Themen für Abschlussarbeiten

Abteilung Pädagogik

Dire Studierende sitzen mit einem Laptop im Foyer der Deutschen Sporthochschule
Dire Studierende sitzen mit einem Laptop im Foyer der Deutschen Sporthochschule

Allgemeines

Grundsätzlich gilt: An der Abteilung Pädagogik können Sie jedes selbstgewählte Thema bearbeiten. Ein Thema selbst zu wählen, ist ausdrücklich erwünscht. Anregungen dazu finden Sie in den von uns durchgeführten Lehrveranstaltungen und in der wissenschaftlichen Literatur zu diesen Lehrveranstaltungen. Zusätzlich finden Sie zu verschiedenen Themenfeldern regelmäßig wechselnde Vorschläge für konkrete Themen. Methodisch können die Arbeiten vielfältig angelegt sein. Für Bachelor- und Masterarbeiten bieten sich insbesondere Reviews, theoretisch geleitete Analysen, kasuistische Zugänge, Rezensionen, Fallvignetten oder empirische Zugänge an.

Ansprechpartner*innen:

Prof. Dr. David Jaitner: d.jaitner@­dshs-koeln.de

Dr.in Annika Steinmann: a.steinmann@­dshs-koeln.de

Dr. Tino Symanzik: t.symanzik@­dshs-koeln.de

Student lernt mit Laptop in der Bibliothek der Deutschen Sporthochschule

Thematiken Pädagogik


Die Frage, wo Menschen Demokrat*innen werden können, ist eine Schlüsselfrage der modernen Demokratie: als politisches System, Gesellschaftsordnung und Lebensform. Demokratie muss immer wieder von klein auf und bis ins hohe Alter neu gelernt werden und bedarf mündiger Menschen, die sie wertschätzen, mitgestalten und verteidigen. Abschlussarbeiten können sich auf unterschiedlichen Ebenen mit der politisch bildenden und demokratiepädagogischen Bedeutung unterschiedlicher Sport- und Bewegungskulturen beschäftigen. Je nach Interesse können dann die Strukturen oder die verschiedenen Praktiken der Bewegungs- und Sportkultur selbst Thema der Arbeit werden.

 

Ansprechpartner: Prof. Dr. David Jaitner, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 511, d.jaitner@­dshs-koeln.de


Die Frage nach der pädagogischen Dimension von bestimmten Sport- und Bewegungskulturen und -feldern ist leitend für die akademische Sportpädagogik und die Inszenierung von sport- und bewegungspädagogischen Angeboten in unterschiedlichen Settings. Abschlussarbeiten können den spezifischen pädagogischen Wert für ausgewählte Sportarten, Bewegungskulturen oder Bewegungsfelder bestimmen.

 

Ansprechpartner: Prof. Dr. David Jaitner, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 511, d.jaitner@­dshs-koeln.de


Leistung ist ein wesentliches soziales Ordnungsprinzip, das verschiedene sport- und bewegungskulturellen Settings unterschiedlich berührt. Der schulische Sportunterricht beispielsweise ist Teil des formalen Bildungssystems, das auf das Leben im gesellschaftlichen Leistungssystem vorbereiten soll und beständig Leistungsstände erhebt und bewertet, zugleich hat es der Sportunterricht in der Schule mindestens anteilig mit außerschulischen Bewegungsfeldern zu tun, in denen bestimmte Maßstäbe für Leistung maßgeblich eingeschrieben sind. Der sportliche Wettkampf im Leistungs- und Spitzensport beispielsweise folgt einer besonderen Form des institutionalisierten Leistungsvergleichs und wird nicht selten als Prototyp oder pervertiertes Beispiel für das gesellschaftliche Leistungsprinzip herangezogen. Abschussarbeiten können sport- und bewegungskulturellen Settings und dieses aus einer ausgewählten pädagogischen Perspektive betrachten. Als mögliche Bereiche bieten sich an:

  • Möglichkeiten & Wirklichkeiten der Leistungsbewertung im Sportunterricht
  • Traditionelle vs. neue Lern- und Leistungskulturen im Sportunterricht
  • Demokratische Leistungskultur und Leistungsbeurteilung im Sportunterricht
  • Schulische Leistungsbeurteilung in heterogenen Lerngruppen
  • Pädagogische Leistungskultur in sport- und bewegungskulturellen Settings
  • Pädagogisch-didaktische Aspekte von Training im (Nachwuchs-)Leistungs- und Spitzensport
  • Pädagogische Verantwortung der Leistung im (Nachwuchs-)Leistungs- und Spitzensport

