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  • Tätigkeitsbericht_HR_2025.pdf
    Tätigkeitsbericht des Hochschulrates der DSHS Köln für das Jahr 2025 1 Tätigkeitsbericht des Hochschulrates der Deutschen Sporthochschule Köln für das Jahr 2025 Der Hochschulrat berät das Rektorat und übt die Aufsicht über dessen Geschäftsführung aus. Seine Aufgaben sind u.a. in § 21 Abs. 1 HG NRW festgeschrieben. Der Hochschulrat der Deutschen Sporthochschule Köln trat in 2025 zu vier ordentlichen Sitzungen (25.03.2025, 03.06.2025, 23.09.2025 und 10.12.2025), einer Sondersitzung (10.02.2025) und einer Klausurtagung (10.10.2025) zusammen. Am 25.11.2025 fand zudem ein Austausch des Hochschulrates mit dem Rektorat statt. Darüber hinaus hielt der Hochschulrat am 08.07.2025 zusammen mit dem Se- nat eine Sitzung der Hochschulversammlung ab. Der Hochschulrat beschäftigte sich im Rahmen der o.g. Sitzungen vor allem mit folgenden Aufgaben und Themen: Mitwirkung an der Wahl der Mitglieder des Rektorates der DSHS Köln in der Hochschulwahlver- sammlung Wahl der Kanzlerin für die Amtsperiode ab dem 18.08.2026 Eine wichtige Aufgabe des Hochschulrates ist gem. § 21 Abs. 1 Satz 1 HG NRW die Mitwirkung durch seine Mitglieder in der Hochschulwahlversammlung an der Wahl und Abwahl der Mitglieder des Rek- torates. Am 08.07.2025 wählte die Hochschulwahlversammlung gemäß § 17 Abs. 1 HG NRW Frau Stef- fen für eine weitere Amtszeit ab dem 18.08.2026 zur Kanzlerin. Zuvor hatte der Hochschulrat – nach dem Votum des Senats am 29.04.2025 – in seiner Sitzung am 03.06.2025 beschlossen, Frau Steffen zur Kandidatur für die Position der Kanzlerin/des Kanzlers aufzufordern. Die Aufforderung zur erneuten Kandidatur war in einem gemeinsamen Schreiben der Vorsitzenden des Senats und des Hochschulrates am 17.06.2025 an Frau Steffen herangetragen worden. Wahl von Hochschulratsmitgliedern in die Findungskommission gem. § 17 Abs. 3 HG NRW i.V.m. § 9 Abs. 1 GO der DSHS Köln Vor dem Hintergrund der Wahl von Frau Steffen zur Vizepräsidentin für Wirtschafts- und Personalver- waltung der TH Köln am 29.10.2025 durch die Hochschulwahlversammlung der TH Köln, und im Hin- blick auf eine in diesem Zusammenhang ggf. notwendige Neubesetzung der Stelle der Kanzlerin/des Kanzlers an der DSHS Köln, wählte der Hochschulrat in seiner Sitzung am 10.12.2025 Frau Dr. Gotz- mann und Herrn Prof. Kuhlmann vorsorglich in die Findungskommission zur Vorbereitung der Wahl einer Kanzlerin/eines Kanzlers. Finanzen Eine zentrale Aufgabe des Hochschulrates ist die Aufsicht über die Wirtschaftsführung des Rektorates. Um die Beratungen des Hochschulrates diesbezüglich vorzubereiten und zu unterstützen, hat der Hochschulrat 2016 einen Finanzausschuss gebildet, dem aktuell Frau Dr. Gotzmann, Frau Prof.‘in Pott und Herr Prof. Kuhlmann angehören. Der Finanzausschuss tagte am 08.12.2025 um sich mit dem Ent- wurf des Wirtschaftsplans für das Jahr 2026 zu befassen und die entsprechende Beratung im Hoch- schulrat (s.u.) vorzubereiten. Im Jahresablauf beschäftigte sich der Hochschulrat mit folgenden Wirtschafts- und Finanzthemen bzw. -aufgaben: Tätigkeitsbericht des Hochschulrates der DSHS Köln für das Jahr 2025 2 Wirtschaftspläne 2025 und 2026 sowie Entlastung des Rektorates für das Jahr 2024 Die Zustimmung zum Wirtschaftsplan sowie die Entlastung des Rektorates gehören zu den wesentli- chen Aufgaben des Hochschulrates. Aufgrund besonderer Umstände, die in der Hochschulratssitzung am 10.12.2024 näher erläutert wur- den, erfolgte die Vorlage und der Beschluss des Wirtschaftsplanentwurfs 2025 nicht im Jahr 2024, son- dern in der Sondersitzung des Hochschulrates am 10.02.2025. Die Zustimmung zum Wirtschaftsplan für das Jahr 2026 der DSHS Köln erteilte der Hochschulrat – nach intensiver Vorberatung des Finanzausschusses am 08.12.2025 – in seiner Sitzung am 10.12.2026. Der Hochschulrat lobte in diesem Zusammenhang die erfolgreichen Sparmaßnahmen der Hochschule. Dem Hochschulrat wurde in der Sitzung am 23.09.2025 der Prüfungsbericht der KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG und der Jahresabschluss der DSHS Köln zum 31.12.2024 vorgelegt. Die Gre- mienmitglieder beschlossen den Jahresabschluss 2024 und entlasteten auf der Grundlage des Prü- fungsberichtes das Rektorat für das Jahr 2024. Zudem stimmten sie den in der vorgelegten Übersicht über die Rücklagenerstellung im Rahmen des Jahresabschlusses 2024 aufgeführten Anlagen zu und beschlossen, den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Bericht über die Wirtschaftslage 2025 - Sachstandsberichte Neben dem Wirtschaftsplanentwurf werden dem Hochschulrat regelmäßig schriftliche Berichte über die Entwicklung der Haushalts- und Wirtschaftslage der DSHS Köln vorgelegt, um über die aktuelle Fi- nanzsituation der Hochschule zu informieren. Auf Wunsch des Hochschulrates gaben die Kanzlerin und der Haushaltsdezernent auf Basis der zuvor verschickten Finanzberichte in den Sitzungen am 25.03.2025, 03.06.2025 und 23.09.2025 einen Überblick über die aktuelle Haushalts- und Finanzsitua- tion der DSHS Köln, wobei sie unter Angabe der entsprechenden Gründe darlegten, in welchen Berei- chen die Ist-Zahlen dem Planansatz entsprachen und wo Abweichungen bestanden bzw. zu erwarten waren. Risikoreport 2024 Die Aufsicht des Hochschulrates über die Wirtschaftsführung des Rektorates beinhaltet auch die Frage, wie dieses mit den Risiken der Hochschule umgeht. Entsprechend beschäftigt sich der Hochschulrat mit den von der Hochschule erstellten Risikoberichten und aufgeführten Maßnahmen zur Abwehr von Risiken. Vor diesem Hintergrund wurde dem Hochschulrat in der Sitzung am 03.06.2025 der Risikobe- richt 2024 vorgelegt und erläutert. Zustimmungspflichtige Angelegenheiten Die Angelegenheiten der Hochschule, die der Zustimmung des Hochschulrates bedürfen, sind u.a. in § 21 Abs. 1, Nr. 2, 3 und 7 HG NRW festgehalten. Zu den zustimmungspflichten Angelegenheiten im Jahr 2025 zählten die Verabschiedung des neuen Hochschulentwicklungsplans für die Jahre 2025-2031 sowie der Beschluss der Verlängerung der Hochschulvereinbarung mit dem Land NRW. Der Hochschul- rat stimmte dem vorgelegten Entwurf des Hochschulentwicklungsplans 2025-2031 in seiner Sitzung am 10.12.2025 mit geringfügigen Anmerkungen zu. Die Zustimmung zum Abschluss der Verlängerungs- vereinbarung mit dem Land NRW erteilte er – nach einem vorangegangenen Austauschmit mit dem Rektorat am 25.11.2025 – im Rahmen eines Umlaufverfahrens. Tätigkeitsbericht des Hochschulrates der DSHS Köln für das Jahr 2025 3 Entwicklungen in Lehre und Forschung Nach § 21 Abs. 1 Nr. 6 HG NRW gehört es zu den Aufgaben des Hochschulrates, Empfehlungen und Stellungnahmen in Angelegenheiten der Forschung, Kunst, Lehre und des Studiums zu geben, die die gesamte Hochschule oder zentrale Einrichtungen betreffen oder von grundsätzlicher Bedeutung sind. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, lässt sich der Hochschulrat der DSHS Köln in jeder Sitzung über die neuesten Entwicklungen in Lehre und Forschung informieren. Dies erfolgt u.a. im Rahmen der re- gelmäßigen Berichterstattung des Rektorates unter dem Punkt „Bericht des Rektorates“. So wurde im Jahr 2025 im Hochschulrat u.a. über die Ergebnisse der Studiengangsbefragungen und der Absolvent*innenstudie, Entwicklungen der Studierendenzahlen, Änderungen in der Prüfungsord- nung, Förderprogramme in der Lehrförderung sowie (Weiter-)Entwicklungen von Studiengängen be- richtet. In Bezug auf die Forschung wurde u.a. wiederkehrend über bestehende und geplante For- schungskooperationen, Ausschreibungen von Förderprogrammen, Forschungsförderung an der DSHS, die Teilnahme der DSHS Köln an Verbundprojekten und Förderwettbewerben sowie Veranstaltungen des Global Sport University Network informiert. Empfehlungen und Stellungnahmen / Statusberichte zu grundlegenden und strategischen Themen In seiner Funktion als Beratungsorgan unterstützt der Hochschulrat die Arbeit des Rektorates und gibt Impulse für die Ausrichtung der Hochschule nach innen und außen. Zu einer sachgerechten Beratung gehört daher auch, dass sich der Hochschulrat zu grundlegenden und hochschulweit bedeutsamen An- gelegenheiten der Hochschule informieren lässt und Stellung nimmt bzw. Empfehlungen abgibt. Dies geschah im Jahr 2025 zu folgenden Themen: Rechenschaftsbericht des Rektorates 2024 - KOMPAKT Der Rechenschaftsbericht des Rektorates 2024 (KOMPAKT) wurde dem Hochschulrat gemäß § 21 Abs. 1 Nr. 5 HG NRW zu seiner Sitzung am 23.09.2025 vorgelegt. Der Hochschulrat lobte die inhaltliche und äußere Aufmachung des Berichts und hob dabei insbesondere das ansprechende Interview-Format hervor. Sachstandsbericht Bau-, Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an der DSHS Köln Dem Wunsch des Hochschulrates folgend, in regelmäßigen Abständen über die Bauangelegenheiten und Sanierungsarbeiten an der DSHS informiert zu werden, wurde in den Sitzungen am 03.06.2025 und 23.09.2025 seitens der Kanzlerin ausführlich über die neuesten Entwicklungen bezüglich der Bau-, Sanierungs- und Modernisierungsprojekte an der DSHS berichtet. Neuausrichtung der Sportmedizin An der DSHS Köln bestehen derzeit Überlegungen zur Neuausrichtung der Organisationsstruktur der Sportmedizin. In diesem Zusammenhang wurden verschiedene Konzepte erarbeitet und diskutiert und es fanden diesbezüglich innerhalb und außerhalb der DSHS verschiedene Gespräche statt. Der Hoch- schulrat wurde in seinen Sitzungen am 03.06.2025, 23.09.2025 und 10.12.2025 über den aktuellen Stand der Entwicklungen informiert. Zudem fand am 10.10.2025 eine Klausurtagung des Hochschulra- tes mit dem Rektorat statt, bei dem die Sportmedizin institutionell und thematisch im Mittelpunkt stand. Tätigkeitsbericht des Hochschulrates der DSHS Köln für das Jahr 2025 4 Vorstellungen von Instituten und Professor*innen im Hochschulrat Im Zusammenhang mit der Thematik der Besetzung der freiwerdenden Professuren im Bereich Le- benswissenschaften und Gesellschaftswissenschaften wurde 2015 die Verabredung getroffen, dass sich die Institute und Zentren der DSHS reihum im Hochschulrat vorstellen. In 2025 stellten sich Prof.‘in Wollesen (Leiterin der Abteilung 1 des Instituts für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prä- vention und Rehabilitation), Prof.‘in Schubring (Leiterin der Abt. Sportsoziologie am Institut für Sozio- logie und Genderforschung) sowie Prof. Jaitner (Leiter der Abt. Pädagogik am Institut für Pädagogik und Philosophie) im Hochschulrat vor (25.03.2025). Gender & Diversity Management Der Hochschulrat unterstützt die Bestrebungen der DSHS Köln, das Gleichstellungs- und Diversity-Ma- nagement weiterzuentwickeln und den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs sowie die Wissen- schaftlerinnen gezielt zu fördern. Er lässt sich regelmäßig über die Entwicklungen und Themenfelder in der Gleichstellung sowie die Diversity- und Gleichstellungs-Maßnahmen an der Hochschule infor- mieren. Dies geschah in den Sitzungen am 03.06.2025, 23.09.2025 und 10.12.2025 zu verschiedenen Themen (u.a. Professorinnenprogramm 2030, Woche der Vielfalt, Orange Days an der DSHS Köln, Prä- ventions- und Interventionskonzept gegen interpersonale Gewalt). Sachstandsbericht zur Innenrevision Die Kanzlerin unterrichtete den Hochschulrat in seiner Sitzung am 25.03.2025 über das Verfahren und die Ergebnisse der im Jahr 2023 erfolgten Revisionsprüfung. Aktueller Sachstand HRS4R Der Hochschulrat ließ sich in seiner Sitzung am 25.03.2025 ausführlich über die verschiedenen Pro- zessphasen und den aktuellen Stand des HRS4R-Prozesses inkl. der an der DSHS Köln erfolgten Maß- nahmen unterrichten. Weitere Themen, die z. T. in Form von kurzen Berichtspunkten im Hochschulrat behandelt wurden, waren u.a. folgende: • Strategie- und Reflexionsgespräche an der DSHS, • Klausurtagung des Rektorates zur Organisationsentwicklung an der DSHS, • Ausschreibungen von Professuren an der DSHS, • Hochschulstärkungsgesetz, • Hochschulfinanzierung NRW, • Generierung von zusätzlichen Ressourcen für die Hochschule, • Einführung des zentralen Campusmanagementsystems „mySpoho“, • Relaunch des Internet- und Intranet-Auftritts der DSHS, • Digitalisierungsprozesse in den Unterstützungsbereichen, • Informationstechnologie und Informationssicherheit an der DSHS sowie Stellensituation IT-Si- cherheit, • Prüfung der Hochschulräte durch den Landesrechnungshofs, • KoWi-Strategiegespräche, Tätigkeitsbericht des Hochschulrates der DSHS Köln für das Jahr 2025 5 • Verlängerung der Kooperationsvereinbarung mit dem 1. FC Köln, • Leitlinien guter Führung. Aufwandsentschädigung für die externen Hochschulratsmitglieder der DSHS Köln Der Hochschulrat hat in seiner Sitzung am 23.09.2025 die Einführung einer Aufwandspauschale für die externen Hochschulratsmitglieder ab dem 01.01.2026 vereinbart. Die in diesem Zusammenhang er- folgte Änderung der Geschäftsordnung des Hochschulrates wurde in der Sitzung am 10.12.2025 be- schlossen. Die Änderung der Geschäftsordnung des Hochschulrates wurde mit Datum vom 17.12.2025 in den Amtlichen Mitteilungen der DSHS Köln veröffentlicht. Austausch Informations- und Beratungspflicht des Hochschulrates gemäß § 21 Abs. 5a HG NRW § 21 Abs. 5a HG NRW legt fest, dass der Hochschulrat den Vertreterinnen und Vertretern des Senats, des Allgemeinen Studierendenausschusses, des Personalrats, des Personalrats gem. § 105 des Landes- personalvertretungsgesetzes, der Gleichstellungsbeauftragten, der Vertrauenspersonen der schwer- behinderten Menschen sowie der oder dem Beauftragten für Studierende mit Behinderung oder chro- nischer Erkrankung mindestens einmal pro Semester Gelegenheit zur Information und Beratung gibt. Das vom Hochschulrat an die o.g. Personen(gruppen) gemachte Angebot zu einem Informationsaus- tausch wurde in 2025 von den Vertreter*innen des AStA (10.02.2025) wahrgenommen. Treffen der Hochschulratsvorsitzenden der Universitäten NRW Die Hochschulratsvorsitzende nahm am 04.04.2025 (Universität zu Köln) sowie am 15.10.2025 (Uni- versität Duisburg-Essen) an der Konferenz der Hochschulratsvorsitzenden der Universitäten NRW (KVHU) teil. Bei beiden Veranstaltungen fand auch ein Austausch mit Ministerin Brandes statt. Kommunikation Der regelmäßige Austausch mit den Gremien und Funktionsträgern der Hochschule ist für den Hoch- schulrat der DSHS Köln unverzichtbarer Bestandteil seiner Arbeit. Die Hochschulratsvorsitzende war auch 2025 regelmäßig Gast in den Sitzungen des Senats und umge- kehrt wurde der Senatsvorsitzende zu den Sitzungen des Hochschulrates eingeladen. Zu konkreten Anlässen tauschten sich die Vorsitzenden beider Gremien aus. Die Hochschulratsvorsitzende führte ferner in regelmäßigen Abständen Gespräche mit Rektor und Kanzlerin, um sich über die Entwicklun- gen an der Hochschule zu informieren und um wichtige Themen gemeinsam zu besprechen. Köln, den 25.02.2026 Für den Hochschulrat Die Vorsitzende Dr. Andrea Gotzmann

