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  • 05.06.2025
    Dr. Karen Petry zur apl.-Professorin ernannt
    Mit der Ernennung zur außerplanmäßigen Professorin werden die umfangreichen wissenschaftlichen Arbeiten von Karen Petry gewürdigt, ebenso wie ihr kontinuierlicher Beitrag zur Lehre und Forschung an der Deutschen Sporthochschule Köln. Das Team vom Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung gratuliert ganz herzlich!

  • 25.06.2025
    Herzlichen Glückwunsch unseren Lehrpreisträger*innen
    Die Lehrpreisträger*innen des Jahres 2024 stehen fest und wurden gestern in feierlichem Rahmen im Leichtathletikstadion geehrt. Die Auszeichnungen beziehen sich auf Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2024 und Wintersemester 2024/25. Die Preise werden alle zwei Jahre vergeben. Spoho-Rektor Univ.-Prof. Dr. Ansgar Thiel und Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung Univ.-Prof.'in Dr. Bettina Rulofs gratulierten im Namen der Hochschule und der Lehrpreis-Jury allen Preisträger*innen ganz herzlich zum Lehrpreis 2024. Die Lehrpreisträger*innen im Überblick: Seminare: Platz 1: Dr. Daniel Klein, Institut für Sportdidaktik und Schulsport, SBV5 Lehr- und Lernmethoden im Sport (3.000 €) Platz 2: Robert Bauguitte, Institut für Kommunikations- und Medienforschung, SPJ10.1 Mediengestaltung (750 €, geteilter 2. Platz) Platz 2: Jun.-Prof. Dr. Daniel Nölleke, Institut für Kommunikations- und Medienforschung, MKF2 Medienforschung (750 €, geteilter 2. Platz) Praxiskurse / Übungen : Platz 1: Dr. Tobias Morat, Institut für Bewegungs- und Sportgerontologie, SGP10.1 Praktische Trainingsumsetzung mit Älteren (3.000 €) Platz 2: Jonas Klein und Tom Oeppert, Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft, Praktische Diagnostik und Steuerung Kraftsportarten (750 €, geteilter 2. Platz) Platz 2: Inga Fokken, Institut für Vermittlungskompetenz in den Sportarten, M1FöS Schwimmen (für Grund- und Förderschule) (750 €, geteilter 2. Platz) Tutorien: Pirmin Philipps (Fachtutorium Turnen) Lasse Hansen (Fachtutorium Kinematik und Kinetik) Pia Rueß (Fachtutorium Methodenlehre / Statistik) Die Tutorienpreisträger*innen werden im Rahmen der Akademischen Jahresfeier geehrt. Vielen Dank an alle Preisträger*innen und an alle weiteren Lehrkräfte für ihr Engagement im Rahmen der Lehre an der Deutschen Sporthochschule Köln! Ein besonderer Dank gilt auch der Lehrpreis-Jury bestehend aus Mitarbeiter*innen und Studierenden der Sporthochschule: Univ.-Prof. Dr. Thomas Abel, Vorsitz Dr. Maria Becker, Qualitätsverbesserungskommission Dr. Stefan Türk, Qualitätsverbesserungskommission Dimitra Kalpakidou, für die sportwissenschaftlichen Bachelor-Studiengänge Maike Brönhorst, für die sportwissenschaftlichen Master-Studiengänge Jonas Frechen, für die lehrerbildenden Studiengänge Dr. Carolin Krumm, Referentin Qualitätsmanagement

  • 04.06.2025
    ERASMUS+ PASS-Projekt | 3. Transnationales Partnertreffen in Kufstein, Österreich
