Einfluss einer einmaligen motorisch-kognitiven Trainingseinheit auf die kognitive Leistungsfähigkeit, die Cancer-related Fatigue und die Gehirnaktivität bei pädiatrisch-onkologischen Patient*innen in der Akutphase
Dank intensiver Forschung hat sich die Prognose von Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert. Dadurch rückt neben der Heilung zunehmend die Lebensqualität in den Fokus von therapeutischen Maßnahmen. Auch Sport- und Bewegungstherapien gewinnen in der pädiatrischen Onkologie an Bedeutung, da sie positive Effekte auf körperlicher, psychischer und sozialer Ebene zeigen.
Besonderer Handlungsbedarf besteht im Bereich therapiebedingter kognitiver Beeinträchtigungen sowie der sogenannten Cancer-related Fatigue (CRF), die mit Erschöpfung, Konzentrations- und Gedächtnisproblemen einhergeht und die Lebensqualität sowie die schulische und berufliche Entwicklung beeinträchtigen kann.
Im Zentrum des ExerBrain (Exercise and Brain) Single Projekts steht eine motorisch-kognitive Intervention, also die gezielte Kombination von Bewegung und gleichzeitiger geistiger Aktivierung. Studien außerhalb der Onkologie zeigen, dass diese Verbindung die neuronale Vernetzung fördern und die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern kann. Das Forschungsprojekt untersucht daher den Einfluss einer einmaligen motorisch-kognitiven Trainingseinheit auf die kognitive Leistungsfähigkeit, die CRF und die Gehirnaktivität von pädiatrisch-onkologischen Patient*innen in der Akutphase. Ziel ist es, neurophysiologische Prozesse besser zu verstehen und Bewegungstherapien gezielt weiterzuentwickeln.
aktuell - 31.05.2027
Anna-Maria Platschek
Annika Limbrock
Wissenschaftliche Hilfskraft
a.limbrock@dshs-koeln.de
Kooperationspartner
Prof. Dr. Dagmar Dilloo
Direktorin der Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Uniklinik Bonn
Förderung
Die Studie wurde durch die hochschulinterne Forschungsförderung der Deutschen Sporthochschule Köln an Dr. Anna-Maria Platschek gefördert. (L-11-10011-277-151000)