  • TO-Entwurf_80._Sitzung_HR_17.03.2026.pdf
    80. Sitzung des Hochschulrates der Deutschen Sporthochschule Köln am Dienstag, den 17.03.2026 im Anschluss an die Sitzung der Hochschulwahlversammlung gegen ca. 17.30 Uhr/17.45 Uhr an der DSHS Köln (Senatssaal) Entwurf der Tagesordnung der Sitzung 1. Feststellung der Beschlussfähigkeit gem. § 8 Abs. 1 der Geschäftsordnung des Hochschulrates (Ge- schO H-Rat) 2. Feststellung der Tagesordnung gem. § 6 Abs. 3 der GeschO H-Rat 3. Genehmigung des Protokollentwurfs der 79. Sitzung des Hochschulrates am 10.12.2025 gem. § 10 Absatz 2 der GeschO H-Rat Beratungsziel: Genehmigung des Protokollentwurfs Beratungsunterlagen - Protokollentwurf der 79. Sitzung des Hochschulrates (am 13.01.2026 per E-Mail versandt) 4. Tätigkeitsbericht des Hochschulrates für das Jahr 2025 Beratungsziel: Genehmigung des Tätigkeitsberichts des Hochschulrates Beratungsunterlagen: - Tätigkeitsbericht des Hochschulrates für das Jahr 2025 - Auszug § 21 Abs. 5a HG NRW) (2 Anlagen) 5. Finanzielle Entwicklung der DSHS Köln; hier: Q1/2026 Beratungsziel: Information des Hochschulrates Beratungsunterlagen - Bericht (1 Anlage; wird nachgereicht) 6. Ausgründung Universitäre Weiterbildung; hier: Konzept und Businessplan Beratungsziel: Austausch und Beschluss Beratungsunterlagen - Entwurf Konzept und Businessplan - Entwurf Gesellschaftervertrag - Entwurf Satzung BgA (3 Anlagen) 7. Bericht des Rektorates Beratungsziel: Information des Hochschulrates Beratungsunterlagen: - 8. Verschiedenes / Sonstiges

  • Curriculum_Praxissemester_Sport.pdf
    Curriculum Praxissemester_Sport Curr-PM_Sport Ausdruck 04.03.2016 Standards [1] Kompetenzen [2] Indikatoren Sprachsensible Kompetenzen [3] Fachspezifische Kompetenzen Inhalte Ggf. Vernetzungen Bemerkungen Nach §8 LZV verfügen die AbsolventInnen des Praxissemesters über die Fähigkeit,... Die Studierenden zeigen die Fähigkeit, ... Die Studierenden... Die Studierenden... Universität ZfsL Schule (schulformübergreifend/ fachübergreifend) Fachunterricht theoriegeleitet in unterschiedlicher Breite und Tiefe begründet und adressatenorientiert zu planen. entwickeln zu ausgewählten Themenstellungen unter Einbeziehung der Lerner- Perspektiven eine geeignete didaktisch- methodische Konzeption. 2 berücksichtigen bei der Entwicklung von Unterrichtsvorhaben auch sprachliche Aspekte. Die Studierenden lernen, Unterricht krite-riengeleitet zu beobachten und alleine, aber auch im Austausch mit anderen zu analysieren. Sie verfügen über die Fähigkeit, aktuelle fachdidaktische Überlegungen zum Schulsport mit eigenen Beobachtungen und Erfahrungen zu verknüpfen und zu reflektieren. erkennen die Bedeutung von Selbsttätigkeit und Eigenverantwortlichkeit beim fachlichen Lernen. 3a erkennen die Bedeutung selbsttätigen und eigenverantwortlichen Lernens auch für sprachliche Lernprozesse. Die Studierenden geben selbsttätigem und eigenverantwortlichem Lernen Raum im Sportunterricht. verifizieren die beabsichtigten und tatsächlichen Lernprozesse vor dem Hintergrund der individuellen Förderung mittels Erfolgskontrolle 3b beobachten und beschreiben den Zusammenhang zwischen sprachlicher Förderung und sprachlicher Entwicklung. berücksichtigen die Ausgangslage der SchülerInnen und der Lehrperson. 3c berücksichtigen auch die sprachliche und soziokulturelle Ausgangslage der SchülerInnen und der Lehrperson. an der Weiterentwicklung von Unterricht, schulinternen Absprachen und Schule mitzuwirken. beziehen fachdidaktische Perspektiven auf Möglichkeiten der Weiterentwicklung von Unterricht und Curriculum. 4 beziehen sprachdiagnostische und sprachförderliche Aspekte bei der Weiterentwicklung von Unterricht ein. In Anlehnung an das BiWi MM1: Schulentwicklung; Schulprogrammarbeit, Evaluation von Schulentwicklung (mit Bezug zum Fach Sport bzw. zur Schulsportentwicklung) 1 Vorbereitung Universität Vereinbarte inhaltliche Bezüge/ Schnittstellen zu ... grundlegende Elemente schulischen Lehrens und Lernens auf der Basis von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaft zu planen, durchzuführen und zu reflektieren (Standard 1) Unterrichtskonzepte zu überprüfen und zu reflektieren sowie Unterrichtsansätze und -methoden unter Berücksichtigung neuer fachlicher Erkenntnisse weiterzuentwickeln. Seminar: Allgemeine Vorbereitung (~ 10 SE) Die Studierenden werden auf mögliche Fragestellungen des Studienprojektes, auf Hospitationsaufgaben sowie auf erste Lehr-versuche im Praxissemester vorbereitet. Unter Berücksichtigung maßgeblicher curricularer Vorgaben und fachdidaktischer Überlegungen setzen sich die Studierenden mit grundlegenden Planungsaspekten, wie z.B. der Phasierung von Unterricht oder der Interdependenz von Ziel-, Inhalts- und Methodenentscheidungen auseinander. Anlagen und Erkenntnisse aktueller wissenschaftlicher Studien Bewegung, Spiel und Sport im Sportunterricht und im Schulleben wer-den diskutiert. Sie liefern Bezugspunkte für die Entwicklung eigener Forschungsfragen. Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) Universität zu Köln Telefon: + 49 221 470 - 8610 www.zfl.uni-koeln.de Seite 1/10 Curriculum Praxissemester_Sport Curr-PM_Sport Ausdruck 04.03.2016 Standards [1] Kompetenzen [2] Indikatoren Sprachsensible Kompetenzen [3] Fachspezifische Kompetenzen Inhalte Ggf. Vernetzungen Bemerkungen Nach §8 LZV verfügen die AbsolventInnen des Praxissemesters über die Fähigkeit,... Die Studierenden zeigen die Fähigkeit, ... Die Studierenden... Die Studierenden... Universität ZfsL Schule (schulformübergreifend/ fachübergreifend) stellen die in den Seminaren behandelten Inhalte differenziert dar und beziehen diese aufeinander behandelten Inhalte. 1a verbinden die Inhalte der Seminare mit den sprachlichen Anforderun-gen, welche durch diese gestellt werden. stellen einen Bezug zwischen den Inhalten der Seminare und den eigenen Schulerfahrungen und -visionen her (biographisches Lernen). 1b stellen Zusammenhänge zwischen den sprachlichen Aspekten der Seminarinhalte (Problembereiche, Förderansätze, etc.) und ihren eigenen Schulerfahrungen her. konzipieren auf der Basis dieser Inhalte ein relevantes Studienprojekt. [5] FoL_a beachten bei der Konzeption ihres Studienprojektes Aspekte der sprachlichen Bildung und der Sprachförderung. ermitteln und berücksichtigen das Interesse der Praktikumsschulen an diesen Fragestellungen. FoL_b ermitteln im Vorfeld des Studienprojektes den Umgang der Schule mit Mehrsprachigkeit und sprachlicher Bildung. [2] vgl. die Kompetenzen und Standards der Rahmenkonzeption zum Praxissemester: http://www.schulministerium.nrw.de/ZBL/Reform/Wege_der_Reform/Rahmenkonzeption_Praxissemesters_Masterstudiengang/Endfassung_Rahmenkonzept_Praxissemester_14042010.pdf, S. 19 (10.5.2013) [4] Vgl. den Leitfaden zum Forschenden Lernen im Praxissemester (AG Forschendes Lernen, Stand Mai 2013). [5] Sammlung von Projektmöglichkeiten werden im Anhang aufgelistet theoriegeleitete Erkundungen im Handlungsfeld Schule zu planen, durchzuführen und auszuwerten sowie aus Erfahrungen in der Praxis Fragestellungen an Theorien zu entwickeln und... (Standard 4) wissenschaftliche Inhalte der Unterrichtsfächer und der Bildungswissenschafte n auf Situationen und Prozesse schulischer Praxis zu beziehen Theorie und Praxis professionsorientiert und im Sinne Forschenden Lernens miteinander zu verbinden (Arbeit in der Profilgruppe) [4] . [3] Beitrag: Fachverbund DaZ [1] http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/Lehrerausbildung/LZV_Stand09_06__2_.pdf Fokus oder Profilgruppe (~ 4 SE)- Im Fokus der Profilgruppenarbeit steht die Überwindung des Grabens zwischen wissen-schaftlichem Denken und praktischer Berufsorientierung durch die Brücke des Forschenden Lernens, welches zentrales Element des bevorstehenden Praxisse-mesters ist. Ausgehend von aktuellen Themen und Ergebnissen der Unterrichts, Schüler(innen)- und Lehrer(innen)forschung werden Probleme aus dem Berufsfeld Schulsport / Sportunterricht in den Blick genommen. In Vorbereitung auf das im Praxissemester durchzuführende Studienprojekt werden Forschungsfragen abgeleitet und mögli-che methodische Vorgehensweisen erörtert, die schließlich in erste Projektskizzen münden. Die Studierenden setzen sich mit wissen-schaftlichen Studien zum Schulsport auseinander, reflektieren Ziele, Inhalte und methodische Herangehensweisen und können diese auf eigene Fragestellungen an den Schulsport übertragen. Unter Berücksichtigung des aktuellen For- schungsstandes und antizipierter Probleme im Sportlehreralltag entwickeln die Studierenden eine Projektskizze als Grundlage für das Studienprojekt im Praxissemester. Vereinbarte inhaltliche Bezüge/ Schnittstellen zu ... Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) Universität zu Köln Telefon: + 49 221 470 - 8610 www.zfl.uni-koeln.de Seite 2/10 Curriculum Praxissemester_Sport Curr-PM_Sport Ausdruck 04.03.2016 Standards Kompetenzen [1] Indikatoren Sprachsensible Kompetenzen [2] Fachspezifische Kompetenzen Inhalte Ggf. Vernetzungen Bemerkungen Nach §8 LZV verfügen die AbsolventInnen des Praxissemesters über die Fähigkeit,... Die Studierenden zeigen die Fähigkeit, ... Die Studierenden... Die Studierenden... Universität ZfsL Schule (schulformübergreifend/ fachübergreifend) gestalten Unterricht vor dem Hintergrund der Richtlinien und Lehrpläne. 5a berücksichtigen beim Gestalten des Unterrichts auch die Empfehlungen zur sprachlichen Bildung aus den Richtlinien und Lehrplänen. gestalten Unterricht unter Einbeziehung des Vorwissens und der Vorerfahrung von Schüle- rinnen und Schülern. 5b beachten bei der Gestaltung des Unterrichts die individuellen Sprachlernbiographien der Schülerinnen und Schüler, deren sprachlich-kulturellen Hintergrund. reflektieren Unterrichtsbeobachtungen und eigene Unterrichtserfahrungen vor dem Hintergrund didaktischer Grundkategorien. 5c reflektieren Unterrichtsbeoachtungen und eigene Erfahrungen auf der Grundlage von Sprachdaten. reflektieren konfliktträchtige Erziehungssituationen vor dem Hintergrund pädagogischer und psychologischer Theorien 5d erkennen sprachlich bedingte Ver-ständigungsprobleme und Konflikte. 2 Begleitung Universität Vereinbarte inhaltliche Bezüge/ Schnittstellen zu ... aus ihren ersten Erfahrungen mit der Lehrtätigkeit Fragen für die Fachdidaktiken und die Bildungswissenschafte n zu entwickeln. Profilgruppen (ca. 11 SE; blended learning format) - reflexionsgeleitete Theorie-Praxisbezüge - Fallarbeit - Heterogene Gruppen im Sportunterricht → professionsspezifische Reflexion im Rahmen von Treffen mit Profilgruppe/ Foren E-Learning Plattformen Die Studierenden sind in der Lage, aus ihren Beobachtungs- und Lehrerfahrungen im Sportunterricht (Rück-)Fragen an fachdidaktische Ansätze und lehrplanbezogene Vorgaben zu entwickeln. Die Studierenden verfügen über Fähigkeiten, beobachteten oder gehaltenen Sportunterricht theoriegeleitet zu analysieren und zu reflektieren. Störungen im Sportunterricht und unterschiedliche Formen von Konflikten können sie analysieren und regulieren. beobachten und analysieren Unterricht anhand didaktischer Kriterien und gestalten ggf. selbst Unterricht unter Berücksichtigung von Intention, Thematik, Ausgangslage von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, Methodik, Medien, individueller Förderung und Erfolgskontrolle. 6a beobachten und analysieren die Unterrichtskommunikation, gestalten selbst sprachsensiblen Unterricht und berücksichtigen Sprachentwick- lungsaspekte bei der Erfolgskontrolle und Leistungsbewertung der Schülerinnen und Schüler. theoriegeleitete Erkundungen im Handlungsfeld Schule zu planen, durchzuführen und auszuwerten sowie aus Erfahrungen in der Praxis Fragestellungen an Theorien zu entwickeln und... (Standard 4) Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) Universität zu Köln Telefon: + 49 221 470 - 8610 www.zfl.uni-koeln.de Seite 3/10 Curriculum Praxissemester_Sport Curr-PM_Sport Ausdruck 04.03.2016 Standards [1] Kompetenzen [2] Indikatoren Sprachsensible Kompetenzen [3] Fachspezifische Kompetenzen Inhalte Ggf. Vernetzungen Bemerkungen Nach §8 LZV verfügen die AbsolventInnen des Praxissemesters über die Fähigkeit,... Die Studierenden zeigen die Fähigkeit, ... Die Studierenden... Die Studierenden... Universität ZfsL Schule (schulformübergreifend/ fachübergreifend) beziehen Schülerfragen und -interessen in die Gestaltung des Unterrichts ein. 6b keine Angaben reflektieren ggf. gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Ergebnisse der Projekte. 6c reflektieren mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam das sprachliche Lernen im Rahmen des Studienprojektes. verschriftlichen die Projekte in adäquater Form 6d reflektieren ihre Erkenntnisse bezüglich des sprachsensiblen Unterrichtens im Portfolio Praxiselemente. Zur Entwicklung eines reflexiven Habitus setzen sich die Studierenden im Rahmen der Portfolioarbeit theoriegeleitet mit Beobachtungen und Unterrichtserfahrungen im Fach Sport (und im weiteren Unterricht/Schulleben) auseinander. Unterstützung bei der Portfolioarbeit entwickeln für die Studien- und Studienprojekte in der Praxisphase Untersuchungssettings mit Zeitplänen. 7a keine Angaben operationalisieren bzw. präzisieren die Fragestellungen ggf. durch theoriegeleitete Untersuchungskriterien. 7b beziehen nach Möglichkeit auch sprachtheoretische Aspekte in die Fragestellung mit ein. wählen zur Bearbeitung der Fragestellungen adäquate hermeneutische und empirische Untersuchungsmethoden aus. 7c keine Angaben führen das Studienprojekt durch, werten es aus und stellen dabei die in den Vorbereitungsseminaren behandelten wissenschaftlichen Inhalte differenziert dar. 7d berücksichtigen bei der Durchführung des Studienprojektes ihr er- worbenes Wissen über Sprachentwicklung, Sprachdiagnose und Sprachförderung. ausgewählte Methoden bildungswissenschaftlic her und fachdidaktischer Forschung in begrenzten eigenen Untersuchungen anzuwenden. Die Studierenden setzen die auf Basis sportwissenschaftlicher Vorarbeiten konzipierten Studienprojekte um, wenden dabei zur Beantwortung der spezifischen Fragestellung geeignete Methoden an, dokumentieren die Forschungsarbeit und werten sie aus. Profilgruppen (blended learning Format) • Ausarbeitung des Forschungsprojekts • Unterstützung in der Erstellung eines Projektplanes • ggf. bei der Erstellung des Instruments • Unterstützung bei der Auswertung und Vorbereitung der Präsentation Vereinbarte inhaltliche Bezüge/ Schnittstellen zu ... theoriegeleitete Erkundungen im Handlungsfeld Schule zu planen, durchzuführen und auszuwerten sowie aus Erfahrungen in der Praxis Fragestellungen an Theorien zu entwickeln und... (Standard 4) Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) Universität zu Köln Telefon: + 49 221 470 - 8610 www.zfl.uni-koeln.de Seite 4/10 Curriculum Praxissemester_Sport Curr-PM_Sport Ausdruck 04.03.2016 Standards [1] Kompetenzen [2] Indikatoren Sprachsensible Kompetenzen [3] Fachspezifische Kompetenzen Inhalte Ggf. Vernetzungen Bemerkungen Nach §8 LZV verfügen die AbsolventInnen des Praxissemesters über die Fähigkeit,... Die Studierenden zeigen die Fähigkeit, ... Die Studierenden... Die Studierenden... Universität ZfsL Schule (schulformübergreifend/ fachübergreifend) ordnen Methoden für das Studienprojekt mit Blick auf die dadurch bedingte Form der Erkenntnisgewinnung ein. 8a keine Angaben beurteilen die Reichweite von Fragestellungen und Ergebnissen ihres eigenen Studienprojektes unter theoretischen und schulpraktischen Gesichtspunkten. 