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  • master-sport-bewegung-ernaehrung-anrechnungskatalog.pdf
    Anrechnungskatalog M.Sc. Sport, Bewegung und Ernährung Um das Studium des weiterbildenden Masterstudiengangs M.Sc. Sport, Bewegung und Ernährung abzuschließen, müssen bis zur Anmeldung der Masterthesis 30 ECTS Punkte aus externen Leistungen nachgewiesen werden, sofern die Studierenden einen ersten Studiengang mit 180 ECTS Punkten absolviert haben. Bei 210 bzw. 240 ECTS Punkten im vorangegangenen Studium kann die Masterthesis ohne weitere zusätzlich nachzuweisende ECTS Punkte angemeldet werden. Die aus externen Leistungen zu erbringenden 30 ECTS Punkte können in den Bereichen Sport/Bewegung, Ernährung und Wissenschaft (z.B. ernährungs- bzw. sportrelevante Aus- und Weiterbildung, Gesundheitsförderung/Prävention, Medizin, Tätigkeiten im Gesundheits-, Breiten-, Berufs- und Leistungssport, (ernährungs-)wissenschaftliche Tätigkeiten) angerechnet werden. Über die inhaltliche Passung entscheidet der Prüfungsausschuss. Die nachfolgenden Beispiele geben eine Orientierungshilfe. Folgende Tätigkeiten können u.a. anerkannt werden: • Ernährungsbezogene Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen: z.B. DGE Ernährungsberater*in • Sportbezogene Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen: z.B. Trainer*innenlizenzen des DOSB, KddR anerkannte*r Rückenschullehrer*in • Aus- bzw. Weiterbildung Betriebliches Gesundheitsmanagement • Trainer*innentätigkeit mit Trainer*innenausbildungen C/B/A im Leistungssport • Landes-Kaderzugehörigkeit (kumulativ) • Mannschafts- bzw. Sportler*innenbetreuung im Leistungssport • Vorträge/Poster auf wissenschaftlichen Kongressen • Beiträge in Fachzeitschriften aus studiengangbezogenen Inhaltsbereichen auf nationaler/internationaler Ebene • Weitere Fortbildungen, Betreuungen oder Tätigkeiten z.B. in den Bereichen Ernährung, Sport, Gesundheitsförderung/Prävention, Medizin, Wissenschaft Es können bis zu 20 Credit Points je Bereich anerkannt werden, um einer Spezialisierung des Studienbewerbers*der Studienbewerberin in einem der drei Bereiche gerecht zu werden. Der*Die Studienbewerber*in muss darüber hinaus Leistungen in mindestens einem weiteren Bereich im Sinne einer multidisziplinären Ausbildung vorweisen. Zusätzlich können inhaltlich passende Studiengänge, deren Regelstudienzeit auf ein mehr als sechs Semester andauerndes Studium ausgelegt sind (z.B. Diplomstudium Sport) mit in die anzuerkennenden Leistungen aufgenommen werden. Über die inhaltliche Passung entscheidet der Prüfungsausschuss unter Mitarbeit der fachlich zugehörigen Modulleiter*innen. Über die Umfänge der Anrechnung eines solchen Studiengangs kann eine Anerkennung von bis zu 30 ECTS Punkten ermöglicht werden, die durch den Prüfungsausschuss beschlossen wird. Die berufliche Tätigkeit wird nicht als externe Leistung anerkannt. Nur zusätzliche, über den ausgeübten Beruf hinausgehende Erfahrungen können als externe ECTS Punkte angerechnet werden. Dazu sind Einzelfallregelungen möglich, um der Individualität der Studienbewerber*innen gerecht zu werden. Änderungen vorbehalten.

  • master-sport-bewegung-ernaehrung-Checkliste-bewerbung.pdf
    Checkliste für Ihre Bewerbung M.Sc. Sport, Bewegung und Ernährung Was ist allgemein zu beachten? Bewerbung nur über das Bewerbungsportal mySpoho einreichen. Alle Dokumente müssen im PDF-Format vorliegen. Urkunden, Zeugnisse etc. müssen stets alle Seiten enthalten, die sie im Original haben. Beglaubigte Übersetzungen werden benötigt, wenn das Hochschulzeugnis im Original nicht in Deutsch oder Englisch ist. Korrekte Dateinamen: Benennen Sie Ihre PDF-Dateien wie in der Checkliste beschrieben. Welche Dokumente werden benötigt? Dokument Dateiname Hinweis Nachweis Studium mit mindestens 180 ECTS Studienabschluss_Name.pdf Der Nachweis des Studienabschlusses muss folgende Unterlagen enthalten: • Urkunde im Original • Zeugnisurkunde im Original • Notenübersicht („ToR“ - Transcript of Records im Original) Nachweis Berufserfahrung im Bereich Sport, Bewegung oder Ernährung Berufserfahrung_Name.pdf Der Nachweis über die einjährige Berufserfahrung muss folgende Angaben enthalten: • Zeitraum der Tätigkeit (von – bis) • Wochenarbeitszeit (mind. 20 Stunden pro Wochen) • Beschreibung der Tätigkeit • Name und Funktion der ausstellenden Person • Datum und Unterschrift der ausstellenden Stelle • offizielles Geschäftspapier Ein Arbeitsvertrag kann als Nachweis nicht anerkannt werden. Nachweis der Sporttauglichkeit Sporttauglichkeit_Name.pdf Aktuelles ärztliches Attest, das ausdrücklich bestätigt, dass die gesundheitliche Eignung für sportliche Belastungen im Rahmen des Studiums des M.Sc. Sport, Bewegung und Ernährung besteht. Tabellarischer Lebenslauf Lebenslauf_Name.pdf Tabellarischer Lebenslauf (1–2 Seiten) mit aussagekräftigen Angaben zur beruflichen Erfahrung. Checkliste für Ihre Bewerbung M.Sc. Sport, Bewegung und Ernährung ggf. Nachweis extern erbrachter Leistungen ExterneLeistungen_Name.pdf Die Nachweise über die Weiterbildungen müssen folgende Angaben enthalten: • Zeitraum der Tätigkeit (von – bis) • Anzahl der Unterrichtseinheiten / Stunden • Beschreibung der Tätigkeit • Name und Funktion der ausstellenden Person • Datum und Unterschrift der ausstellenden Stelle • offizielles Vereins- oder Geschäftspapier Bei umfangreichen Nachweisen zu extern erbrachten Leistungen fügen Sie bitte eine kurze Übersicht als Deckblatt bei. Diese sollte die einzelnen Nachweise stichwortartig aufführen, z. B. „Training am Gerät“, „Übungsleiter B Breitensport“, „Weiterbildung XY“ oder „Symposiumsbeitrag“. Beispiele möglicher anerkannter Leistungen finden Sie im Anrechnungskatalog. ggf. Nachweis Sprachkenntnisse Sprachzertifikat_Name.pdf Deutsch-Niveau C1 (oder höher). Nur für internationale Bewerber*innen. Bitte beachten Sie, dass unvollständige Bewerbungsunterlagen nicht berücksichtigt werden können und dazu führen können, dass Sie keinen Studienplatz angeboten bekommen.

  • manfred_donike_dope_hunters_joerg_krieger.pdf
    Jörg Krieger: Dope Hunters ‐ The Influence of Science on the Global Fight against Doping in Sport, 1967‐1992. Common Ground Publising LLC, Illinois, USA, 2016, 394 pages Based on extensive multi-national and multi-lingual archival research, this book examines the evolution of scientific knowledge within the international anti- doping community that coalesced during the second half of the twentieth century. Two key figures from a group of leading scientific experts serve as the focal points of the investigation, British pharmacologist Arnold Beckett and German biochemist Manfred Donike. After supporting early anti-doping initiatives in the late 1960s and 1970s, they became highly influential in such leading sports organizations as the International Olympic Committee and the International Association of Athletics Federations. From the 1980s onward, the international sport system relied heavily on their network of anti-doping laboratory experts in maintaining and advancing a rigid testing regime. Hence, this book offers a nuanced analysis of the establishment of the structures and initiatives in the global fight against doping in sport. 

  • manfred_donike_160629.pdf
    Das Wissenschaftsmagazin der Deutschen Sporthochschule Köln | 0 1 | 20 16 | J U N I | IMPULSE Malaria-Prophylaxe und Dopinganalytik Körperliche Aktivität in der Schwangerschaft Forschung im Footbonauten Entwicklung der internat. Dopingbekämpfung Mediale Skandalberichterstattung Moderne Nachweismethoden für EPO Medien und Sportgroßereignisse 20 21IMPULSE 01 | 2016 Manfred Do nike: Prägende Fi gur im internation alen Kampf gege n Doping Text Jörg Krieger Fotos Institut für Biochemie Sporthistoriker Dr. Jörg Krieger hat im Rahmen seiner Doktorarbeit die Rolle von Schlüsselfiguren und Institutionen aus dem naturwissenschaftlichen Bereich in der Entwicklung der internationalen Dopingbe- kämpfung aufgearbeitet. Im Mittelpunkt: Prof. Dr. Manfred Donike. 22 23IMPULSE 01 | 2016 In den vergangenen Jahren haben nationale und internationale Studien zur Geschichte von Doping und Anti-Doping den akademischen Diskurs erweitert und gleichzeitig die kritische politische Diskussion über die vorhandenen Strukturen und Handlungsleitlinien im Dopingkampf informiert (Krüger et al., 2014; Hunt, 2011). Im Gegensatz zu diesen Publikationen war es das Ziel des Forschungsprojektes „Die Geschichte des Aufbaus eines naturwissenschaftlichen Netzwerkes für den Olympischen Dopingkampf“, die Rolle von Schlüsselfiguren und Institutionen aus dem naturwissenschaftlichen Bereich in der Entwicklung der internationalen Dopingbekämpfung aufzuarbeiten. Dies sollte dazu dienen, die derzeitigen Strukturen und Handlungsleitlinien internationaler Anti-Doping Initiativen objektiv analysieren zu können. Die differenzier- te Betrachtung des Forschungsprofils der Hauptakteure im naturwissenschaftlichen Dopingkampf ermöglichte es, den deutschen Biochemiker Prof. Dr. Manfred Donike der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) in das Zentrum des Forschungsprojektes zu rücken. Im Folgenden wird darauf eingegangen, wie Donike durch sein Engagement in internationalen Anti-Doping Gremien und durch seine wissenschaftliche Expertise zu einem entscheidenden Impulsgeber für die Auswei- tung internationaler Anti-Doping Initiativen wurde. Die Forschungsergebnisse basieren auf einer multinati- onalen und multilingualen Archivrecherche in den Archiven des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der International Association of Athletics Federations (IAAF) und dem Carl und Liselott Diem-Archiv (CuLDA). Dabei erfolgte der Erkenntnisgewinn durch die hermeneutische Methode. Erstes nationales und internationales Wirken Vorangegangene Studien (Houlihan, 1999; Dimeo, 2007; Hunt, 2011) haben bereits im Detail aufgezeigt, dass internationale Sportorganisationen erst ab den 1960er Jahren im Kampf gegen Doping aktiv geworden sind. Ende des Zweiten Weltkrieges gab es zwar bereits einen wissenschaftlichen Austausch über die Doping- problematik auf sportmedizinischen Kongressen, konkrete von Naturwissenschaftlern entwickelte Kontroll- und Analyseverfahren fanden im Sport allerdings noch keine Anwendung (Krieger, 2016). Nach dem Tod des dänischen Radfahrers Knud Jensen bei den Olympischen Spielen in Rom 1960 (Møller, 2005), führte das IOC eine Subkommission aus IOC-Mitgliedern mit medizinischem Hintergrund ein, ohne allerdings Experten für Nachweisverfahren zu konsultieren. So blieben Sportmediziner, wie Prof. Dr. Ludwig Prokop (Österreich), zunächst die bestimmenden Personen in internationalen Anti-Doping Gremien und entwickelten die ethisch- moralische Grundlage für den Kampf gegen Doping (Dimeo, 2007). Dies änderte sich erst ab 1967 mit der Installation einer Medizinischen Kommission des IOC unter dem Vorsitz des Belgiers Alexandre de Mérode. Mitglied dieses Gremiums wurde auch der britische Pharmakologe Prof. Dr. Arnold Beckett des King´s College London. Er hatte bereits Mitte der 1960er Jahre ein Analyseverfah- ren zum Nachweis von Stimulanzien entwickelt und Dopinganalysen bei verschiedenen Sportgroßereignissen, wie der Fußball-Weltmeisterschaft 1966, durchgeführt (Nolte, 2013). Die Medizinische Kommission des IOC führte schließlich auch Dopingkontrollen bei den Olympischen Spielen 1968 ein, ohne allerdings normierte Verfahren anzuwenden. Im Anschluss daran forderte Beckett eine Ausweitung der Expertise in der Dopingana- lyse, um eine internationale Standardisierung zu erreichen. So kam es 1969 auf Initiative Becketts zu einem ersten Symposium internationaler „Doping Techniker“ in Rom. Als einer von drei deutschen Vertretern nahm Donike, selbst ehemaliger Radsportprofi, an diesem wissenschaftlichen Austausch teil. Nachdem er 1965 sei- ne Promotion unter der Betreuung von Prof. Dr. Leonhard Birkofer an der Universität zu Köln beendet hatte, unterstützte Donike in Teilzeit die Arbeit von Prof. Dr. Wildor Hollmann am Institut für Herzkreislaufforschung und Sportmedizin der DSHS und widmete sich in seiner Forschung gezielt der Dopinganalyse im Sport. Im Anschluss an die Olympischen Spiele 1960 wurde eine Subkommission aus IOC-Mitgliedern mit medizinischem Hintergrund gebildet – Experten für Nachweisverfahren wurden noch nicht konsultiert. 1969 fand ein erstes Symposium internationaler „Doping Techniker“ in Rom statt. Donike nahm als einer von drei deutschen Vertretern teil. Biochemiker Prof. Dr. Manfred Donike wurde durch sein Engagement in internationalen Anti-Doping Gremien und durch seine wissenschaftliche Expertise zu einem entscheidenden Impulsgeber für die Ausweitung in- ternationaler Anti-Doping Initiativen. Der ehemalige Radsportprofi wirkte über drei Jahrzehnte an der Deutschen Sporthochschule und widmete sich in seiner Forschung gezielt der Dopinganalyse im Sport. 24 Dominik Lansen | Aikido-Schule Bodo Rödel | Lichtstr. 38 | 50825 Köln | krav-maga-koeln.com Neben dem regulären Training bieten wir spezielle Seminare im Bereich der Deeskalation sowie der Selbstverteidigung für Frauen, Bildungseinrichtungen, den Sozial- und Gesundheitsbereich sowie den Sicherheitsbereich. P Persönliches Abgrenzen P Gefahren frühzeitig erkennen Di. & Do. Training. Einstieg jederzeit möglich. Kostenlos zur Probe trainieren. 