Die Abteilung Philosophie untersucht die Geschichtlichkeit der modernen Sport- und Bewegungskulturen. Unsere Forschung zielt darauf ab, Kontinuitäten und Wandlungsprozesse gemeinsam geteilter Verständnisse von Personen, ihrer Einbindung in gesellschaftliche Strukturen sowie den damit verbundenen Aspekten der Politisierung und Naturalisierung zu verstehen. In unserer Forschung verbindet sich Begriffsarbeit mit der Ausarbeitung gesellschaftstheoretischer Ansätze, die ihren Ausgangspunkt in den Selbstbeschreibungen des modernen Sports und anderer bewegungszentrierter Erscheinungsformen nehmen. Wichtige Begriffe und Kategorien, mit denen wir in unserer Forschung arbeiten, sind „Fairness“, „Medialität“ oder „Leib/Körper“. Unsere theoretischen Bezugnahmen sind nicht an einer bestimmten philosophischen Schule orientiert, sondern nehmen vielfältige Referenzen wie z. B. aus der politischen Anthropologie, Kritischen Theorie und Bewegungshermeneutik auf.
Die Forschungsschwerpunkte der Abteilung liegen in der politischen Anthropologie, Gesellschaftstheorie, Bewegungshermeneutik, Bildungstheorie und Wissenschaftstheorie. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung einer Gesellschaftstheorie des modernen Sports, die unter dem Titel der Medialen Moderne in den philosophischen und sportwissenschaftlichen Diskurs eingeführt worden ist.