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4210 Ergebnisse
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  • 06.01.2025
    Annual banned-substance review 2023/2024
    New publication : The 17th edition of the annual banned-substance review on analytical approaches in human sports drug testing is dedicated to literature published between October 2023 and September 2024. see article

  • 06.01.2025
    Willkommen zurück!
    Wir freuen uns, Vincent Reinke als Teil des Forschungsprojekts GUIDE wieder an der Deutschen Sporthochschule Köln begrüßen zu dürfen. Nach seinem Bachelorstudium der Politikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz setzte Vincent sein Studium mit dem Masterprogramm „International Sport Development and Politics“ an der Deutschen Sporthochschule Köln fort. Anschließend kehrte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter nach Mainz zurück und erforschte im Rahmen des FANZinE-Projekts , inwiefern der Fußball und seine Fankultur als Basis des sozialen Zusammenhalts in Europa dienen. Nun bereichert Vincent das Forschungsprojekt GUIDE an der Sporthochschule Köln. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und spannende Ergebnisse!

  • 08.01.2025
    Reform der Forschungsbewertung
    Die Deutsche Sporthochschule Köln engagiert sich zusammen mit der Universität Bielefeld und gefördert von der VolkswagenStiftung in einem Projekt dafür, dass die Bewertung der Forschungsleistung von Wissenschaftler*innen gerechter und vielfältiger wird. Ziel des Projekts ist es, beispielhafte Prozesse und Instrumente für die Umsetzung der internationalen Vereinbarung „Agreement on Reforming Research Assessment“ (ARRA) zu entwickeln und anderen Hochschulen zugänglich zu machen. Die Vereinbarung „ARRA“ hatte die Deutsche Sporthochschule Köln im Februar 2024 unterzeichnet und war dem internationalen Konsortium CoARA (Coalition for Advancing Research Assessment) beigetreten. Mit diesem Schritt bekräftigte die Sportuniversität ihr Engagement für eine vielfältige Forschungsbewertung, die über quantitative Parameter hinausgeht und die Qualität und Relevanz wissenschaftlicher Arbeit berücksichtigt. „In der Wissenschaftsgemeinschaft besteht ein breiter Konsens über die Notwendigkeit, die Forschungsbewertung grundlegend zu reformieren. Die bisherige Praxis setzt stark auf bibliometrische Indikatoren, was teils zu verzerrten Anreizen führt und die Vielfalt und den Kontext wissenschaftlicher Tätigkeiten vernachlässigt“, sagt Univ.-Prof. Dr. Tobias Vogt, Prorektor für Forschung und Transfer der Deutschen Sporthochschule Köln. Die quantitativ orientierte Bewertung von wissenschaftlicher Leistung, zum Beispiel über den Impact-Faktor oder den Hirsch-Index, bringe es mit sich, dass die schlichte Anzahl an Veröffentlichungen mehr honoriert werde als der echte Erkenntnisgewinn der wissenschaftlichen Arbeit. Dies präge auch das Verhalten der Wissenschaftler*innen und habe vor allem für den wissenschaftlichen Nachwuchs teils negative Konsequenzen. Das 2022 ins Leben gerufene ARRA setzt daher auf qualitative Bewertungsmethoden, ohne konkrete Vorgaben zu machen, wie diese aussehen. Seit Juli 2022 haben mehr als 800 namhafte Wissenschaftsorganisationen, Forschungsförderer, Verbände, Hochschulen und Universitäten sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen das Abkommen unterzeichnet. Trotz dieser starken internationalen Beteiligung und Unterstützung gibt es auf nationaler Ebene nach wie vor Vorbehalte gegenüber den