    Die letzten Monate waren aufregend und arbeitsreich für das Projekt „Policy Advocacy in Sport and Society“ (PASS). Anfang April setzte das Konsortium seine Arbeit auf dem dritten transnationalen Partnertreffen in Kufstein, Österreich, fort ( https://lnkd.in/e4NdGk_c ). Das Treffen bot die Gelegenheit, unsere Arbeit abzuschließen, indem wir vielversprechende Praktiken für politische Advocacy-Aktivitäten im Bereich des Sports für Entwicklung sammelten. Die Ergebnisse sind in einem Bericht zusammengefasst, der hier abgerufen werden kann: lnkd.in/eTCcubvv Darüber hinaus wurden auf dem Treffen wichtige Grundlagen für die bevorstehende Entwicklung eines Lehrplans und eines Toolkits gelegt. Dieses Arbeitspaket wird wichtige Materialien und Methoden für Organisationen bereitstellen, die ihre politische Lobbyarbeit in Zukunft ausweiten wollen. Um das PASS-Projekt und die weitere Entwicklung des Lehrplans und des Toolkits für politische Interessenvertretung zu verfolgen, besuchen Sie die PASS-Projektwebseite auf Sportanddev: lnkd.in/erQ3aQYP

  • Projektteam mit Mitarbeiterinnen der Deutschen Sporthochschule Köln und der Universität Bielefeld
    04.06.2025
    Auftakttreffen zum Reformprojekt
    Die Deutsche Sporthochschule Köln engagiert sich zusammen mit der Universität Bielefeld und gefördert von der VolkswagenStiftung in einem Projekt dafür, dass die Bewertung der Forschungsleistung von Wissenschaftler*innen gerechter und vielfältiger wird. Nun fand das Auftakttreffen an der Sporthochschule statt. Ziel des Projekts ist es, beispielhafte Prozesse und Instrumente für die Umsetzung der internationalen Vereinbarung „Agreement on Reforming Research Assessment“ (ARRA) zu entwickeln und anderen Hochschulen zugänglich zu machen. Zentrale Aufgaben sind hierbei die Identifikation konkreter Reformbedarfe sowie die Sensibilisierung von Wissenschaftler*innen. In den kommenden drei Jahren werden die Mitglieder der Hochschule in verschiedenen Phasen die Möglichkeit haben, sich in den Projektverlauf einzubringen. Im Zuge des Projekts , das am 1. April 2025 offiziell gestartet ist und bis zum 31. März 2028 läuft, soll eine Best Practice Toolbox entwickelt werden. Die Deutsche Sporthochschule Köln (Projektmitarbeiterinnen oder Projektverantwortliche Dr. Dinah Nockemann, Dr. Nina Ferrari und Dr. Alexandra Pizzera) und die Universität Bielefeld bringen als spezialisierte Hochschule und mittelgroße Volluniversität unterschiedliche institutionelle Perspektiven in das Projekt ein. Diese Vielfalt schafft die Grundlage für praxisnahe und übertragbare Lösungsansätze. Zudem wird ein besonderes Augenmerk auf die Förderung einer forschungsfreundlichen Kultur sowie interdisziplinärer Zusammenarbeit gelegt. Die im Projekt entwickelten Empfehlungen, Werkzeuge und Informationsmaterialien werden über eine zentrale Website öffentlich zugänglich gemacht, um andere Hochschulen bei ihren Reformvorhaben zu unterstützen. Detaillierte Informationen zum Projekt enthält diese Presseinformation.

  • 11.06.2025
    Rhine-Ruhr 2025 mit Spoho-Beteiligung
    Alle zwei Jahre treffen sich studentische Athlet*innen bei den FISU World University Games – den internationalen Hochschulmeisterschaften, die Sport, Kultur und Wissenschaft verbinden. In diesem Jahr finden die FISU-Games zum zweiten Mal in Deutschland statt: Vom 16. bis 27. Juli empfangen die Rhine-Ruhr Games studentische Spitzensportler*innen aus über 150 Nationen, die sich in 19 Sportarten messen. Wir freuen uns, dass auch Studierende der Deutschen Sporthochschule Teil der Rhine-Ruhr Games sein dürfen, insgesamt neun. Zu ihnen zählt Leah Lawall, sie studiert Sport und Leistung und darf das deutsche Poomsae-Team im Taekwondo unterstützen. Poomsae ist eine choreographierte Kampfkunstform, bei der Angriffs- und Verteidigungstechniken gegen imaginäre Gegner*innen ausgeführt werden. Leah Lawall kann bereits zahlreiche sportliche Erfolge feiern: mehrere Deutsche Meisterschaften, Platz sieben bei der