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  • 01.10.2025
    Trauer um Prof. Dr. Klaus Schüle
    Die Deutsche Sporthochschule Köln trauert um Prof. Dr. Klaus Schüle, der im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Mit ihm verliert die Sportwissenschaft eine prägende Persönlichkeit, die mit großem Engagement, Weitblick und Beharrlichkeit die Bereiche Rehabilitation, Sporttherapie und Behindertensport über Jahrzehnte hinweg nachhaltig geprägt hat. Klaus Schüle studierte Soziologie, Politik, Volkswirtschaftslehre und Sport an den Universitäten Tübingen und Köln. Nach dem Abschluss als Diplom-Sportlehrer und der ersten Staatsprüfung promovierte er 1976 an der Deutschen Sporthochschule Köln und der Universität Köln zum Doktor der Sportwissenschaften. 1985 folgte die Habilitation. Nach Lehrtätigkeiten an Schulen und Hochschulen übernahm er 1991 die Professur für „Rehabilitation, Sporttherapie und Behindertensport“ an der Deutschen Sporthochschule Köln. Dort leitete er unter anderem das „Institut für Rehabilitation und Behindertensport“ sowie das von ihm mitbegründete „Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation“ (IQPR). Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte lagen in der Rehabilitation, im Behindertensport sowie in der Sporttherapie bei degenerativen Gelenkerkrankungen und Krebserkrankungen. Als einer der ersten machte er auf die herausragende Bedeutung von Bewegung in der Krebsnachsorge aufmerksam. 1981 gründete er die erste Krebssportgruppe in Deutschland – ein Meilenstein, der zur Weiterentwicklung der Sport- und Bewegungstherapie im Gesundheitssystem beitrug. Auch nach seiner Emeritierung im Jahr 2007 blieb er der Forschung, Lehre und wissenschaftlichen Nachwuchsförderung eng verbunden. Neben über 200 wissenschaftlichen Publikationen und 10 Büchern verantwortete er auch Lehr- und Dokumentarfilme, von denen einer mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Sein Wirken war stets von einem klaren fachlichen Standpunkt, Offenheit für Kritik und einem tiefen Interesse an den Menschen geprägt. Studierende, Kolleginnen und Kollegen schätzten ihn als Mentor, Mitstreiter und Freund. Privat war Klaus Schüle naturverbunden, sportlich vielseitig und ein leidenschaftlicher Wanderer, Skilangläufer und Tennisspieler. Seine Begeisterung für Natur und Bewegung verband er untrennbar mit seiner beruflichen Überzeugung: Sport ist ein Weg zu Gesundheit, Teilhabe und Lebensqualität. Die Deutsche Sporthochschule Köln verliert mit Klaus Schüle einen geschätzten Kollegen, herausragenden Wissenschaftler und Vordenker, der die Entwicklung der Sportwissenschaft und insbesondere der Sporttherapie entscheidend geprägt hat. Sein Wirken wird weit über sein Leben hinaus nachklingen.

  • Transferstrategie_DSHS_Kurzversion.pdf
    Transferstrategie 2025 Deutsche Sporthochschule Köln Verabschiedet vom Rektorat am 14.06.2021 Inhalt 1. Präambel ................................................................................................................ 1 2. Transferverständnis ................................................................................................ 2 3. Status Quo ............................................................................................................. 3 4. Transfer 2025: Handlungsfelder, Ziele und Maßnahmen ....................................... 4 Handlungsfeld 1: Voraussetzungen verbessern ............................................ 5 Handlungsfeld 2: Professionalisierung vorantreiben ...................................... 6 Handlungsfeld 3: Transferprofil schärfen ....................................................... 7 Handlungsfeld 4: Sichtbarkeit erhöhen und Vernetzung intensivieren ........... 9 Handlungsfeld 5: Relevanz und Positionierung stärken .............................. 10 5. Erfolgskontrolle, Monitoring, strategische Weiterentwicklung ............................... 10 1 Transferstrategie der Deutschen Sporthochschule Köln (verabschiedet am 14.06.2021) Präambel Der Wandel der sportwissenschaftlichen Forschung sowie deren Rolle in der Gesellschaft hat die Deutsche Sporthochschule Köln in den vergangenen Jahren erheblich geprägt und u.a. zu einer erweiterten Ausrichtung und Weiterentwicklung als Forschungsuniversität geführt. Die Deutsche Sporthochschule Köln ist durch ihre interdisziplinäre Ausrichtung und anwendungsrelevante Forschung prädestiniert, gesellschaftlichen Herausforderungen im Kontext Sport und Bewegung gemeinsam mit regionalen, überregionalen und internationalen Partner*innen und Zielgruppen aus der Wirtschaft, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, dem organisierten Sport, Kommunen und der Gesundheitsversorgung zu begegnen. Wissens- und Technologietransfer (WTT) als strategisches Entwicklungsfeld Forschung, Lehre und Transfer erfolgen an der Deutschen Sporthochschule Köln im Querschnitt aller zur Sportwissenschaft einschlägigen Bezugswissenschaften (Sportwissenschaft, Soziologie, Biomechanik, Physiologie, Psychologie, Pädagogik etc.). Mit der thematischen Spezialisierung und Bündelung im Themenbereich „Sport und Bewegung“ bietet die DSHS ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. In dieser Interdisziplinarität liegt für den Wissens- und Technologietransfer enormes, noch nicht vollumfänglich erschlossenes Potential. Die Deutsche Sporthochschule Köln sieht es in den kommenden Jahren als ihre Aufgabe, ihre sportwissenschaftlichen Erkenntnisse aus qualitativ hochwertiger Forschung verstärkt zielgruppengerecht und unter Berücksichtigung von Problemlagen, Bedarfen und Trends in der Sportpraxis und der Gesellschaft auszugestalten und zielgerichtet zur Wirkung zu bringen. So wurde in einem umfassenden Prozess unter breiter Beteiligung interner und externer Akteure der Wissens- und Technologietransfer als ein mit Forschung und Lehre eng verzahntes strategisches Entwicklungsfeld im Hochschulentwicklungsplan 2021-2025 verankert. Mit der Transferstrategie 2025 möchte die Deutsche Sporthochschule Köln durch einen strategisch geförderten und zielgruppengerecht umgesetzten Wissens- und Technologietransfer ihrer Rolle als gesellschaftliche Akteurin, kompetente Kooperationspartnerin und Innovationsmotor im Kontext Sport und Bewegung zukünftig verstärkt verantwortungsvoll gerecht werden. Zur optimalen Wirkungsentfaltung soll die Transferstrategie als ein zentraler Bestandteil der Gesamtstrategie der Hochschule verstanden werden. Die Entwicklung der Transferstrategie erfolgte in einem partizipativen Prozess unter Leitung der Prorektorin Wissens- und Technologietransfer und unter Einbindung der wissenschaftlichen Institute, der forschungsorientierten Transferzentren, An-Institute und Querschnittsbereiche sowie externer Stakeholder aus den o.g. Zielgruppen über Befragungen und Workshops. 2 Transferstrategie der Deutschen Sporthochschule Köln (verabschiedet am 14.06.2021) Transferverständnis Die Deutsche Sporthochschule Köln versteht unter dem Begriff Wissens- und Technologietransfer eine zielgerichtete und strukturierte Interaktion mit Kooperationspartner*innen und Zielgruppen außerhalb der Wissenschaft. Im Fokus stehen Aktivitäten und Kooperationen von Forschung und Lehre mit Akteuren (Zielgruppen) aus Wirtschaft, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, dem organisierten Sport, Kommunen und der Gesundheitsversorgung. Dabei geht es nicht nur um die einseitige Kommunikation, Verwertung und Vermarktung von Wissen und Technologien, sondern insbesondere darum, in einem beidseitigen Austausch und in gemeinsamen Kooperationen gesellschaftlich relevante Fragestellungen durch Sport und Bewegung zu lösen und Herausforderungen in der Sport- und Bewegungspraxis zu begegnen. Zur Stärkung und Profilbildung im Wissens- und Technologietransfer hat die Deutsche Sporthochschule Köln Transferschwerpunkte definiert, die zukünftig strategisch ausgebaut werden sollen: Mensch in Bewegung In diesem Schwerpunkt leistet die Deutsche Sporthochschule Köln einen Beitrag zur bewegungsförderlichen Anpassung von Strukturen und Prozessen sowie der Verbesserung von Bewegungskompetenzen und Angeboten, um insbesondere „körperlich Inaktive“ in ihren eigenen Lebenswelten in Bewegung zu bringen. Bewegungsräume Die Deutsche Sporthochschule Köln erleichtert in Kooperation mit kommunalen Partnern den Zugang zu einer gesunden Bewegung durch die Gestaltung von sozialen, attraktiven und zeitgemäßen Freizeitsporträumen. Zudem leistet sie einen Beitrag, dass durch vielfältige und inklusive (Breiten-) Sportvereine die Barrieren zur Integration von körperlich Inaktiven im organisierten Sport reduziert werden. Gesunde Bewegung In diesem Schwerpunkt werden mit Zielgruppen und Praxispartner*innen aus dem Sportmarkt und dem Gesundheitssektor technologische und soziale Innovationen entwickelt, die aktive Menschen in die Lage versetzen, sich gesund und effektiv zu bewegen. Die Implementierung und Steuerung einer gesunden Bewegungsausführung leistet einen Beitrag zur sportwissenschaftlichen Prävention, Diagnostik und Therapie. Leistungsfähigkeit Dieser Schwerpunkt widmet sich der technologischen, organisationalen und kompetenzorientierten Weiterentwicklung des Leistungssports und ihrer Athleten. Dieser Schwerpunkt ist maßgeblich bereits über die vorhandenen Transferzentren abgedeckt. 