„Der Weg zu den Olympischen Spielen wird immer stärker zum Dialog“

Wie das IOC die Vergabe des Großereignisses reformiert – und was das für Deutschlands Bewerbung bedeutet

Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong

Am 26. September entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), welcher deutsche Kandidat sich um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben darf. Mit Berlin, KölnRheinRuhr und München sind noch drei Bewerber im Rennen. Einer von ihnen wird sich im weiteren Bewerbungsverfahren des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) behaupten müssen. Mit dem Reformprozess „Fit for the Future“ soll dieses transparenter, flexibler und nachhaltiger werden.

Im Interview erläutert Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong, Leiter des Zentrums für Olympische Studien der Sporthochschule, die Reformen des IOC, neue Chancen für Bewerberstädte und er skizziert, wie Deutschland den Weg zu den Spielen 2036, 2040 oder 2044 gehen kann. 

Fünf wichtige Fakten zum Mitnehmen:

  1. Der 26. September ist erst der Anfang: Der Kandidat, den der DOSB  auswählt, hat damit noch lange nicht die Olympia-Bewerbung gewonnen. Der internationale Auswahlprozess des IOC geht dann erst in die heiße Phase.
  2. Dialogorientiertes Verfahren unter Thomas Bach gestartet: Aus dem früheren Modell mit Applicant City und Candidate City wurde ein dialogorientiertes Verfahren mit Continuous Dialogue und Targeted Dialogue.
  3. IOC wird noch engerer Partner: Unter Kirsty Coventry wird eine Zwischenebene, der Strategic Dialogue, eingeführt. Bewerber erhalten dadurch mehr Zeit und Unterstützung, ihre Konzepte gemeinsam mit dem IOC weiterzuentwickeln.
  4. Weniger Sportarten, mehr Flexibilität: Das Programm der Olympischen Spiele soll wieder kleiner und flexibler werden. Langfristig peilt das IOC etwa 28 Sportarten an. Gleichzeitig können Gastgeber weiter eigene Sportarten vorschlagen.
  5. Athletinnen und Athleten im Fokus: Mit dem Athletes Grant können Teilnehmende 10.000 US-Dollar pro Olympiateilnahme erhalten. Das Geld soll unter anderem beim Übergang in Ausbildung und Beruf helfen.

 

Interview

Herr Prof. Wassong, blicken wir zunächst einmal in die Geschichte: Wie häufig hat sich Deutschland schon für die Olympischen und Paralympischen Spiele beworben?

Deutschland hat sich nach den Spielen 1972 in München sieben Mal um die Ausrichtung Olympischer Spiele beworben. Das waren zunächst Berchtesgaden für die Winterspiele 1992, Berlin für die Sommerspiele 2000, Leipzig für die Sommerspiele 2012, München für die Winterspiele 2018 und erneut München für die Winterspiele 2022. Hinzu kamen Hamburg für die Sommerspiele 2024 und die Bewerbung Rhein-Ruhrs für 2032. Das ist eine durchaus beachtliche Zahl. Keine dieser Bewerbungen war erfolgreich. 

Die Paralympischen Spiele werden seit Seoul 1988 am selben Austragungsort wie die Olympischen Spiele durchgeführt. Insofern gehört die Frage nach einer Bewerbung heute immer zusammen: Es geht um Olympische und Paralympische Spiele.

Die IOC-Generalversammlung hat im Juni 2026 wichtige Neuerungen im Rahmen des sog. Fit for the Future-Prozesses vorgestellt. Was ist darunter zu verstehen?

Fit for the Future ist der umfassende Reformprozess, den IOC-Präsidentin Kirsty Coventry nach ihrem Amtsantritt 2025 angestoßen hat. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Olympische Bewegung so weiterentwickeln lässt, dass sie auch langfristig relevant, tragfähig und gesellschaftlich akzeptiert bleibt.

Begonnen hat der Prozess mit einer breit angelegten Konsultation, dem sogenannten ‚Pause and Reflect‘-Prozess. Einbezogen wurden IOC-Mitglieder, Mitglieder von IOC-Kommissionen, internationale und nationale Sportverbände, IOC-Mitarbeitende, Sponsoren und weitere Akteure der Olympischen Bewegung. Nach IOC-Angaben wurden zudem mehr als 2.200 Athletinnen, Athleten und Athletenvertreter involviert.

Die Ergebnisse wurden anschließend von verschiedenen Kommissionen ausgewertet und dem IOC-Exekutivboard vorgelegt. Auf der 146. IOC-Session im Juni dieses Jahres wurden daraus dann konkrete Beschlüsse abgeleitet. Wichtig ist aber: Fit for the Future ist kein abgeschlossener Reformschritt. Es handelt sich um einen dynamischen Prozess, der über die Beschlüsse dieser Session hinaus weitergeführt wird.