WM 2024 oder die Goldmedaille bei den EUSA Games 2022, den europäischen Hochschulmeisterschaften. In einem Interview mit dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) verrät die 22-Jährige, was ihr die Nominierung für die FISU-Games bedeutet und wie sie von der Deutschen Sporthochschule dabei unterstützt wird: Leah, was bedeutet dir die Nominierung für die FISU World University Games 2025 im eigenen Land? Die Nominierung ist mir eine große Ehre. Zum zweiten Mal an diesem Event teilzunehmen und dann noch im eigenen Land ist wirklich sehr besonders. Mit welchen Zielen gehst du in den Wettkampf? Mein Ziel ist es, das umzusetzen, was ich im Training erarbeitet habe. Sportlich möchte ich meine beste Leistung abrufen und mit meiner Performance zufrieden sein können. Wenn ich meine Trainingsleistung abrufen kann, bin ich zufrieden – unabhängig vom Ergebnis. Persönlich wünsche ich mir, jede Sekunde dieses besonderen Events zu genießen, viele schöne Momente zu erleben und neue Erfahrungen zu sammeln. Du warst 2023 bereits bei den FISU Games in Chengdu am Start. Was hat das Event für dich besonders gemacht? Die FISU-Games in China waren ein unvergessliches Erlebnis. Das Dorf und die Organisation waren sehr beeindruckend. Der Austausch mit den anderen Athletinnen und Athleten aus Deutschland und der ganzen Welt war auch ganz besonders. Die Eröffnungszeremonie und das Einlaufen in das volle Stadion mit dem deutschen Team ist mir als besonderer Moment in Erinnerung geblieben. Seit wann betreibst du Taekwondo auf Spitzensportniveau – und wie bist du dazu gekommen? Taekwondo betreibe ich seitdem ich sechs Jahre bin. In der Grundschule wurde eine AG angeboten, bei der ich schnell Gefallen an diesem Sport fand. Mit 13 wurde ich das erste Mal deutsche Meisterin und habe so Schritt für Schritt den Weg in den Spitzensport gefunden. Was fasziniert dich am Spitzensport – was gibt er dir? Im Sport lernt man sehr viel, was sich auf das gesamte Leben projizieren kann. Ich bekomme die Möglichkeit, über mich hinauszuwachsen und lerne mit Rückschlägen und Erfolgen umzugehen. Zeitgleich erlebt man auch einzigartige Dinge und lernt gute Freunde kennen. Wie meisterst du die Kombination aus Studium an der DSHS Köln und Spitzensport? Warum ist die Kombi ein super Match? Von der DSHS bekomme ich eine super Unterstützung, sodass ich Sport und Studium gut kombinieren kann. An der Sporthochschule gibt es natürlich enorm viele Trainingsmöglichkeiten und meine Trainingshalle ist auch direkt nebenan, sodass ich in Freistunden problemlos trainieren kann. Ich kann das Studium sehr flexibel gestalten und es gibt viel Verständnis für mein Training und Fehlzeiten aufgrund von Turnieren und Lehrgängen. Auch mein Umfeld hat viel Verständnis für meine Doppelbelastung und unterstützt mich so gut es geht. Was motiviert dich tagtäglich – im Training und im Studium? Der Gedanke mein Potenzial auszuschöpfen und jeden Tag alles zu geben und mich somit jeden Tag zu verbessern. Zudem hilft es mir, dass ich genau das tun kann, was ich liebe. Das Interview führte adh-Öffentlichkeitsreferentin Julia Frasch. In der Nominierungsliste des adh sind alle deutschen Studierenden aufgelistet, die an den Rhine-Ruhr Games teilnehmen. Von der Spoho mit dabei sind neben Leah: Melanie Paul (Beachvolleyball), Emilio Gonzalez, Annkathrin Hoven, Mirja Lukas (alle Leichtathletik), Finn Bischof, Anastasia Simonov (beide Tennis), Franka Lipinski, Finja Denker (beide Wasserball).