3 Transferstrategie der Deutschen Sporthochschule Köln (verabschiedet am 14.06.2021) Status Quo TRANSFERSTRUKTUREN Verankerung im Rektorat: 2020 wurde das Prorektorat 4 Wissens- und Technologietransfer eingerichtet. Die Universitätskommission „Transfer und Digitalisierung“ unterstützt und berät den Senat und das Rektorat im Bereich Wissens- und Technologietransfer. Erste Unterstützungsstrukturen: Transferunterstützung ist maßgeblich in der Abteilung 6 Wissens- und Technologietransfer (mit den Abteilungen 6.1 „Universitäre Weiterbildung“ und 6.2 „Transferstelle und Gründungsservice“) angesiedelt. Die Hochschule ist am NRW Hochschul-IP-Verbund beteiligt. Mit den neu aufgebauten Gateway-Gründungsservices der Kölner Hochschulen ist die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch mit Transferbereichen der Kölner Hochschulen sehr gut etabliert. Weitere WTT-nahe Strukturen an der DSHS: Es gibt forschungsorientierte Transferzentren für den Leistungssport mit Fokus auf den Transferschwerpunkt „Leistungsfähigkeit“ sowie der Ausbildung von Sportlehrer*innen. Zudem unter- stützen Dezernat 3 „Hochschulmarketing“, Abteilung 2 „Presse und Kommunikation“, Abteilung 4 „Studium und Lehre“ und Abteilung 5 „Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs“ den Wissens- und Technologietransfer. TRANSFERFELDER UND -POTENTIALE Hohe Anwendungsorientierung und interdisziplinäres Transferpotential im Kontext Sport und Bewegung: hoher Anteil der Drittmitteleinnahmen von Wirtschaft und Verbänden.1 Unmittelbare gesellschaftliche Relevanz der inter- und transdisziplinären Forschungsthemen (z.B. im Bereich Gesundheit und soziale Teilhabe durch Sport und Bewegung). Exzellente Voraussetzungen: Zahlreiche punktuelle Einzel- und Verbundvorhaben mit Transfercharakter von Wissenschaftler*innen pilothaft initiiert und erfolgreich umgesetzt. Auf dieser Grundlage entstehen bereits vielfältige Anfragen für Kooperationen mit außeruniversitären Partnern. Universitäre Weiterbildung solide aufgestellt: Angebot von über 80 verschiedenen Weiterbildungen, um Berufstätigen im Sport, Akademiker*innen, Quereinsteiger*innen und Interessierten neueste wissenschaftliche Erkenntnisse weiterzugeben.2 Wissenschaftsdialog: Es finden bereits vielfältige Veranstaltungen zur Förderung des Wissenschaftsdialogs mit der Gesellschaft in Köln mit überregionalem Publikum statt.3 Gründungen: Aktives Gründungsgeschehen an der DSHS und im GATEWAY-Netzwerk der Kölner Hochschulen. 1 In den letzten Jahren rund 40% der gesamten Drittmitteleinnahmen der DSHS 2 Das Angebotsspektrum reicht von sportpraktischen bis fachübergreifenden Tages- oder Wochenend- veranstaltungen zu Zertifikatsstudiengängen bis hin zu (zurzeit sieben) berufsbegleitenden Masterstudiengängen. 3 z.B. Kölner Abend der Sportwissenschaft, Kölner Themenwochen, Wissenschaft in Kölner Häusern, die Wissenschaftsshow, KölnerKinderUni; Über Formate wie Wissenschaftspodcasts, Interviews, Newsletter sowie Social Media- und Print-Veröffentlichungen wird die Gesellschaft über die Forschungsaktivitäten informiert. 4 Transferstrategie der Deutschen Sporthochschule Köln (verabschiedet am 14.06.2021) Transfer 2025: Handlungsfelder, Ziele und Maßnahmen Die Deutsche Sporthochschule Köln wird als führende sportwissenschaftliche Einrichtung für Know-how und Innovationen im Kontext Sport und Bewegung anerkannt Leitgedanke der „Transferstrategie 2025“ ist es, sport- und bewegungsspezifisches Wissen der Deutschen Sporthochschule Köln aktiv und gezielt zur Lösung sportpraktischer sowie gesellschaftlicher Herausforderungen gemeinsam mit (regionalen, nationalen und internationalen) Partner*innen zur Wirkung zu bringen. Hierbei soll in den kommenden Jahren eine strategische Öffnung der Deutschen Sporthochschule Köln sowie eine stärkere Einbindung von außeruniversitären Impulsen und Bedarfen gesellschaftlicher Akteure vor dem Hintergrund der Gesundheitsförderung durch Sport und Bewegung im Fokus stehen.4 In einem umfassenden Analyse- und Strategieprozess 2020/2021 wurden auf Basis konkreter Herausforderungen sowie interner und externer Bedarfe fünf Handlungsfelder identifiziert. Die Handlungsfelder umfassen sowohl kulturelle Rahmenbedingungen, als auch strategische und strukturelle Anpassungen. Diese Handlungsfelder bilden gemeinsam mit der thematischen Orientierung die Grundlage für die Ziel- und Maßnahmenformulierung der strategischen Ausrichtung im Wissens- und Technologietransfer. HERAUSFORDERUNGEN UND BEDARFE HANDLUNGSFELDER Stärkere Anerkennung und Wert- schätzung für Transferaktivitäten an der DSHS. Etablierung des WTT als klares Arbeitsfeld an der Hochschule, welches akzeptiert, aktiv gefördert und professionell unterstützt wird. Handlungsfeld 1 - Voraussetzungen: Mehr Anerkennung für Transferaktivitäten und Möglichkeiten für Praxisnähe in Forschung und Lehre schaffen. Professionelle Transferunterstützung, um Potentiale und Transferaktivitäten besser zu nutzen und zielgruppengerecht zu kanalisieren zur Wirkung zu bringen. Handlungsfeld 2 - Professionalisierung: Festigung eines professionellen Transfermanagements mit themen- und zielgruppenspezifischer Unterstützung. Den primären Zielgruppen und Kooperationspartner*innen ist das Transferportfolio der Hochschule nur punktuell bekannt. Die DSHS soll die Erkenntnisse ihrer exzellenten Forschung zukünftig noch gezielter entlang der Transferschwerpunkte wirksam werden lassen. Handlungsfeld 3 - Transferprofil: Ausbau von Transferstrukturen und sowie Förderung strategischer Transferschwer- punkte. Insbesondere mit den Zielgruppen außerhalb des Leistungssports fehlt es an einem intensiven Austausch und einer zielgruppengerechten Übersetzung von wiss. Erkenntnissen und Know-how an der DSHS. 4 Gesundheitsorientierte Transferschwerpunkte der DSHS sind: „Mensch in Bewegung“, „Bewegungsräume“ und „Gesunde Bewegung“. 5 Transferstrategie der Deutschen Sporthochschule Köln (verabschiedet am 14.06.2021) Von Kooperationspartner*innen und Zielgruppen im WTT wird ein hoher Bedarf an einer verstärkten Zusammen- arbeit kommuniziert. Dabei gilt es für die DSHS, die strategischen Partner- schaften zielorientiert auf- und auszubauen. Handlungsfeld 4 - Sichtbarkeit/ Vernetzung: Sichtbarmachung erfolgreicher Transfer- aktivitäten sowie Weiterentwicklung der strategischen Vernetzung mit den primären Zielgruppen. Die inter- und transdisziplinären Forschungsthemen der Sporthochschule weisen eine unmittelbare gesellschaft- liche Relevanz auf. Diese wird über den WTT aktuell jedoch nur vereinzelt wahr- genommen. Es fehlt eine strategische Positionierung der Hochschule. Handlungsfeld 5 - Relevanz/ Positionierung: Stärkung des Bewusstseins für die Bedeutung von Sportwissenschaften in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Medien Vor dem Hintergrund der in der Tabelle aufgeführten Handlungsfelder, wurden Ziele und Maßnahmen definiert, die zur Weiterentwicklung und Profilschärfung des Wissens- und Technologietransfers an der DSHS beitragen sollen. Abbildung 1: Handlungsfelder (dunkelblau) und Ziele (hellblau) der DSHS im Wissens- und Technologietransfer Handlungsfeld 1: Voraussetzungen verbessern Die Deutsche Sporthochschule Köln etabliert den Wissens- und Technologietransfer neben Lehre und Forschung als eine weitere Kernaufgabe der Hochschule, die anerkannt wird und professionelle Unterstützung erfährt. Transferkultur etablieren Zielsetzung: Ausbau und Unterstützung der positiven Grundhaltung der Wissenschaftler*innen in Bezug auf wirksame Transferaktivitäten. Maßnahmen: Anreize zur Unterstützung einer Transferkultur: Aktivitäten des Wissens- und Technologietransfers von Mitarbeitenden und Studierenden sollen zukünftig durch Anerkennungs- und Anreizstrukturen stärker sichtbar gemacht, unterstützt und honoriert werden. 6 Transferstrategie der Deutschen Sporthochschule Köln (verabschiedet am 14.06.2021) Zentrale Bündelung von Transferaktivitäten, -bedarfen und -potentialen: Für einen zielgerichteten WTT ist es von zentraler Bedeutung, dass sowohl die Themen, Trends und Bedarfe externer Stakeholder als auch die internen Unterstützungs-leistungen und Leitlinien in der Breite der Hochschule bekannt und leicht zugänglich gemacht werden. Dies erfolgt in einem ersten Schritt in der Ausarbeitung der Intranet- bzw. Internetpräsenz und bedarfsabhängig durch den Aufbau einer digitalen Aktions- und Austauschplattform für den Transfer. Finanzierung stärken Zielsetzung: Einwerbung von Drittmitteln für Transferprojekte sowie den Auf- und Ausbau von Transferstrukturen. Nutzung strategischer Kooperationen für die Generierung monetärer und nicht-monetärer Rückflüsse mit Mehrwert für die gesamte Hochschule. Maßnahmen: Öffentliche Transferdrittmittel: Die Deutsche Sporthochschule Köln professionalisiert die Unterstützung von Wissenschaftler*innen sowohl bei der Identifikation als auch bei der Einwerbung von Drittmitteln vor dem Hintergrund öffentlicher Förderprogramme mit Transfercharakter. Private Drittmittel: Die Hochschule berät Wissenschaftler*innen in der Vermarktung des Logos der Deutschen Sporthochschule Köln, dem Fundraising, bei der Abwicklung von Auftragsforschung und Servicevermarktung sowie bei der Anmeldung und Verwertung von Schutzrechten. Handlungsfeld 2: Professionalisierung vorantreiben Die Deutsche Sporthochschule Köln stellt für die professionelle Unterstützung sowie Aktivierung von Transferaktivitäten Know-how bereit, um wirkungsvolle, auf Spitzenforschung basierende Transferaktivitäten zu ermöglichen, zu fördern und zu gestalten. Hierfür werden folgende Teilziele und Maßnahmen verfolgt: Prozesse und Leitlinien erarbeiten Zielsetzung: Weiterentwicklung und Einrichtung von Prozessen und Leitlinien des Wissens- und Technologietransfers. Maßnahmen: Erarbeitung von hochschulweiten Prozessen und Leitlinien: Transparente Prozesse, Leitlinien und eine nutzerfreundliche Darstellung der Unterstützungsangebote (wie z.B. Transferdrittmittel-, Gründungs-, Schutzrechtsberatung sowie Logo- Vermarktung) unterstützen insbesondere die Aktivierung und Professionalisierung qualitätsgesicherter Transferaktivitäten. 