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4221 Ergebnisse
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  • 30.10.2024
    Daniel Nölleke in zentraler Funktion bei der European Communication Research and Education Association tätig
    Im Rahmen der Jahrestagung 2024 der ECREA in Ljubljana ist Jun.-Prof. Dr. Daniel Nölleke als Chair der Temporary Working Group „Communication and Sport” wiedergewählt worden. Er leitet die Gruppe zusammen mit Prof. Kirsten Frandsen (Universität Aarhus) und Xavier Ramon, Ph.D. (Pompeu Fabra Universität, Barcelona). Eine Übersicht der ECREA zu den Leitungsteams der Sektionen, temporären Arbeitsgruppen und Netzwerken finden Sie hier , eine neue Veröffentlichung von Prof. Kirsten Frandsen hier .

  • 17.06.2025
    Daniel Nölleke spricht als Experte über Wissenschaftsfeindlichkeit beim Workshop in Berlin
    Ähnlich wie Politiker:innen, Journalist:innen und Sportler:innen sehen sich auch Forschende zunehmend mit Anfeindungen konfrontiert. In einem Workshop in Berlin präsentierten internationale Expert:innen – darunter Jun.-Prof. Dr. Daniel Nölleke vom IKM – Forschungsergebnisse zu Wissenschaftsfeindlichkeit. Sie diskutierten, wie (betroffene) Wissenschaftler:innen mit diesem Problem umgehen können. Der von der VolkswagenStiftung geförderte Forschungsverbund KAPAZ beschäftigt sich seit 2023 mit dem Thema. Neben Studien zu den Erscheinungsformen von Wissenschaftsfeindlichkeit hat der Verbund unter anderem auch Formate zur Unterstützung von Betroffenen entwickelt. Kurz vor Ende der Projektlaufzeit wurden am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft in Berlin im Rahmen des KAPAZ Co-Creation Workshops im Juni die Ergebnisse internationaler Forschung zu Wissenschaftsfeindlichkeit sowie Erfahrungen mit Maßnahmen im Umgang damit diskutiert. Jun.-Prof. Dr. Daniel Nölleke stellte sechs Thesen zum Zusammenhang von medialer Sichtbarkeit und Erfahrungen mit (Online-)Hass in der Wissenschaft vor, die auf seiner Forschung im Bereich Wissenschaftskommunikation beruhen. Sein Vortrag „The Chilling Effect: Interplay between media visibility and (online) hate” basierte dabei einerseits auf den Resultaten einer Studie zu den Erfahrungen medial sichtbarer Wissenschaftler:innen während der COVID-19-Pandemie und andererseits auf ersten Erkenntnissen aus dem vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Projekt „Wissenschaftliche Expert:innen zwischen Kern und Peripherie des (Wissenschafts-)Journalismus“ (WExKuP), das er derzeit am IKM leitet. Aktuell befasst er sich zudem mit dem Thema digitale Gewalt im Sport im Projekt „Online-Hass im Leistungssport: Merkmale, Erfahrungen, Bewältigungsstrategien“ (OnHaMEB), das vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) gefördert wird. Mehr zum Projektverbund "Kapazitäten und Kompetenzen im Umgang mit Hassrede und Wissenschaftsfeindlichkeit" KAPAZ

  • Daniela Mählich

    Institute of Biomechanics and Orthopaedics

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  • Daniela Golz
    Daniela Golz Ausbildung Studium der Psychologie in Hamburg, Bonn und den USA Sportpsychologin asp/BDP Klinische Neuropsychologin GNP Sport-Neuropsychologin GSNP Heilpraktikerin für Psychotherapie Kursleiterin "Psychologische Gesundheitsförderung durch Stressbewältigung" Systemische Beratung nach Jesper Juul Mein Kontakt zum (Leistungs-)Sport Sport spielte bei mir von Kindheit an eine große Rolle. Über Schwimmen, Handball, Tennis und Tischtennis fand ich vor mehr als 20 Jahren zum altersgerechten Ausdauersport, dem Triathlon. Seit 2013 bin ich am OSP Rheinland tätig, außerdem auch als Freie Mitarbeiterin des Athleten-Dienstleisters Medhealthletics. Seit 2015 bin ich Vorsitzende der Gesellschaft für Sport-Neuropsychologie (GSNP). Diese setzt sich im gesamten deutschsprachigen Raum für die Förderung der Erforschung und