  • 04.06.2025
    Auswirkungen des Klimawandels auf den Winter- und Bergsport
    Das Expertenforum ‚Klima.Schnee.Sport‘, bestehend aus 14 Klima- und Sportforschungseinrichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, veröffentlicht in seinem neuen Positionspapier den aktuellen Forschungsstand zum Winter- und Bergsport im Zeichen des globalen Klimawandels. Dabei handelt es sich um eine aktualisierte Fassung der zweiten Version von 2022, welche die Fachleute um den Themenbereich Bergsport im Sommerhalbjahr erweiterten. Außerdem wurden Wissensdefizite und Handlungsansätze zusammengefasst. Das Ziel des Positionspapiers ist es, eine Basis für eine sachliche Diskussion zu schaffen, damit für Natur, Mensch und Wirtschaft langfristig optimale Maßnahmen getroffen werden können. Die Deutsche Sporthochschule Köln ist in Person von Univ.-Prof. Dr. Ralf Roth in die Veröffentlichung eingebunden. Der Leiter des Instituts für Outdoor Sport und Umweltforschung der Deutschen Sporthochschule Köln ist Initiator und Leiter des Expertenforums ‚Klima.Sport.Schnee‘. „Klimaanpassung ist dynamisch, regional unterschiedlich und eng mit gesellschaftlichen wie sporttouristischen Entwicklungen verknüpft. In polarisierenden Zeiten braucht es klare Orientierung und konkrete Lösungen. Es liegt an uns allen, wissenschaftsbasierte Ziele für Klimaschutz und -anpassung umzusetzen“, betont Prof. Roth und unterstreicht damit die Bedeutung des Positionspapiers. Einige Kernaussagen des Papiers haben wir hier zusammengefasst. Erwärmung hält an Das Klima hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich erwärmt. Nach neuesten Berechnungsmethoden beträgt die mittlere Erwärmung seit vorindustrieller Zeit bis Ende 2024 in Deutschland 2,5 °C, in Österreich 3,1 °C und in der Schweiz 2,9 °C. Die Fachleute des Expertenforums ‚Klima.Sport.Schnee‘ sind sich in ihrer Erwartung einig, dass sich trotz der globalen Klimaschutzmaßnahmen, die sich in der Umsetzung befinden, die Jahresmitteltemperatur im D-A-CH-Raum bis zum Ende des Jahrhunderts um mindestens weitere 2 °C steigt. Der langfristige Klimatrend, hervorgerufen durch die weiter steigenden Treibhausgasemissionen, werde deutlich von der natürlichen Klimavariabilität überlagert. Vor allem auf kurzen (von Jahr zu Jahr) und mittleren (20 bis 30 Jahre) Zeitskalen könnten diese zum Teil markanten Schwankungen den langfristigen Trend regional sowohl verstärken als auch abschwächen. Erkenntnisse für den Wintersport „Die Erwärmung wirkt sich deutlich auf die Winter aus“, beschreiben die beteiligten Wissenschaftler*innen. Im Positionspapier heißt es: „Die für den Schneesport geeignete natürliche Schneedecke geht langfristig besonders in tiefen und mittleren Lagen bis etwa 1.500 Meter Seehöhe weiter zurück. Durch die Erwärmung ändern sich auch die meteorologischen Rahmenbedingungen für die technische Schneeerzeugung. Die potenziellen Beschneiungszeiten werden weniger und der Wasser- und Energiebedarf nimmt zu.“ „Beim Winterniederschlag ist die natürliche Variabilität besonders hoch und es lassen sich vielerorts bisher keine klaren Trends beobachten“, schreiben die Autor*innen. In den aktuellen Klimaszenarien zeigten sich aber robuste Signale hinsichtlich einer Erhöhung der Winterniederschläge im Alpenraum und der Intensivierung kurzzeitiger Niederschlagsextreme. Jedoch sei in tiefen und mittleren Lagen mit einem weiteren Rückgang des Schneefalls zu rechnen, da Niederschlag aufgrund der höheren Temperaturen vermehrt als Regen anstelle von Schnee falle. Erkenntnisse für den Bergsport „Klimaszenarien zeigen für den Alpenraum eine Tendenz zu geringen Niederschlagsmengen über das gesamte Sommerhalbjahr gesehen. In Verbindung mit erhöhten Verdunstungsraten infolge steigender Temperaturen führt das zu einer Intensivierung sommerlicher Trockenheitsepisoden“, erklären die Wissenschaftler*innen. Gleichzeitig