale ‚Probleme‘ aus der Praxis. In verschiedenen methodischen Settings werden Problem- bzw. Fallstrukturen analysiert und sowohl theoretische als auch praktische Überlegungen formuliert. Relevante Erziehungs- und Bildungstheorien werden hinzugezogen und auf ihre Erklärungskraft hin befragt. Es besteht für die Studierenden die Möglichkeit, sich eigene Problemstellungen oder Fallstudien aus der selbst erlebten Praxis – auch in Verbindung mit dem Eignungs- und Orientierungspraktikum – heraus zu erarbeiten. Empfohlene Literatur Lexika und Handbücher Andresen, S., Casale, R., Gabriel. T., Horlacher, R., Larcher Klee, S. & Oelkers, J. (Hrsg.) (2009). Handwörterbuch Erziehungswissenschaft. Beltz. Bauer, U., Bittlingsmayer, U., & Scherr, A. (2022). Handbuch Bildungs- und Erziehungssoziologie. Springer VS. Benner, D. & Oelkers, J. (Hrsg.) (2004). Historisches Wörterbuch der Pädagogik. Beltz Modulbeschreibung Einführungen Benner, D. (2015). Allgemeine Pädagogik. Eine systematisch- problemgeschichtliche Einführung in die Grundstruktur pädagogischen Denkens und Handelns. Beltz. Dörpinghaus, A., Poenitsch, A. & Wigger, L. (2015). Einführung in die Theorie der Bildung. Wbg. Koller, H.-C. (2021). Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft. Eine Einführung. Kohlhammer. Schürmann, V. (2020). Mündige Leiber. Grundlagen von modernem Sport und körperlicher Bildung. Wbg. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Näheres zur Lernerfolgskontrolle regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Klausur / 90 Min. oder Hausarbeit / 4500-5500 Wörter / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/studium/studienorganisation/studienunterlagen/lehramt/voraussetzungen/ http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung Modultitel: Beurteilen Studiengang: Bildungswissenschaftliche Studien B.A. Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen Kooperation: Universität zu Köln / Universität Siegen Gültig für Studienanfänger*innen ab: WS 2023/24 Englischer Modultitel Evaluating Kurzbezeichnung BM2 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 4./5. FS / 1-2 Workload gesamt (h) / Leistungspunkte gesamt / Inklusionsorientierte Leistungspunkte / Fachdidaktische Leistungspunkte 180 h / 6 / 1 / 0 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS / Kontaktzeit (h) / Selbststudium(h) / Studiensemester / Veranstaltungsart / Veranstaltungssprache / Anwesenheitspflicht a) Lernmotivation und Leistungsdiagnostik in der Schule 2 SWS / 30 h / 30 h / 4/5 / VL / deutsch / nein b) Pädagogische und psychologische Grundlagen der Leistungsbeurteilung 2 SWS / 30 h / 90 h / 4/5 / SE / deutsch / nein Kompetenzorientierte Lernziele Beurteilungskompetenz umfasst drei unterscheidbare Dimensionen, die im Rahmen des Moduls entwickelt werden sollen: 1) Erfassen und Beurteilen von Lernvoraussetzungen, Lernprozessen und Lernergebnissen 2) Beurteilen von Lernmaterialien und Analyse von Aufgabenanforderungen und der notwendigen und möglichen Bearbeitungsschritte (Verbindung zur Fachdidaktik) 3) Erkennen und Reflektieren der Merkmale und Mechanismen, die die Qualität von Leistungsbeurteilungen beeinflussen. Diese Kompetenzen werden durch den Erwerb folgender Kenntnisse und Fähigkeiten ausgebildet: Veranstaltung a): Lernmotivation und Leistungsdiagnostik in der Schule Die Studierenden • kennen Möglichkeiten und Herausforderungen der sozialen Wahrnehmung und Personenbeurteilung und resultierende Anforderungen der Leistungsbewertung • kennen die wesentlichen kognitiven, sozialen und emotionalen Rahmenbedingungen und Grundlagen des Kompetenz- und Wissenserwerbs und können Konsequenzen für Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen benennen • können auf der Basis kognitionspsychologischer und motivationaler Grundlagen Anregungen geben, die unter Berücksichtigung interindividueller