HIIT HIFT

Akute Effekte von hoch-intensivem Laufen im Vergleich zu hoch-intensivem funktionellen Training auf neurophysiologische Funktionen (insb. inhibitorische Kontrolle)

Probandin mit Spiromaske und Neurokappe bei einem Squat
Probandin auf Laufband mit Spiromaske und Neurokappe

Projektbeschreibung

Hoch-intensives Intervalltraining (HIIT) im Lauftraining kann nicht nur physiologische Verbesserungen, wie höhere metabolische und kardiologische Adaptationen, einbringen, sondern auch neurophysiologische und -psychologische Vorteile bewirken, wie zum Beispiel eine höhere Ausschüttung neurotropher Faktoren (BDNF), verbesserte kognitive Funktionen und verbesserte Gehirnaktivierungsmuster. Hoch-intensives funktionelles Training (HIFT) beinhaltet dagegen funktionelle mehrgelenkige Bewegungen mit höheren Anteilen von kraft- und koordinativen Elementen. Der aktuelle Trend von HIFT verspricht ein höheres Maß von Beständigkeit und Spaß im Training, niedrigere maximale Herzfrequenzen bei vergleichbarem aeroben, anaeroben und muskulären Ausdauereffekten im Vergleich zu HIIT mit zusätzlichen Vorteilen durch Kraft- und Koordinationstraining für das muskuloskelettale System und die funktionelle Leistung. Aufgrund der geringeren Herzfrequenz könnte HIFT insbesondere für Menschen mit kardiovaskulären und neurologischen Vorerkrankungen von Vorteil sein und weniger Risiken beinhalten. Die Forschungslage hinsichtlich neurophysiologischer und neuropsychologischer Effekte zu HIFT ist jedoch unzureichend.

Das Ziel des Projektes ist es, die Effekte von HIFT- und HIIT-Einheiten auf die Gehirnaktivität, kognitive Leistung und kardiovaskuläre Anforderungen in jungen, gesunden Menschen zu vergleichen. Es wird angenommen, dass beide Trainingsprotokolle die inhibitorische Kontrollfunktion im Gehirn verbessern werden, das HIFT-Protokoll jedoch mit geringerem kardio-vaskulären Stress einhergeht. Auf der Grundlage der Ergebnisse, können evidenz-basierte Verbesserungen von Trainingsempfehlungen abgeleitet werden.

Forschungszeitraum

September 2024 – Dezember 2026

Projektteam

Projektkoordination

Carlos Augusto Allen Puluc 
(M.Sc.) Promotionsstudent

Partner & Förderer

Projektpartner

Dr. Daniel Büchel, Institut für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation, DSHS Köln 

Förderung

Die Studie wurde finanziell unterstützt durch die Hochschulinterne Forschungsförderung der Deutschen Sporthochschule Köln (L-11-10011-278-152000)