Reformbemühungen, da vor allem die Frage nach dem „Wie“, also der praktischen Umsetzung, diskutiert wird. Das geförderte Projekt nimmt sich diesen Herausforderungen an und verfolgt das Ziel, Reformprozesse exemplarisch an Universitäten zu erproben und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten, die auf andere Wissenschaftseinrichtungen übertragen werden können. Ein zentraler Fokus liegt darauf, insbesondere die Wissenschaftler*innen für diese Reform zu sensibilisieren. In einem ersten Schritt möchte das Projektteam zudem die bestehenden Reformbedarfe identifizieren. In ausgewählten Pilotbereichen, die im Laufe des Projektes identifiziert werden (z.B. Berufungsverfahren), sollen dann konkrete Reformmaßnahmen entwickelt, getestet und evaluiert werden. Die Zusammenarbeit der Deutschen Sporthochschule Köln und der Universität Bielefeld bringt unterschiedliche Perspektiven in das Projekt ein: die Sicht einer kleinen, thematisch spezialisierten Universität und die einer mittelgroßen Volluniversität. „Diese Diversität ermöglicht es dem Projektteam, flexible Lösungen zu entwickeln, die auch auf andere Institutionen übertragbar sind“, erklärt Projektleiterin Dr. Dinah Nockemann den Ansatz der beiden Projektpartner. Das Projekt solle dabei auch eine Kultur des kreativen Denkens und der langfristigen Forschung fördern, ergänzt die Koordinatorin des Bielefelder Teilprojekts Dr. Annika Merk vom Dezernat Forschungsförderung und Transfer (FFT). „Eine Frage, der wir nachgehen, ist, wie individuelles Engagement und interdisziplinäre Ansätze mit einer neuen Forschungsbewertung unterstützt werden können“, erklärt Merk. Die im Projekt entwickelten Tools, Informationsmaterialien und Handlungsempfehlungen möchten die Projektbeteiligten über eine zentrale Website öffentlich zugänglich machen, um damit alle interessierten Hochschulen und Universitäten in deren eigenen Reformprozessen zu unterstützen. Das Projektteam bezeichnet das Vorhaben selbst als „Leuchtturmprojekt für das deutsche Wissenschaftssystem“. Genau diese Relevanz betont auch die Förderung in Höhe von knapp 500.000 Euro durch die VolkswagenStiftung. Das Projekt wird von der VolkswagenStiftung in der Förderlinie „Pioniervorhaben: Impulse für das Wissenschaftssystem“ unterstützt. Dies ermöglicht es den Projektbeteiligten, einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Qualität und Vielfalt in der Forschung zu leisten und den aktuellen Reformwillen aktiv voranzutreiben. Projektkontakt: Dr. Dinah Nockemann Abt. Forschung und wissenschaftliche Qualifizierung E-Mail: d.nockemann@dshs-koeln.de Tel.: +49 221 4982-4608

  • 01.12.2024
    Startschuss für Forschungsprojekt GUIDE
    Das Projekt GUIDE beginnt. Unter der Leitung von Prof. Dr. David Jaitner soll es wissenschaftliche Erkenntnisse zur gesellschaftlichen Bedeutung des Spitzen- und Leistungssports in Deutschland aufbereiten. Dazu werden systematische Literaturübersichten erstellt sowie eine repräsentative Bevölkerungsumfrage durchgeführt. Auf diese Weise leistet das Forschungsvorhaben einen wesentlichen Beitrag zur von Athleten Deutschland und dem Deutschen Olympischen Sportbund angestoßenen Zieldebatte bezüglich staatlicher Spitzensportförderung. Das Projekt läuft bis zum 31.05.2026 und wird im Auftrag des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) gefördert. Umgesetzt werden die Forschungsarbeiten in Zusammenarbeit mit Dr. Jannika John (Eberhard Karls Universität Tübingen) und Prof. Dr. Michael Mutz (Justus-Liebig-Universität Gießen).