und kultureller Unterschiede den Lernprozess befördern. Modulbeschreibung • kennen verschiedene Methoden der Leistungsmessung und leistungsdiagnostische Instrumente • Kennen Ziele und Methoden der schulpsychologischen Diagnostik Veranstaltung b): Pädagogische und psychologische Grundlagen der Leistungsbeurteilung Die Studierenden • sind in der Lage, aus Verhaltensbeobachtung, Interaktion und gezielter Diagnostik Lernvoraussetzungen und Lernverläufe einzuschätzen. • können auf der Basis sozialpsychologischer und kommunikationspsychologischer Kenntnisse eigene Bewertungsprozesse und Kommunikationsprozesse reflektieren und adressatengerecht konzipieren bzw. individuell unter Berücksichtigung der Diversität Lernender anwenden. • können sich mit dem Leistungsbegriff in schulrelevanten Wissenschaftsbereichen fundiert auseinandersetzen (Begriffsanalyse) • kennen die gängigen Konzepte schulischer Leistungsbeurteilungen (Noten) sowie Alternativen dazu und können sie im Kontext verschiedener Lehr- Lernformen hinsichtlich ihrer Möglichkeiten und Grenzen kritisch einschätzen. • sind in der Lage, Lernmaterialien hinsichtlich ihrer kognitiven Anforderungen zu analysieren, um eine optimale Passung zwischen Lernvoraussetzungen und Anforderungen zu erreichen. • kennen verschiedene Möglichkeiten der Leistungsrückmeldung (sozial, kriterial, individuell) und können diese im Hinblick auf ihre motivationalen, emotionalen und sozialen Auswirkungen sowie vor dem Hintergrund staatlicher Rahmenvorgaben situations- angemessen anwenden. • Die Studierenden lernen digitale Prüfungsformate kennen und erproben und reflektieren ihren Einsatz exemplarisch. Zentrale Inhaltsbereiche Ziel des Moduls „Beurteilen“ ist es, die Bildungsstandards der KMK im Kompetenzbereich „Beurteilen“ mit wissenschaftlichen Theorien und Ergebnissen aus der Lehr-/Lern-Forschung zu verbinden: • Kognitive, soziale und motivationale Grundlagen des Wissens- und Kompetenzerwerbs • Möglichkeiten der Gewinnung diagnostischer Informationen (Vor- und Nachteile einzelner Verfahren Modulbeschreibung wie Interview, Beobachtung, Test, mündliche Prüfung) und Verwertung dieser Informationen zu einem diagnostischen Urteil • Leistungsmessung: Gütekriterien, standardisierte diagnostische Verfahren, informelle Tests, Prüfungen, Aufgabentypen • Leistungsbeurteilung: Noten, wahrnehmungsbedingte Fehlurteile, Bezugsnormorientierung, alternative Konzepte, • Rückmeldung von Lernergebnissen Lehr- und Lernmethoden Vorlesung, Seminare mit Gruppenarbeiten; beide Veranstaltungen werden durch begleitende e-Learning- Angebote ergänzt Empfohlene Literatur Imhof, M. (2020). Psychologie für Lehramtsstudierende (5. Aufl.). Springer. Jonas, K., Stroebe, W., & Hewstone, M. (2014). Sozialpsychologie (6. Aufl.). Springer. Lissmann, U., & Jürgens, E. (2015). Pädagogische Diagnostik. Beltz Verlagsgruppe. Seifried, K., Drewes, S., & Hasselhorn, M. (Hrsg.) (2021). Handbuch Schulpsychologie. Psychologie für die Schule (3. überarb. Aufl.). Kohlhammer. Urhahne, D., Dresel, M., & Fischer, F. (Hrsg.) (2019). Psychologie für den Lehrberuf. Springer. Wild, E., & Möller, J. (Hrsg.). (2020). Pädagogische Psychologie (3. Aufl.). Springer. Winter, F. (2018). Lerndialog statt Noten. Neue Formen der Leistungsbeurteilung. Beltz Verlagsgruppe. Häcker, Th. (2005): Mit der Portfolioarbeit den Unterricht verändern. In: Pädagogik, Jg. 57 (3), S. 13-18. Jürgens, E./ Sacher, W. (2008): Leistungserziehung und pädagogische Diagnostik in der Schule: Grundlagen und Anregungen für die Praxis. Stuttgart: Kohlhammer. Kumbier, D. & Schulz von Thun, F. (2006). Interkulturelle Kommunikation: Methoden, Modelle, Beispiele. Rowohlt. Paradies, L., Wester, F. & Greving J. (2012). Leistungsmessung und -bewertung. Berlin: Cornelsen Verlag Klafki, W. (1976). Sinn und Unsinn des Leistungsbegriffs in der Erziehung. In W. Klafki (Hrsg.), Aspekte kritisch-konstruktiver Erziehungswissenschaft (S. 141-176). Weinheim: Beltz. Lenk, H. (1983). Eigenleistung. Plädoyer für eine positive Leistungskultur. Zürich: Edition Interfrom. Prengel, A. (2006). Pädagogik der Vielfalt. Verschiedenheit und Gleichberechtigung in interkultureller, Feministischer und Integrativer Pädagogik. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Modulbeschreibung Reh, S. & Ricken, N. (2018). Leistung als Paradigma. Zur Entstehung und Transformation eines pädagogischen Konzepts. Wiesbaden: Springer VS. Retter, H. (2002). Studienbuch Pädagogische Kommunikation. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt. Sansour, T.; Musenberg, O. & Riegert, J. (2018) (Hrsg.) Bildung und Leistung. Differenz zwischen Selektion und Anerkennung. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt. Weinert, F. E. (2014): Leistungsmessung in Schulen. 3., aktualisierte Aufl. Weinheim [u.a.] : Beltz. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Näheres zur Leistungspunktevergabe regeln die Lehrenden zu Beginn des Semesters Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Klausur / 90 Minuten / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/studium/studienorganisation/studienunterlagen/lehramt/voraussetzungen/ http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung Modultitel: Unterrichten Studiengang: Bildungswissenschaftliche Studien B.A. Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen Kooperation: Universität zu Köln / Universität Siegen Gültig für Studienanfänger*innen ab: WS 2023/24 Englischer Modultitel Teaching Kurzbezeichnung BM3 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 5./6. FS / 1 Workload gesamt (h) / Leistungspunkte gesamt / Inklusionsorientierte Leistungspunkte / Fachdidaktische Leistungspunkte 180 h / 6 / 1 / 0 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS / Kontaktzeit (h) / Selbststudium(h) / Studiensemester / Veranstaltungsart / Veranstaltungssprache / Anwesenheitspflicht a) Unterricht als Vermittlungsgeschehen 2 SWS / 30 h / 30 h / 5/6 / Vorlesung/ deutsch/ nein b) Reflexions- und anwendungsbezogene Vertiefung von Vermittlungskompetenzen 2 SWS / 30 h / 90 h / 5/6 / Seminar / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele a) Die Studierenden erwerben • Kenntnisse über (ausgewählte) Theorien, Didaktiken, Unterrichtsmethoden und (digitale) Medien zur Planung von Unterricht. • Kenntnisse darüber, welche komplexen Anforderungen in Bezug auf curriculare Vorgaben, Ziele und Standards, Sozialformen, Unterrichtsmethoden und vor allem auch - interaktionen an das Unterrichten gestellt werden. • Kenntnisse über neurobiologische Grundlagen des Lernens. • Kenntnisse über Voraussetzungen eines Lehrens und Lernens mit und über digitale Medien im Unterricht. • Kenntnisse über (ausgewählte) Verfahren zur Beurteilung von Unterrichtsqualität sowie zur Entwicklung von Unterricht. • Kenntnisse über die besondere Relevanz einer heterogenen Schüler*innenschaft und die Herausforderungen eines gemeinsamen Lernens im Kontext des Vermittlungsgeschehens. b) Die Studierenden erwerben • die Fähigkeit, unterrichtliche Lernsituationen bezogen auf eine ausgewählte Problemstellung vor dem Hintergrund allgemeindidaktischer Kenntnisse zu beobachten, zu analysieren, zu planen und zu reflektieren. • die Fähigkeit, unterschiedliche Lernvoraussetzungen und Entwicklungsprozesse in heterogenen Lerngruppen in den Planungsprozess mit einzubeziehen. • die Fähigkeit, (ausgewählte) digitale Medien und Tools zur Unterstützung fachlicher Ziele in die Unterrichtsgestaltung mit einzubeziehen. • die Fähigkeit, sich über Kriterien und Standards guten Unterrichts zu verständigen. • Die Studierenden lernen medienpädagogische und mediendidaktische Grundlagen kennen, erproben Modulbeschreibung lernrelevante