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Dabei wurden neben dem erstmaligen Einsatz von Massenspektrometern zur Ermittlung von Dopingsubstanzen weitere Grundlagen für Dopingkontrollen gelegt, welche noch heute angewandt werden (Hemmersbach, 2008). Somit sind die Olympischen Spiele 1972 als Schlüsselereignis für eine beginnende fachliche Neu- ausrichtung des internationalen Dopingkampfes zu betrachten. Hatten zuvor vorwiegend Sportmediziner Anti-Doping Initiativen unterstützt, wurde im Anschluss an die Spiele naturwissenschaftliche Fachexpertise stärker nachgefragt. Dies verdeutlicht ein Brief des Leiters der Medizinischen Abteilung der Olympischen Spiele 1972, Prof. Dr. Gottfried Schönholzer (Schweiz), in dem er auf eine stärkere Berücksichtigung des biochemischen und pharmazeutischen Fachwissens von Experten wie Beckett und Donike drängte (Schön- holzer, 1972). Wegweisende Initiativen in der IAAF Ein nachhaltiger Effekt der Olympischen Spiele 1972 war die Einrichtung eines west-deutschen „Doping- zentrallabors“ unter der Leitung von Donike an der DSHS (Krüger, Nielsen & Becker, 2012). Darüber hinaus ernannte das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) Donike 1974 zum Beauftragten für Dopinganalytik in West-Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete er noch immer am Institut für Biochemie der Universität zu Köln. Nach seiner Habilitation 1975 übernahm er die Leitung der Abteilung Biochemie des Instituts für Herzkreislaufforschung und Sportmedizin der DSHS. Dort wurde schließlich auf Initiative von Hollmann ein eigenes Institut für Biochemie eingerichtet. Donikes Aktivitäten beschränkten sich allerdings keineswegs auf die nationale Ebene. Zwar fungierte Beckett weiter als einziger naturwissenschaftlicher Fachexperte in der Medizinischen Kommission des IOC, Donike wurde aber immer öfter in beratender Funktion zu Sitzungen hinzugezogen. Im Vergleich dazu band die IAAF Donike stärker in ihre Anti-Doping Initiativen ein. Dort wirkte er neben Beckett und weiteren Natur- wissenschaftlern bereits vorzeitig ab 1974 in einer Anti-Doping Arbeitsgruppe des Medizinischen Komitees (Krieger, 2014). In den Sitzungen wurden von den Naturwissenschaftlern in erster Linie technische und analytische Aspekte der Dopingkontrollen besprochen. Aufgrund der stetig steigenden Anzahl von Doping- kontrollen in den späten 1970er Jahren und den immer komplexeren Analyseverfahren entwickelte Donike im Rahmen seiner Arbeit für die IAAF 1978 schließlich einen offiziellen Qualitätstest für Dopinglabore (Donike, 1978), so dass die IAAF ab 1979 als erster internationaler Fachverband Dopinglabore akkreditieren konnte. Die Einführung des Verfahrens ist ein weiterer Wendepunkt in der wachsenden Einflussnahme naturwissen- schaftlicher Expertise im internationalen Kampf gegen Doping. Es erlaubte Beckett und Donike, der das Verfahren von Köln aus administrierte und organisierte, den Aufbau eines Labornetzwerkes, dem bis 1981 sechs Institutionen angehörten. Darunter war von Beginn an auch das Labor an der DSHS (IAAF, 1979). Um den internationalen Dopingkampf weiter zu harmonisieren, erachtete es Donike als notwendig, die Arbeitsweisen der Labore anderer Olympischer Spitzensportverbände ebenfalls zu standardisieren und zu überprüfen. Die Verantwortung dafür sah er bei der Medizinischen Kommission des IOC (Donike, 1979). Unterstützt wurde er in seinem Anliegen von Beckett, der sich ebenfalls für eine Umstrukturierung des Olympischen Dopingkampfes durch die verstärkte Einbindung von Naturwissenschaftlern aussprach (Beckett, 1980). Anfang 1980 legten Beckett und Donike schließlich gemeinsam einen konkreten Plan zur Übernahme des IAAF-Akkreditierungsverfahrens durch das IOC sowie die Einführung fachlich ausdifferenzierter Sub- Kommissionen der Medizinischen Kommission des IOC vor: „Sportmedizin und Orthopädie“, „Biomechanik und Physiologie“ und „Doping und Biochemie“ (Ebd.). Dieser Vorschlag wurde von Mérode bewilligt, so dass 1980 die neue IOC-Subkommission „Doping und Biochemie im Sport“ (IOC MSD) gegründete wurde (IOC, 1980). Mitglieder wurden neben Donike und Beckett die Laborleiter Dr. Claus Clausnitzer (Kreischa, DDR), Dr. Robert Dugal (Montréal, Kanada) und Dr. Viktor Rogozkin (Moskau, UdSSR). Donike wurde zum Vorsitzen- den ernannt, womit er nun auch offiziell zum zentralen Hauptakteur des naturwissenschaftlichen Anti-Doping Netzwerkes wurde. Die Gründung der IOC MSD, deren Aufgabengebiet die Steuerung und Weiterentwick- lung internationaler Anti-Doping Initiativen umfasste und deren vier Haupteinflussbereiche unter der Lei- tung Donikes im Folgenden erörtert werden, ist als weiterer entscheidender Meilenstein des internationalen Dopingkampfes zu betrachten. Bei den Olympischen Spielen 1972 wurden die ersten standardi- sierten, internationalen Dopingkon- trollen durchgeführt. 1978 entwickelte Donike für die IAAF einen offiziellen Qualitätstest für Dopinglabore. 1975 übernahm Donike die Leitung der Abteilung Biochemie, später Institut für Biochemie, der Deutschen Sporthochschule. Seine Aktivitäten beschränkten sich jedoch nicht auf die nationale Ebene. Von Köln aus adminis- trierte und organisierte er zunächst für die IAAF das Verfahren zur Akkreditie- rung von Dopinglaboren und baute ein Labornetzwerk aus, dem bis 1981 sechs Institutionen angehörten. Anzeige 26 27IMPULSE 01 | 2016 Führende Rolle in der IOC-Subkommission Doping und Biochemie im Sport 1. Einführung und Weiterentwicklung von Analyseverfahren Die Arbeit in der IOC MSD ermöglichte es den führenden Naturwissenschaftlern aufgrund der Einführung neuer Analyseverfahren die Liste der verbotenen Substanzen zu erweitern. Als Beispiel dient dafür die Ein- führung eines Testverfahrens für exogenes Testosteron. Das Verfahren basierte auf Ergebnissen von Donikes Nachkontrollen der Urinproben der Olympischen Spiele 1980 in Moskau, die darlegten, dass 2,1% der männli- chen Athleten und 7,1% der weiblichen Athletinnen erhöhte Testosteronkonzentrationen im Urin enthielten (Schänzer, 1999). Donike und seine Mitarbeiter entwickelten daraufhin eine neue Methode, um den Testos- teron/Epitestosteron-Quotient im Urin ermitteln zu können (Donike et al., 1983). Auf Drängen der Naturwis- senschaftler wurde Testosteron 1982 schließlich auf die Liste der verbotenen Substanzen der IAAF und 1983 auf die Liste des IOC gesetzt. Entsprechend kam der IOC MSD nun eine entscheidende Rolle im internationalen Dopingkampf zu, da die Kommissionmitglieder auf Grundlage der vorhandenen Nachweisverfahren das Verbot von Dopingmitteln hauptverantwortlich festlegten. 2. Ausweitung des institutionellen Labornetzwerks Unter der Leitung von Donike baute die IOC MSD das institutionelle Labornetzwerk weiter aus. 1981 über- nahm die IOC MSD offiziell das Anerkennungsverfahren der IAAF (IOC, 1981). Aus einer Vereinbarung zwi- schen Mérode und Donike geht hervor, dass das Institut für Biochemie der DSHS für alle technischen und administrativen Prozesse verantwortlich war (Mérode, 1981). Entsprechend koordinierte Donike die Akkre- ditierung von mehr als 32 Laboren, die bis 1992 (Ende des Untersuchungszeitraumes der Studie) vom IOC offiziell anerkannt wurden. Um der steigenden Anzahl von technischen Anfragen der internationalen Labore gerecht zu werden, führte Donike einen Workshop für Labormitarbeiter ein, welcher ab 1983 jährlich an der DSHS stattfand (Donike, 1982). Die Veranstaltung, die heute als „Manfred Donike Workshop“ durchgeführt wird, entwickelte sich in den 1980er Jahren zu einem zentralen Element des Wissensaustausches der Forscher und steht beispielhaft für die fortschreitende Professionalisierung des naturwissenschaftlichen Anti-Doping Netzwerkes. 3. Einführung administrativer Prozesse Die IOC MSD führte zunehmend administrative Prozesse ein, um das anwachsende Netzwerk effektiver kont- rollieren zu können. Ab 1984 mussten sich alle anerkannten Labore jährlich einem Reakkreditierungsprozess unterziehen, den Donike von Köln aus koordinierte. Ende der 1980er Jahre folgte dann die Entwicklung und Umsetzung weiterer wesentlicher verfahrenstechnischer und wissenschaftlicher Richtlinien. 1988 wurde ein Ethikkode erstellt, der verhindern sollte, dass Labore nicht-autorisierte Analysen durchführten (IOC, 1988). 1989 folgte die Entwicklung eines „Good Laboratory Practices Guide“, der umfassende operative Vorgaben aller Aspekte der Dopinglabor-Arbeit enthielt (IOC, 1989). Die Richtlinien hatten eine standardisierte Vorge- hensweise in den akkreditierten Dopinglaboren zum Ziel, auch wenn die Vorgänge in der DDR zeigten, dass dies für die IOC MSD schwer überprüfbar war (Spitzer, 1998). Dennoch ist festzuhalten, dass eine Vielzahl der Prozesse und Richtlinien heute noch als Standard in den von der WADA anerkannten Laboren gelten. 4. Überführung von Athleten bei Olympischen Spielen Die bedeutende Rolle Donikes als Vorsitzender der IOC MSD wurde auch in der Überführung positiv getesteter Athleten während der Olympischen Spiele deutlich. Sein Fachwissen in der Dopinganalyse und die fortschrei- tende Genauigkeit der Auswertungen der Analyseverfahren ermöglichte es ihm, Aussagen von Athleten und Offiziellen zu widerlegen. So spielte er bei der Anhörung des kanadischen 100m-Sprinters Ben Johnson bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul eine entscheidende Rolle. Donike konnte Johnson eine Langzeit- Nutzung des anabolen Steroids Stanozolol nachweisen und damit die Verschwörungstheorien der kanadischen Delegation entkräften (IOC, 1988). Johnsons positiver Test hatte in letzter Konsequenz die Einführung von weltweiten Trainingskontrollen zur Folge. Kritik an Donikes führender Rolle Mit der Ausweitung der Kompetenzbereiche für Naturwissenschaftler im Dopingkampf der Olympischen Bewegung erklärt sich auch der gleichzeitige Einflussverlust für Sportmediziner, die bis dahin internationale Anti-Doping Maßnahmen meinungsbildend bestimmt hatten. Durch die von der IOC MSD forcierte Auswei- tung der Dopingkontrollen und deren steigenden Kosten ergab sich eine Konkurrenzsituation zwischen der Sportmedizin und der Dopinganalytik um staatliche Fördermittel. Vor diesem Hintergrund lässt sich die Kritik des Freiburger Sportmediziners Prof. Dr. Joseph Keul an Donike dokumentieren. Keul forderte einen stärke- ren Einbezug von Sportmedizinern in nationale und internationale Entscheidungsprozesse, um wieder mehr finanzielle Mittel für die sportmedizinische Betreuung von Athletinnen und Athleten akquirieren zu können (Keul, 1982). Durch seine Tätigkeit in der IOC MSD war Donike allerdings in einer weitaus besseren strate- gischen Position, die ihm erlaubte, die Expansion der Dopinganalyse voranzutreiben und den kontinuierlich steigenden Bedarf an Fördermitteln zu begründen (Krüger et al., 2014). Darüber hinaus sah sich Donike ab Mitte der 1980er Jahre zunehmender Kritik von Interessensgruppen auf sportpolitischer Ebene ausgesetzt. Vertreter nationaler und internationaler Sportverbände sowie Organi- sationskomitees versuchten, kontinuierlich Einfluss auf die Arbeit der IOC MSD zu nehmen. 1983 kam es zu einem Konflikt zwischen Donike und dem Organisationskomitee der Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles, da dieses die wissenschaftliche Methode des Testosteron-Nachweisverfahrens in Frage stellte (IOC, 1983). Auch der Präsident der IAAF, Primo Nebiolo, versuchte, den Einfluss der führenden Naturwissenschaftler zu reduzieren, indem er das Nominierungsverfahren der Medizinischen Kommission der IAAF verändern wollte, um Donike und Beckett auszuschließen (Kirsch, 1984). Dieser Versuch wurde allerdings vom IAAF Präsidium nicht bewilligt. Schließlich kam es auch innerhalb der IOC MSD zu wachsenden fachlichen Differenzen, insbe- sondere in Bezug auf neu aufkommende Dopingsubstanzen wie EPO und Wachstumshormone. Die etablierten Naturwissenschaftler waren sich zunächst uneinig, wie mit dieser Problematik umgegangen werden sollte. Entsprechend erfolgte 1992 eine personelle Umstrukturierung der IOC MSD, die auch eine Ausweitung der Forschungsfelder zur Folge hatte. Einzig Donike blieb der Kommission bis zu seinem Tod 1995 erhalten. Fazit Anhand der vorliegenden Forschungsergebnisse lässt sich der nachhaltige Einfluss Donikes auf den internati- onalen Dopingkampf darlegen. Trotz der strukturellen Änderungen weltweiter Anti-Doping Initiativen durch die Einführung der WADA 1999 sind deutliche Verbindungen zu den von der IOC MSD eingeführten operativen Richtlinien und dem aufgebauten institutionellen Labornetzwerk erkennbar. Dies liegt darin begründet, dass die IOC MSD unter der Leitung Donikes zu einem zentralen Organ des internationalen Dopingkampfes wurde, deren Arbeit weit über die Entwicklung von Analyseverfahren hinausging. Literatur bei dem Autor Dr. Jörg Krieger, geboren 1985 in Ochsenhausen, studierte Sportwissenschaften (B.A.), International Sport Policy (M.A.) und Olympic Studies (M.A.) in Liverpool, Brighton und Köln. 2015 promovierte er am Institut für Sportgeschichte unter der Betreuung von Prof. Dr. Stephan Wassong. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sportge- schichte und am Institut für Vermitt- lungskompetenz in der Sportarten der Deutschen Sporthochschule. Seine For- schungsschwerpunkte sind: Olympische Bewegung, Anti-Doping Geschichte, Geschichte der IAAF, Olympische Ju- gendspiele. » j.krieger@dshs-koeln.de Die Liste der verbotenen Substanzen konnte durch die Einführung neuer Analyse- verfahren erweitert werden – 1982 um Testosteron. Ab 1984 mussten sich alle vom IOC an- erkannten Dopinglabore jährlich einem Reakkreditierungsprozess unterziehen, den Donike von der Deutschen Sport- hochschule aus koordinierte.