Die Neuerungen betreffen auch die Bewerbung des DOSB um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele im Zeitraum 2036 bis 2044. Künftige Bewerber sollen insbesondere mehr Zeit für eine Weiterentwicklung ihres Konzepts und mehr Unterstützung durch das IOC erhalten. Welche konkreten Maßnahmen ermöglichen dies?

Hier muss man zunächst verstehen, dass das IOC das klassische Bewerbungsverfahren schon unter dem ehemaligen Präsidenten Thomas Bach grundlegend verändert hat. Früher gab es im Wesentlichen die Unterscheidung zwischen Applicant City und Candidate City. Die interessierten Städte durchliefen ein Bewerbungsverfahren, an dessen Ende mehrere Bewerber als Verlierer ausschieden – teilweise nachdem sie erhebliche Summen in ihre Kandidatur investiert hatten.

Mit der Reformagenda 2020 wurde dieses Verfahren stärker dialogorientiert. Das IOC führte zunächst zwei Phasen ein: den Continuous Dialogue und den Targeted Dialogue. Ziel dieser Modifikation war es, das Bewerbungsverfahren transparenter, kostengünstiger und einfacher zu gestalten. Es kam bereits bei der Vergabe der Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina, 2030 in die französischen Alpen und der Sommerspiele 2032 an Brisbane zum Einsatz. 

Im Rahmen von ‚Fit for the Future‘ kommt nun eine dritte Ebene hinzu: der Strategic Dialogue. Die Verbindlichkeiten nehmen schrittweise zu. Damit will das IOC die Auswahl noch stärker strukturieren und den Bewerbern zugleich die Möglichkeit geben, ihre Konzepte weiterzuentwickeln.

Was bedeutet das für die deutsche Bewerbung?

Der ausgewählte deutsche Kandidat befindet sich zunächst weiterhin im Continuous Dialogue mit dem IOC. Wer in die nächste Runde, den Strategic Dialogue, aufgenommen wird, entscheidet das IOC-Exekutivboard im März 2027. Für diese Entscheidung erstellt das IOC eine Machbarkeitsstudie. Dabei werden beispielsweise geografische und sozioökonomische Faktoren, Nachhaltigkeit, Sportstätten, politische und öffentliche Unterstützung sowie Finanzierungsmodelle betrachtet. Auch auf externe Datenquellen, etwa zu Menschenrechten oder Nachhaltigkeit, greift das IOC zurück.

In der Phase des Strategic Dialogue nimmt die Verbindlichkeit deutlich zu. Die Bewerber müssen zunehmend auch finanzielle Garantien vorlegen und den Future Host Questionnaire bearbeiten. Dieser Fragebogen trägt den Titel „Your Vision for the Games“ und umfasst rund 40 Themenbereiche, unter anderem zu Vision und Games-Konzept, Vermächtnis, Erlebnis für Athletinnen und Athleten sowie Zuschauerinnen und Zuschauer, Community-Management, Olympische Dörfer, Nachhaltigkeit, Good Governance, Menschenrechte und Sicherheit. Mitglieder der Future Host Commission besuchen auch die Bewerberstädte.

Auf Grundlage der eingereichten Unterlagen, der Machbarkeitsstudien und der weiteren Gespräche wird der Kreis der Bewerber dann reduziert. Diejenigen, die übrig bleiben, werden als Preferred Hosts bezeichnet und gehen in den Targeted Dialogue.

Der entscheidende Punkt ist: Das IOC begleitet den Prozess insgesamt noch stärker. Die Bewerber können in den Dialogphasen nachbessern und erhalten Unterstützung bei der Weiterentwicklung ihres Konzepts. Dadurch soll verhindert werden, dass Städte jahrelang enorme Summen in eine Bewerbung investieren, ohne zwischendurch eine realistische Einschätzung ihrer Chancen zu bekommen.

Das klingt nach mehr Transparenz, aber gleichzeitig auch nach einem ziemlich komplizierten Verfahren.

Das ist es auch. Aber die Komplexität hat einen Sinn: Sie soll dazu beitragen, dass die Entscheidung auf einer besseren Informationsgrundlage getroffen wird und nicht erst am Ende mehrere Bewerber mit sehr hohen Kosten ausscheiden. Im Targeted Dialogue werden die sogenannten Preferred Hosts dann noch einmal intensiv geprüft. Sie können ihre Unterlagen aktualisieren und präzisieren. Anschließend erhalten die IOC-Mitglieder einen ausführlichen Bericht über die Bewerber, auf deren Grundlage sie die Entscheidung treffen.

Zur Zeitschiene der Vergabe: Klar ist bislang nur, dass die Vergabe der Spiele 2036 auf der IOC-Session Mitte 2029 erfolgen wird. Rechnen Sie damit, dass gleichzeitig auch 2040 und 2044 bekannt gegeben werden?

