Auf Grund der vielfältigen und uneinheitlichen Einsatzmöglichkeiten und Begrifflichkeiten besteht (auf studentischer Seite, aber auch bei Lehrenden) oftmals Unklarheit darüber, was in der Portfolioarbeit eigentlich genau gefordert ist. Finden Sie es in dieser Veranstaltung raus.
Intendierte Lernergebnisse
Die Teilnehmenden
können konzeptuelle Unterschiede zwischen Portfolio und verwandten schriftlichen Formaten (z.B. Lerntagebuch oder Arbeitsjournal) erläutern.
identifizieren didaktische Funktionen der Portfolioarbeit (oder verwandter schriftlicher Formate), die für ihre Lehrveranstaltung besonders relevant sind und leiten hiervon entsprechende Lernziele ab.
differenzieren unterschiedliche Dimensionen und Ebenen von Reflexion und wählen Relevantes für die Portfolioarbeit in ihrer Lehrveranstaltung aus.
formulieren Kriterien für die Bewertung von studentischen Portfolios als Prüfungsleistung, inklusive der Reflexionsleistungen.
Inhalte
Es gibt viele praktische Gründe, in Lehrveranstaltungen und Modulen das Portfolio als Prüfungsformat einzusetzen, z.B. um Teilleistungen in einem Modul abzubilden oder um eine semesterbegleitende Erarbeitung der (formativen oder summativen) Prüfungsleistung zu ermöglichen. Die didaktischen Gründe für den Einsatz von Portfolios in der Lehre geraten dabei häufig in den Hintergrund. So ist die Idee der Portfolioarbeit ursprünglich aus dem Desiderat entstanden, in Prüfungen die alleinige Fokussierung auf ein Produkt durch eine Verschiebung in Richtung Prozessorientierung zu ersetzen. Das Portfolio soll so nicht ausschließlich ein Prüfungsformat, sondern auch ein Lernformat darstellen. Um die Prozesshaftigkeit des Lernens abbilden und nachverfolgen zu können, sind Reflexionsanteile daher integraler Bestandteil der Portfolioarbeit und somit der Prüfungsleistung.
In diesem Workshop diskutieren wir unterschiedliche Formen und didaktische Funktionen von Portfolioarbeit. Dies schließt unterschiedliche Dimensionen und Ebenen von Reflexion als zentralem Bestandteil – und Lernziel – der Portfolioarbeit mit ein. Ausgehend von dieser Grundlage haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, den Einsatz von Portfolioarbeit – ob als Lern- oder als Prüfungsformat – in ihrer Lehrveranstaltung differenzierter und zielgerichteter zu planen und zu gestalten.
Referent*innen
Miriam Gertzen
Zielgruppe
Lehrende der DSHS Köln. Lehrende anderer Hochschulen sind herzlich willkommen.
Termin
14.09.2026 9:00-17:00
Anmeldeschluss
04.08.2026
Ort
SR 14 in der Leichtathletikanlage
Umfang
8 Arbeitseinheiten, anrechenbar im Basis- oder Erweiterungsmodul des Zertifikatsprogramms „Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule“ des Netzwerks Hochschuldidaktik NRW. Der Workshop wird im Themenfeld Prüfen und Bewerten anerkannt.
Gebühren
Die Teilnahmegebühr in Höhe von 100,-€ wird für Lehrende der DSHS übernommen.
Externe Lehrende (Mitgliedshochschulen im Netzwerk Hochschuldidaktik NRW): 50,-€
Veranstaltungsort
Deutsche Sporthochschule Köln
Am Sportpark Müngersdorf 6
50933 Köln
Deutschland
Teilnehmende
Max. 15 Personen
Anmeldeschluss
04.08.2026
Weitere Informationen
Kontakt
Melanie Sauer-Großschedl