  • manfred_Donike_1993_wer_ists.pdf
    Personalnachrichten Nachr. Chem. Tech. Lab. 47 (1993) Nr. 9 Wer ist’s ? Manfred Donike Ich verlasse den Aufzug in der 7. Etage des Hochschulgebaéudes und betrete das Institut. Der schmale Korridor, der zum Sekretariat und zu den verschiedenen Laborréumen fiihrt, wird links von einem roten Rennrad und etwas weiter von einem Mountainbike versperrt. Nachdem ich diese ersten Hinder- nisse tiberwunden habe, dffnet sich ein gro- Ber, vom Tageslicht hell erleuchteter Raum, voligestopft mit analytischen Mefgeriten, hauptsdchlich GC/MS-Systemen. Auf der lin- ken Seite hat sich die Gruppe der Seminar- teilnchmer in einem Halbkreis léngs eines Labortisches um eine Person versammelt. Ich stelle mich auf die FuBspitzen, um besser tiber die vor mir stehenden Personen zu blik- ken: Da steht er, bekleidet mit einer eng anliegen- den Radfahrerhose und einer profidhnlichen Rennfahrerjacke, die den volumindsen Bauch nur spiarlich verdeckt. In der linken Hand halt er ein Reagenzglas, und mit einer kleinen Glasspritze entnimmt er eine rote. Flissigkeit aus einem der zwei Glasflaschen, die neben ihm auf dem Labortisch stehen. »Wir lésen den getrockneten biologischen Extrakt, der sich hier in diesem Reagenzglas befindet, in einem Gemisch aus Trifluoressig- siure und Methylorange an. Methylorange dient als Indikator, und die rote Farbe zeigt, daB das Milieu augenblicklich sauer ist. Ich gebe nun mit einer zweiten Spritze MSTFA” (er nimmt aus der zweiten Glasflasche eine kare Lésung) tropfenweise zu der Lésung, solange bis ... - Sie sehen nun, wie die rote 1034 Farbe nach gelb umschlagt. Dieses bedeutet, daB die Trifluoressigsiure vollstandig deriva- tisiert worden ist. Der Uberschu8 an MSTFA trimethylsilyliert nun Hydroxyfunktionen, jedoch keine Amingruppen. Nach kurzem Erhitzen. erfolgt dann die Zugabe von MBTFA”, um die ungeschtitzte Amingruppe zu acylieren“. So oder so abnlich beginnt eine Demonsitra- tion seiner Lieblingsreaktion: der selektiven Derivatisierung. Wer ihm bereits begegnet ist, miiBte ihn jetzt erkannt haben: Manfred Donike, Leiter des Instituts fiir Biochemie an der Deutschen Sporthochschule in Kéln und Beauftragter fiir Dopinganalytik des Bundesinstituts fir Sportwissenschaft, der im August seinen 60. Geburtstag feierte. Seinen Bekanntheits- grad verdankt er der Sportpresse, die tiber spektakuldre Dopingfalle, an denen er in der Regel beteiligt ist, ausfiihrlich berichtet. Aber auch im wissenschaftlichen Bereich, in der analytischen Chemie, ist Manfred-Doni- ke bekannt. Geboren wurde er am 23. August 1933 in K6ttingen bei Briihl. Hier besuchte er zu- nachst die Volksschule und wechselte dann 1943 zum Gymnasium nach Brihl. Im Som- mersemester 1954 begann er das Chemiestu- dium an der Universitat zu K6ln, das er 1965 mit der Doktorarbeit ,,Beitrag zur Analytik acylierter Anthocyane“ bei Prof. Birkofer abschloB. Seine sportlichen Ambitionen, fiir die er wihrend seines Studiums sehr viel Zeit auf- wendete, galten dem Radsport. Hier hat er sich durch Erfolge im Bahnsport bei Sechs- Tage-Rennen einen Namen gemacht, der weit iiber den Kélner Raum hinaus bekannt wurde. Gerne erzahit er von seiner Teilnah- me an der Tour de France, die er allerdings nicht so erfolgreich beendete. Im Gelande liebte und beherrschte er mit dem Rad die StraBenabfahrten wie kein zweiter. Diese Leidenschaft zum Radrennsport hat er bis heute behalten. Die Betreuung seiner S6hne als Radrennfahrer lag ihm jahrelang sehr am Herzen, wobei sich sein Sohn Manfred 1984 fiir die Olympischen Spiele in Los Angeles qualifizierte und teilnahm. Bereits wahrend seiner Zeit bei Prof. Birko- fer beschdftigte sich Manfred Donike mit dem Nachweis von Dopingsubstanzen. Die Thematik Doping war natiirlich unmittelbar mit seiner Erfahrung aus dem Radrennsport verbunden. So berichtet er, da8 zu damaligen Zeiten kaum ein Radfahrer ungedopt an den Start ging. Bereits 1966 publizierte er die er- ste Arbeit zum ,,Dopingnachweis mit Hilfe chromatographischer Methoden“, wobei er auf die ausgezeichneten Ergebnisse mit Hilfe der Gas-Chromatographie im Vergleich zur Diinnschicht- und Papierchromatographie hinwies. Gleichzeitig forderte er die Sport- verbande auf, ihre Athleten konsequent zu kontrollieren. Nach seiner Doktorarbeit und einer kurzen Zeit in der pharmazeutischen Industrie nahm er 1968 eine Tatigkeit als Assistent am Bio- chemischen Institut der Universitat K6ln an. Hier beschaftigte er sich nun intensiv mit der Gas-Chromatographie und mit der Derivati- sierung von polaren Verbindungen, um sie der gas-chromatographischen Analytik zu- ganglich zu machen. Sein besonderes Interes- se galt nattirlich den Dopingsubstanzen, die sich damals noch auf die Gruppe der Stimu- lantien beschraénkte. Die erste Arbeit zur De- rivatisierung (Trimethylsilylierung) von Sub- stanzen ftir die Gas-Chromatographie, die er zusammen mit Prof. Birkofer verdffentlichte, stammt aus dem Jahre 1967. 1969 gelang ihm als erstem die Synthese von MSTFA, die er im gleichen Jahr noch publizierte. MSTFA gilt heute als das am haufigsten verwendete Derivatisierungsmittel fiir die Gas-Chroma- tographie. Es folgten weitere Derivatisie- rungsreagenzien, von denen hier nur das MBTFA erwahnt werden soll, das als ein schonendes Reagenz zur Einfiihrung von - Trifluoracetylgruppen dient. Seit 1970 ftihrt er die Dopingkontrollen fiir die bundesdeut- schen Sportverbinde aus, die vom Bundes- ministerium des Inneren finanziert werden. Bei den Olympischen Spielen in Miinchen 1972 leitete Manfred Donike die Dopingkon- trollen, wobei er zum ersten Mal eine syste- 0341 -5163/93/0909-1034 $5.00+ .25/0 © VCH Verlagsgesellschaft mbH, D-69451 Weinheim, 1993 Nachr. Chem. Tech. Lab. 47 (1993) Nr. 9 Personalnachrichten matische Analytik (Gas-Chromatographie mit stickstoffspezifischer Detektion sowie Gas-Chromatographie mit Massenspektro- metrie) mit von ihm entwickelten Verfahren anwendete. 1975 erhielt er die Venia legendi ftir analyti- sche Biochemie an der Universitat K6éIn, und zwei Jahre spater wurde er zum Professor und Leiter des Instituts fiir Biochemie an der Deutschen Sporthochschule K6In ernannt. Aufgrund der von ihm entwickelten analyti- schen Verfahren und seiner prazisen Beurtei- lung von gas-chromatographischen Analy- senergebnissen wurden sein Wissen und seine Meinung nicht nur von deutschen Sportver- banden, sondern auch von den internationa- len Fachverbanden gesucht. 1975 wurde er in die Medizinische Kommission des Internatio- nalen Leichtathletikverbandes berufen und nach 1980 in die Subkommission Doping der Medizinischen Kommission des Internationa- len Olympischen Komitees. Heute gibt es- kaum noch einen Fachverband, den er nicht berat oder in dem er nicht vertreten ist. Das ist auch heute noch mit haufigen Reisen rund um die Welt zu Tagungen und Vortragen mit dem Thema Doping und Dopinganalytik ver- bunden. 1983 entwickelte er eine Trimethylsilylie- rungsmethode mit MSTFA, wobei mit Trime- thyliodsilan als Katalysator Ketogruppen in Steroiden quantitativ in Trimethylsilylenol- ether tiberfiihrt werden. Damit konnte ein neues Verfahren zur Bestimmung von anabo- len Steroiden und deren Metaboliten entwik- kelt werden, das einen empfindlichen gas- chromatographischen/massenspektrometri- schen Nachweis in nur 2 ml Urin erméglicht. Bei der weltweiten Einrichtung von Doping- kontrollaboratorien hat Manfred Donike we- sentlich mit Tat und Rat zur Seite gestanden und den neuen Laboratorien gro®ztigige Hil- fe geleistet. Im April 1993 wurde ihm beim Mosbacher Kolloquium von der Gesellschaft ftir toxiko- logische und forensische Chemie in ,,Aner- kennung seiner hervorragenden Verdienste um die forensischen Wissenschaften“ die Jean-Servais-Stas-Medaille 1993 verlichen. Seine Leidenschaften gelten heute immer noch dem Radsport, aber auch den kulinari- schen Geniissen. Wein, ob wei oder rot, schitzt er sehr, nur trocken sollte er sein. Sei- ne Mitarbeiter liebt er besonders, wenn sie friih kommen, bis spat in die Nacht arbeiten und auch an Wochenenden im Labor anzu- treffen sind. Gaste sind immer herzlich will- kommen, auch wenn sie ungeléste Probleme und Analysenproben mitbringen. Sie sollten sich aber auch viel Zeit nehmen, kritisch ge- gentiber den Analysenergebnissen, dartiber hinaus trinkfest sein und k6l’sche Spezialita- ten nicht verschméhen. Kurzum alles das, was einen Analytiker wie Manfred Donike auszeichnet. 1) N-Methyi-N-trimethylsilyltrifiuoracetamid 2) N-Methyl-bis-trifluoracetamid | Personalnachrichten Ehrungen Peter Gierschik, Priv.-Doz. Dr., Leiter der Abt. Molekulare Pharmakologie im Deut- schen Krebsforschungszentrum Heidelberg, erhielt ftir seine Arbeiten zur Regulation der Phospholipase C durch G-Proteine den dies- jahrigen Wissenschaftspreis fiir med. Grund- lagenforschung der SmithKline Beecham Stiftung. Frieder W. Lichtentha- lex, Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Chem., Inst. fiir Organ. Chemie der TH Darmstadt, bek. durch Untersuchun- gen zur Chemie der Kohlenhydrate, wurde in Anerkennung sei- ner grundlegenden Beitrige auf diesem Gebiet und seiner Verdienste um die unga- risch-deutsche wissenschaftliche Zusammen- arbeit die Ehrendoktorwiirde der Kossuth Universitat, Debrecen/Ungarn, verlichen. Thomas Metz, Dr. rer. nat., Europdisches Laboratorium fiir Molekularbiologie (EMBL), Heidelberg, erhielt fiir seine Dis- sertation tiber Wechselwirkungen zwischen verschiedenen krebsauslésenden Genen (Onkogenen) den Walther- und Christine- Richtzenhain-Preis 1992. Klaus Wegmann, Prof. Dr. rer. nat., Fakultat fiir Chemie und Pharmazie der Univ. Tiibin- gen, Inst. fiir Chem. Pflanzenphysiologie, wurde zum Ehrenprasidenten der Hochschu- le fiir Okobiotechnologie, Caracal/Rumanien gewahlt. Geburtstage Frithjof Aurich, Prof. Dr. rer. nat., Berlin, Iwan N. Stranski-Inst. der TU Berlin: 60. Geburtstag am 9. Okt. 1993. Siegfried Benz, Dr. phil. nat., Dipl.-Chem., Wuppertal, in Fa. Bayer AG, Wuppertal-El- berfeld: 65. Geburtstag am 19. Okt. 1993. ; Hams Bock, Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. mult. Dipl.-Chem., Inst. fiir Anorgan. Chemie der Univ. Frankfurt a.M., Inh. zahlr. Ehrungen, | u.a. des Wilhelm- Klemm-Preises der GDCh, Mitglied der Deutschen Akad. der Naturforscher Leo- poldina, Halle, bes. bekannt durch seine Un- tersuchungen detaillierter Reaktionsablaufe mittelgroBer Molektile: 65. Geburtstag am 5. Okt. 1993. Wolfgang Brauer, OStR., Wiesbaden: 70. Geburtstag am 7. Okt. 1993. Rainer Briicker, Dr., Castrop-Rauxel, in Fa. Veba-Chemie AG, Herne: 60. Geburtstag am 4. Okt. 1993. Jiixrgen Dankworth, Dr., in Fa. Joh. A. Ben- ckiser GmbH, Ludwigshafen: 60. Geburtstag am 18. Okt. 1993. Gerhard Dickel, Prof. Dr. rer. nat. Dipl.- Chem., GroBhesselohe, friiher am Physikal.- chem. Inst. der Univ. Miinchen: 80. Geburts- tag am 28. Okt. 1993. Reiner Ditzer, Dr. Dipl.-Chem., Odenthal, in Fa. Bayer AG, Leverkusen: 60. Geburts- tag am 25. Okt. 1993. Nikolaus Eberle, Dipl.-Chem., 60. Geburtstag am 29. Okt. 1993. Alban Hi. Effler, Dipi.-Chem., Staufenberg, in Fa. FLAVO-Fabrik.- u. Service Ges. fiir LM-Zusatze z. Fleisch- u. LM-Technologie mbH, Obermiihle: 60. Geburtstag am 25. Okt. 1993. Manfred Fedtke, Prof. Dr. rer. nat. habil., Merseburg, FB Chemie der Univ. Halle-Wit- tenberg: 60. Geburtstag am 13. Okt. 1993. Karl Feils, Dipl.-Ing., Kérperich: 60. Ge- burtstag am 4. Okt. 1993. Walter Fester, Dr., Saal: 60. Geburtstag am 4. Okt. 1993. Eberhard Fischer, Prof. Dr., Rostock, Prof. fiir Techn. Chemie an der Univ. Rostock: 60. Geburtstag am 1. Okt. 1993. Geert Gmnutzmann, Dr. rer. nat. Dipl.- Chem., Frankfurt a.M., frither in Fa. Degus- sa, Frankfurt a.M.: 70. Geburtstag am 11. Okt. 1993. Giiater Grethe, Dr. Dipl.-Chem., Alameda, CA/USA: 60. Geburtstag am 13. Okt. 1993. Eugen Griebsch, Dr.-Ing., Nordkirchen, frii- her in Fa. Schering AG, Bergkamen: 80. Ge- burtstag am 13. Okt. 1993. Hans Grof, Prof. Dr. ter. nat. habil., Ber- lin, Zentrum fiir Se- lektive Organische Synthese in der KAT e.V., Berlin-Adlers- hof, Mitgl. der Deut- schen Akad. der Na- _ turforscher Leopoldi- / na, Halle, Inh. der * Henricus-Jakobus- van’t-Hoff-Medaille, bes. bekannt durch sei- ne Arbeiten zur ErschlieSung des Dichlorme- thylmethylethers fiir die organische Synthese Halle: 1) Vgl. das ,,Wer ist’s?“, Nachr. Chem. Tech. Lab. 1987, 35, 1278. 1035