 

Ansprechpartner: Prof. Dr. David Jaitner, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 511, d.jaitner@­dshs-koeln.de


Erlebnisse sind in der modernen Gesellschaft allgegenwärtig. Erlebnispädagogische Ansätze greifen die Möglichkeit erlebender Weltzugänge auf und verbinden diese normativ mit Ansprüchen das Erleben zu ändern oder für pädagogische Zwecke zu inszenieren. Abschlussarbeiten können sich dem Themenfeld in unterschiedlicher Weise nähern. Als mögliche Bereiche bieten sich an:

  • Sinnhaftigkeit und Grenzen der Verbindung von Erlebnis und Pädagogik
  • Möglichkeiten & Wirklichkeiten von Erlebnispädagogik in verschiedenen Settings oder Bewegungsfeldern
  • Vergleich verschiedener Konzepte von Erlebnispädagogik
  • Historische Entwicklungslinien der Erlebnispädagogik

 

Ansprechpartner: Prof. Dr. David Jaitner, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 511, d.jaitner@­dshs-koeln.de


Pädagogisches Handeln ist beständig von praktischen Handlungszwängen beeinflusst. Um pädagogisch professionell agieren zu können, hat sich die Idee einer reflektierten Praxis etabliert, die es den pädagogischen Handelnden ermöglicht, Theorie und Praxis wechselseitig zueinander ins Verhältnis zu setzen. Die Kompetenz, pädagogischen Praktiken reflexiv begegnen zu können, ist im Bildungsgang von pädagogischen Professionellen insbesondere in der Phase des Universitätsstudiums verortet. Um eine entsprechende Reflexionskompetenz zu entwickeln, nimmt die Arbeit mit Fällen, d. h. die theoriegeleitete Auseinandersetzung mit selbst erlebten oder stellvertretenden Ausschnitten aus der praktischen Wirklichkeit, einen hohen Stellenwert ein. Abschlussarbeiten können konkreten Fälle aus unterschiedlichen sport- oder bewegungskulturellen Feldern pädagogisch analysieren. Dazu bieten sich beispielsweise ausgewählte pädagogische Grundbegriffe (z. B. Bildung, Erziehung, Unterricht) oder Basiskonzepte (z. B. Macht, Mündigkeit, Üben, Geschlecht) an.

 

Ansprechpartner: Prof. Dr. David Jaitner, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 511, d.jaitner@­dshs-koeln.de


Die Inszenierung von Lerngelegenheiten (z. B. Unterricht, Training) ist eine komplexe Angelegenheit, die in modernen Gesellschaften beständig in der pädagogischen Paradoxie zwischen zukünftiger Freiheit und gegenwärtigem Zwang bedingt ist. Das Prinzip der Lebensweltorientierung geht davon aus, dass Inszenierung von Lerngelegenheiten einen Unterschied macht, was die Adressat*innen in ihrem alltäglichen Leben erfahren und bewegt. Bezüge zur Lebenswelt haben bspw. einen Einfluss darauf, dass Inhalte und Themen für die Lernenden bedeutsam werden, erhöhen die Motivation und fördern damit das Lernen. Abschlussarbeiten können sich empirisch mit den sport- und bewegungskulturellen Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auseinandersetzen oder sich mit der Fragen der gelingenden didaktischen Integration von konkreten Sport- und Bewegungskulturen in formale Bildungssettings auseinandersetzen.

 

Ansprechpartner: Prof. Dr. David Jaitner, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 511, d.jaitner@­dshs-koeln.de


Die Inanspruchnahme von Beratung setzt Freiwilligkeit des/der Rat Suchenden voraus. In der Lehramtsausbildung aber ist sie gem. OVP §10 (4) verpflichtender Bestandteil der überfachlichen Ausbildung (Kernseminar), die dazu beitragen soll, die Referendar*innen bei der Entwicklung ihrer Lehrer*innenrolle zu unterstützen.