7 Transferstrategie der Deutschen Sporthochschule Köln (verabschiedet am 14.06.2021) Transferkompetenzen ausbauen Zielsetzung: Qualifikation von Mitarbeitenden, Wissenschaftler*innen und Studierenden, wissenschaftliche Erkenntnisse über Transferaktivitäten und Kooperationen an geeigneten Stellen im außerakademischen Umfeld zur Wirkung zu bringen. Maßnahmen: Qualifizierung von Wissenschaftler*innen: Die Integration von Transfer- und Innovationskompetenzen in die Personalentwicklung ist zentraler Bestandteil der Professionalisierung im Transfer und unterstützt die Wissenschaftler*innen in der Anschlussfähigkeit an den Arbeitsmarkt. So früh wie möglich soll das Angebot für alle wissenschaftlichen Karrierestufen ausgebaut werden, sodass erfolgsrelevante Kompetenzen und Netzwerke im Transfer langfristig in den Instituten verankert sind. Qualifizierung von Studierenden: Studierende sollen im Laufe ihres Studiums über curriculare sowie außercurriculare Angebote grundlegende, sowie bei stärkerem Interesse über Wahlmodule tiefergehende gründungs- und transferspezifische Kompetenzen aufbauen können (vorbehaltlich interner akkreditierter Qualitäts- management-Entscheidungsprozesse). Über ein Train-the-trainer-Konzept sollen Dozierende zu diesen Themen weiterqualifiziert werden. Besondere Angebote zur Förderung von Gründerinnen sollen in die Veranstaltungen integriert werden. Handlungsfeld 3: Transferprofil schärfen Qualitätsgesicherte, wissenschaftliche Erkenntnisse der Deutschen Sporthochschule Köln sollen vermehrt zielgruppengerecht aufbereitet und der Praxis zugänglich gemacht werden, um echte Verbesserungen im Kontext Sport und Bewegung zu erreichen. Dabei sollen neben der Förderung und Anerkennung des eigeninitiativen Handelns der Wissenschaftler*innen Aktivitäten entlang der Transferschwerpunkte („Mensch in Bewegung“, „Bewegungsräume“, „Gesunde Bewegung“, „Leistungsfähigkeit“; siehe Transferverständnis) und innerhalb definierter Transferfelder angegangen werden. Die DSHS hat sich dabei zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren insbesondere den Wissens- und Technologietransfer im Kontext der Gesundheitsförderung durch Sport und Bewegung signifikant zu stärken. Universitäre Weiterbildung profilieren Zielsetzung: Qualitative Weiterentwicklung der Angebote, insbesondere in den Kernkompetenzen „Sport und Bewegung“. Maßnahmen: Weiterbildungsangebote: Die Angebote der Universitären Weiterbildung werden in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden sowie externen Zielgruppen gezielt ausgebaut, insbesondere in den Kernkompetenzen Sport und Bewegung. Die Deutsche Sporthochschule Köln unterstützt die Ideen, Initiativen und Angebote ihrer Mitarbeitenden und entwickelt gezielt ein Weiterbildungsangebot, welches auch digital genutzt werden kann. 8 Transferstrategie der Deutschen Sporthochschule Köln (verabschiedet am 14.06.2021) Existenz- und Unternehmensgründungen fördern Zielsetzung: Verstärkte Aktivierung und Unterstützung wissensbasierter Existenz- und Unternehmensgründungen aus der Hochschule bis hin zur Markt- und Finanzierungsfähigkeit im Verbund der Kölner Hochschulen. Maßnahmen: StarS – Starting up with Sport Sciences: Zur Unterstützung ihrer Absolvent*innen für die Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt und eine selbstständige Tätigkeit sowie zur Aktivierung von Existenz- und Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft aktiviert die DSHS gezielt bisher nicht gehobene Gründungspotentiale. Dafür etabliert sie einen deutlich erweiterten Gründungsservice, der forschungsbasierte, marktrelevante Start-ups unterstützend begleitet. Forschungsbasierte Verwertung, Beratung, Kooperation & Infrastrukturleistungen ausbauen Zielsetzung: Initiierung und Umsetzung von Transferprojekten und Transferinitiativen mit sport-, gesundheits- und bewegungsrelevantem Hintergrund mit (regionalen, nationalen und internationalen) Partner*innen zur Anwendung von Forschungsergebnissen und sportwissenschaftlicher Expertise zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen. Maßnahmen: Erfassung: Die Hochschule erfasst regelmäßig die Transferaktivitäten und -potentiale sowie deren Einbindung und Umsetzung über Transferprojekte. Externe Bedarfs- und Trendanalyse: Über Stakeholder-Gespräche mit externen Partner*innen werden regelmäßig Kooperations- und Entwicklungsbedarfe und relevante Schnittstellen mit den Transferaktivitäten und -potentialen der Wissenschaftler*innen der Hochschule identifiziert. Promotoren Think Tank: Im Promotoren Think Tank werden wissenschaftliche Kompetenzen und vorhandene Netzwerke in Austauschformaten gebündelt und in Qualifizierungsformaten und Kreativräumen Ideen für Transfervorhaben entwickelt und in die Umsetzung gebracht. Transfer- und Innovationsplattformen: Über die Etablierung bedarfsgerechter Schnittstellen zu den Zielgruppen und Partner*innen sollen aktuelle und zukünftige Problemlagen, Bedarfe und Trends in Sport-Ökosystemen, aber auch gesellschaftliche und kulturelle Herausforderungen, welche durch Sport und Bewegung gelöst werden können, erfasst werden. Gemeinsam mit Partner*innen werden Lösungsansätze mit Modellcharakter ausgestaltet, validiert und nachhaltig umgesetzt und ausgerollt. Umsetzungsunterstützung: Die Hochschule unterstützt Wissenschaftler*innen und Studierende bei der Erarbeitung und Umsetzung von Transferprojekten, Ausgestaltung von Kooperationen, Verwertungsstrategien und Geschäftsmodellen. Hochschulinterne Transferförderung: Um für Wissenschaftler*innen die notwendigen Freiräume und Anreize für Transferaktivitäten zu schaffen, plant die Hochschule zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen. Diese aus zentralen Mitteln zur Verfügung gestellten Ressourcen sollen überwiegend zum Anreiz und Anschubfinanzierung von Transferaktivitäten in den Schwerpunkten genutzt werden. 9 Transferstrategie der Deutschen Sporthochschule Köln (verabschiedet am 14.06.2021) Handlungsfeld 4: Sichtbarkeit erhöhen und Vernetzung intensivieren Die Deutsche Sporthochschule Köln soll als natürliche Anlaufstelle für anspruchsvolle inter- und transdisziplinäre Kooperationen mit sportwissenschaftlichem Bezug in strategisch relevanten Netzwerken und Kooperationen etabliert und die erfolgreichen Transferaktivitäten für die breite Öffentlichkeit einfach und schnell zugänglich gemacht werden. Wahrnehmung und Kommunikation stärken Zielsetzung: Profilierung der Deutschen Sporthochschule Köln im Außenraum als nachgefragte Partnerin (Innovatorin, Trendsetterin, Beraterin) im Kontext Sport und Bewegung vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Qualitätsstandards. Maßnahmen: Forschungs- und Transfermarketing: Zur besseren Sichtbarmachung der Forschungs- kompetenzen, Transferangebote und Kooperationsmöglichkeiten und Transfererfolge werden zielgruppen- und bedarfsbezogene Transferformate erarbeitet und umgesetzt. Die Themen sollen sowohl an der Hochschule als auch bei den für die Hochschule relevanten Zielgruppen sichtbar und nachhaltig erfahrbar werden. Die positive Wirkung vergangener bzw. bestehender Campus-Wissenschafts-Events bestärkt die Hochschule darin, derartige Formate auch zukünftig als sinnvolles Instrument für den Wissenstransfer (ggf. auch als virtuelles/ digitales Format) bedarfsgerecht einzusetzen und um interaktive Austauschformate zu ergänzen. Strategische Partnerschaften und Wissenschaftsdialog stärken Zielsetzung: Intensivierung bestehender und Aufbau neuer strategischer Kooperationen mit in den verschiedenen Zielmärkten führenden Akteuren und Unternehmen, sowie national und international führenden Sport-, Gesundheits- und Forschungsinstitutionen. Intensivierung des Dialogs sowie der Austausch- und Interaktionsbeziehungen von Vertreter*innen aus Forschung und Lehre mit Akteur*innen außerhalb der Wissenschaft. Maßnahmen: Netzwerkausbau (regional, national und international): Die Hochschule unterstützt weiterhin die Intensivierung und Ausweitung für die Zielerreichung relevanter strategischer Kooperationen und Netzwerke, dabei soll die Auswahl der strategischen Partner*innen v.a. in Bezug zu den Kernthemen erfolgen. Voraussetzungen hierfür sind eine konsequente Definition und Gestaltung einer zielgerichteten Zusammenarbeit zu beiderseitigem Nutzen und auf Augenhöhe. Alumni-Netzwerk: Absolvent*innen mit ihren praxisnahen, auf das Sportsystem zugeschnittenen Kompetenzen gestalten in vielen Bereichen den Sportmarkt, den Gesundheitsbereich und die Sportpraxis mit. Das Potential eines Alumni-Netzwerkes wird bislang noch nicht erschlossen und soll daher ausgebaut werden. Öffnung des Dialogs mit der Gesellschaft: Um die Wahrnehmung der Hochschule in den von der Hochschule adressierten Themen und Zielgruppen zu stärken, nutzt die DSHS vorhandene Plattformen (z.B. Veranstaltungen, Presseanfragen) zur Erhöhung der eigenen Reichweite. Zudem baut sie die Austauschmöglichkeiten mit ihren nicht- akademischen Partner*innen systematisch aus. 10 Transferstrategie der Deutschen Sporthochschule Köln (verabschiedet am 14.06.2021) Handlungsfeld 5: Relevanz und Positionierung stärken Die Deutsche Sporthochschule Köln möchte das Bewusstsein der gesellschaftlichen Relevanz sportwissenschaftlicher Themen in der Breite der Gesellschaft fördern und diese in der politischen Diskussion verankern. Dabei soll auf eine weit verbreitete Wahrnehmung der Sportwissenschaft als gesellschaftsrelevante Disziplin hingewirkt sowie erkennbare Beiträge für eine zunehmende Förderung von Initiativen im Bereich Sport und Bewegung erbracht werden. Strategische