Forschungsbericht Grundlagenstud ie W intersport Deutschland Herausgeber: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen Haroldstraße 4, 40213 Düsseldorf Stiftung Sicherheit im Skisport Haus des Ski, Hubertusstraße 1, 82152 Planegg Finanzierung: Die Grundlagenstudie wurde mit Mitteln des MFKJKS, der SIS und der DSHS erstellt. Projektleitung und Durchführung: Prof. Dr. R. Roth Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Natursport und Ökologie Am Sportpark Müngersdorf 6, 50933 Köln www.dshs-koeln.de/natursport Autoren: Ralf Roth, DSHS; Alexander Krämer, DSHS; Marcel Görtz, Trendscope impressum Auftragnehmer für die Cati-Befragung und Online Panel: Trendscope GbR, Gottfried-Hagen-Str. 60, 51105 Köln Gestaltung und Satz: Frank Armbruster, WWL, Mozartweg 8, 79189 Bad Krozingen Bildnachweis: Ralf Roth, Andreas Plenk, Fischer Sports GmbH, Salomon Sports, Ötztal-Tourismus, DSV Beirat für Umwelt und Skisportentwicklung Zitierung: Roth, R.; Krämer, A.& M. Görtz (2012): Grundlagenstudie Wintersport Deutschland. Schriftenreihe Institut für Natursport und Ökologie der Deutschen Sporthochschule Köln – Band 26. ISNN 1612-2437 © 2012 – Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Zustimmung des Herausgebers. Forschungsbericht grundlagenstud ie W intersport deutschland Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 5© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Einleitung______________________________________________ 7 Konzept der Studie ___________________________________ 10 Definition der Zielgruppe 10 Methodische Vorgehensweise 10 Potenzialanalyse ______________________________________ 14 Gesamtmarkt Wintersport 15 Potenzial der Nicht-Wintersportler 16 Potenzial der Wintersportausflügler 17 Potenzial der Wintersporturlauber 18 Soziodemographie ____________________________________ 22 Die Herkunft der Befragten nach Nielsengebieten 23 Die Herkunft der Wintersportler nach Bundesländern 23 Die Aktivität der Wintersportler in der Saison 2009/2010 27 Die Haushalte der Befragten 31 Wintersportler in Freizeit und Urlaub – Marktsegmentierung nach Reisetypen 33 Wintersportverhalten ________________________________ 36 Wintersportarten 37 Wintersportausflüge 38 Wintersport als Nebenmotiv 39 Wintersport als Hauptmotiv 39 inhalt Reiseplanung _________________________________________ 42 Planung und Anreise 43 Reiseziele 45 Reiseverhalten und Reisebedürfnisse _________________ 50 Ausrüstung und Ausgaben 51 Allgemeine Reisefaktoren 56 Angebot und Nachfrage 64 Sonstige sportliche Freizeitaktivitäten 66 Skihallen und Wintersport-Events ____________________ 68 Skihallen 69 Wintersport-Events 72 Zusammenfassung ___________________________________ 76 ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitungEinleitung Konzept 7© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Die Entwicklung des Wintersports beginnt Ende des 19. Jahrhunderts, als man auf die Attraktivität der winterlichen Gebirge aufmerksam wurde. Ein erster starker Aufschwung folgte nach dem zweiten Weltkrieg mit der Weiterentwicklung von Skiern und Aufstiegshilfen, die es ermöglichten, die Bergregionen als Wintersportdestination zu nutzen. Bereits in den 1960er Jahren erzielte der Wintersporttourismus in vielen Gebieten eine höhere Wert- schöpfung als der Sommertourismus. Zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen im Bereich der Hotellerie und Gastronomie sowie bei der Erschließung der Skigebiete wurden in dieser Zeit umgesetzt. Seinen Höhepunkt erreichte der Wintersport schließlich in den 1970er/1980er Jahren als die Skigebiete massiv ausgebaut und die Bergbahnen zu den Leitbetrieben ganzer Talschaften wurden. Wintersport-Aktivitäten ist das primäre Reisemotiv von Sporttouristen, die im Winter in die Alpen und in die Mittelgebirge wie Sauerland, Schwarzwald oder Harz fahren. Über 1100 Liftanlagen, ca. 800 Skischulen, 140 Nordische Zentren, ca. 4000 Skiver- eine und unzählige Erfolge im Spitzensport weisen Deutschland als Wintersportland aus. Gegenwärtig scheint die Hochphase der Faszination „Schnee“ jedoch erreicht, wenn nicht überschritten zu sein. In vielen Regionen stagnieren die Besucherzahlen. Als Gründe hierfür werden u.a. diskutiert: mangelnde Schneessicherheit, Überalterung der Gesellschaft, Ände- rung des Sport- und Freizeitverhaltens, Kostenentwicklung und wirtschaftliche Gesamtlage. Die aus einer steigenden Erwartungshaltung resultierende Komfort- und Preisentwicklung spiegeln sich in der wirtschaftlichen Bedeutung des Wintersports in Deutschland wider. Aktuelle Studien weisen für den Sportkonsum der Deutschen alleine für den Skisport und Snowboardsport ein jährliches Ausgabevolumen von 13 Milliarden Euro aus. Damit bildet der Skisport das umsatzstärkste Einzelsegment, noch vor den Bereichen Fußball und Radsport. Für den Bereich Snowboard als separate Erhebungseinheit werden bisher zusätzliche 2 Milli- arden Euro pro Jahr für den Sportkonsum angegeben (Preuß, Wirtschaftliche Bedeutung des Sportkonsums für Deutschland, 2011). einle itung Während andere Freizeit- und Reiseaktivitäten und Gewohnheiten gut untersucht sind, gibt es bisher für den Wintersport und Wintersporttourismus keine detaillierten Informa- tionen, die repräsentativ für die deutsche Bevölkerung sind. Aus diesem Grund haben das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und die Stiftung Sicherheit im Skisport unter der Leitung der Deutschen Sporthochschule Köln, Institut für Natursport und Ökologie eine wissenschaftliche, repräsentative Erhebung zum Thema Wintersport in Deutschland durchgeführt. Welche Schlüsse können aus diesen Entwicklungen gezogen werden und welchen Stellen- wert wird der Wintersporttourismus in Zukunft für die Wintersportdestinationen einnehmen? Im Rahmen dieser Studie wird dargelegt, welche Wintersportaktivitäten von den Deutschen unternommen werden, wie sie sich auf einen Wintersportausflug bzw. -urlaub vorbereiten, welche Verhaltensweisen sie währenddessen aufweisen und welche Entwicklungen und Potenziale in Zukunft denkbar sind. Dabei wird insgesamt ein sehr weites Verständnis von Wintersport zu Grunde gelegt: Es werden sämtliche schneegebundenen Aktivitäten von Ski- Alpin über Langlauf bis hin zum Winterwandern und Schlittenfahren in die Betrachtung mit einbezogen. Hauptziel der Studie ist es, erstmals repräsentative Daten zur aktuellen Größe und Struktur des Marktsegments „Wintersport“ in Deutschland zu erheben und somit umfassen- de Kundeninformationen für strategische Planungen und eine gezielte Kundenansprache zu erhalten. Diese sind für die verschiedensten Akteure von großer Bedeutung und liefern wichti- ge Grundlagen für künftige Planungen oder Entscheidungen in Politik, in Sportfachverbänden wie vor allem dem Deutschen Skiverband (DSV), in Unternehmen, bei sporttouristischen Dienstleistern, bei touristischen Leitbetrieben und vielen mehr. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 8 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Grundlagen- studie Wintersport Deutschland Sozio- demographie Reiseplanung Reiseverhalten Markt- Analyse Reisetypen – Typologie Potenzial- Analyse Sportverhalten Untersuchungsinhalte der Grundlagenstudie Wintersport Deutschland Weiterhin soll mit den Ergebnissen der Studie die Basis für ein künftiges Monitoring des Marktsegments „Wintersport“ in Deutschland geschaffen werden, das in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern umgesetzt wird. Darüberhinaus liefert die Studie wichtige Informationen für aktuelle Fragestellungen im Bereich der Sportverhaltensberichter- stattung. Die folgende Abbildung gibt einen Überblick über die Untersuchungsinhalte der Studie, die in den folgenden Kapiteln ausführlich dargestellt werden. Konzept der studie Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 10 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Definition der Zielgruppe Je nach Verständnis werden Wintersporttouristen ganz unterschiedlich definiert. Unbestritten ist, dass alle Arten von Wintersporttouristen (Wintersporturlauber oder Wintersport ausflügler) positive ökonomische Effekte für das jeweilige Zielgebiet induzieren. Im Rahmen der „Grundlagenstudie Wintersport Deutschland“ liegt daher ein weites Ver- ständnis von Wintersporttourismus vor. Außer Wintersporturlauben WSU (Wintersport als Hauptmotiv) und Urlauben, bei denen der Wintersport nur eine von mehreren Urlaubsaktivitäten darstellt (Wintersport als Ne- benmotiv) wurden auch solche Wintersportaktivitäten in die Untersuchung mit einbezogen, die nicht an eine Übernachtung gebunden sind (Wintersportausflüge). Es fanden jedoch nur solche Wintersportausflüge WSA Berücksichtigung, die außerhalb des eigenen Wohnortes unternommen werden und eine Mindestdauer von 2 Stunden haben (inkl. An- und Abreise). Des Weiteren wurden im Rahmen der Befragung nur Wintersportler berücksichtigt, die schneegebundene Wintersportaktivitäten wie Ski Alpin, Snowboard, Ski Nordisch, Telemarken, Schlittenfahren/Rodeln, Schneeschuhlaufen oder Winterwandern ausüben. Eisgebundene Wintersportaktivitäten, wie z.B. Schlittschuhlaufen oder Eishockey, fanden hingegen keine Berücksichtigung. Methodische Vorgehensweise Aufbau der Untersuchung Die „Grundlagenstudie Wintersport Deutschland“ wurde in zwei aufeinanderfolgenden Schritten durchgeführt. Der erste Schritt bestand in einer Befragung deutscher Haushalte Konzept der studie mittels repräsentativer Telefonbefragung (CATI = Computer Assisted Telephone Interviews). Im zweiten Schritt folgte die eigentliche Hauptbefragung, bei der ausschließlich Wintersport- touristen mittels Online-Panel befragt wurden. Die Teilung der Untersuchung in zwei Schritte ist dem Umstand geschuldet, dass auch im Jahr 2010 noch längst nicht jeder Deutsche bereits einmal einen Wintersporturlaub mit mindestens einer Übernachtung unternommen hat. Die Inzidenz dieser Zielgruppe in der gesamtdeutschen Bevölkerung ist zu gering, um die vorliegende Untersuchung ausschließlich über eine Haushaltsbefragung durchzuführen. Ist eine Haushaltsbefragung aus ökonomischen Gründen nicht durchführbar, bedarf es eines anderen Weges, um einen repräsentativen Überblick über den Wintersporttourismus auf ge- samtdeutscher Ebene zu erhalten. Dieser Weg besteht in der Zweiteilung der Untersuchung. Der große Vorteil von Haushaltsbefragungen, repräsentative Zufallsstichproben zu ziehen, stößt bei touristischen Online-Befragungen an die Grenze der Machbarkeit. Dies hängt damit zusammen, dass je nach Inzidenz der Zielgruppe vor allem bei großen Stichprobengrößen die Anzahl an Panelteilnehmern nicht immer ausreichend groß ist, um ein repräsentatives Ergebnis für die deutsche Grundgesamtheit zu erzielen. Zur Lösung dieses Problems bietet sich die Quotierung mit anschließender Gewichtung der Stichprobe an. Durch diese Vor- gehensweise wird nicht mehr jeder Wintersporttourist willkürlich in die Stichprobe integ- riert. Genaue Quotierungsvorgaben steuern die Zusammensetzung der Stichprobe, die als möglichst genaues Abbild der Grundgesamtheit konstruiert wird. In den Fällen, in denen die Quotierungsvorgaben nicht exakt erfüllt werden können, wird schließlich eine nachträgliche Gewichtung der Daten vorgenommen. Telefonstichprobe Die der Hauptbefragung vorgeschaltete Telefonbefragung mittels CATI hatte eine Stichpro- bengröße von n = 2.000. Bei dieser Befragung wurde sich des sogenannten ADM Master- Samples bedient, das die Ziehung bundesweit repräsentativer Telefonstichproben ermöglicht. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 11© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Die Grundgesamtheit der telefonischen Voruntersuchung ist die Gesamtheit aller Telefonan- schlüsse Deutschlands. Diese umfasst ca. 71,7 Mio. Rufnummern, von denen 30,7 Mio. im Telefonbuch eingetragen sind. Die restlichen 41 Mio. Rufnummern werden nach dem Gabler- Häder-Verfahren generiert, um auch die nicht eingetragenen Teilnehmer zu erreichen. Die Ergebnisse der Telefonbefragung haben im Rahmen dieser Studie vor allem zwei Auf- gaben zu erfüllen: Zum einen dienen sie wie beschrieben der Sicherung der Repräsentativität der Hauptbefragung und zum anderen als Potenzialanalyse des deutschen Wintersportrei- semarktes. Damit im Rahmen der Hauptbefragung die Wintersporttouristen nicht willkürlich befragt werden mussten, wurden anhand der CATI-Befragung wesentliche Merkmale von Wintersporttouristen erhoben, welche der anschließenden Quotierung der Hauptbefragung dienten: Geschlecht und Alter der Wintersporttouristen Herkunft der Wintersporttouristen Die Potenzialanalyse beschränkt sich auf die Erhebung der wesentlichen Merkmale, die Aussagen über das zukünftige Marktpotenzial des Wintersporttourismus ermöglichen. Hauptstichprobe Im Rahmen der Hauptbefragung wurden ausschließlich Wintersporttouristen (Winter- sport aus flügler, Wintersporturlauber – Wintersport als Hauptmotiv oder Nebenmotiv) be- fragt. Die gezogene Stichprobe hat eine Größe von n = 4.047 Personen. Insgesamt wurden 3.505 Wintersporturlauber befragt (2.728 Wintersporturlauber mit Hauptmotiv Winter- sport und 777 Urlauber mit Nebenmotiv Wintersport) sowie 542 Wintersportausflügler, die bislang noch keinen Wintersporturlaub unternommen haben. Neben den über die CATI-Befragung gewonnenen Merkmalen zu Alter und Geschlecht der Befragten wurde auch die regionale Herkunft der Probanden für die Quotierung der Stichpro- Computer Assisted Telephone Interviews (CATI): > 2000 Probanden • Bundesweite Repräsentativbefragung mit 14 Fragen • Ziel: gegenwärtige Struktur und Größe des Marktsegments abzuschätzen. Online-Panel Wintersport: > 4000 Probandenzahl • Bundesweite Repräsentativbefragung mit 94 Fragen. • In diesem Panel werden ausschließlich Wintersportler befragt. Zielpopulation: Deutschland Alter: 14 – 70 Jahre Erhebungszeitraum: 12/2010 – 1/2011 Wintersporturlauber Wintersportausflügler Ski-Alpin Snowboard Winterwandern Skitourengehen Ski-Nordic Rodeln/Schlitteln Inaktive Wintersportler Aufhörer Verweigerer Konzept der Studie: Zweistufiges Verfahren Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 12 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie be berücksichtigt. Diese regionale Aufteilung der Stichprobe erfolgte auf Basis der Nielsen- gebiete, wodurch sich die Ergebnisse der Studie regional aufschlüsseln und zu den vorliegen- den Daten zu diesen Gebieten (Konsumverhalten, Kaufkraft etc.) in Beziehung setzen lassen. Durch die Kombination aller Quotierungsmerkmale ergaben sich insgesamt 80 Quotie- rungstöpfe, die bei der Hauptbefragung zu berücksichtigen waren. Ein Beispiel für einen derartigen Quotierungstopf sind Frauen im Alter von 14 bis 29 Jahren, die Wintersport betreiben und aus Nordrhein-Westfalen kommen. 59% der Quotierungstöpfe wurden gefüllt bzw. übererfüllt. Rund 41% der Töpfe konnten nicht vollständig gefüllt werden. 