  • 07.01.2025
    "Sportwissenschaft & Spitzensport – neue Erkenntnisse"
    Dr. Philipp Born, Mitarbeiter des Instituts für Vermittlungskompetenz in den Sportarten, war als Referent beim Internationalen DTB Tenniskongress (ITK) geladen, der vom 3. bis 5. Januar in München stattfand. Alle zwei Jahre richtet der Deutsche Tennis Bund (DTB) mit dem ITK den größten Tenniskongress Europas aus. In diesem Jahr kamen rund 1.000 Trainer*innen sowie Vereins- und Verbandsfunktionär*innen aus ganz Deutschland und Europa am ersten Wochenende des noch jungen Jahres in Unterschleißheim zum ITK, um sich fortzubilden, auszutauschen und auf den neuesten Stand hinsichtlich aller Belange im Tennis als auch im Padel zu bringen. Neben Referenten wie Ex-Profi Dominik Thiem, Davis-Cup-Sieger Patrick Kühnen, dem Schweizer Nationaltrainer Marc Frey und vielen anderen referierte auch Spoho-Dozent Dr. Philipp Born auf dem ITK zu den Themen „Sportwissenschaft und Spitzensport – neue Erkenntnisse“ sowie gemeinsam mit den Spoho-Studenten Lucas Krämer und Nick Merten zum Thema „Dein Weg zum:r DTB Padel-Trainer:in – Übungsreihen und Spielformen“. „Der ITK ist immer wieder etwas Besonderes, da hier die Tennis- und Padelcommunity in einer solch großen Anzahl zusammenkommt und Beiträge auf höchstem Niveau präsentiert werden. Umso schöner ist es, wenn man dann auch noch selbst referieren darf“, schildert Philipp Born.

  • 07.01.2025
    Power für Gründer*innen
    Motivierte Studierende mit kreativen und innovativen Ideen und Lösungen für die Gesellschaft werden an der Deutschen Sporthochschule Köln in verschiedenen Programmen unterstützt. Gateway EM*power richtet sich zum Beispiel speziell an Frauen, die Interesse an Gründungsprojekten haben. Im StarS-Kader sind Gründungsideen mit Bezug zu Sport, Bewegung oder Gesundheit gefragt. Für beide Programme können sich Interessierte bis Ende Januar bzw. Anfang Februar bewerben. Kurz-Info EM*power (EXIST WOMEN): Das Angebot EM*power richtet sich an Studentinnen der Deutschen Sporthochschule Köln, die mindestens die Hälfte ihres Bachelorstudiums erbracht haben und an Absolventinnen, Wissenschaftlerinnen und Mitarbeiterinnen der Sportuniversität bis fünf Jahre nach Abschluss oder Ausscheiden. Mit Gateway EM*power bieten wir Ihnen an drei Kölner Gateway Hochschulen die Möglichkeit, sich in einem zehnmonatigen Programm (01.04. - 31.12.2025) weiterzuentwickeln und sich gegen frauenspezifische Nachteile bei der Unternehmensgründung zu stärken. Das Angebot besteht aus einem Veranstaltungsprogramm, Mentoring und Coaching sowie einem Stipendium. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 2. Feburar 2025 . Mehr Infos finden Sie hier . Kurz-Info StarS-Kader: Alle Angehörigen einer Gateway Hochschule, die eine Gründungsidee mit Bezug zu den Themen Sport, Bewegung oder Gesundheit haben, sind beim Inkubator-Programm StarS-Kader genau richtig. Bewerbungen sind bis zum 31. Januar 2025 möglich; für die Bewerbung ist die Einreichung einer Ideenskizze erforderlich. Das Programm beinhaltet unter anderem individuelles Coaching, Austausch mit Expert*innen und viele spannende Workshops. Mehr Informationen zum Ablauf und Hilfe bei der Ideenskizze finden Sie hier . Alle Angebotsformate sowie viele Informationen rund um Gründungsteams und Transferprojekte bündelt die Webseite Transfer und Gründung .

  • 10.01.2025
    Jetzt für die Lehrpreise nominieren
    Alle Studierenden und Angehörigen der Deutschen Sporthochschule Köln haben die Möglichkeit, Lehrkräfte und/oder Lehrteams für die Lehrpreise zu nominieren. Die Nominierungen werden nach Ablauf der Vorschlagsfrist am 20. Januar 2025 an die vorgeschlagenen Lehrkräfte weitergeleitet. Diese haben dann die Möglichkeit, sich auf die Lehrpreise zu bewerben. Herausragende Lehr- und Lernkonzepte werden in den vier Kategorien Vorlesungen, Seminare & Übungen, Praxiskurse und Module/Lehrteam bewertet und jeweils mit einem ersten und einem zweiten Platz ausgezeichnet. Insgesamt werden 15.000 € Preisgeld vergeben, das aus Qualitätsverbesserungsmitteln finanziert wird. Hier geht es zum Vorschlagsformular für die Lehr- und Lehrkonzepte 2024. Neben den Preisen für herausragende Lehr-Lernkonzepte werden auch drei Tutor*innenpreise für die besten Tutorien à je 500,- € vergeben. Wenn Sie ein Tutorium für den Preis vorschlagen wollen, können Sie das hier tun. Frist für die Nominierungen ist der 20. Januar 2025. Ziel der Lehrpreise ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung von Qualität in der Lehre zu stärken und die Wertschätzung für das Engagement zu erhöhen. Die Spoho-Lehrpreise honorieren und unterstützen die Entwicklung und Umsetzung innovativer Lehr-Lernkonzepte. Alle weiteren Informationen zu den Lehrpreisen finden Sie hier .

