Act 4 Democracy (A4D) ist ein künstlerisch-pädagogisches Bildungsprojekt, das Demokratie durch Bewegung und gemeinsame kreative Prozesse erfahrbar macht. Im Kontext ästhetisch-kultureller Bildung eröffnet das Projekt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit, sich mit demokratischen Werten, gesellschaftlichen Herausforderungen und Fragen des Zusammenlebens auseinanderzusetzen.
Das Besondere ist der doppelte Demokratiebezug: Das Besondere ist der doppelte Demokratiebezug: Demokratie wird einerseits als inhaltlicher Gegenstand künstlerisch bearbeitet, andererseits durch den partizipativen Gestaltungsprozess unmittelbar praktiziert. In Bewegungstheater und Tanz entwickeln die Teilnehmenden eigene Ausdrucksformen, verhandeln unterschiedliche Perspektiven, treffen gemeinsame Entscheidungen und übernehmen Verantwortung für das gemeinsame Ergebnis. Ergänzend wird derzeit das Bewegungsfeld Ringen und Kämpfen als weiterer Bildungsraum erprobt.
A4D wird insbesondere in Schulprojekten und Workshops umgesetzt. Jedes Projekt schließt obligatorisch mit der Präsentation eines Prozessergebnisses vor einer Öffentlichkeit ab. Sowohl die Präsentationsform als auch die Frage, wer diese Öffentlichkeit bildet, sind jedoch Gegenstand demokratischer Aushandlung. Entscheidend ist dabei weniger das künstlerische Ergebnis als vielmehr die Erfahrung und Aushandlung demokratischer Werte im gemeinsamen Gestaltungsprozess.
Neben der unmittelbaren Projektarbeit verfolgt A4D das Ziel, seine Vermittlungskonzepte weiterzugeben und nachhaltig in Bildungskontexten zu verankern. Dazu wird ein Team weiterer Projektleitender aufgebaut und darüber hinaus Fortbildungsformate für Lehrkräfte entwickelt, die A4D eigenständig an ihren Schulen umsetzen möchten.
Das Projekt ist am Institut für Tanz und Bewegungskultur der Deutschen Sporthochschule Köln angebunden und wird dort wissenschaftlich begleitet.
In Kooperation mit dem Institut für Pädagogik und Philosophie, Abteilung Pädagogik (Prof. Dr. David Jaitner), entstand die Publikation „Act 4 Democracy – mit ästhetisch-kultureller Bildung zu demokratischer Haltung“(Wirth, Grawunder & Frizen, im Druck). Darüber hinaus wirkte das Projekt in Zusammenarbeit mit der Universität Münster (Prof. Dr. Nils Neuber) und neun weiteren Universitäten im deutschsprachigen Raum an der Münsteraner Erklärung zu Demokratie und Sport mit.
Projektinformationen
Projektleitung: Marco Grawunder und Ronja Frizen
Institutionelle Anbindung: Institut für Tanz und Bewegungskultur, Deutsche Sporthochschule Köln
Kooperationspartner: Spielraum SpielMusikTanz e. V., grawunder movement concepts
Projektbeginn: Dezember 2024 (fortlaufend)
Finanzierung: Förderung durch den Förderverein der Sparkasse KölnBonn sowie Finanzierung einzelner Schulprojekte durch die teilnehmenden Schulen
Kontakt:
Instagram: https://www.instagram.com/act4democracy/
Hinweis zum Schutz der Teilnehmenden: A4D verzichtet bewusst darauf, Aufnahmen der kreativen Gestaltungsprozesse und erkennbare Gesichter von Kindern und Jugendlichen auf Instagram zu veröffentlichen. Die künstlerischen Prozesse und Ergebnisse gehören den Teilnehmenden. Über Instagram besteht jedoch die Möglichkeit, mit dem Projektteam in Kontakt zu treten.