8b bedenken bei der Beurteilung ihrer Fragestellung und Ergebnisse Aspekte der Sprachentwicklungsfor-schung, der Sprachdiagnosefor-schung und Möglichkeiten der praktischen, individuellen Sprachförderung. [2] Beitrag: Fachverbund DaZ bildungswissenschaftlic he und fachdidaktische Lösungsansätze für Anforderungen aus der Praxis aufeinander zu beziehen. Die Studierenden setzen sich mit dem eigenen Studienprojekt kritisch auseinander und ordnen ihre (und fremde) empirische Erkenntnisse auch vor dem Hintergrund der praktischen Erfahrungen im Schulsport und im Sportunterricht ein. Unterstützung zur Vorbereitung der Projektpräsentation und wissenschaftlichen Prüfung [1] vgl. die Kompetenzen und Standards der Rahmenkonzeption zum Praxissemester: http://www.schulministerium.nrw.de/ZBL/Reform/Wege_der_Reform/Rahmenkonzeption_Praxissemesters_Masterstudiengang/Endfassung_Rahmenkonzept_Praxissemester_14042010.pdf, S. 19 (10.5.2013) Vereinbarte inhaltliche Bezüge/ Schnittstellen zu ... Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) Universität zu Köln Telefon: + 49 221 470 - 8610 www.zfl.uni-koeln.de Seite 5/10 Curriculum Praxissemester_Sport Curr-PM_Sport Ausdruck 04.03.2016 Standards Kompetenzen [1] Indikatoren Förderung im sprachsensiblen Unterricht [2] Fachspezifische Kompetenzen Vereinbarte inhaltliche Bezüge/ Schnittstellen zu ... Ggf. Vernetzungen Bemerkungen Nach §8 LZV verfügen die AbsolventInnen des Praxissemesters über die Fähigkeit,... Die Studierenden zeigen die Fähigkeit, ... Die Studierenden... Die Studierenden... ZfsL Schule Universität (schulformübergreifend/ fachübergreifend) verknüpfen fachwissenschaftliche und fachdidaktische Perspektiven und planen Unterricht. 9a sichern und entwickeln das Verstehen und Pro-duzieren von gesprochener und geschriebener Sprache. Sie berücksichtigen die Entwicklung von Sprech-, Hör-, Schreib- und Lesekompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Schulcurriculum, Lerngruppenanalyse Beratung durch und Befragung von Ausbil- dungslehrerInnen Planung von einfachen Elementen einer Sport-stunde bis hin zu komplexeren Unterrichtssituationen nehmen die Komplexität und die Interdependenz aller Bedingungsfaktoren von Unterricht wahr. 9b berücksichtigen die sprachlichen Lernvoraus- setzungen der Schülerinnen und Schüler mit anderer Familiensprache sowie der Lerner mit Sprachförderbedarf. überprüfen die Funktionalität ihrer methodischen und medialen Entscheidungen. 9c berücksichtigen Methoden für sprachliches Lernen, welche die fachliche Kompetenzerweiterung wirksam unterstützen. klären ihre Unterrichtsziele auf dem Hintergrund der Auseinandersetzung mit Richtlinien und (Kern-) Lehrplänen 9d verfolgen neben fachlichen Zielen auch sprachliche Ziele im Fachunterricht mit beson- derem Fokus auf der Entwicklung der Bildung- sprache. 3 Beleitung ZfsL & Schule Inhalte fachliches Lernen zu planen. Planung einer Einzelstunde Inhalte: Thema, Lernziel, didakti-sche Reduktion, Lernvoraussetzungen, Phasierung, Stundentypen Planung eines Unterrichtsvorhabens Inhalte: Kernlehrplan, Schulcurricula/Arbeitspläne, Thema, Lernziele Vertiefung fachdidaktischer Konzepte, Lehr-/ und Lernmethoden im SPU z.B. Videografie, eigene Stunde zeigen, Hospitation an einer Schule Lehrplan, Beobachtungsaufträge Beobachtungsaufträge/-bögen Lehrplan Anwendung der Konzepte guten Unterrichts auf den Sportunterricht. grundlegende Elemente schulischen Lehrens und Lernens auf der Basis von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaft zu planen, durchzuführen und zu reflektieren (Standard 1) Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) Universität zu Köln Telefon: + 49 221 470 - 8610 www.zfl.uni-koeln.de Seite 6/10 Curriculum Praxissemester_Sport Curr-PM_Sport Ausdruck 04.03.2016 Standards [1] Kompetenzen [2] Indikatoren Sprachsensible Kompetenzen [3] Fachspezifische Kompetenzen Inhalte Ggf. Vernetzungen Bemerkungen Nach §8 LZV verfügen die AbsolventInnen des Praxissemesters über die Fähigkeit,... Die Studierenden zeigen die Fähigkeit, ... Die Studierenden... Die Studierenden... Universität ZfsL Schule (schulformübergreifend/ fachübergreifend) setzen ihre Planungsentscheidungen zunehmend flexibel um. 10a berücksichtigen die unterschiedlichen sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler auf der Wort-, Satz- und Textebene. ... greifen auf die vorhandenen sprachlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten der Lernenden zurück. greifen auf entwicklungspsychologisc hes und pädagogisches Wissen bei der Gestaltung von Interaktion zurück. 10b berücksichtigen die sprachlichen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler. wenden ihr Wissen zum classroom management an. 10c nutzen auch Visualisierungen zur Unterstützung der Unterrichtskommunikation. unterstützen schüleraktivierendes und kooperatives Lernen. 10d wenden in ihrem eigenen Unterricht Methoden an, die den Redeanteil der Schülerinnen und Schüler im Unterricht erhöhen. greifen auf Aspekte der personenzentrierten Kommunikation zurück. 10e erziehen Schülerinnen und Schüler dazu, auch bei Äußerungen, die sprachlich noch ent-wicklungsfähig sind, aktiv zuzuhören. Komplexität unterrichtlicher Situationen zu bewältigen. Unterrichtsplanung , Konzepte guten Sportunterrichts Unterrichtsnachbesprechung, Unterrichtsanalyse (Gruppenhospitation, Videographie) Beratung durch und Befragung von AusbildungslehrerInnen- ggf. enges Coaching in Phasen des Unterrichts - auch hinsichtlich der Sicherheitsförderung. Die Studierenden übernehmen zunehmend selbstständig Unterrichtssequenzen bzw. -einheiten. Sie erhalten kontinuierlich Rückmeldung durch den/die Ausbildungslehrer/in. grundlegende Elemente schulischen Lehrens und Lernens auf der Basis von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaft zu planen, durchzuführen und zu reflektieren (Standard 1) Vereinbarte inhaltliche Bezüge/ Schnittstellen zu ... Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) Universität zu Köln Telefon: + 49 221 470 - 8610 www.zfl.uni-koeln.de Seite 7/10 Curriculum Praxissemester_Sport Curr-PM_Sport Ausdruck 04.03.2016 Standards [1] Kompetenzen [2] Indikatoren Sprachsensible Kompetenzen [3] Fachspezifische Kompetenzen Inhalte Ggf. Vernetzungen Bemerkungen Nach §8 LZV verfügen die AbsolventInnen des Praxissemesters über die Fähigkeit,... Die Studierenden zeigen die Fähigkeit, ... Die Studierenden... Die Studierenden... Universität ZfsL Schule (schulformübergreifend/ fachübergreifend) erstellen die lehrplankonformen Aufgaben für eine schriftliche Arbeit und korrigieren diese. 11a untersuchen Aufgabenstellungen und Text- vorlagen auf mögliche sprachliche Herausforde- rungen hin und bieten notwendige Hilfen an. ... nutzen Möglichkeiten, den Schülerinnen und Schülern ermutigende Rückmeldung zur sprach-lichen Gestaltung zu geben. prüfen bei der Beurteilung das Spannungsverhältnis von Standardorientierung und anderen Bezugsnormen. 11b kennen die Sprachlernbiographien der Schülerinnen und Schüler und beziehen bei der Beur-teilung individuelle sprachliche Lernfortschritte mit ein, geben sprachlich konkrete Rückmel- dungen und korrigieren Fehler selektiv. beurteilen in ersten Versuchen Leistungen im Bereich der sonstigen Mitarbeit. 11c beziehen bei der Leistungsbeurteilung die sprachlichen Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler mit ein. analysieren ihre Lernerfolgskontrollen zur Evaluation des eigenen unterrichtlichen Handelns. 11d ziehen aus den Lernerfolgskontrollen Konsequenzen für die weitere Förderung sprachlicher Kompetenzen im unterrichtlichen Handeln. Lern- und Leistungssituationen zu unterscheiden sowie fachspezifische Formen der Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung zu erproben. Modul „Beurteilen“: pädagogischer und psychologischer Leistungsbegriff Leistungserziehung Inhalte: Vorgaben der Richtlinien und Lehrpläne, Leistungsbewertungskonzept an Schulen, pädagogischer Leistungsbegriff im SPU, punktuelle Leistungsüberprüfungen, Kriterienorientierung, Transparenzvermittlung über Leistungskriterien, Lernstanddiagnose mittels Beobachtungsbogen, Selbsteinschätzungsbögen Gemeinsames Nachdenken über Leistungsbeurteilung und –erfassung in einem Unterrichtsvorhaben des Ausbildungslehrers Die Studierenden lernen das schuleigene Leistungskonzept in Bezug auf das Unterrichtsfach Sport kennen. Sie sammeln Erfahrungen in der Beurteilung von Leistungen im Sportunterricht Vereinbarte inhaltliche Bezüge/ Schnittstellen zu ... Konzepte und Verfahren von Leistungsbeurteilung, pädagogischer Diagnostik und individueller Förderung anzuwenden und zu reflektieren. (Standard 2) Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) Universität zu Köln Telefon: + 49 221 470 - 8610 www.zfl.uni-koeln.de Seite 8/10 Curriculum Praxissemester_Sport Curr-PM_Sport Ausdruck 04.03.2016 Standards [1] Kompetenzen [2] Indikatoren Sprachsensible Kompetenzen [3] Fachspezifische Kompetenzen Inhalte Ggf. Vernetzungen Bemerkungen Nach §8 LZV verfügen die AbsolventInnen des Praxissemesters über die Fähigkeit,... Die Studierenden zeigen die Fähigkeit, ... Die Studierenden... Die Studierenden... Universität ZfsL Schule (schulformübergreifend/ fachübergreifend) greifen auf Wissen über den Umgang mit Heterogenität zurück und nehmen Heterogenität und die Aufgabe der Unterstützung zur individuellen Entwicklung wahr. 12a berücksichtigen die sprachliche Heterogenität der Schülerinnen und Schüler. nutzen einzelne Instrumente zur Diagnostik. 12b beobachten gezielt sprachliche Kompetenzen einzelner Schülerinnen und Schüler. ... nutzen nach Möglichkeit diagnostische Verfahren zur Ermittlung des Sprachstands. erproben Möglichkeiten der individuellen Förderung (Sprach- und Lernkompetenz). 12c ... setzen auf der Grundlage ihrer Diagnostik angemessene Förderaufgaben ein. ... fördern gezielt die mündlichen und schriftli-chen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Konzepte und Verfahren von Leistungsbeurteilung, pädagogischer Diagnostik und individueller Förderung anzuwenden und zu reflektieren. (Standard 2) Vereinbarte inhaltliche Bezüge/ Schnittstellen zu ... Lernvoraussetzungen und Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern zu beschreiben und in Ansätzen zu diagnostizieren. Leistungserziehung Lernstanddiagnose mittels Beobachtungsbogen (auch schon bei Unterrichtsbeobachtung) Differenzierung in Aufgabenstellung und Lehrerhilfe Lerngruppenanalyse, (individuelle) Lernausgangslage, Möglichkeiten der differenzierten Förderung Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) Universität zu Köln Telefon: + 49 221 470 - 8610 www.zfl.uni-koeln.de Seite 9/10 Curriculum Praxissemester_Sport Curr-PM_Sport Ausdruck 04.03.2016 Standards [1] Kompetenzen [2] Indikatoren Sprachsensible Kompetenzen [3] Fachspezifische Kompetenzen Inhalte Ggf. Vernetzungen Bemerkungen Nach §8 LZV verfügen die AbsolventInnen des Praxissemesters über die Fähigkeit,... Die Studierenden zeigen die Fähigkeit, ... Die Studierenden... Die Studierenden... Universität ZfsL Schule (schulformübergreifend/ fachübergreifend) reflektieren ihre eigene Werthaltung und ihr Menschenbild. 13a ... nutzen Mehrsprachigkeit und Interkulturalität als Lernchance und Herausforderung. ... berücksichtigen die unterschiedlichen kultu-rellen Lebensbedingungen und Lerntraditionen ihrer Schülerinnen und Schüler. ... verstehen sich als Vorbild im angemessenen und kompetenten Gebrauch von Bildungssprache. fördern eigenverantwortliches Urteilen und Handeln ihrer Schülerinnen und Schüler. 13b ermutigen Schülerinnen und Schüler, eigene Meinungen, Einstellungen, Bedürfnisse und Interessen sprachlich zum Ausdruck zu bringen. erarbeiten mit den Schülerinnen und Schülern Regeln des Umgangs miteinander und setzen sie um. 13c thematisieren Verstehens- und Verständnisschwierigkeiten und bauen eine Kultur des Helfens und Unterstützens auf. ... ein eigenes professionelles Selbstkonzept zu entwickeln. (Standad 5) über reflexive Prozesse ihre Rolle weiterzuentwickeln beurteilen Lehrerhandeln und Unterrichtsqualität unter Anwendung ausgewählter Verfahren. 14 reflektieren das Lehrerhandeln in Bezug auf Umgang mit kultureller und sprachlicher Vielfalt. Unterrichtsanalyse Gruppenhospitation Videographie Reflexion einzelner Unterrichtsphasen nach vorab vereinbarten Kriterien [2] Beitrag: Fachverbund DaZ [1] vgl. die Kompetenzen und Standards der Rahmenkonzeption zum Praxissemester: http://www.schulministerium.nrw.de/ZBL/Reform/Wege_der_Reform/Rahmenkonzeption_Praxissemesters_Masterstudiengang/Endfassung_Rahmenkonzept_Praxissemester_14042010.pdf, S. 19 (10.5.2013) Vereinbarte inhaltliche Bezüge/ Schnittstellen zu ... den Erziehungsauftrag der Schule wahrzunehmen und an der Umsetzung zu beteiligen, (Standard 3) Werte und Normen zu vermitteln und selbstbestimmtes Urteilen und Handeln von Schülerinnen und Schülern zu unterstützen. Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) Universität zu Köln Telefon: + 49 221 470 - 8610 www.zfl.uni-koeln.de Seite 10/10

  • Betrachtung-des-Praxissemesters-aus-universitaerer-Perspektive_Leineweber_Guardiera.pdf