sei zu erwarten, dass sich kleinräumige und kurzzeitige Starkniederschläge im Sommerhalbjahr weiterhin intensivieren und in ihrer Häufigkeit zunehmen. Dies könne unter anderem zu einer Häufung weiterer alpiner Naturgefahren wie Murenabgängen und Hangrutschungen führen, die die alpinen Wegenetze und sonstige Infrastruktur betreffen. Im Frühling und Herbst trage der Klimawandel zu einer Saisonverlängerung vieler Outdooraktivitäten bei, wie Wandern, Radfahren, Baden, Wassersport und Golf. Im Sommer steige allerdings die Belastung durch die steigenden Temperaturen. Wissensdefizite und Forschungsbedarf Das Team des Expertenforums ‚Klima.Sport.Schnee‘ listet im neuen Positionspapier auch Bereiche mit Unsicherheiten und Forschungsbedarf auf. Einige Beispiele: Es mehren sich Hinweise auf eine Zunahme langlebiger Wetterlagen durch veränderte atmosphärische Zirkulation. Doch viele zugrundeliegende Mechanismen sind noch unzureichend verstanden. Während Temperaturprognosen relativ sicher sind, bestehen große Unsicherheiten bei der Niederschlagsentwicklung. Verbesserte Daten sind dringend nötig, unter anderem durch neue Messmethoden und mehr Messstationen in höheren Lagen. Abrupte Änderungen von Komponenten des Klimasystems, wie der atlantischen Umwälzzirkulation (AMOC), stellen im Zuge des fortschreitenden Klimawandels ein ernst zu nehmendes Risiko dar. Das Prozessverständnis und die Zeitskalen solcher Kipppunkte müssen noch vertieft erforscht werden. Lokale Phänomene wie Temperaturinversionen oder das Absinken der Schneefallgrenze in Tälern sollten detaillierter untersucht werden, da sie die Schneedecke stark beeinflussen können. Verantwortung für kommende Sport- und Tourismusgenerationen „Der Klimawandel stellt eine große Herausforderung dar. Es liegt im langfristigen Interesse des Winter- und Bergsports, dass Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Resilienzsteigerung auf allen Ebenen und synergetisch gefördert werden“, sagt Univ.-Prof. Dr. Ralf Roth vom Institut für Outdoor Sport und Umweltforschung der Deutschen Sporthochschule Köln und Initiator des Expertenforums ‚Klima.Sport.Schnee‘. „Unser Ansatz löst sich vom kurzfristigen Denken und Planen und ist Ausdruck einer Verantwortung für kommende Sport- und Tourismusgenerationen. Die gesamte Branche – Seilbahnbetreiber, sporttouristische Unternehmen, Winter- und Bergsportverbände, Sportartikelindustrie, Sportfachhandel und Destinationen mit ihren Gästen – ist deshalb angehalten, sich aktiv an der gesamtgesellschaftlichen Herausforderung Klimawandel mit entsprechenden Maßnahmen zur Minderung der Treibhausgasemissionen und zur Anpassung an die Folgewirkungen zu beteiligen.“ Kontakt für Medien-Rückfragen: Univ.-Prof. Dr. Ralf Roth Leiter des Instituts für Outdoor Sport und Umweltforschung E-Mail: roth@dshs-koeln.de

  • 04.06.2025
    Auswirkungen des Klimawandels auf den Winter- und Bergsport
    Das Expertenforum ‚Klima.Schnee.Sport‘, bestehend aus 14 Klima- und Sportforschungseinrichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, veröffentlicht in seinem neuen Positionspapier den aktuellen Forschungsstand zum Winter- und Bergsport im Zeichen des globalen Klimawandels. Dabei handelt es sich um eine aktualisierte Fassung der zweiten Version von 2022, welche die Fachleute um den Themenbereich Bergsport im Sommerhalbjahr erweiterten. Außerdem wurden Wissensdefizite und Handlungsansätze zusammengefasst. Das Ziel des Positionspapiers ist es, eine Basis für eine sachliche Diskussion zu schaffen, damit für Natur, Mensch und Wirtschaft langfristig optimale Maßnahmen getroffen werden können. Die Deutsche Sporthochschule Köln ist in Person von Univ.