Die Vergabe erfolgt in der Regel sieben Jahre vor dem Austragungszeitpunkt. Die bisher festgelegten Abläufe beziehen sich also zunächst auf die Vergabe der Spiele 2036. Die Entscheidung soll Mitte 2029 fallen. Das IOC hat zwar in der Vergangenheit schon mehrere Spiele gleichzeitig vergeben, zum Beispiel bei der Doppelentscheidung für Paris 2024 und Los Angeles 2028. Damals gab es aber besondere Voraussetzungen, weil nur noch sehr wenige Bewerber im Rennen waren.

Nach dem derzeit veröffentlichten Zeitplan würde ich daher nicht davon ausgehen, dass auch für 2040 und 2044 entschieden wird. Unter anderem auch, weil das IOC grundsätzlich mit seinem neuen Verfahren flexibler werden möchte. 

Welches Gremium im IOC trifft letztlich die finale Entscheidung?

Das ist die IOC-Session, also die Vollversammlung der IOC-Mitglieder. Sie ist das höchste Entscheidungsgremium des IOC. Dort werden unter anderem die Gastgeber der Olympischen Spiele bestimmt, der IOC-Präsident bzw. die IOC-Präsidentin sowie die IOC-Mitglieder gewählt und Änderungen an den grundlegenden Regeln des IOC beschlossen.

Die Session entscheidet auf einer wesentlich besseren Informationsgrundlage als früher, weil die Mitglieder bereits im Targeted Dialogue detaillierte Berichte über die verbliebenen Bewerber erhalten. Das ist ein wichtiger Punkt: Die Future Host Commission und das Executive Board bereiten die Entscheidung vor, aber die finale Entscheidung über den Gastgeber trifft die IOC-Session.

Welche weiteren internationalen Kandidaten sind für die Spiele 2036 bis 2044 im Rennen?

Für 2036 befindet sich das IOC derzeit mit rund zehn Interessenten im Continuous Dialogue – Deutschland eingeschlossen. Dazu gehören Ahmedabad in Indien, Istanbul in der Türkei, Doha in Katar, Santiago de Chile, die neue Verwaltungshauptstadt in Ägypten, die südkoreanische Provinz Jeonbuk, Budapest in Ungarn und Südafrika, hier eventuell Kapstadt. Saudi-Arabien hat ebenfalls Interesse signalisiert. 

Das ist also ein durchaus internationales Feld. Auffällig ist, dass sich das Interesse nun auch auf Länder und Regionen richtet, die bislang noch keine Sommerspiele ausgerichtet haben. Die Intention, sich um Olympische Spiele zu bewerben und eventuell auch austragen zu können, ist auch eine Frage internationaler Sichtbarkeit und langfristiger Entwicklung.

Wie sieht nach der Vergabe genau die Zusammenarbeit zwischen IOC und Ausrichter aus – bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Spiele tatsächlich starten?

Nach der Wahl wird der sogenannte Host City Contract beziehungsweise Olympic Host Contract unterzeichnet. Damit werden die wesentlichen Rechte und Pflichten des Gastgebers und des IOC festgelegt. Danach begleitet eine IOC-Koordinierungskommission das Organisationskomitee über die gesamte Vorbereitungsphase hinweg. Es gibt regelmäßige Besuche, Fortschrittsberichte und fachliche Unterstützung – unter anderem bei Infrastruktur, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Budget.

Auch hier setzt Fit for the Future an. Das IOC möchte die Durchführung der Spiele mit einem sogenannten Games Delivery Model stärker standardisieren und vereinfachen. Erfahrungen sollen wiederverwendbar werden, sodass nicht jede Gastgeberstadt das Rad komplett neu erfinden muss. Ein erster Pilot dieses Ansatzes soll bei Brisbane 2032 stattfinden, vollständig umgesetzt werden soll das Modell dann ab den Spielen 2036.

Im Rahmen des „Fit for the Future“-Prozesses sind auch Neuerungen bei der Auswahl der Sportarten vorgesehen. Welche?

Das IOC möchte das Sportprogramm flexibler und transparenter gestalten. Dafür muss man zunächst zwischen Sportarten, Disziplinen und Events unterscheiden. Beispiel Leichtathletik: Das ist eine Sportart, die vom internationalen Sportfachverband World Athletics geleitet wird. Zu den Disziplinen gehören unter anderem Laufen, Werfen oder Springen. Innerhalb der Disziplinen gibt es wiederum einzelne Events, beim Laufen etwa den 100-Meter-Lauf.