Masterarbeiten im Lehramt können POB-C professionstheoretisch untersuchen. Möglich ist es bspw., mittels theoriegeleiteter Interviews Bewertungen von Seminarleitungen mit der Zufriedenheit der Referendar*innen an einem Standort in NRW vergleichend gegenüberzustellen.

 

Ansprechpartnerin: Dr. Annika Steinmann, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 506, a.steinmann@­dshs-koeln.de


Hintergründe: Angelehnt an das systematische Review qualitativer Forschungsarbeiten zu Sport im Strafvollzug von Müller & Mutz (2019) bleiben viele Fragen offen, denen im Rahmen einer Abschlussarbeit nachgegangen werden kann.

In deutschen Gefängnissen sind ca. 63.000Menschen inhaftiert. Sport ist in allen Justizvollzugsgesetzen verankert. In größeren Justizvollzugsanstalten existieren eigene Sportvereine, deren Mitglieder Häftlinge, aber auch Bedienstete sein können. Sport hat viele Funktionen, auch und gerade im Strafvollzug. Doch, wie wird er aus unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen? Gibt es auch negative Auswirkungen? Wie werden die Sportangebote umgesetzt? Welcher pädagogischen Leitidee folgen sie?

Durchführung: Die gewählte Methode der Bearbeitung steht in Abhängigkeit zum eigenen Interesse und der daraus selbst zu entwickelnden leitenden Fragestellung. Ausgangspunkt ist das oben genannte Review, abrufbar unter:DOI 10.1515/sug-2019-0010

 

Ansprechpartnerin: Dr. Annika Steinmann, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 506, a.steinmann@­dshs-koeln.de


Hintergründe: Trainer/innen und Physiotherapeut/innen ordnen im Team mit Spitzensportler/innen regelmäßig gesundheitliche Risiken sportlichen Höchstleistungen unter. Immer wieder aufs Neue muss der Interessenskonflikt zwischen dem System des Hochleistungssports und dem Medizinsystem gelöst werden. Besonders Entscheidungen bezüglich der Einsatzfähigkeit von verletzten Athlet/innen provozieren Konfliktpotenzial. Wie werden diese systembedingten Konflikte von den Athlet/innen wahrgenommen? Wie gehen Athlet/innen damit um?

Durchführung: Auf  Basis einer qualitativen Untersuchung (Leitfadeninterview) soll die Zusammenarbeit von Trainer/innen und Physiotherapeut/innen im Spitzensport aus der Sicht von Athlet/innen untersucht werden.

Die Abschlussarbeit umfasst die selbstständige Kontaktaufnahme zu Athlet/innen, die Konzipierung des Interviewleitfadens, die Durchführung der Interviews (n=5-7) sowie die Aufbereitung der Daten, um die eigens formulierte Forschungsfrage systematisch beantworten zu können.

Literatur zum Einstieg: https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Aktuelles/Publikationen_und_Berichte/Publikationen/IMPULSE/IMPULSE-01-2023-DS.pdf (S. 42-47)

 

Ansprechpartnerin: Dr. Annika Steinmann, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 506, a.steinmann@­dshs-koeln.de


Die Enhanced Games, als Gegenentwurf zu den Olympischen Spielen konzipiert, wurden mehrfach verschoben und sollen nun 2026 in Las Vegas (USA) stattfinden (https://www.enhanced.com/). Erste Athletinnen und Athleten haben ihre Teilnahme zugesagt. Geplant sind Wettkämpfe in Schwimmen, Leichtathletik und Gewichtheben. Besonderheit ist die ärztlich begleitete Nutzung leistungssteigernder Substanzen und Methoden, die im konventionellen Wettkampfsport als Doping gelten. Ziel ist es, menschliche Leistungsgrenzen durch biomedizinische Verfahren zu überschreiten. Die Veranstalter werben mit Millionenprämien und Boni für Weltrekorde.

Abschlussarbeiten (BA/MA) können interessengeleitet das geplante Event in den wissenschaftlichen Blick nehmen. Mögliche Themenfelder sind bspw. Fragen nach potentieller Präventionsnotwendigkeit, nach Präventionsstrategien für verschieden Zielgruppen, Bedeutung der Enhanced Games für den Sport.