-Prof. Dr. Ralf Roth in die Veröffentlichung eingebunden. Der Leiter des Instituts für Outdoor Sport und Umweltforschung der Deutschen Sporthochschule Köln ist Initiator und Leiter des Expertenforums ‚Klima.Sport.Schnee‘. „Klimaanpassung ist dynamisch, regional unterschiedlich und eng mit gesellschaftlichen wie sporttouristischen Entwicklungen verknüpft. In polarisierenden Zeiten braucht es klare Orientierung und konkrete Lösungen. Es liegt an uns allen, wissenschaftsbasierte Ziele für Klimaschutz und -anpassung umzusetzen“, betont Prof. Roth und unterstreicht damit die Bedeutung des Positionspapiers. Einige Kernaussagen des Papiers haben wir hier zusammengefasst. Erwärmung hält an Das Klima hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich erwärmt. Nach neuesten Berechnungsmethoden beträgt die mittlere Erwärmung seit vorindustrieller Zeit bis Ende 2024 in Deutschland 2,5 °C, in Österreich 3,1 °C und in der Schweiz 2,9 °C. Die Fachleute des Expertenforums ‚Klima.Sport.Schnee‘ sind sich in ihrer Erwartung einig, dass sich trotz der globalen Klimaschutzmaßnahmen, die sich in der Umsetzung befinden, die Jahresmitteltemperatur im D-A-CH-Raum bis zum Ende des Jahrhunderts um mindestens weitere 2 °C steigt. Der langfristige Klimatrend, hervorgerufen durch die weiter steigenden Treibhausgasemissionen, werde deutlich von der natürlichen Klimavariabilität überlagert. Vor allem auf kurzen (von Jahr zu Jahr) und mittleren (20 bis 30 Jahre) Zeitskalen könnten diese zum Teil markanten Schwankungen den langfristigen Trend regional sowohl verstärken als auch abschwächen. Erkenntnisse für den Wintersport „Die Erwärmung wirkt sich deutlich auf die Winter aus“, beschreiben die beteiligten Wissenschaftler*innen. Im Positionspapier heißt es: „Die für den Schneesport geeignete natürliche Schneedecke geht langfristig besonders in tiefen und mittleren Lagen bis etwa 1.500 Meter Seehöhe weiter zurück. Durch die Erwärmung ändern sich auch die meteorologischen Rahmenbedingungen für die technische Schneeerzeugung. Die potenziellen Beschneiungszeiten werden weniger und der Wasser- und Energiebedarf nimmt zu.“ „Beim Winterniederschlag ist die natürliche Variabilität besonders hoch und es lassen sich vielerorts bisher keine klaren Trends beobachten“, schreiben die Autor*innen. In den aktuellen Klimaszenarien zeigten sich aber robuste Signale hinsichtlich einer Erhöhung der Winterniederschläge im Alpenraum und der Intensivierung kurzzeitiger Niederschlagsextreme. Jedoch sei in tiefen und mittleren Lagen mit einem weiteren Rückgang des Schneefalls zu rechnen, da Niederschlag aufgrund der höheren Temperaturen vermehrt als Regen anstelle von Schnee falle. Erkenntnisse für den Bergsport „Klimaszenarien zeigen für den Alpenraum eine Tendenz zu geringen Niederschlagsmengen über das gesamte Sommerhalbjahr gesehen. In Verbindung mit erhöhten Verdunstungsraten infolge steigender Temperaturen führt das zu einer Intensivierung sommerlicher Trockenheitsepisoden“, erklären die Wissenschaftler*innen. Gleichzeitig sei zu erwarten, dass sich kleinräumige und kurzzeitige Starkniederschläge im Sommerhalbjahr weiterhin intensivieren und in ihrer Häufigkeit zunehmen. Dies könne unter anderem zu einer Häufung weiterer alpiner Naturgefahren wie Murenabgängen und Hangrutschungen führen, die die alpinen Wegenetze und sonstige Infrastruktur betreffen. Im Frühling und Herbst trage der Klimawandel zu einer Saisonverlängerung vieler Outdooraktivitäten bei, wie Wandern, Radfahren, Baden, Wassersport und Golf. Im Sommer steige allerdings die Belastung durch die steigenden Temperaturen. Wissensdefizite und Forschungsbedarf Das Team des Expertenforums ‚Klima.Sport.Schnee‘ listet im neuen Positionspapier auch Bereiche mit Unsicherheiten und Forschungsbedarf auf. Einige Beispiele: Es mehren sich Hinweise auf eine Zunahme langlebiger Wetterlagen durch veränderte atmosphärische Zirkulation. Doch viele zugrundeliegende Mechanismen sind noch unzureichend verstanden. Während Temperaturprognosen relativ sicher sind, bestehen große Unsicherheiten bei der