Erfolgreiches Trainerinnen - Symposium im Rhein Energie Stadion Köln

30.06.2026 | Termine


Einen intensiven Austausch der Wissenschaft mit Sport und Politik zur Situation von Trainerinnen im deutschen Leistungssport gab es am Donnerstag den 2. Juli 2026. Im Rahmen des Trainerinnen-Symposiums im Rhein-Energie-Stadion in Köln kamen Akteurinnen und Akteure zusammen um auf Basis der Forschungsergebnisse des QualiFT-Projektes zu diskutieren, wie die Situation von Trainerinnen verbessert werden kann. 

Am 2. Juli 2026 fand im Rhein-Energie-Stadion das Trainerinnen-Symposium statt, das einen intensiven Austausch von Sport, Politik und Wissenschaft zur Situation von Trainerinnen im deutschen Leistungssport ermöglichte. Das Symposium fand im Rahmen des vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft geförderten Forschungsprojekts „Trainerinnen – Qualifizierung von Frauen für den Trainerberuf“ (QualiFT) unter der Leitung von Prof. Dr. Astrid Schubring und Prof. Dr. Karen Petry statt. Ziel der Veranstaltung war es, nachhaltige Veränderungen im deutschen Sport anzustoßen, indem relevante Stakeholder zusammenkamen, um die Situation von Trainerinnen strategisch zu betrachten. Dabei wurden zentrale Projektergebnisse präsentiert, Handlungsempfehlungen für Politik, Sport und Wissenschaft entwickelt und internationale Ansätze zur Förderung von Frauen im Trainerberuf vorgestellt.

Am Vorabend der Veranstaltung gab es ein Get-Together, und am Haupttag standen zwei hochkarätig besetzte Podiumsdiskussionen in Anlehnung an die Forschungsergebnisse des QualiFT-Projekts im Mittelpunkt. Anschließend folgten Workshops zu Themen wie faire Vergütung für Trainerinnen, Vereinbarkeit von Karriere und Familie sowie Kommunikationsstrategien für Frauen.

Die Grußworte wurden von Dr. Babette Kibele, Leiterin der Abteilung Sport und Ehrenamt des Bundeskanzleramts, und Prof. Dr. Ansgar Thiel, Rektor der Deutschen Sporthochschule Köln, gehalten. Dr. Kibele betonte die Unterstützung der Politik bei der Finanzierung und Trainerausbildung und verwies auf eine weitere Befassung mit dem Thema am 7. Juli im Rahmen der Trainer-Offensive. Prof. Thiel mahnte die geringen Veränderungen in der Förderung von Trainerinnen in den letzten zwanzig Jahren an und betonte die Notwendigkeit, das Potenzial gut ausgebildeter Trainerinnen zu nutzen. Er betonte die Verpflichtung des organisierten Sports, seine Strukturen so anzupassen zu müssen, dass sich alle Menschen mit ihrem Potential voll entfalten können.

In der ersten Podiumsdiskussion wurde von Dr. Babette Kibele die Bedeutung von Vorbildern hervorgehoben. Katja Kosak vom österreichischen Bundesministerium stellte das Gender Trainee-Programm vor und betonte die Notwendigkeit von Systemänderungen in den Fachverbänden in Personalentwicklung. Wiebke Fabinski vom DOSB unterstrich die Relevanz einer bildungspolitischen Anerkennung des Berufsbildes, und Karl Schwarzenbrunner vom Deutschen Eishockey-Bund verwies auf die Notwendigkeit, dass Fachverbände einen Nutzen in der Förderung von Trainerinnen erkennen.

Prof. Schubring präsentierte Best-Practice-Beispiele aus dem internationalen Raum, darunter Quoten in der Schweiz, incentive-basierte Fördergelder in Neuseeland und Sichtbarkeit von Trainerinnen bzw. Storytelling in Australien.

In der zweiten Podiumsdiskussion wurden Strategien zur Stärkung des Berufsbildes Trainerin sowie das Thema Familienvereinbarkeit diskutiert. Holger Hasse (Präsident, Trainer*innen Deutschland) und Lothar Linz (Direktor, Trainer Akademie Köln) betonten die Notwendigkeit struktureller Veränderungen und verbesserter Arbeitsbedingungen. Isabelle Sawade (DTB Teamchefin Rhythmische Sportgymnastik) und Lisa Brennauer (Bund Deutscher Radfahrer) teilten ihre Erfahrungen als Trainerinnen mit Vereinbarkeit von Leistungssport und Familie, während Karin Orgeldinger (Stiftung Deutsche Sporthilfe) und Lea Krüger (Athleten Deutschland) die Unterstützung von Athletinnen auf dem Weg zur Trainerin und die Erhöhung der Attraktivität des Trainerinnenberufs hervorhoben.

In den anschließenden Workshops konnten die Teilnehmenden zwischen drei themenspezifischen Inhalten wählen. Die Ergebnisse wurden im Plenum berichtet, und die Teilnehmenden teilten ihre geplanten Schritte zur Förderung von Frauen in der Trainerinnentätigkeit. Der Tag endete mit einem Ausklang bei kühlen Getränken und Snacks.

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Fotos: Jörn Wolter