Die Vermittlung bewegungsanalytischer Verfahren ist mit der Etablierung unseres Bewegungslabors (Mufo-V-Lab) ein wichtiger Schwerpunkt sowohl innerhalb der Lehramtsausbildung, wie auch in den Vertiefungsmodulen unseres Instituts geworden (Büning et al., 2019, 2024, 2025). Studierende profitieren bereits heute davon, in unserem Bewegungslabor in Echtzeit Bewegungsanalysen durchführen und die Visualisierung u.a. von Muskelstrukturen individuell auf die jeweiligen Fragestellungen abstimmen zu können (Steinberg et al. 2026). Wir verfolgen das Ziel, Studierenden zeitgemäße Werkzeuge an die Hand zu geben, um sie darin zu befähigen, eigene Bewegungsanalysen bezogen auf funktionale Interventionen sportartübergreifend oder sportartspezifisch zu entwickeln und durchführen zu können. Für das spätere Berufsfeld (z.B. als Lehrer*innen oder auch im außerschulischen Vermittlungsbereich) erlernen unsere Studierenden somit bereits während des Studiums wichtige Kompetenzen in der Nutzung digital gestützter Vermittlungsformate und schulen darüber hinaus den so häufig geforderten „Professionellen Blick“ (Reuker, 2024). Während das derzeitige Videolabor bereits mehrere Studierende während der Bewegungsausführung erfassen und analysieren kann, fehlen derzeit noch geeignete Schnittstellen, um bewegliche oder feststehende Objekte (z.B. Bälle, Schläger, Skateboards, Kästen, Stühle) erfassen zu können. Ohne die Einbindung solcher Objekte lassen sich zahlreiche studentische Interventionsprojekte nur bedingt mit dem Videolabor begleiten. Zudem verschenken wir derzeit noch wertvolle Inklusionspotentiale für Studierende mit besonderen Bedürfnissen, da beispielsweise Rollstühle bislang nicht erfasst werden können.
Laufzeit: 2026-2026
Projektleitung: Dr. Christian Büning