06.10.2026 | Gleichstellung
Die Kampagne „16 Tage Aktivismus gegen geschlechtsspezifische Gewalt“ wurde 1991 vom Women's Global Leadership Institute ins Leben gerufen und wird seit 2008 von UN Women unter dem Titel „Orange the World“ weitergeführt. Die sogenannten Orange Days beginnen jedes Jahr am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen, und enden am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Der gewählte Zeitraum soll verdeutlichen, dass Frauen sowie andere marginalisierte Gruppen, darunter Trans*-, Inter- und nicht-binäre Personen, besonders häufig von Menschenrechtsverletzungen in Form von interpersonaler und sexualisierter Gewalt betroffen sind. Ziel der Aktionstage ist es, das Thema zu enttabuisieren und dafür zu sensibilisieren.
Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Deutsche Sporthochschule Köln an einer gemeinsamen Initiative im Verbund mit rund 30 Hochschulen und Universitätsklinika des Landes NRW. Die Initiative wurde von der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen und Universitätsklinika des Landes NRW (LaKof) organisiert. Unter dem Motto „Gewalt kommt mir nicht auf den Campus“ soll ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen gesetzt werden.
Unter anderem findet am 01.12.2026 ein Mitsingkonzert des Spoho-Chors „Sportissimo“ mit Liedern von und über starke Frauen statt. Über die Orange Days verteilt finden immer wieder kleinere Aktionen auf dem Campus statt.
Wir laden Sie herzlich ein, die Veranstaltungen zu besuchen und gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen.
Eine Übersicht der Programmpunkte innerhalb der zwei Wochen gibt es hier (weitere Informationen folgen!):
18.00-19.30 Uhr (Online; LaKof)
Wann ist ein Ja eigentlich ein Ja? Und was bedeutet es, wenn jemand nicht Nein sagt, aber auch nicht wirklich Ja? „Nur Ja heißt Ja“ steht für eine Haltung, die sexuelle Selbstbestimmung und gegenseitige Verantwortung in den Mittelpunkt stellt. Gerade beim Dating, Flirten und in Beziehungen ist aber nicht immer alles eindeutig: Erwartungen, Gruppendruck, Alkohol, Unsicherheit oder bestehende Machtverhältnisse können beeinflussen, wie frei eine Entscheidung tatsächlich getroffen wird. Dem gegenüber steht das geltende „Nein heißt Nein“-Modell des Sexualstrafrechts. Doch was bedeutet das konkret – und wo liegen seine Grenzen?
Der Vortrag von Kristina Reuss von der Frauenberatung Meschede nimmt alltägliche Situationen in den Blick, fragt nach gesellschaftlichen Vorstellungen von Sexualität und Geschlechterrollen und zeigt, warum Consent mehr ist als die Frage, ob jemand „Nein“ gesagt hat. Es geht darum, eigene Grenzen wahrzunehmen, die Grenzen anderer zu respektieren und Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Denn Consent ist kein einmaliges Abfragen vor dem Sex. Er entsteht im Miteinander – und kann sich jederzeit verändern. Der Vortrag lädt dazu ein, genauer hinzuschauen: auf unsere eigenen Vorstellungen, auf gesellschaftliche Erwartungen und darauf, wie wir miteinander umgehen wollen.
Der Vortrag wird organisiert vom Gleichstellungsbüro der FH Südwestfalen
Hier geht es zur Anmeldung.
25.11. bis 10.12. (Foyer)
Die Ausstellung des Bündnisses "Gemeinsam gegen Sexismus" bietet ansprechend gestaltete Basisinformationen und Zahlen zu Sexismus, seinen Erscheinungsformen und Auswirkungen. Außerdem erhalten Besucher*innen Hinweise, wie sie selbst Sexismus ganz konkret in ihrem Alltag entgegenwirken können.
10.00-11.00 Uhr (Online; LaKof)
Der Campus ist für Studierende und Mitarbeitende ein wichtiger Alltagsort. Um das Sicherheitsempfinden zu erfragen wurde im Frühjahr eine Befragung an allen drei Standorten der HS Bochum durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Menschen sich sicher fühlen, es aber auch Orte gibt, an denen Menschen sich unsicher fühlen. Dem soll begegnet werden.
Der Vortrag gibt einen Einblick in die Befragungsdaten, wird auf das Thema Sicherheit an Hochschulen und Möglichkeiten zu handeln eingehen sowie Zeit für Diskussionen bieten.