  • 10.01.2025
    Hochschulen und Forschungsinstitutionen verlassen Plattform X
    Mehr als 60 deutschsprachige Hochschulen und Forschungsinstitutionen möchten ein Zeichen setzen und verkünden gemeinschaftlich, ihre Aktivitäten auf der Plattform X (ehemals Twitter) einzustellen. Der Rückzug ist Folge der fehlenden Vereinbarkeit der aktuellen Ausrichtung der Plattform mit den Grundwerten der beteiligten Institutionen: Weltoffenheit, wissenschaftliche Integrität, Transparenz und demokratischer Diskurs. Die Veränderungen der Plattform X – von der algorithmischen Verstärkung rechtspopulistischer Inhalte bis zur Einschränkung organischer Reichweite – machen eine weitere Nutzung für die beteiligten Organisationen unvertretbar. Der Austritt der Institutionen unterstreicht ihren Einsatz für eine faktenbasierte Kommunikation und gegen antidemokratische Kräfte. Die Werte, die Vielfalt, Freiheit und Wissenschaft fördern, sind auf der Plattform nicht mehr gegeben. Auch einige Institutionen, die ihre Aktivitäten auf der Plattform bereits eingestellt haben, unterstützen den gemeinsamen Appell und bekräftigen damit die Bedeutung einer offenen und konstruktiven Diskussionskultur. Diese Entscheidung betrifft ausschließlich die X-Accounts der beteiligten Institutionen und nicht ihre Kommunikation über andere Social-Media-Kanäle. Im Lichte der jüngsten Ereignisse werden sie die Entwicklung der Plattformen und ihrer Algorithmen weiterhin aufmerksam beobachten. Die beteiligten Institutionen: Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft Bauhaus-Universität Weimar Berliner Hochschule für Technik Brandenburgische Technische Universität Cottbus – Senftenberg Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Deutsche Ornithologische Gesellschaft Deutsche Sporthochschule Köln Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) Fachhochschule Dortmund FernUniversität in Hagen Freie Universität Berlin Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Goethe-Universität Frankfurt HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Hochschule Anhalt Hochschule Bonn-Rhein-Sieg Hochschule Darmstadt Hochschule der Bildenden Künste Saar Hochschule für Musik und Theater Hamburg Hochschule für Philosophie München Hochschule Furtwangen Hochschule München Hochschule Neubrandenburg Hochschule Osnabrück Hochschule RheinMain Hochschule Ruhr West Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen Humboldt-Universität zu Berlin Institut für Vogelforschung Johannes Gutenberg-Universität Mainz Justus-Liebig-Gesellschaft Justus-Liebig-Universität Gießen Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Kirchliche Hochschule Wuppertal Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde Medizinische Universität Innsbruck Philipps-Universität Marburg RWTH Aachen Technische Hochschule Georg Agricola Technische Hochschule Köln Technische Universität Braunschweig Technische Universität Darmstadt Technische Universität Dresden Universität Bamberg Universität Bayreuth Universität des Saarlandes Universität der Künste Berlin Universität Duisburg-Essen Universität Erfurt Universität Greifswald Universität Heidelberg Universität Innsbruck Universität Münster Universität Potsdam Universität Siegen Universität Trier Universität Ulm Universität Würzburg Universität zu Lübeck Westsächsische Hochschule Zwickau

  • 13.01.2025
    Öfter mal antäuschen
