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  • Summer School
    Summer School Academic Summer School Program Das Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung (IESF) bietet jährlich akademische Sommerschulen für Wissenschaftler/innen, Lehrkräfte sowie Studierende chinesischer (Sport-)Hochschulen an, die ein besonderes Interesse an vergleichenden Studien und transnationalen Forschungsfragen haben. Dieses intensive, akademische Ausbildungsprogramm vermittelt verschiedene akademische Ansätze aus europäischer Perspektive, insbesondere in den Bereichen Sportsysteme, Bildungssysteme und Sport Governance. Darüber hinaus werden Themen wie Freizeitsport, Sportmanagement sowie kultur- und sozialwissenschaftliche Aspekte der Sportentwicklung behandelt. Alle Inhalte werden in einem didaktisch strukturierten Rahmen vermittelt, der theoretische Grundlagen mit praxisorientierten Lerneinheiten verknüpft und die aktive Reflexion der Teilnehmenden fördert. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden Informationen aus erster Hand zu den Studienanforderungen an der Deutschen Sporthochschule Köln. Allgemeines 9. Sommerschule 2026 Akademisches Sommerschulprogramm 2026 Nehmen Sie an diesem einzigartigen Erlebnis für Studierende aus der Volksrepublik China an der Deutschen Sporthochschule Köln teil! Nächster Termin der Summer School: 13. bis 31. Juli 2026 Kommen Sie an die Deutsche Sporthochschule Köln und lassen Sie sich ein auf ein 3-wöchiges Abenteuer an der Sportuniversität teil. Ich möchte mehr Informationen über die Anmeldevoraussetzungen erhalten. Wir freuen uns darauf, Sie diesen Sommer begrüßen zu dürfen! 8. Sommerschule 2025 Rückblick - 8. Academic Summer School (ASSP) 2025 Vom 14. Juli bis 1. August 2025 richtete das Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung der Deutschen Sporthochschule Köln gemeinsam mit sieben chinesischen Partnerhochschulen die 8. Academic Summer School (ASSP) aus. Daran nahmen 29 Studierende und Nachwuchswissenschaftler teil, unter anderem von den Sportuniversitäten in Peking, Guangzhou, Wuhan, Hebei (China Shooting College), Shenyang sowie der Universität Shenzhen. Das dreiwöchige Programm vermittelte in sechs akademischen Modulen zentrale Themen der Sport- und Sozialwissenschaft. Behandelt wurden unter anderem die Grundlagen sozialwissenschaftlicher Forschung, europäische Sportsysteme und Good Governance, historische und soziologische Aspekte des Sports, Sportmedien, Sport und Bildung in Deutschland sowie europäische Sportentwicklungen. Die Module verbanden Vorlesungen, Seminare, Tutorials und praxisorientierte Übungen und boten Raum für einen intensiven interdisziplinären Austausch. Zur Vertiefung der Lerninhalte wurden im Verlauf des Programms mehrere Exkursionen durchgeführt, die von den Lehrkräften des Instituts didaktisch vorbereitet, wissenschaftlich begleitet und inhaltlich eng mit den Modulen verzahnt waren. In Brüssel erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Funktionsweise der Europäischen Union; der Besuch des Europaviertels, des Parlamentariums und weiterer Institutionen verdeutlichte die Rolle europäischer Politik für Sport, Gesellschaft und Governance und ergänzte das Modul „Europäische Sportentwicklung“. Die Teilnahme an den Ruhr Games 2025 in Essen wurde in das Modul „Sportorganisation und Großveranstaltungen“ eingebettet. Die Studierenden analysierten dort die organisatorischen und gesellschaftlichen Dimensionen einer internationalen Multisportveranstaltung und diskutierten deren Bedeutung für die Sportentwicklung. Im Modul „Historische und soziologische Aspekte des Sports“ wurde das Olympische Museum in Köln besucht. Die Exkursion bot die Möglichkeit, die Entwicklung der Olympischen Bewegung aus wissenschaftlicher Perspektive nachzuvollziehen und kritisch zu reflektieren. Sportpraktische Übungen am Bleibtreusee dienten der Anwendung theoretischer Konzepte des Moduls „Freizeitsport und Sportpraxis“. Dabei wurden die Rolle von Bewegung im Alltag sowie die Gestaltung und Organisation von Freizeitsportangeboten praxisnah erfahrbar gemacht. Ein kulturwissenschaftlich begleiteter Stadtrundgang durch Köln zeigte exemplarisch, wie Sport, Kultur und Gesellschaft im urbanen Raum miteinander verflochten sind und verdeutlichte die Relevanz interdisziplinärer Zugänge in der Sportwissenschaft. Abschließend besuchten die Studierenden das BVB-Stadion, das Borusseum sowie das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund. Diese Exkursion war Bestandteil des Moduls „Sportgeschichte und Sportkultur“ und diente dazu, die historische und gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs in Deutschland im Kontext der europäischen Sportkultur zu analysieren. Die Unterrichtssprache war Englisch. Am Ende des Programms legten die Studierenden eine schriftliche Prüfung ab. Anwesenheit, aktive Teilnahme und erbrachte Leistungen wurden berücksichtigt. Ein offizieller Teilnahmenachweis mit aufgeführten Lerninhalten und Stunden wurde vom Institut ausgestellt. Zur Sicherstellung einer kontinuierlichen Teilnahme wurden die Studierenden während der gesamten Dauer des Programms organisatorisch betreut; Unterkunft, Verpflegung und Mobilität dienten dabei als unterstützende Rahmenbedingungen. In Kontinuität zu den Sommer School Programmen der letzten Jahre vermittelte die Sommerschule 2025 den Teilnehmenden erneut wertvolle internationale und interdisziplinäre Perspektiven auf Sport, Gesellschaft und Bildung in Europa. Sie trug damit nachhaltig zur Stärkung des wissenschaftlichen Austauschs zwischen China und Deutschland bei und eröffnete den Studierenden konkrete Einblicke in wissenschaftliche Methoden, institutionelle Rahmenbedingungen und sportkulturelle Entwicklungen. Vergangene Veranstaltungen 2024 Vom 8. bis 26. Juli 2024 fand an der Deutschen Sporthochschule Köln die 7. Academic Summer School (ASSP) des Instituts für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung statt. Es nahmen 32 Studierende und Nachwuchswissenschaftler/innen von sechs chinesischen Partnerhochschulen teil: Beijing Sport University, Capital University of Physical Education and Sports, Wuhan Sport University, Wuhan Business University, Huazhong University of Science and Technology und Hunan Normal University. Die Gruppe setzte sich aus Bachelor-, Master- und Promotionsstudierenden mit unterschiedlichen akademischen Hintergründen in den Sozial- und Sportwissenschaften zusammen. Während der 19 Tage absolvierten die Teilnehmenden ein strukturiertes Curriculum mit sechs Modulen: Grundlagen sozialwissenschaftlicher Forschung, Europäische Sportsysteme und Good Governance, Olympiastudien, Sportmedien, Sport und Bildung in Deutschland sowie Mega-Sportereignisse in Europa. Jedes Modul verband Vorlesungen, Seminare und Tutorials miteinander. Das didaktische Konzept zielte darauf ab, theoretisches Wissen durch praxisnahe Lerneinheiten zu vertiefen und zur kritischen Reflexion anzuregen. Zur inhaltlichen Ergänzung wurden sportpraktische Übungen durchgeführt, darunter Taiji, Teamspiele, Bouldern und Minigolf. Diese Einheiten dienten der methodischen Anwendung theoretischer Inhalte sowie der Förderung von Teamarbeit und sportpädagogischen Kompetenzen. Ein fester Bestandteil des Programms waren zudem akademisch vorbereitete und wissenschaftlich begleitete Exkursionen, die den Teilnehmenden Einblicke in europäische Sportkultur, politische Institutionen und städtische Entwicklungsprozesse ermöglichten. Durch ihre enge Verzahnung mit den Modulen trugen sie maßgeblich dazu bei, das Gelernte in konkrete kulturelle und gesellschaftliche Kontexte einzuordnen. Alle Teilnehmenden waren verpflichtet, regelmäßig an Lehrveranstaltungen, Tutorials, Übungen und Exkursionen teilzunehmen. Am Ende des Programms wurde eine schriftliche Prüfung abgelegt. Das Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung stellte eine Teilnahmebescheinigung aus, in der die behandelten Inhalte, der zeitliche Umfang sowie die erbrachten Leistungen dokumentiert wurden. Unterkunft, Verpflegung und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel schufen verlässliche Rahmenbedingungen, die den Teilnehmenden eine kontinuierliche und ungestörte Teilnahme am akademischen Programm ermöglichten. 2023 Eine Reise über „Verantwortung, Mut und Neugier“ Vom 7. bis 25. August 2023 fand die 6. Academic Summer School (ASSP) des Instituts für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln nach zweijähriger pandemiebedingter Pause erstmals wieder in Präsenz statt. In diesem Jahr nahmen 47 Studierende und Nachwuchswissenschaftler/innen aus fünf chinesischen Partnerhochschulen teil: der Beijing Sport University, der Capital University of Physical Education and Sports, der Wuhan Sport University, der Chengdu Sport University und der Shanxi Normal University. Die Gruppe setzte sich zusammen aus 30 Bachelor-, 14 Master-Studierenden und 3 Promovierenden mit akademischen Hintergründen in den Sozial- und Sportwissenschaften. Viele Teilnehmende brachten zudem sportliche Exzellenz in Disziplinen wie Golf, Badminton, Tanzsport, Schwimmen und Freikampf ein und verbanden diese mit Studien in Management, internationaler Sportorganisation, Journalismus, Rehabilitation, Tourismus und Public Affairs. Während der 19 Tage absolvierten die Teilnehmenden ein klar strukturiertes akademisches Curriculum, bestehend aus sechs Modulen: Sozialwissenschaftliche Grundlagen Europäische Sportsysteme und Good Governance Olympiastudien Sportmedien Tourismus und Outdoorsport Freizeit- und Schulsport Jedes Modul umfasste Vorlesungen, Seminare und Tutorials. Das didaktische Konzept verknüpfte systematisch theoretische Grundlagen mit praxisnahen Lerneinheiten und förderte die aktive Reflexion der Teilnehmenden. Zur Vertiefung der Inhalte wurden sportpraktische Übungen durchgeführt (u. a. Boxen, Minigolf, Yogalates im Freien). Sie dienten der methodischen Anwendung theoretischer Konzepte und stellten keinen Freizeitteil dar. Ergänzend fanden akademisch begleitete Exkursionen statt, die thematisch mit den Modulen verbunden waren: Dortmund: Besuch des BVB-Stadions, des Borusseums und des Deutschen Fußballmuseums zur Analyse der deutschen Fußballkultur und Erinnerungsgeschichte. Köln: Stadtgang mit Bezug zu städtebaulicher Entwicklung, Geschichte und Kultur. Brüssel: Besuch des Europaviertels und des Parlamentariums zur Auseinandersetzung mit Institutionen und Entscheidungsprozessen der EU. Niederlande: Exkursion zur Verdeutlichung kultureller Diversität in Europa (Giethoorn, Roermond). Die Exkursionen waren didaktisch vorbereitet, wissenschaftlich begleitet und dienten der Kontextualisierung und Vertiefung der behandelten Inhalte. Alle Teilnehmenden waren verpflichtet, regelmäßig an Lehrveranstaltungen, Tutorials, Übungen und Exkursionen teilzunehmen. Am Ende des Programms wurde eine schriftliche Prüfung abgelegt. Das Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung stellte eine Teilnahmebescheinigung aus, in der die behandelten Inhalte, der zeitliche Umfang sowie die erbrachten Leistungen dokumentiert wurden. Die Unterbringung im Gästehaus der Deutschen Sporthochschule Köln, die Verpflegung sowie die Bereitstellung von ÖPNV-Tickets bildeten unterstützende Rahmenbedingungen, die den reibungslosen Ablauf des Programms sicherstellten und eine kontinuierliche Teilnahme an den Lehrveranstaltungen ermöglichten. Zum Abschluss hielt Univ.-Prof. Dr. Mittag, Leiter des Instituts und Mentor des Programms, eine Rede zum Thema „Verantwortung, Mut und Neugier“. Darin betonte er, dass jede Generation ihre Verantwortung tragen müsse, Wissen stets mit Verantwortung verbunden sein solle und Mut wie Neugier notwendig seien, um den Herausforderungen der Zeit zu begegnen. Eine chinesische Teilnehmerin brachte es in poetischen Worten auf den Punkt: „短短数日,不胜感激。今虽离别,情谊不绝。“ („Auch wenn es nur wenige Tage waren, kann ich meine Dankbarkeit nicht in Worte fassen. Auch wenn wir uns jetzt trennen, unsere Freundschaft wird nicht enden.“) 2022 2021

  • Suchstrategien
    Suchstrategien Ob Bücher, Zeitschriftenaufsätze oder wissenschaftliche Datenbanken – je nach Medienart und Informationsbedarf eignen sich unterschiedliche Recherchewege. Die Zentralbibliothek der Sportwissenschaften unterstützt Sie dabei, passende Literatur und wissenschaftliche Informationen für Studium, Lehre und Forschung gezielt zu recherchieren. Büchern und Medien finden Onlinekatalog der ZBSport (Primo ZBSport) - Katalog der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften hbz-Verbundkatalog - Gesamtkatalog der Hochschulbibliotheken Nordrhein-Westfalens und eines großen Teils von Rheinland-Pfalz Karlsruher Virtueller Katalog (KVK) - Metakatalog für Bibliotheks- und Buchhandelskataloge weltweit Diese Kataloge helfen Ihnen dabei, gezielt nach Büchern, Medien und weiteren Beständen zu suchen – in der ZBSport, in anderen Bibliotheken oder international. Zeitschriften finden Onlinekatalog der ZBSport - Nachweis von gedruckten und elektronischen Zeitschriften Zeitschriften-Datenbank (ZDB) - Nachweis von Zeitschriftenbeständen deutscher und österreichischer Bibliotheken Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) - Informationen zu wissenschaftlichen elektronischen Zeitschriften und deren Verfügbarkeit Zeitschriftenaufsätze und Sammelbandbeiträge recherchieren SURF - Sportinformationsportal des Bundesinstituts für Sportwissenschaft mit den Datenbanken Spolit, Spofor und Spomedia SPORTDiscus - Datenbank für Sportwissenschaft und Sportmedizin (Campuslizenz) Weiterführende Datenbanken und Suchportale BASE (Bielefeld Academic Search Engine) - Suchmaschine für wissenschaftliche Open-Access-Dokumente DigiBib – Fächerübergreifende Recherche nach Datenbanken DBIS – Informationssystem für wissenschaftliche Datenbanken EconBiz – Fachportal für Wirtschaftswissenschaften ERIC – Literaturdatenbank für Erziehungswissenschaften Fernzugriff von ZB Med - Die Digitale Bibliothek für die Lebenswissenschaften steht allen Personen mit Wohnsitz in Deutschland kostenfrei über einen virtuellen Benutzungsausweis zur Verfügung. FIS Bildung – Fachportal für Bildungsforschung Google Scholar – Suchmaschine für wissenschaftliche Literatur Google Books – Retrodigitalisierte Bücher LIVIVO – Suchportal für die Lebenswissenschaften PubMed – Datenbank für Medizin und Biomedizin SPORTDiscus with Full Text – Volltextdatenbank für Sportwissenschaft und Sportmedizin (Campuslizenz) SURF – Sportinformationsportal des Bundesinstituts für Sportwissenschaft Web of Science (Arts and Humanities Citation Index) – Zitationsdatenbank für Geisteswissenschaften (Campuslizenz) Web of Science (Science Citation Index) – Zitationsdatenbank für Naturwissenschaften (Campuslizenz) Sie haben Fragen? Bei Fragen zur Literaturrecherche unterstützt Sie das Team an der Infotheke im 4. Obergeschoss der Bibliothek gerne persönlich. Zusätzlich bietet die ZBSport Tutorien zur Literaturrecherche an. Tobias Schnaubelt person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-4120 mail t.schnaubelt(at)dshs-koeln.de Martin Klug person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-4120 mail m.klug(at)dshs-koeln.de Literaturverwaltung Zotero Literaturrecherche

  • Substitution im Sport
    Substitution im Sport Historisches Alkohol spielt als Dopingmittel bei Sportarten eine Rolle, bei denen Nervosität zu Leistungseinbußen führen kann. Foto: iStock.com/mishooo Definition des Deutschen Sportärztebundes von 1983 Nach der Definition des Deutschen Sportärztebundes von 1983 werden unter Substitution folgende Maßnahmen verstanden: Ersatz von unbedingt notwendigen Substanzen für den Körper Zufuhr von Substanzen, die für den Energie- und Baustoffwechsel benötigt werden Zufuhr von Substanzen, die nicht vom Körper synthetisiert werden können und deren ungenügende Zufuhr die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt Hierzu zählen: Wirkstoffe wie Vitamine , Elektrolyte (Na, K, Mg usw.), Spurenelemente (Fe, Cu usw.) Nährstoffe bzw. energieliefernde Substanzen wie Kohlenhydrate , Fette und Eiweiß . Ihr Bedarf kann unter Umständen nicht allein durch die Nahrung gedeckt werden. Ihre Substitution - in Form von Konzentratnahrung oder speziellen Zubereitungen - ist erlaubt. Die Zufuhr von Substanzen, die von einem gesunden Organismus selbst synthetisiert werden können (z.B. Testosteron, Cortisol, Wachstumshormon) widerspricht dem medizinischen Verständnis des Begriffes Substitution. Sollten diese vom Organismus synthetisierten Substanzen für eine sportliche Höchstleistung nicht ausreichen, so ist diese natürliche Barriere als Grenze der individuellen Leistungsfähigkeit zu respektieren.

  • Study@GSU
    Study@GSU - Internationale Studierende Ihr Weg an die Spoho startet hier! Die Deutsche Sporthochschule Köln begeistert internationale Studieninteressierte aus aller Welt. Als einzige Sportuniversität Deutschlands verbindet die Spoho exzellente Forschung mit einem vielfältigen Studienangebot. Ob für ein Vollzeitstudium oder Exchange Semester: Informieren Sie sich hier, wie Ihr Weg an die Spoho aussieht. Vollzeitstudium Bachelor Bewerbungsfristen Bachelor- und Lehramtsstudium Sommersemester: 01.12. bis 15.01. Wintersemester: 01.06. bis 15.07. Voraussetzungen Bachelorstudium Hochschulzugangsberechtigung Sie benötigen eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung . Das ist in der Regel das deutsche Abitur oder ein gleichwertiger Schulabschluss, der Sie in Ihrem Herkunftsland zum Studium berechtigt.Ob Ihr Abschluss anerkannt wird, richtet sich nach den Vorgaben der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) . Über das Informationsportal zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse anabin können Sie vorab prüfen, ob Ihr Zeugnis zum direkten Hochschulzugang berechtigt. Bestehen des Eignungstests Für die Bewerbung in einen Bachelorstudiengang ist der bestandene sportmotorische Eignungstest verpflichtend (ausgenommen Master und Promotion). Hier wird geprüft, ob Sie die körperlichen und koordinativen Voraussetzungen für ein Sportstudium mitbringen. Alle Informationen zu Anforderungen, Terminen und aktuellen NC-Werten finden Sie auf der Seite zum Eignungstest . Deutsche Sprachkenntnisse Für ein deutschsprachiges Studium müssen Sie Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 nachweisen. Die Deutsche Sporthochschule Köln akzeptiert folgende Zertifikate: DSH II TestDaF (mindestens TDN 4) telc C1 Hochschule Das Sprachzertifikat muss bereits zum Zeitpunkt der Bewerbung vorliegen – ein Nachreichen ist nicht möglich. Kein Sprachnachweis erforderlich , wenn Sie: eine deutschsprachige Hochschulzugangsberechtigung besitzen die Feststellungsprüfung am Studienkolleg bestanden haben das Deutsche Sprachdiplom (DSD II) erworben haben die Zentrale Oberstufenprüfung (ZOP) des Goethe-Instituts mit „gut“ bestanden haben Bewerbung Bachelorstudium Studieninteressierte mit einer ausländischen HZB bewerben sich genauso wie Deutsche . Unterlagen, die in einer anderen Sprache als Deutsch oder Englisch vorliegen, müssen im Original zusammen mit einer beglaubigten Übersetzung hochgeladen werden. Zusätzlich ist ein Nachweis über Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 erforderlich (nicht zutreffend für Muttersprachler*innen und / oder Bildungsinländer*innen und/oder Bewerber*innen aus Luxemburg, Österreich, der Schweiz und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens). Folgende Nachweise werden akzeptiert: telc C1 Hochschule DSH-2 TestDaF TN4 DSD II Master Bewerbungsfristen Masterstudium Bewerbung nur zum Wintersemester möglich Für Bewerbende aus der Europäischen Union (EU): 01.06. bis 15.07. Für Bewerbende aus Non-EU Ländern: 25.04. bis 31.05. Voraussetzungen Masterstudium Bachelorabschluss Sie benötigen ein erfolgreich absolviertes, mindestens sechssemestriges einschlägiges wissenschaftliches Bachelorstudium , zu belegen durch: Original Bachelorurkunde , auf der die Verleihung des Bachelortitels erwähnt wird Original Bachelorzeugnis/ Transcript of Records mit allen absolvierten Kursen Beglaubigte Übersetzungen der genannten Dokumente, wenn diese nicht bereits auf Deutsch oder Englisch vorliegen WICHTIG: Auf mindestens einem der o.g. Dokumente muss die Gesamtabschlussnote oder der GPA oder die Gesamtpunktzahl verzeichnet sein. Ist dies nicht der Fall, muss zusätzlich zu diesen Unterlagen ein offizielles Schreiben der ausstellenden Hochschule beigefügt werden, in dem die Gesamtabschlussnote oder der GPA oder die Gesamtpunktzahl genannt werden. Weiterhin muss die Notenskala der jeweiligen Hochschule aus den Unterlagen hervorgehen. Die Umrechnung ins deutsche Notensystem erfolgt an der DSHS. Die Abschlussnote soll eine deutsche 2,5 nicht unterschreiten. Besondere Sprachkenntnisse Gefordert werden besondere Sprachkenntnisse auf dem Niveau C1: Bewerber*innen für einen englischsprachigen Master müssen besondere Englischkenntnisse nachweisen, indem sie eins der folgenden Testzertifikate (zeitlich unbefristet gültig) hochladen: TOEFL iBT (≥ 95 Punkte) IELTS Academic (≥ 7 Punkte) Cambridge Certificate C1 WICHTIG: „Best Score“- oder „One Skill Retake“-Nachweise werden nicht akzeptiert. Englische Muttersprachler*innen sowie Absolvent*innen komplett englischsprachiger Bachelorstudiengänge, die an einer Universität eines Mitgliedsstaates der EU oder eines Landes absolviert wurden, dessen offizielle Amtssprache Englisch ist, müssen diesen Nachweis nicht erbringen. Sie müssen einen unterschriebenen persönlichen Brief hochladen, in dem sie erklären, dass sie Muttersprachler*innen sind, oder ein Dokument ihrer Heimatuniversität, in dem bestätigt wird, dass die Unterrichtssprache durchgehend Englisch war. (Letzteres kann auch durch das Bachelorzeugnis nachgewiesen werden, falls die Unterrichtssprache dort erwähnt wird.) Bewerber*innen für einen deutschsprachigen Master müssen besondere Deutschkenntnisse nachweisen, indem sie eins der folgenden Testzertifikate hochladen: DSH-2 TestDaF TN4 telc C1 Hochschule WICHTIG: Das Zertifikat darf nicht älter als zwei Jahre sein. Deutsche Muttersprachler*innen oder Absolvent*innen eines deutschen Abiturs müssen einen solchen Nachweis nicht erbringen. Sie müssen einen unterschriebenen persönlichen Brief hochladen, in dem sie erklären, dass sie Muttersprachler*innen sind. Weitere Bewerbungsbestandteile Es müssen zusätzlich folgende Dokumente hochgeladen werden: Lebenslauf Für die englischsprachigen Studiengänge M.Sc. Sport Management, M.Sc. Human Technology in Sports and Medicine, M.Sc. Psychology in Sport and Exercise und M.A. International Sport Development and Politics muss der Lebenslauf in englischer Spracheabgefasst sein, für alle anderen Masterstudiengänge in deutscher Sprache Motivationsschreiben Das Motivationsschreiben soll Ihr Interesse an den Hauptthemenbereichen des Masterstudiengangs, Ihre Beweggründe für die Aufnahme des Studiums und Ihre mittelfristigen beruflichen Ziele darlegen (für die englischsprachigen Studiengänge in englischer, für die deutschsprachigen in deutscher Sprache). Hinweise für: Nicht-EU-Bewerber*innen Der Bewerbungszeitraum für eine Masterbewerbung für Bewerber*innen mit einer Nicht-EU-Staatsangehörigkeit läuft bis zum 31. Mai . Bis zum 31. Mai um Mitternacht (MESZ, Kölner Zeit) muss die Online-Bewerbung vollständig abgeschlossen und müssen ALLE erforderlichen Dokumente im System hochgeladen sein. Falls Sie Ihr Studium bereits abgeschlossen haben, aber die eigentlichen Bachelor-Unterlagen nicht rechtzeitig erhalten: Reichen Sie eine offizielle Bescheinigung Ihrer Heimatuniversität ein, aus der hervorgeht, dass das Studium vollständig abgeschlossen ist, alle Leistungspunkte erworben wurden und das die endgültige, unveränderbare Note/den GPA/die Punktzahl sowie das Transcript of Records enthält. Nach dem Ende der Bewerbungsfrist am 31. 5. können KEINE Dokumente mehr eingereicht werden. Die Bewerbung erfolgt über das Online-Portal mySpoho . Guidelines Nicht-EU-Beweber*innen EU-Bewerber*innen Der Bewerbungszeitraum für eine Masterbewerbung für Bewerber*innen mit einer EU-Staatsangehörigkeit läuft bis zum 15. Juli . Bis zum 15. Juli um Mitternacht (MESZ, Kölner Zeit) muss die Online-Bewerbung vollständig abgeschlossen und müssen die erforderlichen Dokumente im System hochgeladen sein. EU-Bewerber*innen können ihre Bachelorunterlagen sowie den Sprachnachweis bis zum Ende der Nachreichfrist am 31. August einreichen, falls diese vorher nicht vorliegen. Bitte senden Sie diese per E-Mail an masterbewerbung@dshs-koeln.de Falls Sie Ihr Studium bereits abgeschlossen haben, aber die eigentlichen Bachelor-Unterlagen nicht rechtzeitig erhalten: Reichen Sie eine offizielle Bescheinigung Ihrer Heimatuniversität ein, aus der hervorgeht, dass das Studium vollständig abgeschlossen ist, alle Leistungspunkte erworben wurden und das die endgültige, unveränderbare Note/den GPA/die Punktzahl sowie das Transcript of Records enthält. Nach dem Ende der Nachreichfrist am 31.8. können KEINE Dokumente mehr eingereicht werden. Die Bewerbung erfolgt über das Online-Portal mySpoho . Guidelines EU-Bewerber*innen Weiterführende Informationen zu Bewerbung und Co Kontakt Beratung und Zulassung zum Vollzeitstudium für internationale Bewerbende Katrin Hecker person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-2180 mail k.hecker(at)dshs-koeln.de Sprechzeiten Mo - Fr: 9 - 11 Uhr Mo, Mi, Do: 14 - 15 Uhr Austauschstudium an der Spoho Wichtig: Informationen für Interessierte an einem Austauschsemester an der Spoho sind nicht auf Deutsch beschrieben. Für mehr Informationen wählen Sie bitte die englische Sprache oben rechts über dem Menü aus.

  • 27.03.2025
    Studium und Spitzensport? Bob-Pilotin Leona zeigt, wie es geht
    Spitzensport und Studium unter einen Hut zu bringen, ist eine echte Herausforderung – aber machbar. Das beweist Leona Klein, die nicht nur ihr Bachelor-Studium in Sportmanagement und Sportkommunikation (SMK) erfolgreich abgeschlossen hat, sondern in der vergangenen Saison auch Junioren-Weltmeisterin und Junioren-Europameisterin im Bobsport wurde. Ursprünglich im Kunstturnen aktiv, entschied sich Leona aus Walldorf für einen neuen Weg: den Eiskanal. Heute startet sie für den BRC Thüringen und meistert den Spagat zwischen Vorlesungen, Prüfungen und intensiven Trainingseinheiten. Ihr Erfolgsrezept? Motivation, Struktur, gezielte Förderung – und vor allem die Leidenschaft für ihren Sport. Leona zeigt, dass ein Studium an der Deutschen Sporthochschule und Leistungssport sich nicht ausschließen, sondern sogar ergänzen können. Spoho - und dann? Die Bahn ist frei, folgen Sie ihr auf Instagram und begleiten ihre sportliche Reise.

  • Studium und Spitzensport vereinen
    Studieren als Spitzensportler*in Sie betreiben Spitzensport und möchten studieren? Wir unterstützen Sie dabei, beides erfolgreich zu verbinden – flexibel, individuell und mit einem starken Netzwerk im Leistungssport. Trainingslager, Wettkämpfe und ein hoher Zeitaufwand stellen besondere Anforderungen an Ihren Alltag. An der Deutschen Sporthochschule Köln müssen Sie sich nicht zwischen Leistungssport und Studium entscheiden. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Sie beides erfolgreich miteinander verbinden können. Als Partnerhochschule des Spitzensports unterstützt Sie die Spoho dabei, Studium und Spitzensport erfolgreich zu vereinen. Seit 2003 sind wir Teil dieses bundesweiten Netzwerks und setzen uns gemeinsam mit starken Partnern dafür ein, dass Sie Ihre sportliche Karriere und Ihr Studium optimal miteinander verbinden können. Rund 100 Spitzensportlerinnen und Spitzensportler studieren aktuell an der Spoho. Als Deutschlands einzige Sportuniversität haben wir uns die Vereinbarkeit von Leistungssport und Studium in besonderer Weise zur Aufgabe gemacht – und entwickeln unsere Angebote kontinuierlich weiter. Ob flexible Studienplanung, individuelle Beratung oder Unterstützung bei der Abstimmung von Training, Wettkämpfen und Prüfungen: Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg, damit Sie sowohl im Spitzensport als auch im Studium erfolgreich sein können. Lassen Sie sich individuell beraten Ihre Vorteile an der Spoho auf einen Blick Mehr Spielraum für Kaderathlet*innen Spezielle Vereinbarungen, z. B. beim Eignungstest oder durch Urlaubssemester, erleichtern die Vereinbarkeit von Studium und Sport. Flexible Studienplanung Wir stimmen gemeinsam Ihr Studium mit Ihrem Trainings- und Wettkampfplan ab – mit individuellen Stundenplänen und flexiblen Abläufen. Individuelle Prüfungen und Abgaben Prüfungs- und Abgabeformate werden bei Bedarf individuell abgestimmt – in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Persönliche Betreuung Mentor*innen und Fachberater*innen begleiten Sie individuell und unterstützen Sie bei Studium und Organisation. Anwesenheit und Fehlzeiten Trainingslager und Wettkämpfe werden berücksichtigt – gemeinsam finden wir Lösungen für Ihre Teilnahme am Studium. Optimale Trainingsbedingungen Nutzen Sie die Sportstätten der Spoho kostenfrei für Ihr Training auf höchstem Niveau. Alles Wichtige zur Förderung Wer wird gefördert? Offizielle Kaderathlet*innen des DOSB sowie alle Spitzensportler*innen, die einer nationalmannschaftsähnlichen Struktur angehören, können diese individuelle Förderung in Anspruch nehmen. Sie sind sich unsicher, ob Sie zu einem solchen Kader dazugehören? Kontaktieren Sie uns und wir finden es gemeinsam heraus. Was muss ich tun um gefördert zu werden? Sicherstellen, dass Sie einem der oben genannten Bundeskader angehören. Die Beitrittserklärung für Athlet*innen und Athleten ausfüllen. Hiermit erkennen Sie die Vereinbarung inhaltlich gemäß der darin aufgeführten Verpflichtungen an. Die Laufbahnberatung des Olympiastützpunktes NRW/Rheinland kontaktieren und ein Beratungsgespräch vereinbaren. Die Verantwortlichen der Spoho (Dr. Meffert oder Dr. Rohleder) kontaktieren um alles weitere gemeinsam abzustimmen. Welche Verpflichtungen habe ich dann gegenüber der Spoho? Die Vereinbarkeit von Spitzensport und Studium lebt von einer engen Zusammenarbeit – und von gegenseitigem Engagement. Als Teil des Programms gestalten Sie Ihre duale Karriere aktiv mit und übernehmen Verantwortung sowohl für Ihren sportlichen als auch für Ihren akademischen Weg. Dazu gehören insbesondere: Teilnahme an einem Beratungsgespräch vor Studienbeginn mit der Laufbahnberatung des Olympiastützpunkts Eigenverantwortliche und sorgfältige Organisation Ihres Studiums sowie eine verlässliche Planung Ihres Studienverlaufs Frühzeitige Kommunikation und Abstimmung von Trainings-, Wettkampf- und Reisezeiten mit dem Spitzenfachverband, den zuständigen Lehrenden sowie den Beratungsstellen der Universität Regelmäßige Information über sportliche Einsätze und Erfolge , damit die Spoho Sie bestmöglich begleiten und sichtbar machen kann Repräsentation der Spoho nach außen , beispielsweise durch die Sichtbarkeit Ihrer sportlichen Erfolge und als Botschafter*in der dualen Karriere an der Deutschen Sporthochschule Köln So entsteht ein verlässliches Miteinander, das Sie auf Ihrem Weg im Spitzensport und im Studium bestmöglich unterstützt. Finanzielle Förderung NRW-Sportstiftungs-Stipendium Mit dem NRW-Sportstiftungs-Stipendium unterstützt die Sportstiftung NRW Bundeskaderathlet*innen an der Deutschen Sporthochschule Köln. Die Stipendiat*innen erhalten eine monatliche Förderung in Höhe von 300 Euro über zwei Semester und können sich so sorgenfrei(er) auf das Studium und die Sportkarriere konzentrieren. Als Partnerhochschule des Spitzensports sind wir der Sportstiftung NRW dankbar, dass wir nun den studierenden Kaderathlet*innen unserer Hochschule ein speziell auf sie zugeschnittenes Stipendium anbieten können. Deutschlandstipendium Seit 2011 beteiligen wir uns am Deutschlandstipendium und fördern damit leistungsstarke und engagierte Studierende. Ziel ist es, exzellente Studienleistungen zu unterstützen und zugleich finanziellen Spielraum für ein erfolgreiches Studium zu schaffen. Die Stipendien werden an Bewerber*innen vergeben, deren bisheriger Werdegang gute Studienleistungen oder berufliche Erfolge erwarten lässt. Bei der Entscheidung über die Vergabe der Stipendien werden sowohl objektive Leistungskriterien und Noten, als auch die persönlichen Umstände berücksichtigt. Stimmen von Studierenden aus dem Spitzensport Ich studiere an der Spoho, weil... ich meine Leidenschaft für den Leistungssport mit fundiertem Wissen aus der angewandten Sportpsychologie verbinden möchte. Penthesilea Kavallieratou Wingfoiling ich durch die guten Trainingsanalagen und sportlichen Einrichtungen die besten Voraussetzungen habe, um mich sportlich weiterzuentwickeln. Lena Gerlich Korfball hier die besten Sportler*innen zusammenkommen sodass man viele Gleichgesinnte trifft. Felix Wittmann Leichtathletik (800 / 1.500m) ich mich nicht nur für den Sport selbst interessiere, sondern auch für alles, was dahintersteckt. Die Spoho bietet mir die perfekte Möglichkeit, meine Leidenschaft für Sport mit dem Wirtschaftlichen zu verbinden. Annika Jürgensmann Karate Ansprechpartner für Fragen und Beratung Verantwortliche der Spoho Dr. Dominik Meffert person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-7443 mail d.meffert(at)dshs-koeln.de Dr. Jonas Rohleder person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-4160 mail j.rohleder(at)dshs-koeln.de Ihr Kontakt am Olympiastützpunkt NRW/Rheinland Laufbahnberaterin Annika Reese phone +49 221 486264 mail reese(at)osp-rheinland.de Laufbahnberaterin Luca Marré mail marre(at)osp-rheinland.de Hilfreiche Links arrow_outward Weitere Infos zur Laufbahnberatung des OSP Das könnte Sie auch interessieren Alle Studiengänge im Überblick Bewerbung und Fristen Alles Wichtige zum Eignungstest Weiterführende Links arrow_forward Studienberatung arrow_forward Gleichstellung & Diversität an der Spoho arrow_forward Studienfinanzierung

  • Studium und Lehre - Abteilung Pädagogik
    Unser Lehrverständnis Die Lehre der Abteilung Pädagogik folgt dem Leitbild einer Reflektierten Praxis und orientiert sich am Modell einer pädagogischen Kasuistik. Im Zentrum steht die Entwicklung von Reflexionskompetenz, verstanden als systematische Verknüpfung von Theorie und Praxis. Didaktisch konkretisiert sich die Grundidee kasuistischen Lernens darin, ausgewählte Einzelfälle aus bewegungskulturellen Settings (z. B. Sportunterricht, Nachwuchsleistungssport) in einem handlungsentlasteten Modus theoretisch informiert auf ihre pädagogischen Dimensionen hin zu befragen, inhärente Spannungsfelder zu erkennen und ggf. alternative Lösungsansätze zu entwickeln. Themen für Abschlussarbeiten Wir bieten eine Betreuung von Abschlussarbeiten in allen Studiengängen an. Die Arbeiten sollten sich grundlegend im Horizont pädagogischer Dimensionen von Sport, Spiel und Bewegung bewegen und können innerhalb dieses Rahmens frei entwickelt werden. Methodisch sind unterschiedliche Zugänge möglich, von theoretischen Arbeiten über konzeptuelle Entwürfe und kasuistische Analysen bis hin zu empirischen Untersuchungen. Demokratiebildung Die Frage, wo Menschen Demokrat*innen werden können, ist eine Schlüsselfrage der modernen Demokratie: als politisches System, Gesellschaftsordnung und Lebensform. Demokratie muss immer wieder von klein auf und bis ins hohe Alter neu gelernt werden und bedarf mündiger Menschen, die sie wertschätzen, mitgestalten und verteidigen. Abschlussarbeiten können sich auf unterschiedlichen Ebenen mit der politisch bildenden und demokratiepädagogischen Bedeutung unterschiedlicher Sport- und Bewegungskulturen beschäftigen. Je nach Interesse können dann die Strukturen oder die verschiedenen Praktiken der Bewegungs- und Sportkultur selbst Thema der Arbeit werden. Ansprechpartner: Prof. Dr. David Jaitner, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 511, d.jaitner@­dshs-koeln.de Bildungsdimensionen von Sport- und Bewegungskulturen Die Frage nach der pädagogischen Dimension von bestimmten Sport- und Bewegungskulturen und -feldern ist leitend für die akademische Sportpädagogik und die Inszenierung von sport- und bewegungspädagogischen Angeboten in unterschiedlichen Settings. Abschlussarbeiten können den spezifischen pädagogischen Wert für ausgewählte Sportarten, Bewegungskulturen oder Bewegungsfelder bestimmen. Ansprechpartner: Prof. Dr. David Jaitner, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 511, d.jaitner@­dshs-koeln.de Leistung und Leisten: pädagogisch betrachtet Leistung ist ein wesentliches soziales Ordnungsprinzip, das verschiedene sport- und bewegungskulturellen Settings unterschiedlich berührt. Der schulische Sportunterricht beispielsweise ist Teil des formalen Bildungssystems, das auf das Leben im gesellschaftlichen Leistungssystem vorbereiten soll und beständig Leistungsstände erhebt und bewertet, zugleich hat es der Sportunterricht in der Schule mindestens anteilig mit außerschulischen Bewegungsfeldern zu tun, in denen bestimmte Maßstäbe für Leistung maßgeblich eingeschrieben sind. Der sportliche Wettkampf im Leistungs- und Spitzensport beispielsweise folgt einer besonderen Form des institutionalisierten Leistungsvergleichs und wird nicht selten als Prototyp oder pervertiertes Beispiel für das gesellschaftliche Leistungsprinzip herangezogen. Abschussarbeiten können sport- und bewegungskulturellen Settings und dieses aus einer ausgewählten pädagogischen Perspektive betrachten. Als mögliche Bereiche bieten sich an: Möglichkeiten & Wirklichkeiten der Leistungsbewertung im Sportunterricht Traditionelle vs. neue Lern- und Leistungskulturen im Sportunterricht Demokratische Leistungskultur und Leistungsbeurteilung im Sportunterricht Schulische Leistungsbeurteilung in heterogenen Lerngruppen Pädagogische Leistungskultur in sport- und bewegungskulturellen Settings Pädagogisch-didaktische Aspekte von Training im (Nachwuchs-)Leistungs- und Spitzensport Pädagogische Verantwortung der Leistung im (Nachwuchs-)Leistungs- und Spitzensport Ansprechpartner: Prof. Dr. David Jaitner, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 511, d.jaitner@­dshs-koeln.de Erlebnispädagogik Erlebnisse sind in der modernen Gesellschaft allgegenwärtig. Erlebnispädagogische Ansätze greifen die Möglichkeit erlebender Weltzugänge auf und verbinden diese normativ mit Ansprüchen das Erleben zu ändern oder für pädagogische Zwecke zu inszenieren. Abschlussarbeiten können sich dem Themenfeld in unterschiedlicher Weise nähern. Als mögliche Bereiche bieten sich an: Sinnhaftigkeit und Grenzen der Verbindung von Erlebnis und Pädagogik Möglichkeiten & Wirklichkeiten von Erlebnispädagogik in verschiedenen Settings oder Bewegungsfeldern Vergleich verschiedener Konzepte von Erlebnispädagogik Historische Entwicklungslinien der Erlebnispädagogik Ansprechpartner: Prof. Dr. David Jaitner, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 511, d.jaitner@­dshs-koeln.de Pädagogische Fallarbeit in sport- oder bewegungskulturellen Feldern Pädagogisches Handeln ist beständig von praktischen Handlungszwängen beeinflusst. Um pädagogisch professionell agieren zu können, hat sich die Idee einer reflektierten Praxis etabliert, die es den pädagogischen Handelnden ermöglicht, Theorie und Praxis wechselseitig zueinander ins Verhältnis zu setzen. Die Kompetenz, pädagogischen Praktiken reflexiv begegnen zu können, ist im Bildungsgang von pädagogischen Professionellen insbesondere in der Phase des Universitätsstudiums verortet. Um eine entsprechende Reflexionskompetenz zu entwickeln, nimmt die Arbeit mit Fällen, d. h. die theoriegeleitete Auseinandersetzung mit selbst erlebten oder stellvertretenden Ausschnitten aus der praktischen Wirklichkeit, einen hohen Stellenwert ein. Abschlussarbeiten können konkreten Fälle aus unterschiedlichen sport- oder bewegungskulturellen Feldern pädagogisch analysieren. Dazu bieten sich beispielsweise ausgewählte pädagogische Grundbegriffe (z. B. Bildung, Erziehung, Unterricht) oder Basiskonzepte (z. B. Macht, Mündigkeit, Üben, Geschlecht) an. Ansprechpartner: Prof. Dr. David Jaitner, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 511, d.jaitner@­dshs-koeln.de Prinzip: Lebensweltorientierung Die Inszenierung von Lerngelegenheiten (z. B. Unterricht, Training) ist eine komplexe Angelegenheit, die in modernen Gesellschaften beständig in der pädagogischen Paradoxie zwischen zukünftiger Freiheit und gegenwärtigem Zwang bedingt ist. Das Prinzip der Lebensweltorientierung geht davon aus, dass Inszenierung von Lerngelegenheiten einen Unterschied macht, was die Adressat*innen in ihrem alltäglichen Leben erfahren und bewegt. Bezüge zur Lebenswelt haben bspw. einen Einfluss darauf, dass Inhalte und Themen für die Lernenden bedeutsam werden, erhöhen die Motivation und fördern damit das Lernen. Abschlussarbeiten können sich empirisch mit den sport- und bewegungskulturellen Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auseinandersetzen oder sich mit der Fragen der gelingenden didaktischen Integration von konkreten Sport- und Bewegungskulturen in formale Bildungssettings auseinandersetzen. Ansprechpartner: Prof. Dr. David Jaitner, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 511, d.jaitner@­dshs-koeln.de Personenorientierte Beratung mit Coachingelementen (POB-C) als Pflichtangebot in der überfachlichen Lehrer*innenausbildung Die Inanspruchnahme von Beratung setzt Freiwilligkeit des/der Rat Suchenden voraus. In der Lehramtsausbildung aber ist sie gem. OVP §10 (4) verpflichtender Bestandteil der überfachlichen Ausbildung (Kernseminar), die dazu beitragen soll, die Referendar*innen bei der Entwicklung ihrer Lehrer*innenrolle zu unterstützen. Masterarbeiten im Lehramt können POB-C professionstheoretisch untersuchen. Möglich ist es bspw., mittels theoriegeleiteter Interviews Bewertungen von Seminarleitungen mit der Zufriedenheit der Referendar*innen an einem Standort in NRW vergleichend gegenüberzustellen. Ansprechpartnerin: Dr. Annika Steinmann, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 506, a.steinmann@­dshs-koeln.de Sport im Strafvollzug Hintergründe: Angelehnt an das systematische Review qualitativer Forschungsarbeiten zu Sport im Strafvollzug von Müller & Mutz (2019) bleiben viele Fragen offen, denen im Rahmen einer Abschlussarbeit nachgegangen werden kann. In deutschen Gefängnissen sind ca. 63.000Menschen inhaftiert. Sport ist in allen Justizvollzugsgesetzen verankert. In größeren Justizvollzugsanstalten existieren eigene Sportvereine, deren Mitglieder Häftlinge, aber auch Bedienstete sein können. Sport hat viele Funktionen, auch und gerade im Strafvollzug. Doch, wie wird er aus unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen? Gibt es auch negative Auswirkungen? Wie werden die Sportangebote umgesetzt? Welcher pädagogischen Leitidee folgen sie? Durchführung: Die gewählte Methode der Bearbeitung steht in Abhängigkeit zum eigenen Interesse und der daraus selbst zu entwickelnden leitenden Fragestellung. Ausgangspunkt ist das oben genannte Review, abrufbar unter: DOI 10.1515/sug-2019-0010 Ansprechpartnerin: Dr. Annika Steinmann, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 506, a.steinmann@­dshs-koeln.de Zusammenarbeit von Trainer/innen und Physiotherapeut/innen im Spitzensport Hintergründe: Trainer/innen und Physiotherapeut/innen ordnen im Team mit Spitzensportler/innen regelmäßig gesundheitliche Risiken sportlichen Höchstleistungen unter. Immer wieder aufs Neue muss der Interessenskonflikt zwischen dem System des Hochleistungssports und dem Medizinsystem gelöst werden. Besonders Entscheidungen bezüglich der Einsatzfähigkeit von verletzten Athlet/innen provozieren Konfliktpotenzial. Wie werden diese systembedingten Konflikte von den Athlet/innen wahrgenommen? Wie gehen Athlet/innen damit um? Durchführung: Auf Basis einer qualitativen Untersuchung (Leitfadeninterview) soll die Zusammenarbeit von Trainer/innen und Physiotherapeut/innen im Spitzensport aus der Sicht von Athlet/innen untersucht werden. Die Abschlussarbeit umfasst die selbstständige Kontaktaufnahme zu Athlet/innen, die Konzipierung des Interviewleitfadens, die Durchführung der Interviews ( n=5-7 ) sowie die Aufbereitung der Daten, um die eigens formulierte Forschungsfrage systematisch beantworten zu können. Literatur zum Einstieg: https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Aktuelles/Publikationen_und_Berichte/Publikationen/IMPULSE/IMPULSE-01-2023-DS.pdf (S. 42-47) Ansprechpartnerin: Dr. Annika Steinmann, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 506, a.steinmann@­dshs-koeln.de Enhanced Games Die Enhanced Games, als Gegenentwurf zu den Olympischen Spielen konzipiert, wurden mehrfach verschoben und sollen nun 2026 in Las Vegas (USA) stattfinden ( https://www.enhanced.com/ ). Erste Athletinnen und Athleten haben ihre Teilnahme zugesagt. Geplant sind Wettkämpfe in Schwimmen, Leichtathletik und Gewichtheben. Besonderheit ist die ärztlich begleitete Nutzung leistungssteigernder Substanzen und Methoden, die im konventionellen Wettkampfsport als Doping gelten. Ziel ist es, menschliche Leistungsgrenzen durch biomedizinische Verfahren zu überschreiten. Die Veranstalter werben mit Millionenprämien und Boni für Weltrekorde. Abschlussarbeiten (BA/MA) können interessengeleitet das geplante Event in den wissenschaftlichen Blick nehmen. Mögliche Themenfelder sind bspw. Fragen nach potentieller Präventionsnotwendigkeit, nach Präventionsstrategien für verschieden Zielgruppen, Bedeutung der Enhanced Games für den Sport. Ansprechpartnerin: Dr. Annika Steinmann, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 506, a.steinmann@­dshs-koeln.de Medfluencer Das Phänomen der Influencer findet sich auch im Bereich der Medizin. Auf Social-Media-Plattformen wird von sog. Medfluencern Inhalt zu medizinischen Themen veröffentlicht. Ihre Ziele sind neben Aufklärungswunsch, Vermarktung von Produkten oder Leistungen. Doch was zeichnet Medfluencer aus, über welches Fachwissen verfügen sie und inwiefern übernehmen sie neben juristischer ggf. auch pädagogische Verantwortung? Durchführung: ImRahmen einer qualitativ-empirisch ausgerichteten BA-/MA-Arbeit kann interessengeleitet in diesem thematischen Feld geforscht werden. Denkbar sind bspw. inhaltsanalytische Auswertungen von Social-Media-Kanälen oder leitfadengestützte Interviews mit Medfluencern und Usern Ansprechpartnerin: Dr. Annika Steinmann, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 506, a.steinmann@­dshs-koeln.de Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sport Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) soll zu einer chancengerechten Entwicklung, die ein Leben in Frieden und ein dauerhaft tragfähiges Ökosystem ermöglicht, beitragen. Das ist das Ziel der gleichnamigen UNESCO-Bildungskampagne. Wie in anderen Gesellschaftsbereichen entgeht somit auch an den Sport der Auftrag, Bildungsziele, Lehrpläne etc. an die Prämissen von BNE und das Themenspektrum Nachhaltigkeit auszurichten. Fragestellungen für Abschlussarbeiten könnten z. B. sein: Aktuelle Herausforderungen für eine Global Citizenship Education. Ist die Bildung einer planetarischen Weltgemeinschaft im Anthropozän bereits gescheitert? BNE in Trainingsplänen und -programmen; Schulprogrammen und -Leitbildern; Lehrplänen Warum wird BNE in der Erwachsenenbildung des Sports, z. B. der Trainer*innenbildung kaum bis selten berücksichtigt und was muss passieren, damit sich das ändert? BNE und Schule – Warum Wissen allein nichts nützt, wenn das Handeln ausbleibt. Best-Practice Modelle BNE in unterschiedlichen Schulformen ländlicher und städtischer Lage und was andere daraus lernen können BNE in Vereinen und Verbänden und was andere daraus lernen können. Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de Nachhaltigkeit im Sport Nachhaltigkeit ist im Gesellschaftsfeld Sport ein zentrales Thema der Gegenwart. Sporttreiben in planetaren Ruinen bringt für Sportvereine bzw. -verbände und in jenen handelnden Personen vielfältige Herausforderungen. Als tradierte Organisationsformen sind Sportinstitutionen dabei eher struktur- und statuserhaltend denn innovativ und transformativ. Da jedoch die Zeit drängt, sind in allen Bereichen des Sports neue Konzepte und Handlungsweisen notwendig. Als Forschungsgegenstand in Abschlussarbeiten ist Nachhaltigkeit im Sport damit auf vielfältigen Ebenen im Spitzen, - Leistungs- und Breitensport interessant: Nicht das auch noch! Möglichkeiten der Attraktivitätssteigerung des Themas Nachhaltigkeit für die Implementation in Sportvereine/-verbände und Schulen nachhaltige Sportstätten nachhaltige Sportveranstaltungen Ball und Trikot endlich nachhaltig - Sportkleidung und Ausrüstung neue Wege in der Beschaffung nachhaltiger Transport zum Training und zum Wettbewerb Terminkalender nachhaltig konzipiert Nachhaltigkeitskultur in Vereinen- und Verbänden etablieren Nachhaltigkeitsnetzwerk im eigenen Verein – Positionen vernetzen, Personen begeistern Nachhaltigkeitsnetzwerk in Verband bzw. Liga etablieren Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de Sozialfigur Trainer*in In allen Sportarten und -disziplinen gelten Trainer*innen neben den Athlet*innen als wichtige Sozialfigur in der Generierung von sportlicher Leistung durch eben je Athlet*innen. In dieser Rolle sind Sie vielfältigen Herausforderungen ausgesetzt. Dabei sind die Berufsbedingungen oftmals prekär. Als Forschungsgegenstand in Abschlussarbeiten sind Trainer*innen damit auf vielfältigen Ebenen interessant: Rollen und Rollenspiel – Beziehungen zu Akteuren im Sportnetzwerk, z. B. Athlet*innen; Funktionär*innen, Trainer*innenteams Trainer*innen in der Zwickmühle – Wenn aus Leidenschaft Selbstaufgabe wird oder gar werden muss. Elterntrainer*innen – besondere Herausforderungen in der Gestaltung des Rollenwechsels Berufsbedingungen – Warum ist es heute immer noch nicht besser als früher? Personalentwicklung – Wie können Trainer*innenkarrieren begleitet und gestaltet werden? Trainer*innen und Übungsleiterinnen – Warum sind sie so schwer zu finden bzw. zu halten? Geschlossenen Gesellschaft – fehlende Diversität im Trainer*innenpersonal Trainer*innen-Dropout in unterschiedlichen Sportarten – Warum scheiden Trainer*innen aus? Welche Probleme erwachsen daraus und welche Konsequenzen hat das für Trainer*innen, Vereine/Verbände und Athlet*innen? Wissen und Wissenssicherung für Vereine/Verbände durch Trainer*innendropout Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de Trainer*innenbildung Trainer*innen durchlaufen in ihrer Karriere ein umfangreiches Aus- und Fortbildungsprogramm, was anders als in anderen Berufen ständig aktualisiert werden muss. Manche Trainer*innen und Übungsleiter*innen hingegen übernehmen jedoch auch ohne jegliche Lehrgänge und Lizenzen diese Funktionen. Ihr Wissen basiert in diesen Fällen zumeist auf Erfahrungswissen. Forschungsansätze liegen etwa in folgenden Bereichen: Fehlende Aus- und Fortbildung – Viele Trainer*innen haben keinerlei Lehrgänge im Sport besucht und arbeiten lediglich auf der Basis von Erfahrungswissen. Wie viele Trainer haben keine (gültige) Lizenz? Welche Gründe führen dazu, Lizenzen nicht vorhanden sind und was musste passieren, um den Anteil an Trainer*innen mit Lizenz zu erhöhen? Trainer*innenbildung heute: Herausforderungen in einer sich ändernden Bildungslandschaft Referenten in der Trainer*innenbildung – Voraussetzungen, Rolle und Herausforderungen Lehrgänge und Kompetenzorientierung – Wie steht es um die Kompetenzorientierung in den Ausbildungscurricula und setzen die Referent*innen dieses auch um? Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de Schieds- und Kampfrichter*innen(bildung) Schieds- und Kampfrichter*innen stehen oft im Mittelpunkt sportlicher Wettbewerbe. Sie werden selten bejubelt und häufig beschimpft. Schieds- und Kampfrichter*innen, was diese besondere Drucksituation angeht eine hohe Resilienz zu besitzen. Wo kommt diese her und was können andere Akteure im Sport davon lernen? Und dennoch sind es auch diese Bedingungen, die dazu führen, dass an vielen Stellen auch der Nachwuchs fehlt. Forschungsansätze könnten etwa in folgenden Fragestellungen liegen: Wo steht die Schieds- und Kampfrichter*innenbildung aktuell und welche Herausforderungen müssen bewältigt werden? Das prallt an mir ab. – Was kann man von Schieds- und Kampfrichter*innen in Bezug auf Resilienz lernen? Ohne sie geht es nicht, doch sie werden immer weniger: Was muss passieren, um die Position des Schieds- und Kampfrichter*innen im Netzwerks des Sports (wieder) attraktiv zu machen? Karriereentwicklung im Schieds- und Kampfrichter*innenwesen – Welche Potenziale und Hürden gibt es? Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de Abweichendes Verhalten – Fair war gestern Sport produziert Erfolge und Misserfolge. Dies kann unterschiedliche Ausprägungen von abweichenden Verhalten zur Folge haben; Doping, Korruption, Spielmanipulation, Betrug oder Gewalt. Hier eine Naht am Skisprunganzug mehr, da ein Fässchen Kölsch, damit das Spiel in der Kreisliga C „richtig“ ausgeht. Abweichung ist normal oder doch nicht und was macht das mit dem moralischen Verständnis von Werten in Sport und Gesellschaft. Abschlussarbeiten in diesem Themenfeld können etwa dazu beitragen, Situationsbeschreibungen vorzunehmen, Probleme herauszuarbeiten, Lösungsansätze zu entwickeln und ggf. Konsequenzen für pädagogisches Handeln darzustellen. Ein Fässchen Bier für ein schlechtes Spiel – Verschiebung und Bestechung im Amateursport Ist doch nur eine Naht – Welche Auswirkungen hat Betrug im Sport auf andere Akteure im Sport (z. B. Zuschauer, Kontrahenten, Teamkameraden) Gendoping nicht mehr in aller Munde – Warum das einstige Schreckgespenst aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden ist, oder täuscht das nur? Trends und Tendenzen von Doping im Sport und was das für die Zukunft des dopingfreien Sports bedeutet. Enhanced Games – Der nächste Schritt der Evolution oder nur eine Marketingmaschinerie? Enhanced Games vs. Olympische Spiele – Wer macht wo eine Punkt und welche Perspektiven nehmen wir ein, wenn wir urteilen? Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de Das soziale Netzwerk des Sports und die Dyade Schule-Leistungssport Sport in der Spitze oder in der Breite ist als Netzwerks unterschiedlicher Akteur*innen und Erwartungen beobachtbar. Die Bedingungen im Netzwerk stellen eine Grundlage für das Handeln von Athlet*innen dar. Beobachtungen des Netzwerks oder einzelner Teilnetzwerke können zur Sichtbarkeit, Problembeschreibung und -lösung beitragen. Abschlussarbeiten können auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen. Makroebene: Systemkopplungen, z. B. Sport und Wirtschaft, Sport und Medien, Sport und Schule, Sport und Wissenschaft Mesoebene: Institutionskopplung, z. B. Schulen und Vereine, Sportinternate und Schulen, Vereine und Hochschulen Mikroebene: Rollenkopplung, z. B. Lehrertrainer*innen, Sportkoordinator*innen, Wissenschaftsmanager*innen Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de Karrieren im Sport Das Gesellschaftsfeld Sport bietet den Rahmen für unterschiedliche Berufskarrieren: Athlet*innen, Trainer*innen, Schieds- und kampfrichter*innen oder Funktionär*innen. Neben den Möglichkeiten, etwa mit dem Ziel der Selbstverwirklichung, zeigen sich jedoch auch immer z. B. system- oder organisations-, sozial- oder personellbedingte Gründe, warum Karrieren einen besonderen Verlauf haben, unterbrochen oder abgebrochen werden. Der Zugang kann dabei über eine Akteursgruppe (z. B. Athlet*innen) oder über mehrere erfolgen Forschungsansätze könnten etwa in folgenden Fragestellungen liegen: Welche Gründe führen zur Aufnahme einer Karriere im Sport? (z. B. Trainer*innen) Welche Gründe gibt es für die Beendigung von Karrieren und wie können Sie verhindert werden? (z. B. Athlet*innen) Wie verlaufen Bildungskarrieren im Sport und wie können Sie besser gestaltet werden? (z. B. Trainer*innen, Schieds- und kampfrichter*innen, Funktionär*innen) Wie erfolgt Wissenssteuerung im Sport und wie kann Wissen erhalten werden? (z. B. Trainer*innen, Funktionär*innen) Raus aus dem Sport und nun? Welches Wissen aus dem Sport kann in anderen, neuen Wirkungsfeldern eingesetzt werden? Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de Alkohol im und durch Sport Alkohol gehört nicht in den Sport, ist es doch ein Gift, was für den sensiblen Körper, der zur Erbringung mentaler, physiologischer ja gar motorischer Leistungen notwendig ist, schädlich ist. Und doch ist Alkohol überall im Sport. Auf Werbebanden, in der Kabine, ja sogar auf der Spielerbank. Welche Umstände oder gar Rituale führen dazu, dass wider besseres Wissen immer noch im Sport zum Alkohol gegriffen wird? Forschungen zeigen dabei sogar, dass man im Sport sogar den Umgang mit Alkohol kennen lernt? Forschungsansätze lassen sich etwa in folgenden Fragestellungen finden: 12 Jahre nach der „Brettschneider Studie“ – Wie sieht es heute im deutschen Sport aus? Alkoholfrei Sport genießen – Welche Kampagnen gibt es und wie erfolgreich sind diese? Alkohol im und durch Sport – Welche internationale Erkenntnisse gibt es? Alkohol in der Kabine und auf der Bank – Warum wird im Amateursport zur Flasche gegriffen und zum Mittrinken verführt? Alkoholprävention im Sport – Warum verfängt die Gesundheitserzählung nur unzureichend? Alkoholprävention – Welches Vorgehen bräuchte es? Der Sport an der Pulle – Warum der Sport die Sponsorengelder der Alkoholindustrie benötigt. Fans und Alkohol – Warum der Sport seiner Anhänger*innen zum Genuss verführt. Abhängige Fans – Wie geht der Sport mit den verführten um und welche Wege gibt es das jene Fans trotzdem „alkoholfrei Sport genießen“ können. Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de Kleine Worte, große Wirkung - Miteinander Auseinandersetzen im Sport Kommunikation bildet die Grundlage zwischenmenschlichen Wirkens. Neben sportbezogenen Anweisungen haben Aussagen von Trainer*innen auch eine Persönlichkeit entwickelnde Wirkung auf Athlet*innen. Die Worte und den Ausdruck also möglichst passend auszuwählen, um verstanden zu werden, ist die große Kunst der Kommunikation. Trainer*innen oder Übungsleiter*innen sind in dieser Kunst jedoch nur selten geübt. Hier setzen mögliche Forschungsfragen an. Wie lautet das „Einmaleins der Kommunikation für Trainer*innen“ aus der Sicht von erfahrenen Trainer*innen? Unterschiedliche Kommunikation für unterschiedliche Zielgruppen – Wie muss Kommunikation angepasst werden, wenn die Trainingsgruppe wechselt? Welche Besonderheiten besitzt Kommunikation im Training und im Wettbewerb? Wie können Unterbrechungen im Sportwettbewerb sinnvoll für Kommunikation genutzt werden? Wie sollte eine zielgerichtete Kommunikation mit Funktionär*innen gestaltet werden? Wie können Elterngespräch im Sport zielgerichtete gestaltet werden? Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de Return-To-Sport (RTS) Fast alle Sportler*innen verletzen sich im Laufe ihrer spitzensportlichen Karriere. Was folgt sind medizinische und ggf. psychologische Betreuung sowie kriteriengeleitete Tests zum Wiedereinstieg in Training und Wettkampf. Je nach Sportart laufen diese Prozesse unterschiedlich ab und/oder werden von Akteuren unterschiedlich wahrgenommen. Abschlussarbeiten (BA/MA) können interessengeleitet RTS-Prozesse im Spitzensport in den wissenschaftlichen Blick nehmen. Möglich ist eine Untersuchung aus unterschiedlichen Perspektiven (Trainer*in/Sportler*in/Physiotherapeut*in etc.) in unterschiedlichen Sportarten. Die gewählte Methode der Bearbeitung steht in Abhängigkeit zum eigenen Interesse und der daraus selbst zu entwickelnden leitenden Fragestellung. Ansprechpartnerin: Dr. Annika Steinmann, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 506, A.Steinmann@dshs-koeln.de Führungs- und Coachingstile im Sport Führungs- und Coachingstile im Sport unterscheiden sich in Abhängigkeit zu den Akteuren und Rahmenbedingungen (Vereins-/Verbandsstruktur, Leistungsklasse, Sportart etc.). So können sie bspw. mehr oder weniger partizipativ angelegt sein, Verantwortungs- und Zuständigkeitsbereiche variieren. Abschlussarbeiten greifen etablierte Werke (z. B. Hoffmann, 2024; Cachay & Borggrefe, 2015) auf. Sie können darin bspw. exemplarisch untersuchen, wie die Interaktion von Trainer*innen/Coaches mit Athlet*innen methodisch gestaltet wird, um aus Sicht der Beteiligten funktional zu sein. Durchführung: Im Rahmen einer qualitativ-empirisch ausgerichteten BA-/MA-Arbeit sind bspw. Untersuchungen im Feld (Trainings-/Wettkampfbeobachtungen) und leitfadengestützte Interviews mit Trainer*innen/Coaches und Athlet*innen möglich. Ansprechpartnerin: Dr. Annika Steinmann, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 506, A.Steinmann@dshs-koeln.de

  • Studium und Lehre
    Die Soziologie untersucht die Arten und Weisen, wie das menschliche Leben sozial organisiert wird. Sie bedient sich dabei empirischer Forschungsmethoden und Theorien, um das soziale Leben in einem breiten Spektrum von Situationen zu untersuchen. (Joas, H. (2020). Die soziologische Perspektive. In H. Joas & S. Mau (Eds.), Lehrbuch der Soziologie (4., vollständig überarbeitete Aufl, pp. 25–57). Campus, S. 28) Unsere Sprechzeiten Die Sprechzeiten finden Sie im Profil des/der jeweiligen Dozent*in Unser Sportsoziologie Podcast Hier geht es zu unserem Podcast Betreuung Abschlussarbeiten Unsere Lehrtätigkeit schließt auch die Betreuung von Abschlussarbeiten im Bachelor- und Masterstudium ein. Unser Ziel ist es, eine professionelle Betreuung sowie eine hohe Qualität der Abschlussarbeiten zu gewährleisten. Im Betreuungsprozess arbeiten wir mit einem Betreuungsleitfaden und bieten Studierenden ein umfangreiches Informationsangebot zu ihrer Abschlussarbeit inklusive online Portal. Haben Sie Interesse an der Bearbeitung eines sportsoziologischen Themas, schauen Sie sich gerne unser Forschungsprofil in FIS. Die Themenfelder der einzelnen Mitarbeitenden sowie mögliche konkrete Themen haben wir Ihnen hier zusammengestellt. Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Sekretariat oder direkt bei den Mitarbeitenden je nach Thema. Auf professoraler Ebene betreut Prof.in Astrid Schubring Promotion im Bereich Soziologie des Sports. Bei Interesse an einer Promotion in diesem Bereich, wenden Sie sich bitte mit einem Kurzexposé ebenfalls an das Sekretariat der Abteilung. Kontakt Forschungsportal Promotionen Unsere Lehrveranstaltungen Bachelor Basisstudium: Sportsoziologische Inhalte werden in der Vorlesung und in Seminaren zu Verhaltens- und sozialwissenschaftliche Grundlagen vermittelt (Modul BAS2). Schlüsselqualifikationen: In der Vorlesung und sowie in Seminaren zur Methodenkompetenz werden Forschungsmethoden gelehrt (Modul SQ3). BA Sportmanagement und Sportkommunikation: Im wissenschaftlichen Projektseminar kommen Methoden der Sozialforschung zur Anwendung (SMK 13). B.A. Sport- und Bewegungsvermittlung in Freizeit- und Breitensport: Im wissenschaftlichen Projektseminar kommen Methoden der Sozialforschung zur Anwendung (SBV2). B.A. Sport und Gesundheit in Prävention und Therapie: Im Seminar zu Public Health und soziale Grundlagen des Gesundheitssports (SGP1) werden sozialwissenschaftliche Grundbegriffe vermittelt und Beobachtungshaltungen – etwa zu sozialer Ungleichheit – eingeübt. Profilergänzungen: In den Modulen Gender und Diversity im Sport (PE 1.17) sowie Gesundheitssport mit Älteren (PE 2.2) werden sozialwissenschaftliche Betrachtungsweisen eingeübt. Lehramt Schulsport reflektieren und bewerten: Vorlesung und Seminare Wissenschaftliches Denken und Arbeiten im Schulsport (Modul B1) Sozialphänomene verstehen und situativ erfahren und beeinflussen: Vorlesung Sozialisation und soziales Lernen (Modul B5) Master In den sportwissenschaftlichen Masterstudiengängen bringen wir soziologische bzw. sozialwissenschaftliche Perspektiven in die Lehre ein: M.A. International Sport Development and Politics M.A. Rehabilitation, Prävention und Gesundheitsmanagement M.Sc. Sport Management, M.Sc. Human Technology in Sports and Medicine M.Sc. Sport- und Bewegungsgerontologie Promotionsstudium Im Promotionsstudium bieten wir folgende Veranstaltungen an: Wahlmodul Selbständig forschen – Seminar Applied Qualitative Research Methods Fachspezifisches Forschungskolloquium des Instituts für Soziologie und Genderforschung (Promotionsstudierende wenden sich bei Interesse zur Teilnahme bitte an das Sekretariat)

  • Studium und Lehrangebot
    Lehrangebot Die Mitarbeiter des Instituts für Sportgeschichte sind in den verschiedensten Bereichen der Lehre an der Deutschen Sporthochschule vertreten. Bachelor Sportwissenschaftliche Bachelorstudiengänge Basisstudium Vorlesung BAS2 „Sportgeschichte“ (Dr. Ansgar Molzberger) Übung BAS2 „Verhaltens- und Sozialwissenschaften üben“ (Dr. Ansgar Molzberger) B.A. Sport- und Bewegungsvermittlung in Freizeit- und Breitensport Vorlesung SBV4 „Spieltheorien und Spielkonzepte" (Dr. Ansgar Molzberger) Vorlesung SBV9.2.1 „Berufsfeld Freizeit-/ Breitensport“ (Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong) B.A. Sportjournalismus Seminar SPJ5 „Geschichte des Sports in den Medien“ (Dr. Ansgar Molzberger) Profilergänzung (studiengangsübergreifend) PE1.11 „Werte, Wettkampf, Weltereignis: Aktuelle und historische Facetten der Olympischen Spiele“ (Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong & Dr. Ansgar Molzberger) Lehrangebot für Erasmus-Studierende Seminar „Socio-cultural aspects of the Modern Olympic Movement“ (Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong) Master Sportwissenschaftliche Masterstudiengänge M.A. International Sport Development and Politics Vorlesung DEV1 „Historical Aspects" (Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong) Seminar DEV1 „Theories and Key Works in the Social Sciences“ (Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong & Univ.-Prof. Dr. Jürgen Mittag) Seminar DEV1 „Documents Material Based Research Methods in the Humanities" (Dr. Ansgar Molzberger) Seminar DEV4 „Olympic Governance and Olympic Politics in International Contexts“ (Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong) Vorlesung DEV4 „Socio-Cultural Foundations of the Olympic Movement“ (Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong) Seminar DEV7 „Advanced Research Techniques and Research Project“ (Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong, Univ.-Prof. Dr. Jürgen Mittag & Prof. Dr. Karen Petry) Seminar DEV9 „Sport Structures, Facilities and Programmes at the Local and Regional Level“ (Dr. Ansgar Molzberger) Seminar DEV9 „Public Health and Prevention in Political and Cultural Perspective“ (n.n.) Seminar DEV11 „Coaching and Education in Sport“ (Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong) Seminar DEV11 „Public Relations and Communication“ (Dr. Ansgar Molzberger) Seminar DEV11 „Sport Mega Events and Professionalisation“ (n.n.) M.Sc. Sport Management Seminar SMA3: „Olympic Governance and Olympic Politics in International Contexts“ (Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong) Vorlesung SMA3 „Socio-Cultural Foundations of the Olympic Movement“ (Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong) Studiengänge Lehramt Vorlesung BiWi „Historische und gesellschaftliche Voraussetzungen von Erziehung und ihren Institutionen“ (Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong & Dr. Tobias Arenz) Übung B1 „Qualitative Forschungsmethoden im Kontext von Schulsport“ (Dr. Ansgar Molzberger) Vorlesung M3 „Sport und Gesellschaft (Dr. Ansgar Molzberger & Univ.-Prof. Dr. Bettina Rulofs) Seminar M3 „Kulturphänomen Sport“ (Dr. Ansgar Molzberger)

  • Studium & Lehre - Abteilung Philosophie
    Unser Lehrverständnis Wir bieten in unterschiedlichen Studiengängen Veranstaltungen zu den gesellschaftlichen und kulturellen Grundlagen von Sport bzw. Bewegung und den daran beteiligten Institutionen an. Das grundlegende Gestaltungsprinzip ist dasjenige der epistemischen Perspektivität, demzufolge Lern- und Bildungsprozesse durch die Reflexion eingenommener, theoretischer Perspektiven und deren Konfrontation mit anderen Möglichkeiten ausgelöst werden. Die Fokussierung auf Perspektivität macht darauf aufmerksam, dass unser Wahrnehmen, Denken und Handeln unhintergehbar kontingent ist. Dadurch gewinnt man die Möglichkeit, sowohl gegenüber problematischen Ohnmachtserfahrungen sensibel zu werden als auch Spielräume zu entdecken, wie die Teilnahme an Praxiszusammenhängen als etwas Gestaltbares begriffen werden kann. Themen für Abschlussarbeiten Wir bieten eine Betreuung von Abschlussarbeiten in allen Studiengängen an. Die Arbeiten müssen sich nicht mit philosophischen Konzepten auseinandersetzen, aber an einem Verfahren orientiert sein, das auf die Reflexion von Grundannahmen in einem sport- oder bildungswissenschaftlichen Diskurs zielen. Es können vielfältige Themen zum Gegenstand gemacht werden wie z. B. Wandlungsprozesse in modernen Bewegungskulturen, Bildungspotentiale von Sport oder miteinander verquickte Krisen der Gesellschaft und beteiligter Institutionen (Vereine, Verbände, Schule etc.). Digitalität und Selbst Digitalität und Selbst Digitalität ist ein Schlagwort der Stunde, mit dem wir eine relevante Dimension unseres sozialen Miteinanders zu beschreiben und verstehen versuchen. Auf den ersten Blick scheint Digitalität ein Merkmal spezifischer Technologien zu sein, das wir uns zu nutzen machen können (etwa um Lernprozesse zu optimieren). Darüber hinaus zeigt sich in der Diskussion um Digitalität, dass diese eine Dimension unserer kulturellen Ordnung ausmacht, innerhalb derer wir Beziehungen zu uns Selbst, zu Anderen sowie zur Welt eingehen. Im Hinblick auf die Beziehungen zu uns Selbst stellt sich die Frage, welche Formen des subjektiven Auftretens, Verhaltens, Denkens, Fühlens und Handelns durch digitale Technologien ermöglicht und begrenzt werden. Für die Erschließung derartiger Formen bieten sich verschiedene theoretische Zugänge an, die entweder selbst zum Gegenstand der Forschung gemacht werden können (theoretische Forschung) oder aber empirisch-explorative Forschung (z.B. von Selbst-Repräsentationen auf Instagram) anleiten können. Im Rahmen von sogenannten subjektivierungstheoretischen Zugängen (vgl. Alkemeyer, 2014) geht es wesentlich um die Frage, wie Individuen Beziehungen zu sich Selbst, zu Anderen und zur Welt eingehen, die es ihnen ermöglichen, eine Welt (z.B. Instagram-Welt) nicht nur zu reproduzieren, sondern an ihrer Gestaltung auch aktiv teilzuhaben. Eine andere Möglichkeit wäre es, im Kontext von identitätstheoretischen Ansätzen der Wirkung digitaler Kommunikationen auf die Konstruktion der eigenen Identität einzugehen (vgl. Schachtner & Duller, 2013). Einstiegsliteratur Alkemeyer, T. (2014). Subjektivierung in sozialen Praktiken. Umrisse einer praxeologischen Analytik. In T. Alkemeyer, G. Budde & D. Feist (Hrsg.), Selbst-Bildungen. Soziale und kulturelle Praktiken der Subjektivierung (S. 33-68). Transcript. Allert, H., Asmussen, M. & Richter, Ch. (Hrsg.) (2017). Digitalität und Selbst. Interdisziplinäre Perspektiven auf Subjektivierungs- und Bildungsprozesse. Transcript. Schachtner,C. & Duller, N. (2013). Kommunikationsort Internet. Digitale Praktiken und Subjektwerdung. In T. Carstensen, C. Schachtner, H. Schelhowe & R. Beer (Hrsg.), Digitale Subjekte. Praktiken der Subjektivierung im Medienumbruch der Gegenwart (S. 81-154). Transcript. Ansprechpartner: Dr. Tobias Arenz, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Philosophie, HG, Raum 506, T.Arenz@dshs-koeln.de Zur (Un-)Möglichkeit der Herstellung von Bildungsgerechtigkeit Zur (Un-)Möglichkeit der Herstellung von Bildungsgerechtigkeit Die Frage nach der Unmöglichkeit bzw. Möglichkeit von Bildungsgerechtigkeit ist eine Frage, die Wissenschaft und Gesellschaft seit nunmehr über 200 Jahren (mit wechselnder Aufmerksamkeit) beschäftigt. Seit den 2000ern war es vor allem die PISA-Studie, die den nationalen Bildungssystemen ihre Bildungsungerechtigkeiten sehr eindrücklich vor Augen geführt hat, insofern (immer noch) starke Zusammenhänge zwischen sozialer Herkunft oder Geschlecht und Bildungsbeteiligung und Bildungserfolg festgestellt wurden. In der Folge kann man beobachten, wie die Bildungspolitik mit Kompetenzkonzepten, Inklusions-, Digitalisierungsstrategien usw. versucht hat gegenzusteuern. Welche Vorstellungen von Gerechtigkeit und Bildung kommen in diesen Entwicklungen zum Ausdruck? Wo liegen Chancen, wo Grenzen der aktuellen Neubestimmung des Themas der Bildungsgerechtigkeit? „[Das Thema] umfasst philosophische und ethische Fragen zum Begriff der Gerechtigkeit und der Spezifik des Begriffs von Bildungsgerechtigkeit, theoretische und empirische Fragen zu Erscheinungsformen und Ursachen von Bildungsungleichheit, wie sie in der Bildungssoziologie und der empirischen Bildungsforschung gestellt werden, (bildungs-)politische Fragen nach Instrumenten und Maßnahmen, von denen man sich ein ‚Mehr‘ an Bildungsgerechtigkeit verspricht, aber auch Fragen nach dem ‚Ort‘ der Kategorie ‚Bildungsgerechtigkeit‘ im Begründungszusammenhang Allgemeiner Erziehungswissenschaft. All diese Fragen lassen sich zudem sowohl in ihrer historischen Tiefendimension als auch international-vergleichend betrachten.“ (Bellmann 2019, S. 10) Die Frage nach der Unmöglichkeit bzw. Möglichkeit der Herstellung von Bildungsgerechtigkeit verweist auf eine strukturelle Ambivalenz, die auf unterschiedlichen Ebenen in den Blick genommen werden kann: auf der Ebene des Erziehungssystems als einem Teilsystem der modernen Gesellschaft (Welche Probleme sind spezifisch auf das Erziehungssystem zurückzuführen? Wo hängt das Erziehungssystem wie von anderen Teilsystemen wie z.B. der Wirtschaft ab?), auf der Ebene von Organisationen wie Schulen (inklusive ihrer Architekturen, Wissensbestände, Rollenmuster etc.) oder auf der Ebene konkreter Interaktionsbeziehungen wie dem Unterricht oder sportlichem Training. Gemeinsamer Anknüpfungspunkt dieser Ebene ist der Grundsatz, wonach jedem nach seiner Leistung und nicht nach seiner Herkunft, Religionszugehörigkeit, Geschlecht etc. ein Platz im sozialen Gefüge einzuräumen ist (Leistungsprinzip). Die Möglichkeit der Einlösung des Leistungsprinzips ist rechtlich gewährleistet (gleiche Rechte für alle) und dennoch scheint sich so etwas wie Chancengleichheit nicht einzustellen: Was ist hier tatsächlich der Fall und was steckt dahinter? Einstiegsliteratur Bellmann, J. (2019). Bildungsgerechtigkeit als Versprechen. Zur Einleitung in den Band. In J. Bellmannn & H. Merkens (Hrsg.), Bildungsgerechtigkeit als Versprechen. Zur Rechtfertigung und Infragestellung eines mehrdeutigen Konzeptes (S. 9-22). Münster: Waxmann. Bellmannn, J. & Merkens, H. (Hrsg.) (2019). Bildungsgerechtigkeit als Versprechen. Zur Rechtfertigung und Infragestellung eines mehrdeutigen Konzeptes . Münster: Waxmann. Luhmann, N. & Schorr, K. E. (1981). »Wie ist Erziehung möglich? Eine wissenschaftssoziologische Analyse der Erziehungswissenschaft«. Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie, 1 , 37-54. Luhmann, N. & Schorr, K. E. (1988). Reflexionsprobleme im Erziehungssystem . Frankfurt a.M.: Suhrkamp. Pongratz, L. A. & Bünger, C. (2008) Bildung. In H. Faulstich-Wieland & P. Faulstich (Hrsg.), Erziehungswissenschaft. Ein Grundkurs (S. 110-129). Reinbek bei Hamburg: Rowohlt. Ansprechpartner: Dr. Tobias Arenz, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Philosophie, HG, Raum 506, T.Arenz@dshs-koeln.de Rethinking Adorno: Brauchen wir eine „Erziehung des Madigmachens“? Rethinking Adorno: Brauchen wir eine „Erziehung des Madigmachens“? Die Formel der „Erziehung des Madigmachens“ ist von Theodor W. Adorno im Kontext der Frage entworfen worden, wie sich das Prinzip der Mündigkeit in pädagogischen Settings konkretisiert. Ausgehend von der Prämisse, dass die Gesellschaft heteronom eingerichtet ist und die Menschen immerzu betrogen werden, hatte Adorno vorgeschlagen, den jungen Menschen die Welt „madig“ zu machen. So könnte man bspw. gemeinsam Schnulzen ansehen, um den zu Erziehenden die Falschheit und die Ideologie der cinematischen Darstellungen aufzuzeigen. Dabei hatte Adorno selbst auf die Gefahr aufmerksam gemacht, dass solch ein Madigmachen immer auch auf solche Personen treffen wird, deren Anliegen die Verteidigung von Schnulzen o.Ä. ist. In der Konsequenz könnte das Madigmachen dann immer auch in sein Gegenteil, die Bejahung solcher Themen, umschlagen. Für die Kritische Erziehungswissenschaft, die sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts etabliert hat, hat Adorno nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Es stellt sich daher die Fragen, inwiefern es sich lohnen könnte, bestimmte Formeln von Adorno wiederzuentdecken und sie auf gegenwärtige Problemstellungen, z.B. die mit aller Macht verfolgte Digitalisierung, anzuwenden. Einführungsliteratur Adorno, Th. W. (1969). Erziehung zur Mündigkeit. In Ders., Erziehung zur Mündigkeit. Vorträge und Gespräche mit Hellmut Becker 1959 1969 (hg. v. G. Kadelbach; S. 133-147). Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2017. Benner, D. & Brüggen, F. (2004). Mündigkeit. In D. Benner & J. Oelkers (Hrsg.), Historisches Wörterbuch der Pädagogik (S. 687-699). Weinheim, Basel: Beltz. Gelhard, A. (2018). Erziehung zur Leistungsbereitschaft. Über einige normative Voraussetzungen psychologischer Kompetenzkonzepte. In S. Reh & N. Ricken (Hrsg.), Leistung als Paradigma. Zur Entstehung und Transformation eines pädagogischen Konzeptes (S. 251-273). Wiesbaden: Springer VS. Ansprechpartner: Dr. Tobias Arenz, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Philosophie, HG, Raum 506, T.Arenz@dshs-koeln.de Die Gesellschaft des Abenteuer- und Risikosports Die Gesellschaft des Abenteuer- und Risikosports Die Entstehung des Abenteuer- und Risikosports ist eine – verglichen mit den Anfängen des modernen Sports – noch recht junge Entwicklung, die in der Sportwissenschaft vor allem von der Sportsoziologie zum Thema gemacht worden ist. Die Grundfrage der (Sport-)Soziologie lautet dabei immer, wie ist eine soziale Ordnung wie der Abenteuer- und Risikosport möglich. Wie lässt es sich erklären, dass solche sozialen Zusammenhänge entstehen, die sich entlang von Abenteuer und Risiko zusammenhalten? Wie funktionieren solche Ordnungen? Welche Vorstellungen von Individuen (Heldensubjekte, Singularitäten, Egoismus etc.), von Gemeinschaften (lokal/global, exklusiv etc.), von der umfassenden Gesellschaft (Politik, Wirtschaft, Sport, Religion, Kunst etc.) und der Natur (Zusammenhänge zum Klimawandel etc.) werden in solchen Ordnungen erzeugt? Neben sportsoziologischer Literatur ließe sich z.B. auch auf psychologische Konzepte wie das Flow-Konzept zurückgreifen, um die psychischen Prozesse des Abenteuer- und Risikosports zu erklären. Es könnte aber auch darum gehen, nach dem Potential und den Grenzen des Abenteuer- und Risikosports für die Integration in pädagogische Settings zu fragen. Einführungsliteratur Bette, K.-H. (2004). X-Treme. Zur Soziologie des Abenteuer- und Risikosports . Bielefeld: transcript. Csikszentmihalyi, M. (1985). Das Flow-Erlebnis. Jenseits von Angst und Langeweile: im Tun aufgehen . Stuttgart: Klett. Nerlich, M. (1990). Abenteuer. In H. J. Sandkühler (Hrsg.), Europäische Enzyklopädie zu Philosophie und Wissenschaften (S. 25-31). Hamburg: Felix Meiner. Schürmann, V., Mittag, J., Stibbe, G., Nieland, J. U. & Haut, J. (Hrsg.) (2016). Bewegungskulturen im Wandel. Der Sport der Medialen Moderne – Gesellschaftstheoretische Verortungen , Bielefeld: transcript. Stichweh, R. (1995). Sport und Moderne. In J. Hinsching & F. Borkenhagen (Hrsg.), Modernisierung und Sport. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportsoziologie vom 14.-16-9.1994 in Greifswald (S. 13-28). Sankt Augustin: Academia. Ansprechpartner: Dr. Tobias Arenz, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Philosophie, HG, Raum 506, T.Arenz@dshs-koeln.de Gemeinsinn im Sport Gemeinsinn im Sport Der Sport ist ein Teil der Gesellschaft, mit dessen Erfolgsgeschichten aus dem Schul-, Vereins- oder Freizeitsport wir täglich zu tun haben. Gemeinsam fiebern wir mit, bejubeln sportliche Höchstleistungen, feiern Fortschritte, leiden bei Niederlagen. Sport geht uns alle an, in seinen lokalen Ausprägungen, aber auch in seiner globalen Form. Jeder soll sich an jedem Ort der Welt sportlich betätigen und den Sport mit gestalten können. Zugleich bekommt es jedes Engagement mit den Grenzen des Sports zu tun, wenn er ohne Rücksicht auf physische und psychische Unversehrtheit nur auf Leistung und Erfolg setzt, einer blinden Rekordsucht verfällt oder Menschen und sportliche Stile ausschließt. Er ist „nicht besser und schlechter als die Gesellschaftsordnung, der er entstammt und für die er einen Ausgleich darstellt.“ (Plessner 1956). Wollen wir wissen, was den „Gemeinsinn im Sport“ bedroht und was wir für ihn tun können, müssen wir die Frage nach der Gesellschaft, in der wir leben, immer mitlaufen lassen. Mit unserer Arbeit am Gemeinsinn möchten wir deshalb auch einen Beitrag zur Debatte leisten, welchen Sport es in unserer Gesellschaft geben kann bzw. welchen Sport wir eigentlich wollen. Wegweisend ist für uns der olympische Sport, der über seine Charta eine Institution mit Verfassungscharakter geschaffen hat, die jeden Einzelnen dazu aufruft, einen souveränen Lebensstil, eine „philosophy of life“ (Olympic Charter, Fundamental Principle No. 1) mit auszubilden, also unter anderem friedlich, einander würdigend, vorbildlich und verantwortungsbewusst miteinander in den sportlichen Wettkampf zu gehen. Mögliche Forschungsfragen könnten daher lauten: Was soll Gemeinsinn im Sport bedeuten? Wie lässt er sich in bildenden Feldern des Sports praktisch umsetzen? Wie wird der Gemeinsinn gegenwärtig bereits gefördert? Was kann gerade der Sport als Spiegel und Schule der Gesellschaft für die Gesellschaft tun? Was bedroht den Gemeinsinn im Sport? Einführungsliteratur Cachay, K. & Gahai, E. (1989): Brauchen Trainer Pädagogik? In: Leistungssport 19 (1989) 5, 26-30. Gebauer, G. (1988/2009): Zwischen Besitz und Gemeinschaft. Individualismus und Holismus im Sport. In: Paragrana, 2009, Beiheft 4, 36-55 [auch in Gebauer, G. (Hg.). (1988). Körper- und Einbildungskraft. Berlin: Reimer, 191-215; und in Leviathan, Sonderheft 9 (1988), 313-323]. Lenk, H. (1979): ›Mündiger Athlet‹ und ›demokratisches Training‹. Zur Begründung eines Trainingskonzepts. In: H. Gabler et al. (Hg.) (1979): Praxis der Psychologie im Leistungssport. Berlin: Bartels & Wernitz, 483-503. Plessner, H. (1956): Die Funktion des Sports in der industriellen Gesellschaft. In H. Plessner, Gesammelte Schriften (GS), Bd. X (hg. v. Günther Dux, Odo Marquard und Elisabeth Ströker). Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1985, S. 147-166. Schürmann, V. (2006): ›Die schönste Nebensache der Welt‹. Sport als Inszenierung des Citoyen. Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 54 (3), 363-382. Ansprechpartner: Dr. Tobias Arenz, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Philosophie, HG, Raum 506, T.Arenz@dshs-koeln.de Überwachen und Strafen in der Schule Überwachen und Strafen in der Schule Die Schule ist eine Institution, die der pädagogischen Erziehungsfunktion von Kindern und Jugendlichen dient. In der Moderne ist diese pädagogische Funktion mit dem Anspruch konfrontiert, die Kinder und Jugendlichen zur Autonomie, d.h. zur Selbstbestimmung und -gesetzgebung, zu erziehen. Diesen Freiheitsanspruch entdeckt zu haben, ist die Leistung der europäischen Aufklärung. Folgt man der Argumentation von Michel Foucault in Überwachen und Strafen , hat die Aufklärung allerdings nicht nur die Freiheiten entdeckt, sondern auch „die Disziplinen erfunden“ (Foucault 1976, S. 285). Foucault vertritt sogar die Annahme, dass wir seit dem 18. Jahrhundert in einer „Disziplinargesellschaft“ leben, die wesentlich auf Praktiken der Überwachung und Bestrafung basiert. Dabei geht es Foucault zwar im Kern um das Gefängnis, aber auch die Schule gerät als ein zentraler Ort in den Blick, der mit seinen hierarchischen Blicken, normierenden Sanktionen und Prüfungen einen Beitrag zur Disziplinargesellschaft leistet. Man kann sich nun zum einen die Frage stellen, welche gegenwärtigen pädagogischen Praktiken sich mit Überwachung, Bestrafung und Disziplinierung wie verbinden; zum anderen scheint es nach Bernhard E. Harcourt lohnenswert darüber nachzudenken, ob es eine Gesellschaft und damit auch eine Schule ohne Bestrafung geben kann. Einführungsliteratur Barker, D. & Quennerstedt, M. (2017). Power and group work in physical education: A Foucauldian perspective. European Physical Education Review, 23 (3), 339-353. Culpan, I. (2017). Olympism, Constructivism and Foucault’s Technologies of Power: Governmentality at Work. Diagoras: International Academic Journal on Olympic Studies, 1 , 75–94. Foucault, M. (1976). Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses. Frankfurt a.M.: Suhrkamp. Göran Gerdin & Richard Pringle (2022) Towards more equal power relations in physical education: power, resistance and social transformation, Sport in Society, 25:6, 1193 1210 , DOI: 10.1080/17430437.2022.2064108 Hertel, T. (2021). Entziffern und Strafen. Schulische Disziplin zwischen Macht und Marginalisierung . Transcript. Hicourt, B. E. (2020). A world without punishment, beyond the punitive society . Online abrufbar unter http://blogs.law.columbia.edu/abolition1313/bernard-e-harcourt-a-world-without-punishment-beyond-the-punitive-society/?cn-reloaded=1 Lehmann-Rommel, R. (2004). Partizipation, Selbstreflexion und Rückmeldung: gouvernementale Regierungspraktiken im Feld der Schulentwicklung. In N. Ricken & M. Rieger-Ladich (Hrsg.), Michel Foucault: pädagogische Lektüren (S. 261-282). Wiesbaden: VS. Pongratz, L. A. (2004). Freiwillige Selbstkontrolle. Schule zwischen Disziplinar- und Kontrollgesellschaft. In N. Ricken & M. Rieger-Ladich (Hrsg.), Michel Foucault: pädagogische Lektüren (S. 243-259). Wiesbaden: VS. Ricken, N. (2017). Der pädagogische Blick. ZKpH, 11 (1), 173-198. Schrödter, M. (2018). Sind Strafen pädagogisch legitimierbar? Das Beispiel der Strafliegestützt. Vierteljahresschrift für wissenschaftliche Pädagogik, 94 (2018), 313-330. Ansprechpartner: Dr. Tobias Arenz, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Philosophie, HG, Raum 506, T.Arenz@dshs-koeln.de
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Zuletzt aktualisiert: 23.07.2026
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