  • longterm_metabolites_vortrag_orlando_mit_folien.pdf
    Long Term Metabolites – Historical Aspects and the Cologne Strategy Schänzer W, Fusshöller G, Guddat S, Geyer H, Piper T, Thevis M. Long Term Metabolites - Historical Aspects and the Cologne Strategy. Lecture held at the 16th Annual USADA Meeting in Orlando, USA on 1st October 2017. Literature for this article and presentation: Schänzer, W, Delahaut, P, Geyer, H, Machnik, M, Horning, S: Longterm detection and identification of metandienone and stanozolol abuse in athletes by gas chromatography / high resoloution mass spectrometry (GC/HRMS). Journal of Chromatography B, 687 (1996) 93-108. Schänzer, W, Geyer, H, Horning, S: Longterm determination of metandienone and mestanolone. In W. Schänzer, H. Geyer, A. Gotzmann, U. Mareck-Engelke (eds.) Recent advances in doping analysis (5). Sport und Buch Strauß, Köln (1998) 13-26. Schänzer W, Horning S,Opfermann G and Donike, M: GC/MS identification of longterm excreted metabolites of the anabolic steroid 4-chloro-1,2-dehydro-17α-methyltestosterone in human. J. Steroid Biochem. Molec. Biol., 57 (1996) 363-376. Schänzer W, Geyer H, Fußhöller G, Halatcheva N, Kohler M, Parr MK, Guddat S, Thomas A, Thevis M: Mass Spectrometric Identification and Characterization of a New Long-Term Metabolite of Metandienone. Rapid Commun. Mass Spectrom. 10 (2006) 2252-2258. Fußhöller G, Mareck U, Schmechel A, Schänzer W: Long-term detection of metandienone abuse by means of the new metabolite 17ß-hydroxymethyl-17α-methyl-18-norandrost-1,4,13-trien-3-one. In Schänzer W, Geyer H, Gotzmann A, Mareck U (eds.) Recent advances in doping analysis (15). Sportverlag Strauß, Köln (2007) 393-396. Sobolevsky T, Rodchenkov G. Detection and mass spectrometric characterization of novel long- termdehydrochloromethyltestosterone metabolites in human urine. J Steroid Biochem Mol Biol. 2012 Feb;128(3-5):121-7. Schänzer W, Guddat S, Thomas A, Opfermann G, Geyer H, Thevis M: Expanding analytical possibilities concerning the detection of stanozolol misuse by means of high resolution/high accuracy mass spectrometric detection of stanozolol glucuronides in human sports drug testing. Drug Test Anal. 2013, 5, 810-818. Thevis M, Piper T, Horning S, Juchelka D, Schänzer W; Hydrogen isotope ratio mass spectrometry and high-resolution/high-accuracy mass spectrometry in metabolite identification studies: Detecting target compounds for sports drug testing. Rapid Commun. Mass Spectrom. 2013, 27, 1904–1912. 1 Long Term Metabolites – Historical Aspects and the Cologne Strategy Wilhelm Schänzer, Gregor Fußhöller, Sven Guddat, Hans Geyer, Thomas Piper and Mario Thevis Institute of Biochemistry, German Sports University, 50933 Cologne, Germany Historically, the wording long term metabolite was first used in the Cologne laboratory in 1995. Unfortunately, this was the year when Manfred Donike, the head of the Cologne laboratory, director of the Institute of Biochemistry of the German Sports University and member of the IOC Medical Commission subgroup Doping and Biochemistry, unexpectedly died. He was the scientific “father” of the anti-doping laboratory in Cologne and published his first scientific articles – dope analysis based on GC separation techniques - in 1966. His respectable work in the fight against doping was a milestone. He untiringly advanced anti- doping science and improved analytical methods to detect doping substances in biological samples of athletes. We all in the Cologne laboratory and also scientists in other laboratories worldwide have learnt from Manfred Donike’s ideas. The wording long term metabolite is related to the detection of exogenous anabolic androgenic steroids (AAS). When in the beginning of the 1970ties the misuse of AAS became aware Manfred Donike and also the laboratory in Montreal focused their analytical investigations on an unambiguous identification of that group of substances by GC-MS. Beside of classical sector field MS systems such as the Atlas MAT CH-5, which was already used during the Olympic Games in Munich 1972, new and less expensive MS instruments became available at that time and in the 1980ties quadrupole separation techniques followed. These instruments were also called single bench top MS-Systems and connected to a gas chromatograph. The first methods could be developed to successfully identify AAS. But the problem remained with the testing itself as AAS were applied in the training period and doping tests were only conducted at competition events. This was less effective. Since 1988 with the introduction of out-of-competition testing the misuse of AAS could be controlled more effectively. But out-of-competition tests were not uniform and internationally not harmonized. That was one of the reasons why in Cologne Manfred Donike tried to improve the detection of AAS, even for long periods of time after their last administration. 1992 - High resolution mass spectrometry (HRMS) One possibility to achieve longer detection times was the introduction of HRMS in anti- doping control analysis by Manfred Donike in 1992. With this HRMS technique it was feasible to improve the detection limits of AAS mainly by reducing the biological background compared to MS techniques with a single mass resolution. 1995 - Identification of long term excreted metabolites of AAS The other possibility to improve detection times was to identify metabolites of AAS which were not so dominant at the beginning of the excretion period but showed prolonged half- lives and were excreted for a longer period of time. 17-Epimerization and 17,17-dimethyl-rearrangement process In Cologne we mainly focused on 17α-methyl steroids and investigated their metabolism. A sulfate conjugation of the sterically hindered 17ß-hydroxy group became of particular interest. The 17ß-sulfate of 17α-methyl steroids once generated was instable and a 17- epimerization could be identified as a metabolic pathway. In 1989 this new metabolic pathway was described for metandienone in the metabolism of horses by Edlund et al. We investigated this process for a series of 17α-methyl steroids and could identify further water elimination products and rearrangement products with a 18-nor-17,17-dimethyl-13-ene C/D- ring structure. Especially in the metabolism of metandienone we were able to identify a rearrangement product of metandienone with a 18-nor-17,17-dimethyl-13- ene structure which was further 2 reduced in the A-ring yielding 18-nor-17,17-dimethyl-5ß-androst-1,13-dien-3α-ol (also named 18-norepimetenediol or 18-nor-EMD). In the same excretion urines we could also confirm a 17- epimer 17ß-methyl-5ß-androst-1-ene-3α,17α -diol (epimetenediol, EMD). Both metabolites 18-nor-EMD and EMD could be detected longer than the classical, known metabolites of metandienone at that time. The screening and confirmation of both of these long term metabolites in combination with the use of HRMS analysis led to an increase in the number of adverse analytical findings (AAFs) for metandienone. Furthermore, the detection of stanozolol metabolites was improved when using HRMS. In 1995 the Cologne laboratory could report additional 63 AAFs for metandienone (total number was 78) and additional 9 AAFs for stanozolol (total number was 22) only detected by HRMS. By means of low resolution MS alone we would have missed 80% of the metandienone and 40% of the stanozolol AAFs. 1996 – Long term excreted metabolite of dehydrochloromethyltestosterone (DHCMT) At the same time, in 1995/96, we also concentrated on the metabolism of DHCMT and identified a long term excreted metabolite but with a 6,16-dihydroxy structure. This was published in 1996 and especially in Germany we were able to report some AAFs on the basis of considering this metabolite. At that time we were of the opinion that DHCMT (Oral-Turinabol®) was only the classical, misused AAS in the East German Democratic Republic (GDR) and after the reunification of Germany we expected that some athletes would continue to misuse this anabolic steroid. About twenty years later, we see an extremely high number of misuse of this substance mainly in Eastern Europe countries. 2006 – Confirmation of a new long term metabolite of metandienone – 18-nor-17ß- hydroxymethyl-17α-methylandrost-1,4,13-trien-3-one (NW, “night watchman”) The detection of this long term excreted metabolite of metandienone was more or less a discovery by chance. The routinely applied LC/ESI/MS/MS screening method for the detection of dihydroexemestane, the main metabolite of exemestane (a banned aromatase inhibitor), showed in some doping control urine samples an interfering signal for an unknown substance demonstrating a product ion at m/z 135 generated from the protonated molecular ion (M+H)+ 299. Interestingly, in several samples with this unknown peak we could additionally identify EMD, a long term metabolite of metandienone (see above). Further investigations on this metabolite were successful and contributed to identify the interference as a new metabolite of metandienone with the structure 18-nor-17ß-hydroxymethyl-17α- methylandrost-1,4,13-trien-3-one (NW). This was unexpected and for the first time we confirmed that a rearrangement product with 18-nor-17,17-dimethyl-13-ene C/D-ring structure was hydroxylated at the 17ß-methl group. Based on the history of the discovery we abbreviated this metabolite with the naming “night watchman” (NW). Additionally, but with lower intensity, an epimer of the NW metabolite with the hydroxylation at the 17α-methyl group could be identified. With the introduction of this new metabolite in our screening methods for AAS in 2006, in the same year we were able to report about 53 additional AAFs for metandienone which before this new finding was discovered would have not been detected with the known metabolites. The investigation of similar metabolic pathways producing long term excreted metabolites of other 17α-methyl steroids was successful and results were published also by other laboratories. I would like to mention two anabolic steroids, oxandrolone and DHCMT, for which the Cologne laboratory was able to report a high number of AAFs by introducing such long term excreted hydroxylated rearrangement metabolites into existing screening methods. For oxandrolone we could identify similar metabolites like for metandienone NW with 18-nor- 17ß-hydroxymethyl-17α-methyl -13-ene structure and an 17-epimer with similar intensity. Comparable to the NW metabolite of metandienone the A-ring remains non-metabolized. The first AAFs for oxandrolone long term metabolites were reported in Cologne in 2012. The investigations confirming these new metabolites were published in 2013. 