Niederschlagsentwicklung. Verbesserte Daten sind dringend nötig, unter anderem durch neue Messmethoden und mehr Messstationen in höheren Lagen. Abrupte Änderungen von Komponenten des Klimasystems, wie der atlantischen Umwälzzirkulation (AMOC), stellen im Zuge des fortschreitenden Klimawandels ein ernst zu nehmendes Risiko dar. Das Prozessverständnis und die Zeitskalen solcher Kipppunkte müssen noch vertieft erforscht werden. Lokale Phänomene wie Temperaturinversionen oder das Absinken der Schneefallgrenze in Tälern sollten detaillierter untersucht werden, da sie die Schneedecke stark beeinflussen können. Verantwortung für kommende Sport- und Tourismusgenerationen „Der Klimawandel stellt eine große Herausforderung dar. Es liegt im langfristigen Interesse des Winter- und Bergsports, dass Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Resilienzsteigerung auf allen Ebenen und synergetisch gefördert werden“, sagt Univ.-Prof. Dr. Ralf Roth vom Institut für Outdoor Sport und Umweltforschung der Deutschen Sporthochschule Köln und Initiator des Expertenforums ‚Klima.Sport.Schnee‘. „Unser Ansatz löst sich vom kurzfristigen Denken und Planen und ist Ausdruck einer Verantwortung für kommende Sport- und Tourismusgenerationen. Die gesamte Branche – Seilbahnbetreiber, sporttouristische Unternehmen, Winter- und Bergsportverbände, Sportartikelindustrie, Sportfachhandel und Destinationen mit ihren Gästen – ist deshalb angehalten, sich aktiv an der gesamtgesellschaftlichen Herausforderung Klimawandel mit entsprechenden Maßnahmen zur Minderung der Treibhausgasemissionen und zur Anpassung an die Folgewirkungen zu beteiligen.“ Kontakt für Medien-Rückfragen: Univ.-Prof. Dr. Ralf Roth Leiter des Instituts für Outdoor Sport und Umweltforschung E-Mail: roth@dshs-koeln.de

  • 03.06.2025
    Bedeutender Kongress der Weltraummedizin kommt nach Köln
    Vom 18. bis 24. Mai hat der 44. Kongress der International Society for Gravitational Physiology (ISGP) in Sapporo (Japan) stattgefunden. Mit ca. 200 Teilnehmenden ist der ISGP zwar ein kleiner, aber weltweit sehr bedeutender Kongress der Weltraummedizin. Das Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft der Deutschen Sporthochschule Köln war mit Prof. Stefan Schneider und Constance Badalì vertreten. Die beiden Wissenshaftler*innen stellten unter anderem die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geförderten Projekte SpaceCortex, sPACeMAN und NeurO 2 flight vor, in denen es um die Auswirkung von Schwerelosigkeit auf die Gehirndurchblutung und -aktivität geht. Das Bonbon des Kongresses aber war die Zusage, den 45. ISGP im kommenden Jahr an der Deutschen Sporthochschule Köln willkommen heißen zu dürfen. Diese Zusage, so Prof. Schneider, „spiegelt das langjährige Engagement der Sporthochschule, insbesondere des Zentrums für integrative Physiologie im Weltraum (ZiP) , in der Weltraummedizin wider. Seit über 40 Jahren forschen unsere Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zu den Auswirkungen der Schwerelosigkeit und sozialer Isolation auf die menschliche Physis und Psyche. Wir freuen uns schon jetzt, die internationale Fachcommunity an der Deutschen Sporthochschule Köln begrüßen zu dürfen und Kollegen, Kolleginnen und Studierenden die Möglichkeit zu geben, in dieses spannende Feld hineinzuschnuppern.“ Eine besondere Bedeutung erhält die Ausrichtung des Kongresses mit Blick auf die Weltrauminitiative der Landesregierung NRW (SpaceTech.NRW), die in den kommenden Jahren die weltraumtechnologische und -medizinische Forschung in NRW fokussieren möchte. Abgerundet wurde die Reise nach Japan mit zwei Seminaren an der renommieren Waseda Universität – seit Jahren eine der internationalen Partneruniversitäten der Deutschen Sporthochschule Köln – und der gegenseitigen Zusage, die Forschungsaktivitäten im lebenswissenschaftlichen Bereich stärker zu vernetzen.