Positionierung in Netzwerken und Gremien ausbauen Zielsetzung: Erhöhung der Wahrnehmung der Sportwissenschaften der Deutschen Sporthochschule Köln als gesellschaftsrelevante Wissenschaft zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen. Maßnahmen: Zielorientierte Mitwirkung in Gremien und Netzwerken: Zur Erreichung der übergeordneten Zielsetzung im WTT erhebt, reflektiert, systematisiert und intensiviert die Hochschule ihre Aktivitäten in (internationalen) transferrelevanten Gremien und Netzwerken. Hierbei wird insbesondere auch die Mitarbeit in regionalen Gremien und Netzwerken verstärkt. Vornehmlich innerhalb der Transferschwerpunkte geschieht dies gebündelt und zielorientiert. Erfolgskontrolle, Monitoring, strategische Weiterentwicklung Die Umsetzung und Wirksamkeit der in der Transferstrategie festgelegten Ziele und Maßnahmen werden anhand von qualitativen und quantitativen Indikatoren regelmäßig gemessen, evaluiert und angepasst. Dafür wird ein geeignetes Monitoring-Instrument aufgebaut und etabliert. Die für das Monitoring erforderlichen Inhalte werden von der Abteilung Wissens- und Technologietransfer mit Unterstützung aller Mitglieder der Hochschule zentral erfasst, um die kontinuierliche Weiterentwicklung der strategischen Ausrichtung des Wissens- und Technologietransfers an der Hochschule zu unterstützen. Die im Transferbereich durchgeführten Aktivitäten und Unterstützungsangebote werden auf der einen Seite individuell evaluiert und bedarfsgerecht weiterentwickelt. Ein beispielhafter Schlüsselindikator für nach innen wirkende Maßnahmen ist die Zufriedenheit der Wissenschaftler*innen mit den Angeboten des Transfermanagements. Indikatoren mit Blick auf das Hochschulumfeld sind etwa Drittmitteleinnahmen, Anzahl Kooperationsprojekte und Aufträge, Anzahl Gründungen, Reichweite/Nutzung von Transferaktivitäten, -inhalten und Infrastruktur sowie zielgruppenspezifische Veränderungen im Kontext Sport und Bewegung durch etwa Partizipationsformate. 1. Präambel 2. Transferverständnis 3. Status Quo 4. Transfer 2025: Handlungsfelder, Ziele und Maßnahmen 4.1 Handlungsfeld 1: Voraussetzungen verbessern Transferkultur etablieren Finanzierung stärken 4.2 Handlungsfeld 2: Professionalisierung vorantreiben Prozesse und Leitlinien erarbeiten Transferkompetenzen ausbauen 4.3 Handlungsfeld 3: Transferprofil schärfen Universitäre Weiterbildung profilieren Existenz- und Unternehmensgründungen fördern Forschungsbasierte Verwertung, Beratung, Kooperation & Infrastrukturleistungen ausbauen 4.4 Handlungsfeld 4: Sichtbarkeit erhöhen und Vernetzung intensivieren Wahrnehmung und Kommunikation stärken Strategische Partnerschaften und Wissenschaftsdialog stärken 4.5 Handlungsfeld 5: Relevanz und Positionierung stärken Strategische Positionierung in Netzwerken und Gremien ausbauen 5. Erfolgskontrolle, Monitoring, strategische Weiterentwicklung

  • Transferprojekte & Initiativen
    Transferprojekte & Initiativen In vielen verschiedenen Projekten und Initiativen engagiert sich die Deutsche Sporthochschule Köln für unterschiedliche Zielgruppen und sorgt für einen Wissenstransfer in die Praxis. Gemeinsam mit Partner*innen bieten wir Angebote für Athlet*innen, Trainer*innen, Kinder und Jugendliche, Schüler*innen, Sportlehrkräfte, Senior*innen und Hochaltrige sowie Leistungs- und Nachwuchssportler*innen. MentalGestärkt Mehr psychische Gesundheit im Leistungssport – das ist das Ziel der Initiative MentalGestärkt, die an der Deutschen Sporthochschule Köln ins Leben gerufen wurde. MentalGestärkt hilft Athlet*innen dabei, ihre psychische Gesundheit zu erhalten, zu fördern oder wiederherzustellen. Hierzu vermittelt das Team sportpsychologische Betreuung und sportpsychotherapeutische oder -psychiatrische Behandlung für aktive und ehemalige Athlet*innen sowie Trainer*innen. Dabei greift MentalGestärkt auf ein bundesweites qualifiziertes Netzwerk an sportpsychologischen, psychotherapeutischen oder psychiatrischen Expert*innen zurück. Weitere Infos auf der Projektseite . mentaltalent Mentaltalent ist eine Initiative, die Nachwuchsathlet*innen in NRW dabei unterstützt, ihre mentale und sportliche Leistungsfähigkeit zu optimieren. Zusätzlich stehen die Persönlichkeitsentwicklung der Athlet*innen sowie deren psychische und körperliche Gesundheit im Fokus. Die Initiative wird von der Sportstiftung NRW gefördert und hat seit 2007 über 10.500 Nachwuchssportler*innen in mehr als 1.100 Workshops und 1.200 Einzelbetreuungen sportpsychologisch betreut. Durch Freude und Motivation im Sport, Persönlichkeitsentwicklung und einen besseren Umgang mit Stress und Druck möchten wir Spitzenleistungen und Duale Karriere ermöglichen. Weitere Infos auf der Projektseite. Weitere Infos auf der Projektseite . Sport und Schwangerschaft Passen Sport und Schwangerschaft zusammen? Auf jeden Fall! Regelmäßige Bewegung und Sport sind während und nach der Schwangerschaft gesund für Mutter und Kind. Da ist sich die Wissenschaft inzwischen einig. Bewegung und Sport wirken sich positiv auf die körperliche sowie die psychische Gesundheit der werdenden Mutter aus. Neben Antworten auf häufig gestellte Fragen, News sowie wissenschaftlichen Hintergründen rund um das Thema Sport und Schwangerschaft bietet die Sporthochschule auch ein individuelles Online-Coaching für Schwangere an. Weitere Infos auf der Projektseite . Sport für Kinder und Jugendliche mit einer onkologischen Erkrankung Die Diagnose Krebs reißt Kinder und Jugendliche mit ihren Familien für Monate aus ihrem gewohnten Umfeld. Aufgrund der intensiven medizinischen Therapie mit vielen, teilweise langfristigen Krankenhausaufenthalten sind die Aktivitätsmöglichkeiten extrem eingeschränkt und auch nach der Therapie bewegen sich die Betroffenen deutlich weniger als gesunde Gleichaltrige. Gleichzeitig zeigen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Bewegung und Sport helfen, die Belastungen der Therapie besser zu bewältigen, Spätfolgen zu vermeiden und die Lebensqualität langfristig zu erhöhen. Daher bietet die Deutsche Sporthochschule Köln in Kooperation mit dem Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße Köln spezifische sporttherapeutische Angebote an. Weitere Infos auf der Projektseite . Schulsportlandschaft Der Schulsport bietet ein breites Forschungsfeld, dessen Erkenntnisse für die tägliche Arbeit von Sportlehrkräften, das Miteinander der Schüler*innen sowie die Ausgestaltung von Schulsportangeboten von hohem Wert sind. Diese Erkenntnisse in die konkrete Praxis zu übersetzen, ist das Ziel des Projekts Schulsportlandschaft. Das Projekt bereitet wissenschaftliche Erkenntnisse und aktuelle Informationen rund um den Schulsport für Sportlehrkräfte im Beruf und im Vorbereitungsdienst, Fachleitungen, Akteur*innen in der Fort- und Weiterbildung, aber auch für Verbände und Vereine bedarfsgerecht auf. Weitere Infos auf der Projektseite . Safe Clubs Das Projekt Safe Clubs hat zum Ziel, die im Projekt SafeSport erarbeiteten Maßnahmen zur Prävention sexualisierter Gewalt in Sportvereinen zu etablieren. Es wurden drei wichtige Handlungsfelder im Umgang mit sexualisierter Gewalt abgedeckt: Analyse, Prävention, Intervention. Alle im Projekt entwickelten Materialien und Konzepte wurden über die beteiligten Praxispartner*innen Deutsche Sportjugend sowie verschiedene Landessportbünde allen Sportvereinen in Deutschland zur Verfügung gestellt. Sportvereine in Deutschland sollen dadurch bei der Entwicklung von nachhaltigen Strategien für den Schutz von Kindern und Jugendlichen gegen sexualisierte Gewalt im Sport unterstützt werden. Weitere Infos auf der Projektseite . Schulsport2030 Alle wissen es, weil es alle bereits erlebt haben: Sport ist ein ganz besonderes Schulfach. Kein anderes Schulfach lebt so sehr von seiner Körperlichkeit, von Geräten oder besonderen Umgebungen, wie der Sporthalle oder dem Sportplatz. Darüber hinaus ist Schulsport unmittelbar mit dem Freizeitverhalten von Schüler*innen verbunden. Auftrag des Schulsports ist es auch, „zum Sport“ zu erziehen, also Freude und Sinn des Sports zu vermitteln und genauso „durch Sport“ die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu fördern, insbesondere die Persönlichkeit und das soziale Handeln. In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich unsere Gesellschaft stark verändert und hiermit auch die Bedingungen von Schulsport. Daher behandelt unser Projekt Schulsport2030 drei zentrale Themen: Heterogenität und Inklusion, Bewegungsförderung und Motivation sowie Umgang mit Sportlehrer*innenstress. DenkSport Derzeit sind weltweit über 46 Millionen Menschen an einer Demenz erkrankt; bis zum Jahr 2030 werden das 74 Millionen Menschen sein. Eine Demenz ist gekennzeichnet durch eine fortschreitende Beeinträchtigung aller kognitiven Funktionen, wie dem Erinnerungsvermögen und der Orientierung. Aber auch Persönlichkeitsveränderungen, psychische Labilität, Wut und Aggressionen sind oft mit einer Demenzerkrankung verbunden. Nicht nur für die Erkrankten, sondern auch für deren Angehörige ist das eine große Belastung. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass regelmäßige körperliche Aktivität zum einen der Entstehung einer Demenz vorbeugen kann und zum anderen auch im Anfangsstadium einer Demenz helfen kann, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Das Projekt DenkSport bringt Menschen unterschiedlichen Alters, mit und ohne Erkrankung, zusammen, um sich gemeinsam zu bewegen und einander zu unterstützen. Weitere Infos auf der Projektseite . Weitere Anlaufstellen Unsere Transferzentren Sie haben Interesse an einer Zusammenarbeit? Unsere Transferexpert*innen freuen sich über Ihre Kontaktaufnahme.