    Dr. Petra Guardiera/Helga Leineweber KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN EINE BETRACHTUNG DES PRAXISSEMESTERS AUS UNIVERSITÄRER PERSPEKTIVE 17/2016 © s to k k e te /f o to lia .c o m Die BASS von A bis Z Erläuterungen und Handlungsempfehlungen für die Schulpraxis in NRW Die BASS von A bis Z INHALT KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN EINE BETRACHTUNG DES PRAXISSEMESTERS AUS UNIVERSITÄRER PERSPEKTIVE Die Autorinnen: Dr. Petra Guardiera, OStR‘i.H. Institut für Sportdidaktik und Schulsport, Studiengangsleitung Bildungswissen- schaften, Helga Leineweber, Institut für Sportdidaktik und Schulsport, beide: Deutsche Sporthochschule Köln Inhaltsübersicht 1 AUS DEM ALLTAG 1.1 Ideal: Zeyneps’ Wünsche 1.2 Normal: Hannos Forschungsidee 1.3 Problematisch: Christinas Schwierigkeiten 1.4 Schwierig: Justus’ Anspruchskonfl ikt 2 DAS PRAXISSEMESTER IM MASTERSTUDIENGANG: FUNKTION UND VERANKERUNG 3 DER STUDENT ZWISCHEN DEN INSTITUTIONEN 3.1 Lernort Hochschule 3.2 Lernort Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) 3.3 Lernort Schule 3.4 Abschluss des Praxissemesters 4 EXKURS: DAS PORTFOLIO ALS QUERVERBINDUNG ZWISCHEN DEN INSTITUTIONEN 5 LERNORT HOCHSCHULE KONKRET 5.1 Wider die Routine: zur Bedeutung subjektiver Theorien bei heranwachsenden Lehrerin- nen und Lehrern 5.2 Refl exion als handlungsleitendes Prinzip 5.3 Das Studienprojekt: Dreh- und Angelpunkt des forschenden Lernens 5.4 Beteiligte Akteure und was sie zum Gelingen der Studienprojekte beitragen können 5.5 Mögliche Projektthemen 6 FÄLLE UND LÖSUNGEN KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN 3 BASS 1-1 KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN EINE BETRACHTUNG DES PRAXISSEMESTERS AUS UNIVERSITÄRER PERSPEKTIVE Zeynep ist Praxissemesterstudentin im zweiten Semester ihres Masterstudiums mit den Fächern Sport und Sozialwissenschaften. Im Praxissemester soll sie lernen, Theorie und Pra- xis der Ausbildung professionsorientiert miteinander zu verschränken, und neben konzep- tionell-analytischen auch refl exiv-praktische Kompetenzen erwerben. Dies soll geschehen, indem sie sich im Laufe ihrer Zeit in Schule und Unterricht sowie im Rahmen universitärer und ZfsL-seitiger Begleitseminare (Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung) kritisch mit the- oretischem Wissen, schul- und unterrichtspraktischen Beobachtungen und Erfahrungen sowie dem Erleben ihrer eigenen Lehrerpersönlichkeit kritisch auseinandersetzt (MSW NRW 2010). Aufgrund der hier durchscheinenden Komplexität dieses Ausbildungsabschnitts versuchen die nachfolgenden Erläuterungen und Beispiele nun, allgemeingültige Strukturen und Anfor- derungen des Praxissemesters zu erläutern und – über die offi ziellen Vorgaben hinaus – Mög- lichkeiten, aber auch Schwierigkeiten darzustellen, die sich insbesondere aus universitärer Perspektive in der Umsetzung ergeben. Wenngleich es zwischen den elf Ausbildungsregionen in Nordrhein-Westfalen durchaus Unterschiede hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung des Praxissemesters gibt, sind die Ausführungen allgemein gehalten; Abweichungen im Detail sind durchaus möglich. Besonde- res Augenmerk wird dem bzw. den Studienprojekten als zentrale, für die Studierenden einzig notenrelevante(!) Anforderung zuteil. © contrastwerkstatt / fotolia.com Die BASS von A bis Z KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN 4 -Fundstellen ü Schulgesetz: BASS 1-1 ü Gesetz über die Ausbildung für Lehräm- ter an öffentlichen Schulen (Lehreraus- bildungsgesetz - LABG): BASS 1-8 ü Praxiselemente in den lehramtsbezoge- nen Studiengängen: BASS 20-02 Nr. 20 ü Verordnung über den Zugang zum nordrhein-westfälischen Vorbereitungs- dienst für Lehrämter an Schulen und Voraussetzungen bundesweiter Mobili- tät (Lehramtszugangsverordnung - LZV): BASS 20-02 Nr. 30 BASSunds © Rawpixel.com / fotolia.com Schule entschieden und möchte nun Kon- zeption und Umsetzung des Sport-Förder- unterrichts auswerten. Auf der Schulhome- page hat er sich bereits in groben Zügen über den Sportförderunterricht informiert. Nach den Sommerferien muss Hanno je- doch feststellen, dass der Sportförderunter- richt aufgrund räumlicher und personeller Engpässe im ersten Schulhalbjahr gestri- chen werden muss. 1.3 Problematisch: Christinas Schwierigkeiten Die Zuweisung der Schule, an der Christina ihr Praxissemester absolviert, erfolgt erst kurz vor Beginn der Sommerferien. Schul- seitig stehen so kurzfristig jedoch keine Ressourcen zur Verfügung, um ein erstes Kennenlernen mit den Praxissemesterstudie- renden zu arrangieren. Zugleich erfordern universitäre Zwänge die Anfertigung und Abgabe einer Projektskizze etwa zeitgleich mit Antritt des Praxissemesters. Zeit, die Projektidee mit der Schule abzustimmen, gibt es aufgrund der dazwischen liegenden Sommerferien folglich nicht. Als Christina ihr Projekt nach den Ferien zu Beginn des Praxissemesters in der Schule vorstellt, 1 AUS DEM ALLTAG 1.1 Ideal: Zeyneps’ Wünsche Nachdem Zeynep ihre Schule für das Praxis- semester zugewiesen bekommen hat, kon- taktiert sie die Schule und wird zu einem ersten zeitnahen Kennenlernen eingeladen. Dies nutzt sie auch, um Rahmenbedingun- gen und Wünsche seitens der Schule im Zusammenhang mit ihren eigenen Vorstel- lungen zu einem möglichen Studienprojekt zu besprechen. Nachdem sich beide Seiten verständigt haben, erstellt Zeynep im Rahmen der universitären Ausbildung eine Projektskizze und setzt ihr Studienprojekt im Laufe des Praxissemesters um. Zeynep weiß, dass sie erforderliche Hilfe für Umsetzung und Auswertung ihres Studienprojektes in ihrem Begleitseminar an der Universität erfährt, hat jedoch für mögliche organisatorische Absprachen ebenfalls einen festen An- sprechpartner in der Schule. 1.2 Normal: Hannos Forschungsidee Hanno hat sich frühzeitig für die Untersu- chung eines besonderen Projektes seiner © Rawpixel.com / fotolia.com KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN 5 zeigt sich, dass das Projekt nicht annähernd realisierbar ist. 1.4 Schwierig: Justus’ Anspruchskonfl ikt Nachdem Justus seine Schule für das Praxis- semester zugewiesen bekommen hat, liest er auf der Schulhomepage, dass die Schule konkrete Ideen für Studienprojekte im Pra- xissemester ausweist. Das Projekt „Evalua- tion des Ganztagskonzepts“ übersteigt dabei jedoch deutlich den Rahmen eines Studien- projekts, überdies kann Justus sich für die anderen Projektideen nicht begeistern. Die hier geschilderten Alltagssituationen zeigen eindrücklich, inwiefern unterschiedli- che Ansprüche an die Praxissemesterstudie- renden seitens der beteiligten Institutionen formuliert werden, und inwiefern diese nicht immer reibungslos ineinander aufgehen. 2 DAS PRAXISSEMESTER IM MASTERSTUDIENGANG: FUNKTION UND VERAN- KERUNG Das Praxissemester ist ein wesentlicher Kern der Neuordnung des nordrhein-west- fälischen Lehrerausbildungsgesetzes vom 12. Mai 2009 (§12 Abs. 3 Satz 1 LABG). Als integraler Bestandteil des Master of Education liegt seine Verantwortung bei den Universitäten, die gemeinsam mit den ZfsL und den Schulen der jeweiligen Ausbildungsregion an seiner Durchführung beteiligt sind. Das in der Regel fünfmo- natige Praxissemester ist je nach Ausbil- dungsstandort im zweiten oder dritten Semester des Masterstudiengangs verortet und startet aufgrund seiner Ausrichtung an den Schulhalbjahren in der vorlesungsfrei- en Zeit zwischen zwei Semestern – in der Regel etwa Mitte September sowie Mitte Februar. Ziel des Praxissemesters ist es, im Rah- men des universitären Masterstudiums Theorie und Praxis professionsorien- tiert miteinander zu verbinden und die Studierenden auf die Praxisanforderun- gen der Schule und des Vorbereitungs- dienstes wissenschafts- und berufs- feldbezogen vorzubereiten (MSW NRW 2010). Gemäß § 8 der Lehramtzugangsverord- nung (LZV) verfügen „die Absolventinnen und Absolventen des Praxissemesters […] über die Fähigkeit, ü grundlegende Elemente schulischen Lehrens und Lernens auf der Basis von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bil- dungswissenschaften zu planen, durchzu- führen und zu refl ektieren, BASS 1-1 Zu den Ausbildungsregionen zählen die Universitätsstandorte ü Aachen: ZfsL Aachen, Jülich, Vettweiß ü Bielefeld: ZfsL Bielefeld, Minden ü Bochum: ZfsL Bochum, Hagen ü Bonn: ZfsL Bonn ü Dortmund: ZfsL Dortmund, Arnsberg, Hamm ü Duisburg-Essen: ZfsL Duisburg, Essen, Kleve, Krefeld, Oberhausen ü Köln: ZfsL Köln, Engelskirchen, Leverku- sen, Siegburg ü Münster: ZfsL Münster, Bocholt, Gelsen- kirchen, Recklinghausen, Rheine ü Paderborn: ZfsL Paderborn, Detmold ü Siegen: ZfsL Siegen, Lüdenscheid ü Wuppertal: ZfsL Wuppertal, Düsseldorf, Mönchengladbach, Neuss. Die BASS von A bis Z KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN 6 ü Konzepte und Verfahren von Leistungsbe- urteilung, pädagogischer Diagnostik und individueller Förderung anzuwenden und zu refl ektieren, ü den Erziehungsauftrag der Schule wahr- zunehmen und sich an der Umsetzung zu beteiligen, ü theoriegeleitete Erkundungen im Hand- lungsfeld Schule zu planen, durchzufüh- ren und auszuwerten sowie aus Erfah- rungen in der Praxis Fragestellungen an Theorien zu entwickeln und ü ein eigenes professionelles Selbstkonzept zu entwickeln.“ 3 DER STUDENT ZWISCHEN DEN INSTITUTIONEN 3.1 Lernort Hochschule Am Lernort Hochschule absolvieren die Studierenden vor Eintritt in die Schul- und Unterrichtspraxis eine umfangreiche und ge- zielte Vorbereitung auf die Praxisphase in den studierten Unterrichtsfächern sowie den Bil- dungswissenschaften. Das Ziel dieser Veran- staltungen ist eine praxisnahe fachdidaktische sowie allgemein erziehungswissenschaftliche Vorentlastung mit Blick auf die Aufgaben im Praxissemester (MSW NRW 2010). Neben dem Ausbau unterrichtsbezogener Kompetenzen wie Planung, Durchführung und Auswertung von Unterricht, sollen dabei auch Möglichkeiten der Analyse und Refl exion der eigenen berufsbiografi schen Entwicklung erarbeitet werden. Die Studierenden sollen hier Schritt für Schritt lernen, pädagogische Theorie und schulische Praxis in einer forschen- den Grundhaltung aufeinander zu bezie- hen, indem sie sich kritisch-konstruktiv mit Theorieansätzen, Praxisphänome- nen und der eigenen Lehrerpersönlich- keit auseinandersetzen. Als Instrument dient hierbei das sog. Port- folio Praxiselemente (s.u.), das Gegenstand in allen Praxisphasen bis hin zum Vorberei- tungsdienst ist. Zu einer bewussten und vertieften Ausein- andersetzung mit dem Handlungsfeld Schule sollen insbesondere die sog. Studienprojekte anregen, welche als wesentliche Schlüssel- elemente für die erfolgreiche Verzahnung von Theorie und Praxis verstanden werden. Während die Studienprojekte im Rah- men der Vorbereitung des Praxisse- mesters ihre Anbahnung fi nden, haben universitär verantwortete Begleitver- anstaltungen während des Praxisse- mesters in erster Linie die Aufgabe, die Studierenden in ihrer Planung, Durch- führung und Refl exion der Projekte zu unterstützen. 3.2 Lernort Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) Mit Beginn des Praxissemesters werden die Studierenden ebenfalls durch die Zen- tren für schulpraktische Lehrerausbildung begleitet: In enger Abstimmung mit den Hochschulen greifen die Veranstaltungen am ZfsL vor allem unterrichtsnahe Aspekte der © BillionPhotos.com / fotolia.com KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN 7 BASS 1-1 Planung, Durchführung und Auswertung von Unterricht auf. Neben den überfachlichen Grundlagen des Lehrerverhaltens sowie der Unterrichtsorganisation werden in den fach- bezogenen Seminaren ausgewählte Aspekte bspw. im Zusammenhang mit fachspezifi - schen Schlüsselsituationen vertieft. Darüber hinaus beraten die Vertreterinnen und Ver- treter des ZfsL die Studierenden zu bestimm- ten Bereichen der Unterrichtsplanung oder -durchführung auch individuell und nehmen Einsicht in Unterricht. 3.3 Lernort Schule An den Schulen verbringen die Studierenden den Großteil der Zeit im Praxissemester. Neben Unterrichtshospitationen, dem Besuch von Konferenzen und dem Einblick in weitere Bereiche des Schullebens steht vor allem der Unterricht unter Begleitung im Mittelpunkt. Dieser bezieht sich in den studierten Fä- chern bzw. Lernbereichen in einem Umfang von 70 Stunden auf einzelne Elemente wie die Betreuung von Gruppenarbeiten, die Übernahme einzelner Unterrichtsphasen, aber auch auf ganze Stunden oder sogar Unterrichtsvorhaben (MSW NRW 2010). Ausbildungslehrerinnen und -lehrer an den Schulen unterstützen und beraten die Stu- dierenden bei diesen Aufgaben. Der schulpraktische Teil wird mit dem sog. Bilanz- und Perspektivgespräch (BPG) abgeschlossen. Ziel dieses etwa einstündigen Gesprächs zwischen dem oder der Studierenden sowie je einem/einer (an der Ausbildung beteilig- ten) Vertreter/in des ZfsL und der Schule ist es, anhand der gesammelten Erfahrungen im Praxisfeld Schule den individuellen Lernpro- zess und die bisherige professionelle Ent- wicklung zu refl ektieren sowie Perspektiven der weiteren Entwicklung zu erörtern. I.d.R. geben die Vertreter der ZfsL den Stu- dierenden im Vorfeld Hinweise zur Vorberei- tung des BPG, sodass ausgewählte und für die Studierenden relevante Aspekte berück- sichtigt werden können. Grundlage des BPG sind Refl exionsaufgaben bzw. Aufzeich- nungen aus dem Portfolio, die jedoch nicht vorgelegt werden müssen. Das BPG ist unbenotet und unterstreicht damit die Idee des Praxissemesters als eine Phase der professionsbezogenen Erprobung, in der die Verknüpfung von (fach-)wissen- schaftlichem Wissen, didaktischen Grund- lagen, pädagogischen Orientierungen und unterrichtspraktischen Erkenntnissen im Vordergrund steht. In dieser Hinsicht berei- tet es auf zukünftige Praxisanforderungen des Vorbereitungsdienstes und der Schule vor. 3.4 Abschluss des Praxissemesters Nachdem der schulpraktische Teil erfolg- reich absolviert wurde, fi ndet das Praxis- semester einen endgültigen Abschluss mit der Dokumentation des Studienprojekts, welches in geeigneter Weise Bestandteil des Portfolios Praxiselemente ist. Die Ab- schlussprüfung zum (jeweiligen) Studienpro- jekt bezieht sich auf die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit schulbezogenen oder berufsbiografi schen Fragestellungen, ausdrücklich jedoch nicht auf unterrichtsbe- zogene Tätigkeiten (MSW NRW 2010). © Adam Gregor / fotolia.com Die BASS von A bis Z KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN 8 Refl exivität geprägten Entwicklungs- und Bildungsprozess angehender Lehrerinnen und Lehrer vollziehen. So zeugen eine Stärkung der Studienantei- le in den Bildungswissenschaften und der Fachdidaktik sowie eine deutliche Intensi- vierung der Praxisanteile in der insgesamt noch jungen Bachelor- und Master-Struktur der Lehramtsstudiengänge von der Idee, bildungswissenschaftliches, fachwissen- schaftliches sowie fachdidaktisches Theorie- wissen und berufsfeldbezogenes Refl exions- wissen aufeinander zu beziehen. Ziel ist eine Stärkung des Professi- onalisierungsprozesses angehender Lehrerinnen und Lehrer, indem wissen- schaftliches Wissen in einer forschen- den Grundhaltung mit der berufl ichen Praxis verschränkt wird. Entscheidend ist an dieser Stelle allerdings, dass die Lehrerbildung der Herausbildung ei- nes solch professionalisierten Blicks auf das eigene Handeln noch immer hinterher hinkt, insofern als dass es offenbar weiterhin „be- trächtliche Schwierigkeiten [gibt], einen […] Blick zu erlernen, mit dem Freiheitsgrade für das eigene Handeln gegenüber der Blind- heit vorgängiger Wertungen und Normierun- gen gewonnen werden“ (Lehmann-Rommel 2014, S. 44). 