Die Veranstaltung wird organisiert vom Gleichstellungsbüro der Hochschule Bochum.
Zugangslink zur Veranstaltung.
17.00-18.30 Uhr (Online; LaKof)
Anlässlich des Orange Days spricht Dr. Franziska Saxler über psychische Gewalt, Macht und Grenzverletzungen und darüber, warum Gewalt nicht erst dort beginnt, wo sie körperlich sichtbar wird.
Dr. Franziska Saxler ist Psychologin, Autorin, Podcasterin und Psychotherapeutin in Ausbildung. In ihrem Buch Er hat dich noch nicht mal angefasst verbindet sie persönliche Erfahrungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und zeigt, wie subtil psychische Gewalt sein kann, welche Dynamiken hinter Grenzverletzungen und Machtmissbrauch stehen und warum es Betroffenen häufig schwerfällt, die eigenen Erfahrungen als Gewalt einzuordnen.
In der digitalen Veranstaltung verbindet Franziska ausgewählte Passagen aus ihrem Buch mit psychologischen und gesellschaftlichen Perspektiven. Sie spricht darüber, wie Grenzüberschreitungen erkannt werden können, weshalb psychische Gewalt häufig relativiert oder unsichtbar gemacht wird und welche gesellschaftlichen Strukturen dazu beitragen.
Dabei geht es auch um die Frage, wie wir sensibler mit den Erfahrungen Betroffener umgehen können. Warum greifen Aussagen wie „Er hat dich doch gar nicht angefasst“ zu kurz? Und was braucht es, damit Grenzen früher erkannt, ernst genommen und respektiert werden?
Im Anschluss ist das Publikum herzlich eingeladen, eigene Fragen zu stellen und mit Dr. Franziska Saxler ins Gespräch zu kommen.
Der Vortrag wird organisiert vom Gleichstellungsbüro der Universität Paderborn.
Anmeldung: wird noch bekannt gegeben.
17.30-18.45 Uhr (SR95)
Die Vision der Feminist Law Clinic:
Ob Catcalling, Unterhaltsprobleme oder Diskriminierung im Job – Sexismus und Queerfeindlichkeit sind Alltag. Viele von uns erleben sie, viele kennen sie. Doch nur die wenigsten kennen ihre Rechte.
Gerade Themen, die Frauen und queere Personen betreffen, kommen im Jurastudium kaum vor – obwohl sie jeden Tag Realität sind. Wir wollen das ändern. Mit feministischer Rechtsberatung und einer Ausbildung, die gesellschaftliche Realität ernst nimmt.
Die Veranstaltung ist für alle Interessierten geöffnet.
Eine Anmeldung ist nicht nötig!
Referentinnen: Marie Kunz & Ronja Schaefer
12.00-13.30 Uhr (Online; LaKof)
Was tun, wenn der beste Freund seine Partnerin kontrolliert, abwertend über sie spricht oder ihre Grenzen überschreitet? Wie spricht man ihn darauf an, ohne dass das Gespräch schon im ersten Satz scheitert? Gewalt in Partnerschaften passiert auch im eigenen Umfeld. Doch gerade psychische Gewalt und emotionale Manipulation sind oft schwer zu erkennen und anzusprechen. Hier setzt die Kampagne „UNSICHTBAR“ an. Sie richtet sich insbesondere an junge Männer und zeigt, wie sie Grenzüberschreitungen im Freundeskreis ansprechen können. Statt moralischer Appelle bietet sie konkrete Gesprächseinstiege und Anregungen, um aus dem Mitbekommen eine konkrete Ansprache zu machen.
Marius Kowalski stellt die Kampagne vor, die er im Rahmen seiner 2026 abgeschlossenen Masterarbeit im Studiengang Design an der FH Aachen entwickelt hat. Er gibt Einblicke in die Idee und zeigt, wie Freundschaften zur Prävention partnerschaftlicher Gewalt beitragen können.
Der Vortrag wird organisiert vom Gleichstellungsbüro der FH Aachen.
Hier geht es zur Anmeldung.
13.00-14.00 Uhr (Raum folgt)
In diesem Workshop wird das Schutzkonzept der DSHS Köln vorgestellt. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit Fragen zu stellen und Aspekte des Konzeptes zu diskutieren.
Der Workshop ist für alle Interessierten geöffnet.