  • Transferförderung & Programme
    Transferförderung & Programme Hier finden Sie Informationen zu öffentlichen Förderprogrammen, welche den Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen in die Wirtschaft und Gesellschaft unterstützen. Gefördert werden u.a. Validierungsprojekte, um z.B. Machbarkeitsstudien, die Entwicklung von Prototypen und Geschäftsmodellen voranzutreiben, oder auch die Gründung von wissensbasierten Unternehmen. Ziel ist es, Forschungsergebnisse anwendungsfähig zu machen und passende Verwertungswege zu finden. Validierungsförderung VIP+ Systematische Validierung von Forschungsergebnissen, Erschließung möglicher Anwendungsbereiche, die einen hohen wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Nutzen erwarten lassen. GO-Bio initial Das Programm GO-Bio initial fördert die Identifizierung und Entwicklung früher lebenswissenschaftlicher Forschungsansätze mit erkennbarem Innovationspotenzial. ZIM Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) fördert Forschungs- und Entwicklungsprojekte kleiner und mittlerer Unternehmen in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen. KMU-innovativ KMU-innovativ fördert Forschungs- und Entwicklungsprojekte kleiner und mittlerer Unternehmen in Zukunftsfeldern wie Gesundheit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Gateway Think Tank Bei diesem Pitch-Event präsentieren Forschenden der Gateway Hochschulen Köln ihre Ergebnisse, Lösungen und Gründungsideen. Im Anschluss gibt es Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Das Datum für den nächsten Think Tank wird frühzeitig bekannt gegeben. To come: Ideation Bootcamp Weitere Informationen folgen. Jetzt Kontakt aufnehmen! Wir beraten Sie zu weiteren Fördermöglichkeiten. Dr. Anja Chevalier Abteilungsleiterin Transfer & Gründung person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-6480 mail a.chevalier(at)dshs-koeln.de Transfer & Gründung location_on Am Sportpark Müngersdorf 6 50933 Köln Institutsgebäude III auf dem Spoho-Campus phone +49 221 4982-6480 mail transferstelle(at)dshs-koeln.de Transferberatung Das könnte auch interessant für Sie sein: NRW-Verbund für Wissens- und Technologietransfer. 27 Hochschulen aus NRW und die PROvendis GmbH bilden zusammen den Verbund innovation2business.nrw. Der Verbund fördert den professionellen Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft und Gesellschaft. Erfindungen, Patente & Schutzrechte Gründungsförderung Forschung an der Spoho

  • Transferberatung & Coaching
    Transferberatung & Coaching Die Transferberatung der Deutschen Sporthochschule Köln unterstützt Forschende dabei, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Anwendungen zu überführen. Gemeinsam identifizieren wir das Innovationspotenzial Ihrer Forschung und entwickeln Wege, um Lösungen für Sport, Bewegung und Gesundheit in die Praxis zu bringen. Dabei beraten wir zu passenden Fördermöglichkeiten, initiieren Kooperationen zwischen Universität, Wirtschaft und Gesellschaft und schaffen Räume für Dialog und Kollaboration. Auch Gründungsinteressierte begleiten wir bei der Weiterentwicklung ihrer Ideen und auf dem Weg in die unternehmerische Praxis. Bei uns sind Sie richtig, wenn Sie … Forschungsergebnisse mit Praxisbezug (weiter-)entwickeln möchten Fördermöglichkeiten für Transferprojekte nutzen möchten Anwendungsmöglichkeiten im Sport-, Bewegungs- oder Gesundheitsbereich suchen Kooperationspartner aus Wirtschaft oder Praxis gewinnen möchten über Gründung , Schutzrechte oder Verwertung nachdenken erste Fragen haben und unverbindlich Orientierung suchen Wir begleiten Sie in allen Phasen des Transfers – von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Dazu gehören unter anderem: Bewertung des Innovationspotenzials Ihrer Forschung Identifikation von Anwendungsfeldern in Sport, Bewegung und Gesundheit Entwicklung von Transfer- und Verwertungsstrategien Anbahnung von Kooperationen mit Unternehmen und Praxispartner*innen Beratung zu Fördermöglichkeiten Unterstützung bei Gründungsvorhaben Schutz von geistigem Eigentum (z. B. Patente) Ablauf der Beratung Die Transferberatung ist individuell und vertraulich. In einem ersten Gespräch klären wir Ihre Fragestellung und entwickeln gemeinsam mögliche nächste Schritte. Erstgespräch Gemeinsame Potenzialanalyse Entwicklung von Optionen Begleitung bei der Umsetzung Jetzt Kontakt aufnehmen! Dr. Anja Chevalier Abteilungsleiterin Transfer & Gründung person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-6480 mail a.chevalier(at)dshs-koeln.de Transfer & Gründung location_on Institutsgebäude III / Spoho Campus mail transferstelle(at)dshs-koeln.de Wichtige Anlaufstellen und weiterführende Links Zur Gründungsförderung Zur Forschungsförderung Zu den Transferzentren Zu unseren Instituten

  • TransferUnit_Kurzbericht_WExKuP_160726.pdf
    AUF EINEN BLICK Orientierung im Medienwandel: Wissenschaftler*innen zwischen etablierten und peripheren Formaten der Wissenschaftskommunikation Von Daniel Nölleke & Marc Tietjen Kontakt: d.noelleke@dshs-koeln.de Projekt: Wissenschaftliche Expert*innen zwischen Kern und Peripherie des (Wissenschafts-)Journalismus (WEx- KuP), gefördert vom BMFTR in der Förderrichtlinie Wissenschaftskommunikation (2024-2026) Der Kurzbericht bündelt zentrale Ergebnisse eines kommunikationswissenschaftlichen Forschungsprojekts zur Me- dienarbeit von Wissenschaftler*innen in einer zunehmend diversifizierten Medienlandschaft. Das Projekt unter- sucht, was Akteur*innen der Wissenschaftskommunikation grundsätzlich motiviert, Medienanfragen zuzusagen, welche Herausforderungen sie gerade in digitalen Medienumgebungen sehen, und inwieweit sie zwischen etablier- ten und peripheren Medienangeboten unterscheiden, wenn sie als Expert*innen angefragt werden. 1. Wissenschaftler*innen zeigen große Bereitschaft zur Annahme von Medienanfragen • Forschende sehen es als ihre Verantwortung, den öffentlichen Diskurs zum Klimawandel durch ihre Expertise zu bereichern. Medienarbeit verstehen sie daher als relevanten Bestandteil ihres Berufsbildes. Mit ihren Medien- auftritten verfolgen sie neben persönlichen und strategischen Zielen das Anliegen, die Deutungshoheit nicht den Klimaskeptiker*innen zu überlassen und durch die Bereitstellung wissenschaftlicher Evidenzen zu einem infor- mierten Diskurs beizutragen. 2. Wissenschaftler*innen sehen auch Risiken ihrer öffentlichen Präsenz • Wissenschaftler*innen beschreiben die mediale Reduktion von Komplexität durch Verkürzungen als zentrale Herausforderung für ihre Medienarbeit. Sie berichten außerdem von Anfeindungen im Anschluss an Medien- auftritte – das Themenfeld „Fossile Energieträger und Klimakrise“ wird hier als potenzieller Triggerpunkt für Science-Hostility genannt. 3. Wissenschaftler*innen unterscheiden zwischen Formaten • Beim Umgang mit Medienanfragen machen Forschende einen Unterschied zwischen verschiedenen Medienan- geboten. Dabei orientieren sie sich an den Navigationskriterien Glaubwürdigkeit, Relevanz und Unabhängigkeit. Viele sehen eher davon ab, Anfragen von Formaten anzunehmen, die sie als ideologiegetrieben empfinden. Die Grenzen, die Wissenschaftler*innen in der Zusammenarbeit ziehen, entsprechen nicht immer der klassischen Einteilung in etablierte und periphere Medienangebote. 4. Wissenschaftler*innen wünschen sich einen Kompass zur Navigation • Forschenden ist bewusst, dass in digitalen Medienumgebungen viele neue Formate entstanden sind, die sie nur schwer beurteilen können. Sie bedauern, dass eine informierte Entscheidung über den Umgang mit Medienan- fragen daher zunehmend schwierig wird. Hier wünschen sie sich einen besseren Überblick über die Medienland- schaft und setzen dabei auf die Unterstützung durch professionelle Wissenschaftskommunikator*innen. Persistent Identifier: urn:nbn:de:kobv:b4-opus4-55694 2 von Daniel Nölleke und Marc Tietjen veröffentlicht am 16. Juli 2026 Wissenschaftskommunikation in einer fragmentierten Medienlandschaft Die Wissenschaftskommunikation hat in den vergan- genen Jahren einen deutlichen Bedeutungszuwachs erfahren. Das zeigen zahlreiche Studien zur gestiege- nen Bereitschaft von Wissenschaftler*innen, sich an Maßnahmen des Public Engagement zu beteiligen (z. B. Besley & Nisbet, 2013; Dudo & Besley, 2016), sowie Initiativen wie die Factory Wisskomm des BMFTR (Factory Wisskomm, 2025; 2022). Im Zuge der Digi- talisierung ist es für Wissenschaftler*innen deutlich einfacher geworden, mit verschiedenen Publika direkt zu kommunizieren. Gleichzeitig hat sich das Feld der (wissenschafts-)journalistischen Formate stark aus- differenziert. An den Rändern des (Wissenschafts-) Journalismus entstehen „neue [.] Mediator:innen“ (Fac- tory Wisskomm, 2022, S. 35), sogenannte periphere Formate, die journalismusähnliche Inhalte verbreiten, deren Akteur*innen sich aber hinsichtlich Ausbildung, Praktiken, Professionalität und Motiven von den eta- blierten Angeboten im Kern unterscheiden (Hanusch & Löhmann, 2023). Viele periphere Akteur*innen orientieren sich an den Stilformen etablierter Me- dienangebote (Frischlich et al., 2020), und beanspru- chen gleichzeitig für sich, etwas anzubieten, was von den etablierten Angeboten vernachlässigt wird (Holt et al., 2019). Für Wissenschaftler*innen und profes- sionelle Wissenschaftskommunikator*innen wird es zunehmend herausfordernd, den Überblick in dieser sich stetig diversifizierenden Medienumgebung zu be- wahren und die Grenzen