 

Ansprechpartnerin: Dr. Annika Steinmann, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 506, a.steinmann@­dshs-koeln.de


Das Phänomen der Influencer findet sich auch im Bereich der Medizin. Auf Social-Media-Plattformen wird von sog. Medfluencern Inhalt zu medizinischen Themen veröffentlicht. Ihre Ziele sind neben Aufklärungswunsch, Vermarktung von Produkten oder Leistungen. Doch was zeichnet Medfluencer aus, über welches Fachwissen verfügen sie und inwiefern übernehmen sie neben juristischer ggf. auch pädagogische Verantwortung?

Durchführung: ImRahmen einer qualitativ-empirisch ausgerichteten BA-/MA-Arbeit kann interessengeleitet in diesem thematischen Feld geforscht werden. Denkbar sind bspw. inhaltsanalytische Auswertungen von Social-Media-Kanälen oder leitfadengestützte Interviews mit Medfluencern und Usern

 

Ansprechpartnerin: Dr. Annika Steinmann, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 506, a.steinmann@­dshs-koeln.de


Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) soll zu einer chancengerechten Entwicklung, die ein Leben in Frieden und ein dauerhaft tragfähiges Ökosystem ermöglicht, beitragen. Das ist das Ziel der gleichnamigen UNESCO-Bildungskampagne. Wie in anderen Gesellschaftsbereichen entgeht somit auch an den Sport der Auftrag, Bildungsziele, Lehrpläne etc. an die Prämissen von BNE und das Themenspektrum Nachhaltigkeit auszurichten. Fragestellungen für Abschlussarbeiten könnten z. B. sein:

  • Aktuelle Herausforderungen für eine Global Citizenship Education. Ist die Bildung einer planetarischen Weltgemeinschaft im Anthropozän bereits gescheitert?
  • BNE in Trainingsplänen und -programmen; Schulprogrammen und -Leitbildern; Lehrplänen
    • Warum wird BNE in der Erwachsenenbildung des Sports, z. B. der Trainer*innenbildung kaum bis selten berücksichtigt und was muss passieren, damit sich das ändert?
    • BNE und Schule – Warum Wissen allein nichts nützt, wenn das Handeln ausbleibt.
  • Best-Practice Modelle
    • BNE in unterschiedlichen Schulformen ländlicher und städtischer Lage und was andere daraus lernen können
    • BNE in Vereinen und Verbänden und was andere daraus lernen können.

 

Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de


Nachhaltigkeit ist im Gesellschaftsfeld Sport ein zentrales Thema der Gegenwart. Sporttreiben in planetaren Ruinen bringt für Sportvereine bzw. -verbände und in jenen handelnden Personen vielfältige Herausforderungen. Als tradierte Organisationsformen sind Sportinstitutionen dabei eher struktur- und statuserhaltend denn innovativ und transformativ. Da jedoch die Zeit drängt, sind in allen Bereichen des Sports neue Konzepte und Handlungsweisen notwendig. Als Forschungsgegenstand in Abschlussarbeiten ist Nachhaltigkeit im Sport damit auf vielfältigen Ebenen im Spitzen, - Leistungs- und Breitensport interessant:

  • Nicht das auch noch! Möglichkeiten der Attraktivitätssteigerung des Themas Nachhaltigkeit für die Implementation in Sportvereine/-verbände und Schulen
  • nachhaltige Sportstätten
  • nachhaltige Sportveranstaltungen
  • Ball und Trikot endlich nachhaltig - Sportkleidung und Ausrüstung neue Wege in der Beschaffung
  • nachhaltiger Transport zum Training und zum Wettbewerb
  • Terminkalender nachhaltig konzipiert
  • Nachhaltigkeitskultur in Vereinen- und Verbänden etablieren
  • Nachhaltigkeitsnetzwerk im eigenen Verein – Positionen vernetzen, Personen begeistern
  • Nachhaltigkeitsnetzwerk in Verband bzw. Liga etablieren

 

Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de


In allen Sportarten und -disziplinen gelten Trainer*innen neben den Athlet*innen als wichtige Sozialfigur in der Generierung von sportlicher Leistung durch eben je Athlet*innen. In dieser Rolle sind Sie vielfältigen Herausforderungen ausgesetzt. Dabei sind die Berufsbedingungen oftmals prekär. Als Forschungsgegenstand in Abschlussarbeiten sind Trainer*innen damit auf vielfältigen Ebenen interessant:

  • Rollen und Rollenspiel – Beziehungen zu Akteuren im Sportnetzwerk, z. B. Athlet*innen; Funktionär*innen, Trainer*innenteams
  • Trainer*innen in der Zwickmühle – Wenn aus Leidenschaft Selbstaufgabe wird oder gar werden muss.
  • Elterntrainer*innen – besondere Herausforderungen in der Gestaltung des Rollenwechsels
  • Berufsbedingungen – Warum ist es heute immer noch nicht besser als früher?
  • Personalentwicklung – Wie können Trainer*innenkarrieren begleitet und gestaltet werden?
  • Trainer*innen und Übungsleiterinnen – Warum sind sie so schwer zu finden bzw. zu halten?
  • Geschlossenen Gesellschaft – fehlende Diversität im Trainer*innenpersonal
  • Trainer*innen-Dropout in unterschiedlichen Sportarten – Warum scheiden Trainer*innen aus? Welche Probleme erwachsen daraus und welche Konsequenzen hat das für Trainer*innen, Vereine/Verbände und Athlet*innen?
  • Wissen und Wissenssicherung für Vereine/Verbände durch Trainer*innendropout

 

Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de


Trainer*innen durchlaufen in ihrer Karriere ein umfangreiches Aus- und Fortbildungsprogramm, was anders als in anderen Berufen ständig aktualisiert werden muss. Manche Trainer*innen und Übungsleiter*innen hingegen übernehmen jedoch auch ohne jegliche Lehrgänge und Lizenzen diese Funktionen. Ihr Wissen basiert in diesen Fällen zumeist auf Erfahrungswissen. Forschungsansätze liegen etwa in folgenden Bereichen:

  • Fehlende Aus- und Fortbildung – Viele Trainer*innen haben keinerlei Lehrgänge im Sport besucht und arbeiten lediglich auf der Basis von Erfahrungswissen.
    • Wie viele Trainer haben keine (gültige) Lizenz?
    • Welche Gründe führen dazu, Lizenzen nicht vorhanden sind und was musste passieren, um den Anteil an Trainer*innen mit Lizenz zu erhöhen?
  • Trainer*innenbildung heute: Herausforderungen in einer sich ändernden Bildungslandschaft
  • Referenten in der Trainer*innenbildung – Voraussetzungen, Rolle und Herausforderungen
  • Lehrgänge und Kompetenzorientierung – Wie steht es um die Kompetenzorientierung in den Ausbildungscurricula und setzen die Referent*innen dieses auch um?

 

Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de


Schieds- und Kampfrichter*innen stehen oft im Mittelpunkt sportlicher Wettbewerbe. Sie werden selten bejubelt und häufig beschimpft. Schieds- und Kampfrichter*innen, was diese besondere Drucksituation angeht eine hohe Resilienz zu besitzen. Wo kommt diese her und was können andere Akteure im Sport davon lernen? Und dennoch sind es auch diese Bedingungen, die dazu führen, dass an vielen Stellen auch der Nachwuchs fehlt. Forschungsansätze könnten etwa in folgenden Fragestellungen liegen:

  • Wo steht die Schieds- und Kampfrichter*innenbildung aktuell und welche Herausforderungen müssen bewältigt werden?
  • Das prallt an mir ab. – Was kann man von Schieds- und Kampfrichter*innen in Bezug auf Resilienz lernen?
  • Ohne sie geht es nicht, doch sie werden immer weniger: Was muss passieren, um die Position des Schieds- und Kampfrichter*innen im Netzwerks des Sports (wieder) attraktiv zu machen?
  • Karriereentwicklung im Schieds- und Kampfrichter*innenwesen – Welche Potenziale und Hürden gibt es?

 

Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de


Sport produziert Erfolge und Misserfolge. Dies kann unterschiedliche Ausprägungen von abweichenden Verhalten zur Folge haben; Doping, Korruption, Spielmanipulation, Betrug oder Gewalt. Hier eine Naht am Skisprunganzug mehr, da ein Fässchen Kölsch, damit das Spiel in der Kreisliga C „richtig“ ausgeht. Abweichung ist normal oder doch nicht und was macht das mit dem moralischen Verständnis von Werten in Sport und Gesellschaft. Abschlussarbeiten in diesem Themenfeld können etwa dazu beitragen, Situationsbeschreibungen vorzunehmen, Probleme herauszuarbeiten, Lösungsansätze zu entwickeln und ggf. Konsequenzen für pädagogisches Handeln darzustellen.