Anmeldung zum Workshop: a.soellinger(at)dshs-koeln.de
13.15-15.00 Uhr (SR11)
Die Beratungsstelle HennaMond e.V. unterstützt und hilft Mädchen, Frauen und jungen Männern, die von familiärer Gewalt, Zwangsverheiratung, Frühehen, Zwangsverlobung, Genitalverstümmelung und drohendem Ehrenmord betroffen sind. In diesem Workshop geben sie Einblicke in die Themen und in ihre Arbeit.
Anmeldung zur Teilnahme am Workshop: a.soellinger(at)dshs-koeln.de
12.00-14.00 Uhr (Online; LaKof)
Weitere Informationen folgen in Kürze.
18.00 bis 19.00 Uhr (MuFo)
Auch in diesem Jahr findet das Mitsingkonzert des Spoho-Chors „Sportissimo“ unter der Leitung von Elizabeth Schlüssel wieder statt. Im Fokus stehen dabei empowernde Lieder unterschiedlicher Genres.
Der Eintritt ist frei.
14.30-16.00 Uhr (Online; LaKof)
Frauenhäuser sind mehr als Schutzräume. Sie sind Ausdruck feministischer Kämpfe gegen patriarchale Gewalt und gesellschaftliche Machtverhältnisse. Dieser interaktive Vortrag beleuchtet die Geschichte der autonomen Frauenhausbewegung, ihre politischen Errungenschaften und die aktuellen Herausforderungen im Kampf um einen selbstbestimmten und bedarfsgerechten Gewaltschutz mit Fokus auf Köln. Im Anschluss wird es Raum für Fragen, Anmerkungen und gemeinsamen Austausch geben.
Der Vortrag wird organisiert vom Gleichstellungsbüro der TH Köln
Hier geht es zur Anmeldung.
12.00-14.00 Uhr (Online; LaKof)
Die Anwältin für Familienrecht Asha Hedayati liest aus ihrem Buch „Die stille Gewalt“.
Klappentext des Buches: „Mindestens jede vierte Frau erlebt einmal in ihrem Leben Gewalt in der Partnerschaft: wahrscheinlich kennen alle ein Opfer oder einen Täter persönlich. Besonders hart wirkt daneben die stille Gewalt, die von staatlichen Institutionen ausgeht, die die Taten als privaten Konflikt einstufen und viel zu wenig Hilfe leisten. Asha Hedayati, Anwältin für Familienrecht, zeigt in ihrem Buch, wie Polizei, Justiz, Jugendämter und Familiengerichte Frauen alleinlassen, wie sie oft sogar Teil eines gewaltvollen Systems sind. Sie macht deutlich, dass wir die Augen vor diesem Mittstand nicht länger verschließen dürfen. Und dass sich dringend was ändern muss.“
Der Vortrag wird organisiert vom Gleichstellungsbüro der FernUniversität Hagen.
Hier geht es zur Anmeldung.
19.00-20.30 Uhr (MuFo)
Du bist auch wütend auf das Patriarchat? Dann komm im Dezember im Musischen Forum der DSHS vorbei!
FRAGMENTS ist ein Tanztheater der studentischen Tanzkompanie KonTanz an der Universität Konstanz über patriarchale Strukturen und darüber, wie sie Körper, Beziehungen und gesellschaftliche Rollen formen. Im Mittelpunkt steht Macht als ein System, das sich nicht nur durch offene Gewalt zeigt, sondern vor allem durch alltägliche Gesten, Sprache, Erwartungen und Selbstkontrolle immer wieder reproduziert.
Das Stück macht sichtbar, wie diese Logiken Hierarchien erzeugen, Emotionen regulieren und Nähe wie Verletzlichkeit sanktionieren. Die Körper auf der Bühne geraten in ein Spannungsfeld aus Anpassung, Begehren und Widerstand. Sie bewerten, überwachen und korrigieren sich gegenseitig und sich selbst. Dabei wird klar, dass dieses System sowohl von denen getragen wird, die davon profitieren, als auch von denen, die unter seinen Normen leiden.
Tickets: FRAGMENTS am 04.12.2026 in Köln - Rausgegangen Köln
19.00-20.30 Uhr (MuFo)
Du bist auch wütend auf das Patriarchat? Dann komm im Dezember im Musischen Forum der DSHS vorbei!