zwischen legitimen und illegi- timen Formaten der Wissenschaftsvermittlung zu zie- hen. Dieser Herausforderung müssen sie sich allerdings immer dann stellen, wenn Journalist*innen Wissen- schaftler*innen als Expert*innenquellen anfragen. In einem vom BMFTR geförderten Forschungsprojekt ha- ben wir untersucht, anhand welcher Kriterien zentrale Akteur*innen der Wissenschaftskommunikation durch eine fragmentierte Medienlandschaft navigieren. KURZBERICHT Orientierung im Medienwandel: Wissenschaftler*innen zwischen etablierten und peripheren Formaten der Wissenschaftskommunikation Methodik Zur Identifikation der Strategien im Umgang mit Medienanfragen wurden im Zeitraum von 02/2025 bis 08/2025 Leitfadeninterviews mit 26 Wissen- schaftler*innen und zwölf professionellen Wissen- schaftskommunikator*innen an universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ge- führt. Der Fokus lag auf Wissenschaftler*innen und Einrichtungen, die in der Berichterstattung über das Thema „Fossile Energieträger und Klimakrise“ zu Wort kommen. Das Themenfeld wurde stellver- tretend für gesellschaftlich-wissenschaftliche Pro- blemlagen ausgewählt, die sich durch hohe gesell- schaftliche Relevanz und kontroverse öffentliche Debatten auszeichnen. Im Rahmen der Interviews wurden die Gesprächspartner*innen auch darum gebeten, 18 bzw. 22 (etablierte und neue) Medien- angebote hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Be- richterstattung über die eigenen Forschungsthemen auf einer kreisförmigen Schablone anzuordnen und dabei die Überlegungen zu reflektieren. 3 Warum Wissenschaftler*innen Medienarbeit leisten Die Ergebnisse zeigen, dass Wissenschaftler*innen eine große Bereitschaft haben, medienöffentlich als Expert*innen in Erscheinung zu treten, sofern sie sich fachlich in der Lage dazu sehen, Expertise beizu- tragen, und sie das Medienangebot selbst als legitimen Vermittler für die Wissenschaftskommunikation be- werten. Die in den Interviews aufgezeigte Motivation ist vielfältig und reicht von einem tief verwurzelten Verantwortungsgefühl bis hin zu strategischen Über- legungen zu mehr Sichtbarkeit und Impact der eigenen Forschung. Die meisten befragten Wissenschaftler*innen be- schreiben Medienarbeit als relevanten „Teil des Berufs- bildes“ (ID 02) und fühlen sich in der „Verantwortung“ (ID 10) oder „Bringschuld“ (ID 01), Expertise und Ein- ordnungen öffentlich zu teilen, wenn sie als Expert*in- nen für die Berichterstattung von journalistischen Medienangeboten angefragt werden: „Ich finde, das ist eine unserer Aufgaben als Wissenschaftler, […], wir werden ja letztendlich auch von der Gesellschaft be- zahlt, wir werden ja von Steuergeldern bezahlt, dass wir das, was wir erforschen […] auch weitergeben“ (ID 02). Dies gelte besonders vor dem Hintergrund der he- rausragenden gesellschaftlichen Relevanz von The- men wie der Klimakrise oder Energiewende, wo man das Feld keinen „Schein-Experten“ (ID 01) überlassen möchte. Forschende verfolgen das Ziel, mit ihrer Kom- munikationsarbeit zu einem informierten Diskurs ge- sellschaftlich-wissenschaftlicher Problemlagen beizu- tragen. In Form von „Aufklärungsarbeit“ (ID 07) gelte es, durch mediale Präsenz Reichweite zu schaffen und Wissen bereitzustellen, auch für demokratische Ent- scheidungsbildungsprozesse: „Gerade im Bereich Klimawandel, Klimaveränderung, geht es ja auch um Informationen, die unter Umständen wichtig werden, für Entscheidungen, die getroffen werden, auch in der Öffentlichkeit“ (ID 05). Neben diesen normativen Motiven spielen für Wis- senschaftler*innen auch persönliche wie strategische Ziele eine Rolle für die Zusage von Medienanfragen. Mediale Sichtbarkeit könne Wissenschaftler*innen da- bei helfen, sich eine öffentliche Reputation aufzubauen und die eigene Forschung oder das Forschungsfeld zu positionieren. Dies sei wichtig, um in den Austausch zu kommen mit relevanten Stakeholdern aus Politik oder Wirtschaft, denn „Sichtbarkeit führt auch zu Zu- gang“ (ID 07). Auch von Seiten eines Projektförderers oder Arbeitgebers könne Medienarbeit eingefordert werden. Im Einzelfall würden Medienanfragen von den Befragten auch aus Neugierde zugesagt. Positive per- sönliche Rückmeldungen werden von manchen Teil- nehmenden darüber hinaus als motivierend empfun- den. Welche Herausforderungen Wissenschaftler*innen sehen Die Beziehungen zwischen Wissenschaft und Jour- nalismus werden in der Forschung klassisch als Span- nungsfeld konstituiert, da beide Systeme unterschied- lichen Logiken folgen. Während Wissenschaft nach Differenzierung und Detailtiefe in der Vermittlung komplexer Sachverhalte strebt, tendieren Journa- list*innen zu einer Reduktion der Komplexität in der Berichterstattung (Peters, 2013). Die Studienergebnisse zeigen, dass sich viele Wissen- schaftler*innen eben diese Detailtiefe und Komplexi- tät in der journalistischen Berichterstattung wünschen würden. Sie erkennen Probleme in der Zuspitzung und bisweilen missverständlichen Kontextualisierung von Zitaten durch einzelne Medienschaffende: „Je nach- dem, was man sagt, muss man manchmal auch sehr vor- sichtig sein, […], weil durch einfaches Weglassen oder in anderen Kontext stellen auch Nachrichten in eine andere Richtung gehen können, als man ursprünglich die Intention hatte“ (ID 05). Diese Problematik beträfe 4 dabei nicht nur journalistische Primärvermittler, denen Wissenschaftler*innen selbst ein Interview geben, son- dern auch die Zweit- oder Drittverwerter, die im Nach- gang nur einzelne Aussagen aufgreifen. Verstärkt werden diese Bedenken durch die Wahr- nehmung eines erhöhten Zeitdrucks und eine in Teilen stärker werdende Prekarisierung der Arbeitsbedin- gungen im Journalismus. Dies zeige sich zum Beispiel in der stark variierenden Fachkompetenz und Vorbe- reitung von Journalist*innen. Wissenschaftler*innen reagieren auf diese Herausforderungen, indem sie bspw. die Autorisierung von Zitaten in textuellen Me- dien einfordern: „Das ist Bedingung, sonst mache ich es nicht“ (ID 01). Grundsätzlich empfinden es einige Wissenschaftler*in- nen als herausfordernd, sich an die zeitlichen Dynami- ken des Mediensystems anzupassen und kurzfristig auf Medienanfragen zu reagieren. Viele weisen darauf hin, dass Medienarbeit trotz der hohen inhaltlichen Be- deutung oft nur einen kleinen Zeitanteil im Arbeitsall- tag einnehme neben Forschung, Lehre oder Gremien- arbeit, sie dieser Tätigkeit zum Teil in ihrer „Freizeit“ (ID 01) nachkommen müssten. Gerade in digitalen Medienumgebungen wird außer- dem die Gefahr betont, als Forschende Ziel von An- feindungen durch ein wissenschaftsskeptisches bis feindlich eingestelltes Publikum zu werden: „Ich bin zwar nicht bei Social Media, […], weil da würde ich wahr- scheinlich einen Shitstorm nach dem anderen über mich ergehen lassen müssen. Aber natürlich, meine E- Mail ist ja publik. Und dann kommen natürlich E-Mails, […], du hast doch keine Ahnung, es gibt gar keinen Kli- mawandel und so weiter“ (ID 01). Diese Gefahr wird im Kontext stark polarisierter öffentlicher Debatten, wie im Fallbeispiel der Klimakrise und Energiewende, als besonders hoch eingeschätzt: „Die Menschen haben halt einfach Sorge vor Veränderungen, […], haben Sorge davor, dass sie überfordert werden. Und deswegen […] wird dann der Überträger der Nachricht halt gesteinigt […]“ (ID 04). Trotz negativer Erfahrungen verweisen die Wissen- schaftler*innen darauf, dass sie potenzielle Anfeindun- gen bislang „wegdrücken“ (ID 02) konnten und dass dies sie noch nicht davon abgehalten habe, weiterhin für Medienarbeit zur Verfügung zu stehen: „Am An- fang grübelt man schon so ein bisschen nach, wenn man dann auch sehr oft beschimpft oder bedroht wird […]. Ich habe zum Glück […] noch nie jemanden gehabt, der vor der Haustür gestanden hat […]. Das heißt, die Be- drohung findet in der Regel nur virtuell statt. Und dann gewöhnt man sich da auch dran“ (ID 04). Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Wissenschaftler*innen als Co- ping-Strategie Kommentarspalten oder soziale Medien meiden. Aussagen einiger Gesprächspartner*innen le- gen nahe, dass Wissenschaftlerinnen stärker von On- line-Hass betroffen sind als ihre männlichen Kollegen. Wie Wissenschaftler*innen durch eine fragmen- tierte Medienlandschaft navigieren Wissenschaftler*innen gehen bei der Beantwortung von Medienanfragen selektiv vor, indem sie Medien- angebote hinsichtlich ihrer Legitimität für die vermit- telte Wissenschaftskommunikation bewerten. In ihrer oft impliziten Priorisierung von und Grenzziehung zwi- schen Medienangeboten orientieren sie sich besonders an der wahrgenommenen Glaubwürdigkeit, Relevanz und Unabhängigkeit eines Medienangebots. Diese Kriterien konnten in den Leifadeninterviews auch mit Hilfe einer Sortieraufgabe identifiziert werden (siehe hierzu beispielhaft Abb. 1). Unter Glaubwürdigkeit wird die wahrgenommene Ori- entierung eines Medienangebots an Qualitätsvorstel- lungen der Wissenschaftler*innen verstanden. Diese Vorstellungen sind oftmals deckungsgleich mit solchen, die der Journalismus aus einer normativen Perspekti- 5 ve für sich selbst beansprucht. Wissenschaftler*innen arbeiten besonders gerne mit Medienschaffenden zu- sammen, die sie als gut vorbereitet erleben, denen sie Kompetenzen in der Recherche und Bewertung wis- senschaftlicher Sachverhalte zuschreiben: „Das sind dann so Höhepunkte in meiner Medienarbeit, wenn man so richtig auf Augenhöhe miteinander