Behandlungsmöglichkeiten von Sportler:innen mit leichten Gehirnverletzungen ein. Meine allg. Erfahrungen mit talentierten Athlet:innen bei mentaltalent Ich biete Gruppenworkshops und Einzelcoachings für Kinder und Jugendliche an, die Sport leistungsorientiert betreiben. Meine Motivation, mit talentierten Nachwuchsathlet:innen zu arbeiten Durch meine anderen beruflichen Standbeine neben der Sportpsychologie verfüge ich über umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen sowie deren Bezugspersonen (z.B. Familie, Schule, Verein). Es ist mir ein Anliegen, sie mit meinem Wissen dabei zu unterstützen, den Lebensbereich Leistungssport bereichernd und gewinnbringend zu gestalten sowie mögliche negative Entwicklungen vermeiden zu helfen. Der Kontakt mit Kindern und Jugendlichen ist auch für mich außerordentlich inspirierend. www.psychologie-golz.de

  • Danlin Wu

    Institute of European Sport Development and Leisure Studies

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  • Danlin Wu M.A.
    Danlin Wu Wissenschaftliche Mitarbeiterin Beruflicher und universitärer Werdegang Beruflich 6/2021 bis heute: Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung (DSHS) Koordinatorin der Forschungsstelle Sportpolitik China-Europa Akademisch 2019 bis heute: Promotionsstudium am Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung (DSHS) Arbeitstitel: "The Evolution of Policy Networks in Chinese Sport: The Dialectical Relationships of Actors, Contexts, and Outcomes in the Policy Process" 2017 bis 2019 Masterstudium International Sport Development and Politcs, Abschluss Masterthesis an der DSHS Titel der Abschlußarbeit: “Understanding Sport Policy-making in China on A Policy Network Perspective: Is the Government Still Taking the Lead over Sporting Issues?” 2015 bis 2017 Bachelorstudium an der Wuhan Sport University, VR China Titel der Abschlußarbeit: “The Experiment of Motivational Music in Swimming Training” Forschungsschwerpunkte und aktuelle Projekte Forschungsschwerpunkt Sportpolitik Aktuelle Projekte Akademische Koordination der Forschungsstelle Sportpolitik China-Europa Vorträge und Lehre Vorträge 3. Deutsch-Chinesisches internationales Akademisches Forum für Sportentwicklung "Sportentwicklung im Wandel: China und Europa - Bestandsaufnahmen, Fallstudien und Wechselwirkungen" in Köln, Deutschland "Thema: Schwimmen: Vom Leistungs- zum Freizeitschwimmen?" 8. Deutsch-Chinesisches Internationales Akademischen Forum für Sportentwicklung: "Sport Participation and Urban Transformation in China and Europe" in Peking, China (online) Thema: "Freundschaft durch Sport": Inter-Alliierte Spiele und Military World Games als transnationale Sportgroßereignisse für das Militär Lehre Dozentin bei diversen Lehrveranstaltungen der akademischen Sommerschule für Wissenschaftler/innen, Lehrkräfte und Studenten/innen chinesischer (Sport-)Hochschulen (2019-2023)

  • Darbepoeitin (NESP)
    Darbepoeitin (NESP) Darbepoetin fördert ähnlich wie EPO die Neubildung von Erythrozyten. Foto: iStock.com/muzon Darbepoetin alpha ist ein Peptidhormon, das ähnlich wie Erythropoietin (EPO) die Erythropoese in den Stammzellen des Knochenmarks stimuliert. Daraus resultiert eine Erhöhung der Anzahl an Roten Blutzellen (Erythrozyten) im Blut. Darbepoetin wird wie EPO von Chinesischen Hamster Ovarienzellen durch rekombinante DNA-Technik produziert. Darbepoetin ist wie EPO ein Glykoprotein aus 165 Aminosäuren und unterscheidet sich vom EPO dadurch, dass es zwei zusätzliche Zuckerketten aufweist. Dieses wurde durch Austausch von insgesamt 5 Aminosäuren in der Aminosäurekette erreicht. Darbepoetin ist ein modifiziertes EPO-Analoges, wobei fünf der insgesamt 165 Aminosäuren des EPO-Moleküls ausgetauscht wurden: Position EPO Darbepoetin 30 Alanin Asparagin 32 Histidin Threonin 87 Prolin Valin 88 Tryptophan Asparagin 90 Prolin Threonin An den beiden neuen Aminosäuren Asparagin werden wie beim EPO-Molekül Zuckerketten aufgebaut, so dass Darbepoetin im Vergleich zum EPO nicht 4, sondern 6 Zuckerketten aufweist. Linktipp : Information der Firma Ambgen zu Darbepoetin alfa (NESP, Novel Erythropoiesis Stimulating Protein, Aranesp®) Bedeutung als Dopingmittel Der Missbrauch von Darbepoetin wurde erstmals im November 2001 vermutet , nachdem die Firma Ambgen für das Produkt unter dem Namen Arnesap® in den Vereinigten Staaten die Zulassung zur medizinischen Anwendung erhielt. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City konnten drei Athleten des Missbrauchs von Darbepoetin überführt werden, u.a. der für Spanien startende Johann Mühlegg. Zu dem Zeitpunkt stand Darbepoetin zwar nicht namentlich auf der Dopingliste, die Substanz fällt aber eindeutig unter dieses Reglement, denn sie gehört zur Gruppe der Peptidhormone wie EPO. Dieses ist im Reglement durch den Zusatz Peptidhormone und Analoge ausgewiesen. Wirkung Darbepoetin stimuliert wie EPO mittels des gleichen Mechanismus die Erythropoese (Neubildung von Erythrozyten ). Unter Sauerstoffmangel (Hypoxie) wird in der Niere vermehrt EPO gebildet und in den Blutstrom ausgeschüttet. Als Antwort auf Sauerstoffmangel fördert EPO die Entwicklung der einzelnen Blutzellen, insbesonder die Bildungsrate von Roten Blutzellen, aus Stammzellen im Knochemark. Die endogene EPO-Produktion ist unmittelbar verknüpft mit dem Krankheitsbild einer chronischen renalen Anämie, wobei die gestörte EPO-Bildung als primäre Ursache der Anämie (Blutarmut) anzusehen ist. Eine Behandlung mit Darbepoetin führt zu einer Neubildung von Roten Blutzellen und einer Erhöhung der Hämoglobinwerte, so dass der Sauerstofftransport verbessert wird. Diese Veränderungen sollen nach Angaben des Herstellers in der Regel erst nach 2 bis 6 Wochen nach Behandlungsbeginn beobachtet werden. Darbepoetin hat im Vergleich zu EPO-Präparaten wie Epoetin alpha eine dreifach längere Halbwertszeit , sowohl nach subkutaner (Injektion ins Hautgewebe) als auch intravenöser (i.v.) Injektion. Nach subkutaner Injektion beträgt die Halbwertszeit 49 Stunden (27-89 h), während sie nach intravenöser Injektion bei ca. 21 Stunden liegt. Nebenwirkungen Die am meisten beobachteten schweren Nebenwirkungen sind Thrombosen, Herzversagen bzw. Arrhythmien am Herzen . Weitere häufige Nebenwirkungen sind Infektionen, Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Diarrhö (Durchfall) . Weitere Informationen zu Nebenwirkungen sind unter dem Kapitel Adverse Reactions auf der Webseite zu Arnesap® zusammengefasst. Dosierung Darbepoetin wird entweder intravenös oder subkutan einmal wöchentlich injiziert. Die Anfangsdosis beträgt ca. 0,45 mg/kg Körpergewicht und wird langsam gesteigert. Die Therapie wird durch eine Kontrolle der Hämoglobin(Hb)-Konzentration überprüft. Der Anstieg der Hb-Konzentration soll eine Zunahme um 1g/100ml Blut in 2 Wochen nicht übersteigen. Die Dosierung muss so eingestellt werden, dass eine Hb-Endkonzentration von 12g/100ml Blut nicht überschritten wird. Nachweis Aufgrund der Einführung von zwei zusätzlichen Zuckerketten, erhöhen vermehrt endständige Sialinsäuregruppen den sauren Charakter der Verbindung. Somit weist Darbepoetin im Vergleich zum rekombinanten und zum menschlichen EPO einen niedrigeren pI-Wert auf und kann bei der analytischen Auftrennung (isolelektrische Fokkusiering) - siehe EPO-Nachweis - eindeutig identifiziert werden (s.Abb.1). Im Gegensatz zum EPO wandert Darbepoetin im elektrischen Feld zur Anode und wird von gentechnisch hergestelltem rekombinanten (rh) und menschlichen (h) EPO getrennt. Abb. 1: EPO-Banden nach Isoelektrischer Fokussierung: A = rh EPO; B = humanes EPO (negative Urinprobe); C = positive Urinprobe; D = Darbepoetin Weiterführende Informationen EPO-Nachweis

  • Darts - Ist das wirklich Sport?