5.1 Wider die Routine: zur Bedeutung subjektiver Theorien bei heranwachsenden Lehrerinnen und Lehrern Betrachtet man das Praxissemester aus der Perspektive der berufsbiographischen Entwicklung, stellt das umfassende Eintau- chen in die schulische Realität einen ersten Meilenstein im Professionalisierungsprozess der angehenden Lehrkräfte dar. Die im wis- senschaftlichen Studium erworbenen Kennt- nisse und Fähigkeiten werden einem ersten großen Praxistest unterzogen. Zur besseren Übersicht wird der Weg der Studierenden durch das Praxissemester in der folgenden Abbildung noch einmal darge- stellt: 4 EXKURS: DAS PORTFOLIO ALS QUERVERBINDUNG ZWI- SCHEN DEN INSTITUTIONEN Das „Portfolio Praxiselemente“ ist ver- pfl ichtender Bestandteil aller Praxisphasen. Es dokumentiert ausgewählte Studien- leistungen und Unterrichtsprojekte sowie zentrale Elemente des Unterrichts unter Begleitung. Intendiert ist es als Refl exi- onsportfolio und dient der fortgeführten Dokumentation der individuellen Kompe- tenzentwicklung und des Professionalisie- rungsprozesses. Zudem kann das Portfolio sinnvollerweise zur Vorbereitung des Bilanz- und Perspektiv- gesprächs herangezogen werden. In der Re- gel stellen die Universitäten Leitfäden zum Umgang mit dem Portfolio sowie entspre- chende Refl exionsimpulse bereit, und auch die ZfsL leisten standortspezifi sche Beiträge zur Portfolioarbeit. 5 LERNORT HOCHSCHULE KONKRET Aktuelle bildungspolitisch verantwortete Reformen der Lehramtsstudiengänge lassen erkennen, dass sich Professionalisierungs- prozesse im pädagogischen Berufsfeld Schule weniger im Sinne herkömmlicher Ausbildung, sondern eher in einem von KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN 9 BASS 1-1 Abb.: Text? Die BASS von A bis Z KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN 10 Hericks (2006) formuliert vier professi- onelle Entwicklungsaufgaben, die insbe- sondere den Beginn der Lehrertätigkeit an der Schule kennzeichnen. Zu diesen Aufgaben zählen ü das Finden der eigenen Lehrerrolle, ü die Fähigkeit, Sachverhalte didak- tisch zu organisieren und Fachinhal- te zu vermitteln, ü das Wahrnehmen und Anerkennen der Bedürfnisse und der Entwick- lungsmöglichkeiten der Schülerin- nen und Schüler sowie ü das Einfi nden in der Institution Schu- le und das Erkennen und Füllen ent- sprechender Handlungsspielräume. Diese Aufgaben können mit Hericks (2006, S. 61) als „Hohlformen konkreter berufs- biographischer Bewältigungsprozesse“ aufgefasst werden. Selbst wenn das Un- terrichten häufi g als Kerngeschäft von Lehrpersonen ausgemacht wird (Baumert & Kunter 2006), müssen auch die anderen Entwicklungsaufgaben wahrgenommen und bearbeitet werden, um eine tragfähige berufl iche Identität und Professionalität ausbilden zu können. Die hier nur im Ansatz skizzierten Aufgaben sind eng miteinander verbunden und stel- len eine enorme Herausforderung dar: Die Studierenden befi nden sich gleich zu Beginn des Praxissemesters in einer von Komplexi- tät und Gleichzeitigkeit der Anforderungen gekennzeichneten Lage. Der Wunsch nach Orientierung ist in dieser – ersten großen praktischen – Bewährungs- probe oft stark ausgeprägt. Grundlegende Handlungssicherheit können in dieser Situation verschiedene Erfahrun- gen bieten, die der einzelne im Laufe seines Schüler- und Studentenlebens gesammelt hat. Diese formen dann als oftmals habitua- lisierte Vorstellungen quasi ein Bild davon, wie die vorgefundene Schul- oder Unter- richtssituation nun zu bewältigen sei. Da diese Vorstellungen und Unterrichtsbil- der häufi g vielschichtig und komplex sind, werden diese auch als subjektive Theorien bezeichnet, die den Professionalisierungs- prozess maßgeblich mitbestimmen: „Subjektive Theorien von Lehrerinnen und Lehrern im Kontext von Unterricht sind komplexe Aggregate bewusster und/oder un- bewusster automatisierter Überzeugungen zu grundlegenden Fragen des Lehrens und Lernens, die sich in der Unterrichtsdurch- führung widerspiegeln. Sie erfüllen – analog zu objektiven Theorien – die Funktionen der Erklärung, Prognose und Technologie und besitzen eine entsprechende implizite Argu- mentationsstruktur“ (Groeben et al. 1988, S. 17). Die mit subjektiven Theorien verbundenen Vorstellungen von geeigneten Handlungs- maßnahmen und die aus diesen Vorstellun- gen resultierenden Handlungsroutinen wer- den von Wischer (2007) als funktionale und praktikable Lösungsstrategien für berufl iche Anforderungen eingestuft. Es zeigt sich, dass sich Lehrkräfte so- wohl in der Unterrichtsvorbereitung als auch in der Durchführung in nur gerin- gem Maße an fachdidaktischen Theorien aus dem Studium orientieren, sondern häufi g auf ihre eigenen subjektiven The- orien verfallen – und zwar auch wenn geeignetere, wissenschaftlich fundierte Kenntnisse über „guten Unterricht“ vorhanden sind (Haas 1998; Wahl 1991). Neben der Berücksichtigung scheint daher auch die Bearbeitung subjektiver Theorien für die erfolgreiche Bewältigung der pro- fessionellen Entwicklungsaufgaben unum- gänglich. Dabei ist allerdings zu beachten, dass subjektive Theorien von Lehrpersonen eher stabile Konstrukte darstellen, die sich © fotomek / fotolia.com KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN 11 als recht resistent gegenüber Veränderungen erweisen, und es scheint daher schwierig, sie zu verändern (Wahl 2006; Helmke 2009). Auch Fend geht davon aus, dass pädagogi- sche Deutungsmuster beeinfl ussbar sind, und weist auf die Bedeutung der Ausbildung sowie der Schulkultur hin, die jeweils Pro- zesse der (Selbst-)Verständigung, der Refl e- xion und konstruktiven Kritik unterstützen müssten (1998). Mit Blick auf erfolgreiches Unterrichts- handeln und Unterrichtsentwicklung erscheinen nun die Refl exion und Bear- beitung subjektiver Theorien dringend notwendig, um zunehmend professionel- les Lehrerhandeln anzubahnen. Eine Möglichkeit, die im Laufe der eigenen Entwicklung aufgeschichteten Erfahrungen und Überzeugungen sowie mehr oder min- der bewusste Unterrichtsbilder und Hand- lungsroutinen zu rekonstruieren und damit die aufgezeigte „Kluft zwischen Wissen und Handeln“ (Wahl 2006) zu überbrücken, liegt darin, die subjektiven Theorien der Studie- renden aufzugreifen und mithilfe forschend angelegter Lernprozesse ins Bewusstsein zu heben, zu refl ektieren und ggf. zu verändern. 5.2 Refl exion als handlungsleitendes Prinzip Mit Blick auf den Begriff der Refl exion wer- den nach der Unterteilung von Schön (1983) drei Formen des Zusammenwirkens von Wissen und Handeln differenziert, die gerade auch für pädagogische Zusammenhänge Gül- tigkeit beanspruchen können. Diese Formen sind: Knowing-in-Action (Handlung auf der Basis unausgesprochenen Wissens) Dieses implizite Wissen, das von Können gekennzeichnet ist, unterscheidet sich von Alltagswissen insofern, als dass es der han- delnden Lehrperson nicht unbedingt gänz- lich bewusst ist und daher von ihr allenfalls teilweise in Worte gefasst werden kann. Der englische Begriff „knowing“ hebt dabei den kognitiven Anteil am Handlungsprozess in den Vordergrund und weniger den expliziten Wissensbestand. Hier wird neben der Nähe zu den ange- sprochenen subjektiven Theorien auch die Notwendigkeit ersichtlich, implizites Wissen sowie in Handlungen einfl ießende Vorannah- men und Überzeugungen durch Refl exion weitest möglich zugänglich und ggf. bear- beitbar zu machen - dies wird allerdings erst auf den folgenden Stufen geleistet. Refl ection-in-Action (Refl exion- in-der- Handlung) Diese zweite Form des Zusammenwirkens von Wissen und Handeln bezieht sich auf die Fähigkeit, während der Ausführung einer Handlung eine Refl exionsposition einzuneh- men. Das besondere Können liegt darin, sich in der Handlungssituation von (scheinbar) allgemeingültigen, rezeptartigen Verfahren zu distanzieren und Handlungsmaßnahmen mit Blick auf die konkreten Gegebenheiten auszuwählen und unter Berücksichtigung der unmittelbaren Folgen anzupassen bzw. zu verändern. BASS 1-1 © contrastwerkstatt / fotolia.com Die BASS von A bis Z KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN 12 Schön (1983) merkt hierzu kritisch an, dass Professionalität und professionelle Kompetenz häufig nur einseitig aufgrund von Fachwissen beurteilt würden, wäh- rend die Fähigkeit, Handlungen mit Blick auf die Spezifik der Situation auszuwäh- len, zu überprüfen und anzupassen, ge- meinhin nicht als Zeichen von Professio- nalität gelte. Dabei kann insbesondere ein adäquates schüler- und situationsbezoge- nes Handeln von Lehrkräften als maßgeb- licher Faktor für guten Unterricht gesehen werden. Allerdings weist Schön ebenso darauf hin, dass viele Praktiker Gelegenheiten zur Refl e- xion-in-der-Handlung ausblenden. Unsicher- heit würde als Bedrohung aufgefasst und ein entsprechendes Eingeständnis Schwäche signalisieren; daher würden Techniken ent- wickelt, um angeeignete Wissensbestände über die (immer wieder anders auftretende) Praxis beibehalten zu können und nicht hinterfragen zu müssen. Gerade die noch wenig routinierten Studierenden im Praxissemester sto- ßen mutmaßlich häufi g auf Situationen, die durch Ungewissheit charakterisiert sind. Umso wichtiger erscheint es daher, Unsicherheiten wahrzunehmen und zu- nächst auszuhalten, um sie nachfolgend zu bearbeiten und ein refl ektiertes Han- deln im laufenden Unterrichtsgeschehen einzuüben. Refl ection-on-Action (Refl exion- über- die Handlung) Bedeutsam ist drittens die nachgängige Re- fl exion über die Handlung, in der die Person innehält, um über die verwendeten Hand- lungsmaßnahmen zu refl ektieren, d.h. sich die Gründe für und Folgen der gewählten Aktion bewusst zu machen. Dieser aus Professionalisierungssicht mitun- ter entscheidende Schritt ermöglicht es, in einer jeweiligen Situation bedeutsame Emo- tionen und Befi ndlichkeiten, handlungslei- tende Annahmen sowie Wissen aufzudecken und zu rekonstruieren. Insbesondere die Verbalisierung dieser Refl exionen hebt anzu- nehmende implizite Setzungen ins Bewusst- sein und ermöglicht so ihre Bearbeitung und damit letztlich zunehmend professionelles Agieren als (angehende) Lehrkraft. Da die oben angesprochene Komplexität der berufl ichen Anforderungen gerade für die Praxissemester-Studierenden gemein- hin als ausgesprochen hoch einzuschätzen ist, ist es sinnvoll, Bereich und Gegenstand der Refl exion zunächst zu reduzieren und auf diese Weise möglichst fass- und bearbeitbar zu machen. Dies geschieht im Praxissemester am Lernort Hochschule in Form des Forschenden Lernens. 5.3 Das Studienprojekt: Dreh- und Angelpunkt des forschenden Lernens Als wesentliches Schlüsselelement für die Herausbildung eines refl ektierten Blicks auf Theorie und Praxis dient das Studienprojekt, welches im Sinne eines Forschungskreis- laufs in der Vorbereitung auf das Praxisse- mester konzipiert und im Praxissemester methodisch abgesichert umgesetzt, ausge- wertet und dokumentiert wird. Das Studienprojekt soll dabei nach Möglichkeit Bezug auf den Schul- und Unterrichtsalltag nehmen und entweder aus den Vorstellungen der Studierenden selbst oder aber in Anlehnung an For- schungsbedarfe der jeweiligen Prakti- kumsschule entwickelt werden. Zu den wissenschaftlichen Vorarbeiten des Forschungsprojekts gehören z.B. die Formulierung einer fachbezogenen oder bildungswissenschaftlichen Fragestellung, die Bestimmung einer geeigneten For- schungsmethodik sowie die Darstellung des KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN 13 BASS 1-1 5.4 Beteiligte Akteure und was sie zum Gelingen der Studienprojekte beitragen können Die Hauptakteure der Studienprojekte sind zunächst die Studierenden selbst sowie die Dozentinnen und Dozenten der universitä- ren Vorbereitungs- und Begleitveranstaltun- gen zum Praxissemester. Die Studienprojekte werden innerhalb dieser Veranstaltungen in den Bildungswis- senschaften und den Fächern konzipiert und erbracht, so dass ihre Planung, Durch- führung, Auswertung und Dokumentation hauptsächlich dort Unterstützung erfahren. Der damit verbundene Prozess des forschen- den Lernens wird überdies durch entspre- chende Refl exionsaufträge intensiviert und im Portfolio dokumentiert. Die Akteure in Schule und ZfsL können beratend zur Seite stehen, wenn bei- spielsweise der Wunsch besteht, geeig- nete Anschlüsse des Unterrichts unter Begleitung, bzw. der seitens der Studie- renden zu planenden Unterrichtsvorha- ben an die jeweiligen Studienprojekte zu fi nden. Dies setzt allerdings neben einer inhaltlichen auch eine Passfähigkeit der schulischen Forschungsstandes in der Literatur. Nach erfolgreicher Durchführung des Studien- projektes gilt es dann, die gewonnenen Ergebnisse auszuwerten, in Bezug auf die Fragestellung und den theoretischem Überbau zu diskutieren und zu refl ektieren sowie das Projekt in geeigneter Form zu dokumentieren. Die Relevanz des Studienprojekts für den Professionalisierungsprozess der Studieren- den begründet sich darin, dass individuell bedeutsame Refl exionsprozesse in zweierlei Hinsicht angestoßen werden: Zum einen durch die an eigenen oder schulseitigen Interessen orientierte Auswahl und Entwick- lung einer wissenschaftlichen Fragestellung, bzw. eines Themas, und zum anderen durch die angeleitete Auseinandersetzung mit dem Gegenstand der Untersuchung. Erst dadurch wird es den Studierenden mög- lich, zu eigenen Annahmen und Beobach- tungen in Distanz zu treten und diese mittels fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Wissens zu überprüfen. Kurz gesagt: Innerhalb des Professionalisierungs- prozesses angehender Lehrerinnen und Lehrer übernimmt das Studienprojekt eine zentrale Aufgabe in der Verzah- nung von wissenschaftlicher Theorie, schulischer Praxis und individueller Entwicklung, indem die Studierenden eine Beobachtungs- und Fragehaltung einnehmen, die für wissenschaftliches Arbeiten charakteristisch und für die professionelle Entwicklung notwendig ist. Der Einsatz des Forschenden Ler- nens im Praxissemester ist also weniger mit professionell betriebener Forschung gleichzusetzen, sondern markiert viel- mehr einen wissenschaftsgeprägten Zugang zur pädagogischen Berufspraxis (Schneider & Wildt 2004). © Monkey Business / fotolia.com Die BASS von A bis Z KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN 14 Rahmenbedingungen voraus (MSW NRW 2010, S. 8f.). Überdies können sie die Studierenden in ihrer forschenden Lernhaltung unterstüt- zen, indem sie deren Blick für „das tägliche Geschäft“ des Unterrichtens neben weiteren wesentlichen Aufgaben im späteren Berufs- feld schärfen. Die Rahmenkonzeption (MSW NRW 2010) nennt hier beispielsweise noch den Bereich des Erziehens und den des Beurteilens. 