    Wissenschaftler*innen der Deutschen Sporthochschule Köln haben untersucht, ob Finten, ausgeführt als Wurftäuschungen, ein effektives Mittel für ein erfolgreiches Angriffsspiel im Handball sind. Die Antwort: Ja, aber sie werden selten eingesetzt. Vom 14. Januar bis 2. Februar werden im Rahmen der Handball-Weltmeisterschaft 2025 mehr als 100 Partien in Dänemark, Norwegen und Kroatien ausgetragen. Vielleicht werden aufmerksame Zuschauer*innen dabei auch die eine oder andere Wurftäuschung entdecken. Täuschungen werden im Handball, wie auch in anderen Sportspielen, gezielt eingesetzt, um durch eine falsche Reaktion der Gegner*innen einen Vorteil in Spielhandlungen zu erzielen. So kommen etwa die Wurftäuschungen beim 7m-Strafwurf oder bei einem Gegenstoß zum Einsatz, um den Torhüter oder die Torhüterin zu einer frühen Reaktion zu verleiten. Wurftäuschungen werden jedoch auch eingesetzt, um Verteidiger*innen aus ihrer optimalen Verteidigungsposition zu bringen und sich damit einen Vorteil für eine erfolgreiche Angriffshandlung herauszuspielen. Frühere Untersuchungen haben bereits verschiedene Leistungsfaktoren für den Erfolg im Handball ermittelt. Wie gut Handballer*innen Wurftäuschungen beherrschen, um sich einen Vorteil gegenüber der positionierten Verteidigung zu verschaffen und wie hoch deren Erfolgsquote ist, ist jedoch bisher nicht erforscht. Neuere Studien in anderen Teamsportarten, zum Beispiel im Basketball, zeigen hingegen, dass Wurftäuschungen ein erfolgsversprechendes Instrument gegen das gegnerische Team sein können. Eine Untersuchung, die ebenfalls an der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführt wurde, analysierte 45 Spiele der National Basketball Association (NBA) und konnte zeigen, dass angewendete Wurftäuschungen zu 73% erfolgreich waren und sich das angreifende Team damit einen Spielvorteil erarbeiten konnte (Meyer et al., 2022). Wissenschaftler*innen der Abteilung Kognitions- und Sportspielforschung der Deutschen Sporthochschule Köln haben daher eine Studie durchgeführt, um im Sportspiel Handball diese Forschungslücke zu schließen. Ziel dieser Studie war es, relevante Leistungsfaktoren von Wurftäuschungen im männlichen Spitzenhandball zu untersuchen. Der Fokus lag dabei auf Wurftäuschungen, welche nicht in isolierten Aktionen gegen den/die Torhüter*in ausgeführt wurden, sondern in der ersten Phase von strukturierten Angriffssituationen gegen eine formierte Verteidigung. Die Wissenschaftler*innen analysierten dazu Videos von 90 professionellen Handballspielen aus der Handball-Bundesliga und der 2. Bundesliga der Saison 2020/21. Sie prüften zum einen, ob es sich bei den Wurftäuschungen in den Spielszenen um Sprung- oder Schlagwurftäuschungen handelte, wie erfolgreich diese waren und ob die Händigkeit der Spieler (also ob Rechts- oder Linkshänder) Einfluss auf den Einsatz und den Effekt einer Täuschung hatte. Insgesamt extrahierten die Forscher*innen 725 Angriffssituationen, in denen Wurftäuschungen zu sehen waren. Das entspricht einem durchschnittlichen Wert von ca. acht Wurftäuschungen pro analysiertem Spiel. Ein Drittel davon waren Schlagwurftäuschungen, zwei Drittel wurden als Sprungtäuschungen ausgeführt. In Bezug auf den Ausführungsort zeigte sich eine wenig überraschende Positionsspezifik: Der überwiegende Teil der Täuschungen wurde im Zentrum des Spielfeldes ausgeführt (Rückraumpositionen), nur je ein Fünftel auf der rechten und der linken Seite. Bei fast 70 Prozent der analysierten Situationen endete die Angriffshandlung nach der Wurftäuschung mit einem Torerfolg. Bei 45 Prozent dieser Angriffshandlungen lag allerdings zwischen der Täuschung und dem finalen Wurf aufs Tor noch ein Pass zu einem anderen Spieler. Der täuschende Spieler selber schloss in ca. 30 Prozent der Situationen mit einem Torwurf erfolgreich ab und in jeder vierten