    Vom Glücksspiel zum Sport? Im Alexandra Palace in London steigt die Anspannung. Die dritte Runde der Darts-WM 2026 steht an. Die deutsche Hoffnung, Gabriel Clemens, trifft auf den Weltranglisten-Zweiten, den Engländer Luke Humphries. Schon beim Einzug der Spieler machen die deutschen Fans auf sich aufmerksam – mit Pfiffen gegen den Engländer. „Gabriel Clemens“ hallt es in Form von Sprechchören durch den Alexandra Palace, auch bekannt als Ally Pally. 3.000 Zuschauer*innen passen in die Halle und es wirkt, als beteiligen sich alle an der Show. Viele von ihnen sind verkleidet und grölen. Doch plötzlich ist es ganz still, denn Gabriel Clemens steht bereit hinter der Abwurflinie. 2,37 Meter sind es von hier bis zur Scheibe. In diesem Jahr hat er mehr Druck als sonst, denn neben den 3.000 Zuschauer*innen sitzen in Deutschland zeitweise 2,2 Millionen Menschen vor den Fernsehgeräten, um dieses Spiel zu sehen. Kein Wunder, Darts ist in Deutschland im Mainstream angelangt. Bis hierhin war es für das Geschicklichkeitsspiel jedoch ein weiter Weg, denn die Geburtsstunde von Darts liegt schon fast 200 Jahre in der Vergangenheit. Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde in Großbritannien auf Querschnitte von Bäumen geworfen. Am damaligen Dartpfeil wurden noch Federn von Truthähnen befestigt, diese wurden in den 1890ern jedoch durch Flügel aus Papier ersetzt. 1908 gab es erstmals Streit darum, was Darts denn eigentlich genau ist. Grund für den Streit war eine Anklage gegen einen Pub-Besitzer in England. Der Vorwurf: Darts ist Glücksspiel und Glücksspiel war in Pubs verboten. Daher erklärte man in der Folge Darts zum Geschicklichkeitsspiel. Seither darf Darts auch ganz offiziell in Pubs gespielt werden. Damit weltweit unter gleichen Bedingungen gespielt wird, sind Maße und Aufbau exakt geregelt. Der Mittelpunkt jeder Dartsscheibe muss 1,73 Meter hoch sein. Die Abwurflinie ist immer 2,37 Meter entfernt und die Scheibe besteht aus 20 Segmenten, wobei jedem Segment eine Punktzahl von eins bis 20 zugeteilt ist. In der Mitte befindet sich der äußere Bull und das begehrte Bull’s Eye. Durch alle Segmente ziehen sich zwei Ringe: der Double Ring außen und der Triple Ring innen. Ein Treffer im Double Ring bringt die doppelte Punktzahl des Segments, bei einem Treffer in den Triple Ring gibt es das Dreifache an Punkten. Trifft man in der Mitte den Bull, gibt es 25 Punkte und bei einem Treffer in das winzige Bull’s Eye ganze 50. Die höchstmögliche Punktzahl mit einem Wurf sind 60 Punkte. Dies ist möglich durch das Treffen des Triple Rings der 20. Es gibt drei häufig gespielte Varianten: 501, 301 und Cricket. Beim 501 beginnt jedes Spiel mit 501 Punkten. Ziel ist es, genau auf null Punkte zu kommen. Das Spiel muss mit einem Treffer auf ein Doppelfeld beendet werden. Diese Variante sorgt bei Weltmeisterschaften für packende Duelle bis zum letzten Pfeil. 