40% dieser Quotierungstöpfe waren jedoch mindestens zu 75% gefüllt. Da nicht alle 80 Töpfe zu 100% gefüllt werden konnten, wurden deren Soll-Wer- te mit den ermittelten Ist-Werten gewichtet. Auf diese Weise ließ sich die Repräsentativität der Stichprobe gewährleisten. Quotierungsmerkmale der Stichprobe Folgende Merkmale wurden zur Quotierung der Stichprobe herangezogen: 1. Herkunft nach Nielsengebiet Nielsengebiet 1: Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein Nielsengebiet 2: Nordrhein-Westfalen Nielsengebiet 3a: Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland Nielsengebiet 3b: Baden-Württemberg Nielsengebiet 4: Bayern Nielsengebiet 5: Berlin Nielsengebiet 6: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt Nielsengebiet 7: Sachsen und Thüringen 2. Geschlecht 3. Altersklassen 14-29 Jahre 30-39 Jahre 40-49 Jahre 50-59 Jahre 60 Jahre und älter Darstellung der Zielgruppenergebnisse Der vorliegende Forschungsbericht „Grundlagenstudie Wintersport Deutschland“ ist in sechs Abschnitte untergliedert und stellt die verschiedenen Schwerpunkte der Studie dar. Die Wintersporturlauber, die den Wintersport als Hauptmotiv für ihren Urlaub nannten, und die Urlauber, bei denen der Wintersport nur eine von mehreren Urlaubsaktivitäten darstellte (Wintersport als Nebenmotiv), werden aus Gründen der Übersichtlichkeit und um den Rahmen der Studie nicht zu sprengen, zusammengefasst betrachtet und gemeinsam als Wintersporturlauber bezeichnet. Somit wird zwischen Wintersporturlaubern (mit Übernach- tung) und Wintersportausflüglern (ohne Übernachtung) unterschieden. Die entsprechenden Stichproben sind mit (WSU) bzw. (WSA) gekennzeichnet. Darüber hinaus werden Wintersporttouristen, die bereits einmal Ski-Alpin, Snowboard oder Skilanglauf gefahren sind, differenzierter betrachtet. Hierbei werden die Wintersport- urlauber und Wintersportausflügler in den meisten Fällen zusammengefasst betrachtet und die entsprechenden Stichproben mit (Ski-Alpin / Snowboard / Ski-Nordisch) benannt. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass nahezu 90% der Alpin-Skifahrer, 95% der Snowboarder und 92% der Skilangläufer bereits einen Wintersporturlaub unternommen haben und der Anteil an Ausflüglern somit sehr gering ausfällt. Potenzialanalyse Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 14 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Die zukünftige Entwicklung des Wintersporttourismus ist nicht nur abhängig von bran- chenspezifischen Trends und Entwicklungen, sondern natürlich auch von der allgemeinen Bevölkerungsentwicklung Deutschlands. Der demographische Wandel – Resultat der stabil niedrigen Geburtenrate mit einer gleichzeitig steigenden Lebenserwartung – wird vor allem in einer gravierenden Veränderung der Altersstruktur spürbar werden. Trotz insgesamt stagnierender Bevölkerungszahlen wird die Gruppe der über 60-Jährigen laut Statistischem Bundesamt in den nächsten 20 Jahren um 7 Millionen auf 28,5 Millionen ansteigen. Dement- sprechend beträgt der Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung im Jahr 2030 voraussichtlich 37 Prozent, während die Anzahl der unter 30-Jährigen von knapp 25 auf ca. 20 Millionen sinken wird. Diese Zahlen bezüglich des Bevölkerungsvolumens und der Altersstruktur implizieren einen erheblichen Einfluss auf die Struktur jeglicher Märkte, also auch des touristischen Markts. Demnach ist unter anderem von einer wachsenden Bedeutung der Senioren im Tou- rismus auszugehen. Dieser Umstand ist jedoch nicht nur dem steigenden Anteil an Senioren an der Gesamtbevölkerung geschuldet. Weiterhin ist dieser Altersgruppe neben ansteigender Mobilität und Aktivität die Tendenz zu gesundheitsbewussterem und dennoch genussvollem Leben zuzuschreiben, was sich insbesondere in einem sportaffineren Urlaubsverhalten nie- potenzialanalyse derschlagen wird. Die Gruppe der älteren Wintersporttouristen besteht demnach nicht nur aus den erfahrenen Wintersportlern, welche die Begeisterung aus jungen Jahren ins Alter mitbringen, sondern ebenso aus solchen, die den Wintersport erst in späteren Lebenspha- sen für sich entdecken. Es stellt sich jedoch die Frage, ob diese Entwicklung dazu geeignet ist, den zu beobachtenden Rückgang im Wintersportmarkt zu kompensieren. Ein wichtiges Anliegen der „Grundlagenstudie Wintersport Deutschland“ besteht darin, die Gesamtentwicklung des Marktes zu berücksichtigen und die zukünftige Entwicklung des Wintersporttourismus hierzulande auf Grundlage der Struktur des aktuellen Wintersport- marktes sowie der in die Zukunft gerichteten repräsentativen Erhebung besser einschätzen und beschreiben zu können. Aus diesem Grund wurde die der Hauptbefragung vorgeschaltete CATI-Befragung so konzipiert, dass sich Aussagen über die zukünftige Entwicklung des Win- tersporttourismus in Deutschland ableiten lassen. Neben den anhand der CATI-Befragung gewonnenen Ergebnissen werden in diesem Abschnitt ebenso Ergebnisse der Hauptbefra- gung dargestellt. Damit die nötige Transparenz der Daten gewahrt bleibt, wird stets mit angegeben, auf welche Stichprobe sich die präsentierten Ergebnisse beziehen. Dabei sind die Ergebnisse der CATI-Befragung mit (CATI) und die der Hauptbefragung mit (WSU) bzw. (WSA) gekennzeichnet. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 15© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Gesamtmarkt Wintersport Betrachtet man den Gesamtmarkt für Wintersport in Deutschland, so zeigt sich, dass über die Hälfte der Deutschen (52%) im Alter von mindestens 14 Jahren bereits Winter- sport betrieben haben. Das entspricht einer Gesamtzahl von ca. 36,8 Mio. Menschen. Hier- bei sind nur schneegebundene Wintersportaktivitäten wie z.B. Skifahren oder Winterwandern gemeint und kein Eissport wie z.B. Eislaufen oder Bobfahren. Von denjenigen Deutschen, die bereits Wintersporterfahrung besitzen, haben rund drei Viertel bereits einen Wintersporttagesausflug unternommen (Ein-Tagesausflug ohne Über- nachtung, bei dem eine Wintersportaktivität mit einer Mindestdauer von 2 Stunden inklusive An- und Abreise betrieben wurde und der außerhalb des eigenen Wohnortes stattfand). Gut die Hälfte dieser Gruppe hat bereits einmal einen Urlaub mit mindestens einer Übernachtung unternommen, bei dem Wintersport betrieben wurde, der Hauptgrund der Reise jedoch nicht in der Ausübung von Wintersport bestand. Wintersporturlaube (Hauptmotiv) wurden hingegen bereits von 70% derjenigen Deutschen unternommen, die Wintersporterfahrung besitzen. 52 79 51 70 48 21 49 30 nein ja 52 79 51 70 48 21 49 30 0 20 40 60 80 100 nein ja Gesamtmarkt Wintersport Datenbasis: CATI; A: n = 2000; B-D: n = 955 Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 16 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 46 18 31 54 19 19 Hauptmotiv Nebenmotiv 46 18 6 31 54 19 7 19 0 10 20 30 40 50 60 Ja Eher ja Eher nicht Nein Hauptmotiv Nebenmotiv Urlaub mit Wintersport als Haupt-/ Nebenmotiv Angaben in Prozent. Antworten derjenigen, die keine Wintersporterfahrung haben, sich aber vorstellen können, zukünftig Wintersport zu betreiben. Datenbasis: CATI: n = 120 60 71 Hauptmotiv 14 16 11 60 10 14 5 71 0 10 20 30 40 50 60 70 80 Ja Eher ja Eher nicht Nein Nebenmotiv Geplanter Urlaub mit Wintersport als Haupt-/ Nebenmotiv in den nächsten 12 Monaten Angaben in Prozent. Antworten derjenigen, die keine Wintersporterfahrung haben, sich aber vorstellen können, zukünftig Wintersport zu betreiben. Geringe Fallzahlen! Datenbasis: CATI, n Hauptmotiv = 76 bzw. n Nebenmotiv = 88 Potenzial der Nicht-Wintersportler Diejenigen Deutschen, die bis dato noch keinen Wintersport betrieben haben, sind an diesem Thema nicht besonders interessiert. Nur 13% von ihnen können sich vorstellen, zukünftig Wintersport zu betreiben. Für rund drei Viertel der Wintersport unerfahrenen Deutschen, die sich vorstellen können, zukünftig Wintersport zu betreiben, käme ein Urlaub infrage, bei dem Wintersport betrieben wird, der Hauptgrund der Reise jedoch nicht in der Ausübung von Wintersport besteht. In Bezug auf Wintersporturlaube (Hauptmotiv) liegt der entsprechende Anteil bei rund zwei Dritteln. 10% der Wintersport unerfahrenen Deutschen, die sich vorstellen können, einen Urlaub zu unternehmen, bei dem Wintersport betrieben wird, der Hauptgrund der Reise jedoch nicht in der Ausübung von Wintersport besteht, planen mit hoher Wahrscheinlichkeit, in den nächsten 12 Monaten einen solchen Urlaub zu unternehmen. Hinsichtlich der Wintersportur- laube liegt der entsprechende Anteil bei 14%. 79 7 6 9 79 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 Ja Eher ja Eher nicht Nein „Können Sie sich vorstellen, zukünftig Wintersport zu betreiben?“ Angaben in Prozent. Antworten derjenigen, die keine Wintersporterfahrung haben. Datenbasis: CATI: n = 956. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 17© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 22 27 32 19 22 27 32 19 0 5 10 15 20 25 30 35 40 Ja Eher ja Eher nicht Nein Alternative Wintersporturlaub: „Käme ein Wintersporturlaub mit mindestens einer Übernachtung für Sie in Frage?“ Angaben in Prozent. Antworten derjenigen, die bereits Wintersportausflüge, aber noch keine Wintersporturlaube unternommen haben. Datenbasis: WSA: n = 542 11 14 16 22 28 40 25 5 11 14 16 22 28 40 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 Sonstiger Grund Zu hohe Umweltbelastung Möchte im Urlaub entspannen Partner bevorzugt andere Urlaubsform Familiäre Gründe Zu hohes Alter Gesundheitliche Situation Zu teuer Konkrete Gründe gegen Wintersporturlaub Angaben in Prozent. Mehrfachnennungen möglich. Antworten derjenigen, die bereits Wintersportausflüge, aber noch keine Wintersporturlaube unternommen haben und die ganz konkrete Gründe haben, die gegen einen solchen Urlaub sprechen. Datenbasis: WSA: n = 191. Potenzial der Wintersportausflügler Für etwa die Hälfte der Deutschen, die bereits Wintersportausflüge – aber noch kei- nen Wintersporturlaub – unternommen haben, käme ein Wintersporturlaub (Neben- oder Hauptmotiv) in Frage. Von dieser Gruppe planen 14% mit hoher Wahrscheinlichkeit, in den nächsten 12 Monaten einen solchen Wintersporturlaub zu unternehmen. 17% derjenigen Wintersportausflügler, die noch über keine Wintersporturlaubserfahrung verfügen, aber planen innerhalb der nächsten 12 Monate einen Wintersporturlaub zu unter- nehmen, wissen bereits mit hoher Wahrscheinlichkeit, wohin diese Reise gehen wird. Von denjenigen Wintersportausflüglern, die noch keine Wintersporturlaube unternommen haben und eher ausschließen, künftig in Wintersporturlaub zu fahren, haben 53% noch nicht über derartige Urlaube nachgedacht und 47% ganz konkrete Gründe, die gegen Winterspor- turlaube sprechen. Die wichtigsten Gründe, die gegen Wintersporturlaube sprechen, sind in diesem Zusammenhang die mit diesem Urlaub verbundenen Kosten, die eigene gesundheit- liche Situation sowie das eigene Alter, das als zu hoch eingestuft wird. Von untergeordneter Bedeutung ist hingegen der Umweltaspekt: Nur 5% dieses Personenkreises gaben an, aufgrund der mit einem Wintersporturlaub verbundenen Umweltbelastungen keinen solchen Urlaub unternehmen zu wollen. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 18 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 28 21 27 23 28 21 27 23 0 5 10 15 20 25 30 35 Ja Eher ja Eher nicht Nein Geplanter Wintersporturlaub Angaben in Prozent. Antworten derjenigen, die bereits Wintersporturlaube unternommen haben. Datenbasis: WSU: n = 3505 1 9 2,0 2,1 2,3 3,5 4,8 11,6 1,5 1,5 1,7 1,9 2,0 2,1 2,3 3,5 4,8 11,6 0 5 10 15 Bayern Alpen Ischgl Bayerischer Wald Zillertal Harz Tirol Südtirol Schweiz Österreich Geplante Reiseziele – Top Ten Angaben in Prozent. Mehrfachnennung möglich. Antworten derjenigen, die bereits Wintersporturlaube unternommen haben und planen, innerhalb der nächsten 12 Monate erneut einen Wintersporturlaub zu unternehmen. Datenbasis: WSU: n = 1193. Potenzial der Wintersporturlauber Von denjenigen Deutschen, die bereits Wintersporturlaube unternommen haben, planen 28% mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten 12 Monaten erneut einen Wintersportur- laub (Haupt- oder Nebenmotiv) zu unternehmen. 42% derjenigen Wintersporturlauber, die bereits über Wintersporturlaubserfahrung verfügen und planen innerhalb der nächsten 12 Monate einen Wintersporturlaub zu unter- nehmen, wissen bereits mit hoher Wahrscheinlichkeit, wohin diese Reise gehen wird. Dabei wird das Reiseziel Österreich mit großem Abstand am häufigsten genannt. Die Schweiz und Südtirol folgen auf den Plätzen zwei und drei. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 19© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 9 15 18 20 22 34 M h i U l b 20 4 9 15 18 20 22 34 0 10 20 30 40 Sonstiger Grund Zu hohe Umweltbelastung Möchte im Urlaub entspannen Zu hohes Alter Partner bevorzugt andere Urlaubsform Gesundheitliche Situation Familiäre Gründe Zu teuer Gründe gegen Wintersporturlaub Angaben in Prozent. Mehrfachnennung möglich. Antworten derjenigen, die bereits Wintersporturlaube unternommen haben und die in den nächsten 12 Monaten keinen solchen Urlaub planen. Datenbasis: WSU: n = 1752. Diejenigen Wintersporturlauber, die nicht planen innerhalb der nächsten 12 Monate erneut einen Wintersporturlaub zu unternehmen, begründen dies insbesondere durch die mit diesem Urlaub verbundenen Kosten, familiäre Gründe sowie die eigene gesundheitliche Situation. Von untergeordneter Bedeutung ist hingegen auch hier der Umweltaspekt: Nur 4% dieses Personenkreises gab an, aufgrund der mit einem Wintersporturlaub verbundenen Um- weltbelastungen in den nächsten 12 Monaten nicht in Wintersporturlaub fahren zu wollen. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 20 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Soziodemographie Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 22 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Bevor die Wintersporttouristen in den nachfolgenden Kapiteln in Bezug auf ihr Reisever- halten, ihre Motive etc. ausführlich analysiert und charakterisiert werden, folgt zunächst eine grundlegende Beschreibung der Wintersporttouristen anhand ihrer soziodemographischen Merkmale. Das Ziel dieses Kapitels besteht darin, einen ersten Überblick über die Struktur der Gesamtheit der deutschen Wintersporttouristen zu geben. Im Rahmen dieser Studie wird stets davon ausgegangen, dass sich Wintersporttouristen (Wintersporturlauber und Wintersportausflügler) in vielerlei Hinsicht voneinander unterscheiden. Deshalb werden diese beiden Gruppen immer getrennt voneinander dargestellt und die jeweiligen Ergebnisse gegenüber gestellt. Weiterhin werden die in der Studie genauer untersuchten Untergruppen der Alpin-Skifahrer, Snowboarder und Skilangläufer mit dargestellt. soziodemographie Wie im Kapitel zum Konzept der Studie beschrieben, konnte nicht jede Quote hundert- prozentig erfüllt werden. Vor diesem Hintergrund wurde eine Gewichtung der Ergebnisse vorgenommen. Mit Ausnahme der ersten Abbildung in diesem Kapitel werden immer nur die gewichteten Ergebnisse dargestellt. In diesem und in den folgenden Kapiteln werden in den Abbildungen zumeist Prozentwerte dargestellt. Wenn nichts anderes angegeben ist, wurden diese Prozentwerte in Bezug auf die Anzahl der Fälle berechnet. In vereinzelten Fällen wurden aus Gründen einer besseren Verständlichkeit anstelle der Prozentwerte absolute Zahlen verwendet. Dies wurde in der jeweiligen Abbildung kenntlich gemacht. Zum Abschluss des Kapitels werden die befragten Wintersportler nach Reisetypen klassifiziert und im Vergleich zum deutschen Gesamtmarkt dargestellt. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 23© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 15 20 14 12 18 5 7 8 14 20 13 14 18 8 9 15 20 14 12 18 5 7 8 14 20 13 14 18 3 8 9 0 5 10 15 20 25 Gesamt ungewichtet Gesamt gewichtet Herkunft der Befragten nach Nielsengebieten Angaben in Prozent. Datenbasis: ungewichtet: n = 4047; Datenbasis: gewichtet: n = 4047 Die Herkunft der Wintersportler nach Bundesländern Im Zuge der Untersuchung wurden die Wintersportler noch einmal gezielt nach der Ausübung der drei Sportarten Ski Alpin, Snowboard und Ski Nordisch befragt. Von den ca. 36,8 Mio. Wintersportlern (über 14 Jahren) betreiben somit 15 Mio. alpinen Skisport, 4,3 Mio. Snowboard und 8,8 Mio. den nordischen Skisport. Vergleicht man die Grundge- samtheit der Wintersportler mit den zu den Sportarten Ski Alpin, Snowboard und Ski Nor- disch zugehörigen Sportlern, so ergeben sich herkunftsbezogene Unterschiede. Für alle drei genannten Sportarten kommen die meisten Sportler aus Bayern, erst danach die Quellregi- onen Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Vor allem im Alpinen Skisport ist der Abstand zwischen Bayern und den weiteren Bundesländern sehr deutlich. Der Anteil an den drei Sportarten ist bei den nord- und ostdeutschen Wintersportlern deutlich geringer. Neben der allgemeinen Untersuchung der Herkunft der Wintersportler erfolgte bei der Befragung auch die explizite Abfrage der Wintersportaktivitäten in der Saison 2009/2010. Somit konnten für diese Saison Aktivitätsraten ermittelt werden, die einen Rückschluss auf das Aktivierungspotenzial liefern. So waren in der Saison 2009/2010 nur 49% der Alpin- Skifahrer aktiv. Bei den Snowboardern waren es 46% und bei den Langläufern nur 27%. Die Herkunft der Befragten nach Nielsengebieten Entsprechend der Quotierungsvorgabe stammt der größte Teil der befragten Wintersport- ler aus Nielsengebiet 2. Auf dem zweiten Rang befindet sich das Nielsengebiet 4, aus dem 18% der Wintersportler stammen. Es folgen die Nielsengebiete 1, 3a und 3b mit jeweils 14 bzw. 13%. Aus den Nielsengebieten 7, 6 und 5 stammen mit 9 bis 3% die wenigsten Wintersportler. Da sich die acht deutschen Nielsengebiete aus den Bundesländern zusam- mensetzen, entspricht die Verteilung der Herkunft der Wintersportler nach Bundesländern der Verteilung der Nielsengebiete. Auf den ersten beiden Plätzen befinden sich Nordrhein- Westfalen und Bayern, auf den letzten beiden Plätzen liegen das Saarland und Bremen. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 24 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Herkunft der Wintersportler nach Bundesländern Datenbasis n = 4047 Bundesland Anteil (%) Baden-Württemberg 13,8 Bayern 18,4 Berlin 3,4 Brandenburg 3,4 Bremen 0,9 Hamburg 3,1 Hessen 8,4 Mecklenburg-Vorpommern 1,7 Niedersachsen 7,4 Nordrhein-Westfalen 19,7 Rheinland-Pfalz 3,4 Saarland 1,3 Sachsen 6,8 Sachsen-Anhalt 3,0 Schleswig-Holstein 3,0 Thüringen 2,4 Gesamt 100,0 ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 25© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Herkunft der Wintersportler nach Bundesländern – Absoluter Vergleich: Ski Alpin – Snowboard – Ski Nordisch & relativer Anteil an der Gesamtbevölkerung Angaben in Mio. Sportler und Anteil in Prozent. Datenbasis: Ski Alpin: n = 1.619; Snowboard: n = 469; Ski Nordisch: n = 928 Bundesland Einwohner* Mio. Ski-Alpin Mio. Snowboard Mio. Ski-Nordisch Mio. Ski Alpin % Einw Snowboard % Einw Ski-Nordisch % Einw Baden-Württemberg 9,22 2,52 0,71 1,25 27,3 7,7 13,6 Bayern 10,81 4,15 0,88 1,84 38,4 8,1 17,0 Berlin 3,02 0,44 0,13 0,32 14,6 4,3 10,6 Brandenburg 2,24 0,34 0,18 0,20 15,2 7,9 8,9 Bremen 0,62 0,11 0,04 0,07 17,9 6,2 11,4 Hamburg 1,59 0,48 0,18 0,29 30,3 11,2 18,3 Hessen 5,21 1,37 0,30 0,78 26,3 5,8 15,0 Mecklenburg-Vorpommern 1,44 0,17 0,06 0,10 11,8 4,2 7,0 Niedersachsen 6,81 0,70 0,27 0,68 10,3 3,9 10,0 Nordrhein-Westfalen 15,38 2,71 0,79 1,71 17,6 5,1 11,1 Rheinland-Pfalz 3,47 0,48 0,13 0,23 13,9 3,8 6,6 Saarland 0,88 0,19 0,03 0,10 21,6 3,0 11,4 Sachsen 3,69 0,63 0,32 0,58 17,1 8,5 15,7 Sachsen-Anhalt 2,07 0,19 0,10 0,22 9,2 4,6 10,6 Schleswig-Holstein 2,42 0,29 0,12 0,22 12,0 5,1 9,1 Thüringen 1,98 0,26 0,08 0,21 13,1 4,2 10,6 Gesamt 70,82 15,03 4,30 8,80 21,2 6,1 12,4 Ski Nordisch Snowboard Ski Alpin * Einwohner über 13 Jahre, Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden 2010 Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 26 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Herkunft der Wintersportler nach Bundesländern – Prozentualer Vergleich: Ski Alpin – Snowboard – Ski Nordisch Datenbasis: Ski Alpin: n = 1.619; Snowboard: n = 469; Ski Nordisch: n = 928 Bundesland Ski Alpin % Snowboard % Ski Nordisch % Baden-Württemberg 16,77 16,49 14,20 Bayern 27,61 20,37 20,91 Berlin 2,93 3,05 3,64 Brandenburg 2,26 4,12 2,27 Bremen 0,73 0,88 0,80 Hamburg 3,19 4,14 3,30 Hessen 9,12 6,98 8,86 Mecklenburg-Vorpommern 1,13 1,40 1,14 Niedersachsen 4,66 6,19 7,73 Nordrhein-Westfalen 18,03 18,35 19,43 Rheinland-Pfalz 3,19 3,09 2,61 Saarland 1,26 0,60 1,14 Sachsen 4,19 7,33 6,59 Sachsen-Anhalt 1,26 2,21 2,50 Schleswig-Holstein 1,93 2,88 2,50 Thüringen 1,73 1,93 2,39 Gesamt 100,00 100,00 100,00Ski Nordisch Snowboard Ski Alpin ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 27© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Die Aktivität der Wintersportler in der Saison 2009/2010 Aktivität der Wintersportler Saison 2009/2010 – Absoluter Vergleich: Ski Alpin – Snowboard – Ski Nordisch & relativer Anteil an der Gesamtbevölkerung Angaben in Prozent. Datenbasis: Ski Alpin: n = 1.619; Snowboard: n = 469; Ski Nordisch: n = 928 Ski Nordisch Snowboard Ski Alpin Bundesland Einwohner* Mio. Ski-Alpin Mio. Snowboard Mio. Ski-Nordisch Mio. Ski Alpin % Einw Snowboard % Einw Ski-Nordisch % Einw Baden-Württemberg 9,22 1,29 0,24 0,32 14,0 2,6 3,5 Bayern 10,81 1,77 0,31 0,36 16,4 2,8 3,3 Berlin 3,02 0,19 0,08 0,10 6,3 2,6 3,2 Brandenburg 2,24 0,19 0,08 0,09 8,6 3,4 4,1 Bremen 0,62 0,07 0,03 0,01 10,6 5,7 1,3 Hamburg 1,59 0,27 0,06 0,07 16,8 3,9 4,7 Hessen 5,21 0,77 0,16 0,24 14,8 3,0 4,5 Mecklenburg-Vorpommern 1,44 0,16 0,03 0,05 10,9 2,0 3,6 Niedersachsen 6,81 0,30 0,16 0,20 4,4 2,3 2,9 Nordrhein-Westfalen 15,38 1,21 0,39 0,35 7,9 2,5 2,3 Rheinland-Pfalz 3,47 0,18 0,09 0,03 5,3 2,6 0,9 Saarland** 0,88 0,08 - 0,02 8,8 - 2,5 Sachsen 3,69 0,43 0,17 0,21 11,8 4,5 5,7 Sachsen-Anhalt 2,07 0,13 0,06 0,11 6,1 2,7 5,4 Schleswig-Holstein 2,42 0,19 0,09 0,08 8,0 3,7 3,4 Thüringen 1,98 0,17 0,04 0,12 8,5 2,2 6,1 Gesamt 70,82 7,39 1,98 2,36 10,4 2,8 3,3 * Einwohner über 13 Jahre, Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden 2010 – ** Datenbasis Snowboard zu gering, keine validen Daten Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 28 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Aktivität der Wintersportler Saison 2009/2010 – Prozentualer Vergleich: Ski Alpin – Snowboard – Ski Nordisch Angaben in Prozent. Datenbasis: Ski Alpin: n = 1.619; Snowboard: n = 469; Ski Nordisch: n = 928 Bundesland Ski Alpin % Snowboard % Ski Nordisch % Baden-Württemberg 17,4 12,3 13,5 Bayern 24,0 15,5 15,1 Berlin 2,6 3,9 4,1 Brandenburg 2,6 3,8 3,9 Bremen 0,9 1,8 0,3 Hamburg 3,6 3,1 3,1 Hessen 10,4 8,0 10,0 Mecklenburg-Vorpommern 2,1 1,5 2,2 Niedersachsen 4,0 7,8 8,4 Nordrhein-Westfalen 16,3 19,7 14,9 Rheinland-Pfalz 2,5 4,6 1,3 Saarland* 1,0 - 0,9 Sachsen 5,9 8,4 8,8 Sachsen-Anhalt 1,7 2,8 4,7 Schleswig-Holstein 2,6 4,5 3,5 Thüringen 2,3 2,2 5,1 Gesamt 100,0 100,0 100,0Ski Nordisch Snowboard Ski Alpin * Datenbasis Snowboard zu gering, keine validen Daten ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 29© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Aktivierungspotenzial – Anteil Saison 2009/2010 zur Gesamtanzahl Wintersportler: Ski Alpin – Snowboard – Ski Nordisch Angaben in Prozent. Datenbasis: Ski Alpin: n = 1.619; Snowboard: n = 469; Ski Nordisch: n = 928 Bundesland Ski Alpin % Snowboard % Ski Nordisch % Baden-Württemberg 51,1 34,4 25,4 Bayern 42,8 35,1 19,4 Berlin 43,3 58,9 30,5 Brandenburg 56,5 43,0 45,5 Bremen 59,1 92,0 11,2 Hamburg 55,4 34,9 25,5 Hessen 56,2 52,8 30,3 Mecklenburg-Vorpommern 91,8 48,5 51,4 Niedersachsen 42,6 58,5 29,2 Nordrhein-Westfalen 44,6 49,5 20,6 Rheinland-Pfalz 38,5 69,0 13,0 Saarland* 40,6 - 22,4 Sachsen 68,9 52,8 36,0 Sachsen-Anhalt 66,1 58,3 50,9 Schleswig-Holstein 67,0 71,9 37,6 Thüringen 64,4 52,7 57,4 Gesamt 49,2 46,1 26,8Ski Nordisch Snowboard Ski Alpin * Datenbasis Snowboard zu gering, keine validen Daten Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 30 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 53 54 58 50 60 47 46 42 50 40 10 53 54 58 50 60 47 46 42 50 40 0 10 20 30 40 50 60 70 Männlich Weiblich Verteilung nach Geschlecht Angaben in Prozent. Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542; Ski Alpin: n = 1.619; Snowboard: n = 469; Ski Nordisch: n = 928 23 24 21 57 21 25 20 28 28 29 33 23 24 21 57 21 16 13 16 25 15 19 19 20 12 17 14 16 14 3 14 28 28 29 3 33 0 10 20 30 40 50 60 70 WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 14 bis 29 Jahre 30 bis 39 Jahre 40 bis 49 Jahre 50 bis 59 Jahre 60 Jahre und älter Verteilung nach Altersklassen Angaben in Prozent. Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542; Ski Alpin: n = 1.619; Snowboard: n = 469; Ski Nordisch: n = 928 Hinsichtlich des Geschlechts kann festgestellt werden, dass Männer insgesamt etwas wintersportaffiner sind als Frauen: 53% der Wintersporturlauber und 54% der Winterspor- tausflügler sind Männer. Bezogen auf die ausgeübten Wintersportdisziplinen wird deutlich, dass vor allem bei Ski Nordisch und Ski Alpin der Männeranteil deutlich dominiert, während beim Snowboard der Frauenanteil sogar minimal höher ist als der Männeranteil. Vergleicht man das Alter von Wintersporturlaubern und Wintersportausflüglern, lassen sich innerhalb der gebildeten Altersklassen keine wesentlichen Unterschiede erkennen. Lediglich die Gruppe der 30- bis 39-Jährigen ist unter den Wintersporturlaubern mit 16% etwas stärker vertreten als unter den Wintersportausflüglern (13%). Das Durchschnittsalter beträgt bei beiden Gruppen etwas mehr als 45 Jahre (Durchschnittsalter aller Wintersport- ler: 45,4 Jahre). Während sich die Altersverteilung der Alpinen Skifahrer kaum von derjenigen der Winter- sportler im Allgemeinen unterscheidet, weicht die Verteilung beim Snowboard und bei Ski Nordisch deutlich ab. Beim Snowboard ist ein starkes Gefälle der Altersverteilung festzu- stellen. Über die Hälfte der Snowboarder ist jünger als 30 Jahre, ein weiteres Viertel ist zwischen 30 und 39 Jahre alt. Demgegenüber ist der Anteil der über 50-Jährigen verschwin- dend gering. Beim Skilanglauf zeigt sich ein umgekehrtes Bild. Ein Drittel der Skilangläufer ist 60 Jahre oder älter. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 31© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 43 41 37 57 59 63 71 52 43 41 37 29 48 57 59 63 0 20 40 60 80 100 60 Jahre und älter 50 bis 59 Jahre 40 bis 49 Jahre 30 bis 39 Jahre 14 bis 29 Jahre Männlich Weiblich Geschlecht nach Altersklassen Angaben in Prozent. Datenbasis: WSUm: n = 1719; WSUw: n = 1786) 0 10 20 30 40 50 WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch Personen pro Haushalt Angaben in Prozent. Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542; Ski Alpin: n = 1.619; Snowboard: n = 469; Ski Nordisch: n = 928 Männliche Wintersportler – sowohl Urlauber als auch Ausflügler – sind deutlich älter als weibliche Wintersportler. Der Altersunterschied liegt bei durchschnittlich 9,1 Jahren (Durchschnittsalter Männer: 49,7 Jahre; Frauen: 40,6 Jahre). Auch in den verschiedenen Wintersportdisziplinen steigt mit zunehmendem Alter der Männeranteil kontinuierlich an. Das Durchschnittsalter der Alpin-Skifahrer liegt bei 46,1 Jahren (Männer 49,9 Jahre; Frauen 40,7 Jahre), bei den Langläufern bei 47,4 (Männer 51,7 Jahre; Frauen 41,0 Jahre). Die Snowboarder sind mit einem Durchschnittsalter von 30,7 Jahren deutlich jünger. Darüber hinaus ist hier der Altersunterschied zwischen Männern (32,3 Jahre) und Frauen (29,1 Jahre) relativ gering. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass aufgrund der Telefonbefragung keine Kinder unter 14 Jahren in die Auswertungen eingezogen sind. Die Haushalte der Befragten Mehr als die Hälfte der Wintersportler ist verheiratet. Etwa ein Drittel der Wintersportler ist noch ledig. Dieser Anteil liegt aufgrund der deutlich abweichenden Altersstruktur bei den Snowboardern hingegen bei 66%. Der Familienstand der Alpinskifahrer und der Skilangläufer entspricht in etwa der Verteilung der Gesamtheit der Wintersportler. Betrachtet man die Haushaltsform der Wintersportler, stellt man fest, dass Zwei- personenhaushalte ohne Kinder mit jeweils 40% sowohl unter den Urlaubern als auch den Ausflüglern besonders stark vertreten sind. Es folgen Mehrpersonenhaushalte mit Kindern und allein lebende Personen. Alleinerziehende stellen die kleinste Gruppe unter den Winter- sportlern. Insgesamt stammen 73% der Wintersportler aus Haushalten ohne Kinder. Beim Haushaltstyp lassen sich sowohl zwischen Wintersporturlaubern und -ausflüglern, als auch innerhalb der Wintersportdisziplinen keine großen Unterschiede erkennen. Die durchschnitt- liche Haushaltsgröße der Wintersporturlauber liegt bei 2,34 Personen. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 32 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 0 10 20 30 40 50 WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch Berufsgruppen Angaben in Prozent. Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542; Ski Alpin: n = 1.619; Snowboard: n = 469; Ski Nordisch: n = 928) WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 5 10 15 20 Einkommensgruppen Angaben in Prozent. Datenbasis: WSU: n = 2829; WSA: n = 439; Ski Alpin: n = 1.619; Snowboard: n = 469; Ski Nor- disch: n = 928 Eine genauere Betrachtung der Berufsgruppen ergibt, dass Angestellte unter den Winter- sporturlaubern mit 37% wesentlich häufiger zu finden sind als unter den Ausflüglern (30%). Hingegen ist der Anteil der Arbeiter in der Gruppe der Wintersporturlauber mit knapp 5% nur ca. halb so groß wie der entsprechende Anteil in der Gruppe der Wintersportausflügler. Personen im (Vor-)Ruhestand sind mit 20 bzw. 23% nach den Angestellten am zweitstärks- ten vertreten. Die Ergebnisse für die Wintersportdisziplinen Ski-Alpin und Skilanglauf liegen in einem ähnlichen Bereich wie die Ergebnisse für die Wintersporturlauber. Auffällig ist hingegen der überdurchschnittlich hohe Anteil an Angestellten, Studenten und Schülern bei den Snow- boardern. Im Gegenzug sind Personen im (Vor-)Ruhestand kaum unter den Snowboardern anzutreffen (1,3%). Nicht nur hinsichtlich der Berufsgruppen, sondern auch bezogen auf das Einkommen unterscheiden sich die Wintersportler. Während mehr als ein Viertel der Haushalte der Wintersporturlauber mindestens 3.500 Euro netto pro Monat verdient, weisen nur ca. 15% der Haushalte der Wintersportausflügler ein Einkommen dieser Höhe auf. Entsprechend sind Personen ohne bisherigen Wintersporturlaub in fast allen unteren Einkommens klassen stärker vertreten als solche, die schon einmal im Wintersporturlaub waren. Auch die Alpin- Skifahrer, Snowboarder und Skilangläufer verfügen über ein durchschnittliches Haushaltsnet- toeinkommen, welches noch einmal etwas über dem der Gesamtheit der Wintersporturlau- ber liegt. Dennoch verfügen beispielsweise 38 % der Alpinskifahrer über ein Haushaltsnetto- einkommen von weniger als 2.500 Euro im Monat. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 33© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Wintersportler in Freizeit und Urlaub – Marktsegmentierung nach Reisetypen Als Ergänzung zu den bisherigen soziodemographischen Darstellungen ist die Frage, welche Grundmotive die Wintersportler generell zu einem Ausflug oder Urlaub bewegt und welche grundsätzlichen Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen sie kennzeichnen, von großer Bedeutung. Dementsprechend ist es von Interesse, die Wintersportler in einen weitreichenderen touristischen bzw. freizeitbezogenen Kontext einzuordnen. Aus diesem Grund werden im Folgenden die „Trendscope Reisetypen“ kurz vorgestellt, die auf Basis einer detaillierten psychographischen Segmentierung von Touristen ermittelt wurden und die grundlegende Unterschiede hinsichtlich der Werte, Motive und Eigenschaften der einzelnen Reisetypen sichtbar machen. Hierbei wird der deutsche Gesamtmarkt zu den Wintersportlern in Bezug gesetzt. Insgesamt konnten 3.573 der 4.047 befragten Wintersporttouristen den Trend- scope Reisetypen zugeordnet werden. Grundlegend sind für eine zielgruppenorientierte Marktbearbeitung psychographische Marktsegmentierungen häufig die ideale Basis. Für den Einsatz innerhalb bestimmter Branchen sind allgemeine Typologien jedoch in der Regel zu unspezifisch. Für die Touristik schließen die Trendscope Reisetypen als psychographische Marktsegmentierung genau diese Lücke. Anders als bestehende soziodemographische oder themenbezogene Segmentierungs- ansätze liefern die Trendscope Reisetypen umfassende Informationen zu den relevanten Motiven, Wünschen und Werten der Reisenden. Damit bekommen touristische Leistungsträ- ger z.B. wertvolle Hinweise auf die Psychologie hinter Informationsprozessen und Buchungs- entscheidungen. Bei der Erstellung der Reisetypen wurde der gesamte Reiseprozess vom ursprünglichen Urlaubswunsch über den Informations- und Buchungsprozess, die Reisedurch- führung bis hin zur Reisenachbereitung berücksichtigt. Die Zuordnung der Wintersporturlau- ber zu den Trendscope Reisetypen ermöglicht eine Ausrichtung an den hinter der Buchungs- entscheidung stehenden Wünschen und Werten. Hierdurch lassen sich Angebotsentwicklung, Marketing und Vertrieb im Bereich des Wintersporttourismus zielgenau optimieren. Bei der Zuordnung der Wintersporttouristen zu den Trendscope Reisetypen fällt auf, dass die Wintersportler insbesondere unter den „serviceorientierten Paradiessuchern“, den „gelassenen Begegnungssuchern“ sowie den „statusorientierten Sammlern“ zu finden sind. Insgesamt werden 59% der Wintersporttouristen diesen drei Reisetypen zugeordnet. Dies bedeutet, dass es sich ein großer Teil der Wintersporttouristen im Urlaub gut gehen lassen möchte und Spaß sowie Erholung im Vordergrund stehen (entspricht den Paradiessuchern), ein zweiter großer Teil den Tag auf sich zukommen lassen und dabei mit anderen Menschen in Kontakt kommen möchte (entspricht Begegnungssuchern) und eine dritte Gruppe großen Wert darauf legt, Bewunderung für das Erlebte zu erhalten (Sammler). Während im deutschen Gesamtmarkt die „serviceorientierten Paradiessucher“ einen Anteil von 12% einnehmen, liegt dieser mit 20% bei den Wintersportlern deutlich höher. Demgegenüber sind die „zielorientierten Rationalisten“ mit 14% unter den Wintersportlern deutlich geringer Vertreten als im deutschen Gesamtmarkt (19%). Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 34 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 17 15 1512 17 19 6 18 11 12 20 21 14 5 Statusorientierte Sammler (17% : 18%) Präsentation reisebezogener Statussymbole. Mitteilsam, Bedürfnis nach Bewunderung, Erweiterung der Sammlung an Statussymbolen, Bereisen möglichst vieler verschiedener Destinationen Familiäre Balancesucher (15% : 11%) Unternehmungen in der Familie und der Gemeinschaft. Ruhe und Erholung, Stress vermeiden, verwöhnen lassen Informierte Abenteurer (15% : 12%) Abwechslung und Offenheit für Neues. Erlebnisse und neue Erfahrungen, Einstellen auf Menschen und Gegebenheiten der Destination, Informationen sammeln Serviceorientierte Paradiessucher (12% : 20%) Rundum verwöhnen lassen. Genuss am Urlaub, Spaß, keine Überforderung, Erholung im Vordergrund Service (12% : 2 Rundum Urlaub, S im Vorde Gelassene Begegnungssucher (17% : 21%) Spontan und gelassen. Kein Zeitdruck, Genuss suchend, kommunikativ, Kontakt zu Einheimischen und anderen Gästen Zielorientierte Rationalisten (19% : 14%) Sehr anspruchsvoll, Beschwerdeneigung. Legt Wert auf gute Qualität und Service, planvoll, selbstbewusst und ehrgeizig, selbst gesteckte Ziele S P B m Genügsame Planer (6% : 5%) Gewohnheits- und Familienmensch. Bodenständig, konservativ, vertrauen auf Altbewährtes, risikoavers, kontrolliert, planvoll, anspruchslos 7 9 Verteilung der Reisetypen: Gesamtmarkt vs. Wintersportler Verteilung der Reisetypen: Gesamtmarkt vs. Wintersportler Wintersportverhalten Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 36 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Gegenstand dieses Kapitels ist die Art des ausgeübten Wintersports. Das grundlegende Unterscheidungsmerkmal zwischen den Wintersporttouristen besteht dabei in der Frage, ob diese bereits einen Wintersporturlaub mit mindestens einer Übernachtung (Wintersportur- lauber mit Hauptmotiv Wintersport oder Wintersporturlauber mit Nebenmotiv Wintersport) unternommen haben, oder ob es sich ausschließlich um Ausflügler handelt, die während ihres Wintersportausflugs auf Übernachtungen verzichten. Sowohl die Wintersporturlauber als auch die Wintersportausflügler werden im Rahmen dieses Kapitels zunächst hinsichtlich der von ihnen betriebenen Wintersportaktivitäten analysiert und anschließend quantitativ beschrieben. Darüber hinaus erfolgt ein Vergleich der Wintersportdisziplinen Ski Alpin, Snowboard und Ski Nordisch. Wintersportverhalten ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 37© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 0 20 40 60 80 100 Telemarken Ski Nordisch (Skaten) Schneeschuhwandern Snowboard Skitouren Ski Nordisch (klassisch) Winterwandern Ski Alpin Schlittenfahren/Rodeln WS-Urlauber WS-Ausflügler Unternommene Wintersportarten – Wintersporturlauber vs. Wintersportausflügler Angaben in Prozent. Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542 0 20 40 60 80 100 Telemarken Ski Nordisch (Skaten) Schneeschuhwandern Skitouren Snowboard Winterwandern Ski Nordisch (klassisch) Schlittenfahren/Rodeln Ski Alpin Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch Unternommene Wintersportarten – Ski Alpin vs. Snowboard vs. Ski Nordisch Angaben in Prozent. Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: Ski Alpin: n = 1619; Snowboard: n = 469; Ski Nordisch: n = 928 Wintersportarten Schlittenfahren bzw. Rodeln ist die mit Abstand am weitesten verbreitete Wintersportart unter den Wintersporttouristen. Während bereits 80% der Wintersportausflügler gerodelt sind, liegt deren Anteil bei den Wintersporturlaubern bei 72%. Auf dem zweiten Platz folgt mit deutlichem Abstand Ski-Alpin, das von 45% der Wintersporturlauber, aber nur von 10% der Wintersportausflügler bisher unternommen wurde. Für diese folgen hingegen Winter- wandern und Ski Nordisch (klassisch) auf den Plätzen zwei und drei. Auch für die Winterspor- turlauber stellen das Winterwandern und Ski Nordisch (klassisch) beliebte Urlaubsaktivitäten dar, denen etwa ein Viertel von ihnen bereits nachgegangen ist. Skitouren, Snowboarden und Schneeschuhwandern nehmen in der Beliebtheit der Wintersporturlauber die folgenden Plätze ein. Skaten und Telemarken werden nur von wenigen Wintersporturlaubern ausgeübt. Bis auf das Schlittenfahren/Rodeln werden alle abgefragten Aktivitäten von den Urlaubern stärker wahrgenommen als von den Ausflüglern. Die größten Unterschiede treten in diesem Zusammenhang bei Ski-Alpin und beim Snowboarden auf. Bezogen auf die Zugehörigkeit der Wintersportler zu den einzelnen Disziplinen ergeben sich erwartungsgemäß Unterschiede zwischen den unternommenen Sportarten. Neben Ski-Alpin fahren die Ski-Alpinisten auch überdurchschnittlich oft Ski Nordisch, Snowboard sowie Telemark und unternehmen Skitouren. Dafür wird das Schlittenfahren sowie das Winterwandern von ihnen nur unterdurchschnittlich oft betrieben. Der Anteil an skierfahrenen Wintersportlern ist bei den Snowboardern überdurchschnittlich groß. Dies gilt sowohl für die nordischen als auch die alpinen Ski-Varianten. Mit dem Schlittenfahren haben die Skilangläu- fer neben der klassischen Ski Nordisch Variante zwar die meisten Erfahrungen, haben diese Wintersportart im Vergleich zu der Gesamtheit der Wintersportler aber dennoch vergleichs- weise selten betrieben. Dafür verfügen überdurchschnittlich viele Skilangläufer über Erfahrun- gen mit Ski-Alpin, Winterwandern und Skitouren. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 38 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 10 20 30 40 50 60 70 80 Einem Zwei Drei Vier bis sechs Sieben bis zehn Mehr als zehn Weiß nicht Wintersporterfahrung – „Seit wie vielen Jahren betreiben Sie bereits Wintersport?“ Angaben in Prozent. Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542; Ski Alpin: n = 1619; Snowboard: n = 469; Ski Nordisch: n = 928 WS-Urlauber WS-Ausflügler 0 5 10 15 20 25 30 35 40 Keinen Einen Zwei Drei bis fünf Sechs bis zehn Mehr als zehn Weiß nicht Anzahl der Wintersportausflüge in den letzten 12 Monaten (Angaben in Prozent. Datenbasis: WSU: n = 2547; WSA: n = 542) Insgesamt sind die deutschen Wintersporttouristen sehr wintersporterfahren. 58% der Urlauber und immerhin 40% der Ausflügler betreiben bereits seit mehr als 10 Jahren Wintersport. Lediglich 2% der Urlauber und 4% der Ausflügler betreiben erst seit einem Jahr Wintersport. Bezogen auf die einzelnen Disziplinen fällt auf, dass die Alpin-Skifahrer und Skilangläufer zu jeweils über 70% bereits mehr als 10 Jahre Wintersporterfahrung aufwei- sen. Aufgrund der deutlich jüngeren Altersstruktur ist dieser Wert bei den Snowboardern mit 47% deutlich geringer. Mitgliedschaften in Wintersportvereinen liegen nur bei einem sehr geringen Teil der Wintersporttouristen vor: Während immerhin noch 5% der Wintersporturlauber in einem Wintersportverein angemeldet sind, liegt der Anteil bei den Ausflüglern bei nahezu 0%. Der Anteil der in einem Verein organisierten Alpin-Skifahrer und Skilangläufer liegt hier bei jeweils 7%, der Anteil der Snowboarder bei 10%. Wintersportausflüge Etwa drei Viertel der Personen, die bereits in Wintersporturlaub gefahren sind, haben auch schon einen Tagesausflug unternommen, bei dem Wintersport betrieben wurde. Ein weiteres Viertel unternimmt Wintersport somit nur im Urlaub bzw. falls möglich direkt am Wohnort. Von denjenigen, die bereits Wintersportausflüge unternommen haben, haben etwa zwei Drittel in den letzten 12 Monaten mindestens einen solchen Ausflug unternommen. Während der Anteil der Wintersporturlauber und Wintersportausflügler, die im Vorjahr ein bis fünf Wintersportausflüge unternommen haben, mit je ca. 55% gleich hoch ausfällt, ist der Anteil der Wintersporturlauber, die im Vorjahr mehr als fünf Wintersportausflüge unter- nommen haben, doppelt so hoch wie der entsprechende Anteil der Wintersportausflügler. Wintersporturlauber unternehmen somit mehr Wintersportausflüge als Personen, die noch keine Wintersporturlaube unternommen haben. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 39© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 40 35 15 40 35 15 6 2 1 1 0 10 20 30 40 50 Keinen Einen Zwei Drei bis fünf Sechs bis zehn Mehr als zehn Weiß nicht Anzahl der Urlaube mit Nebenmotiv Wintersport in den letzten 12 Monaten Angaben in Prozent. Datenbasis: WSU: n = 2577 WS-Urlauber Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 10 20 30 40 50 Keinen Einen Zwei Drei bis fünf Sechs bis zehn Mehr als zehn Weiß nicht Anzahl der Urlaube mit Hauptmotiv Wintersport in den letzten 12 Monaten Angaben in Prozent. Datenbasis: WSU: n = 2728; Ski Alpin: n = 1489; Snowboard: n = 425; Ski Nordisch: n = 765 Wintersport als Nebenmotiv 63% der Wintersportler in Deutschland haben schon einmal einen Urlaub unternommen, bei dem sie Wintersport betrieben haben, der Hauptgrund der Reise jedoch nicht in der Ausübung von Wintersport lag. Von denjenigen, die bereits Urlaube unternommen haben, in denen Wintersport betrieben wurde, dieser aber nicht das Hauptmotiv für die Reise darstellte, hat über ein Drittel in den vergangenen 12 Monaten einen solchen Urlaub unternommen. Etwa ein Viertel dieser Gruppe hat mindestens zwei solcher Urlaube in den letzten 12 Monaten unternommen. 40% dieser Gruppe haben in den zurückliegenden 12 Monaten hingegen keinen solchen Urlaub unternom- men. Wintersport als Hauptmotiv 68% der Wintersportler in Deutschland haben bereits einmal einen Wintersporturlaub mit mindestens einer Übernachtung unternommen, bei dem der Hauptgrund der Reise in der Ausübung von Wintersport lag. Von denjenigen, die bereits Wintersporturlaube unter- nommen haben, in denen Wintersport das Hauptmotiv für die Reise darstellte, hat etwa ein Drittel in den vergangenen 12 Monaten einen solchen Urlaub unternommen. Ca. ein Viertel dieser Gruppe hat mindestens zwei solcher Urlaube in den letzten 12 Monaten unternom- men. 45% dieser Gruppe haben in den zurückliegenden 12 Monaten hingegen keinen solchen Urlaub unternommen. Bei den Alpin-Skifahrern und Skilangläufern haben bereits 92% einen Hauptmotiv-Wintersporturlaub unternommen, bei den Snowboardern sind dies 90%, bei den Langläufern 82%. Während die Anzahl der Hauptmotiv-Wintersporturlaube in den letzten 12 Monaten bei Alpin-Skifahrern und Skilangläufern ähnlich verteilt sind wie bei der Gesamtheit der Wintersporturlauber, ergeben sich bei den Snowboardern deutliche Abweichungen. So haben 71% der Snowboarder in den letzten 12 Monaten mindestens einen Wintersportur- laub unternommen, nur 28% haben keinen solchen Urlaub unternommen. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 40 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Reiseplanung Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 42 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Vor dem Wintersporturlaub bzw. -ausflug beschäftigt sich der Wintersporttourist mit wichtigen vorbereitenden Maßnahmen. Für die Planung von Wintersporturlauben bzw. -ausflügen und für die Wahl der Destination werden ihm inzwischen zahlreiche Hilfestellungen angeboten. Im Rahmen dieses Kapitels wird daher zunächst dargestellt, wie die Wintersporttouristen ihren Wintersporturlaub bzw. -ausflug vorbereiten. Anschließend wird aufgezeigt, welche Destinationen die Wintersporttouristen während ihres letzten Wintersporturlaubs bzw. -ausflugs besucht haben. reiseplanung An dieser Stelle sei noch darauf hingewiesen, dass bei den dargestellten Urlaubszielen keine Aggregation der Regionen zu größeren Einheiten wie Bundesländern oder Staaten vorgenommen wurde. Für die Aufstellung der Top 10 wurden ausschließlich die tatsächlichen Nennungen der Wintersporttouristen ausgezählt. Würde man beispielsweise alle Nennungen, die auf Österreich als Ganzes sowie die einzelnen Reisegebiete des Landes wie Tirol etc. entfallen, gemeinsam betrachten, ergäbe sich eine andere Verteilung. Diese würde jedoch nicht mehr die Sichtweise der Wintersporttouristen widerspiegeln. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 43© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie WS-Urlauber WS-Ausflügler 0 10 20 30 40 50 60 70 80 Mediennutzung zur Reiseplanung – Wintersporturlauber vs. Wintersportausflügler Angaben in Prozent. Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542 Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 Mediennutzung zur Reiseplanung – Ski Alpin vs. Snowboard vs. Ski Nordisch. Angaben in Prozent. Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: Ski Alpin: n = 1500; Snowboard: n = 469; Ski Nordisch: n = 856 Planung und Anreise Die Wintersportler weisen insgesamt eine hohe Internetaffinität auf. Dies verdeutlichen die Nennungen der von den Wintersportlern zur Planung ihres Ausflugs bzw. Urlaubs einge- setzten Medien. Sowohl die Wintersporturlauber als auch die -ausflügler nutzen das Internet primär zur Vorbereitung ihrer Reise. Neben dem Internet im Allgemeinen, das von mehr als zwei Dritteln der Wintersporturlauber und nahezu der Hälfte der Wintersportausflügler als Medium zur Reiseplanung eingesetzt wird, greifen insbesondere die Wintersporturlauber bei ihrer Reiseplanung zusätzlich auf spezielle Skigebietsportale, Hotelwebseiten und Online- Wintersportportale zurück. Zu den beliebtesten Printmedien gehören Broschüren und Prospekte, Reiseführer und Karten. Während Broschüren und Prospekte sowie Reiseführer zu deutlich größeren Anteilen von den Wintersporturlaubern zur Planung eingesetzt werden, sind Karten bei jeweils einem Fünftel beider Gruppen beliebt. Ohne jeglichen Einsatz von Medien kommen 14% der Wintersporturlauber sowie 34% der Wintersportausflügler aus. Zudem wird deutlich, dass die Wintersporturlauber die unterschiedlichen Medien insgesamt deutlich stärker nutzen als Ausflügler. Bezogen auf die einzelnen Disziplinen zeigt sich eine ähnliche Mediennutzung wie bei den Wintersporturlaubern. Über alle Medienarten hinweg zeigen sich zudem bei den Snowboar- dern die höchsten Nutzungsanteile, mit einem Schwerpunkt bei den Internetangeboten (Inter- net allgemein, Skigebietsportale, Online-Wintersportportale) und deutlich höheren Anteilen bei der Gruppe der „Social Media“ und Fachzeitschriften. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 44 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie WS-Urlauber WS-Ausflügler 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 Verkehrsmittelnutzung Angaben in Prozent. Mehrfachnennungen möglich. * Wurde bei Wintersportausflüglern nicht abgefragt. Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542 WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 10 20 30 40 50 60 70 Reisebegleitung Angaben in Prozent. Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542; Ski Alpin: n = 1619; Snowboard: n = 469; Ski Nordisch: n = 928 Bezüglich der Anreiseverkehrsmittel sind keine großen Unterschiede zwischen Winter- sporturlaubern und -ausflüglern zu erkennen. Mit Anteilen von jeweils 78% nutzen beide Gruppen bevorzugt das Auto zur Anreise. Alle weiteren Verkehrsmittel werden deutlich weni- ger genutzt. Auch die Verkehrsmittelnutzung der einzelnen Sportarten ergibt ein identisches Bild. Mit jeweils 80% dominiert auch hier das Auto alle weiteren Verkehrsmittel. Am liebsten begleitet werden die Wintersporttouristen von ihrem Partner sowie von Bekannten und Freunden. Mit Kindern sind hingegen nur 17% der Wintersporturlauber und 21% der Wintersportausflügler unterwegs. Auffällig ist, dass bei den Skilangläufern der Anteil der Personen, die mit Ihrem Partner unterwegs sind, mit 58% über dem Durchschnitt liegt, ebenso wie der überdurchschnittlich hohe Wert von 49% der Snowboarder, die mit Bekannten oder Freunden unterwegs sind. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 45© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 20 40 60 80 WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch Source-of-awareness – Reiseziel Angaben in Prozent. Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542; Ski Alpin: n = 1600; Snowboard: n = 467; Ski Nordisch: n = 920 0 20 40 60 80 100 Nein Wahrscheinlich nicht Wahrscheinlich ja Ja Wiederholungsbesuche Destination Angaben in Prozent. Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542; Ski Alpin: n = 1619; Snowboard: n = 469; Ski Nordisch: n = 928 Reiseziele Über die Hälfte aller Wintersportler sind durch eine Empfehlung von Freunden oder Bekannten auf das Urlaubs- bzw. Ausflugsziel aufmerksam geworden. Aus diesem Grunde ist das von Mund zu Mund getragene Empfehlungsmarketing der bedeutendste Vertriebskanal der Wintersportdestinationen. Das Internet, über welches 27% der Wintersporturlauber und 20% der Wintersportausflügler von ihrem Reiseziel erfahren haben, nimmt ebenfalls eine wichtige Stellung in der Vermarktung einer Wintersportdestination ein. Alle weiteren Quellen, über welche die Wintersportler auf ihr Reiseziel aufmerksam geworden sind, sind bereits von deutlich geringerer Bedeutung. Bezogen auf die Wintersportdisziplinen werden die Werte für das Empfehlungsmarketing noch einmal deutlich übertroffen. 68% der Langläufer nennen Bekannte und Freunde als Haupt-Informationsquelle, bei den Alpin-Skifahrern sind dies 69% und bei den Snowboardern 77%. Sowohl Wintersporturlauber als auch Wintersportausflügler sind sehr destinationstreu. Jeweils 63% haben bekundet, ihr Reiseziel auf jeden Fall oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut für einen Wintersporturlaub bzw. -ausflug aufsuchen zu wollen. Bei den Alpin-Skifah- rern, Snowboardern und Skilangläufern sind diese Werte mit bis zu 74% noch höher. Als Reiseziel für einen Wintersporturlaub wird an erster Stelle Österreich genannt. Vor allem bei den Alpin-Skifahrern und Snowboardern dominieren österreichische Destinationen. Fünf der sechs dort meistgenannten Destinationen befinden sich in Österreich, wobei insbe- sondere Tirol stark vertreten ist. Bei der Gesamtheit der Wintersportler befinden sich aber immerhin 5 der Top 10-Destinationen innerhalb Deutschlands. Bei Ski-Alpin sind dies nur noch zwei, beim Snowboard sogar nur noch eine. Bei den Ausflugszielen dominieren mit dem Sauerland (dabei insbesondere Winterberg), dem Harz und dem Schwarzwald drei deutsche Wintersportdestinationen. Lediglich bei den Snowboardern liegt auch hier Österreich auf Platz 1. Mit der Skihalle in Neuss befindet sich bei den Alpin-Skifahrern auch ein künstlich geschaffenes Reiseziel unter den Top 10. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 46 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 0 2 4 6 8 10 Ischgl Bayern Schwarzwald Winterberg Bayerischer Wald Schweiz Tirol Harz Südtirol Österreich Reiseziele des letzten Wintersporturlaubs – Top 10 Wintersporturlauber Angaben in Prozent. Datenbasis: WSU: n = 3124; 0 2 4 6 8 10 Winterberg Südtirol Tschechien Kitzbühel Zillertal Tirol Sölden Schweiz Ischgl Österreich Reiseziele des letzten Wintersporturlaubs – Top 10 Snowboard Snowboard U: n = 388 0 2 4 6 8 10 Allgäu Saalbach-Hinterglemm Schweiz Bayerischer Wald Sölden Zillertal Tirol Ischgl Südtirol Österreich Reiseziele des letzten Wintersporturlaubs – Top 10 Ski Alpin Ski Alpin U: n = 1430 0 2 4 6 8 10 Sauerland Winterberg Harrachov/Tschechien Schwarzwald Ischgl Schweiz Tirol Südtirol Bayerischer Wald Österreich Reiseziele des letzten Wintersporturlaubs – Top 10 Skilanglauf Ski Nordisch U: n = 779 ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 47© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 0 2 4 6 8 10 Allgäu Erzgebirge Österreich Bayerischer Wald Oberhof Rhön Schwarzwald Sauerland Winterberg Harz Reiseziele des letzten Wintersportausflugs – Top 10 Winterausflügler Angaben in Prozent. Datenbasis: WSA: n = 433 0 2 4 6 8 10 Erzgebirge Rhön Schweiz Garmisch Partenkirchen Schwarzwald Feldberg im Schwarzwald Winterberg Harz Sauerland Österreich Reiseziele des letzten Wintersportausflugs Snowboard Snowboard U: n = 316 0 2 4 6 8 10 Skihalle Neuss Garmisch-Partenkirchen Rhön Allgäu Feldberg im Schwarzwald Österreich Schwarzwald Sauerland Harz Winterberg Reiseziele des letzten Wintersportausflugs Ski Alpin Ski Alpin U: n = 1136 0 2 4 6 8 10 Eifel Tirol Oberwiesenthal Rhön Erzgebirge Österreich Schwarzwald Winterberg Sauerland Harz Reiseziele des letzten Wintersportausflugs Skilanglauf Ski Nordisch U: n = 647 Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 48 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Wintersportler allg. Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 10 20 30 40 50 60 Taunus Eifel Fichtelgebirge Rhön Thüringer Wald Sauerland Bayerischer Wald Erzgebirge Schwarzwald Harz Deutsche Mittelgebirge als Reiseziel – Top 10. „Welche deutschen Mittelgebirge bringen Sie mit Wintersport in Verbindung?“ Angaben in Prozent. Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WS gesamt: n = 2905; Ski Alpin: n = 1217; Snow- board: n = 300; Ski Nordisch: n = 737 Auf die Frage „Welche deutschen Mittelgebirge bringen Sie mit Wintersport in Verbin- dung?“ erhielten der Harz und der Schwarzwald die meisten Nennungen, gefolgt von Erzge- birge, Bayerischem Wald und dem Sauerland. Die Reihung der Top-genannten Destinationen war dabei sowohl bei der Gesamtheit der Wintersportler, als auch bei den Wintersport- disziplinen fast identisch. Auffällig war bei den Snowboardern die durchgehend geringere Gesamtzahl an Nennungen. Reiseverhalten und Reisebedürfnisse Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 50 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Der allgemeinen touristischen Entwicklung folgend hat sich der Wintersporttourismus in der Vergangenheit immer weiter ausdifferenziert. Ein Wintersporturlaub stellt somit ein sehr komplexes Gebilde dar, das durch eine Vielzahl von Faktoren gekennzeichnet wird. Das Ziel des folgenden Abschnitts ist es daher, einen qualifizierten Überblick über das Reiseverhalten und die unterschiedlichen Reisebedürfnisse von Wintersporttouristen zu geben. reiseverhalten und re isebedürFnisse ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 51© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 10 20 30 40 50 60 70 Komplett eigene Zum Teil geliehen Komplett geliehen Eigene/geliehene Ausrüstung Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542; Ski Alpin U: n = 1560; Snowboard: n = 469; Ski Nordisch U: n = 856 0 20 40 60 80 Sonstiges Handschuhe Schneeschuhe Skibrille Snowboard Helm Schlitten Skischuhe Skistöcke Skier WS-Urlauber Ausleihe WS-Ausflügler Ausleihe WS-Urlauber Kauf WS-Ausflügler Kauf Ausrüstungsbestandteile Ausleihe/Kauf Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: Ausleihe WSU: n = 1730; Kauf WSU: n = 2812; Ausleihe WSA: n = 199; Kauf WSA: n = 453 Ausrüstung und Ausgaben Die Mehrheit der Wintersportler verfügt über eine eigene Ausrüstung. Dabei ist der Anteil derjenigen Personen, die ihre eigene Ausrüstung verwenden, bei den Wintersportausflüglern mit 64% deutlich größer als bei den Wintersporturlaubern (52%). Währen bei den Alpin- Skifahrern 65% und bei den Langläufern 61% eine eigene Ausrüstung besitzen, sind dies bei den Snowboardern nur 54%. Die Anteile der Wintersportler, die ihre Ausrüstung komplett leihen, sind mit 19% bei den Urlaubern und 16% bei den Ausflüglern verhältnismäßig gering. Bei den Ausrüstungsbestandteilen, die am häufigsten ausgeliehen werden, handelt es sich in erster Linie um Skier, Skistöcke und Skischuhe. Gekauft werden insbesondere Handschuhe und Skibrillen aber auch Skischuhe, Skier und Skistöcke. Die drei letztgenannten Ausrüs- tungsbestandteile werden jeweils von beinahe der Hälfte der Urlauber und etwa einem Drittel der Ausflügler selbst angeschafft. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 52 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 20 40 60 80 100 Sonstiges Handschuhe Schneeschuhe Skibrille Snowboard Helm Schlitten Skischuhe Skistöcke Skier Ausrüstungsbestandteile Ausleihe Ski Alpin – Snowboard – Ski Nordisch Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: Ski Alpin U: n = 558; Snowboard: n = 201; Ski Nordisch U: n = 348 Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 20 40 60 80 Sonstiges Snowboard Schneeschuhe Schlitten Helm Skier Skistöcke Skischuhe Skibrille Handschuhe Ausrüstungsbestandteile Kauf Ski Alpin – Snowboard – Ski Nordisch Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: Ski Alpin U: n = 1377; Snowboard: n = 378; Ski Nordisch U: n = 732 Diejenigen Alpin-Skifahrer und Langläufer, die ihre Ausrüstung oder einzelne Bestandteile davon ausleihen oder mieten, benötigen vor allem Skier, Skistöcke und -schuhe, wenngleich über 50% der Sportler diese Ausrüstungsgegenstände auch selbst besitzen. An eigener Ausrüstung sind darüber hinaus vor allem Handschuhe und Skibrillen vorhanden. Einen eige- nen Helm besitzen 28% der Alpin-Skifahrer und 24% der Langläufer. Zwei Drittel aller Snowboarder, die ihre Ausrüstung oder Teile dieser mieten, mieten ein Snowboard, etwa zwei Fünftel Skiausrüstung (Skier, Skistöcke, Skischuhe). Ein eigenes Snow- board bringen 42% der Snowboarder von zu Hause aus mit, den eigenen Helm 36%. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 53© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 15 18 13 85 82 88 12 14 15 18 13 88 86 85 82 88 0 20 40 60 80 100 WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch Vor der Abreise zu Hause Während des Urlaubs bzw. Ausflugs vor Ort Zeitpunkt der Ausleihe Datenbasis: WSU: n = 1730; WSA: n = 199; Ski Alpin: n = 573; Snowboard: n= 201; Ski Nordisch: n= 372 74 74 73 5 4 6 21 22 21 Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 73 76 74 74 73 6 3 5 4 6 21 24 21 22 21 0 20 40 60 80 100 WS-Urlauber WS-Ausflügler Vor der Abreise Während des Urlaubs bzw. Ausflugs Vor der Abreise sowie während des Urlaubs bzw. Ausflugs Zeitpunkt des Kaufs Datenbasis: WSU: n = 2812; WSA: n = 453; Ski Alpin: n = 1428; Snowboard: n= 378; Ski Nordisch: n= 796 Wintersporturlauber und Wintersportausflügler, die keine eigene Ausrüstung bzw. keine komplette Ausrüstung besitzen, leihen sich diese vorwiegend am Urlaubs- bzw. Ausflugsort. Anders sieht es bei den gekauften Ausrüstungsbestandteilen aus. Sie werden von etwa drei Vierteln der Wintersportler vor der Abreise zu Hause gekauft. Doch egal, ob die Winter- sportler ihre Ausrüstung vor der Abreise zu Hause kaufen oder sich diese erst während des Urlaubs besorgen: Am liebsten greifen sie auf Fachgeschäfte mit einer entsprechenden Be- ratung zurück. Die Unterschiede zwischen Wintersporturlaubern und Wintersportausflüglern sowie zwischen den Disziplinen Ski Alpin, Snowboard und Ski Nordisch sind nur minimal. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 54 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch Ski-Verein Katalog-Versandhandel Von Freunden / Bekannten Gebraucht gekauft Sportdiscounter Internet-Versandhandel Sportfachhandel / Ladengeschäft 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 Sonstiges Ski-Verleih Ski-Schule Messen etc. Ort des Kaufs vor der Abreise Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 2649; WSA: n = 434; Ski Alpin: n = 1358; Snowboard: n= 361; Ski Nordisch: n= 749 WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 10 20 30 40 50 60 70 Sonstiges Messen etc. Ski-Verein Katalog-Versandhandel Ski-Schule Von Freunden / Bekannten Internet-Versandhandel Gebraucht gekauft Sportdiscounter Ski-Verleih Sportfachhandel / Ladengeschäft Ort des Kaufs während des Urlaubs bzw. Ausflugs Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 753; WSA: n = 106; Ski Alpin: n = 365; Snowboard: n= 103; Ski Nordisch: n= 208 Sowohl vor der Reise als auch während des Aufenthaltes im Urlaub bzw. während des Ausflugs ist der Sportfachhandel der Haupteinkaufsort für die Wintersportausrüstungsge- genstände. Bei den Wintersportausflüglern ist dieser Anteil allerdings deutlich geringer als bei den Wintersporturlaubern bzw. den Sportlern der in der vorliegenden Studie untersuch- ten Wintersportdisziplinen. Im Gegenzug beschaffen die Wintersportausflügler sich ihre Ausrüstung überdurchschnittlich oft von Freunden und Bekannten. Zwischen den Winter- sporturlaubern und den Sportlern der verschiedenen Wintersportdisziplinen gibt es keine nennenswerten Unterschiede. Lediglich bei den Snowbardern fällt ein überdurchschnittlicher Anteil beim Internet-Kauf und beim Gebrauchtkauf auf. Während beim Kauf vor dem Urlaub der Internet-Versandhandel nach dem Sportfach- handel an zweiter Stelle genannt wird, tritt diese Kaufoption während des Urlaubs/Ausflugs erwartungsgemäß in den Hintergrund. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 55© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 10 20 30 40 50 60 70 80 Sonstiges Transportmittel Lebensmittel Unterhaltungs- und Sporteinrichtungen Sonstige Dienstleistungen Sonstige Einkäufe Lift- bzw. Skipass Gastronomiebesuche Wintersportausrüstung Unterkunft* Durchschnittliche Ausgabebereitschaft pro Tag und Person Angaben in Euro. * Wurde bei den Ausflüglern nicht abgefragt. Es handelt sich bei diesen Angaben nicht um die tatsächlichen Ausgaben der Wintersportler, sondern um ihre durchschnittliche Ausgabenbereitschaft. Datenbasis: WSU: n = 2766; WSA: n = 542; Ski Alpin: n = 330; Snowboard: n= 102; Ski nordisch: n= 209 Die ökonomischen Effekte des Wintersporttourismus wurden im Rahmen dieser Studie nicht betrachtet. Dennoch lässt die Untersuchung darauf schließen, dass es sich beim Wintersporttourismus um ein wirtschaftlich reizvolles Marktsegment handelt, da die Bereit- schaft, Geld auszugeben, bei den Wintersportlern groß ist. Während Wintersporturlauber insbesondere für Unterkunft, Ausrüstung, Gastronomie und Liftanlagen durchschnittlich am meisten Geld im Reisegebiet ausgeben würden, ist bei den Wintersportausflüglern die Aus- gabebereitschaft in den Bereichen Gastronomie und Lebensmittel am größten. Innerhalb der drei gesondert untersuchten Wintersportdisziplinen liegt die durchschnitt- liche Ausgabenbereitschaft in einem vergleichbaren Bereich wie die der Gesamtheit aller Wintersporturlauber. Im Bereich der Unterkunft liegt sie sogar etwas darüber und die Alpinskifahrer erreichen hier den höchsten Wert mit knapp über 70 Euro pro Tag und Person. Auch bei den Lift- bzw. Skipässen liegen die Alpin-Skifahrer und die Snowboarder erwar- tungsgemäß mit Werten von ca. 35 Euro etwa 5 Euro über dem Durchschnittswert. Für Unterhaltungs- und Sporteinrichtungen und sonstige Dienstleistungen geben die auf Grund ihres jungen Durchschnittsalters tendenziell aktiveren Snowboarder mehr Geld aus, als die Allgemeinheit der Wintersportler und die Alpin-Skifahrer bzw. Langläufer. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 56 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 37 53 62 48 63 89 47 38 53 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Nein Ja 37 11 53 62 48 63 89 47 38 53 0 10 Regelmäßigkeit von Wintersporturlauben bzw. Wintersportausflügen Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542; Ski Alpin: n = 1545; Snowboard: n= 447; Ski Nordisch: n= 856 WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 5 10 15 20 25 30 35 Mehr als dreimal im Jahr Dreimal im Jahr Zweimal im Jahr Einmal im Jahr Alle zwei bis drei Jahre Alle vier bis fünf Jahre Seltener als alle fünf Jahre Weiß nicht Häufigkeit von Wintersporturlauben bzw. Wintersportausflügen Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542; Ski Alpin: n = 1560; Snowboard: n= 447; Ski Nordisch: n= 856 Allgemeine Reisefaktoren 37% der Wintersporturlauber fahren regelmäßig in Wintersporturlaub. Alpin-Skifahrer, Snowboarder und Skilangläufer unternehmen Wintersporturlaube noch häufiger, wobei der Wert der Snowboarder mit 62% am höchsten ausfällt. Der überwiegende Teil der Winter- sportausflügler unternimmt nur unregelmäßig solche Ausflüge. Lediglich 11% unternehmen regelmäßig Wintersportausflüge. Etwa jeweils ein Viertel der Wintersporturlauber unternimmt einen solchen Urlaub einmal im Jahr bzw. alle zwei bis drei Jahre. Auch hier sind die Werte bei den einzelnen Winter- sportdisziplinen deutlich höher. Bei den Alpin-Skifahren und Langläufern fahren etwa die Hälfte mindestens einmal im Jahr in Wintersporturlaub, bei den Snowboardern sind es sogar zwei Drittel. Auch bei den Wintersportausflüglern unternimmt mehr als die Hälfte mindes- tens einmal im Jahr einen solchen Ausflug. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 57© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001 vor 2001 Weiß nicht Zeitpunkt des letzten Wintersporturlaubs bzw. Wintersportausflugs Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542; Ski Alpin: n = 1560; Snowboard: n= 447; Ski Nordisch: n= 856 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 WS-Urlauber Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch Mehr als 21 Tage 16-21 Tage 8-15 Tage 5-7 Tage 2-4 Tage Dauer des letzten Wintersporturlaubs Datenbasis: WSU: n = 3505; Ski Alpin: n = 1560; Snowboard: n= 447; Ski Nordisch: n= 856 Genau die Hälfte der Wintersporturlauber hat den letzten Wintersporturlaub innerhalb der letzten beiden Jahre unternommen. Bei den Alpin-Skifahrern (58%), Snowboardern (72%) und Skilangläufern (56%) liegen diese Werte deutlich höher. 14% der Urlauber waren jedoch seit mindestens zehn Jahren nicht mehr im Wintersporturlaub. Hier weisen v.a. die Snowboarder mit nur 3% einen deutlich geringeren Wert auf. Etwa die Hälfte der Wintersporturlauber (auch innerhalb der Wintersportdisziplinen) bleibt zwischen fünf und sieben Tagen im Reisegebiet. Jeweils knapp ein Viertel verweilt für einen Kurzurlaub von zwei bis vier Tagen bzw. zwischen acht und 15 Tagen im Urlaubsort. Nur bei den Snowboardern ist der Wert bei den Kurzurlauben mit 34% deutlich höher als der Durchschnitt und bei den längeren Urlauben zwischen 8 und 15 Tagen Dauer mit 16% deutlich darunter. Länger als zwei Wochen bleiben lediglich 2% der Wintersporturlauber. Für die meisten Wintersporturlauber (77%) ist dieser Urlaub jedoch nicht der Haupt- jahresurlaub, sondern ein Zweit- bzw. Dritturlaub (Ski Alpin: 79%; Snowboard: 71%; Ski Nordisch: 81%). Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 58 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 0 10 20 30 40 WS-Urlauber Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch Art der Unterkunft Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 3505; Ski Alpin: n = 1560; Snowboard: n= 447; Ski Nordisch: n= 856 WS-Urlauber Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 Art der Verpflegung Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 3505; Ski Alpin: n = 1545; Snowboard: n= 447; Ski Nordisch: n= 856 Hotels, Ferienwohnungen und Pensionen sind die beliebtesten Unterkunftsformen der Wintersporturlauber, die entsprechend ihrer Unterkunftsform am liebsten Halbpension oder ein Zimmer mit Frühstück buchen bzw. sich selbst verpflegen. Vollpension und All-Inclusive- Angebote werden von Wintersporturlaubern eher selten in Anspruch genommen. Während Alpin-Skifahrer und Skilangläufer hier eine ähnliche Verteilung aufweisen, tendieren die Snowboarder eher zu günstigeren Unterkunftsarten, aber auch hier übernachtet die deutliche Mehrheit in Hotels. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 59© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie WS-Urlauber Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 20 0 20 40 60 80 Flexible Gestaltung Auf niemanden angewiesen Preiswerter als Pauschalurlaub Eigene Ausrüstung nutzen Abenteuerlust ausleben Sonstiges Gründe für eigene Organisation des Wintersporturlaubs Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 2710; Ski Alpin: n = 1238; Snowboard: n= 339; Ski Nordisch: n= 685 WS-Urlauber Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 10 20 30 40 Ort der Buchung eines Pauschalurlaubs Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 795; Ski Alpin: n = 322; Snowboard: n= 108; Ski Nordisch: n= 171 Die wenigsten Wintersporturlauber buchen ihre Reise pauschal, wobei die Langläufer hier mit 19% den geringsten und die Snowboarder mit 24% den höchsten Wert aufweisen. Die meisten Reisen werden aber individuell organisiert. Die Gründe der Wintersporturlauber, die ihren Urlaub lieber selber organisieren, liegen insbesondere in der Unabhängigkeit von Dritten. Sie möchten ihren Urlaub flexibel gestalten und nicht auf Dritte angewiesen sein. Des Weiteren spielen auch die Urlaubskosten eine entscheidende Rolle, vor allem für die Snowboarder, denen dieser Punkt überdurchschnittlich wichtig ist. Die pauschal gebuchten Wintersporturlaube werden in erster Linie über Reiseveranstalter gebucht, wobei die meisten bei allgemeinen Reiseveranstaltern und darüber hinaus 10% (Ski- langlauf) bis 23% (Snowboard) bei speziellen Wintersportreiseveranstaltern buchen. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 60 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie WS-Urlauber Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 10 20 30 40 50 60 Im Internet Telefonisch Per E-Mail Postalisch Sonstiges Buchungsmedium eines Pauschalurlaubs Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 795; Ski Alpin: n = 322; Snowboard: n= 108; Ski Nordisch: n= 171 WS-Urlauber Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 5 10 15 20 25 30 35 Weniger als eine Woche Ein bis unter zwei Wochen Zwei Wochen bis unter einem Monat Ein Monat bis unter zwei Monaten Zwei Monate bis unter drei Monaten Drei bis sechs Monate Über ein halbes Jahr Weiß nicht Zeitraum der Buchung vor Antritt eines Pauschalurlaubs Datenbasis: WSU: n = 795; Ski Alpin: n = 322; Snowboard: n= 108; Ski Nordisch: n= 171 Als Buchungsmedien werden insbesondere das Internet und das Telefon genutzt, wobei die Alpin-Skifahrer und die Skilangläufer sich kaum von der Gesamtheit der Wintersporturlauber unterscheiden. Der hohe Anteil bei der Kategorie „Sonstiges“ lässt darauf schließen, dass die entsprechenden Wintersporturlaube „face-to-face“ gebucht werden. Dies kann insbesondere auf die Wintersportler zutreffen, die bei einem Reisebüro oder über einen Verein gebucht haben. Bei Snowboardern ist der Anteil an Internetbuchungen mit 54% und Buchungen per E-Mail deutlich höher. 40% der pauschal buchenden Wintersporturlauber und der Alpin-Skifahrer buchen ihren Urlaub einen bis drei Monate vor Reiseantritt, weitere 20% bis zu einem halben Jahr vor Reiseantritt. Last-Minute-Buchungen sowie langfristige Buchungen mit einem Vorlauf von über einem halben Jahr sind bei Wintersporturlaubern und Alpin-Skifahrern nur selten vertre- ten. Im Vergleich hierzu buchen die Skilangläufer ihren Urlaub eher früher, die Snowboarder deutlich später. 36% der Snowboarder buchen ihren Pauschalurlaub weniger als einen Monat vor Beginn der Reise. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 61© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie WS-Urlauber Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch Sehr wichtig Wichtig Weniger wichtig Unwichtig Bedeutung einzelner Angebotsbestandteile bei einem Pauschalurlaub Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 706; Ski Alpin: n = 297; Snowboard: n= 101; Ski Nordisch: n= 153 WS-Urlauber WS-Ausflügler 0 10 20 30 40 50 60 Ski Alpin (Funparks) Ski Alpin (Freeride/Tiefschnee) Schneeschuhwandern Schlittschuhlaufen Snowboard (Piste) Skitouren Ski Nordisch (klassisch) Schlittenfahren/Rodeln Winterwandern Ski Alpin (Piste) Wintersportliche Aktivitäten – Top 10 Wintersporturlauber vs. Wintersportausflügler Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 3504; WSA: n = 533 Wintersporturlauber legen bei ihrem pauschal gebuchten Wintersporturlaub besonders großen Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie eine gute Organisation in Bezug auf ihre Unterkunft. Der Zugang zu Informationen (über persönliche Ansprechpartner oder Informationsmaterial) und Ausrüstung spielt für sie ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Unter- schiede zwischen der Gesamtheit der Wintersporturlauber und den einzelnen Disziplinen sind nur sehr gering. Die beliebtesten Wintersportaktivitäten der Wintersporturlauber während ihres Urlaubs sind Ski-Alpin (56%), Winterwandern (41%) und Schlittenfahren/Rodeln (29%). Bei den Win- tersportausflüglern sind das Schlittenfahren/Rodeln (40%) sowie das Winterwandern (38%) die beliebtesten Wintersportaktivitäten. Mit einem Anteil von 20% folgt die Wintersportart Ski-Alpin, die bei den Wintersporturlaubern am beliebtesten ist. Damit sind die gleichen Win- tersportaktivitäten sowohl bei den Wintersporturlaubern als auch den -ausflüglern unter den Top 3 zu finden. Während die Anteile der Aktivität Winterwandern bei Urlaubern und Aus- flüglern nahezu identisch sind, befinden sich unter den Wintersporturlaubern deutlich mehr Ski-Alpinisten und unter den Wintersportausflüglern deutlich mehr Schlittenfahrer/Rodler. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 62 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 0 20 40 60 80 100 Ski Nordisch (Skaten) Snowboard (Funparks) Snowboard (Freeride/Tiefschnee) Ski Alpin (Funparks) Ski Alpin (Freeride/Tiefschnee) Schneeschuhwandern Schlittschuhlaufen Snowboard (Piste) Skitouren Ski Nordisch (klassisch) Schlittenfahren/Rodeln Winterwandern Ski Alpin (Piste) Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch Wintersportliche Aktivitäten – Ski Alpin vs. Snowboard vs. Ski Nordisch Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: Ski Alpin: n = 1560; Snowboard: n= 447; Ski Nordisch: n= 856 WS-Urlauber Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 5 10 15 20 25 30 35 Walking/Nordic Walking Jogging/Laufen Fitnessstudio Kegeln/Bowling Tanzen Schwimmen Weitere sportliche Aktivitäten im Winterurlaub Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 3504; Ski Alpin: n = 1560; Snowboard: n= 447; Ski Nordisch: n= 856 Im Vergleich der einzelnen Wintersportdisziplinen fällt auf, dass auch die Snowboarder und Skilangläufer das Alpin-Skifahren auf der Piste zu über 50% nennen. Innerhalb der jeweiligen Disziplin werden erwartungsgemäß die Ausprägungen der jeweiligen Sportarten häufig genannt. Auffällig ist auch, dass die Snowboardfahrer einen sehr hohen Anteil an Alpin-Skifahrern stellen, und hierbei der Anteil an Funparkfahrern und Freeridern sehr hoch ist. Auch die Langläufer nennen zu 59% das Alpin-Skifahren als Hauptaktivität im letzten Wintersport urlaub, während nur 48% hier den Skilanglauf angeben. Dies lässt vermuten, dass der Aufenthalt in den bevorzugten Urlaubsregionen im Hochgebirge primär für Abfahrt- varianten genutzt wird, während Langlauf eher von zu Hause bzw. bei Ausflügen betrieben werden kann. Darüber hinaus erhalten disziplinübergreifend sowohl das Winterwandern als auch das Schlittenfahren/Rodeln sehr viele Nennungen. An weiteren sportlichen Aktivitäten während des Urlaubs wird v.a. das Schwimmen häufig genannt. Weitere Sportarten werden auch betrieben, bleiben jedoch immer unter 10% der Nennungen, mit Ausnahme des Fitnessstudiobesuchs, der von 11% der Snowboarder ange- geben wird. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 63© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 0 10 20 30 40 50 60 Besuch lokaler Nahrungsmittelproduz. Besuch von Freunden/Verwandten Pferdeschlittenfahrten Besuch kultureller Veranstaltungen Besuch von Diskotheken/Nachtclubs Besuch lokaler Veranstaltungen Shopping Besuch kultureller Sehenswürdigkeiten Wellness/Sauna Gutes Essen genießen WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch Weitere Aktivitäten Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 3504; WSA: n = 306; Ski Alpin: n = 1619; Snowboard: n= 447; Ski Nordisch: n= 856 WS-Urlauber Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 5 10 15 20 25 30 35 40 Fernreise Erholungsurlaub Wanderurlaub Wellnessurlaub Städtereise Sommerurlaub Bade-/Strandurlaub Alternative Urlaubsformen Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 2296; Ski Alpin: n = 974; Snowboard: n = 469; Ski Nordisch: n= 541 Neben den (winter-)sportlichen Aktivitäten gehen die Wintersporturlauber während des Urlaubs auch gerne gut Essen oder betreiben Wellness bzw. gehen in die Sauna. Winter- sportausflügler betreiben ähnliche Zusatz-Aktivitäten, allerdings in deutlich geringerem Um- fang aufgrund des geringeren Zeitbudgets. Alpin-Skifahrer und Skilangläufer weisen hier sehr ähnliche Werte wie die Gesamtheit der Wintersporturlauber auf. Bei den Snowboardern gibt es einige Abweichungen, so entfallen deutlich mehr Nennungen auf den Besuch von Diskothe- ken/Nachtclubs und auf das Shopping. Im Besuch kultureller Sehenswürdigkeiten und lokaler oder kultureller Veranstaltungen sind die Nennungen dagegen unter dem Durchschnitt. Für 73% der Wintersporturlauber kommen auch andere Urlaubsformen in Frage (Ski Alpin: 69%; Snowboard: 68%; Ski Nordisch: 70%), wobei insbesondere Bade- und Strand- urlaube, Sommerurlaube und Städtereisen genannt werden. Auffällig ist, dass die Anzahl der Nennungen bei allen Kategorien bei den Snowboardern deutlich niedriger ist. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 64 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch Sehr wichtig Wichtig Weniger wichtig Unwichtig Bedeutung einzelner Angebotsaspekte * wurde bei Wintersportausflüglern nicht erhoben. Datenbasis: WSU: n = 3360; WSA: n = 509;Ski Alpin: n = 1516; Snowboard: n= 437; Ski Nordisch: n= 838 WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch Sehr wichtig Wichtig Weniger wichtig Unwichtig Bedeutung von Versicherungen Datenbasis: WSU: n = 3205; WSA: n = 465; Ski Alpin: n = 1502; Snowboard: n= 436; Ski Nordisch: n= 855 Angebot und Nachfrage Aus Sicht der Wintersporturlauber und -ausflügler ist die Schneesicherheit des Skige- bietes der bedeutendste Angebotsbestandteil. Die größten Unterschiede zwischen beiden Gruppen bestehen bei den präparierten Pisten und Loipen, der Modernität und Größe des Skigebietes sowie dem Fachpersonal. Während die Urlauber deutlich mehr Wert auf gut prä- parierte Pisten und Loipen, die Größe des Skigebietes sowie die Modernität des Skigebietes und der Hotels legen, ist es den Ausflüglern wichtiger, dass Fachpersonal in Form von Skileh- rern, Wanderführern etc. vor Ort ist. Darin spiegelt sich unter anderem der unterschiedliche Erfahrungsschatz beider Gruppen wider, der bei den Urlaubern deutlich ausgeprägter sein dürfte. Weiterhin legen Wintersporturlauber sehr hohen Wert auf eine wintersportfreundli- che Unterkunft. Betrachtet man die einzelnen untersuchten Wintersportdisziplinen, so fällt auf, dass deren Prioritäten sich meist mit denen der Wintersporturlauber decken. Einzig die Schneesicherheit wird deutlich weniger wichtig eingeschätzt. Darüber hinaus ist den Snow- boardern der Angebotsaspekt „Partys“ deutlich wichtiger als dem Rest der Befragten. Auf Grund des bestehenden Risikos für Sach- und Personenschäden, das mit vielen Wintersportaktivitäten verbunden ist, sind den Wintersportlern insbesondere Haftpflichtver- sicherungen und private Unfallversicherungen wichtig. Alle übrigen Versicherungen sind von untergeordneter Bedeutung. Sowohl zwischen Wintersporturlaubern und Wintersportausflüg- lern, als auch zwischen den einzelnen Wintersportdisziplinen sind hierbei keine nennenswer- ten Unterschiede festzustellen. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 65© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie WS-Urlauber WS-Ausflügler Trifft voll zu Trifft eher nicht zu Trifft eher zu Trifft nicht zu Motive und Eigenschaften. Wintersporturlauber vs. Wintersportausflügler Datenbasis: WSU: n = 3340; WSA: n = 499 Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch Trifft voll zu Trifft eher nicht zu Trifft eher zu Trifft nicht zu Motive und Eigenschaften. Ski Alpin vs. Snowboard vs. Ski Nordisch Datenbasis: Ski Alpin: n = 1516; Snowboard: n= 396; Ski Nordisch: n= 842 Die Hauptmotive der Wintersportler bestehen in einem intensiven Landschaftserlebnis, der Suche nach Ruhe und Erholung sowie dem Wunsch, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Dies trifft sowohl auf Wintersporturlauber als auch -ausflügler zu. Bei einigen Motiven gibt es allerdings auch größere Differenzen zwischen beiden Gruppen. Während Wintersport- urlauber anspruchsvoller sind und mehr Wert auf Komfort und Gruppenerlebnisse legen, achten die Wintersportausflügler stärker darauf, wenig Geld auszugeben. Im Vergleich der einzelnen Wintersportdisziplinen sind die Motive der Alpin-Skifahrer und der Langläufer ähnlich gewichtet. Die Snowboarder weichen hiervon in Teilen etwas ab. Sie le- gen überdurchschnittlich viel Wert auf Komfort und darauf „etwas zu erleben“, sowie darauf, wenig Geld auszugeben. Demgegenüber sind für sie die Motive des Landschaftserlebnisses und der Suche nach Ruhe und Erholung, sowie etwas für die Gesundheit zu tun weniger wichtig. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 66 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie WS-Urlauber WS-Ausflügler 0 5 10 15 20 25 30 35 40 Badminton Walking/Nordic Walking Tanzen Fußballspielen Spazierengehen Jogging/Laufen Fitnessstudio Wandern Radfahren Schwimmen Sonstige sportliche Freizeitaktivitäten der Wintersporturlauber und Wintersportausflügler Mehrfachnennungen möglich. Datenbasis: WSU: n = 2492; WSA: n = 355 Sonstige sportliche Freizeitaktivitäten 71% der Wintersporturlauber und 67% der Wintersportausflügler gehen neben dem Wintersport noch weiteren sportlichen Aktivitäten nach. Die beliebtesten, neben dem Win- tersport betriebenen Aktivitäten von Wintersporturlaubern und Wintersportausflüglern sind Schwimmen, Radfahren und Wandern. Bei den Wintersportausflüglern sind die Nennungen bei den Aktivitäten Wandern und Spazierengehen deutlich höher als bei den Wintersport- urlaubern. Im Gegenzug nennen Letztere die Aktivitäten Jogging/Laufen und den Besuch eines Fitnessstudios deutlich öfter. Skihallen & Events Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 68 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Neben den traditionellen Wintersportgebieten in den Mittelgebirgen sowie im Alpenraum gibt es in Form von Skihallen weitere künstlich errichtete Destinationen außerhalb dieser Ziel- gebiete, die ebenfalls von deutschen Wintersporttouristen besucht werden. Einerseits haben sie aufgrund ihrer Unabhängigkeit von Jahreszeiten und Topographie den Vorteil, ganzjährig genutzt werden zu können, andererseits haben sie durch ihre räumliche Begrenztheit einen entscheidenden Nachteil gegenüber den traditionellen Wintersportgebieten. sKihallen und Wintersport-events Einige Städte und Gemeinden organisieren darüber hinaus Wintersportveranstaltungen, an denen die Wintersporttouristen allerdings nicht aktiv teilnehmen, sondern lediglich als Zuschauer vor Ort sind. Im Rahmen dieses Kapitels wird dargestellt, welchen Zuspruch diese speziellen Winter- sportangebote erhalten und welche Potenziale mit ihnen verbunden sind. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 69© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 14 6 15 26 13 86 94 85 74 87 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski-Alpin Snowboard Ski-Nordisch Nein Ja Bisheriger Skihallen Besuch Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542; Ski Alpin: n = 1619; Snowboard: n= 469; Ski Nordisch: n= 928 Nein Eher nicht Eher ja Ja 36 33 41 39 29 27 33 31 25 28 21 21 10 12 6 9 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 WS-Urlauber Ski-Alpin Snowboard Ski-Nordisch Wiederholungsbesuch Skihalle Antworten derjenigen, die bereits eine Skihalle besucht haben. Datenbasis: WSU: n = 509; Ski Alpin: n = 246; Snowboard: n= 127; Ski Nordisch: n= 129 Skihallen Mit 14% ist der Anteil der Wintersporturlauber, die bereits eine Skihalle besucht haben, mehr als doppelt so hoch wie der entsprechende Anteil der Wintersportausflügler. Der Wert bei den Snowboardern mit 26% ist hier noch einmal deutlich höher. Bei den Alpin-Skifahrern geben 15% an, bereits eine Skihalle besucht zu haben, bei den Langläufern 13%. 60% der Alpin-Skifahrer und 65% der Wintersporturlauber, die bereits eine Skihalle be- sucht haben, geben an, dass sie sich einen Wiederholungsbesuch vorstellen können. Bei den Snowboardern sind dies sogar mit 74% fast drei Viertel der Befragten. Auffällig ist auch der hohe Wert bei den Skilangläufern, die sich zu 70% einen Wiederholungsbesuch vorstellen können. Diese hohen Zahlen für potenzielle Wiederholungsbesuche lassen vermuten, dass die Befragten mit dem Besuch der Skihallen zumeist zufrieden waren. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 70 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie WS-Urlauber Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 10 20 30 40 50 60 70 80 Sonstiger Grund Große Umweltbelastung Nur ein Tag Zu hohe Kosten Genügt nicht meinen Ansprüchen Kein Naturerlebnis Kein authentisches Skierlebnis Zu voll Gründe gegen einen Wiederholungsbesuch einer Skihalle Mehrfachnennungen möglich. Antworten derjenigen, die bereits eine Skihalle besucht haben. Geringe Fallzahlen. Datenbasis: WSU: n = 177; Ski Alpin: n = 97; Snowboard: n = 33; Ski Nordisch: n= 37 Nein Eher nicht Eher ja Ja 8 4 8 13 6 17 19 17 24 16 36 41 35 38 35 39 35 40 25 42 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski-Alpin Snowboard Ski-Nordisch Potenzial Skihalle Antworten derjenigen, die noch keine Skihalle besucht haben. Datenbasis: WSU: n = 2996; WSA: n = 508; Ski Alpin: n = 1373; Snowboard: n= 342; Ski Nordisch: n= 799 Die Befragten, für die ein Wiederholungsbesuch einer Skihalle nicht oder eher nicht in Frage kommt, geben hierfür mehrere Gründe an. An Hauptargumenten werden vor allem genannt, dass es in Skihallen zu voll ist, kein authentisches Skierlebnis bzw. kein Naturerleb- nis geboten wird und dass das Angebot in den Skihallen den Ansprüchen der Befragten nicht genügt. Erst danach werden mit ca. 30-35% die hohen Kosten als Gegenargument genannt. Die Gesamtheit der Wintersporturlauber, die Snowboarder und vor allem die Skilangläufer bemängeln die Besucherdichte in den Hallen deutlich häufiger als die Alpin-Skifahrer und auch das fehlende Naturerlebnis wird von den Skilangläufern am häufigsten genannt, während vor allem bei den Snowboardern die fehlende Authentizität des Skierlebnisses der dominierende Grund gegen einen Wiederholungsbesuch ist. Das Argument, dass das Angebot der Skihallen nicht den eigenen Ansprüchen genügt, wird von den Alpin-Skifahrern und Snowboardern deutlich häufiger genannt, als von den Ski-Langläufern und der Gesamtheit der Winterspor- turlauber. Die Umweltbelastung spielt bei den Nennungen keine wesentliche Rolle. Von den Befragten Snowboardern erhält dieser Aspekt keine einzige Nennung, wobei hier die geringen Fallzahlen zu berücksichtigen sind. Unter denjenigen Wintersporttouristen, die bisher noch keine Skihalle besucht haben, schließen etwa drei Viertel den Besuch einer Skihalle auch für die Zukunft (eher) aus. Hierbei bewegen sich die Werte der Wintersporturlauber und Wintersportausflügler sowie der Alpin-Skifahrer und Skilangläufer in ähnlichen Bereichen. Lediglich bei den Snowboardern gibt es deutliche Abweichungen festzustellen. So liegt hier der Anteil an Snowboardern, die auch künftig Skihallen nicht bzw. eher nicht besuchen werden, bei 63%, während sich 37% der Snowboarder einen solchen Besuch künftig vorstellen können. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 71© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 50 53 55 52 56 50 47 45 48 44 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski-Alpin Snowboard Ski-Nordisch Weil ich über den Besuch einer Ski- Halle noch nie konkret nachgedacht habe Weil für mich ganz konkrete Gründe gegen den Besuch einer Ski-Halle sprechen Gründe gegen einen Skihallen Besuch Antworten derjenigen, die noch keine Skihalle besucht haben und dies in Zukunft auch nicht bzw. eher nicht vorhaben. Datenbasis: WSU: n = 2213; WSA: n = 383; Ski Alpin: n = 1022; Snowboard: n= 215; Ski Nordisch: n= 608 WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski Alpin Snowboard Ski Nordisch 0 20 40 60 80 100 Sonstiger Grund Nur ein Tag Genügt nicht meinen Ansprüchen Zu hohe Kosten Große Umweltbelastung Zu voll Kein authentisches Skierlebnis Kein Naturerlebnis Konkrete Gründe gegen einen Skihallen Besuch Mehrfachnennungen möglich. Antworten derjenigen, die noch keine Skihalle besucht haben und dies in Zukunft auch nicht bzw. eher nicht vorhaben. Datenbasis: WSU: n = 1103; WSA: n = 204; Ski Alpin: n = 562; Snowboard: n= 116; Ski Nordisch: n= 342 Etwa die Hälfte der Wintersporttouristen schließt den Besuch einer Skihalle derzeit eher aus, weil noch nicht konkret über einen solchen Besuch nachgedacht wurde. Die andere Hälf- te hat hingegen konkrete Gründe, die gegen den Besuch einer Skihalle sprechen. Zu den wichtigsten Gründen zählen das fehlende Naturerlebnis, das nicht authentische Skierlebnis sowie der in den Skihallen vermutete Besucherandrang. Diese Gründe decken sich mit denen der Skihallenbesucher, für die ein Wiederholungsbesuch nicht in Frage kommt. Ebenfalls von hoher Relevanz sind die mit einer Skihalle assoziierten Umweltbelastungen sowie die mit dem Besuch einhergehenden Kosten, die als zu hoch eingeschätzt werden. Vor allem bei den Snowboardern (77%), aber auch bei den Alpin-Skifahrern (67%) wird das fehlende authentische Skierlebnis deutlich häufiger bemängelt als bei den Skilangläufern (58%) und bei der Gesamtheit der Wintersporturlauber (57%). Wintersportausflügler nen- nen diesen Punkt hingegen nur zu 39%. Diese Unterschiede werden auch bei dem Argument, dass das Angebot in Skihallen den eigenen Ansprüchen vermutlich nicht genügen wird, deutlich. So wird dies von 49% der Snowboarder und 44% der Alpin-Skifahrer genannt. Bei den Skilangläufern geben 33% und bei der Gesamtheit der Wintersporturlauber 27% dieses Argument an, während die Wintersportausflügler aufgrund ihrer geringeren Wintersporter- fahrung es nur zu 6% anführen. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 72 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie 8 6 9 13 11 92 94 91 87 89 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski-Alpin Snowboard Ski-Nordisch Nein Ja Bisheriger Wintersport-Event Besuch Datenbasis: WSU: n = 3505; WSA: n = 542; Ski Alpin: n = 1619; Snowboard: n= 469; Ski Nordisch: n= 928 46 45 43 36 54 38 28 39 44 36 11 27 13 17 5 5 5 3 6 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski-Alpin Snowboard Ski-Nordisch Nein Eher nicht Eher ja Ja Wiederholungsbesuch Wintersport-Event Antworten derjenigen, die bereits ein Wintersport-Event besucht haben. Teilweise geringe Fallzahlen. Datenbasis: WSU: n = 284; WSA: n = 32; Ski Alpin: n = 147; Snowboard: n= 66; Ski Nordisch: n= 104 Wintersport-Events 8% der Wintersporturlauber und 6% der Wintersportausflügler haben bereits einmal ein städtisches Wintersport-Event besucht. Bei den Alpin-Skifahrern sind dies 9%, bei den Skilangläufern 11% und bei den Snowboardern 13%. Der Anteil derjenigen, die auch zukünftig wieder ein solches Event besuchen würden, liegt mit 84% bei den Wintersporturlaubern um 11% höher als bei den Wintersportausflüglern. Bei den Alpin-Skifahrern sind dies 82%, bei den Snowboardern 80% und bei den Skilangläu- fern sogar 90%. Diese hohen Werte lassen vermuten, dass die Erlebnisse, die bei diesen Events gemacht wurden, überwiegend positiv waren. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 73© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Nein Eher nicht Eher ja Ja 9 7 10 11 11 23 20 23 30 26 34 33 34 34 31 34 39 33 25 32 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 WS-Urlauber WS-Ausflügler Ski-Alpin Snowboard Ski-Nordisch Potenzial Wintersport-Event Antworten derjenigen, die noch kein Wintersport-Event besucht haben. Datenbasis: WSU: n = 3221; WSA: n = 510; Ski Alpin: n = 1472; Snowboard: n= 403; Ski Nordisch: n= 824 Bei der Befragung derjenigen, die noch kein städtisches Wintersport-Event besucht haben, können sich von den Wintersport-Ausflüglern künftig nur 27% einen solchen Besuch vorstellen. Bei den Wintersporturlaubern sind dies 32%, bei den Alpin-Skifahrern 33%, bei den Ski-Langläufern 37% und bei den Snowboardern 41%. Für die Mehrheit ist aber der Besuch eines solchen Events auch zukünftig eher nicht vorstellbar. Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 74 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Zusammenfassung Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 76 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Während andere Freizeit- und Reiseaktivitäten und Gewohnheiten relativ gut untersucht sind, gab es bisher für den Wintersport und Wintersporttourismus in seiner Vielfalt keine umfassenden Untersuchungen, die repräsentativ für Deutschland sind. Die nun vorliegende „Grundlagenstudie Wintersport Deutschland“ gibt erstmals einen repräsentativen Gesamt- überblick über zentrale Aspekte des Wintersportmarktes in Deutschland und seiner sport- touristischen Bedeutung für die deutschen Mittelgebirgsregionen und als Quellgebiet für den Alpenraum. Durch einen umfassenden Untersuchungsansatz wurden in der Saison 2010/11 erstmals umfangreiche Daten erhoben, die Rückschlüsse auf das Wintersportverhalten, Soziodemo- graphie, Reiseplanung, Typologie, Bedürfnisse und das Wintersportpotenzial in der gesamt- deutschen Bevölkerung zulassen. Die Studie basiert auf der Kombination zweier repräsentati- ver Erhebungsmethoden. Zunächst wurden „Computer Assisted Telephone Interviews“ (CATI) mit 2000 Probanden durchgeführt. Die zweite Befragung erfolgte mittels Online-Panel und einer Probandenzahl von über 4000 Wintersportlern. Trotz Klimawandel-Diskussion und wirtschaftlichen Einschränkungen stehen Wintersport und Wintersporturlaub bei der deutschen Bevölkerung nach wie vor hoch im Kurs. Die bun- desweite Repräsentativbefragung ergab, dass mehr als 50% der Deutschen über allgemeine Wintersporterfahrung verfügen (36,8 Mio. Menschen / 52% der Bevölkerung ab 14 Jahre). Dies zeigt sich insbesondere beim Schlittenfahren bzw. Rodeln als die mit Abstand popu- lärste Schneesportaktivität in Deutschland. Gesundheitsorientierte Aktivitätsformen wie das Winterwandern erfreuen sich darüber hinaus einer zunehmenden Beliebtheit. Rund 7,4 Mio. Deutsche haben im Winter 2009/2010 Ski Alpin betrieben. Dazu waren noch ca. 2 Mio. Snowboarder und ca. 2,4 Mio. Skilangläufer aktiv. Im Gegenzug können sich allerdings von den Deutschen, die bis dato noch keinen Win- tersport betrieben haben, nur 13% vorstellen, künftig Wintersport zu betreiben. Die große zusammenFassung Mehrheit der Deutschen ohne Wintersporterfahrung möchte auch künftig keinen Wintersport betreiben. Die Wintersportaktivitäten werden sowohl bei Wintersportausflügen (ohne Übernachtung) als auch in Wintersporturlauben (mit Wintersport als Haupt- oder Nebenmotiv) ausgeübt. Von den 36,8 Mio. deutschen Wintersportlern haben 79% bereits Wintersportausflüge un- ternommen, 70% einen Wintersporturlaub (Hauptmotiv) und 51% einen Urlaub mit Winter- sport als Nebenmotiv (nicht Hauptgrund der Reise). Die Hälfte der Wintersportler, die bislang keine Wintersporturlaube sondern nur Winter- sportausflüge durchgeführt haben, könnte sich dies künftig vorstellen. Für die andere Hälfte sprechen vor allem Kostengründe und die eigene gesundheitliche Situation bzw. das eigene Alter gegen die Durchführung von Wintersporturlauben. Insgesamt betreiben etwas mehr Männer (Anteil 54%) als Frauen Wintersport, wobei die Verteilung bezogen auf die Ausübung einzelner Wintersportdisziplinen deutliche Unterschiede aufweist. Beim Skilanglauf beträgt der Männeranteil 60% und beim Alpinskifahren 58%, während beim Snowboarden der Frauenanteil leicht überwiegt. Der Altersdurchschnitt der männlichen Wintersportler liegt mit 49,7 Jahren deutlich über dem der weiblichen Wintersportler mit 40,6 Jahren. Während sich die Altersverteilung der Alpinen Skifahrer kaum von derjenigen der Wintersportler im Allgemeinen unterscheidet, weicht die Verteilung beim Snowboard und bei Ski Nordisch deutlich ab. Beim Snowboard ist ein starkes Gefälle der Altersverteilung festzustellen. Über die Hälfte der Snowboarder ist jünger als 30 Jahre, ein weiteres Viertel ist zwischen 30 und 39 Jahre alt. Demgegenüber ist der Anteil der über 50-Jährigen verschwindend gering. Beim Skilanglauf zeigt sich ein umgekehrtes Bild. Ein Drittel der Skilangläufer ist 60 Jahre oder älter. ZusammenfassungSkihallen & EventsReiseverhaltenReiseplanungWintersportverhaltenSoziodemographiePotenzialanalyseEinleitung Konzept 77© Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie Die meisten Wintersportler (40%) leben in einem Zweipersonenhaushalt ohne Kinder. Bei den Berufsgruppen dominieren mit 37% die Angestellten, gefolgt von Rentnern/Vorruhe- ständlern mit 19% und Selbständigen/Freiberuflern mit 14%. Arbeiter sind nur mit einem Anteil von 5% unter den Wintersporturlaubern vertreten. Bezogen auf das Einkommen unter- scheiden sich Wintersporturlauber und Wintersportausflügler deutlich. Während mehr als ein Viertel der Haushalte der Wintersporturlauber über ein Einkommen von mehr als 3.500 Euro im Monat verfügt, weisen nur ca. 15% der Haushalte der Wintersportausflügler ein Einkommen in dieser Höhe auf. Entsprechend sind Personen ohne bisherigen Wintersportur- laub in fast allen unteren Einkommensklassen stärker vertreten als solche, die schon einmal in Wintersporturlaub waren. Insgesamt sind die deutschen Wintersporttouristen sehr wintersporterfahren. 58% der Urlauber und immerhin 40% der Ausflügler betreiben bereits seit mehr als 10 Jahren Win- tersport. Mitgliedschaften in Wintersportvereinen liegen nur bei einem sehr geringen Teil der Wintersporttouristen vor: Während immerhin noch 5% der Wintersporturlauber in einem Wintersportverein angemeldet sind, liegt der Anteil bei den Ausflüglern bei nahezu 0%. Der Anteil der in einem Verein organisierten Alpin-Skifahrer und Skilangläufer liegt hier bei jeweils 7%, der Anteil der Snowboarder bei 10%. Für die Reiseplanung werden vorwiegend Internet, Prospekte und Skigebietsportale genutzt. Bei der Auswahl des Reiseziels haben Berichte von Freunden und Bekannten die zentrale Funktion. Sowohl Wintersporturlauber als auch Wintersportausflügler sind sehr destinationstreu. Jeweils 63% haben bekundet, ihr Reiseziel auf jeden Fall oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut für einen Wintersporturlaub bzw. -ausflug aufsuchen zu wollen. Bei den Alpin-Skifahrern, Snowboardern und Skilangläufern sind diese Werte mit bis zu 74% noch höher. Die Bundesländer Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sind die wichtigsten Quellmärkte für Wintersportdestinationen. Die Hauptreiseziele der deutschen Wintersportler sind vor allem Österreich und mit gewissem Abstand die Schweiz. Ebenso haben die deutschen Mittelgebirge und das Alpenvorland eine große Bedeutung für Winter- sporturlaub und insbesondere Wintersportausflügle. Bei den Ausflugszielen dominieren mit dem Sauerland (dabei insbesondere Winterberg), dem Harz und dem Schwarzwald drei deut- sche Wintersportdestinationen. Lediglich bei den Snowboardern liegt auch hier Österreich auf Platz 1. Auf die Frage „Welche deutschen Mittelgebirge bringen Sie mit Wintersport in Verbindung?“ erhielten der Harz und der Schwarzwald die meisten Nennungen, gefolgt von Erzgebirge, Bayerischem Wald und Sauerland. In Sachen Ausrüstung verfügt die Mehrheit der Wintersportler über eigenes Material. Die Anteile der Wintersportler, die Ausrüstung leihen, sind mit 19% bei den Urlaubern und 16% bei den Ausflüglern aber bereits beachtlich. Sowohl vor der Reise als auch während des Auf- enthalts im Urlaub bzw. während des Ausflugs ist der Sportfachhandel der Haupteinkaufsort für die Wintersportausrüstungsgegenstände. 37% der Wintersporturlauber fahren regelmäßig in Wintersporturlaub. Alpin-Skifahrer, Snowboarder und Skilangläufer unternehmen Wintersporturlaube noch viel regelmäßiger, wobei der Wert der Snowboarder mit 62% am höchsten ausfällt. Der überwiegende Teil der Wintersportausflügler unternimmt nur unregelmäßig solche Ausflüge. Lediglich 11% unter- nehmen regelmäßig Wintersportausflüge. Etwa jeweils ein Viertel der Wintersporturlauber unternimmt einen solchen Urlaub einmal im Jahr bzw. alle zwei bis drei Jahre. Auch hier sind die Werte bei den einzelnen Wintersportdisziplinen deutlich höher. Bei den Alpin-Skifahren und Langläufern fahren etwa die Hälfte mindestens einmal im Jahr in Wintersporturlaub, bei den Snowboardern sind es sogar zwei Drittel. Auch bei den Wintersportausflüglern unter- nimmt mehr als die Hälfte mindestens einmal im Jahr einen solchen Ausflug. Etwa die Hälfte Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 78 © Deutsche Sporthochschule Köln - Institut für Natursport und Ökologie der Wintersporturlauber (auch innerhalb der Wintersportdisziplinen) bleibt zwischen fünf und sieben Tagen im Reisegebiet. Jeweils knapp ein Viertel verweilt für einen Kurzurlaub von zwei bis vier Tagen bzw. zwischen acht und 15 Tagen im Urlaubsort. Die wenigsten Wintersporturlauber buchen ihre Reise pauschal, wobei die Langläufer hier mit 19% den geringsten und die Snowboarder mit 24% den höchsten Wert aufweisen. Die meisten Reisen werden aber individuell organisiert. Pauschal-Wintersporturlauber legen bei ihrem gebuchten Wintersporturlaub großen Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie eine gute Unterkunft. 44% der Wintersporturlauber gehen auf Nummer sicher und buchen im Schnitt 2 bis 6 Monate im Voraus. Die Hauptmotive der Wintersportler sind ein intensives Landschaftserlebnis, die Suche nach Erholung sowie der Wunsch, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Bezogen auf die einzelnen Angebotsaspekte sind für die Wintersportler die Schneesicherheit, das Angebot an gut präparierten Loipen und Pisten sowie eine wintersportfreundliche Unterkunft am wichtigsten. Von den befragten Wintersporturlaubern haben 14 % bereits eine Skihalle besucht. Bei den befragten Snowboardern waren dies mit 26 % bereits mehr als ein Viertel. Die Frage nach einem potentiellen Wiederholungsbesuch einer Skihalle bejahen zwischen 60 % (Alpin- skifahrer) und 74 % (Snowboarder) der Befragten, sodass hier von einer grundlegenden Zufriedenheit mit diesem ergänzenden Angebot ausgegangen werden kann. Von den bisher noch nicht in Skihallen gewesenen Befragten schließen hingegen etwa drei Viertel einen solchen Besuch auch in Zukunft eher aus, wobei die Hauptgründe das fehlende Naturerlebnis, ein nicht authentisches Skierlebnis und ein vermuteter hoher Besucherandrang sind. Bezug: Grundlagenstudie Wintersport Deutschland Schriftenreihe Institut für Natursport und Ökologie – Band 26 ISNN 1612-2437 Prof. Dr. R. Roth Deutsche Sporthochschule Köln Institut für Natursport und Ökologie Am Sportpark Müngersdorf 6, 50933 Köln www.dshs-koeln.de/natursport