3 2013 Dehydrochloromethyltestosterone (DHCMT) - New long term metabolites identified by Sobolevsky and Rodchenkov. A high number of AAFs could be reported for the anabolic androgenic steroid DHCMT when Tim Sobolevsky and Gregory Rodchenkov published several new long term metabolites of DHCMT in 2012 which were similarly metabolized at the C/D-ring as described for metandienone NW but subsequently the A-ring was partially and/or completely reduced. Among these new metabolites especially the fully A-ring-reduced metabolite could be detected for the longest period of time after the last application of DHCMT. Following a single excretion study of an oral application of 20 mg of DHCMT which was performed in Cologne in 2016 this new long term excreted metabolite of DHCMT could be detected for 250 days (approximately eight months). Actually, this metabolite was successfully synthesized as reference material by the working group of Günter Gmeiner in Austria and the exact configuration of the A/B-ring, the 3- hydroxy- and 4-chloro groups will be published soon. In 2013 we introduced this new metabolite into our screening methods for AAS and were able to report 61 AAFs for DHCMT in the same year compared to only one positive finding in the year before. 2012/2013 - Improved detection of stanozolol metabolites by HRMS orbitrap technology At the same time, in 2012, we started the investigation to develop an improved method for the detection of stanozolol applying a new high resolution mass spectrometry technique called orbitrap technology. With this new sophisticated MS technique we were able to identify stanozolol and epistanozolol conjugated metabolites as N-glucuronides. The N- glucuronide of epistanozolol was detected up to four weeks after a single oral dose of 5 mg and was therefore confirmed as a long term excreted metabolite. When applying this method for routine doping control samples we increased our reports for stanozolol AFFs from about 12 in 2011 to 64 in 2012 (39 were only detected by the new orbitrap HRMS method) and to 150 AAFs in 2013 (146 were only detected by the new orbitrap HRMS method). However, the pattern of metabolites was changing only in a few samples to the long term metabolite of stanozolol. In most of the analysed samples we obtained a pattern with all metabolites. An explanation for this observation is still missing. Up to now it can only be speculated about the reasons, whether the substance is mainly administered by injection or given orally in low doses, which both may explain the results. 2013 The new Cologne strategy for the detection of long term excreted metabolites of AAS using hydrogen isotope ratio mass spectrometry (HIRMS) In 2013 my colleagues Mario Thevis and Thomas Piper started a project to identify long term excreted metabolites of AAS by use of hydrogen isotope ratio mass spectrometry (HIRMS) to calculate 2H1/ 1H1. The isotope 2H1 of hydrogen is also named deuterium (D) and, therefore, the isotope ratio of hydrogen can also be named D/H. As the natural occurrence of D is only 1 out of 6500 H atoms (0.015%), the use of deuterated compounds for excretion studies would substantially increase the signal intensities of the metabolites. As a result concentrations of a deuterium labeled metabolite in the lower ng/mL range will result in a detectable signal above the naturally present D-background in IRMS analyses. This idea was successfully tested by means of an elimination study using trideuterated metandienone (17α-C2H3-17ß-hydroxyandrosta-1,4-dien-3-one, D3-metandienone). For the gas chromatography / thermal decomposition-isotope ratio mass spectrometry (GC/TC-IRMS) analysis selected urine samples were collected following the application (up to 477 h, approximately 20 days). The urine samples (20 ml) were concentrated via a SPE step, glucuronidated and sulfated metabolites were separated and hydrolyzed. All extracts were further cleaned up by HPLC fractionation and acetylated with acetic anhydride for analysis. After the Gparation of the different fractions the substances are thermally decomposed (TC) generating H2 and DH and the GC/TC-IRMS is measuring the two masses m/z 2 and m/z 3 respectively. For hydrogen isotope ratio (HIR) measurements at natural abundance, the ion chromatogram at m/z 2 shows consistently higher intensities than the corresponding 4 chromatogram at m/z 3, although the abundance of m/z 3 is constantly amplified by a factor of 1000. When a deuterium labeled metabolite is eluting the GC-column the ratio of m/z 3 (DH) to m/z 2 (H2) is obviously increased. This allows the detection of unknown metabolites. In the above-mentioned excretion study with D3-metandienone the metabolite with the longest detection time measured by hydrogen IRMS was the known long term excreted metabolite of metandienone NW (see above). The sensitivity for the actual used method was about 0,25 ng/ml for a deuterium labeled metabolite. The presented study demonstrates the value of GC/TC-IRMS in metabolism studies of long term excreted metabolites. In general this technique is not limited to AAS and it can be applied to other doping substances when the detection and identification of metabolites are required for a sensitive dope control. Literature for this new strategy: Thevis M, Piper T, Horning S, Juchelka D, SchänzerW. Hydrogen isotope ratio mass spectrometry and high-resolution/high-accuracy mass spectrometry in metabolite identification studies: Detecting target compounds for sports drug testing. Rapid Commun. Mass Spectrom. 2013, 27, 1904–1912 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 1 Long Term Metabolites - Historical Aspects and the Cologne Strategy Wilhelm Schänzer Institute of Biochemistry German Sports University Cologne Orlando – 1st October 2017 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 2 Manfred Donike 23.8 1933 – 21.8.1995 1966 First publication - dope analysis based on GC separation techniques 1969 Synthesis of MSTFA 1972 Dope testing Olympic Games Munich GC and MS 1977 Professor (appointment) Institute of Biochemistry German Sport University 1980 Member of the IOC MC- subcommission „Doping and Biochemistry“ Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 3 Atlas MAT CH-5 - with On-line-Data System (left) – Gaschromatograph (right) Mass Analyser with Gaschromatograph Dope Analyis 1972 – Olympic Games Munich Computer Data-System MS GC MS Controler Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 4 Doping ControlNew Doping Methods Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 5 GC HRMS – MAT 95 Dope Analyis 1995 – HRMS Instrument Sektorfeld-MS: Finnigan MAT 95 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 6Edlund et al. 1989 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 7 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 8 Reasoning: „Out of Competition testing is not uniform and international harmony has not been achieved, even for top level athletes.“ 1996 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 9 116 positive AAS in 1995 from 6700 urine control samples 41 AAFs with the conventional GC-MS technique 75 AAFs with HRMS (High Resolution Mass Spectrometry) Improved Detection of Anabolic Androgenic Steroids (AAS) Improved sensitivity and selectivity by modern HRMS technology Identification of long term excreted metabolites 1995 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 10 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 11 1996 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 12 Long term excreted metabolite (1996) Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 13 Identification of a Longterm Excreted Metabolite of Metandienone (anabolic steroid) - 2006 Cologne Laboratory - Additional reporting of about 53 cases for the abuse of metandienone (would have not been reported with the standard MS procedure) 2006 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry Screening LC/MS-MS for steroids and substances with anti-estrogenic activity Exemestane > metabolite Dihydroexemestane (M+H) + 299 > 135 How to detect a new metabolite? Dihydroexemestane 299/135 (Area 369) (Intensity 0) Dihydroexemestane 299/135 (Area 27719) (Intensity 4666) night watchman NW > NV Dope Analysis 2006 – Routine Dope Control same sample positive or suspicious for metandienone (epimetenediol) Institut für Biochemie Institute of Biochemistry How to identify a new metabolite? OH O CH3 ESI (M+H)+ 301 299 OH O CH3 - did not match with synthesized compounds (Mario Thevis) as 6-ene, 6-ene-17-epi, 9-ene metandienone mol wt 300 mol wt 298 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry Isolation of 1 L of Urine from a metandienone excretion (20-50h) - enzymatic hydrolysis - silica gel - liquid chromatography GC/MS-analysis as per-TMS derivative 40 80 120 160 200 240 280 320 360 400 440 100 200 300 400 500 600 700 800 900 1000 m/z--> Abundance 73 133 339 442 243 193 103 219 15945 323 427 236 337 206 Maxie Kohler - 103 no m/z 143 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 133 fragment of 18-nor-rearrangement product 60 80 100 120 140 160 180 200 220 240 260 280 300 320 340 360 0 100 200 300 400 500 600 700 800 900 1000 m/z--> Abundance 133 339 354 73 148 206 91 191105 161 229 283 32445 243 59 CH3 O CH3 TMS 148206 - 15 m/z 133 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry CH2 O T M S C H 3 OT M S 103 339 CH3 C H 3 OT M S 339 M+ 442 M+ 35415 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry CH3 C H 3 O metabolism CH 2 CH 3 O OH CH3 CH 2 O OH major metabolite minor metabolite Ref. Schänzer W, Geyer H, Fußhöller G, Halatcheva N, Kohler M, Parr MK, Guddat S, Thomas A, Thevis M. Mass Spectrometric Identification and Characterization of a New Long-Term Metabolite of Metandienone. Rapid Commun. Mass Spectrom. 10 (2006) 2252-2258 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry Hans Geyer 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 7 4 5 6 m et ab o lit e time period of detection (days) new metabolite 18-nor-epimetenediol epimetenediol 5ß-tetrahydro metabolite oral application of 5mg metandienone, 2 volunteers Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 21 Ref. Fußhöller G, Mareck U, Schmechel A, Schänzer W Long-term detection of metandienone abuse by means of the new metabolite 17ß-hydroxymethyl-17?-methyl-18-norandrost-1,4,13-trien-3-one Schänzer W, Geyer H, Gotzmann A, Mareck U (eds.) Recent advances in doping analysis (15). Sportverlag Strauß, Köln (2007) 393-396 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 22 High Number of AAFs for other AAS (following the same rearrangement process of 17α-methyl steroids and further hydroxylation) Oxandrolone Dehydrochloromethyltestosterone (DHCMT) Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 23 Dehydrochloromethyltestosterone (DHCMT) Long term excreted metabolites 2012 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 24 Fig. 2. Structures of DHCMT, its known long-term metabolites (I and II) and proposed structures of DHCMT metabolites M1–M4 identified after HPLC fractionation of the pooled urine. Tim 3 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 25 Excretion Study: Oral Application 20mg DHCMT 0 20 40 60 80 100 120 140 160 0 25 50 75 100 125 150 175 200 225 250 DHCMT Metabolite Tim 3 p g /m l days Other steroids detection time DHCMT parent 8 days 6ß-HO-DHCMT 3 days 16-Oxo-Metabolite II 18 days Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 26 Year DHCMT* LC-MS-MS Stanozolol** GC-MS-MS Stanozolol 2011 0 12 2012 1 39 15 2013 61 146 4 2014 7 23 1 Positive Findings (AAFs) with DHCMT and Stanozolol in Cologne 2011-2014 * Detection of long term metabolite Tim 3 since 2013 ** Improvement using LC-MS-MS Q-Exactive with HRMS Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 27 Stanozolol – Pattern of Conjugated Metabolites (4 days after 5mg) 505 > 329 521 > 345 long term metabolite long term metabolite 4 - Stanozolol-O-glucuronide 1 - 3‘-Hydroxystanozolol-glucuronide 5 - Stanozolol-N-glucuronide 2 - 16ß-Hydroxystanozolol-glucuronide 6 - Epistanozolol-N-glucuronide 3 - 3‘-Hydroxyepistanozolol-glucuronide Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 28 The Cologne new strategy to detect long term excreted metabolites GC/TC/IRMS (TC = thermal conversion) Isotope ratio MS of hydrogen 2H/1H (D/H) (D = Deuterium) Excretion studies with deuterated steroids The ratio D/H allows a sensitive detection of metabolites containing deuterium 2013 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 29 Thermal conversion pyrolysis H2 + HD Isotope ratio MS of hydrogen 2H/1H (D/H) mass 2 mass 3 ratio 3/2 D/H ratio normally 1:6500 (0,015%) Institut für Biochemie Institute of Biochemistry Zentrum für Präventive Dopingforschung / Institut für Biochemie Center for Preventive Doping Research / Institute of Biochemistry Identifying Metabolites of Substances Relevant to Sports Drug Testing - T.Piper IRMS results – fraction V Blank urine PD 2 3 Ratio 3/2 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry Zentrum für Präventive Dopingforschung / Institut für Biochemie Center for Preventive Doping Research / Institute of Biochemistry Identifying Metabolites of Substances Relevant to Sports Drug Testing - T.Piper Nightwatchman (Gluc) 189 hours ≈ 5 ng/mL in urine 2 3 Ratio 3/2 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry Zentrum für Präventive Dopingforschung / Institut für Biochemie Center for Preventive Doping Research / Institute of Biochemistry Identifying Metabolites of Substances Relevant to Sports Drug Testing - T.Piper Nightwatchman (Gluc) 477 hours ≈ 0.25 ng/mL in urine 2 3 Ratio 3/2 Institut für Biochemie Institute of Biochemistry 33 Summary Following the Cologne experience in dope control and anti-doping research we consider the situation (in Germany and several other countries) as follows:

  • long-term_metabolites_parr_2010.pdf
    M.K. Parr1), G. Fußhöller1), M. Gütschow2), C. Hess1,2), W. Schänzer1) GC-MS(/MS) investigations on long-term metabolites of 17-methyl steroids 1) Institute of Biochemistry, German Sport University, Cologne, Germany 2) Pharmaceutical Institute, Pharmaceutical Chemistry I, University of Bonn, Germany Abstract 17β-Hydroxymethyl-17α-methyl-18-norandrosta-1,4,13-trien-3-one was identified as long- term metabolite of metandienone in human urine resulting in an increased number of adverse analytical findings in doping control for this anabolic steroid within the last few years. As the metabolic fate of the D-ring of other 17-methylated steroids was found to be similar up to now, the excretion of analogous 17-hydroxymethyl-17-methyl-18-norandrost-13-ene derivatives (“night watch”, NW) in human urines after the application of further 17-methyl steroids was studied. Therefore, following single oral doses of the respective steroid, post- administration urines were analysed. After dehydrochloromethyltestosterone (DHCMT), Methyl-1-testosterone and Methyltestosterone administration, the respective derivatives were detected in the glucuronide fraction. From their detection times in the urine, 4-chloro-17β- hydroxymethyl-17α-methyl-18-norandrosta-1,4,13-trien-3-one (after DHCMT) and 17β- hydroxymethyl-17α-methyl-18-nor-5α-androsta-1,13-dien-3-one (after methyl-1- testosterone) may serve for long-term detection in doping control while 17β-hydroxymethyl- 17α-methyl-18-norandrosta-4,13-dien-3-one appeared to be excreted only shortly after administration of methyltestosterone. Thus, its detection may only be suitable as supplement in tracing methyltestosterone administration. Also following oxandrolone administration, traces of 17β-hydroxymethyl-17α-methyl-18-nor-2-oxa-5α-androsta-13-en-3-one could be detected in the glucuronide fraction. Following the administration of bolasterone, fluoxymesterone, methandriol, 17-methyl-19-nortestosterone, mibolerone, oxymesterone, and stanozolol no analogous metabolites were so far detected in the urines analysed. The 17- hydroxymethyl-17-methyl-18-norandrost-13-enes are characterised by mass spectrometric techniques. WS2010 - LECTURE 64 Introduction Investigations concerning a new long-term metabolite of metandienone have been performed since October 2005. It was identified by mass spectrometric experiments (precursor ion scans, product ion scans, full scans) as 17β-hydroxymethyl-17α-methyl-18-norandrosta- 1,4,13-trien-3-one [1]. Final structure confirmation was recently achieved by comparison with biotechnologically produced reference material [2]. Its generation in metabolism is proposed as illustrated in Figure 1. The implementation in routine screening procedures largely increased the detection time of a misuse of metandienone in sports and thereby the number of adverse analytical findings [3]. O H2C CH3 OH O CH3 CH3 P450 O OH CH3 O H2C CH3 OH O CH3 CH3 P450 O OH CH3 Figure 1: Proposal of 17β-hydroxymethyl-17α-methyl-18-norandrosta-1,4,13-trien-3-one generation from metandienone by cytochrome P450 catalysed hydroxylation in metabolism An analogue metabolite was tentatively identified by GC-MS after the administration of methyl-1-testosterone [4]. As the metabolic fate of the D-ring of other 17-methylated steroids was reported to be similar, those steroids may also yield analogue metabolites. Thus, in the reported study we investigated the detectability in post administration urines of bolasterone, dehydrochloromethyltestosterone (DHCMT), fluoxymesterone, methandriol, methyl-1- testosterone, methyltestosterone, 17-methyl-19-nortestosterone, mibolerone, oxandrolone, oxymesterone, and stanozolol. Materials and Methods Instrumentation The analyses were performed on a Trace GC Ultra gas chromatograph (Thermo Fisher, Bremen, Germany) coupled to a TSQ Quantum GC triple quadrupole mass spectrometer (Thermo Fisher, Bremen, Germany) applying the following parameters: column: Agilent Ultra-1 (17 m; 0.20 mm i.d.; 0.1 µm film thickness), carrier gas: helium, constant pressure: 1.14 Bar, oven temperature program: 0 min 183°C, +3°C/min, 0 min 232°C, +40°C/min, 2 min 310°C, injection volume: 1.5 µL, split 1:16, injection temperature: 300°C, ionization: 70 eV, EI, collision gas: argon. Prior to injection the samples were derivatized with TMIS reagent (MSTFA/ NH4I/ ethanethiol, 1000:2:3, v:w:v) by heating for 20 min at 60°C. WS2010 - LECTURE 65 Wagner-Meerwein rearrangement 17,17-Dimethyl-18-norandrost-13-en-3-one analogues of several 17-methyl steroids were obtained by Wagner-Meerwein rearrangement of the respective compounds: About 10 mg of the respective 17-methyl steroids (DHCMT, fluoxymesterone, methyltestosterone, methyl-1- testosterone, 17-methyl-19-nortestosterone, mibolerone, oxandrolone, and oxymesterone) were refluxed overnight in a mixture of 0.5 mL of methanol and 0.5 mL of aqueous hydrochloric acid (1 mol/L) as described by Segaloff and Gabbard [5]. The resulting 17,17- dimethyl-18-norandrost-13-ene derivatives were extracted with 5 mL of n-pentane and the organic layer was evaporated to dryness. Following derivatisation the products were analysed by GC-MS(/MS). Biotransformation studies Incubation of solutions of the 17,17-dimethyl-18-norandrost-13-en-3-ones (1 mM in cultivation medium) for 24 h at 30ºC under mild agitation was performed with S. pombe strains expressing the human CYP3A4 or CYP21 enzymes [6]. After twofold extraction with ethyl acetate aliquots were derivatised and analysed by GC-MS(/MS). Administration studies Administration studies approved by the local ethics committee of the German Sport University Cologne with orally ingested DHCMT (15 mg, 22 d), methyl-1-testosterone (10 mg, 2 d and 3 more morning urines), methyltestosterone (5 mg, 13 d), oxymesterone (16 mg, 26 d), mibolerone (10 mg, 3 d), 17-methyl-19-nortestosterone (4 mg, 2 d) and spot urines after bolasterone, fluoxymesterone, methandriol, oxandrolone and stanozolol administration were analysed. The samples were prepared according to the routine steroid screening procedure [7]. In brief, after addition of the internal standard, 2 mL of urine were incubated at pH 7 with β- glucuronidase from E. coli at 50°C for 1 h. The steroids were extracted with 5 mL of TBME at pH 9.6, the organic layer was evaporated to dryness, derivatised and analysed by GC- MS/MS. WS2010 - LECTURE 66 Results The Wagner-Meerwein rearrangement of DHCMT, fluoxymesterone, methyltestosterone, methyl-1-testosterone, 17-methyl-19-nortestosterone, mibolerone, oxandrolone, and oxymesterone resulted in the corresponding 17,17-dimethyl-18-norandrost-13-ene derivatives. The EI mass spectra of their TMS derivatives are displayed in Figure 2. In post administration urines 17,17-dimethyl-18-norandrosta-4,13-dien-3-one (from methyltestosterone), 4-hydroxy- 17,17-dimethyl-18-norandrosta-4,13-dien-3-one (from oxymesterone) and 17,17-dimethyl-2- oxa-5α-androst-13-en-3-one (from oxandrolone) were detectable in considerable amounts while the other compounds did not appear in the urines analysed. 40 80 120 160 200 240 280 320 3600 200 400 600 800 1000 [m/z] Abund. 133 148 73 353 388 37393 337219 Cl O A 40 80 120 160 200 240 280 3200 200 400 600 800 1000 [m/z] Abund. 194 73 356 179 341 91105 147163 206 O H B 40 80 120 160 200 240 280 320 0 200 400 600 800 1000 [m/z] Abund. 194 342 73 133 32791 179105 237 O C 40 80 120 160 200 240 280 320 360 4000 200 400 600 800 1000 [m/z] Abund. 444 73 296 147 OH O D 40 80 120 160 200 240 280 3200 200 400 600 800 1000 [m/z] Abund. 208 341 35673 193 13391105 231 O E 40 80 120 160 200 240 2800 200 400 600 800 1000 [m/z] Abund. 273 91 28810579 161 213 H O O F 40 80 120 160 200 240 280 3200 200 400 600 800 1000 [m/z] Abund. 356208 73 193133 34191105 O G 50 100 150 200 250 300 350 400 4500 200 400 600 800 1000 [m/z] Abund. 462 73 208 357337179 281 O F HOH Figure 2: Mass spectra (GC-MS, EI, scan) of Wagner-Meerwein product of DHCMT (A), mono-TMS, M+=388, of methyl-1-testosterone (B), mono-TMS, M+=356, of 19- normethyltestosterone (C), mono-TMS, M+=342 of oxymesterone (D), bis-TMS, M+=444, of mibolerone (E), mono-TMS, M+=356, of oxandrolone (F), M+=288, of methyltestosterone (G), mono-TMS, M+= 356, of fluoxymesterone (H), bis-TMS, M+= 462 WS2010 - LECTURE 67 Biotransformation studies The TMS derivatives of the different 17ξ-hydroxymethyl-17ξ-methyl-18-norandrost-13-enes obtained in the biotransformation studies were recorded in full scan mode. Both corresponding 17-epimers showed similar mass spectra (spectra of 17β-hydroxymethyl-17α- methyl epimer depicted in Figure 3) with analogous fragments compared to the metandienone long-term metabolites 17ξ-hydroxymethyl-17ξ-methyl-18-norandrosta-1,4,13-trien-3-one. Some proposals of fragment generation are indicated in the mass spectra. All spectra show dominant losses of 103 u corresponding to ●CH2-O-TMS. M/z 133 is generated from the C/D- ring (C-8,9,11-18,20) after a loss of 103 u as already reported in case of the metandienone metabolite [1]. Interestingly regarding of the fluoxymesterone product (9α-fluoro-11β- hydroxy-17β-hydroxymethyl-17α-methyl-18-norandrosta-4,13-en-3-one) no fragment with m/z 133 appears in the spectrum. This spectrum is dominated by subsequent losses of HF (20 Da) and TMS-OH (90 Da) from M+-103 (m/z 447), generating the fragments m/z 427, 357, and 337. 100 150 200 250 300 350 [m/z] 0 200 400 600 800 1000 273 147 161 213133 286 361376 100 150 200 250 300 350 400 450 [m/z] 0 200 400 600 800 1000 133 373 236 227 277 337253 476219159 Abund. TMSO CH2OTMS Cl 100 200 300 400 0 200 400 600 800 1000 [m/z] Abund. 341 73 133 444 245 208109 431 TMSO CH2OTMS 200 250 300 350 400 200 400 600 800 1000 341 149 161 179 193 230 245219 444 429 Abund. 150 [m/z] 133 TMSO CH2OTMS O O CH2OTMS -CH2-O-TMS -CH2-O-TMS -CH2-O-TMS -CH2-O-TMS 100 150 200 250 300 350 [m/z] 0 200 400 600 800 1000 273 147 161 213133 286 361376 100 150 200 250 300 350 400 450 [m/z] 0 200 400 600 800 1000 133 373 236 227 277 337253 476219159 Abund. TMSO CH2OTMS Cl 100 200 300 400 0 200 400 600 800 1000 [m/z] Abund. 341 73 133 444 245 208109 431 TMSO CH2OTMS 200 250 300 350 400 200 400 600 800 1000 341 149 161 179 193 230 245219 444 429 Abund. 