FRAGMENTS ist ein Tanztheater der studentischen Tanzkompanie KonTanz an der Universität Konstanz über patriarchale Strukturen und darüber, wie sie Körper, Beziehungen und gesellschaftliche Rollen formen. Im Mittelpunkt steht Macht als ein System, das sich nicht nur durch offene Gewalt zeigt, sondern vor allem durch alltägliche Gesten, Sprache, Erwartungen und Selbstkontrolle immer wieder reproduziert.
Das Stück macht sichtbar, wie diese Logiken Hierarchien erzeugen, Emotionen regulieren und Nähe wie Verletzlichkeit sanktionieren. Die Körper auf der Bühne geraten in ein Spannungsfeld aus Anpassung, Begehren und Widerstand. Sie bewerten, überwachen und korrigieren sich gegenseitig und sich selbst. Dabei wird klar, dass dieses System sowohl von denen getragen wird, die davon profitieren, als auch von denen, die unter seinen Normen leiden.
Tickets: FRAGMENTS am 05.12.2026 in Köln - Rausgegangen Köln
19.00-20.30 Uhr (MuFo)
Du bist auch wütend auf das Patriarchat? Dann komm im Dezember im Musischen Forum der DSHS vorbei!
FRAGMENTS ist ein Tanztheater der studentischen Tanzkompanie KonTanz an der Universität Konstanz über patriarchale Strukturen und darüber, wie sie Körper, Beziehungen und gesellschaftliche Rollen formen. Im Mittelpunkt steht Macht als ein System, das sich nicht nur durch offene Gewalt zeigt, sondern vor allem durch alltägliche Gesten, Sprache, Erwartungen und Selbstkontrolle immer wieder reproduziert.
Das Stück macht sichtbar, wie diese Logiken Hierarchien erzeugen, Emotionen regulieren und Nähe wie Verletzlichkeit sanktionieren. Die Körper auf der Bühne geraten in ein Spannungsfeld aus Anpassung, Begehren und Widerstand. Sie bewerten, überwachen und korrigieren sich gegenseitig und sich selbst. Dabei wird klar, dass dieses System sowohl von denen getragen wird, die davon profitieren, als auch von denen, die unter seinen Normen leiden.
Tickets: FRAGMENTS am 06.12.2026 in Köln - Rausgegangen Köln
18.00-19.00 Uhr (Online; LaKof)
Neue Menschen kennenlernen, flirten, chatten, ein erstes Date vereinbaren: Onlinedating eröffnet viele Möglichkeiten und gehört für viele zum Alltag. Gleichzeitig ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, wer hinter einem Profil steckt, wo persönliche Grenzen überschritten werden oder wann aus einem vielversprechenden Kontakt eine unangenehme Situation wird. Wie lässt sich Dating sicherer gestalten – online und beim persönlichen Treffen? Woran lassen sich Warnsignale erkennen, wie können eigene Grenzen geschützt werden und was hilft, wenn sich eine Situation plötzlich nicht mehr gut anfühlt?
Der Vortrag von Lena Sauerland von der Frauenberatung Soest gibt praktische Impulse und stellt konkrete Strategien vor, mit denen sich Risiken reduzieren und eigene Entscheidungen selbstbestimmt treffen lassen. Im anschließenden Austausch ist Raum für Fragen, Erfahrungen und Situationen, die Sie beschäftigen. Denn sicher zu daten bedeutet nicht, misstrauisch durchs Leben zu gehen. Es bedeutet, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen, informierte Entscheidungen zu treffen und sich beim Kennenlernen möglichst wohl und sicher zu fühlen.
Der Vortrag wird organisiert vom Gleichstellungsbüro der FH Südwestfalen.
Hier geht es zur Anmeldung.
12.00-13.30 Uhr (Online; LaKof)
Unsere Gesellschaft wird zunehmend digitaler. Soziale Medien verbinden Menschen, aber viele erleben dort auch Gewalt. Bedrohungen und Beleidigungen finden alltäglich statt. Intime Bilder werden veröffentlicht, Betroffene damit erpresst. Frauen und Mädchen sind von vielen Formen von sexualisierter Gewalt besonders betroffen. Das setzt sich auch in digitalen Räumen fort. In dem Vortrag werden gesellschaftliche Ursachen für die Gewalt besprochen. Es wird auch thematisiert, wie Betroffene unterstützt werden können und wie wir diese Formen von Gewalt in Zukunft verhindern können.
Der Vortrag wird organisiert vom Gleichstellungsbüro der Fachhochschule Dortmund.
Anmeldung: wird noch bekannt gegeben