sprechen kann“ (ID 02). Grundsätzlich legen die Befragten Wert auf einen fairen und respektvollen Umgang miteinan- der, dann „können sich Vertrauensverhältnisse etablie- ren“ (ID 06). Forschende erwarten von Journalist*innen faktisch korrekte Berichterstattung, die bestenfalls in der Lage sei, die „Grautöne“ (ID 12) wissenschaftlicher Evidenzen zu kommunizieren und einzuordnen. Sie er- hoffen sich Transparenz und unabhängige Verifizierung von Informationen und Quellen, einen „Mehrfach- Check“ (ID 08) in den Redaktionen. Außerdem sehen sie wertvolle Berichterstattung in der Verantwortung, Themen zielgruppenspezifisch attraktiv aufzuberei- ten und dadurch eine „Übersetzungsleistung“ (ID 12) für die Wissenschaftskommunikation zu leisten. Das Kriterium Relevanz meint den Grad der allgemei- nen oder spezifischen Reichweite eines Medienange- bots auf dem Publikumsmarkt. Viele Wissenschaft- ler*innen orientieren sich stark an der „Größe des Mediums“ (ID 07), wenn sie über Zusage oder Absage von Medienanfragen entscheiden. Abhängig vom The- ma der Anfrage können neben überregionalen An- geboten mit großer allgemeiner Reichweite auch For- mate für spezifische Zielgruppen, z. B. Schüler*innen, Politiker*innen oder lokale Publika, priorisiert werden: „Natürlich gibt es Medien mit höherer Reichweite, aber normalerweise versuche ich auch, junge Leute zu un- terstützen, also Medien wie Podcasts oder solche Sa- chen“ (ID 16). Als Unabhängigkeit wird das Ausmaß der Autonomie eines Formats von externen Einflüssen definiert. Be- vorzugt werden von Wissenschaftler*innen Angebote, die möglichst unabhängig von politischen oder wirt- schaftlichen Interessen agieren. Bei Medienangeboten, die Forschende als abhängig von externen Interessen Abbildung 1: Stellvertretende Auswertung der Sortieraufgabe mit Grenzverlauf auf Höhe der Bild-Zeitung (ID 05). 6 betrachten, muss zwischen ideologisch nahen oder fernen Formaten unterschieden werden. Ideologische Nähe bedeutet eine erhöhte Übereinstimmung persön- licher Werte oder Einstellungen mit den Interessen und Themen des Mediums. Ideologisch fern sind Angebote, deren Interessen und Themen den eigenen Vorstellun- gen widersprechen. In der Regel bewerten Wissen- schaftler*innen eine Zusammenarbeit mit ideologisch nahen Angeboten als positiver, sofern sie ihre persön- liche Meinung vom Beitragsthema gedeckt sehen. Dies zeigt sich z. B. in der bedingten Offenheit vieler Befrag- ter für Expert*innenauftritte in Medienangeboten von NGOs wie Greenpeace, deren Berichterstattung über die Klimakrise viele als „sehr faktenorientiert“ (ID 04) und unterstützenswert betrachten. Fasst man die Ergebnisse zur Evaluierung der Medien- angebote zusammen und überträgt sie auf die zuneh- mend fragmentierte Medienlandschaft lässt sich fest- stellen, dass von den befragten Wissenschaftler*innen klassische Qualitätsmedien, öffentlich-rechtliche Nachrichtenformate oder wissenschaftsjournalisti- sche Angebote als besonders glaubwürdig, relevant und unabhängig bewertet werden. Auch eine poten- zielle Zusammenarbeit mit regionalen Tageszeitungen, journalistischen Start-Ups oder (Science-) Influencern wird von den meisten Befragten als interessant erach- tet, bspw. aufgrund von hoher Glaubwürdigkeit oder relevanten Zielgruppen. Weniger bedeutend für die Berichterstattung und potenzielle Medienarbeit er- scheinen den meisten Wissenschaftler*innen Corpo- rate Media, aufgrund der großen Abhängigkeit solcher unternehmens- oder organisationsgebundenen Me- dien von externen wirtschaftlichen wie politischen In- teressen. Auch Formaten aus der Wissenschaft selbst wird aufgrund ihrer oft begrenzten Reichweite in der Regel nur ein mittlerer Stellenwert eingeräumt. Als Grenzfall der Medienarbeit können Boulevardmedien bezeichnet werden. Für manche Befragte erscheint die Zusammenarbeit aufgrund der hohen Reichweite äu- ßerst relevant, für andere ist die Zusammenarbeit eine Einzelfallentscheidung, manchmal sogar kategorisch ausgeschlossen. Als Grund geben die Forschenden an, dass sie diese Formate als tendenziell unseriös bis vor- eingenommen berichtend bewerten. Klare Grenzen ziehen die meisten Wissenschaft- ler*innen auf Nachfrage zu sogenannten Alter- nativmedien, die mit politischen Ideologien oder Verschwörungstheorien in Verbindung zu stehen scheinen: „Medien, die eine starke politische, auch vielleicht dann rechte Linie verfolgen oder in einen Bereich gehen, der so Richtung Verschwörungsthe- orien oder Verschwörungsmythen geht, das wäre für mich absolut eine rote Linie“ (ID 08). Wenige For- schende zeigen bedingte Offenheit, auch in solchen Formaten Medienarbeit zu leisten, sofern sie einen fairen Austausch für möglich halten: „Man muss im- mer schauen, gibt man solchen wissenschaftsfeind- lichen Positionen eine Bühne, dann ist das Ganze eher kontraproduktiv […]. Wenn es aber irgendwie noch eine sachliche Diskussion ist, die von gegen- seitigem Respekt geprägt ist, dann ist es durchaus auch sinnvoll, mit Leuten zu reden, die eine andere Meinung haben“ (ID 04). Mit solchen Auftritten ver- binden sie die Hoffnung, Zielgruppen anzusprechen, die für die Wissenschaftskommunikation über ande- re Kanäle kaum noch erreichbar sind. Die Ergebnis- se deuten darauf hin, dass Medienanfragen aus dem Spektrum der politischen Alternativmedien selten sind, aber im Einzelfall vorkommen. 7 Navigationskompetenz als Schlüsselfertigkeit vermittelter Wissenschaftskommunikation Um Chancen und Risiken der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Medienangeboten im Vorfeld ange- messen einschätzen zu können, scheint Navigations- kompetenz zunehmend zu einer bedeutenden Schlüs- selfertigkeit für die Wissenschaftskommunikation zu werden. Navigationskompetenz beschreibt die Fähig- keit, Medienangebote in fragmentierten Medienland- schaften hinsichtlich ihrer Chancen und Risiken für die eigene Medienarbeit zu bewerten und Kommunika- tionsstrategien auf das jeweilige Medienangebot abzu- stimmen. Die Ergebnisse des Projekts zeigen, dass beteiligte Wissenschaftler*innen zwar eine zunehmende Diver- sifizierung der Medienlandschaft erkennen, sich aber selbst einen unzureichenden Überblick über diese at- testieren: „Den [Überblick] habe ich schon verloren. Also ich würde sagen, ich kenne mich jetzt aus in den klassischen Medien, aber mit den ganzen neueren For- maten, […] das kann ich nicht mehr überblicken, weil ich auch nicht weiß, was da wichtig ist und was nicht“ (ID 03). In der Tendenz fällt es befragten Wissenschaft- ler*innen deshalb schwer, neue Medienangebote hin- sichtlich ihrer inhaltlichen Stoßrichtung zu bewerten. Viele sehen das Risiko, Medienangebote falsch einzu- schätzen, wenn sie über die Zusage oder Absage von Medienanfragen entscheiden. In einzelnen Fällen ha- ben Wissenschaftler*innen starke Bedenken vor sol- chen Fehleinschätzungen und den erwarteten Folgen beispielsweise in Form von Anfeindungen. Um sich vor Fehleinschätzungen zu schützen, geben die Wissenschaftler*innen an, eigenständig zu Forma- ten zu recherchieren, die Kommunikationsabteilung ihrer Organisation um Hilfe zu bitten oder Anfragen aus Vorsicht abzusagen. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Diversifizierung der Medienlandschaft für Wissenschaftler*innen eine Überforderung darstellen kann: „Die Vielfalt der Medien […] führt eher zu einer Unübersichtlichkeit […]. Ich finde, das macht die Sache sehr kompliziert für Wissenschaftler – wir sind ja keine Medienexperten, wollen es auch gar nicht sein –, sich dann in diesem zunehmenden Dschungel […] zurecht- zufinden“ (ID 05). Im letzten Abschnitt des Kurzberichts sollen deshalb Implikationen für die Praxis diskutiert und eine Art Checkliste für Wissenschaftler*innen vorgestellt wer- den. Dieser Kompass zur Navigation soll bei der ersten Einschätzung von Medienanfragen und -angeboten helfen und kann Wissenschaftler*innen ein Stück weit beim Aufbau der erforderlichen Navigationskompe- tenz dienen. Implikation für die Praxis: Ein Kompass zur Navigation Orientierungshilfe für die Navigation durch diesen Me- dien-„Dschungel“ (ID 05) wird in der Praxis vor allem durch professionelle Wissenschaftskommunikator*in- nen geleistet. Vor dem Hintergrund der aktuellen Stu- dienergebnisse erscheint es notwendig, Schulungen zur veränderten Angebotsvielfalt im Journalismus und zum Umgang mit Medienanfragen peripherer Ange- bote in Medientrainings für Wissenschaftler*innen zu integrieren. Als Ergänzung zu solchen „Navigationstrai- nings“ und individuellen Beratungen kann aus den zen- tralen Bewertungskriterien der Wissenschaftler*innen eine Art Checkliste abgeleitet werden. Dieser kurze Fragenkatalog soll Wissenschaftler*innen dabei unter- stützen, Chancen und Risiken der Zusammenarbeit mit einem neuen Medienangebot initial und selbststän- dig abzuwägen. Viele Wissenschaftler*innen sind in einer fragmentierten Medienlandschaft also auf Orientierungshilfe angewiesen. 