  • Ein Fässchen Bier für ein schlechtes Spiel – Verschiebung und Bestechung im Amateursport
  • Ist doch nur eine Naht – Welche Auswirkungen hat Betrug im Sport auf andere Akteure im Sport (z. B. Zuschauer, Kontrahenten, Teamkameraden)
  • Gendoping nicht mehr in aller Munde – Warum das einstige Schreckgespenst aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden ist, oder täuscht das nur?
  • Trends und Tendenzen von Doping im Sport und was das für die Zukunft des dopingfreien Sports bedeutet.
  • Enhanced Games – Der nächste Schritt der Evolution oder nur eine Marketingmaschinerie?
  • Enhanced Games vs. Olympische Spiele – Wer macht wo eine Punkt und welche Perspektiven nehmen wir ein, wenn wir urteilen?

 

Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de


Sport in der Spitze oder in der Breite ist als Netzwerks unterschiedlicher Akteur*innen und Erwartungen beobachtbar. Die Bedingungen im Netzwerk stellen eine Grundlage für das Handeln von Athlet*innen dar. Beobachtungen des Netzwerks oder einzelner Teilnetzwerke können zur Sichtbarkeit, Problembeschreibung und -lösung beitragen. Abschlussarbeiten können auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen.

  • Makroebene: Systemkopplungen, z. B. Sport und Wirtschaft, Sport und Medien, Sport und Schule, Sport und Wissenschaft
  • Mesoebene: Institutionskopplung, z. B. Schulen und Vereine, Sportinternate und Schulen, Vereine und Hochschulen
  • Mikroebene: Rollenkopplung, z. B. Lehrertrainer*innen, Sportkoordinator*innen, Wissenschaftsmanager*innen

 

Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de


Das Gesellschaftsfeld Sport bietet den Rahmen für unterschiedliche Berufskarrieren: Athlet*innen, Trainer*innen, Schieds- und kampfrichter*innen oder Funktionär*innen. Neben den Möglichkeiten, etwa mit dem Ziel der Selbstverwirklichung, zeigen sich jedoch auch immer z. B. system- oder organisations-, sozial- oder personellbedingte Gründe, warum Karrieren einen besonderen Verlauf haben, unterbrochen oder abgebrochen werden. Der Zugang kann dabei über eine Akteursgruppe (z. B. Athlet*innen) oder über mehrere erfolgen Forschungsansätze könnten etwa in folgenden Fragestellungen liegen:

  • Welche Gründe führen zur Aufnahme einer Karriere im Sport? (z. B. Trainer*innen)
  • Welche Gründe gibt es für die Beendigung von Karrieren und wie können Sie verhindert werden? (z. B. Athlet*innen)
  • Wie verlaufen Bildungskarrieren im Sport und wie können Sie besser gestaltet werden? (z. B. Trainer*innen, Schieds- und kampfrichter*innen, Funktionär*innen)
  • Wie erfolgt Wissenssteuerung im Sport und wie kann Wissen erhalten werden? (z. B. Trainer*innen, Funktionär*innen)
  • Raus aus dem Sport und nun? Welches Wissen aus dem Sport kann in anderen, neuen Wirkungsfeldern eingesetzt werden?

 

Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de


Alkohol gehört nicht in den Sport, ist es doch ein Gift, was für den sensiblen Körper, der zur Erbringung mentaler, physiologischer ja gar motorischer Leistungen notwendig ist, schädlich ist. Und doch ist Alkohol überall im Sport. Auf Werbebanden, in der Kabine, ja sogar auf der Spielerbank. Welche Umstände oder gar Rituale führen dazu, dass wider besseres Wissen immer noch im Sport zum Alkohol gegriffen wird? Forschungen zeigen dabei sogar, dass man im Sport sogar den Umgang mit Alkohol kennen lernt? Forschungsansätze lassen sich etwa in folgenden Fragestellungen finden:

  • 12 Jahre nach der „Brettschneider Studie“ – Wie sieht es heute im deutschen Sport aus?
  • Alkoholfrei Sport genießen – Welche Kampagnen gibt es und wie erfolgreich sind diese?
  • Alkohol im und durch Sport – Welche internationale Erkenntnisse gibt es?
  • Alkohol in der Kabine und auf der Bank – Warum wird im Amateursport zur Flasche gegriffen und zum Mittrinken verführt?
  • Alkoholprävention im Sport – Warum verfängt die Gesundheitserzählung nur unzureichend?
  • Alkoholprävention – Welches Vorgehen bräuchte es?
  • Der Sport an der Pulle – Warum der Sport die Sponsorengelder der Alkoholindustrie benötigt.
  • Fans und Alkohol – Warum der Sport seiner Anhänger*innen zum Genuss verführt.
  • Abhängige Fans – Wie geht der Sport mit den verführten um und welche Wege gibt es das jene Fans trotzdem „alkoholfrei Sport genießen“ können.

 

Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de


Kommunikation bildet die Grundlage zwischenmenschlichen Wirkens. Neben sportbezogenen Anweisungen haben Aussagen von Trainer*innen auch eine Persönlichkeit entwickelnde Wirkung auf Athlet*innen. Die Worte und den Ausdruck also möglichst passend auszuwählen, um verstanden zu werden, ist die große Kunst der Kommunikation. Trainer*innen oder Übungsleiter*innen sind in dieser Kunst jedoch nur selten geübt. Hier setzen mögliche Forschungsfragen an.

  • Wie lautet das „Einmaleins der Kommunikation für Trainer*innen“ aus der Sicht von erfahrenen Trainer*innen?
  • Unterschiedliche Kommunikation für unterschiedliche Zielgruppen – Wie muss Kommunikation angepasst werden, wenn die Trainingsgruppe wechselt?
  • Welche Besonderheiten besitzt Kommunikation im Training und im Wettbewerb?
  • Wie können Unterbrechungen im Sportwettbewerb sinnvoll für Kommunikation genutzt werden?
  • Wie sollte eine zielgerichtete Kommunikation mit Funktionär*innen gestaltet werden?
  • Wie können Elterngespräch im Sport zielgerichtete gestaltet werden?

 

Ansprechpartner: Dr. Tino Symanzik, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 505, t.symanzik@­dshs-koeln.de


Fast alle Sportler*innen verletzen sich im Laufe ihrer spitzensportlichen Karriere. Was folgt sind medizinische und ggf. psychologische Betreuung sowie kriteriengeleitete Tests zum Wiedereinstieg in Training und Wettkampf. Je nach Sportart laufen diese Prozesse unterschiedlich ab und/oder werden von Akteuren unterschiedlich wahrgenommen.

Abschlussarbeiten (BA/MA) können interessengeleitet RTS-Prozesse im Spitzensport in den wissenschaftlichen Blick nehmen. Möglich ist eine Untersuchung aus unterschiedlichen Perspektiven (Trainer*in/Sportler*in/Physiotherapeut*in etc.) in unterschiedlichen Sportarten.

Die gewählte Methode der Bearbeitung steht in Abhängigkeit zum eigenen Interesse und der daraus selbst zu entwickelnden leitenden Fragestellung.


Ansprechpartnerin: Dr. Annika Steinmann, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 506, A.Steinmann@dshs-koeln.de
 

 


Führungs- und Coachingstile im Sport unterscheiden sich in Abhängigkeit zu den Akteuren und Rahmenbedingungen (Vereins-/Verbandsstruktur, Leistungsklasse, Sportart etc.). So können sie bspw. mehr oder weniger partizipativ angelegt sein, Verantwortungs- und Zuständigkeitsbereiche variieren.
Abschlussarbeiten greifen etablierte Werke (z. B. Hoffmann, 2024; Cachay & Borggrefe, 2015) auf. Sie können darin bspw. exemplarisch untersuchen, wie die Interaktion von Trainer*innen/Coaches mit Athlet*innen methodisch gestaltet wird, um aus Sicht der Beteiligten funktional zu sein.

Durchführung: Im Rahmen einer qualitativ-empirisch ausgerichteten BA-/MA-Arbeit sind bspw. Untersuchungen im Feld (Trainings-/Wettkampfbeobachtungen) und leitfadengestützte Interviews mit Trainer*innen/Coaches und Athlet*innen möglich.

Ansprechpartnerin: Dr. Annika Steinmann, Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik, HG, Raum 506, A.Steinmann@dshs-koeln.de