150 [m/z] 133 TMSO CH2OTMS O O CH2OTMS -CH2-O-TMS -CH2-O-TMS -CH2-O-TMS -CH2-O-TMS O O CH2OTMS -CH2-O-TMS -CH2-O-TMS-CH2-O-TMS -CH2-O-TMS-CH2-O-TMS -CH2-O-TMS-CH2-O-TMS 100 200 300 400 500 0 200 400 600 800 1000 [m/z] Abund. 357 55073 447 103 147 208 337 427 TMSO CH2OTMS F TMSO - CH2-O-TMS- CH2-O-TMS - TMS-OH- TMS-OH - HF - HF- HF - TMS-OH Figure 3: Mass spectra (EI) of TMS derivatives of 17β-hydroxymethyl-17α- methyl-18-norandrost-13-ene analogous of DHCMT (upper left), methyl-1- testosterone (upper right), oxandrolone (middle left), methyltestosterone (middle right), fluoxymesterone (lower left) WS2010 - LECTURE 68 Excretion studies Monitoring the characteristic ion transitions, the excretion studies were analysed for the presence of the respective 17β-hydroxymethyl-17α-methyl-18-norandrost-13-enes. Their detectability was compared to the metabolites traditionally used in doping control analyses. Following DHCMT administration, the urinary excretion was surveyed monitoring the characteristic ion transitions of m/z 236 → 133 representing the loss of •CH2OTMS from the C/D-ring fragment [1]. Two metabolites (RTNW = 16.62 min and RTepiNW = 16.24 min) were detected. As confirmed for the metandienone metabolites, the 17β-hydroxymethyl epimer most likely elutes later, identifying NW as 4-chloro-17β-hydroxymethyl-17α-methyl-18- norandrosta-1,4,13-trien-3-one while epiNW is assigned to 4-chloro-17α-hydroxymethyl-17β- methyl-18-norandrosta-1,4,13-trien-3-one. Comparison of the detection periods for the possible identifiers of a DHCMT administration revealed similar detection periods (22 days) for the NW, epiNW and the actual long-term metabolite 4ξ-chloro-3α,6β,17β-trihydroxy-17α-methyl-5β-androst-1-en-16-one (M2) in GC- MS/MS (MRM) analysis while DHCMT, 17-epi-DHCMT and 6β-hydroxy-DHCMT (M2) were only detectable for 12 or 8 days respectively (Figure 4). Figure 4: GC-MS/MS detection times (MRM) in post-administration urines after DHCMT (5 mg, p.o.), NW: 4-chloro-17β-hydroxymethyl-17α-methyl-18-norandrosta-1,4,13-trien-3- one, epiNW: 4-chloro-17α-hydroxymethyl-17β-methyl-18-norandrosta-1,4,13-trien-3-one, M1: 6β-hydroxy-DHCMT, M2: 4ξ-chloro-3α,6β,17β-trihydroxy-17α-methyl-5β-androst-1-en- 16-one WS2010 - LECTURE 69 In the excretion study with oral methyltestosterone, the appearance of 17ξ-hydroxymethyl- 17ξ-methyl-18-norandrosta-4,13-dien-3-one was surveyed by monitoring the characteristic ion transitions of m/z 444 → 341 and m/z 444 → 133. Comparison of the detection periods for the possible identifiers in MRM mode (Figure 5) revealed that 17β-hydroxymethyl-17α-methyl-18-norandrosta-4,13-dien-3-one (NW, RTNW = 13.17 min) was detectable only for 2 days after the administration of 5 mg of methyltestosterone. Its 17-epimer was not detectable in the urine samples at all. Yet, the “classical metabolites” 3α5α-THMT and 3α5β-THMT could be detected up to 7 days. Additionally epi-3α5β-THMT was detected up to 4 days and 17α-hydroxy-17β- methylandrosta-4,6-dien-3-one (epi-6-ene) for 3 days in this study. As epi-6-ene was identified as long-term metabolite in LC-MS/MS analysis by Pozo et al [8], it would be interesting to compare the detection periods also in LC-MS/MS analysis. Figure 5: GC-MS/MS detection times (MRM) in post-administration urines after methyltestosterone (5 mg, p.o.), epi-6-ene: 17α-hydroxy-17β-methylandrosta-4,6-dien-3-one, NW: 17β-hydroxymethyl-17α-methyl-18-norandrosta-4,13-dien-3-one, 18-NorMT: 17,17- dimethyl-18-nor-androsta-4,13-dien-3-one , 3α5α-THMT: 17α-methyl-5α-androstane-3α,17β- diol, 3α5β-THMT: 17α-methyl-5β-androstane-3α,17β-diol, epi-3α5β-THMT: 17β-methyl-5β- androstane-3α,17α-diol WS2010 - LECTURE 70 In case of methyl-1-testosterone all samples (collection period 4 days) were found to contain 17β-hydroxymethyl-17α-methyl-18-nor-5α-androsta-1,13-dien-3-one as well as its 17-epimer (ion transitions m/z 341 → 161 and m/z 341 → 147, RTNW = 12.19 min and RTepiNW = 11.81 min). The classical metabolites 17α-methyl-5α-androstane-3α,17β-diol (3α5α-THMT), 17β-methyl-5α-androstane-3α,17α-diol (epi-3α5α-THMT), 17α-methyl-5α-androst-1-ene- 3α,17β-diol (3OH-M1T), 17β-methyl-5α-androst-1-ene-3α,17α-diol (epi-3OH-M1T), 17α- hydroxy-17β-methyl-5α-androst-1-en-3-one (epi-M1T), and the parent compound were also detected in all urines available. Thus, the assignment of long-term metabolites remained unclear. In contrast, no 17ξ-hydroxymethyl-17ξ-methyl-18-norandrost-13-enes were detected following the administration of 17α-methyl-19-nortestosterone, mibolerone and oxymesterone. However, in the early oxymesterone urines 4-hydroxy-17,17-dimethyl-18- norandrosta-4,13-dien-3-one was detectable up to 10 hours post administration as additional metabolite. Spot urines In case of oxandrolone, 17β-hydroxymethyl-17α-methyl-2-oxa-18-nor-5α-androst-13-en-3- one was detected in MRM mode. None of the spot urines collected after bolasterone, fluoxymesterone, methandriol, and stanozolol administration was found to contain the respective 17ξ-hydroxymethyl-17ξ-methyl-18-norandrost-13-enes. WS2010 - LECTURE 71 Discussion The extent of 17ξ-hydroxymethyl-17ξ-methyl-18-norandrost-13-ene derivatives formed in the metabolism of 17α-methyl steroids appears to be highly dependent on the structure of the parent compound. In general, compounds that are more stable to other routes of metabolism and thus show longer half-lives, tend to yield the investigated 17-hydroxymethyl metabolites. For their creation in the body two ways are possible: a) formation of 17,17-dimethyl-18-norandrost-13-ene derivative via sulfate as described by Schänzer et al. [9] and subsequent hydroxylation of 17-CH3 as illustrated in Figure 1, or b) hydroxylation of the parent compound on C18 and subsequent Wagner-Meerwein rearrangement. The yeast experiments suggest pathway a), where the 17-hydroxymethyl metabolites can be obtained from 17,17-dimethyl-18-norandrost-13-ene by hydroxylations involving CYP3A4 and CYP21. However, further investigations are needed to elucidate the metabolic pathway. Summary 17β-Hydroxymethyl-17α-methyl-18-nor-androst-13-ene metabolites were detected after oral administration of metandienone, DHCMT, methyltestosterone, methyl-1-testosterone, and oxandrolone. On Agilent Ultra-1 columns, they showed retention times almost identical to the 17-epimer of the parent compound. Characteristic fragments were m/z 133 and M+-103, characteristic ion transitions M+•→[M - 103]+, M+•→133, and [M-103]+→133. Prolonged detectability was shown only for metandienone administration. However, long-term kinetics of methyl-1-testosterone and oxandrolone still have to be investigated. The DHCMT- analogue offers a potential perspective for confirmations after biotechnological production of reference material as the other long-term metabolite M2 is not available as reference. Up to now no 17ξ-hydroxymethyl-17ξ-methyl-18-nor-androst-13-ene metabolites have been detected after administration of bolasterone, fluoxymesterone, methandriol, methyl-19- nortestosterone, mibolerone, oxymesterone, and stanozolol. However, 4-hydroxy-17,17- dimethyl-18-norandrosta-4,13-dien-3-one was found as additional metabolite with a detection time of ~10 h post administration of oxymesterone. WS2010 - LECTURE 72 Acknowledgements The World Anti-Doping Agency, the Manfred Donike Institut für Doping Analytik e.V., Cologne, and the Federal Ministry for the Interior, Berlin, are acknowledged for financial support of the study. We thank Dr. Andy Zöllner, Pombiotech, Saarbrücken, for in vitro transformation of the Wagner-Meerwein products and Christiane Klose for proof reading. References 1. Schänzer, W., Geyer, H., Fußhöller, H., Halatcheva, N., Kohler, M., Parr, M., Guddat, S., Thomas, A., Thevis, M. (2006) Mass Spectrometric Identification and Characterization of a New Long-Term Metabolite of Metandienone in human urine. Rapid Communications in Mass Spectrometry 20, 2252-2258. 2. Parr, M. K., Zoellner, A., Bureik, M., Dragan, C. A., Schlörer, N., Peters, F., Maurer, H., Schänzer, W. (2009) Production of metandienone longterm-metabolite, 17ß- hydroxymethyl-17a-methyl-18-nor-androsta-1,4,13-trien-3-one, using S. pombe based biotransformation assay. In Cologne Workshop on Dope Analysis (17), (eds. W. Schänzer, H. Geyer, A. Gotzmann and U. Mareck), pp. 95-96, Cologne. 3. Fußhöller, G., Mareck, U., Schmechel, A., Schänzer, W. (2007) Long-term detection of metandienone abuse by means of the new metabolite 17ß-hydroxymethyl-17?- methyl-18-norandrost-1,4,13-trien-3-one. In Recent Advances in Doping Analysis (15), (eds. W. Schänzer, H. Geyer, A. Gotzmann and U. Mareck), pp. 393-396, Sport und Buch Strauß, Köln. 4. Parr, M. K., Opfermann, G., Schänzer, W. (2006) Detection of new 17-alkylated anabolic steroids on WADA 2006 list. In Recent Advances in Doping Analysis (14), (eds. W. Schänzer, H. Geyer, A. Gotzmann and U. Mareck), pp. 249-258, Sport und Buch Strauß, Köln. 5. Segaloff, A., Gabbard, R. B. (1964) Anti-Androgenic Activity of 17,17-Dimethyl-18- Norandrost-13-Enes. Steroids 4, 433-443. 6. Zöllner, A., Parr, M. K., Dragan, C.-A., Dras, S., Schlörer, N., Peters, F. T., Maurer, H. H., Schänzer, W., Bureik, M. (2010) CYP21-catalyzed production of the long-term urinary metandienone metabolite 17beta-hydroxymethyl-17 alpha-methyl-18- norandrosta-1,4,13-trien-3-one: a contribution to the fight against doping. Biological Chemistry 391, 119-127. 7. Geyer, H., Schänzer, W., Mareck-Engelke, U., Nolteernsting, E., Opfermann, G. (1998) Screening procedure for anabolic steroids-control of hydrolysis with deuterated androsterone glucuronide and studies with direct hydrolysis. In Recent Advances in Doping Analysis (5), (eds. W. Schänzer, H. Geyer, A. Gotzmann and U. Mareck-Engelke), pp. 99-102, Sport und Buch Strauss, Köln. 8. Pozo, O. J., Eenoo, P. V., Thuyne, W. V., Deventer, K., Lootens, L., Parr, M. K., Schänzer, W., Sancho, J. V., Hernández, F., Meuleman, P., Leroux-Roels, G., Delbeke, F. T. (2009) Detection and characterization of a new metabolite of 17a- methyltestosterone. Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology, in submission. 9. Schänzer, W., Opfermann, G., Donike, M. (1992) 17-Epimerization of 17-Alpha- Methyl Anabolic-Steroids in Humans - Metabolism and Synthesis of 17-Alpha- Hydroxy-17-Beta-Methyl Steroids. Steroids 57, 537-550. WS2010 - LECTURE 73

  • leitlinien_guter_fuehrung.pdf