8 Die wichtigste Orientierungslinie dieses Kompasses betrifft die wahrgenommene Glaubwürdigkeit eines Medienangebots. Zentrale Fragen der Reflektion durch Wissenschaftler*innen könnten sein: • Für wie informiert halte ich das Format und den*die Journalisten*in? • Habe ich den Eindruck, dass fair und seriös be- richtet wird? • Wie kommen Gesprächspartner*innen in dem Format zu Wort? • Wie positioniert sich das Angebot im Vergleich zu anderen journalistischen Medien? Die zweite Orientierungslinie des Kompasses betrifft die empfundene Relevanz des Formats. Zentrale Fra- gen bei der Evaluierung könnten hier sein: • Welche Zielgruppen möchte das Format er- reichen? • Wie relevant sind diese Zielgruppen für meine Forschung oder Organisation? • Wie groß ist der erwartete allgemeine Outreach? Die dritte und letzte Orientierungslinie bezieht sich auf die wahrgenommene Unabhängigkeit eines Medienan- gebots. Zentrale Fragen zur Bewertung könnten sein: • Wie finanziert sich das Medienangebot? • Lässt sich identifizieren, wer das Medienange- bot betreibt? • Wie unabhängig wirkt die Berichterstattung von externen Interessen? Wer heute und in Zukunft als selbstbewusste*r Ge- sprächspartner*in für die medial vermittelte Wissen- schaftskommunikation zur Verfügung stehen möchte, sollte über ein Mindestmaß an Navigationskompetenz verfügen, um Chancen und Risiken der Zusammenar- beit mit verschiedenen Anbietern abwägen und Kom- munikationsstrategien ggfs. entsprechend anpassen zu können. Für professionelle Wissenschaftskommunika- tor*innen empfiehlt es sich daher, Forschenden durch Maßnahmen wie individuelle Beratungen, Trainings oder Recherchetools Unterstützung anzubieten, die eine individuelle Reflektion anleiten können. KOMPASS ZUR NAVIGATION DURCH EINE FRAGMENTIERTE MEDIENLANDSCHAFT Orientierungshilfe für Wissenschaftler*innen im Medien-"Dschungel" • Welche Zielgruppen möchte das Format erreichen? • Wie relevant sind diese Zielgruppen für meine Forschung oder Organisation? • Wie groß ist der erwartete allgemeine Outreach? RELEVANZ • Wie fi nanziert sich das Medienangebot? • Lässt sich identifi zieren, wer das Medienangebot betreibt? • Wie unabhängig wirkt die Berichterstat- tung von externen Interessen? UNABHÄNGIGKEIT • Für wie informiert halte ich das Format und den*die Journalisten*in? • Habe ich den Eindruck, dass fair und seriös berichtet wird? • Wie kommen Gesprächspartner*innen in dem Format zu Wort? • Wie positioniert sich das Angebot im Vergleich zu anderen journalistischen Medien? GLAUBWÜRDIGKEIT 9 Literatur Besley, J. C., & Nisbet, M. (2013). How scientists view the public, the media and the political process. Public Un- derstanding of Science, 22(6), 644-659. https://doi.org/10.1177/0963662511418743 Dudo, A., & Besley, J. C. (2016). Scientists’ prioritization of communication objectives for public engagement. PloS one, 11(2), e0148867. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0148867 FactoryWisskomm (2022). Handlungsperspektiven für die Wissenschaftskommunikation. Berlin. https://www. bmftr.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/2022/handlungsperspektiven.pdf?__blob=publicationFi- le&v=6 FactoryWisskomm (2025). Edition 2 - Umsetzung, Ergebnisse und neue Perspektiven. Berlin. https://www.bmftr. bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/1/1097956_Ergebnisdokumentation_der_Edition_2.pdf?__ blob=publicationFile&v=6 Frischlich, L., Klapproth, J., & Brinkschulte, F. (2020). Between Mainstream and Alternative – Co-orientation in Right-Wing Populist Alternative News Media. In C. Grimme, M. Preuss, F. W. Takes, & A. Waldherr (Hrsg.), Multidisciplinary International Symposium on Disinformation in Open Online Media (S. 150-167). Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-030-39627-5_12 Hanusch, F., & Löhmann, K. (2023). Dimensions of peripherality in journalism: A typology for studying new actors in the journalistic field. Digital Journalism, 11(7), 1292-1310. https://doi.org/10.1080/21670811.2 022.2148549 Holt, K., Ustad Figenschou, T., & Frischlich, L. (2019). Key dimensions of alternative news media. Digital Journa- lism, 7(7), 860-869. https://doi.org/10.1080/21670811.2019.1625715 Peters, H.P. (2013). Gap between science and media revisited: Scientists as public communicators. 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Juli 2026 Redaktion: Sebastian Büttner (BBAW) & Lisa Zehnter (BBAW) Layout: Michelle Soldato (WiD) Zitiervorschlag: Nölleke, Daniel & Tietjen, Marc (2026): Orientierung im Medienwandel: Wissenschaftler*innen zwischen etablierten und peripheren Formaten der Wissenschaftskommunikation. Kurzbericht der Transfer Unit Wissenschaftskommunikation. Berlin. urn:nbn:de:kobv:b4-opus4-55694 Die Transfer Unit Wissenschaftskommunikation wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. Die Beiträge geben Analysen und Perspektiven der Autor*innen wieder und entsprechen nicht notwendigerweise der Position des Ministeriums oder der herausgebenden Stelle. Dieses Dokument steht unter folgender Lizenz zur Verfügung: CC BY-NC-ND 4.0 Weitere Publikationen finden Sie auf unserer Homepage www.transferunit.de. Abonnieren Sie dort gerne auch unseren Newsletter, um aktuelle Informationen zu unseren Veranstaltungen und Neuerscheinungen zu erhalten. https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/ http://www.transferunit.de

  • TransferUnit_Infografik_WExKuP.pdf
    Gestaltung: Michelle Soldato Lizenz: CC-BY-NC-ND 4.0 KOMPASS ZUR NAVIGATION DURCH EINE FRAGMENTIERTE MEDIENLANDSCHAFT Orientierungshilfe für Wissenschaftler*innen im Medien-"Dschungel" • Welche Zielgruppen möchte das Format erreichen? • Wie relevant sind diese Zielgruppen für meine Forschung oder Organisation? • Wie groß ist der erwartete allgemeine Outreach? • Wie finanziert sich das Medienangebot? • Lässt sich identifizieren, wer das Medienangebot betreibt? • Wie unabhängig wirkt die Berichterstat- tung von externen Interessen? • Für wie informiert halte ich das Format und den*die Journalisten*in? • Habe ich den Eindruck, dass fair und seriös berichtet wird? • Wie kommen Gesprächspartner*innen in dem Format zu Wort? • Wie positioniert sich das Angebot im Vergleich zu anderen journalistischen Medien? Um bei einer ersten Einschätzung von Medien- anfragen und -angeboten zu unterstützen, hat das Projekt WExKuP einen Kompass mit drei Orien- tierungslinien und eine Checkliste entwickelt. Dies soll Wissenschaftler*innen dabei unterstüt- zen, Chancen und Risiken der Zusammenarbeit mit einem neuen Medienangebot abzuwägen und eine bewusste Entscheidung treffen zu können. Basierend auf: Nölleke, Daniel & Tietjen, Marc (2026): Orientie- rung im Medienwandel: Wissenschaftler*innen zwischen etablierten und peripheren Formaten der Wissenschaftskommunikation. Kurzbericht der Transfer Unit Wissenschaftskommunikation. Berlin. RELEVANZ UNABHÄNGIGKEIT GLAUBWÜRDIGKEIT https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/ https://transferunit.de

  • Transfer- und Praxismaterialien
    Transfer- & Praxismaterialien aus den Projekten der Abteilung Fortbildungsmodul aus dem Projekt ComeSport (DE) Tools aus dem Projekt Safe Sport (DE) SPORT IST FAIR? (DE) Handlungsstrategie aus dem Bundesprogramm gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport (DE) Orientierungshilfe für die Praxis (DE)

  • Transfer und Netzwerke
    Kooperationen und Netzwerke Unsere Abteilung kooperiert mit internationalen, nationalen und regionalen Sportorganisationen, darunter Spitzenverbände, Landessportbünde sowie Einrichtungen der Trainerinnen- und Trainerausbildung und Schulen. Ziel dieser Kooperationen ist die Entwicklung evidenzbasierter Handlungsempfehlungen und die wissenschaftliche Begleitung von Veränderungsprozessen im organisierten Sport- und Bildungseinrichtungen. Liste Kooperationspartner*innen: Bundesinstitut für Sportwissenschaften (BiSp) Deutscher Behindertensportverband (DBS) Deutscher Leichtathletikverband (DLV) Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) Deutscher Schwimmverband (DSV) International Council for Coaching Excellence (ICCE) Landessportbund Nordrhein-Westfalen Landessportverband Baden-Württemberg Schwedischer Leichtathletikverband Trainer*innen Deutschland Trainerakademie Köln Kontakt & Netzwerke arrow_outward Linked-In arrow_outward FIS Interesse an einem Praktikum? Wir bieten regelmäßig Praktika an und ermöglichen jungen Interessierten einen Einblick in die sportsoziologische Forschung und Lehre. Unser Sportsoziologie Podcast Hier geht es zu unserem Podcast Transfer in der Lehre Unsere Lehrveranstaltungen sind eng mit aktuellen Forschungsprojekten verknüpft. Studierende arbeiten mit Praxispartnern zusammen, analysieren reale Problemstellungen aus dem organisierten Sport und entwickeln auf wissenschaftlicher Grundlage Lösungsansätze. Auf diese Weise wird Transfer bereits im Studium erfahrbar. Im Rahmen unserer Lehrveranstaltungen im Masterstudium produzieren Studierende regelmäßig einen Podcast zu aktuellen sportsoziologischen Themen. Die Episoden greifen gesellschaftliche Entwicklungen im Sport auf und verbinden wissenschaftliche Perspektiven mit Stimmen aus der Praxis. Der Podcast bietet Einblicke in die Arbeitsweise der Sportsoziologie und macht Forschung für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich. Studium & Lehre

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    Transfer Die Abteilung legt großen Wert auf einen sichtbaren und nachhaltigen Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Sportpraxis, Bildung und Gesellschaft. Durch enge Kooperationen mit Verbänden, Vereinen, Schulen und (inter-)nationalen Forschungspartnern werden wissenschaftliche Ergebnisse systematisch in Trainingspraxis, Lehrkonzepte und gesellschaftliche Anwendungen überführt.
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Zuletzt aktualisiert: 23.07.2026
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