5.5 Mögliche Projektthemen Nachfolgend wird ein kurzer Überblick über unterschiedliche Zugänge bzw. Gegen- standsbereiche möglicher Studienprojekte gegeben, wie er auf unterschiedlichen Hoch- schulportalen in NRW zu fi nden ist (vgl. z.B. BiSEd 2010): ü Forschung im Rahmen von Hospitati- onen: z.B. Classroom Management, Verfah- ren der Leistungsbewertung; Ge- sprächsführung; Einsatz von Medien ü Forschung im Rahmen des eigenen Unterrichts: z.B. Unterrichtseinstiege; Gruppen- einteilung; Einsatz von Medien ü Forschung in Schulentwicklungspro- zessen: z.B. Schulprogramm; schulinterne Lehrpläne; Netzwerkarbeit; aus- gewählte Angebote innerhalb des Ganztags ü Einzelfallarbeit zu Diagnose und in- dividueller Förderung: z.B. Diagnoseinstrumente; Maßnah- men individueller Förderung; Fall- arbeit ü Biographisches Lernen: z.B. Videoanalyse der eigenen Person oder des eigenen Unterrichts: Kom- munikationsverhalten; Classroom Management etc. Über diese allgemeinen Anregungen hinaus machen – wie bereits erwähnt – vielfach auch die Fächer sowie die Schulen Vorschlä- ge für mögliche Projekte. Studienprojekte dieser Art bieten eine geeignete Möglichkeit, eine distanziert- refl ektierte Haltung in Anbetracht des oftmals „überwältigenden“ Schulalltags ein- zuüben und sich theoriegeleitet und kritisch mit einem speziellen Aspekt der Schulwirk- lichkeit auseinanderzusetzen; eine Chance, die sich im späteren Berufsleben nur selten ergibt. Hierbei eignen sich aus pragmatischen Grün- den insbesondere solche Studienprojekte, die unabhängig von der Mithilfe Dritter, wie sie bspw. bei einer Fragebogenerhebung oder einem Leitfadeninterview vonnöten wäre, durchgeführt werden können. Dies erweist sich für die Praxissemester- studierenden als hilfreich und entlastet den ohnehin recht vollen Unterrichtsalltag der Schülerinnen und Schüler sowie Kollegin- nen und Kollegen. © Robert Kneschke / fotolia.com KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN 15 BASS 1-1 6 FÄLLE UND LÖSUNGEN Normal: Hannos Forschungsidee Hanno hat sich frühzeitig für die Untersu- chung eines besonderen Projektes seiner Schule entschieden und möchte nun Kon- zeption und Umsetzung des Sport-Förder- unterrichts auswerten. Auf der Schulhome- page hat er sich bereits in groben Zügen über den Sportförderunterricht informiert. Nach den Sommerferien muss Hanno je- doch feststellen, dass der Sportförderunter- richt aufgrund räumlicher und personeller Engpässe im ersten Schulhalbjahr gestri- chen werden muss. Die Projektidee erweist sich so wie geplant als nicht realisierbar, die Projektskizze bleibt jedoch wie eingereicht als Prüfungsleistung bestehen. Da der Sportförderunterricht ein Thema darstellt, mit dem sich die Schule grundsätzlich auseinandersetzt, hat Hanno die Möglichkeit, seine ursprüngliche Fragestel- lung auf die vorgefundene Situation anzupas- sen. Beispielsweise würde er nun Möglichkei- ten und Grenzen der praktischen Umsetzung des Sportförderunterrichts evaluieren. Problematisch: Christinas Schwierigkeiten Die Zuweisung der Schule, an der Christina ihr Praxissemester absolviert, erfolgt erst kurz vor Beginn der Sommerferien. Schulseitig stehen so kurzfristig jedoch keine Ressourcen zur Verfügung, um ein erstes Kennenlernen mit den Praxissemesterstudierenden zu arrangieren. Zugleich erfordern universitäre Zwänge die Anfertigung und Abgabe einer Projektskizze etwa zeitgleich mit Antritt des Praxissemesters. Zeit, die Projektidee mit der Schule abzustimmen, gibt es aufgrund der dazwischen liegenden Sommerferien folglich nicht. Als Christina ihr Projekt nach den Ferien zu Beginn des Praxissemesters in der Schule vorstellt, zeigt sich, dass das Projekt nicht annähernd realisierbar ist. Die Projektskizze bleibt wie eingereicht als Prüfungsleistung bestehen. Die Ideen der Projektskizze werden im Zuge der praktischen Umsetzung jedoch verworfen. Christina hat zwar viel Zeit und Mühe in die Projektskizze investiert, dennoch bleibt ihr kein anderer Weg, als in Absprache mit Schule und Hoch- schule ein neues Projekt zu planen. Aufgrund der vorangegangenen Erfahrung wird die erneute Arbeit gegebenenfalls insofern abgemildert, als Christina z.B. methodische Überlegungen auf das neue Projekt übertra- gen kann; eine erneute Projektskizze ist nicht erforderlich. Schwierig: Justus’ Anspruchskonfl ikt Nachdem Justus seine Schule für das Praxis- semester zugewiesen bekommen hat, liest er auf der Schulhomepage, dass die Schule konkrete Ideen für Studienprojekte im Pra- xissemester ausweist. Das Projekt „Evaluati- on des Ganztagskonzepts“ übersteigt dabei jedoch deutlich den Rahmen eines Studien- projekts, überdies kann Justus sich für die anderen Projektideen nicht begeistern. Justus’ Aufgabe ist es nun, zeitnah in Kontakt mit der Schule zu treten, um in einem Ge- spräch herauszufi nden, wie groß der Wunsch der Schule nach Berücksichtigung der auf der Homepage benannten Projektideen ist. Falls Justus dringend um Umsetzung einer der Ideen gebeten wird, sollte im Sinne eines Kompromisses gemeinsam mit dem Mentor überlegt werden, inwiefern gegebenenfalls Abwandlungen der schulseitigen Vorschläge möglich sind. Die BASS von A bis Z KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN 16 RESÜMEE UND AUSBLICK Abschließend ist von Universitätsseite ebenso wie von Schul- und ZfsL-Seite zu beachten, dass die Studierenden Studienprojekt und Unterrichtspraxis als gleichwertige Aufgaben ihrer Aus- bildung erleben und konzeptionell-analytische ebenso wie refl exiv-praktische Kompetenzen gleichermaßen ausbauen können. Dieses Ziel legt eine wesentliche Forderung an Universität und Schule sowie ZfsL für Gelingen und Nachhaltigkeit der Studienprojekte im Zusammenspiel mit schul- und unterrichtsprak- tischen Erfahrungen nahe: Weder geht es um die Übernahme klassischer oder gar repräsen- tativer wissenschaftlicher Forschung im universitären Kontext, noch können oder sollen die Studierenden im Sinne schulischer Auftragsforschung Schulevaluation oder -entwicklung betreiben. Gleichsam stellt das Praxissemester kein vorgezogenes Referendariat dar, sondern legt im Sinne der zu erwerbenden Kompetenzen vielmehr einen anschlussfähigen Grundstock für den Vorbereitungsdienst. Von allen Seiten ist hier also Augenmaß und das Bewusstsein für die oben erläuterten Ziele des Praxissemesters gefordert. Dies erfordert von den beteiligten Institutionen eine gelingen- de Kommunikation und Kooperation untereinander und setzt seitens der Studierenden die Bereitschaft und aktive Mithilfe an der Entwicklung einer professionellen Lehrerpersönlichkeit voraus. Impressum Die BASS von A bis Z – Erläuterungen und Handlungsempfehlungen für die Schulpraxis in NRW Autorinnen dieses Themenheftes: Dr. Petra Guardiera/Helga Leineweber Redaktion: Barbara Stock Fachliche Beratung: Dr. Michael Gasse, Leiter des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Rösrath Dr. Margarethe Helfen, Organisationsberaterin, Supervisorin, Dort- mund/Lünen Monika Kirfel, Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, Düsseldorf Wolfgang Koch, LMR a.D., Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, Düsseldorf Dr. Frank Meetz, Geschäftsleiter, Talentkolleg Ruhr, Westfälische Hochschule, Herne Stefanie Carolina Schmidt, Rechtsanwältin, Kerpen Dr. Doris Wirth, Leiterin der Wilhelm-Busch-Hauptschule, Wesseling ISBN des Abonnements: 978-3-86837-128-4, erscheint zweimonatlich Jahresbezugspreis: 93 Euro (inkl. Porto) Art. Nr. des Abonnements: az 2013 Art. Nr. der Ausgabe 17/2016: az 6/16/17 Die Inhalte des Werkes „Die BASS von A bis Z“, alle Vorschriften, Erläu- terungen, Empfehlungen und weiterführende Fachinformationen werden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Dies begründet jedoch keinen Beratungsvertrag und keine anderweiti ge Bindungswirkung. Es kann schon wegen der nötigen Anpassung an die individuellen Gegebenheiten des Einzelfalles keine Gewähr für Verbindlichkeit, Vollständigkeit oder auch Fehlerfreiheit gegeben werden, obwohl wir alles tun, einen aktuellen und korrekten Stand zu erhalten. Die angeführten Fälle und Lösungen sollen Ihnen helfen, Ihr Gefühl für verhältnismäßige Entscheidungen zu entwickeln. Sie stellen keine konkrete Rechtsberatung dar. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung der jeweili- gen Autorin/des jeweiligen Autors und nicht immer die Meinung des Anbieters wieder. Alle Rechte vorbehalten. Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Nutzung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf einer vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages. Hinweis zu § 52 a UrhG: Weder das Werk noch einzelne Teile dürfen ohne eine solche Einwilligung eingescannt und in ein Netzwerk eingestellt oder sonst öffentlich zugänglich gemacht werden. Das gilt auch für Intranets von Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen. © 2016 Ritterbach Verlag GmbH, Friedrich-Ebert-Straße 104, 50374 Erftstadt, Geschäftsführer: Markus Ritterbach. Handelsregister HRB 42075, Amtsgericht Köln. USt-IdNr. DE123502473 www.schul-welt.de Bildnachweis: Titelbild, S. 3, 4, 6, 7, 10, 11, 13, 14: fotolia.com Layout/Gestaltung: af grafi k – Annika Funck, Hürth 2016 Printed in Germany Die BASS von A bis Z KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN Literaturtipps: ü BAK (2009): Forschendes Lernen – Wissenschaftliches Prüfen. Schriften der Bundesassistenten- konferenz 5. Neuaufl age, Bielefeld: Webler. ü Wischer, B. (2007): Heterogenität als komplexe Anforderung an das Lehrerhandeln. In S. Boller, E. Rosowski & T. Stroot (Hrsg.), Heterogenität in Schule und Unterricht (S. 32–41). Weinheim u. Ba- sel: Beltz.Baumert, J. & Kunter, M. (2006): Stichwort: Professionelle Kompetenz von Lehrkräften. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 9 (4), 469–520. ü Bielefeld School of Education (BiSEd) (2011): Leitkonzept zur standortspezifi schen Ausgestaltung des Praxissemesters (Erprobungsfassung vom 12.10.2011. Abgerufen am 21.07.2011 unter: http:// www.bised.uni-bielefeld.de/praxissemester/Bielefelder_Ausgestaltung/leitkonzept.pdf ü Fend, H. (1998): Qualität im Bildungswesen. Schulforschung zu Systembedingungen, Schulprofi - len und Lehrerleistung (Juventa-Paperback). Weinheim, München: Juventa. ü Groeben, N., Wahl, D., Schlee, J. & Scheele, B. (1988): Das Forschungsprogramm Subjektive Theori- en. Eine Einführung in die Psychologie des refl exiven Subjekts. Tübingen: Francke. ü Haas, A. (1998): Unterrichtsplanung im Alltag. Eine empirische Untersuchung zum Planungshan- deln von Hauptschul-, Realschul- und Gymnasiallehrern. Regensburg: Roderer. ü Helmke, A. (2009): Unterrichtsqualität und Lehrerprofessionalität. Diagnose, Evaluation und Verbesserung des Unterrichts (1. Aufl .). Seelze: Kallmeyer. ü Hericks, U. (2006): Professionalisierung als Entwicklungsaufgabe. Wiesbaden: VS Verlag für Sozi- alwissenschaften. ü Landesrektorenkonferenz der nordrhein-westfälischen Universitäten & Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (2010). Rahmenkonzeption zur strukturellen und inhaltlichen Ausgestaltung des Praxissemesters im lehramtsbezogenen Masterstudiengang. Abgerufen am 21.07.2016 unter: https://www.schulministerium.nrw.de/docs/LehrkraftNRW/ Lehramtsstudium/Reform-der-Lehrerausbildung/Wege-der-Reform/Endfassung_Rahmenkon- zept_Praxissemester_14042010.pdf ü Lehmann-Rommel, R (2014): Wie mit Wertungen in Beobachtungen arbeiten? Journal für Lehre- rinnenbildung (1), S. 44 - 50 ü Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (2009/2013). Gesetz über die Ausbildung für Lehrämter an öffentlichen Schulen (Lehrerausbildungsgesetz - LABG) vom 12.05.2009, zuletzt geändert durch Gesetz am 28.05.2013 (Stand: 01.06.2015). Abgerufen am 21.07.2015 unter: https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/LAusbildung/LABG/LABG- Neu.pdf ü Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (2016). Verordnung über den Zugang zum nordrhein-westfälischen Vorbereitungsdienst für Lehrämter an Schulen und Voraussetzungen bundesweiter Mobilität (Lehramtszugangsverordnung - LZV). Gesetz- und Verordnungsblatt (GV. NRW.), Nr. 12 vom 6.5.2016 (S. 207 bis 228). Abgerufen am 21.07.2016 unter: https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_vbl_detail_text?anw_nr=6&vd_id=15620&menu=1&s- g=0&keyword=schule ü Schneider, R. & Wildt, J. (2004): Forschendes Lernen im Berufspraktischen Halbjahr. In: B. Koch-Priewe, F.-U. Kolbe & J. Wildt, Grundlagenforschung und Mikrodidaktische Reformansätze zur Lehrerbildung (S. 151-175). Bad Heilbrunn: Klinkhardt. ü Schön, D.A. (1983): The refl ective practitioner. How professionals think in action. New York: Basic Books. ü Wahl. D. (1991): Handeln unter Druck. Weinheim: Beltz. ü Wahl, D. (2006): Lernumgebungen erfolgreich gestalten. Lehr- und Lernmethoden für Erwachse- nenbildung, Hochschuldidaktik und Unterricht (2. Aufl .). Bad Heilbrunn: Klinkhardt. Aus KONZEPTIONELL-ANALYTISCH UND REFLEXIV-PRAKTISCH AGIEREN LERNEN az 6/16/17

  • HR-Sitzung_03-06-2025_Beschluesse.pdf
    Sitzung des Hochschulrates der Deutschen Sporthochschule Köln am 03.06.2025 Der Hochschulrat der Deutschen Sporthochschule Köln beschließt einstimmig (mit acht Ja-Stimmen), die derzeitige Kanzlerin Frau Steffen aufzufordern, für eine weitere Amtszeit zu kandidieren. Er nimmt die Ergebnisse der Studiengangsbefragungen aus dem Jahr 2024 (Bachelor und Lehramt) und der Absolvent*innenstudie aus dem Jahr 2022, den Bericht zur finanziellen Situation der DSHS Köln zum Stichtag 30.04.2025, den Bericht aus dem Rektorat, den Risikobericht 2024 sowie den Bericht der Hochschulratsvorsitzenden zur Prüfung der Hochschulräte durch den Landesrechnungshof zur Kenntnis.

  • HR-Sitzung_10-12-2025_Beschluesse.pdf
    Sitzung des Hochschulrates der Deutschen Sporthochschule Köln am 10.12.2025 Der Hochschulrat der Deutschen Sporthochschule Köln • beschließt die Änderung der Geschäftsordnung des Hochschulrates vor dem Hintergrund der Einführung einer Aufwandspauschale für die externen Hochschulratsmitglieder der DSHS Köln ab 01. Januar 2026, • stimmt dem vorgelegten Wirtschaftsplanentwurf der DSHS Köln für das Jahr 2026 gem. § 21 Abs. 1 Satz 3 HG sowie dem Hochschulentwicklungsplan 2025-2031 einstimmig zu, • wählt Frau Dr. Gotzmann und Herrn Prof. Kuhlmann in die Findungskommission zur Vorbereitung der Wahl einer Kanzlerin/eines Kanzlers der DSHS Köln und • nimmt dem Bericht des Rektorates zur Kenntnis.

