Einfluss eines motorisch-kognitiven Trainings auf die kognitive Leistungsfähigkeit, die Cancer-related Fatigue und die Gehirnaktivität bei pädiatrisch-onkologischen Patient*innen in der Akutphase
Dank moderner Therapien liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei krebskranken Kindern und Jugendlichen heute bei rund 82 %. Damit rückt neben der Heilung zunehmend die Lebensqualität in den Fokus. Intensive Krebstherapien gehen häufig mit Nebenwirkungen einher, insbesondere mit kognitiven Beeinträchtigungen und der Cancer-related Fatigue (CRF), die Konzentration, Gedächtnis, Alltag und schulische Entwicklung beeinflussen können.
Hier setzt das Forschungsprojekt ExerBrain (Exercise and Brain) an: Untersucht wird ein mehrwöchiges motorisch-kognitives Training, das Bewegung mit gezielten Denk- und Wahrnehmungsaufgaben kombiniert. Diese Trainingsform soll die neuronale Vernetzung fördern und dadurch die kognitive Leistungsfähigkeit stärken.
Ziel des Projekts ist es, die neurophysiologischen Wirkmechanismen dieses Trainings besser zu verstehen, seine Effekte auf Kognition, Fatigue und Gehirnaktivität zu analysieren und ein altersgerechtes, evidenzbasiertes Bewegungskonzept als festen Bestandteil der Kinderonkologie zu etablieren.
Aktuell - 31.03.2027
Anna-Maria Platschek
Amelie Pientka
Wissenschaftliche Hilfskraft
a.pientka@dshs-koeln.de
Förderung
Das Projekt wird großzügig von der Marga und Walter Boll-Stiftung gefördert.
Kooperationspartner
Univ.-Prof. Dr. Udo Kontny
Leiter Sektion Pädiatrische Onkologie und Stammzelltransplantation
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Universitätsklinikum RWTH Aachen