    2 3 4 5 6 7 Verantwortung Wertschätzende Kommunikation ist die Basis für tragfähige Arbeitsbeziehungen. Führungskräfte fördern eine vertrauensvolle und respektvolle Kommunikation sowie die Zusammenarbeit im Team. Sie informieren klar, transparent und zeitnah zu Aufgaben, Bewertungen und Veränderungen. Teaminterner sowie bereichsüber- greifender Austausch wird gezielt unterstützt. Konflikte gehören zum Arbeitsalltag und bieten Chancen zur Weiterentwicklung. Führungskräfte erkennen Konflikte frühzeitig und sprechen diese an. Sie schaffen Strukturen zur Konfliktbewältigung, fördern eigenverantwortliche Lösungen und greifen bei Bedarf auf Unterstützung zurück. Auch in schwierigen Situationen zeigen sie Respekt und fördern den konstruktiven Austausch. Führungskräfte fördern aktiv Chancengleichheit und ein inklusives Arbeitsumfeld, in dem Vielfalt als Stärke gesehen wird. Sie achten auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gewähren, wo möglich, flexible Arbeitszeiten und unterstützen Mitarbeitende in besonderen Lebenslagen. Richtlinien zur Gleichstellung werden konsequent um- gesetzt und Einstellungen erfolgen transparent. Führungs- kräfte schaffen ein Klima, in dem Diskriminierung keinen Platz hat. Führungskräfte fördern die Entwicklung ihrer Mitarbeiten- den, indem sie individuelle Potenziale berücksichtigen und klare Erwartungen formulieren. Sie schaffen Raum für neue Ideen, wägen zwischen Bewährtem und Innovation ab und gestalten aktiv Veränderungsprozesse. Führungskräfte bieten den Mitarbeitenden Gestaltungsspielräume. Fehler werden als Lernchancen genutzt, und es erfolgen Hilfe- stellungen zur Optimierung. Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil des Führungs- verhaltens. Führungskräfte gehen verantwortungsbewusst mit den Ressourcen der Universität um; dies beinhaltet den schonenden Umgang mit ökologischen, sozialen und ökonomischen Ressourcen. Führungskräfte schaffen Strukturen, die an gemeinwohlorientierten und zukunfts- fähigen Lösungen ausgerichtet sind. Gleichstellung und Diversität Kommunikation Veränderung und Förderung Umgang mit Konflikten Nachhaltigkeit Leitlinien guter Führung an der DSHS 1 Führungskräfte erfüllen ihre Aufgaben verantwortungsvoll im Sinne und im Wohle der gesamtuniversitären Ziele. Sie nehmen ihre Vorbildfunktion wahr und fördern eine Kultur verantwortungsvollen, respektvollen und teamorientierten Handelns bei allen Be- schäftigten Fairness, Integrität und rechtskonformes Handeln gehören zu den Grundfesten des Führungshandelns. Die Fürsorge- pflicht umfasst die Umsetzung von Arbeitsschutz- und Sicherheitsvorgaben sowie die angemessene Delegation von Aufgaben. Bei Überschneidungen von Beschäftigungs- und Betreuungs-verhältnissen (z.B. bei Promotionen) agieren sie sensibel und respektieren die jeweiligen Rollenanforderungen. Ein verantwortungsvolles Führungshandeln erfordert regelmäßige Selbstreflexion und die selbstkritische Anpassung an aktuelle Entwicklungen. Die DSHS unterstützt ihre Führungskräfte bei der Umsetzung. Führungskräfte unterstützen gesundheitsorientierte Maß- nahmen und gestalten gemeinsam mit den Mitarbeitenden die Arbeits- und Rahmenbedingungen in ihrem Bereich gesundheitsförderlich. Sie bemühen sich, Überlastung früh- zeitig zu erkennen, thematisieren Belastungen offen und entwickeln bei Überlastung gemeinsam tragfähige Lösungen. Pausen- und Erholungszeiten werden unter- stützt, eine gesunde Balance zwischen Anforderungen und den individuellen Ressourcen der Mitarbeitenden wird in- tendiert. Indem Führungskräfte auf gesundes Verhalten achten, fördern sie eine Arbeitsatmosphäre, die Wohlbe- finden, Leistungsfähigkeit und psychischer Stabilität aller zuträglich ist. Gesundheitsförderung Führungsleitlinien DSHS neu Verweise Führungsleitlinien DSHS neu

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    2 3 4 5 6 7 Verantwortung Wertschätzende Kommunikation ist die Basis für tragfähige Arbeitsbeziehungen. Führungskräfte fördern eine vertrauensvolle und respektvolle Kommunikation sowie die Zusammenarbeit im Team. Sie informieren klar, transparent und zeitnah zu Aufgaben, Bewertungen und Veränderungen. Teaminterner sowie bereichsüber- greifender Austausch wird gezielt unterstützt. Konflikte gehören zum Arbeitsalltag und bieten Chancen zur Weiterentwicklung. Führungskräfte erkennen Konflikte frühzeitig und sprechen diese an. Sie schaffen Strukturen zur Konfliktbewältigung, fördern eigenverantwortliche Lösungen und greifen bei Bedarf auf Unterstützung zurück. Auch in schwierigen Situationen zeigen sie Respekt und fördern den konstruktiven Austausch. Führungskräfte fördern aktiv Chancengleichheit und ein inklusives Arbeitsumfeld, in dem Vielfalt als Stärke gesehen wird. Sie achten auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gewähren, wo möglich, flexible Arbeitszeiten und unterstützen Mitarbeitende in besonderen Lebenslagen. Richtlinien zur Gleichstellung werden konsequent um- gesetzt und Einstellungen erfolgen transparent. Führungs- kräfte schaffen ein Klima, in dem Diskriminierung keinen Platz hat. Führungskräfte fördern die Entwicklung ihrer Mitarbeiten- den, indem sie individuelle Potenziale berücksichtigen und klare Erwartungen formulieren. Sie schaffen Raum für neue Ideen, wägen zwischen Bewährtem und Innovation ab und gestalten aktiv Veränderungsprozesse. Führungskräfte bieten den Mitarbeitenden Gestaltungsspielräume. Fehler werden als Lernchancen genutzt, und es erfolgen Hilfe- stellungen zur Optimierung. Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil des Führungs- verhaltens. Führungskräfte gehen verantwortungsbewusst mit den Ressourcen der Universität um; dies beinhaltet den schonenden Umgang mit ökologischen, sozialen und ökonomischen Ressourcen. Führungskräfte schaffen Strukturen, die an gemeinwohlorientierten und zukunfts- fähigen Lösungen ausgerichtet sind. Gleichstellung und Diversität Kommunikation Veränderung und Förderung Umgang mit Konflikten Nachhaltigkeit Leitlinien guter Führung an der DSHS 1 Führungskräfte erfüllen ihre Aufgaben verantwortungsvoll im Sinne und im Wohle der gesamtuniversitären Ziele. Sie nehmen ihre Vorbildfunktion wahr und fördern eine Kultur verantwortungsvollen, respektvollen und teamorientierten Handelns bei allen Be- schäftigten Fairness, Integrität und rechtskonformes Handeln gehören zu den Grundfesten des Führungshandelns. Die Fürsorge- pflicht umfasst die Umsetzung von Arbeitsschutz- und Sicherheitsvorgaben sowie die angemessene Delegation von Aufgaben. Bei Überschneidungen von Beschäftigungs- und Betreuungs-verhältnissen (z.B. bei Promotionen) agieren sie sensibel und respektieren die jeweiligen Rollenanforderungen. Ein verantwortungsvolles Führungshandeln erfordert regelmäßige Selbstreflexion und die selbstkritische Anpassung an aktuelle Entwicklungen. Die DSHS unterstützt ihre Führungskräfte bei der Umsetzung. Führungskräfte unterstützen gesundheitsorientierte Maß- nahmen und gestalten gemeinsam mit den Mitarbeitenden die Arbeits- und Rahmenbedingungen in ihrem Bereich gesundheitsförderlich. Sie bemühen sich, Überlastung früh- zeitig zu erkennen, thematisieren Belastungen offen und entwickeln bei Überlastung gemeinsam tragfähige Lösungen. Pausen- und Erholungszeiten werden unter- stützt, eine gesunde Balance zwischen Anforderungen und den individuellen Ressourcen der Mitarbeitenden wird in- tendiert. Indem Führungskräfte auf gesundes Verhalten achten, fördern sie eine Arbeitsatmosphäre, die Wohlbe- finden, Leistungsfähigkeit und psychischer Stabilität aller zuträglich ist. Gesundheitsförderung Führungsleitlinien DSHS neu Verweise Führungsleitlinien DSHS neu

  • leitfaden_für_die_organisation_und_betreuung.pdf
    Abteilung Diversitätsforschung Betreuungsleitfaden Abschlussarbeiten Betreuung: - nach Erstkontakt: Erstellung eines ersten Entwurfes zum Exposé sowie groben Zeitplans - Betreuung bei der Erstellung des Exposés - Betreuung während der Erstellung der Abschlussarbeit: o ein- bis zweimalige (schriftliche) Rückmeldung zu zentralen Abschnitten (bei empirischen Arbeiten vorzugsweise ein Text aus Forschungsstand/ Theorie und einer aus Datenverarbeitung/ Ergebnisdarstellung) o kleinere formale Rückfragen auch per Telefon, Web-ex oder per E-Mail Anforderungen an das Exposé: - s. separates Dokument Aufbau Abschlussarbeit: - s. separates Dokument Begutachtungskriterien Abschlussarbeit: - Fragestellung: Plausibel, bearbeitbar? - Gliederung: Logischer Aufbau? - Forschungsstand: Angemessen fokussiert, aktuell, vollständig? - Bei empirischen Arbeiten: o Forschungsfragen/Hypothesen: klar formuliert, konsequent abgeleitet? o Methodische Vorgehensweise: angemessen, plausibel dargestellt? o Auswertungsverfahren: angemessen, nachvollziehbar dargelegt? o Darstellung der Ergebnisse, Interpretation: anschaulich, plausibel, reflektiert? - Argumentation / Stil insgesamt: roter Faden, sorgfältig reflektiert, wissenschaftlicher Stil, neue Erkenntnisse? - Formales: Zitate, Literaturverzeichnis, Orthografie? - Engagement: Selbständigkeit Abteilung Diversitätsforschung Inhalte des Exposees zu einer empirischen Abschlussarbeit (Bachelor-, Masterarbeit) Formalia: Umfang des Exposees ca. 3 Seiten Deckblatt: Titel, Name, Matr.Nr., Kontaktdaten • Gegenstand der Arbeit (Was soll untersucht werden?) ➢ Ausgangsproblem ➢ Spezifische übergreifende Fragestellung ➢ Ggf. Untersuchungshypothesen / Untersuchungsfragen • Bearbeitungsintention (Warum soll dies untersucht werden?) ➢ Wissenschaftliches Erkenntnisinteresse (Forschungsstand – inwiefern ist dieser Themenbereich bereits untersucht worden und welche Forschungslücke wird geschlossen?) ➢ Praktisches Erkenntnisinteresse (Inwiefern hat das Thema eine Bedeutung für die Umsetzung in der Praxis?) • Methodische Vorgehensweise (Wie soll dabei vorgegangen werden?) ➢ Informationen über den gewählten methodischen Ansatz und Begründung dieser Wahl ➢ Entwurf einer Gliederung • Vorläufiges Literaturverzeichnis ➢ Auswahl von zentralen wissenschaftlichen Quellen zu dem Forschungsthema Abteilung Diversitätsforschung Exemplarischer Aufbau einer empirischen Abschlussarbeit - Bachelor-, Masterarbeit- Titelblatt Inhaltsverzeichnis Einleitung ➢ Ausgangsproblem ➢ Generelle Fragestellung ➢ Erkenntnisinteresse (praktisches und/oder wissenschaftliches) ➢ Überblick über die Gliederung Forschungsstand zum speziellen Thema ➢ Zusammenfassende Bezüge zu vorhandenen Studien im gewählten Themenbereich ➢ Kritische Reflexion des Forschungsstandes, Identifizierung von Forschungsbedarf Theoretischer Hintergrund ➢ Erläuterung der für den gewählten Themenbereich / die gewählte Fragestellung relevanten Theorien (z.B. psychologische Theorien, soziologische Theorien, ökonomische Theorien etc.) Forschungsfragen/-thesen ➢ Spezifizierung der eigenen Forschungsfragen und ggfls. Ableitung von Forschungsthesen, aufbauend auf theoretischem Hintergrund und Forschungsstand Methodische Vorgehensweise ➢ Erläuterung und Begründung der gewählten methodischen Vorgehensweise ➢ Detaillierte Angaben zu den Untersuchungsgegenständen/-personen / Stichprobe Ergebnisse ➢ Systematische Darstellung der Ergebnisse mit Fokus auf diejenigen, die zur Beantwortung der Forschungsfrage relevant sind. Abteilung Diversitätsforschung Diskussion/ Zusammenfassung der Ergebnisse ➢ Einordnung / Diskussion mit Bezug zu den aufgestellten Forschungsfragen/-hypothesen und der Forschungsliteratur Schlussbemerkung ➢ Ggf. Zusammenfassung der Arbeit und der zentralen Befunde ➢ Kritische Reflexion der gewählten methodischen Vorgehensweise ➢ Offene Fragen und Ausblick auf zukünftige Studien Literaturverzeichnis Anhang Abteilung Diversitätsforschung Exemplarischer Aufbau einer literaturbasierten Abschlussarbeit -Bachelor-, Masterarbeit- Anmerkung: Grundsätzlich gilt, dass es für Literaturarbeiten keine idealtypische Mustergliederung gibt. Die folgenden Gliederungspunkte sollten aber zentrale Bestandteile des Aufbaus von literaturbasiertem Arbeiten sein und je nach Thema oder Fragestellung unterschiedlich stark gewichtet oder ausdifferenziert werden. Titelblatt Inhaltsverzeichnis Einleitung ➢ Ausgangsproblem & generelle Fragestellung ➢ (praktisches und/oder wissenschaftliches) Erkenntnisinteresse ➢ Überblick über die Gliederung Theoretischer Hintergrund ➢ Erläuterung der für den gewählten Themenbereich/gewählte Fragestellung relevanten Theorien ➢ Ggfls. Ableitung von spezifischen Fragestellungen Forschungsstand zum speziellen Thema ➢ Darstellung der vorhandenen Studien im gewählten Themenbereich, ggfls. differenziert nach Schwerpunkten ➢ Kritische Reflexion des Forschungstandes, Identifizierung von Forschungsbedarf Diskussion/Zusammenfassung der Ergebnisse ➢ Systematische Zusammenfassung der Ergebnisse mit Fokus auf diejenigen, die zur Beantwortung der Forschungsfrage(n) relevant sind. ➢ Einordnung/Diskussion mit Bezug zu den aufgestellten Forschungsfragen/-hypothesen und der Forschungsliteratur Abteilung Diversitätsforschung Schlussbemerkung ➢ Offene Fragen und Ausblicke auf zukünftige Studien Literaturverzeichnis Anhang
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Zuletzt aktualisiert: 23.07.2026
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