  • leitbild_der_verwaltung.pdf
    Das Leitbild der Hochschulverwaltung der Deutschen Sporthochschule Köln Das Leitbild der Hochschulverwaltung der Deutschen Sporthochschule Köln formuliert den Anspruch an das Handeln aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es bildet den Orientierungsrahmen für eine effiziente und kundenorientierte Hochschulverwaltung. Damit definieren wir Ziele und Strategien und richten unser Verhalten danach aus. Die Identifikation mit unserer Hochschule ist uns ein zentrales Anliegen. Zielorientierung und Wirtschaftlichkeit • Wir setzen die uns zur Verfügung gestellten Ressourcen zielorientiert und wirtschaftlich ein. • Entscheidungen treffen wir unter Abwägung von Nutzen und Aufwand. • Informationen geben wir zeitnah und zielorientiert weiter und sorgen für kurze Entscheidungswege und -verfahren. • Wir optimieren unsere Leistungen ständig durch kontinuierliche Fort- und Weiterbildung. Dienstleistung und Kundenorientierung • Wir unterstützen und fördern die Mitglieder und Angehörigen der Deutschen Sporthochschule Köln bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in Forschung, Lehre, Studium und Weiterbildung. • Wir nutzen Handlungs- und Ermessensspielräume. • Wir arbeiten vertrauensvoll mit den uns verbundenen Personen und Einrichtungen innerhalb und außerhalb der Hochschule zusammen. • Kundenfreundlichkeit, Offenheit und gegenseitige Wertschätzung bestimmen unser Verhalten und den Umgang miteinander. Dialog und Kooperation • Im Dialog mit unseren Kunden und Partnern erarbeiten wir praktikable Lösungen. • Wir arbeiten dezernatsübergreifend zusammen und bündeln unsere Kompetenzen, um zeitnah optimale Ergebnisse zu erreichen. • Transparenz der Verwaltungsabläufe und kurze Entscheidungswege sind für uns wichtige Grundlagen der erfolgreichen Zusammenarbeit. Führung und Leitung • Unsere Führungskräfte verfügen über ein hohes Maß an sozialer Kompetenz und haben den Mut, neue Wege zu gehen und Visionen aufzuzeigen. Sie zeichnen sich aus durch - Entscheidungsfreudigkeit und Verantwortungsbereitschaft, - die Fähigkeit, Kompetenzen der MitarbeiterInnen zu erkennen, zu nutzen und zu fördern, - Einstehen für gemeinsam getroffene Entscheidungen, - Übereinstimmung von Reden und Handeln, - Konfliktfähigkeit sowie das Vermögen, offene und konstruktive Kritik zu üben und anzunehmen.

  • Fact_Sheet_For_Future.pdf
    NRW-ATHLET:INNEN FOR FUTURE Lebenssituation, Ressourcen und Perspektiven von NRW-Kaderathlet:innen Unsere Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage 2022/2023 für NRW-Kaderathlet:innen Das ForFuture-Team: Jens Kleinert, Johanna Belz, Jana Beckmann & Wiebke Dierkes UNSERE IDEE Wir wollen die Zukunft von NRW-Kaderathlet:innen verbessern – sowohl im Training und Wettkampf als auch im Alltag. Dafür brauchten wir Antworten auf folgende Fragen: Wie leben NRW- Kaderathlet:innen? Wie fühlen sie sich? Was wünschen sie sich? Wie möchten sie unterstützt werden? TEILGENOMMEN HABEN 481 Kaderathlet:innen - die in NRW trainieren oder wohnen. - zwischen 14 und 40 Jahren, die meisten sind zwischen 14 und 17 Jahre alt. - aus olympischen, paralympischen, deaflympischen und World Games Sportarten. - davon knapp 50% Landeskader- und etwa 30% Bundeskaderathlet:innen. - mit durchschnittlich 12.6 Stunden/Woche Training und dazu durchschnittlich 4.4 Stunden/Woche Fahrtzeit. DAS SIND DIE WICHTIGSTEN ERGEBNISSE Psychische Gesundheit: Die psychische Gesundheit ist nicht selten in Gefahr – Jede:r siebte Kaderathlet:in fühlt sich auffällig unwohl. Große Sorgen sind aber selten. Insbesondere Athletinnen und 16-17-Jährige benötigen Unterstützung und Beratung. Ziele und Träume: Die meisten Athlet:innen wollen sich auf internationalem Leistungsniveau messen. Die beliebtesten Berufswünsche sind Lehrer:in, Polizist:in und Arzt/Ärztin. Nach dem Ende der Karriere als Athlet:in haben viele die Ziele „Familie“ und „Reisen“. Schutzfaktoren: Die Mehrheit der NRW-Kaderathlet:innen weist eine moderate bis hohe Stressresistenz und ein moderates bis hohes Selbstmitgefühl auf. Athletinnen weisen eine geringere Stressresistenz auf als Athleten. Welche Angebote NRW-Athlet:innen nutzen und welche sie sich wünschen: Bestehende Angebote im Sport (z.B. Leistungsdiagnostik oder Sportpsychologische Betreuung) werden gut bewertet. Aber sie werden nicht immer gut genutzt. Die Unterstützung im Sport wird besser wahrgenommen als die Unterstützung im Alltag. Eltern, Trainer:innen und das Team helfen am meisten. Fast jede:r zweite Athlet:in wünscht sich Unterstützung in der Vereinbarkeit von Sport und Schule/Ausbildung/Beruf. DIESE PUNKTE MÖCHTEN WIR GEMEINSAM ANGEHEN Es sollte ein verbindliches Screening der psychischen Gesundheit von Athlet:innen in NRW geben Es sollte mehr psychosoziale Unterstützung bei Problemen mit der Doppelbelastung Sport + Schule/Ausbildung/Beruf geben Es sollte mehr Angebote für Unterstützung im Alltag von Athlet:innen geben ☝🏼Es sollte eine einheitliche Informationsplattform zu Unterstützungsangeboten für Athlet:innen geben Besonders für Mädchen/Frauen sowie ältere Jugendliche sollte es Unterstützung geben Ihr habt Anregungen, wie wir diese Punkte angehen können? Dann schreibt uns an forfuture@dshs-koeln.de. Wir freuen uns über jede Form der Unterstützung. Zur Projektwebseite Euer ForFuture-Team mailto:forfuture@dshs-koeln.de

  • PM2313.pdf
    PM2313 1/2 Jede*r siebte Kaderathlet*in in NRW hat ein auffällig niedriges Wohlbefinden oder trägt ein Depressionsrisiko. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Abteilung Gesundheit & Sozialpsychologie des Psychologischen Instituts der Deutschen Sporthochschule Köln. Die Probleme treten insbesondere bei Jugendlichen zwischen 16 und 17 Jahren auf. Außerdem sind Mädchen bzw. Frauen deutlich stärker betroffen als Jungen bzw. Männer. Das Forschungsprojekt „NRW-Athlet:innen for future“ untersucht die Lebens- welt und die Eigenschaften junger Leistungssportler*innen in NRW. Die Idee dahinter: Athlet*innen soll es gut gehen, sie sollen sich unterstützt fühlen, da- mit sie sich durch und im Sport positiv entwickeln können. „Wir wollen heraus- finden, wie sich Belastungen gerade in der aktuell schwierigen Zeit auf das Le- ben und die psychische Gesundheit von Athlet*innen auswirken“, erklärt Pro- jektleiter Univ.-Prof. Dr. Jens Kleinert. Nun liegen die Ergebnisse des Projekts „NRW-Athlet:innen for future“ vor. Sie sollen Trainer*innen, Betreuer*innen, Vereinen und Verbänden dabei helfen, Maßnahmen zu entwickeln. Daten von mehr als 480 Leistungssportler*innen flossen in die Auswertung des Teams von „NRW-Athlet:innen for future“ ein. Überwiegend Landeskaderath- let*innen zwischen 14 und 17 Jahren nahmen an der Umfrage teil, aber auch Bundeskaderathlet*innen. Das Projektteam berücksichtigte dabei alle Sportar- ten: olympische und paralympische Sportarten, Disziplinen des Gehörlosen- sports (deaflympische Sportarten) sowie Sportarten, die nicht zum Wettkampf- programm der Olympischen Spiele gehören (World Games Sportarten). Die Athlet*innen beantworteten unter anderem Fragen zu ihrer persönlichen und sportlichen Situation, zu Zukunftsplänen, Wohlbefinden und Unterstützungsan- geboten im Sport. Offene Fragen gaben auch Raum für persönliche Antworten. Die Studie ist repräsentativ für NRW. Deutliche Einbußen in der psychischen Gesundheit Die Daten zeigen: Jede*r siebte Kaderathlet*in in Nordrhein-Westfalen gibt ein niedriges Wohlbefinden an oder besitzt ein auffällig hohes Risiko, eine Depres- sion oder eine ähnliche psychische Erkrankung zu erleiden. Insbesondere Ju- gendliche zwischen 16 und 17 Jahren und weibliche Befragte sind hiervon be- troffen. „Gleichzeitig sind die Stressresistenz und Resilienz häufig zu niedrig“, berichtet Dr. Johanna Belz aus dem ForFuture-Team. Jugendliche Kaderath- let*innen benötigen daher eine angemessene psychische und psychosoziale Stabsstelle Akademische Planung und Steuerung Academic Management Presse und Kommunikation Public Relations and Communication Am Sportpark Müngersdorf 6 50933 Köln . Deutschland Telefon +49(0)221 4982-3850 Telefax +49(0)221 4982-8400 presse@dshs-koeln.de www.dshs-koeln.de Ihre Ansprechpartnerinnen: Sabine Maas (Abteilungsleitung) Julia Neuburg (Redaktion) Presse-Informationen Jugendliche im Spitzensport brauchen mehr Unterstützung Repräsentative NRW-Studie zum Kadersport zeigt Einbußen in der psychischen Gesundheit und Alltagsprobleme Köln, 9. Mai 2023 Unsere Presse-Informationen finden Sie auch online. Die Deutsche Sporthochschule Köln, Deutschlands einzige Sport- universität, ist Mitglied der Kölner Wissenschaftsrunde. Über 20 Netz- werkpartner*innen stärken den Wissenschaftsstandort Köln. Kontakt ForFuture: E-Mail: forfuture@dshs- koeln.de Telefon: +49 221 4982-8700 Web: www.dshs-koeln.de/for- future Projekt & Ergebnisse: Alle Informationen zu den Zie- len des Projekts ForFuture, zur Umfrage, zu den Befragten, zum Aufbau des Fragebogens sowie den vollständigen Ergeb- nisbericht finden Sie hier zum Download. https://www.twitter.com/SpoHoKoeln https://www.facebook.com/sporthochschule https://www.youtube.com/Sporthochschule https://blog.dshs-koeln.de/ https://www.dshs-koeln.de/aktuelles/meldungen-pressemitteilungen/?tx_spohosolrlist_solrlist%5bcategories%5d=Pressemeldungen&tx_spohosolrlist_solrlist%5bterm%5d=&tx_spohosolrlist_solrlist%5bdateFilter%5d=&cHash=88a719451b03b12b2f39f35fd626a6e9 http://koelner-wissenschaftsrunde.de/ http://koelner-wissenschaftsrunde.de/ mailto:forfuture@dshs-koeln.de mailto:forfuture@dshs-koeln.de http://www.dshs-koeln.de/forfuture http://www.dshs-koeln.de/forfuture https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Institute/Psychologisches_Institut/For-Future/DSHS-Bericht-ForFuture.pdf https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Institute/Psychologisches_Institut/For-Future/DSHS-Bericht-ForFuture.pdf PM2313 2/2 Betreuung, bei der alle Betreuungssysteme zusammenarbeiten, lautet ein Fazit der Studie. Probleme von Mädchen und Jugendlichen beachten Die Befragung zeigt auch: Obwohl die Mehrzahl der Sportler*innen psychisch gesund ist, gibt es Handlungsbedarf bei bestimmten Zielgruppen, insbesondere bei Jugendlichen zwischen 16 und 17 Jahren sowie generell weiblichen Kader- athletinnen. Daher fordert das ForFuture-Team der Deutschen Sporthoch- schule Köln, dass Wissenschaft und Praxis gemeinsam die besondere Problema- tik dieser Zielgruppen hinterfragen müssen. „Außerdem müssen wir psychische Gesundheit regelmäßig und verbindlich im Sinne eines einfachen Screenings überprüfen, um auffälligen Werten nachgehen zu können“, fordert Studienlei- ter Kleinert. Unterstützung ausbauen und bekannter machen Unterstützungsbedarf besteht insbesondere bei Alltagsproblemen und in der Doppelbelastung von Ausbildung und Leistungssport. Das Projektteam fordert, entsprechende Angebote auszubauen. Die Studie zeigt aber auch, dass Unter- stützungsangebote oft nicht bekannt genug sind oder zu wenig genutzt werden. Insbesondere die wichtige Rolle von Eltern, aber auch Trainer*innen, müsse stärker berücksichtigt werden. Diese und weitere Ergebnisse sollen nun mit Sportverbänden, Olympiastützpunkten, Landessportbünden und anderen Or- ganisationen aus Sport und Wissenschaft aufbereitet werden. Das Projektteam schlägt dazu vor, ein Gremium zu bilden, das offenen Fragen nachgeht, klare Verantwortlichkeiten und kooperative Arbeitsstrukturen festlegt und konkrete Handlungsschritte vorschlägt.