Die Reform setzt jetzt stärker auf die Ebene der Disziplinen. Bestehende Sportarten und Disziplinen sollen regelmäßig evaluiert werden. Dabei spielen fünf übergeordnete Kriterien eine Rolle: Integrität, Fairness, Nachhaltigkeit und Sicherheit; die internationale Sichtbarkeit beziehungsweise ‚Global Appeal‘; Kosten und Komplexität; die Beteiligung der Athletinnen und Athleten sowie die Frage, inwieweit eine Sportart zum Konzept des jeweiligen künftigen Gastgebers passt.

Das bedeutet: Sportarten und Disziplinen, die bereits im Programm sind, werden überprüft und eventuell aus dem Programm herausgenommen. Gleichzeitig können bei positiver Evaluierung auch neue hinzukommen. Das IOC möchte damit auch erreichen, dass das Programm langfristig wieder kleiner wird. In Paris gab es 32 Sportarten, 48 Disziplinen und 331 Events. Für Los Angeles sind 35 Sportarten, 51 Disziplinen und 351 Events vorgesehen. Das ist eine enorme Größe.

Als Orientierung schwebt dem IOC deshalb wieder eine Größenordnung von etwa 28 Sportarten vor. Die Reform ist allerdings nicht von heute auf morgen umzusetzen. Für Brisbane 2032 soll der Prozess bereits eine Rolle spielen, die endgültige Umsetzung wird aber schrittweise erfolgen.

Die Gastgeber können aber weiterhin eigene Sportarten vorschlagen?

Ja. Das ist ein wichtiger Bestandteil des  Systems. Das Organisationskomitee kann bis zu vier zusätzliche Sportarten vorschlagen. Diese Vorschläge müssen von der IOC-Session bestätigt werden. Für Los Angeles 2028 sind das beispielsweise Cricket, Lacrosse, Flag Football und Squash. 

Das zeigt auch, warum die Flexibilität des Programms wichtig ist. Ein Gastgeber kann Sportarten berücksichtigen, die für die eigene Bevölkerung oder die Region eine besondere Bedeutung haben. Gleichzeitig entscheidet das IOC über die grundsätzliche Struktur des Programms.

Ein weiterer Meilenstein des Zukunftsplans ist das Programm Athletes Grant. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer an Olympischen Spielen kann einen finanziellen Zuschuss von 10.000 US-Dollar beantragen. Welches Signal sehen Sie hier?

Ich halte diesen Ansatz für sehr wichtig. Vor allem deshalb, weil sich die Förderung nicht nur an Medaillengewinnerinnen und -gewinner richtet. Darüber hat das IOC lange diskutiert. Jetzt hat man sich bewusst dafür entschieden, den Grant breit anzulegen. Das ist ein Signal der Wertschätzung gegenüber allen, die an Olympischen Spielen teilnehmen. Voraussetzung ist grundsätzlich die Teilnahme an den Spielen; ausgeschlossen sind Athletinnen und Athleten, die beispielsweise wegen eines Dopingverstoßes oder aus anderen Gründen von den Spielen ausgeschlossen wurden.

Der Athletes Grant konkurriert nicht mit anderen Förderungen, sondern kommt zusätzlich dazu. Und er ist nicht auf einmal im Leben begrenzt: Wer mehrfach an Olympischen Spielen teilnimmt, kann den Grant grundsätzlich auch mehrfach erhalten. 

Das Geld soll insbesondere dabei helfen, den Übergang vom Spitzensport in Beruf und Ausbildung zu unterstützen. Ich sehe darin einen guten Anfang. Entscheidend wird sein, wie die Athletinnen und Athleten die Förderung tatsächlich nutzen. Eine Evaluation könnte dann Grundlage dafür sein, das Programm weiterzuentwickeln.

Sie organisieren an der Sporthochschule den berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengang M.A. Olympic Studies. Inwieweit beziehen Sie dort die Reformen des IOC mit ein?

Die Reformen werden unmittelbar in die Lehrinhalte integriert. Das betrifft sowohl das neue Vergabeverfahren für Olympische Spiele, die angedachten Programmänderungen, den Athletes Grant, die neu betonte Neutralität des Olympischen Sports und natürlich auch das Gen-Testing zur Festlegung des biologischen Geschlechts. Dies ist letztlich unsere Verpflichtung, um wissenschaftliche und transferbezogene Erwartungshaltungen unserer Studierenden zu erfüllen, die derzeit aus 28 Ländern weltweit kommen.

Zur Person

Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong ist Leiter des Instituts für Sportgeschichte und Direktor des Zentrums für Olympische Studien der Deutschen Sporthochschule Köln. Seit  2015 ist er Mitglied der IOC Olympic Education Commission und seit 2018 Präsident des Internationalen Pierre de Coubertin Komitees. In seiner Forschung beschäftigt er sich unter anderem mit der Olympischen Bewegung und der IOC-Athletenkommission. Zudem leitet er den international durchgeführten Weiterbildungsstudiengang M.A. Olympic Studies, der vom IOC unter anderem durch Stipendien unterstützt wird.