Boxen und Männlichkeit – eine intersektionale Mehrebenenanalyse des „Underdog“-Narrativs

15.10.2026 | News & Termine


In der neuen Ausgabe des Campus-Magazins Zeitlupe berichtet Sam Howe von seiner Arbeit als Sportpädagoge mit straffälligen Jugendlichen. In dem Essay verknüpft er diese praktischen Erfahrungen mit seiner Forschung zu Boxen und Männlichkeit. 

https://www.dshs-koeln.de/universitaet/newsroom/publikationen/campusmagazin-zeitlupe/nr-226/boxen-und-maennlichkeit

Zusammen mit Birgit Braumüller untersuchte er in dieser Studie die Konstruktionen von Männlichkeit im Boxsport aus einer intersektionalen Perspektive. Im Mittelpunkt steht dabei die „Underdog“-Erzählung, die den Boxsport als Raum sozialer Mobilität für marginalisierte Männlichkeiten darstellt – insbesondere im Hinblick auf Klasse, ethnische Zugehörigkeit und Migration. Auf der Grundlage von Interviewdaten mit acht männlichen Amateur- und Profiboxern untersucht die Studie, wie sich diese Erzählung in subjektiven Selbstinterpretationen, symbolischen Darstellungen und strukturellen Bedingungen manifestiert. Unter Verwendung der von Degele und Winker (2007) vorgeschlagenen intersektionalen Mehrebenenanalyse deckt der Artikel Spannungen zwischen Selbstermächtigung und normativer Disziplin auf und hinterfragt kritisch hegemoniale Formen der Subjektivierung.

doi.org/10.1515/sug-2026-2010