Spielsituation lagen zwischen der Täuschung und dem Torwurf zwei oder mehr Pässe. „Die Ergebnisse zeigen, dass im strukturierten Angriff erfolgreich ausgeführte Wurftäuschungen einen deutlichen Vorteil gegen eine formierte Verteidigung bringen, um sich eine Torwurfmöglichkeit mit einer hohen Erfolgswahrscheinlichkeit herauszuspielen“, fasst Studienleiter Dr. Frowin Fasold eines der wichtigsten Resultate der Analyse zusammen. „Unsere Auswertung zeigt weiter, dass mehr Sprungwurf- als Schlagwurftäuschungen ausgeführt werden. Auch wenn Schlagwurftäuschungen sich ebenfalls als effektiv erwiesen, zeigt unsere Analyse, dass die Ausführung von Sprungwurftäuschungen eine noch höhere Erfolgswahrscheinlichkeit besitzt. Spielhandlungen führten hier nochmal häufiger zu einem Torerfolg“, konkretisiert der Wissenschaftler. Die Händigkeit der Spieler beeinflusste die Effektivität der Täuschungen nur geringfügig. „Den Ergebnissen unserer Analyse folgend denken wir, dass das Beherrschen von Wurftäuschungen eine leistungsrelevante Fähigkeit sein kann, um sich einen Vorteil gegenüber dem gegnerischen Team zu verschaffen“, sagt Fasold. Unklar sei jedoch, warum Wurftäuschungen im Handball im strukturierten Angriffsspiel derart selten angewendet werden, obwohl sie eine solch auffällige Effizienz zeigen. Fasold: „Es liegt in der Natur von Täuschungen, dass ihre Effizienz mit einer seltenen Anwendung verknüpft ist. Werden Täuschungen sehr häufig angewendet, ist davon auszugehen, dass Gegner*innen diese zu identifizieren lernen und der Täuschungseffekt nachlässt. Dennoch gehen wir davon aus, dass dies im Handball noch nicht ausgereizt ist und dass Wurftäuschungen durchaus häufiger angewendet werden könnten.“ Den Spoho-Wissenschaftler*innen zufolge sind damit noch weitere Untersuchungen erforderlich, um die Grenzen zu evaluieren, bei welchen Häufigkeiten Wurftäuschungen noch effektiv sind und ab wann der positive Effekt auf das Angriffsspiel nachlässt. Kontakt: Dr. Frowin Fasold Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik Abt. Kognitions- und Sportspielforschung Tel.: +49 221 4982-4293 E-Mail: f.fasold@dshs-koeln.de

  • 13.01.2025
    Fernsehbeitrag Bob | Wie Anschieber Fleischhauer seine Start-Qualitäten verbessert
    Georg Fleischhauer aus Halberstadt gehört zu den besten Bob-Anschiebern. Der Ex-Leichtathlet wurde mit Johannes Lochner 2023 Weltmeister. Das Biomechanik-Team von momentum hat ihn mit Hilfe von modernsten biomechanische Analysen bei der Optimierung seiner Starttechnik unterstützt. Dabei kamen 50 Marker zum Einsatz, die strategisch am Körper platziert wurden, insbesondere an den stark belasteten Muskeln und Gelenken sowie am Kopf, der die Bewegung steuert. Ein komplexes System aus 25 Infrarotkameras und 12 Kraftmessplatten im Boden lieferte zudem detaillierte Informationen zur Bewegung und zur Kraftverteilung. Diese Technik erlaubt es, Schub- und Beschleunigungskräfte präzise zu messen und zu analysieren, wie diese effektiv auf den Schlitten übertragen werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Trainingsaufnahmen ermöglicht diese Analyse Einblicke, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Zum Beispiel können Fußaufsatz, Kraftwinkel und -richtung genau untersucht werden, um die Starttechnik zu optimieren und das Potenzial des Athleten voll auszuschöpfen. Zum Fernsehbeitrag vom MDR: https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-wintersport-bob-anschieber-tests-fleischhauer-100.html
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Zuletzt aktualisiert: 23.07.2026
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