Bereits zum vierten Mal hat das Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung im Dezember 2019 ein transnationales Symposium zur Sportentwicklung in China und Deutschland ausgerichtet.
Zu den bisher behandelten Themen gehörten Sportstrukturen, -institutionen und -verbände sowie Veränderungen im Fußball und anderen Sportarten. Ihr Pendant hatten die Symposien in korrespondierenden Veranstaltungen an der Beijing Sport University.
Das Ziel dieser Veranstaltungen besteht darin, Gemeinsamkeiten und Unterschiede, aber auch Wechselwirkungen der Sportentwicklung in China und Deutschland bzw. Europa zu identifizieren, zu beleuchten und zu analysieren. Die Rahmenbedingungen des Symposiums waren schwierig, hatte der 1. FC Köln doch unmittelbar vor Beginn der Tagung seine im November 2016 beschlossene Kooperation mit dem chinesischen Klub FC Liaoning aus politischen Gründen beendet. Im Sinne der Perspektive eines Wandels durch Annäherung vertraten Ausrichter und Mitwirkende der Veranstaltung aber die Anschauung, dass Symposium wie geplant durchzuführen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die beiden Politikfelder Gesundheit und Stadtentwicklung.
Seit der Ankündigung der Agenda „Health China 2030“ durch die chinesische Regierung im Oktober 2016 sind Themen wie Rehabilitation, Prävention und Gesundheitsversorgung, denen in Deutschland bereits seit längerem zentrale Bedeutung zukommt, auch in China ins Blickfeld gerückt. 13 Referentinnen und Referenten aus China, die 10 unterschiedliche Universitäten und Forschungseinrichtungen repräsentierten, berichteten über den aktuellen Stand der Umsetzung und Implementierung sportbezogener Gesundheit.
Deutlich wurde dabei, dass auch in den einzelnen chinesischen Regionen unterschiedliche Strategien und Wege verfolgt werden. Vergleichbares gilt auch für das zweite Themenfeld und den Zusammenhang von Sport und Urbanisierung. Positiv wurde von allen Beteiligten sowohl die in die Tagung eingebettete Key-Note von Prof. Dr. Jürgen Schwark zu Sportgroßereignissen als auch die Posterpräsentation von Nachwuchswissenschaftlern wahrgenommen. Es ist geplant, die wissenschaftlichen Symposien als wichtiges Format in der Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen Sportwissenschaften fortzusetzen.