15.09.2026 | Institut für Sportdidaktik und Schulsport
Am 10.09.2026 wurden die diesjährigen 20 Absolventinnen und Absolventen der Zusatzqualifikation Sportförderunterricht ausgezeichnet. Elmar Kugel, Dezernent der Bezirksregierung Köln, verlieh feierlich die Zertifikate zur „Befähigung für das Erteilen von Sportförderunterricht“. Die Lehrveranstaltungen wurde von Lena Brack (Institut für Sportdidaktik und Schulsport) und Anke Raabe-Oetker (Institut für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation) geleitet.
Sportförderunterricht ist ein zusätzliches Angebot zum regulären Schulsport. Er richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die besonders von einer ganzheitlichen Entwicklungsförderung profitieren würden. In kleinen Gruppen und ohne Notendruck können sie hier vielfältige Bewegungserfahrungen sammeln. Damit ist der Sportförderunterricht ein wichtiger Baustein zur Erfüllung des Doppelauftrags des Schulsports: der Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur sowie der Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport.
Lehrkräfte, die Sportförderunterricht unterrichten wollen, benötigen eine formale Qualifikation, die an der Sporthochschule von Lehramtsstudierenden kostenlos erworben werden kann. Auch in diesem Semester schließt wieder ein Jahrgang die Zusatzqualifikation ab. Über zwei Semester wurden die Studierenden darauf vorbereitet, Schüler*innen mit unterschiedlichen emotionalen, sozialen und motorischen Bedürfnissen in heterogenen Lerngruppen ganzheitlich zu fördern. Für den Absolventen Adam bedeutet Inklusion in diesem Zusammenhang „nicht, alle Kinder identisch zu behandeln, sondern ihnen die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie benötigen, um erfolgreich am gemeinsamen Sporttreiben teilnehmen zu können.“
Ein zentraler Bestandteil der Qualifikation war die Praxisphase an kooperierenden inklusiven Schulen. Hier hatten die Studierenden die Möglichkeit, förderorientierte Bewegungsangebote eigenständig zu planen, durchzuführen und zu reflektieren. Die Teilnehmenden hoben diesen engen Theorie-Praxis-Transfer als besonders gewinnbringend hervor. Absolventin Sara blick auf die Praxisphase wie folgt zurück: „Die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen und unterschiedliche Methoden auszuprobieren, habe ich als sehr wertvoll empfunden.“ Auch Lilli kann sich „gut vorstellen, an ihrer zukünftigen Schule ein sportförderorientiertes Bewegungsangebot mitzugestalten und damit einen Beitrag zu einer ganzheitlichen Förderung von Kindern zu leisten.“
Die Zusatzqualifikation wird in Kooperation mit der Bezirksregierung sowie inklusiven Schulen durchgeführt und wird einmal pro Semester unter der Leitung von Lena Brack, Anke Raabe-Oetker und Andrea Kurth angeboten werden. Der nächste Block startet im März 2027.
Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation finden Sie auf der Webseite des ZfSb.