  • 02.06.2025
    Das IVKS Abt. I gratuliert Lars Fischer zur Bewilligung eines Stipendiums durch die Heinrich Hertz-Stiftung
    Die Heinrich Hertz-Stiftung fördert die Forschung durch internationalen Austausch und hat in diesem Zuge Lars Fischer ein Stipendium bewilligt. Dieses ermöglich ihm einen sechsmonatigen Aufenthalt an der Universität in Örebro, um dort in Zusammenarbeit mit den Kollegen Björn Tolgfors und Dean Barker das Forschungsvorhaben „Sportlehrkräfte diagnostizieren: Eine interkulturelle Studie zur assessment literacy“ zu realisieren.

  • 02.06.2025
    Aktuelle Projekte an NRW-Sportschulen (Weiterentwicklung des Motorik-Test 1 und Absolventen-/Kadernachverfolgung)
    Aktuelle Projekte an NRW-Sportschulen (Weiterentwicklung des Motorik-Test 1 und Absolventen-/Kadernachverfolgung) Seit 2006 ergänzt das Land NRW das Verbundsystem Schule–Leistungssport durch 18 Standorte mit 32 NRW-Sportschulen. Für die Talentsichtung wurden in Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Praxis der Motorische Test 1 (MT1 für Klasse 4) und Motorische Test 2 (MT2 für Klasse 7) entwickelt. Der MT1 entspricht dem Deutschen Motorik-Test (DMT) und ist Zugangsvoraussetzung für die 5. Klasse. Bis zum Schuljahr 2024/2025 wurden 26.430 Kinder in Klasse 4 und 8.300 in Klasse 7 getestet. Die Grundlage für die Testauswertung bilden repräsentative, deutschlandweite Normwerte aus der Motorik-Modul-Studie (MoMo-Studie). Auf der Basis der Testergebnisse aus Klasse 4 werden ca. 35 % der Kinder an die NRW-Sportschulen aufgenommen. In Klasse 7 werden die Testergebnisse zur Betrachtung der Entwicklung der motorischen Leistungsfähigkeit sowie zur weiteren Beratung verwendet. Um dem Anspruch der UN-Behindertenrechtskonvention gerecht zu werden, wird zudem seit 2016 das Ziel verfolgt, auch Kinder mit Behinderung sportlich zu fördern und in Regelschulen zu integrieren. Besonders im Kontext der NRW-Sportschulen stellte sich die Herausforderung, durch eine geeignete sportmotorische Diagnostik den Zugang zu sportlicher Talentförderung zu ermöglichen. Seit 2022 wird das NRW-Projekt am Forschungszentrum für den Schulsport und den Sport von Kindern und Jugendlichen (FoSS) des KIT unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Bös durch das „Para-Modul“ ergänzt. In enger Anlehnung an den Deutschen Motorik-Test (DMT) entstand - in Kooperation mit der Initiative BERLIN HAT TALENT – eine alternative Testbatterie für Kinder und Jugendliche mit Behinderung, die sich als „DMT Plus“ etabliert. In NRW wird das Testverfahren als „Motorischer Test 1 – Para-Modul (MT1 - Para-Modul)“ eingesetzt und testet vorrangig Kinder mit körperlicher Behinderung. Es ermöglicht eine sportmotorische Diagnostik und schafft somit den Zugang zu den NRW-Sportschulen. Nach fast 20 Jahren Projektlaufzeit wird mit der Gründung der „Arbeitsgruppe Motorischer Test 1 (AG MT1)“ - bestehend aus Experten aus den NRW-Sportschulen sowie dem Projektteam FoSS am KIT - das MT1-Auswertungsverfahren überarbeitet und weiter optimiert. Es werden Ideen zur feineren Altersdifferenzierung sowie Gewichtung nach Schwerpunktsportarten der NRW-Sportschulen überprüft. Ab sofort auf YouTube: https://youtu.be/5smeiQEDQlE
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Zuletzt aktualisiert: 23.07.2026
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