301 ist eine ähnliche Spielform, mit dem Unterschied, dass das Spiel mit 301 Punkten beginnt. Diese Form findet man häufiger in unteren Ligen und im Hobbybereich. Anders als beim 301 und 501 ist das Ziel beim Cricket nicht, die gesamten Punkte zu reduzieren, sondern auf bestimmte Felder zu zielen. Hierbei sind die Zahlen 15 bis 20 und das Bull die Zielbereiche. In Deutschland gibt es seit 1982 den Deutschen Dart Verband e.V. (DDV), der als nationaler Dachverband gilt. Seit 2003 gibt es zudem eine Bundesliga im DDV. Gespielt wird in Mannschaften. Eine Dartmannschaft in der höchsten Spielklasse besteht aus acht Spielenden. Die Bundesliga wird aufgeteilt in zwei Gruppen, die Bundesliga Nord und Süd. Die jeweils vier Erstplatzierten jeder Gruppe spielen am Ende jeder Saison den deutschen Mannschaftsmeister aus. Aktueller Spitzenreiter der Bundesliga Nord ist übrigens das Dart Team Köln. Seit 2010 ist der DDV zudem Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Damit wird Darts vom DOSB als Sport angesehen. Seit 2018 bekommt der DDV außerdem Fördermittel aus dem für Spitzensport zuständigen Bundesministerium des Innern (BMI). Zurück im Ally Pally in London verliert Gabriel Clemens sein Spiel gegen Luke Humphries mit 2:4, obwohl er so gut wirft wie noch kein deutscher Spieler bei Weltmeisterschaften vor ihm. Über das ganze Spiel hinweg schafft er es, einen Durchschnitt von über 100 Punkten pro drei Dartwürfe zu erzielen. Zum Vergleich: Die meisten Hobbyspieler*innen schaffen im Schnitt 30 bis 40 Punkte pro drei Darts. Eine Weltklasse-Leistung, mit der er ein Millionenpublikum in Deutschland vor den Fernsehern fesselt. Ob nun Sport oder nicht – Darts begeistert aktuell die Menschen. Ist Darts Sport? Das haben wir unseren Schießsport-Dozenten Dr. Stefan Türk gefragt Herr Türk, haben Sie dieses Jahr die Darts-Weltmeisterschaften angeschaut? Nein. Es gibt viele Sportarten, für die ich mich sehr interessiere und die ich mir gerne anschaue – Darts gehört eher nicht dazu. Aber ich weiß, dass es viele Leute begeistert hat. Sie sind Dozent für Schießsport an der Sporthochschule. Wo haben Darts und Schießsport denn Überschneidungspunkte? Ich glaube, eine große Gemeinsamkeit dieser Sportarten ist schon die Diskussion darüber, ob sie überhaupt als Sport gelten. Viele Menschen verbinden Sport nämlich automatisch auch immer mit Fortbewegung. Ich betone dabei bewusst das Wort Fortbewegung, da Schießsport – genauso wie Darts – ein extremer Bewegungssport ist. Die hohe Kunst besteht darin, sich zu bewegen, ohne sich fortzubewegen. Genau darin liegt ein grundlegendes Problem unseres Sportverständnisses. Und gerade wir hier an der Sporthochschule sollten ein sehr weites Sportverständnis haben. Als Laie vermutet man ja häufig, dass das Werfen auf eine Scheibe aus nicht mal drei Metern Entfernung, mit genug Übung, gar nicht so schwer sein kann. Was genau macht Präzisionssportarten wie Schießsport, aber auch Darts dennoch so schwer? Ich kann relativ schnell die Grundbewegung beherrschen und damit auch erste Erfolge haben. Ich behaupte zum Beispiel von mir, dass ich in der Lage bin, die Dartscheibe zu treffen. Aber treffe ich auch die Triple 20? Vielleicht mit etwas Glück – aber nicht, weil ich es wirklich kann. Dahin zu kommen, ist nur mit extrem viel Training möglich, mit einem hohen Zeitaufwand, mit einer sehr guten Körperbeherrschung, mit dem Erlernen von bestimmten Atemtechniken und und und. Und ich glaube, das ist etwas, das von vielen Menschen extrem unterschätzt wird. Auf die Dartscheibe zu werfen, kann im Grunde jede Person, die das ein paar Mal gemacht hat – und sie wird auch treffen. Aber 501 mit neun Würfen zu spielen, das ist phänomenal. Selbst die besten Dartspieler und -spielerinnen schaffen das nicht immer, und die freuen sich dann riesig, wenn es ihnen gelingt. Ich glaube, genau das unterschätzen viele Laien, weil sie Darts eher als Kneipensport kennen. Kritiker behaupten manchmal, dass es sich bei solchen Präzisionssportarten gar nicht so richtig um Sport handelt. Es gewinnt schließlich nicht der Stärkste, Schnellste oder Ausdauerndste. Wer gewinnt eigentlich? Man hat es aktuell bei den Olympischen Winterspielen im Biathlon gesehen. Da haben wir mit Sicherheit deutsche Top-Athleten, aber die waren am Ende nicht so erfolgreich, wie man es eingeplant hatte. Woran lag das? Beim Schießen kommt es darauf an, nach Verlassen der Loipe, möglichst rasch eine hohe Kon­trolle über den Puls zu erlangen. Und kriege ich das mit der Atmung hin? Finde ich den perfekten Schussrhythmus? Lasse ich mich vom Drumherum auch tatsächlich nicht beeinflussen? Nur wenn das funktioniert, werde ich erfolgreich sein. Und da spielt die Tagesform eine große Rolle, und die ist eben nicht an jedem Tag gleich. Aber genau das macht den Sport ja auch so faszinierend. Wenn ich immer wüsste, dass ich als Schnellster durch die Loipe hirsche und die Kippscheiben immer kippen lasse, ja Gott, warum sollte ich dann überhaupt noch antreten. Zum Abschluss dann bitte Ihr Fazit – ist Darts Sport? Ja, es ist alles drin, was wir von anderen Sportarten kennen. Und es erfüllt tatsächlich, wenn ich das so beantworten darf, Anforderungen, die wir an Sport stellen müssen: Motorik, Atemtechnik, Konzentration ... Und wir finden die komplette Palette vom Anfängerbereich bis hin zum Wettkampf im Leistungssport. Darts in Kürze Beim Darts werfen Spieler*innen Pfeile auf eine runde Scheibe, um Punkte zu erzielen und je nach Spielvariante das Spiel zu gewinnen. Die Scheibe ist in 20 nummerierte Segmente unterteilt. In der Mitte befinden sich das äußere Bull (25 Punkte) und das Bull’s Eye (50 Punkte). Zusätzlich gibt es Double- und Triple-Felder, die die Punktzahl verdoppeln bzw. verdreifachen. Im Profibereich wird fast ausschließlich 501 Double Out gespielt (in anderen Bereichen sind auch 301 oder Cricket beliebt). Beim 501 beginnt jede*r Spieler*in mit 501 Punkten und versucht, genau auf 0 Punkte zu kommen. Pro Aufnahme dürfen bis zu drei Darts geworfen werden, danach ist der/die Gegner*in an der Reihe. Das Spiel muss in der Regel mit einem Doppelfeld beendet werden. Darts wird weltweit in Pubs, Ligen und bei Profi-Turnieren gespielt. Topspieler*innen erreichen dabei teilweise Durchschnittswerte von über 100 Punkten pro drei Pfeile. Zahlen & Fakten Der Deutsche Dart Verband e.V. beinhaltet 13 Landesverbände und 1.025 Vereine Insgesamt hat der Verband über 20.000 Mitglieder Seit 2018 stiegen die Mitgliederzahlen um 68% Frauen machen nur etwa 8% des organisierten Dartspielens aus Seit 1978 gibt es bereits Darts-Weltmeisterschaften; die bekannteste ist die PDC World Darts Championship 5 Millionen Pfund gab es insgesamt bei der PDC-WM 2026 zu gewinnen 1 Million Pfund kassierte Gewinner Luke Littler aus England – und das bereits zum zweiten Mal mit gerade einmal 18 Jahren

  • Dartstudie-Flyer.pdf
    TEILNEHMER: GESUCHT! Im Rahmen einer Masterarbeit an der Deutschen Sporthochschule K6ln suchen wir Teilnehmer:innen fiir eine kurze Laborstudie zur Treffergenauigkeit im Dartsport. WER KANN TEILNEHMEN? » Volljahrige Linkshander:innen und Rechtshander:innen » Keine oder nur geringe Vorerfahrung im Dartsport « Keine akuten Verletzungen der oberen Extremitaten © WAS ERWARTET DICH? * Ca. 30 Minuten Zeitaufwand « Kurzer Wurftest mit Dartpfeilen » Fragebogen zur Handigkeit und Sporterfahrung » Verlosung von 5 Amazon-Gutscheinen (je 20 €) unter allen Teilnehmenden - Bei Bedarf: 0,5 VP-Stunden wo? » Deutsche Sporthochschule Kdln > Kirchweg 2, Institutsgebaude 6, 1. Etage KONTAKT | « Leonard Schmitt - leos.schmitt@googlemail.com « Anmeldung Uber den QR-Code ( Scanne Mich! )

  • Das Deutsche Forschungszentrum für Leistungssport Köln (momentum)
    Forschung, Service und Transfer Ziel ist es, Erkenntnisse aus der Forschung gezielt für die Weiterentwicklung von Athlet:innen , Trainer:innen und leistungsportlicher Strukturen nutzbar zu machen. Dabei folgt momentum einem ganzheitlichen Verständnis von Leistungssport, das sportliche Leistungsfähigkeit ebenso in den Blick nimmt wie Gesundheit, Integrität und nachhaltige Entwicklung. momentum schafft Raum für Forschung, Dialog und Vernetzung – und leistet damit einen aktiven Beitrag zur Zukunft des Leistungssports. Der Name „Deutsches Forschungszentrum für Leistungssport Köln“ steht für „Forschung, Leistung und Sport“ im Erwachsenen- und Nachwuchsleistungssport. Das Grundverständnis orientiert sich vereinfacht an funktionalen mechanischen, metabolischen und psychischen Stimuli, die für den Aufbau und den Erhalt biologischer Gewebe und einer psycho-physischen Leistungsfähigkeit erforderlich sind. Ein besonderer Ansatz ist darin zu sehen, dass sehr unterschiedliche Belastungsqualitäten und -quantitäten zwischen der Schwerelosigkeit der Weltraumbedingungen und den höchsten Intensitäten des Spitzensports miteinander verglichen werden können. Gegründet wurde momentum im Jahre 2006 mit Unterstützung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen (Sportministerium) und der Sportstiftung NRW. Die Deutsche Sporthochschule Köln hat momentum als eine zentrale Wissenschaftliche Einrichtung anerkannt. Über uns und unsere Aktivitäten Basischeck Global Sport University Network Symposium Schwimmen Team & Leitung Institute Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin Institut für Biomechanik und Orthopädie Institut für Biochemie Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft Psychologisches Institut Aktuelle Meldungen alle Meldungen Leitung & Kontakt Dr. Eva Engelmeyer person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-6068 mail engelmeyer(at)dshs-koeln.de Moritz Finkenzeller person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-8709 mail m.finkenzeller(at)dshs-koeln.de Alexandra Wolke person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-7241 mail a.wolke(at)dshs-koeln.de Adresse & Anfahrt
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Zuletzt aktualisiert: 23.07.2026
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