  • DSHS_Fragebogen_ForFuture_22_23.pdf
    Jens Kleinert, Johanna Belz Psychologisches Institut Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Deutsche Sporthochschule Köln Hi, schon mal cool, dass du bei unserer Befragung “NRW-Athlet:innen for future“ mitmachen möchtest. Darum machen wir die Befragung: Wir wollen, dass du in Zukunft besser im Training und Wettkampf unterstützt wirst. Deshalb wollen wir Bedingungen im Sport besser machen - für dich und für alle Athlet:innen. Aber wir wissen noch viel zu wenig über Athlet:innen in NRW. Wie leben sie? Wie fühlen sie sich? Was wünschen sie sich? Wie möchten sie unterstützt werden? Daher brauchen wir deine Antworten, deine Angaben. Auf dieser Grundlage sagen wir Vereinen, Verbänden und Sportorganisationen, was sie besser machen können ... und wir machen auch selbst was dafür. Altersgrenze: Du darfst leider nur teilnehmen, wenn du mindestens 14 Jahre alt bist. ☐ Ja, ich bin 14 Jahre oder älter ++ wenn nein → Du darfst leider nur teilnehmen, wenn du mindestens 14 Jahre alt bist. Falls du versehentlich die falsche Option gewählt hast, lösche bitte die Chronik deines Brow- sers, schließe den Browser und nutze den Link dann noch einmal. Dann kannst du den Frage- bogen erneut von vorne öffnen. Vielen Dank für deine Bereitschaft teilzunehmen! Das Team vom Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln Jens Kleinert, Johanna Belz, Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Abt. Gesundheit & Sozialpsychologie Deutsche Sporthochschule Köln ++ wenn ja → Datenschutz: Alles ist anonym: Anonymität ist uns super wichtig. Niemand kann herausfinden, was du geantwortet hast - auch wir nicht. Durch Anonymität schützen wir dich und ermöglichen dir, komplett ehrlich zu antworten. So gehen wir mit deinen Daten um: Wir geben keine Daten weiter. Wir veröffentlichen lediglich Auswertungen zur gesamten Befragung - nirgendwo tauchen deine Einzeldaten auf. Niemand sieht, was du geantwortet hast. Laut Datenschutzgesetz (DSGVO) musst du hier ankreuzen, dass du verstanden hast, was mit deinen Daten passiert. Zum Beispiel, dass alles anonym ist und was wir mit der Befragung erreichen wollen. ☐ Ja, ich habe verstanden, was mit meinen Daten gemacht wird und nehme freiwillig an der Umfrage teil. Jens Kleinert, Johanna Belz Psychologisches Institut Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Deutsche Sporthochschule Köln So, jetzt geht's los! Für den folgenden Fragebogen brauchen wir nur eine Viertelstunde deiner Zeit. Deine Teilnahme an der Umfrage ist freiwillig. Du kannst die Befragung natürlich jederzeit abbrechen, ohne dass dir dadurch Nachteile entstehen. Bei Fragen oder Unklarheiten kannst du dich jederzeit bei uns melden. Hiermit hilfst du vielen Athlet:innen weiter und vielleicht ja auch dir selbst. Vielen Dank und cool nochmal, dass du mitmachst. Das Team vom Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln Jens Kleinert, Johanna Belz, Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Abt. Gesundheit & Sozialpsychologie Deutsche Sporthochschule Köln Jens Kleinert, Johanna Belz Psychologisches Institut Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Deutsche Sporthochschule Köln Fragen zu deiner Person Wie alt bist du? ___ Jahre Welches Geschlecht hast du? ☐ männlich ☐ weiblich ☐ divers Gehst du zur Schule? ☐ ja ☐ nein Welche Schulform besuchst du? ☐ Gymnasium ☐ Gesamtschule ☐ Sekundarschule ☐ Realschule ☐ Hauptschule ☐ Förderschule ☐ Berufskolleg ☐ Fachhochschule/Universität ☐ Sonstige und zwar ______________ ☐ Ich mache eine Ausbildung mit ___ Stunden/Woche ☐ Ich bin berufstätig mit ___ Stunden/Woche ☐ Ich mache ein Praktikum mit ___ Stunden/Woche ☐ Sonstiges und zwar___________ mit ___ Stunden/Woche In welchem Bundesland liegt dein Hauptwohnsitz? ________________ Wie häufig trainierst du in NRW? In NRW trainiere ich … ☐ nie ☐ selten ☐ gelegentlich ☐ oft ☐ immer In welchem Bundesland trainierst du am häufigsten? Am häufigsten trainiere ich in … ________________ Jens Kleinert, Johanna Belz Psychologisches Institut Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Deutsche Sporthochschule Köln Wie ist deine Wohnsituation? Ich wohne … ☐ bei meinen Eltern ☐ alleine ☐ mit meinem/meiner festen Partner:in ☐ in einer WG ☐ im Sportinternat ☐ sonstige und zwar ____________________ Wie selbstständig oder abhängig fühlst du dich … im Training/Wettkampf? völlig abhängig 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 völlig selbstständig im Alltag/Freizeit? völlig abhängig 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 völlig selbstständig in Schule/Ausbildung/Beruf? völlig abhängig 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 völlig selbstständig Jens Kleinert, Johanna Belz Psychologisches Institut Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Deutsche Sporthochschule Köln Zu deiner sportlichen Situation In welcher Sportart bist du aktiv? Sportart: _________ Welchem Kader gehörst du derzeit an? Olympisch: ☐ Landeskader + (LK+) ☐ Landeskader (LK) ☐ Nachwuchskader 2 (NK2) ☐ Nachwuchskader 1 (NK1) ☐ Ergänzungskader (EK) ☐ Perspektivkader (PK) ☐ Teamkader (TK) ☐ Olympiakader (OK) ☐ kein Kaderstatus Paralympisch: ☐ Nachwuchskader (NK2) ☐ Nachwuchskader (NK1) ☐ Perspektivkader (PK) ☐ Teamkader (TK) ☐ Paralympicskader (PAK) ☐ kein Kaderstatus Deaflympisch: ☐ Deaflympicskader (DK) ☐ Erweiterungskader deaflympisch (EwK) ☐ kein Kaderstatus World Games: ☐ Nachwuchskader (NK2) ☐ Nachwuchskader (NK1) ☐ Perspektivkader (PK) ☐ Teamkader (TK) ☐ World Games Kader ☐ kein Kaderstatus Andere und zwar: ☐ _______________ Jens Kleinert, Johanna Belz Psychologisches Institut Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Deutsche Sporthochschule Köln Wie viele Stunden trainierst du in einer normalen Trainingswoche durchschnittlich im Rahmen deines offiziellen Trainings? Hinweis: Hier geht es um eine einfache Schätzung. ____ Stunden pro Woche Wie viele Stunden pro Woche benötigst du insgesamt für die Fahrt zum Training hin und zurück? Hinweis: Hier geht es um eine einfache Schätzung. ____ Stunden pro Woche Seit wie vielen Jahren bist du schon in deiner Sportart aktiv? Seit ____ Jahren Seit wie vielen Jahren nimmst du schon an Wettkämpfen in deiner Sportart teil? Seit ____ Jahren Auf welcher Ebene fand der wichtigste Wettkampf statt, an dem du bisher teilgenommen hast? (z.B. Deutsche Meisterschaft, Europameisterschaft, 1. Bundesliga)? _____________________________________ Hinweis: Anonymität ist uns super wichtig! Niemand kann herausfinden, was du persönlich geantwortet hast - auch wir haben deinen Namen nicht. Erhältst du BAföG? ☐ ja ☐ nein Wirst du darüber hinaus finanziell von Dritten unterstützt (nicht Familie)? ☐ ja ☐ nein Wenn ja, von wem? ☐ Stiftung Deutsche Sporthilfe ☐ Sportstiftung NRW ☐ Verband ☐ Verein ☐ Unternehmen ☐ Von anderen und zwar _______ Wie hoch ist die Gesamtsumme der Unterstützung (ohne BAföG und ohne Unterstützung der Eltern)? ☐ bis 100€/Monat ☐ 101 - 200€/Monat ☐ 201 - 300€/Monat ☐ 301 - 400€/Monat ☐ 401 - 500€/Monat ☐ 501 - 600€/Monat Jens Kleinert, Johanna Belz Psychologisches Institut Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Deutsche Sporthochschule Köln ☐ 601 - 700€/Monat ☐ 701 - 800€/Monat ☐ 801 - 900€/Monat ☐ 901 - 1.000€/Monat ☐ > 1.000€/Monat Jetzt zu deinen Zielen - deinen Wünschen - deiner Lebensplanung Welche sportlichen Ziele möchtest du erreichen? ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ __________________________________________________________________ Welchen Beruf möchtest du nach deiner aktiven Karriere als Athlet:in oder parallel dazu ausüben? ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ Hast du noch andere Pläne für dein Leben nach deiner aktiven Karriere als Athlet:in? Wenn ja, was für Pläne sind das? ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ __________________________________________________________________ Du hast ca. die Hälfte geschafft! Zu deinem Wohlbefinden Wie war dein Wohlbefinden in den letzten 2 Wochen? Welche der sechs Antwortmöglichkeiten passt jeweils am besten? In den letzten 2 Wochen… die ganze Zeit meistens etwas mehr als die Hälfte der Zeit etwas weniger als die Hälfte der Zeit ab und zu zu keinem Zeitpunk t … war ich froh und guter Laune. … habe ich mich ruhig und entspannt gefühlt. … habe ich mich energisch und aktiv gefühlt. Jens Kleinert, Johanna Belz Psychologisches Institut Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Deutsche Sporthochschule Köln In den letzten 2 Wochen… die ganze Zeit meistens etwas mehr als die Hälfte der Zeit etwas weniger als die Hälfte der Zeit ab und zu zu keinem Zeit- punkt … habe ich mich beim Aufwachen frisch und ausgeruht gefühlt. … war mein Alltag voller Dinge, die mich interessieren. Wie oft hast du dich in den letzten 2 Wochen durch folgende Dinge beeinträchtigt gefühlt? Welche der vier Antwortmöglichkeiten passt jeweils am besten? überhaupt nicht an einzelnen Tagen an mehr als der Hälfte der Tage beinahe jeden Tag Ich hatte wenig Interesse oder Freude an Dingen, die ich getan habe. Ich habe mich niedergeschlagen, schwermütig oder hoffnungslos gefühlt. Wie häufig hast du in der letzten Zeit folgende Probleme erlebt? fast nie manch- mal häufig meistens Meine Probleme scheinen sich aufzutürmen. Ich habe viele Sorgen. Ich habe Angst vor der Zukunft. Ich fürchte, meine Ziele nicht erreichen zu können. Ich fühle mich frustriert. Ich habe zu viel zu tun. Ich habe genug Zeit für mich. Ich fühle mich unter Termindruck. Ich fühle mich gehetzt. Jens Kleinert, Johanna Belz Psychologisches Institut Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Deutsche Sporthochschule Köln fast nie manch- mal häufig meistens Ich habe das Gefühl, dass zu viele Forderungen an mich gestellt werden. Wichtiger Hinweis: Solltest du bei den vorhergehenden Fragen gemerkt haben, dass dich etwas bedrückt, können wir dir unsere Hilfe anbieten. Am Ende der Befragung findest du eine Übersicht über verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten. Weiter geht’s! Wie ist dein Gefühl beim Training und Wettkampf? Gebe bitte nachfolgend an, wie du dich in der letzten Zeit beim Training bzw. bei Wettkämpfen gefühlt hast ... In der letzten Zeit fühlte ich mich beim Training … nicht zutreffend mittelmäßig zutreffend völlig zutreffend selbstsicher/überlegen/routiniert 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 fröhlich/zufrieden/heiter 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 müde/erschöpft/verausgabt 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 In der letzten Zeit fühlte ich mich bei Wettkämpfen … nicht zutreffend mittelmäßig zutreffend völlig zutreffend selbstsicher/überlegen/routiniert 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 fröhlich/zufrieden/heiter 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 müde/erschöpft/verausgabt 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Jens Kleinert, Johanna Belz Psychologisches Institut Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Deutsche Sporthochschule Köln Wer und was unterstützt dich im Sport oder im Alltag als Athlet:in? Wir möchten herausfinden, ob du verschiedene Unterstützungsangebote im Bereich Sport nutzt und wie du sie einschätzt. Nutze ich, und … Nutze ich nicht finde/fand ich finde/fand ich sehr schlecht sehr gut Laufbahnberatung (z. B. OSP) Ernährungsberatung (z. B. OSP) Leistungsdiagnostik (z. B. momentum) Sportpsychologische Betreuung (z. B. mentaltalent) Beratung/Betreuung bei psychischen Problemen (z. B. MentalGestärkt) Hier kannst du weitere Unterstützungsangebote eintragen, die du nutzt: ____________________ ____________________ Wie gut unterstützen dich folgende Personen aus deinem privaten/direkten Umfeld im Sport oder im Alltag als Athlet:in? gar nicht wenig mittel- mäßig gut sehr gut Eltern(-teil) Geschwister Partner:in Teamkolleg:innen Freund:innen Trainer:in Lehrer:in Sportpsycholog:in Andere: ________________________ Jens Kleinert, Johanna Belz Psychologisches Institut Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Deutsche Sporthochschule Köln Insgesamt betrachtet: Wie gut fühlst du dich insgesamt beim Sport als Athlet:in unterstützt? gar nicht wenig mittelmäßig gut sehr gut Insgesamt betrachtet: Wie gut fühlst du dich insgesamt im Alltag (z. B. Schule, Beruf, Freizeit) als Athlet:in unterstützt? gar nicht wenig mittelmäßig gut sehr gut Welche weiteren Unterstützungsangebote könnten dir beim Sport oder im Alltag als Athlet:in helfen? In welchem Bereich fehlt dir ein Unterstützungsangebot? Hier kannst du deine Ideen und Wünsche eintragen: ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ Super, fast geschafft - jetzt noch ein paar Fragen dazu, wie du dich selbst siehst! Nun ein paar Fragen zu deinen Eigenschaften Wie sehr treffen die folgenden Aussagen auf dich im Allgemeinen zu? Ich stimme Ich stimme nicht zu völlig zu Wenn ich Pläne habe, verfolge ich sie auch. Normalerweise schaffe ich alles irgendwie. Ich lasse mich nicht so schnell aus der Bahn werfen. Ich mag mich. Ich kann mehrere Dinge gleichzeitig bewältigen. Ich bin entschlossen. Jens Kleinert, Johanna Belz Psychologisches Institut Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Deutsche Sporthochschule Köln Ich stimme Ich stimme nicht zu völlig zu Ich nehme die Dinge wie sie kommen. Ich behalte an vielen Dingen Interesse. Normalerweise kann ich eine Situation aus mehreren Perspektiven betrachten. Ich kann mich auch überwinden, Dinge zu tun, die ich eigentlich nicht machen will. Wenn ich in einer schwierigen Situation bin, finde ich gewöhnlich einen Weg heraus. In mir steckt genügend Energie, um alles zu machen, was ich machen muss. Ich kann es akzeptieren, wenn mich nicht alle Leute mögen. Bitte beantworte, wie sehr die folgenden Beschreibungen auf dich zutreffen. Bitte antworte möglichst spontan, offen und ehrlich. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. Ich … trifft voll und ganz zu trifft eher zu weder noch trifft eher nicht zu trifft überh aupt nicht zu … bin eher zurückhaltend, reserviert. … schenke anderen leicht Vertrauen, glaube an das Gute im Menschen. … erledige Aufgaben gründlich. … bin entspannt, lasse mich durch Stress nicht aus der Ruhe bringen. … habe eine aktive Vorstellungskraft, bin phantasievoll. … gehe aus mir heraus, bin gesellig. … neige dazu, andere zu kritisieren. … bin bequem, neige zur Faulheit. … werde leicht nervös und unsicher. … habe nur wenig künstlerisches Interesse. Jens Kleinert, Johanna Belz Psychologisches Institut Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Deutsche Sporthochschule Köln In diesem Fragebogen geht es darum, wie du typischerweise mit dir selbst in schwierigen Zeiten umgehst. fast nie nicht sehr oft manch- mal sehr oft fast immer Ich versuche, freundlich und unterstützend zu mir selbst zu sein, wenn ich eine schwere Zeit habe. Wenn ich das Gefühl habe, in irgendeiner Hinsicht nicht "gut genug" zu sein, versuche ich mich daran zu erinnern, dass andere Menschen sich manchmal auch so fühlen. Wenn etwas Unangenehmes passiert, versuche ich die Dinge so zu sehen, wie sie sind, ohne zu übertreiben. Wenn ich traurig oder unglücklich bin, erinnere ich mich daran, dass es anderen Menschen auch manchmal so geht. Ich bin nett zu mir, wenn etwas schiefläuft und ich mich schlecht fühle. Wenn etwas Schwieriges passiert, versuche ich, die Dinge klar zu sehen, ohne zu übertreiben. Wenn die Dinge nicht gut laufen, denke ich daran, dass das Leben manchmal für jeden schwer ist. Ich versuche, verständnisvoll und geduldig mit mir selbst zu sein, auch wenn ich Mist baue. Wenn ich mich über etwas aufrege, versuche ich, meine Gefühle wahrzunehmen und mich nicht von ihnen mitreißen zu lassen. Jens Kleinert, Johanna Belz Psychologisches Institut Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Deutsche Sporthochschule Köln Vielen Dank für deine Teilnahme an der Befragung “NRW-Athlet:innen for future“ An dieser Stelle möchten wir noch auf einige Dinge hinweisen: Das hast du selbst von der Befragung: Wir können dir eine persönliche Auswertung über Teile der Befragung zuschicken, z.B. zu deinem Persönlichkeitsprofil und dem Profil deines Wohlbefindens oder deines Stresslevels. Das geht leider nur, wenn du 16 Jahre oder älter bist. Um dir Rückmeldung zu deinen Ergebnissen zu geben, bräuchten wir allerdings deine E-Mail- Adresse. Dies ist ein freiwilliger Service für dich. Denke daran, dass der Datenschutz nach der Befragung nicht mehr gewährleistet werden kann. Die Befragung ist dann nicht mehr anonym. Natürlich behandeln wir deine E-Mail-Adresse vertraulich und löschen sie nach dem Feedback automatisch, außer du erlaubst uns dann explizit, dich für Nachfragen oder andere Befragungen anzuschreiben. Auf keinen Fall geben wir deine E-Mail-Adresse an andere weiter! Wenn du eine persönliche Auswertung haben möchtest, trage bitte hier deine E-Mail- Adresse ein: ______________________________________ ☐ Bitte löscht meine E-Mail nicht und sendet mir zukünftig Angebote/Infos für Kaderathlet:innen zu. Falls du jemanden zum Reden brauchst, bieten wir dir gerne unsere Hilfe an: mentaltalent Als Kaderathlet:in mit LK oder NK2-Status hast du beispielsweise die Möglichkeit kostenlos über die Initiative mentaltalent an sportpsychologischen Workshops teilzunehmen oder auch Einzelgespräche mit unseren sportpsychologischen Expert:innen zu führen. Infos und Kontakte findest du unter www.mentaltalent.de oder bei Jana Beckmann und Lina Schulte (mentaltalent@dshs-koeln.de; +49(0)221 4982-8700) persönlich. MentalGestärkt Weiterhin kann dir auch die Initiative MentalGestärkt (www.mentalgestaerkt.de) eine psychologische Unterstützung in deiner Nähe vermitteln. Dieses Netzwerk ist speziell für Leistungssportler:innen gedacht, denen es über längere Zeit psychisch immer wieder schlecht geht und die daher gerne professionelle Hilfe in Anspruch nehmen würden. Dieses Angebot wird in der Regel von der Krankenkasse finanziert. Den Kontakt findest du auf der Webseite. http://www.mentaltalent.de/ mailto:mentaltalent@dshs-koeln.de http://www.mentalgestaerkt.de/ Jens Kleinert, Johanna Belz Psychologisches Institut Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Deutsche Sporthochschule Köln Olympiastützpunkte Infos zu den verschiedenen Serviceleistungen der OSPs (Laufbahnberatung etc.) findest du auf folgenden Homepages: https://www.osp-rheinland.nrw/, https://www.osp- westfalen.nrw/, https://www.osp-rheinruhr.nrw/. Sportstiftung NRW Vor allem für Fragen zu finanzieller Unterstützung oder wenn du Kontakte suchst, steht dir auch das Team der Sportstiftung NRW selbstverständlich jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung: https://www.sportstiftung-nrw.de/ Solltest du noch irgendwelche Fragen haben, kannst du dich immer auch an uns wenden. Dies ist natürlich auch anonym über unser Telefon möglich (Psychologisches Institut der Deutschen Sporthochschule, Abt. Gesundheit und Sozialpsychologie, Ansprechpartnerin Jana Beckmann: Tel.: +49(0)221 4982-8700, mentaltalent@dshs-koeln.de). Das Team vom Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln Jens Kleinert, Johanna Belz, Jana Beckmann & Wiebke Dierkes Abt. Gesundheit & Sozialpsychologie Deutsche Sporthochschule Köln Vielen Dank für deine Teilnahme an der Befragung - bis zum Frühjahr gibt es die ersten Ergebnisse und wir versuchen dann zusammen mit den Verbänden deine Situation zu verbessern! https://www.osp-rheinland.nrw/ https://www.osp-westfalen.nrw/ https://www.osp-westfalen.nrw/ https://www.osp-rheinruhr.nrw/ https://www.sportstiftung-nrw.de/ mailto:mentaltalent@dshs-koeln.de
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Zuletzt aktualisiert: 23.07.2026
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