Im „kleinen“ SoccerBot360 können Fußballspiele hochgeladen werden, um eine realistischere Darstellung im Vergleich zu gewöhnlichen PC-Testungen in 2D herzustellen. Der „kleine“ SoccerBot360 eignet sich ebenfalls für Trainings- bzw. Forschungszwecke (Kreativität/Spielintelligenz), bei denen es zu Verbesserungen der Spieler bzw. der Probanden kommt, die genau analysiert werden können. Zudem ist es ebenfalls möglich, aufgrund unterschiedlicher, vorinstallierter Trainingsprogramme, die kognitiven Fähigkeiten durch regelmäßiges Üben zu verbessern bzw. die Voraussetzungen dafür zu schaffen.
Bisherige Laborexperimente im Bereich der sportwissenschaftlichen Kognitionsforschung zeichnen sich oftmals durch eine mangelnde externe Validität auf Grund der eingeschränkten Umgebung aus. Das Institut für Trainingswissenschaften und Sportinformatik forscht daher im Bereich der Virtuellen Reality um neuartige Methoden zu entwickeln um sportwissenschaftliche Anwendungsfelder besser im Labor simulieren zu können. Gleichzeitig werden vollkommen neuartige Trainingsmethoden entwickelt die für den Hochleistungssport ihre Anwendung finden.
Das Labor kognitive Diagonstik bietet Platz für zwei computergestützte Experiment-Einheiten. Um den Ansprüchen verschiedener experimenteller Ansätze gerecht zu werden stehen eine Trennwand, Kinnstützen, 24“ Bildschirme und Audiosysteme zur Verfügung.
Beim Attention Window Task handelt es sich um eine Testmethode, mit der sich der visuelle Aufmerksamkeitsfokus einer Person im Hinblick auf dessen maximale Größe und Form genau bestimmen lässt. Bei diesem Test müssen die Versuchspersonen zwei Reize, die sich jeweils aus vier Objekten zusammensetzen, entlang von vier Achsen (horizontal, vertikal, zwei diagonal) identifizieren.
Die Pupillengröße verändert sich nicht nur abhängig von Lichtverhältnissen, sondern gibt ebenfalls Aufschluss über die kognitive Beanspruchung sowie eine emotionale Befangenheit. In einem komplett verdunkelten Labor können wir unter konstanten Lichtverhältnissen mittels moderner Eye-Tracking-Systeme Einflussfaktoren auf die Veränderungen der Pupillengröße untersuchen und damit die Pupillengröße als Marker für kognitive Verarbeitungsprozesse etablieren.
Das Spielanalyselabor des Instituts für Trainingswissenschaften und Sportinformatik arbeitet vor allem im Bereich der taktischen Analysen in den Spielsportarten. Die Forschung am Institut hat über die Jahre einen Schwerpunkt zu Methoden des maschinellen Lernens zur Analyse von Spieldaten insbesondere mittels Positionsdaten erarbeitet. Zahlreiche erfolgreiche Projekte weisen das Institut daher als eine der führenden internationalen Adressen in diesem Bereich aus. Dies gilt gleichermaßen für die Grundlagenforschung wie auch für enge Kooperation mit internationalen Spitzenvereinen. Als neuer Schwerpunkt ist im Laufe der vergangenen Jahre auch der Bereich Big Data im Sport bzw. Sports Analytics hinzukommen.
Das Lab "mobile Spielanalyse" ist ausgestattet mit vier Bildschirmen, dem Analyseprogrammen SOCCER und wird für die Forschungsprojekte DFG, DFL und Kooperstionsprojekten mit Fußball-Bundesligisten genutzt.