Bimagrumab (Myostatin-Inhibitor)


Foto: clipdealer.com / Myostatin-Inhibitoren beeinflussen die Wirkung von Myostatin

Publikation

Walpurgis K, Thomas A, Dellanna F, Schänzer W, Thevis M.  Detection of the Human Anti-ActRII Antibody Bimagrumab in Serum by Means of Affinity Purification, Tryptic Digestion, and LC-HRMS. Proteomics Clin. Appl. 2017 Dec 11. doi: 10.1002/prca.201700120. [Epub ahead of print]
Abstract

 

Bimagrumab

Einleitung: siehe Myostatin und Myostatin-Inhibitoren: Neue Therapeutika in der Dopinganalytik

Bei Bimagrumab (Novartis) handelt es sich um einen humanen monoklonalen Antikörper, der gegen die Activin Typ-2-Rezeptoren A und B gerichtet ist [4, 5]. Durch die hochspezifische Bindung des therapeutischen Antikörpers an die Rezeptoren wird die Interaktion mit endogenen Liganden wie beispielsweise Myostatin (MSTN) gehemmt, sodass die nachgeschalteten Signalwege verändert und das Wachstum und die Differenzierung von Muskelzellen stimuliert werden (siehe Abbildung 1).

Bimagrumab befindet sich derzeit bei Novartis in der klinischen Entwicklung und soll zur Behandlung unterschiedlichster muskulärer Erkrankungen zum Einsatz kommen. In Kooperation mit dem Hersteller wurde nun noch vor Markteinführung ein Nachweisverfahren für die Dopinganalytik entwickelt, mit dem der Antikörper hochspezifisch in Serumproben nachgewiesen werden kann [6]. Mittels Ammoniumsulfat-Fällung werden zunächst sämtliche Antikörper aus der Probe angereichert. Zur gezielten Isolation von Bimagrumab aus dem Antikörper-Extrakt werden dann kleine magnetische Partikel eingesetzt, auf welchen ein Fusionsprotein aus der extrazellulären Domäne des Activin Typ-2-Rezeptors B und dem Fc-Fragment von humanem IgG1 (ActRIIB-Fc) immobilisiert wurde (Abbildung 2).  nachgewiesen werden kann [6]. Mittels Ammoniumsulfat-Fällung werden zunächst sämtliche Antikörper aus der Probe angereichert. Zur gezielten Isolation von Bimagrumab aus dem Antikörper-Extrakt werden dann kleine magnetische Partikel eingesetzt, auf welchen ein Fusionsprotein aus der extrazellulären Domäne des Activin Typ-2-Rezeptors B und dem Fc-Fragment von humanem IgG1 (ActRIIB-Fc) immobilisiert wurde (Abbildung 2).   

Abbildung 1: Wirkmechanismus von Bimagrumab
Abbildung 2: Immunoaffinitätsaufreinigung von Bimagrumab mithilfe von ActRIIB-Fc-konjugierten magnetischen Partikeln