Medienangebote exemplarisch und setzen sich kritisch mit diesen auseinander. Zentrale Inhaltsbereiche a) und b) Systematische Zugänge im Modul „Unterrichten“ umfassen lerntheoretische Konzepte, didaktische Arrangements und Methodenfragen des Unterrichtens. Bezugspunkt des Kompetenzbereichs „Unterrichten“ ist die Frage danach, was einen guten Unterricht auszeichnet und wie angehende Lehrer*innen dazu befähigt werden, ihren Unterricht insb. unter Berücksichtigung der gegebenen Heterogenität systematisch zu planen, durchzuführen, auszuwerten und gezielt weiter zu entwickeln. Dabei thematisiert das Modul Lehr- und Lernprozesse als diskursive Aushandlungsprozesse zwischen Lernenden und Lehrenden, vermittelt über die (Bildungs-) Angebote der sozialen, materiellen und digitalen Welt. Inhalte, die im Rahmen der Vorlesung grundlegend besprochen sowie im Rahmen des Seminars aufgegriffen und mit Blick auf unterrichtspraktisches Handeln vertieft werden, umfassen: • Grundformen des Unterrichtens • Lernumgebungen • neurobiologische Grundlagen des Lernens • Grundbedingungen des Unterrichtens: Motivierung, Aufmerksamkeitserzeugung, Klassenmanagement, Heterogenität und Diversität • aufgabenspezifische Sequenzierung von Lernprozessen: Problem, Entscheidung, Prozess, Produkt, Beurteilung • Unterrichtsteilhabe aller Schüler*innen • Gestaltung digitaler Lehr- und Lernprozesse • die soziale Sichtbarkeit von kommunikationsbasierten Lernprozessen • Lehrer- und Schüler*innengesteuerter Unterricht • Reflexion und Weiterentwicklung von Unterrichtsprozessen Lehr- und Lernmethoden Ringvorlesung, Seminar mit Gruppenpräsentationen Empfohlene Literatur Bohl, T., Bönsch, M., Trautmann, M. & Wischer, B. (Hrsg.), Reihe: Theorie und Praxis der Schulpädagogik: Bd. 17. Binnendifferenzierung. Prolog-Verlag. Bovet, G., & Huwendiek, V. (Hrsg.). (2017). Leitfaden Schulpraxis: Pädagogik und Psychologie für den Lehrberuf (9. Auflage). Cornelsen. Hattie, J. (2017). Lernen sichtbar machen für Lehrpersonen. Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von „Visible Learning for Teachers“ besorgt von Beywl, W. & Zierer, K. (3. Auflage). Schneider Verlag. Helmke, A. (2015). Unterrichtsqualität und Lehrerprofessionalität (7. Auflage). Klett/Kallmeyer. Jank, W., & Meyer, H. (2021). Didaktische Modelle (14. Auflage). Cornelsen. Modulbeschreibung Mattes, W. (2011). Methoden für den Unterricht. Schöningh. Meyer, H. (2021). Was ist guter Unterricht? (15. Auflage). Cornelsen. Meyer, H., Junghans, C. (2022). Unterrichtsmethoden I. Theorieband (20., komplett überarbeitete Neuauflage). Cornelsen. Meyer, H., & Junghans, C. (2021). Unterrichtsmethoden II. Praxisband (17., komplett überarbeitete Neuauflage). Cornelsen. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Es wird dringend empfohlen beide Lehrveranstaltungen des Moduls im gleichen Semester zu absolvieren. Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Näheres zur Leistungspunktevergabe regeln die Lehren- den zum Beginn des Semesters. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Klausur / 60 Minuten / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/studium/studienorganisation/studienunterlagen/lehramt/voraussetzungen/ http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung Modultitel: Eignungs- und Orientierungspraktikum Studiengang: Bildungswissenschaftliche Studien B.A. Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen Kooperation: Universität zu Köln / Universität Siegen Gültig für Studienanfänger*innen ab: WS 2023/24 Englischer Modultitel Orientation internship Kurzbezeichnung EOP Studiensemester / Studiendauer (Semester) 1. FS / 1 Workload gesamt (h) / Leistungspunkte gesamt / Inklusionsorientierte Leistungspunkte / Fachdidaktische Leistungspunkte 180 h / 6 / 0,5 / 0 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS / Kontaktzeit (h) / Selbststudium(h) / Studiensemester / Veranstaltungsart / Veranstaltungssprache / Anwesenheitspflicht a) Vor- und Nachbereitungsseminar zum Eignungs- und Orientierungspraktikum 2 SWS / 30 h / 20 h / 1 / SE / deutsch / ja b) Eignungs- und Orientierungspraktikum in der Schule - / 100 h / 30 h / 1 / PR / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden • erkunden das Handlungsfeld Schule und setzen sich kritisch-analytisch mit der Schulpraxis und den Berufsanforderungen auseinander, • gestalten einzelne pädagogische Handlungssituationen in der Schule mit, • vollziehen und reflektieren einen Perspektivwechsel vom Lernenden zum Lehrenden, • nutzen das Portfolio als Instrument der Reflexion und Dokumentation ihrer Kompetenzen und ihres Lernprozesses, • können auf Grundlage des Forschenden Lernens schulische Praxis theoriegeleitet beobachten, analysieren und dokumentieren, • können bildungswissenschaftliche Theorieansätze und pädagogischen Situationen / Praxiserfahrungen verzahnen, • können vor dem Hintergrund der gemachten Erfahrungen die eigene Berufswahlentscheidung und Berufswahlmotivation sowie die persönliche Eignung reflektieren, • begreifen Reflexion als permanenten biographischen Entwicklungs- und Lernprozess, • entwickeln eine professionsorientierte Perspektive für ihr weiteres Studium. • Die Studierenden lernen erste digitale Ressourcen und Materialien für das Lehren und Lernen kennen und reflektieren den adressatengerechten Einsatz digitaler Medien. Modulbeschreibung Zentrale Inhaltsbereiche a) Vor- und Nachbereitungsseminar zum Eignungs- und Orientierungspraktikum • Berufswahlentscheidung Lehrer*in mit Blick auf biographische Erfahrungen • Schulische Handlungsfelder und Berufsanforderungen einer Lehrkraft • Merkmale guten Unterrichts • Planung von Unterricht • Umgang mit heterogenen Lerngruppen (inklusive Lerngruppen) • Planung, Durchführung und Auswertung einer Unterrichtsbeobachtung • Anleitung zur Abfassung eines Forschungsberichts nach wissenschaftlichen Standards (Forschendes Lernen) • Einordnung und Auseinandersetzung der Praxiserfahrungen und beruflichen Anforderungen mittels Portfolioarbeit • Selbstreflexion zur persönlichen Eignung des Berufs b) Eignungs- und Orientierungspraktikum in der Schule • Praktikum in der Schule • Vorgaben: das Schulpraktikum kann an einer deutschen Schule im In- oder Ausland absolviert werden, mit Ausnahme von Schulen, die als Schüler*in besucht wurden. Die Praktikumsplatzsuche liegt in der alleinigen Verantwortung der Studierenden. Die Schulform sollte dem studierten Lehramt Gymnasium/Gesamtschule entsprechen. • Umfang: Mindestens 100 Zeitstunden (keine Schulstunden!) an mindestens 25 Tagen • Eigenständige Umsetzung eines Portfolios und eines Forschungsberichts Lehr- und Lernmethoden Interaktive Einheiten, Blended Learning, Gruppenarbeiten, Diskussionen, E-Learning, Selbstreflexion, Portfolio, Forschendes Lernen, Praktikum Empfohlene Literatur Böhmann, M. & Schäfer-Munro R. (2008): Kursbuch Schulpraktikum, Unterrichtspraxis und didaktisches Grundwissen. Beltz. Bovet, G. & Huwendiek, V. (Hrsg.). (2014): Leitfaden Schulpraxis: Pädagogik und Psychologie für den Lehrberuf. Cornelsen. Kretschmer, H. & Stary, J. (2010): Schulpraktikum: eine Orientierungshilfe zum Lernen und Lehren. Cornelsen. Meyer, H. (2014). Leitfaden Unterrichtsvorbereitung. Cornelsen. Meyer, H. (2016): Was ist guter Unterricht? Cornelsen. Topsch, W. (2004): Grundwissen für Schulpraktikum und Unterricht. Luchterhand. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Bescheinigung des absolvierten Praktikums Prüfungsleistung / Umfang / Forschungsbericht / 8-10 Seiten / 50% https://www.dshs-koeln.de/studium/studienorganisation/studienunterlagen/lehramt/voraussetzungen/ Modulbeschreibung Anteil an Modulnote Portfolio / 4-6 Seiten / 50% Das Modul wird mit bestanden/ nicht bestanden bewertet. Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung Modultitel: Berufsfeldpraktikum Studiengang: Bildungswissenschaftliche Studien B.A. Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen Kooperation: Universität zu Köln / Universität Siegen Gültig für Studienanfänger*innen ab: WS 2023/24 Englischer Modultitel Occupational Field Internship Kurzbezeichnung BFP Studiensemester / Studiendauer (Semester) 3./4. FS / 1-2 Workload gesamt (h) / Leistungspunkte gesamt / Inklusionsorientierte Leistungspunkte / Fachdidaktische Leistungspunkte 180 h / 6 / 0,5 / 0 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Vor- und Nachbereitungsseminar zum Berufsfeldpraktikum 2 SWS / 30 h / 30 h / 3 / SE / deutsch / ja b) Berufsfeldpraktikum - / 80 h / 40 h / 3-4 / PR / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden • Kennen weitere Berufsfelder außer dem Schuldienst, die ihnen auf Basis eines abgeschlossenen Lehramtsstudiums offenstehen • Können Vor- und Nachteile der verschiedenen Berufswege reflektieren • Können sich selbst hinsichtlich ihrer Berufswahl reflektieren • können Quellen (insbesondere Texte) und Wissen recherchieren (z. B. Güte von Quellen, Aussagekraft) • können ein wissenschaftliches Interview vorbereiten, durchführen und auswerten • können einen Forschungsbericht nach wissenschaftlichen Standards verfassen • können sich selbst auch in verschiedenen stressreichen beruflichen Situationen und Phasen reflektieren, angemessen verhalten, adäquate Strategien zum Stressmanagement anwenden und kommunizieren Zentrale Inhaltsbereiche a) Vor- und Nachbereitungsseminar zum Berufsfeldpraktikum • Selbstreflexion zur Berufswahl • Alternative Berufsfelder nach einem (Sport-)Lehramtsstudium • Subjektive Theorien als Ausgangspunkt wissenschaftlicher Forschung • Literaturrecherche • Anleitung zur Abfassung eines Forschungsberichts nach wissenschaftlichen Standards • Anleitung zur Planung, Durchführung und Auswertung eines wissenschaftlichen Expert*innen-Interviews • Stresstheorien (insb. Transaktionales Modell von Lazarus), Entstehung von und Umgang mit Stress in beruflichen Situationen (z.B. Unterricht) • Kommunikation Modulbeschreibung b) Berufsfeldpraktikum • Praktikum im Berufsfeld eines abgeschlossenen Lehramtsstudiums • Bedingung: außerschulisches Praktikum, aber mit Bezug zu eigenem Studium (pädagogischer Bezug oder fachlicher Bezug), Tätigkeit im Ganztagsbereich einer Schule möglich • Umfang: Mindestens 80 Stunden an mindestens 20 Tagen, semesterbegleitend oder als Block (bei Fahrten/Exkursionen mindestens zwei Wochen plus Vor- und Nachbereitung) • Eigenständige Planung, Durchführung, Auswertung und Verschriftlichung eines wissenschaftlichen Expert*innen- Interviews Lehr- und Lernmethoden Interaktive Einheiten, Blended Learning, Gruppenarbeiten, Diskussionen, E-Learning, Selbstreflexion, Forschendes Lernen, Praktikum, videobasierte Fallarbeit Empfohlene Literatur Fuchs, R. & Gerber, M. (2016). Handbuch Stressregulation und Sport. Springer.Terhart, E., Bennewitz, H., & Rothland, M. (Hrsg.). (2014). Handbuch der Forschung zum Lehrerberuf. Waxmann. Franck, N & Stary, J (2013). Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. 17. Auflage. UTB. Helfferich, C. (2014). Leitfaden- und Experteninterviews. In N. Baur & J. Blasius (Hrsg.), Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung (S. 559-574). Springer. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Bescheinigung des absolvierten Praktikums Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Forschungsbericht / 6 Seiten / 50% Portfolio / 4 Seiten / 50% Das Modul wird mit bestanden/ nicht bestanden bewertet. Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/studium/studienorganisation/studienunterlagen/lehramt/voraussetzungen/ http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte