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  • EPO - Nachweismethode
    Erythropoietin (EPO) - Nachweismethode Das Dopingmittel EPO wurde vor allem durch zahlreiche Missbrauchsfälle im Radsport bekannt. Foto: iStock.com/Sparky2000 Der aktuelle EPO-Nachweis, den die Welt Anti-Doping Agentur (WADA) zulässt, besteht aus einem direkten Nachweis von EPO im Urin bzw. im Blut. Gentechnisch hergestellte EPO-Präparate (rekombinantes EPO) unterscheiden sich vom EPO (endogenes EPO), das im menschlichen Organismus synthetisiert wird, durch eine hohe Heterogenität in den Zuckerketten. Hierbei sind Unterschiede in der Verzweigungsvielfalt der Ketten, der Anzahl an endständigen Sialinsäuregruppen sowie an Sulfatgruppen bekannt. Darüber hinaus existieren rekombinante EPO-Präparate, die Unterschiede in der Aminosäuresequenz (z.B. Darbepoetin) aufweisen bzw. zusätzlich pegyliert (Bindung mit Polyethylenglycol) sind (z.B. CERA). Diese Unterschiede können durch elektrophoretische Trennsysteme analytisch ausgenutzt und zu einer Differenzierung zwecks Dopingnachweis verwendet werden. Bei den elektrophoretischen Methoden kann entweder die IEF-Methode (Isoelektrische Fokussierung), die erstmals von Francoise Lasne für die Dopinganalytik eingeführt wurde, verwendet werden, oder die SDS-PAGE bzw. SAR-PAGE-Methode. Letztere beide Methoden trennen die unterschiedlichen EPO-Formen nach Molekülgrößen auf. SDS-PAGE ist die Abkürzung für englisch: sodium dodecyl sulfate polyacrylamide gel electrophoresis SAR-PAGE ist die Abkürzung für englisch: sarcosyl polyacrylamide gel electrophoresis PDF-Download: Urin-IEF-Methode ___________________________________________________________________ IEF-Gel (Beispiel) Lane 1 - NIBSC (urinäres EPO) Lane 2, 7, 12, 17 - EPO Referenz Standards BRP und NESP (Darbepoetin) Lane 3 bis 6, 8 bis 11, 16, 19 bis 21 - negative Dopingkontrollproben Lane 13 - positiver QC (Qualitätskontrolle, EPO RefStd BRP zugesetzt zu einer Urinprobe) Lane 14 - positive Dopingkontrollprobe (AAF, Adverse Analytical Finding) Lane 15 - negativer QC (Qualitätskontrolle) Lane 18 - Stabilitätstest mit den EPO Referenz STDs BRP und NESP Interpretation der Ergebnisse Der Ausschnitt auf der rechten Seite zeigt die Proben der Lane 12 bis 15 des obigen IEF-Gels. In der Lane 14 wird eine positive Dopingkontrollprobe analysiert. Zur Bewertung der Ergebnisse wird unterhalb der untersten Bande des EPO-Referenz Standards BRP (Lane 2, 7 ,12 ,17) eine Linie (rot) über das gesamte Gel gelegt. Der Bereich unterhalb der roten Line wird als endogener Bereich (endogenous) sowie saurer Bereich (acidic, blaue Linie) und der Bereich oberhalb der roten Linie als basischer Bereich (basic) bezeichnet. Wenn mindestens zwei der Banden oberhalb der roten Linie (basischer Bereich) intensiver sind als die intensivste Bande im endogenen Bereich, dann wird die Probe positiv bewertet. Die Auswertung erfolgt entsprechend dem Technischen Dokument der WADA TD2014EPO. IEF-Gel: EPO-Nachweis, Lane 14 Positive Dopingkontrollprobe SAR-PAGE (Beispiel) Lane 1 bis 3, 6 bis 9, 11 bis 15, 17, 18 - negative Dopingkontrollproben Lane 4, 10, 16 - EPO Referenz Standards a) CERA, b) NESP (Darbepoetin), c) Dynepo Lane 5 - positiver QC (Qualitätskontrolle, EPO RefStd BRP zugesetzt zu einer Urinprobe) Lane 19 - positive Dopingkontrollprobe (AAF, Adverse Analytical Finding) Lane 20 - NIBSC (urinäres EPO) Interpretation der Ergebnisse Für die Interpration der Ergebnisse wird das Rohdatenfile mit einem zertifizierten Auswertprogramm (GASEPO) verarbeitet, wobei alle Banden kontrastoptimiert werden. Durch die Dynepo Referenz Standards wird eine Linie (blau) über das gesamte Gel gelegt. Alle negative Proben zeigen Signale unterhalb dieser Linie, während rekombinate EPO-Präparate ein Signal oberhalb der blauen Linie aufweisen. Bei der positiven Dopingkontrollprobe (Lane 19) wird ein sehr breites Signal sowohl oberhalb als auch unterhalb der blauen Grenzlinie detektiert. Dieses ist ein Zeichen dafür, dass neben rekombinantem EPO auch noch Anteile von endogenem (körpereigenem) EPO in der Urinprobe auffindbar sind. SAR-PAGE - GASEPO Auswertung Lane 1 bis 3, 6 bis 9, 11 bis 15, 17, 18 - negative Dopingkontrollproben Lane 4, 10, 16 - EPO Referenz Standards a) CERA, b) NESP (Darbepoetin), c) Dynepo Lane 5 - positiver QC (Qualitätskontrolle, EPO RefStd BRP zugesetzt zu einer Urinprobe) Lane 19 - positive Dopingkontrollprobe (AAF, Adverse Analytical Finding) Lane 20 - NIBSC (urinäres EPO) Literatur Lasne F and de Ceaurriz J. Recombinant erythropoeitin in urine. Nature, 405 (2000) 635 Artikel in Nature Lasne F(1), Martin L, Crepin N, de Ceaurriz J. Detection of isoelectric profiles of erythropoietin in urine: differentiation of natural and administered recombinant hormones. Anal Biochem. 2002 Dec 15;311(2):119-26. Abstract Reichel C, Abzieher F, Geisendorfer T. SARCOSYL-PAGE: a new method for the detection of MIRCERA- and EPO-doping in blood. Drug Test Anal 1(11-12): 494- 504 (2009) Abstract Reichel C. SARCOSYL-PAGE: A New Electrophoretic Method for the Separation and Immunological Detection of PEGylated Proteins. Methods Mol Biol. 869:65- 79 (2012) Abstract Reichel C., Gmeiner G. (2010) Erythropoietin and Analogs. In: Thieme D., Hemmersbach P. (eds) Doping in Sports: Biochemical Principles, Effects and Analysis. Handbook of Experimental Pharmacology, vol 195. Springer, Berlin, Heidelberg Abstract

  • EPO - Urintest (Artikel 2002)
    EPO - Urintest (Artikel 2002) Machnik M, Biallas B, Schänzer W. Der direkte Nachweis von rekombinantem Erythropoietin (rEPO) in Urin. F.I.T. Wissenschaftsmagazin der Deutsche Sporthochschule Köln, 1 (2002) 29-35

  • EPO_urin_2002.pdf
    Erythropoietin (EPO) ist ein Peptidhormon, das die Produktion roter Blutkörperchen stimuliert (Erythropoiese). Die erhöhte Anzahl im Organismus zirkulierender Erythrozyten hat eine Verbesserung der Sauerstoffaufnahmekapazität des Blutes und damit eine Steigerung der Ausdauerleistungsfähigkeit zur Folge. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verbie- tet seit ca. 12 Jahren den Gebrauch von EPO. Bis zum Jahr 2000 war der analytische Nachweis eines EPO-Missbrauchs mit der Schwierigkeit verbunden, dass das vom Organismus produzierte nicht vom synthetischen gentechnisch herge- stellten EPO zu unterscheiden war, was zur Entwicklung indirekter Nachweismethoden geführt hat. Bei indirekten Methoden zum Nachweis eines EPO-Missbrauchs werden ausgewählte Blutpara- meter (z.B. Hämatokrit, Hämoglobin, Retikulo- zyten) gemessen. Diese Blutparameter müssen folgende Eigenschaften erfüllen: 1. Zur Festlegung eines Normbereiches müssen sogenannte Referenzwerte der Parameter be- kannt sein, die aus einer möglichst großen und repräsentativen Kontrollpopulation (Non user) erhoben und statistisch ausgewertet werden. 2. Eine EPO-Applikation muss signifikante Ände- rungen der ausgewählten Blutparameter her- vorrufen, die quantitativ erfassbar sind. Das Verhalten dieser Blutparameter in Abhängigkeit von einer EPO-Applikation ist in pharmakokinetischen Studien zu untersuchen und zu charakterisieren (Parisotto et al. 2001). Indirekte Methoden haben grundsätzlich den Nachteil, dass die applizierte Substanz nicht nachgewiesen wird. Die Quantifizierung indirekter Parameter und deren Vergleich mit den Refe- renzwerten einer Kontrollpopulation birgt immer das Risiko, dass einzelne von dieser Norm abwei- chende Werte physiologische Ursachen haben können und dennoch zu einem positiven Befund führen (falsch positiver Befund). Auch der umge- kehrte Fall, in dem trotz EPO-Applikation die Blut- parameter innerhalb des Normbereiches liegen, ist möglich, was zu falsch negativen Ergebnissen führt. Die hier vorgestellte Methode zum direkten Nach- weis von rEPO wurde von Francoise Lasne aus Frankreich entwickelt (LASNE/CEAURRIZ 2000; LASNE 2001). Der direkte Nachweis von rEPO basiert auf der isoelektrischen Fokussierung (IEF) von Urinkonzentraten. Grundlage des Tests ist die Unterscheidung von humanem EPO (hEPO), das der menschliche Organismus selber synthetisiert und deshalb auch als körpereigenes bzw. endoge- nes EPO bezeichnet wird, und von rekombinantem EPO (rEPO), das gentechnisch hergestellt wird und als körperfremdes EPO zu betrachten ist. Seit November 2001 wird der Test offiziell von der Medical Commission des Internationalen Olym- pischen Komitees (Olympic Movement Anti- Doping Code) akzeptiert. Strukturmerkmale von EPO EPO ist ein Glykoprotein mit einem Molekül- gewicht von ca. 34-39 kDa. Es besteht aus insge- samt 165 Aminosäuren und 4 Zuckerseitenketten, die ungefähr 40% der Molekülmasse von EPO aus- machen. Von den Kohlenhydratseitenketten sind drei über die Aminosäure Asparagin N-glykosi- disch und eine über die Aminosäure Serin O-gly- kosidisch mit dem Protein verbunden (Abb. 1). Die Varianz des Molekülgewichts von EPO kommt durch die Heterogenität der Zuckerketten zustan- de, die endständig mit Neuraminsäurederivaten (Abb. 2) verknüpft sind. Durch unterschiedliche Längen und Verzweigungen der Ketten lässt sich eine Vielzahl von "Zuckerzweigen" konstruieren, die die Ausprägung aller Isoformen eines EPO- Moleküls bewirken (Abb. 1). Eine Übersichtsarbeit über die Strukturen von Zuckerseitenketten in 29Tanz als Spiel Fußball-Trainer EPO-Doping Handbiken Krebs und Sport Fitness-Sport Der direkte Nachweis von rekom- binantem Erythropoietin (rEPO) in Urin Ein Beitrag von Marc Machnik Bettina Bialas Wilhelm Schänzer Institut für Biochemie Abb. 1: Schematische Darstellung von Erythropoietin. EPO wurde von C.H. HOKKE (1995) veröffentlicht. Da die Glykosilierung von Proteinen speziesspezifisch erfolgt, unter- scheidet sich das Glykosilie- rungsmuster in humanem EPO vom rekombinan- ten EPO anderer Tierspezies, z.B. vom EPO des Hamsters. CHO-Zellen (Chi- nese Hamster Ova- ry) bilden zur Zeit die Hauptquelle für r e k o m b i n a n t e s EPO. Beim rekom- binanten EPO ist die Neuraminsäure zu etwa 95% am Stickstoff acetyliert (= Sialinsäure) und ca. 2% liegen als Glykolylacetyl-Derivat vor (Abb. 2). Der Grad dieser unterschiedlichen Acetylierung und auch die An- und Abwesenheit sogenannter Repeats (immer wiederkehrende Zuckereinheiten) sind verantwortlich für unterschiedliche isoelek- trische Punkte (pI) von humanem und rekom- binantem EPO. Diese Eigenschaft wird analytisch bei der isoelektrischen Fokussierung (IEF) zum EPO-Nachweis ausgenutzt. Isoelektrischer Punkt (pI) und iso- elektrische Fokussierung (IEF) Isoelektrische Punkte treten bei Ampholyten auf, also bei Molekülen, die sowohl eine basische als auch eine saure Gruppierung enthalten. Einfaches Beispiel für Ampholyte sind Aminosäuren. Amino- säuren können sich aufgrund ihrer funktionellen Gruppen positiv, negativ oder neutral verhalten, abhängig vom pH-Wert des umgebenden Me- diums. Bei einem bestimmten pH-Wert liegt das Molekül voll ionisiert vor (Zwitterion), trägt aber in der Summe keine elektrische Ladung. Dieser pH wird als isoelektrischer Punkt bzw. pI bezeichnet (Abb. 3). Proteine, die aus Aminosäuren aufgebaut sind, verhalten sich ähnlich. Außer Säure- und Amino- gruppen beeinflussen auch anderer Struktur- elemente den pI eines Moleküls, z.B. in EPO die Kohlenhydratseitenketten. Der pI ist somit ein charakteristisches Merkmal eines Proteins. Eine Methode, um Proteine nach ihren isoelektri- schen Punkten zu trennen, ist die Elektrophorese (LASNE 2001), hier im speziellen die isoelektrische Fokussierung (IEF). Sie basiert auf der Eigenschaft geladener Proteine, in einem elektrischen Feld zur entgegengesetzt geladenen Elektrode zu wan- dern. Bei der IEF wird in einem Trennmedium, was praktischerweise ein Gel ist, ein stabiler pH- Gradient erzeugt. Die Protein-Mischung wird auf das Gel pipettiert und nach Anlegen eines elektri- schen Feldes wandern die Proteine bis zu dem pH, der ihrem pI entspricht. Bei pH = pI gilt, dass die Nettoladung 0 ist und die Proteine zum Stillstand kommen. Diffundieren die Proteine aus der Zone ihres pI heraus, erhalten sie erneut eine Ladung und werden sozusagen zurückfokussiert (Abb. 5). Daher der Begriff isoelektrische Fokussierung. Probenaufarbeitung und Analyse Die Probenvorbereitung des Urins zur EPO-Be- stimmung beinhaltet eine Mikrofiltration sowie 30 Fitness-Sport Krebs und Sport Handbiken EPO-Doping Fußball-Trainer Tanz als Spiel Abb. 3: Abhängigkeit der Netto- ladung einer Aminosäu- re (Glycin) vom pH- Wert. Der pK1-Wert entspricht dem pH-Wert, bei dem die obige Aminosäure zur Hälfte eine positive Ladung trägt (+NH3-CH2- COOH) und zur anderen Hälfte als neutrales Mo- lekül mit einer positiven und einer negativen La- dung (+NH3-CH2-COO-) vorliegt. Bei pH = pK2 bildet sich ein äquimo- lares Gleichgewicht (gleiche Anzahl von Mo- lekülen) zwischen der Neutralform und der ne- gativ geladenen Vari- ante (NH2-CH2-COO-) aus. Abb. 4: Abhängigkeit der Nettoladung eines Proteins vom pH-Wert. Man beachte, dass Moleküle bei pH-Werten oberhalb ihres pI negativ und bei pH-Werten < pI positiv geladen sind. Abb. 5: Isoelektrische Fokussierung (IEF). Abb. 2: Derivate der Neuramin- säure. R=H=Neuraminsäure; R=COCH3=Sialinsäure; R=COCH2OH=N-Glyco- lylneuraminsäure. zwei Ultrazentrifugationsschritte und ist im Ergeb- nis lediglich eine Konzentrierung der im Urin ent- haltenen Proteine. Nach der Urinkonzentrierung folgt die Trennung von humanem und rekombinan- tem EPO mittels IEF in einem Polyacrylamid-Gel mit geeignetem pH-Gradienten. Die EPO- Isoformen werden durch Anlegen eines elektri- schen Feldes gemäß ihrer pI getrennt. Der Elektrophorese schließt sich ein sogenannter Immunoblot (Immuno-Abdruck) an, bei dem die urinären Proteine auf eine bestimmte Membran (z.B. aus Polyvinylidenfluorid, PVDF) überführt werden. Man erhält so ein Abbild der einzelnen EPO-Banden auf der Oberfläche der PVDF- Membran. Diese Membranen haben den Vorteil, dass sie Proteine (hauptsächlich durch hydropho- be Wechselwirkungen) sehr stark fixieren und sich ansonsten chemisch neutral verhalten. Dadurch, dass sich die EPO-Moleküle an der Membranoberfläche befinden, sind sie leicht zugänglich für Antikörper, die dazu dienen, die EPO-Banden sichtbar zu machen. Zunächst wird ein monoklonaler Anti-EPO- Antikörper (MAK) auf die PVDF-Membran verteilt, der spezifisch an alle vorhandenen EPO-Moleküle bindet, sowohl an rEPO wie hEPO. Andere urinäre Proteine reagieren nicht mit dem Antikörper. Nicht an EPO gebundene MAK können von der Membran gewaschen werden, weil die restliche PVDF-Oberfläche zuvor mit einem unspezifischen Protein (Rinderserumalbumin RSA, Milchpulver- lösungen etc.) blockiert wurde (Abb. 6). Wichtig für den Immunoblot ist der Einsatz hochspezifi- scher MAK gegen EPO. Sobald Kreuzreaktionen zu anderen urinären Bestandteilen stattfinden, ist der Test nicht auswertbar. Die Bindung des Antikörpers an EPO ist reversi- bel, weil sie auf nicht kovalenten Wechsel- wirkungen beruht, und kann so z.B. durch pH- Veränderung rückgängig gemacht werden. Im sauren Milieu ändert der Antikörper die Konfor- mation seiner Bindungsdomäne und beim Anlegen eines elektrischen Feldes dissoziiert der MAK vom EPO-Molekül ab in Richtung Kathode, wo er an eine zweite PVDF-Membrane gebunden wird (Abb. 7). Die EPO-Moleküle sowie andere nicht spezifische urinäre Proteine verbleiben auf der 1. Membran, da die Bindung zu PVDF durch pH- Schwankungen nicht beeinflusst wird. So erhält man ein erneutes Abbild der einzelnen EPO-Banden. Allerdings befinden sich auf der 2. Membran keine EPO-Moleküle, sondern die spezi- fischen monoklonalen Antikörper (MAK). Die Sichtbarmachung der Antikörperbanden er- folgt durch einen zweiten Antikörper (Se- kundärantikörper), der mit dem Anti-EPO-MAK reagiert. Dieser sekundäre Antikörper ist mit spe- ziellen Enzymen gekoppelt (z.B. alkalische Phos- phatase oder Peroxidase), die eine Substrat- umwandlung katalysieren, bei der Chemilumines- zens entsteht. Der Vorteil des zweiten Blots ist die Reduktion des biologischen Untergrundes, da der enzymmarkier- te Sekundärantikörper keine unspezifischen Re- aktionen zu anderen Urinbestandteilen auf der 1. Membran eingehen kann. Außerdem ist eine Sig- nalverstärkung und eine damit verbundene Erhöh- ung der Empfindlichkeit durch Mehrfachbindung der Antikörper-Enzym-Konjugate an den ersten Antikörper (MAK) denkbar. Bei der Chemilumineszensreaktion wird ein spezi- elles Substrat oxidiert und dadurch in einen ener- getisch angeregten Zustand versetzt. Der entste- hende Acridiniumester geht unter Aussendung von Licht in einen stabileren Zustand über (Abb. 9). Das emittierte Licht wird mit einer Spezialkamera gemessen und computer-gestützt ausgewertet. Abb. 10 zeigt ein schematisches Bandenmuster einzelner EPO-Isoformen nach Entwicklung mit- tels einer CCD-Kamera (Charge Coupled Device). Rekombinantes EPO befindet sich in einem Bereich höherer pH-Werte, woraus folgt, dass es aus basischen Isoformen besteht (Spalte A). Spal- te B enthält humanes EPO, welches niedrigere pI- Werte aufweist. 33Tanz als Spiel Fußball-Trainer EPO-Doping Handbiken Krebs und Sport Fitness-Sport Abb. 6: Prinzip eines Immuno-Blots. Abb. 7: Prinzip des zweiten Blottings. Abb. 8: Visualisierung der MAK-Banden. S =Substrat, E = Enzym, P = Produkt. Zur Unterscheidung von rekombinantem und hu- manem EPO dient ein Wert, der saure von ba- sischen Isoformen abgrenzt. Die Festlegung die- ses Grenzwertes (Cut off) orientiert sich an der Bande des rekombinanten EPO mit dem niedrig- sten pI (hier untere Bande der Spalte A). Zusammenfassung und Ausblick Der direkte Nachweis von rekombinantem EPO basiert auf der isoelektrischen Fokussierung in einer Polyacrylamid-Gelmatrix mit pH-Gradient. Dabei werden humane und rekombinante EPO- Moleküle in einem elektrischen Feld voneinander getrennt. Fixierung sowie Visualisierung der ein- zelnen Epo-Banden erfolgen durch einen zweifa- chen Immunoblot, bei dem zuerst die EPO-Mole- küle auf eine PVDF-Membran transferiert und durch spezifische Antikörper markiert werden. Anschließend werden die spezifischen Antikörper auf einer zweiten PVDF-Membran abgebildet und mittels einer Chemilumineszens-Reaktion sichtbar gemacht. Die mit einer Spezialkamera aufgenom- menen Bandenmuster zeigen, dass humanes EPO niedrigere pI-Werte aufweist als rekombinantes, welches aus basischeren Isoformen besteht. Das hier vorgestellte Verfahren eignet sich auch zum Nachweis neuer EPO-Präparate wie Darbepoetin bzw. NESP (Novel Erythropoiesis Stimulating Protein, Handelsname in den USA: Aranesp), da sich die pI-Werte von humanem EPO und NESP voneinander unterscheiden. Grenzen der Methode sind in der aufwendigen und diffizilen Probenbehandlung zu sehen, die die Re- produzierbarkeit von Messergebnissen beeinträch- tigen kann. Aufgrund der sehr geringen Dosierung von EPO sind auch die zu erwartenden Urinkonzen- trationen äußerst gering, weshalb bis dato andere theoretisch mögliche Nachweismethoden wie z.B. LC/MS-Verfahren (Flüssigkeitschromatographie /Massenspektrometrie) und elektrophoretische Verfahren mit MS-Kopplung aufgrund ihrer unzurei- chenden Empfindlichkeit nicht zum Einsatz gekom- men sind. Ansatzpunkte für eine Verbesserung der Empfindlichkeit können spezifische Isolierungs- und Aufkonzentrierungsverfahren für EPO sein, wie z.B. die Immunoaffinitätschromatographie. Literatur bei den Autoren. Glossar Ampholyt Verbindung, die sowohl sauer als auch basisch reagieren kann. Amphotere Verbindung siehe Ampholyt. Antigen Substanz, die von einem Organismus als fremd erkannt wird und dadurch eine spezifische Im- munantwort (Bildung von Antikörpern) auslöst. Antikörper Klasse von Proteinen, die als Antwort des Immun- systems nach Kontakt des Organismus mit einem Antigen (Fremderreger) gebildet werden und mit dem entsprechenden Antigen spezifisch reagie- ren. Blot Verfahren, elektrophoretisch aufgetrennte Prote- ine auf eine bestimmte Membran zu transferieren und zu immobilisieren. CHO Abkürzung für Chinese Hamster Ovary, Quelle für eine in der Gentechnologie vielfach genutzte Zell- linie, die aus dem Ovar einer chinesischen Hams- terart stammt. Erythropoiese Bildung und Reifung von Erythrozyten, Regulie- rung durch EPO. Glykoprotein Protein mit einem kovalent gebundenen Kohlen- hydratanteil. Glykosilierung Knüpfung einer glykosidischen Bindung (z.B. an Proteine), siehe auch N-/ O-glykosidische Bin- dung. 34 Fitness-Sport Krebs und Sport Handbiken EPO-Doping Fußball-Trainer Tanz als Spiel Abb. 9: Prinzipielle Abläufe bei der Chemilumineszens. S = Substrat, E = Enzym, P = Produkt, HRP = Hor- seradish peroxidase. Abb. 10: EPO-Banden nach IEF, Doppel-Blot und Chemilumineszens- Visualisierung. A = rekombinantes EPO aus einem Standard- präparat; B = humanes EPO aus einer negativen Urinprobe; C = rekom- binantes EPO aus einer positiven Urinprobe (vgl. LASNE et al. 2000). hEPO humanes, körpereigenes Erythropoietin HRP Abkürzung für Horseradish Peroxidase. Enzym, das Oxidationsreaktionen katalysiert. Isoelektrische Fokussierung Verfahren zur Trennung von geladenen Makro- molekülen in einem elektrischen Feld mit pH- Gradienten. Isoelektrischer Punkt Bezeichnung für denjenigen pH-Wert einer Lö- sung eines Ampholyten, bei dem seine Netto- ladung gleich null ist. Am isoelektrischen Punkt besteht keine Wanderung im elektrischen Feld. Isoformen von EPO EPO-Moleküle, die sich nur innerhalb der Zuckerseitenketten unterscheiden. MAK Abkürzung für monoklonaler Antikörper. Monoklonaler Antikörper von einem einzigen Zellklon ausgehende homoge- ne und monospezifische Antikörperpopulation. Neuraminsäure Polyhydroxyaminoketosäure, Bestandteil von Gly- koproteinen, trägt zur negativen Ladung der Pro- teine bei. N-glykosidische Bindung Bindungsart, bei der die Hydroxylgruppe eines Saccharids mit dem Stickstoffatom eines Re- aktionspartners (z.B. Protein) unter Wasserab- spaltung reagiert. O-glykosidische Bindung Bindungsart, bei der die Hydroxylgruppe eines Saccharids mit dem Sauerstoffatom eines Re- aktionspartners (z.B. Protein) unter Wasserab- spaltung reagiert. pKA negativer dekadischer Logarithmus der Dis- soziationskonstanten einer Säure. pH pondus hydrogenii, negativer dekadischer Loga- rithmus der Wasserstoffionenkonzentration. Repeats wiederkehrende Zuckereinheiten. rEPO rekombinantes, körperfremdes Erythropoietin Zwitterion Zustand einer amphoteren Verbindung, bei dem die Dissoziation der basischen und sauren Gruppe gleich stark und damit die Summe der Ladungen gleich null ist. 35Tanz als Spiel Fußball-Trainer EPO-Doping Handbiken Krebs und Sport Fitness-Sport Dr. Marc Machnik, geb. 1968 in Grevenbroich, studierte Chemieingenieurwesen mit Fachrich- tung Biotechnologie an der FH Aachen. Im Febru- ar 2000 promovierte er an der Deutschen Sport- hochschule Köln in den Fächern Biochemie und Trainings- und Bewegungslehre. Seit März 2000 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Biochemie. E-Mail: m.machnik@biochem.dshs-koeln.de

  • EPS_neue_PG_21-27.pdf
    European Policy Statement (EPS) ERASMUS+ Erklärung zur Hochschulpolitik Die DSHS wird im Rahmen des ERASMUS+-Programms und der Übersee Austauschaktivitäten mit mehr als 60 Partneruniversitäten, Einrichtungen, Schulen und Unternehmen Aktivitäten im Studierenden- (Auslandstudium/Praktika) und Dozierenden-/ Personalaustausch durchführen. Darüber hinaus wird der Anteil fremdsprachlicher (insbesondere englischsprachiger) Lehrveranstaltungen an der DSHS stetig erhöht und die Einbindung internationaler Studierender in Aktivitäten der DSHS verstärkt. Die DSHS wird durch ihre umfangreichen Aktivitäten ihrem Hochschul-Leitbild als „Europäische Sportuniversität“ noch stärker als bisher gerecht werden. Die Hochschulpartner werden vorranging nach den Studieninhalten und deren Kompatibilität mit den Studiengängen der Deutschen Sporthochschule ausgewählt. Den Studierenden soll es ermöglicht werden, sich im Ausland erzielte Leistungen im Rahmen ihrer Ausbildung anerkennen zu lassen und von einem breiten Studienangebot zu profitieren. Außerdem werden Partner nach Möglichkeiten für Praxis-Seminare oder Forschungsprojekte in Betracht gezogen. Weiterhin werden die bestehenden Partnerschaften mit Gastuniversitäten, die besonders für ERASMUS+- Incomings interessant sind, fortgeführt. Die Partneruniversitäten der DSHS sollen möglichst viele geographischen Gebiete und Sprachen abdecken, so dass individuellen Vorlieben und Interessen der Studierenden bei ihrer Auswahl des Partnerlandes und der Studiensprache nachgekommen und einer möglichst hohen Anzahl an Studierenden ein Auslandssemester ermöglicht werden kann. Besonders Universitäten mit englischsprachigen Angeboten werden bei der Auswahl berücksichtigt, da hier seitens der DSHS-Outgoings die größte Nachfrage besteht. Insgesamt soll allen DSHS-Studierenden die Möglichkeit geboten werden, bei Interesse ein Auslandssemester - sowohl an einer Universität als auch in Form eines Praktikums - absolvieren zu können. Aufgrund begrenzter Plätze an Partneruniversitäten und zur Verfügung stehender Fördermittel werden basierend auf Bewerbungsunterlagen und Auswahlgesprächen die Studierenden mit dem größten Potenzial, Motivation und Engagement ausgewählt. Zielgruppe sind alle am Studium im Ausland interessierten Studierenden (BA/MA/PhD). Ebenso Dozenten und Personal der DSHS, welche in einem europäischen oder internationalen Kontext arbeiten und durch einen Auslandsaufenthalt ihre Kompetenzen erweitern als auch neue Kooperationen oder Projekte erarbeiten können/ wollen. Exzellenz in der sportwissenschaftlichen Forschung ist angesichts globalisierter Wissensmärkte heute nicht mehr regional oder national definiert, sondern international. Ziel der DSHS ist daher, die schon vorhandene weltweite Ausstrahlung der DSHS mit klar sichtbaren und auf hohem Niveau angesiedelten Forschungs- und Lehrstandards zu verbessern, nicht zuletzt um international für die besten Studierenden und Forschenden attraktiver zu werden. Das Selbstverständnis der DSHS als European Sport University begründet eine gestärkte Internationalisierung als strategische Leitlinie. Dabei steht die Förderung der individuellen Profilbildung und Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden durch Mobilität, englischsprachige Lehre, eine transparente Anerkennungspraxis sowie die internationale Vernetzung der DSHS-Wissenschaftler/innen im Fokus. Hierbei richten sich die Aktivitäten an Menschen unterschiedlichen Alters, mit unterschiedlichem sozialen und kulturellen Hintergrund, sowie Menschen mit Behinderungen, chronischen Krankheiten und bildungsbezogenen Herausforderungen. Die Deutsche Sporthochschule Köln strebt die weitere Modernisierung im Rahmen ihres Profils als "Europäische Sportuniversität an: (1) Anhebung des Bildungsgrads Die jeweiligen Bachelor- und Masterabschlüsse sollen durch gezielte Maßnahmen hinsichtlich des Bildungsgrads weiter angehoben werden und somit im internationalen Kontext verstärkte Anerkennung finden. Die jeweiligen Promotionen und Habilitationen an der Sporthochschule Köln werden durch internationale Kooperationen in der Forschung verbessert und werden ein höheres Forschungsniveau erreichen. (2) Verbesserung der Qualität der Hochschulbildung Eine zentrale Arbeitsgruppe sorgt für die permanente Verbesserung der Hochschulangebote. Die entwickelten Qualitätssicherungsinstrumente (Lehrevaluationen, Teaching Analysis Poll - TAP u.a.) werden gegenwärtig und zukünftig flächendeckend eingesetzt und zu einer weiteren Verbesserung der Lehrqualität führen. Dies geschieht unter besonderer Berücksichtigung digitaler Lernplattformen und -konzepten, um barrierefreies, hochwertiges digitales Lernen zu ermöglichen. Dem Wissenstransfer in die Gesellschaft hinein („Third Mission“) wird hierbei Rechnung getragen. (3) Stärkung der Qualität durch Mobilität Die Internationalisierungsstrategie der Hochschule wird weiter intensiv verfolgt und hat in Lehre und Forschung hochschulpolitische Priorität. Durch Gastaufenthalte von anerkannten Wissenschaftlern aus aller Welt wird die Qualität auch in der Lehre kontinuierlich gestärkt. Bei der Mobilität der Studierenden und Lehrenden wird großer Wert auf ein hohes qualitatives Austauschniveau gelegt, unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, beispielsweise auf den Transportwegen. Dies geschieht im Einklang mit dem europäischen Green Deal. Für das Top Up „Green Travel“ wird aktiv geworben. (4) Wissensdreieck Forschung-Bildung-Innovation sind die wesentlichen Elemente der Hochschulentwicklung. Es wird an der Deutschen Sporthochschule Köln verstärkt das Zusammenspiel zwischen Forschungsleistungen und -ergebnissen und deren Einbindung in Lehrkontexte gefordert und gefördert. Durch die Entwicklung von interdisziplinären Forschungsschwerpunkten werden neue Wissenschaftsfelder bearbeitet und innovative Ansätze ausgetauscht. Seit längerem bestehen neben den bisherigen Prorektoraten die für Kommunikation und digitale Transformation sowie Forschung und Transfer. (5) Verbesserung von Steuerung und Finanzierung Die Deutsche Sporthochschule Köln arbeitet stetig an der verbesserten Steuerung durch die zuständigen Gremien (u.a. Senat, Prüfungsamt etc.). Das Rektorat sowie die Verwaltung der Hochschule stehen für eine transparente Steuerung mit Beteiligungsformen aller Interessensgruppen. Die Sicherstellung der Finanzierung und eine transparente Personal- und Mittelvergabe haben oberste Priorität.

  • 04.06.2025
    ERASMUS+ PASS-Projekt | 3. Transnationales Partnertreffen in Kufstein, Österreich
    Die letzten Monate waren aufregend und arbeitsreich für das Projekt „Policy Advocacy in Sport and Society“ (PASS). Anfang April setzte das Konsortium seine Arbeit auf dem dritten transnationalen Partnertreffen in Kufstein, Österreich, fort ( https://lnkd.in/e4NdGk_c ). Das Treffen bot die Gelegenheit, unsere Arbeit abzuschließen, indem wir vielversprechende Praktiken für politische Advocacy-Aktivitäten im Bereich des Sports für Entwicklung sammelten. Die Ergebnisse sind in einem Bericht zusammengefasst, der hier abgerufen werden kann: lnkd.in/eTCcubvv Darüber hinaus wurden auf dem Treffen wichtige Grundlagen für die bevorstehende Entwicklung eines Lehrplans und eines Toolkits gelegt. Dieses Arbeitspaket wird wichtige Materialien und Methoden für Organisationen bereitstellen, die ihre politische Lobbyarbeit in Zukunft ausweiten wollen. Um das PASS-Projekt und die weitere Entwicklung des Lehrplans und des Toolkits für politische Interessenvertretung zu verfolgen, besuchen Sie die PASS-Projektwebseite auf Sportanddev: lnkd.in/erQ3aQYP

  • ERASMUS+ Politische Interessenvertretung für Sport und Gesellschaft (PASS)
    ERASMUS+ Politische Interessenvertretung für Sport und Gesellschaft (PASS) Projektbeschreibung Die europäische Politik, die auf das White Paper Sport von 2011 zurückgeht, hat regelmäßig den potenziellen Beitrag des Sports zu Inklusion, Bildung, Gleichstellung und gemeinsamen Werten hervorgehoben. Vor dem Hintergrund hat der europäische Sportsektor auf diese politischen Ziele reagiert und sich mit ihnen abgestimmt, insbesondere im Rahmen der aufkeimenden Bewegung "Sport für Entwicklung" (SFD), einer Bewegung, die versucht, die Kraft des Sports bewusst zur Förderung einer positiven sozialen Entwicklung einzusetzen. Zu diesem Zweck bieten diese Organisationen häufig sportliche und soziale Aktivitäten an, die darauf abzielen, verschiedene Gruppen zusammenzubringen, die sozialen Beziehungen zu fördern, die Bürgerbeteiligung zu unterstützen und Lebenskompetenzen zu entwickeln. Viele dieser Programme und Aktivitäten stehen jedoch vor einer entscheidenden Herausforderung. Obwohl diese Aktivitäten darauf abzielen, Inklusion, Vielfalt und gemeinsame Werte zu fördern, indem sie oft direkt mit benachteiligten oder Risikogruppen arbeiten, kann ihre Wirkung durch einen Mangel an Abstimmung und Unterstützung seitens der politischen oder institutionellen Akteure in ihren Gemeinschaften beschränkt werden. Dies ist aus zwei Gründen problematisch. Erstens kann es einfach an einem mangelnden Bewusstsein oder einer mangelnden Abstimmung zwischen den jeweiligen Politiken und den durchgeführten Programmen liegen, was wiederum die Wirkung und Nachhaltigkeit des Programms untergräbt. Zweitens können politische Maßnahmen oder Umweltbedingungen innerhalb einer Gemeinschaft den mit den Programmen angestrebten Ergebnissen aktiv entgegenwirken. Politische Lobbyarbeit ist von entscheidender Bedeutung. Zum einen leistet sie einen von der Zivilgesellschaft geleiteten Bottom-up-Beitrag zur Gestaltung relevanter politischer Maßnahmen. Zum anderen trägt sie dazu bei, den wichtigsten Interessengruppen, die die öffentliche Politik beeinflussen können, wichtige, relevante Informationen zur Verfügung zu stellen. Trotz dieser Forderungen gibt es in Europa nur wenig Verständnis oder Unterstützung für politische Interessenvertretung, die Sport und soziale Entwicklung miteinander verbindet. Das Projekt "Policy Advocacy for Sport and Society" (PASS) will diese Lücke schließen, indem es ein umfassendes Paket von Instrumenten und Ressourcen entwickelt, um das Bewusstsein und die Fähigkeit zur politischen Interessenvertretung innerhalb des wichtigen und wachsenden Sektors Sport und soziale Entwicklung zu stärken. Das PASS-Projekt wird europäische Sport- und Sozialentwicklungsakteure unterstützen, damit sie ihre Beteiligung und ihr Engagement im demokratischen Leben intensivieren können, und sie in die Lage versetzen, dieses Engagement zur nachhaltigen Förderung von Bildung, Gleichberechtigung und europäischen Werten im und durch den Sport zu nutzen. Mit anderen Worten, dieses Projekt zielt darauf ab, die Bürgerbeteiligung und das Engagement im demokratischen Leben im Bereich des Sports und der sozialen Entwicklung zu verbessern und dieses verstärkte Engagement wiederum zu nutzen, um für Bildung, Gleichberechtigung und gemeinsame Werte innerhalb der europäischen Gemeinschaften einzutreten und diese zu unterstützen. Mit dem PASS-Projekt sollen diese Ziele insbesondere durch drei miteinander verbundenen Zielen erreicht werden: Darstellung aktueller Praktiken und Herausforderungen im Bereich der politischen Interessenvertretung im europäischen Sport- und Sozialentwicklungssektor. Sensibilisierung für die Vorteile und Praktiken der politischen Interessenvertretung im Sport Aufbau von Kapazitäten und Befähigung der europäischen Sport- und Sozialentwicklungsakteure, sich in der politischen Interessenvertretung zu engagieren Zu diesem Zweck wird sich PASS auf eine große Vielfalt von Partnern stützen (akademische, sportbasierte Netzwerkorganisationen, internationale zivile/staatliche Akteure und umsetzende NGOs), um aktuelle Advocacy-Aktivitäten zu erfassen, bewährte Verfahren zu verstehen und konkrete Instrumente für Anwender*innen bereitzustellen. Februar 2024 - Januar 2027 Mehr erfahren Publikationen Mapping and needs analysis of policy advocacy in sport and society Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse der politischen Interessenvertretung in Sport und Gesellschaft Englischsprachiger Bericht auf https://www.sportanddev.org Evaluation Matrix on Policy Advocacy in Sport and Social Development Bewertungsmatrix zur politischen Interessenvertretung im Bereich Sport und soziale Entwicklung Englischsprachiger Bericht auf https://www.sportanddev.org Projektleitung apl.-Prof. Dr. Karen Petry person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-2310 mail petry(at)dshs-koeln.de Wissenschaftliche Mitarbeit Sally-Ann Jennifer Fischer person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-2900 mail s.fischer(at)dshs-koeln.de Partner arrow_outward Munster Technological University (Ireland) arrow_outward FH Kufstein Tirol (Österreich) arrow_outward United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) (Schweiz) arrow_outward Fair Play Point (Tschechische Republik) arrow_outward Second Chance Sport Association (Ungarn) arrow_outward International Sport and Culture Association (ISCA)/SportandDev.org (Dänemark) Förderin

  • Frauen-Fußballmannschaft bildet einen Kreis.
    08.08.2025
    EU-Projekt „HerForm“ stärkt Athletinnen
    Wie gelingt der Einstieg in den Hochleistungssport? Das EU-Projekt „HerForm“ liefert Antworten – mit einer digitalen Lernplattform, die speziell auf die Bedürfnisse von Athletinnen zugeschnitten ist. Das Psychologische Institut der Deutschen Sporthochschule Köln begleitet das Projekt als zentraler Forschungspartner. Mit dem EU-Projekt „HerForm“ entsteht derzeit eine europaweit einzigartige Online-Plattform, die sich gezielt an Athletinnen richtet, die am Beginn ihrer Karriere im Hochleistungssport stehen. Die Initiative läuft über drei Jahre und wird im Rahmen des Erasmus+ Programms gefördert. Sechs internationale Institutionen - darunter die Deutsche Sporthochschule Köln - bündeln ihre Expertise, um ein digitales Angebot zu entwickeln, das zentrale Lebens- und Karrierefragen von Spitzensportlerinnen behandelt. Dr. Babett Lobinger und Natalie Baumanns aus der Abteilung Leistungspsychologie des Psychologischen Instituts der Sporthochschule begleiten das Projekt. Kernstück der Plattform ist ein rund zehnstündiger videobasierter Online-Kurs, der ab Dezember 2025 kostenlos zur Verfügung stehen wird. Die Inhalte decken fünf Themenfelder ab – von Gesundheit und Work-Life-Balance über Selbstvermarktung bis hin zu Finanzen. Moderiert wird der Kurs von Claire Small, ehemals Rugby-Nationalspielerin Irlands und heute Ärztin und TV-Expertin. Das Lernangebot wird barrierefrei, mehrsprachig und vollständig digital zugänglich sein. Die wissenschaftliche Grundlage für die Entwicklung liefert eine internationale Online-Umfrage unter 132 Athletinnen aus 17 Ländern. Abgefragt wurden 18 zentrale Karriereaspekte. Die Ergebnisse zeigen einen hohen Bedarf an Informationen zu Themen wie Vertragsverhandlungen, Familienplanung oder Wiedereinstieg nach Schwangerschaft. Athletinnen in einer frühen Phase ihrer Karriere fühlten sich dabei zwar gut vorbereitet auf Auslandsreisen, aber weniger gut auf den Übergang in den Profisport. Diese Erkenntnisse flossen direkt in die Ausgestaltung der Kursinhalte ein. Ein wichtiger Meilenstein des Projekts war das Treffen der Partnerinstitutionen an der Deutschen Sporthochschule Köln im Oktober 2023. Dabei wurden erste Umfrageergebnisse vorgestellt und zentrale Themenfelder definiert. Mit dabei: Profibasketballspielerin und DSHS-Doktorandin Lisa Koop, die als Athletinnenvertreterin ihre langjährige Erfahrung einbrachte. Schon jetzt wird ein erster Prototyp des „HerForm Training Hubs“ von Sportorganisationen in Europa und Afrika getestet. Kontakt: Dr. Babett Lobinger

  • Frauen-Fußballmannschaft bildet einen Kreis.
    08.08.2025
    EU-Projekt „HerForm“ stärkt Athletinnen
    Wie gelingt der Einstieg in den Hochleistungssport? Das EU-Projekt „HerForm“ liefert Antworten – mit einer digitalen Lernplattform, die speziell auf die Bedürfnisse von Athletinnen zugeschnitten ist. Die Deutsche Sporthochschule Köln begleitet das Projekt als zentraler Forschungspartner. Mit dem EU-Projekt „HerForm“ entsteht derzeit eine europaweit einzigartige Online-Plattform, die sich gezielt an Athletinnen richtet, die am Beginn ihrer Karriere im Hochleistungssport stehen. Die Initiative läuft über drei Jahre und wird im Rahmen des Erasmus+ Programms gefördert. Sechs internationale Institutionen – darunter die Deutsche Sporthochschule Köln – bündeln ihre Expertise, um ein digitales Angebot zu entwickeln, das zentrale Lebens- und Karrierefragen von Spitzensportlerinnen behandelt. Kernstück der Plattform ist ein rund zehnstündiger videobasierter Online-Kurs, der ab Dezember 2025 kostenlos zur Verfügung stehen wird. Die Inhalte decken fünf Themenfelder ab – von Gesundheit und Work-Life-Balance über Selbstvermarktung bis hin zu Finanzen. Moderiert wird der Kurs von Claire Small, ehemals Rugby-Nationalspielerin Irlands und heute Ärztin und TV-Expertin. Das Lernangebot wird barrierefrei, mehrsprachig und vollständig digital zugänglich sein. Die wissenschaftliche Grundlage für die Entwicklung liefert eine internationale Online-Umfrage unter 132 Athletinnen aus 17 Ländern. Abgefragt wurden 18 zentrale Karriereaspekte. Die Ergebnisse zeigen einen hohen Bedarf an Informationen zu Themen wie Vertragsverhandlungen, Familienplanung oder Wiedereinstieg nach Schwangerschaft. Athletinnen in einer frühen Phase ihrer Karriere fühlten sich dabei zwar gut vorbereitet auf Auslandsreisen, aber weniger gut auf den Übergang in den Profisport. Diese Erkenntnisse flossen direkt in die Ausgestaltung der Kursinhalte ein. Ein wichtiger Meilenstein des Projekts war das Treffen der Partnerinstitutionen an der Deutschen Sporthochschule Köln im Oktober 2023. Dabei wurden erste Umfrageergebnisse vorgestellt und zentrale Themenfelder definiert. Mit dabei: Profibasketballspielerin und DSHS-Doktorandin Lisa Koop, die als Athletinnenvertreterin ihre langjährige Erfahrung einbrachte. Schon jetzt wird ein erster Prototyp des „HerForm Training Hubs“ von Sportorganisationen in Europa und Afrika getestet.

  • EU-application-guideline-master-WS26-27.pdf
    Guidelines Master 26/27 EU Ihre Bewerbung für ein Masterstudium an der Deutschen Sporthochschule (DSHS) Wichtige Informationen/Leitfaden für Bewerber*innen aus EU-Ländern Bitte lesen Sie dieses Dokument sorgfältig und bestätigen danach durch Anklicken der Option “Ich habe den Leitfaden gelesen” im Online Bewerbungsportal E N G L I S H V E R S I O N B E L O W ! Bewerbungszeitraum & Deadline Der Bewerbungszeitraum für das Wintersemester 2026/27 für Bewerber*innen mit einer EU-Staatsangehörigkeit läuft vom 1. Juni bis 15. Juli 2026. Bis zum 15. Juli 2026 um Mitternacht (MESZ, Kölner Zeit) muss die Online-Bewerbung vollständig abgeschlossen und müssen alle erforderlichen Dokumente im System hochgeladen sein. Bewerbungsschluss 15. Juli 2026! EU-Bewerber*innen, die noch kein Studienabschlusszeugnis erhalten haben, bewerben sich bis zum 15.07.2026 online mit allen sonst erforderlichen Bewerbungsunterlagen (als PDF-Upload) und senden nur das Zeugnis über einen Studienabschluss (im Original und beglaubigter Übersetzung) oder alternativ eine Bescheinigung des Prüfungsamtes über das abgeschlossene Studium mit Abschlussnote als PDF-Scan bis zum 31.08.2026 (Ausschlussfrist) an masterbewerbung@dshs-koeln.de Der jeweilige Sprachnachweis (Deutsch bzw. Englisch) kann ebenfalls per E-Mail bis zum 31.08.2026 (Ausschlussfrist) an masterbewerbung@dshs-koeln.de nachgereicht werden. Dabei reicht zunächst ein Screenshot des Accounts mit dem Ergebnis. Nachreichfrist 31. August 2026! Bachelorunterlagen Laut Zulassungsordnung für die Masterstudiengänge an der DSHS müssen Bewerber*innen nachweisen, dass sie ein mindestens sechssemestriges einschlägiges wissenschaftliches Studium erfolgreich absolviert haben bzw. einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss erworben haben. Folgende Dokumente müssen im Bewerbungsprozess hochgeladen werden: Original Bachelorurkunde, auf der die Verleihung des Bachelortitels erwähnt wird Original Bachelorzeugnis/ Transcript of Records mit allen absolvierten Kursen Beglaubigte Übersetzungen der genannten Dokumente, wenn diese nicht bereits auf Deutsch oder Englisch vorliegen Bachelorunterlagen mit Note und Übersetzungen bis zum 15. Juli 2026 hochladen bzw. bis zum 31. August 2026 nachreichen! WICHTIG: Auf mindestens einem der o.g. Dokumente muss die Gesamtabschlussnote oder der GPA oder die Gesamtpunktzahl verzeichnet sein. Ist dies nicht der Fall, muss zusätzlich zu diesen Unterlagen ein offizielles Schreiben der ausstellenden Hochschule beigefügt werden, in dem die Gesamtabschlussnote oder der GPA oder die Gesamtpunktzahl genannt werden. Weiterhin muss die Notenskala der jeweiligen Hochschule aus den Unterlagen hervorgehen. Die Umrechnung ins deutsche Notensystem erfolgt an der DSHS. Guidelines Master 26/27 EU Sprachnachweis Englisch/Deutsch Bewerber*innen für einen englischsprachigen Master müssen besondere Englischkenntnisse nachweisen, indem sie eins der folgenden Testzertifikate (zeitlich unbefristet gültig) hochladen: TOEFL iBT (≥ 95 Punkte), IELTS Academic (≥ 7 Punkte) oder Cambridge Certificate C1 gemäß dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER). „Best Score“- oder „One Skill Retake“-Nachweise werden nicht akzeptiert. Das Zertifikat kann bis zum 31. August 2026 nachgereicht werden. Englische Muttersprachler*innen sowie Absolvent*innen komplett englischsprachiger Bachelorstudiengänge, die an einer Universität eines Mitgliedsstaates der EU oder eines Landes absolviert wurden, dessen offizielle Amtssprache Englisch ist, müssen diesen Nachweis nicht erbringen. Sie müssen einen unterschriebenen persönlichen Brief hochladen, in dem sie erklären, dass sie Muttersprachler*innen sind, oder ein Dokument ihrer Heimatuniversität, in dem bestätigt wird, dass die Unterrichtssprache durchgehend Englisch war. (Letzteres kann auch durch das Bachelorzeugnis nachgewiesen werden, falls die Unterrichtssprache dort erwähnt wird.) Sprachnachweis (Zertifikat, Brief oder Zeugnis) bis zum 15. Juli 2026 hochladen bzw. bis zum 31. August 2026 nachreichen! Bewerber*innen für einen deutschsprachigen Master müssen besondere Deutschkenntnisse nachweisen, indem sie eins der folgenden Testzertifikate hochladen: DSH-2, TestDaF TN4, Telc C1 Hochschule. Das Zertifikat darf nicht älter als zwei Jahre sein und muss bis zum 15. Juli 2026 hochgeladen bzw. bis zum 31. August 2026 nachgereicht werden. Deutsche Muttersprachler*innen müssen einen solchen Nachweis nicht erbringen. Sie müssen einen unterschriebenen persönlichen Brief hochladen, in dem sie erklären, dass sie Muttersprachler*innen sind. Lebenslauf und Motivationsschreiben Bitte beachten Sie, dass Sie bei mehreren Bewerbungen Lebenslauf und Motivationsschreiben für jeden Studiengang hochladen müssen, für den Sie sich bewerben, und zwar immer in der jeweiligen Unterrichtssprache des Studiengangs. Achtung – Weitere wichtige Informationen! Erklärungen Mit “Härtefall” werden Fälle bezeichnet, in denen die Nicht-Zulassung zu einem Studiengang eine außergewöhnliche Härte darstellen würde. Eine außergewöhnliche Härte liegt vor, wenn in der eigenen Person liegende besondere soziale oder familiäre Gründe die sofortige Aufnahme des Studiums zwingend erfordern; d.h. wenn aus den persönlich vorliegenden Gründen eine Verzögerung des Studienbeginns auch nur um ein Semester unzumutbar ist. Bitte stellen Sie nur dann einen Härtefallantrag und reichen entsprechende Nachweise ein, z.B. ein fachärztliches Gutachten, wenn dies tatsächlich auf Sie zutrifft. “Hochschulzugangsberechtigung“ bezeichnet das Abiturzeugnis bzw. ein entsprechendes Dokument, das zum Hochschulzugang berechtigt. “Kaderathlet*in” bezieht sich auf Bewerber*innen, die zu einem Kader eines Bundesfachverbandes des Deutschen Olympischen Sportbundes Guidelines Master 26/27 EU angehören. Die Zugehörigkeit zu einem anderen Nationalkader kann nicht berücksichtigt werden. Zulassungsverfahren Den jeweils aktuellen Stand im Zulassungsverfahren können Sie an den Statusmeldungen im Bewerbungsportal ablesen. Sie erhalten eine E- Mail, wenn sich dieser ändert. Der Status „gültig“ bedeutet dabei zunächst nur, dass Ihre Bewerbung formal alle Kriterien erfüllt und an die Zulassungskommission weitergeleitet wird. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse des Auswahlverfahrens für deutsche und EU-Bewerber*innen ist nicht vor Anfang September 2026 zu rechnen. Die Benachrichtigung erfolgt zu gegebener Zeit per E-Mail über das Bewerbungsportal. Bitte sehen Sie in der Zwischenzeit von diesbezüglichen Rückfragen ab. * Guidelines Master 26/27 EU Your Application for a Master’s Programme at the German Sport University (GSU) Important Points/Guidelines for EU Applicants Please read carefully and confirm by selecting the option “I have read the Guidelines” in the online application portal Application Period & Deadline The application period for the winter semester 2026/27 for applicants with EU citizenship is from June 1 until July 15, 2026. Until July 15, 2026 midnight (CEST, Cologne time) the online application process must be finished entirely and all required documents must be uploaded in the portal. EU applicants who have not yet received a university degree certificate apply online by July 15, 2026 with all other required application documents (as PDF upload) and send only the degree certificate (original and certified translation) or alternatively a certificate of the examination office about the completed studies with final grade as PDF scan by August 31, 2026 (final deadline) to masterbewerbung@dshs-koeln.de The language certificate (German or English) can also be sent by e-mail by August 31, 2026 (final deadline) to masterbewerbung@dshs-koeln.de. In this case, a screenshot of the account with the result is sufficient. Application deadline July 15, 2026! Later submission until August 31, 2026! Bachelor Documents As specified in the admission regulations for the Master’s Degree courses at the German Sport University, applicants must hand in documents proving that they hold a Bachelor degree in a relevant field. The following documents must be uploaded in the application process: Original Bachelor certificate mentioning the conferment of the bachelor title Original Degree transcript/ Transcript of Records with all courses listed Certified translations of the above documents if the originals are not in English or German Upload Bachelor documents with grade and translations by July 15, 2026 or submit later by August 31, 2026! IMPORTANT: Please make sure that your overall final grade, your GPA, and/or your number of points is indicated clearly on at least one of these documents. If that is not the case, you must upload an extra letter by your university stating your final grade/GPA/points. Furthermore, the grading scale of the respective university must be indicated in the documents. The grade conversion into the German grading system is done at the German Sport University. Language Proof English/German Applicants for one of the Master’s programmes taught in English must prove special knowledge of English by one of the following language test certificates (no validity limitation): TOEFL iBT (≥ 95 points), IELTS Academic (≥ 7 points) or Cambridge Certificate at C1 level in accordance with the European Reference Framework for Languages (CEFR). “Best Score” or “One Skill Retake” certificates are not accepted. Upload language proof (certificate, letter or transcript) by July 15, 2026 or submit later by August 31, 2026! Guidelines Master 26/27 EU The certificate can be submitted until August 31, 2026. English native speakers and graduates who have completed an English-language bachelor degree at an EU University or a country whose official language is English are exempt from this duty. They must upload a signed personal letter confirming they are native speakers or a document from their university stating that the teaching language was English. (The latter can also be the degree transcript if the medium of instruction is confirmed there.) Applicants for one of the Master’s programmes taught in German must prove special knowledge of German by one of the following language test certificates: DSH-2, TestDaF TN4, Telc C1 Hochschule. The certificate must not be older than two years and must be uploaded by July 15, 2026, or submitted subsequently by August 31, 2026. German native speakers are exempt from this duty. They must upload a signed personal letter confirming they are native speakers. CV and motivation letter Please note that if you apply for more than one Master’s programme, you must upload your CV and letter of motivation for each programme you are applying for, always in the language of instruction of the respective programme. Further important information – please note! Term Explanations “Hardship case” refers to cases when not being admitted to a study programme would mean exceptional hardship. This is the case if special, above all health-related, social, disability-related or family- related reasons in the person of the applicant compellingly require immediate admission to the course of study. Please make sure you only click this button and hand in appropriate proof, e.g. a specialist medical opinion, if this really applies to you. “University Entrance Qualification“ means your High School Diploma resp. the document that entitles you to access higher education. “Squad member” refers to applicants belonging to any kind of squad of the German Olympic Sports Confederation. Membership in other National Olympic squads cannot be considered. Admission process You can see the current status of the admission process by checking the status messages in the application portal. You will receive an e-mail if your status changes. The status "valid" initially only means that your application formally meets all criteria and will be forwarded to the admission commission. The results of the selection process for German and EU applicants are not expected to be published before the beginning of September 2026. Notification will be made in due course by e-mail via the application portal. In the meantime, please refrain from making enquiries in this regard. *

  • EXER-DIA-KIDS
    Im Rahmen eines Pilotprojekts wird die Integration von körperlicher Aktivität in die Dialysebehandlung bei Kindern und Jugendlichen mit chronischer Nierenerkrankung untersucht. Zum Einsatz kommt ein Exergaming-basierter Trainingsansatz, der über einen speziell entwickelten sitzenden Trainingsprototyp (ICAROS) Bewegung während der Dialyse ermöglicht. Über einen Interventionszeitraum von acht Wochen trainieren die Teilnehmenden zweimal pro Woche unter standardisierten Bedingungen. Primäre Zielgrößen sind Machbarkeit, Akzeptanz und Sicherheit des Trainings sowie potenzielle Effekte auf motorische Leistungsfähigkeit und gesundheitsbezogene Lebensqualität. Kontakt Jun.-Prof. Dr. Thomas Schmidt person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-5075 mail t.schmidt(at)dshs-koeln.de Schnelle erste Eindrücke zum Projekt arrow_outward Kölner Stadtanzeiger arrow_outward WDR-Lokalzeit arrow_outward Publikation Weiterführende Links save_alt Presseinformation Projekt Pdf, 430 KB Download "Presseinformation Projekt"
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Zuletzt aktualisiert: 23.07.2026
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