Unsere Lehre ist, im Sinne des Leitbilds für Studium und Lehre der Deutschen Sporthochschule Köln, wissenschaftsbasiert, forschungs- und kompetenzorientiert sowie dialogisch und diversitätssensibel gestaltet. Ziel ist es, Studierende zu kritischem Denken und verantwortungsvollem Handeln im Sport zu befähigen. Mit unserer Abteilung Diversitätsforschung sind wir aktiv in der Lehre vertreten und gestalten vielfältige Lehrveranstaltungen mit. Auf unseren Webseiten „Studium & Lehre“ geben wir Ihnen einen Überblick darüber, in welchen Studienbereichen wir mitwirken. Wählen Sie den passenden Bereich aus, um detaillierte Informationen zu unseren Lehrveranstaltungen und Beteiligungen zu finden.
Basisstudium (BAS)
Schlüsselqualifikationen (SQ)
Profilergänzung (PE): Gender und Diversity im Sport
Studiengangsbezogene Lehrveranstaltungen
In Entwicklung: Masterstudiengang Community Sport and Movement for Social Transformation (COSMOS)
Sportwissenschaften:
Bildungswissenschaften:
Sportwissenschaften:
Bildungswissenschaften:
Allgemeine Infos zur Promotion an der Deutschen Sporthochschule Köln
Unser Arbeitsbereich in der Diversitätsforschung bietet Studierenden sämtlicher Bachelor- und Masterstudiengänge der DSHS die Möglichkeit, Abschlussarbeiten zu verfassen, die eng an unsere aktuelle Forschung geknüpft ist.
Themenschwerpunkte sind insbesondere: Geschlechterverhältnisse, sozioökonomische Ungleichheiten und Klassismus, Flucht und Migration, Rassismus, Safe Sport und interpersonale Gewalt sowie Umgang mit Diversität und Förderung von Inklusion.
Die Schwerpunkte können in unterschiedlichen Kontexten des Sports untersucht werden (z. B. Vereinssport, Sportverbände, kommerzieller Sport, Sportunterricht, Sport im Ganztag, sportbezogene Medien).
Wir betreuen insbesondere empirisch gestützt Arbeiten, wobei z. B. folgende methodische Herangehensweisen möglich sind:
Interessensbekundungen und Erstberatung:
Wir freuen uns über Ihre/deine Kontaktaufnahme!
Thema: Sport als sozialer Raum, um gesellschaftliche Spaltung zu überwinden?
Untersuchung der Bedeutung und Wirksamkeit von kombinierten Sport- und Dialogformaten im Hinblick auf die Entwicklung von Zusammenhalt und die Fähigkeit, eigene Überzeugungen zu hinterfragen und andere Perspektiven anzuerkennen.
Hintergrund:
Die gesellschaftliche Polarisierung in Deutschland nimmt in Bezug auf zentrale Konflikt- bzw. Triggerthemen – wie z. B. Migration, Einkommensverteilung, Umgang mit Minderheiten, geschlechtergerechte Sprache und Klimawandel – zu. Studien zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt legen nahe, dass sich Abwertungshaltungen gegenüber „Anderen“ bzw. „Fremdgruppen“ nicht auf den politischen Rand beschränken, sondern auch in der Mitte der Gesellschaft verbreitet sind.
Zielsetzungen:
Ziel der Abschlussarbeiten ist es, die Bedeutung und Wirksamkeit von Sport- und Dialogformaten für die Entwicklung von gesellschaftlichem Zusammenhalt und der Fähigkeit, eigene Standpunkte zu reflektieren, anhand eines konkreten Praxisprojekts qualitativ und/oder quantitativ zu untersuchen. Darauf aufbauend sollen praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Sportorganisationen und zivilgesellschaftliche Initiativen entwickelt werden, um Sport gezielt als Instrument gegen Polarisierung einzusetzen.
Mögliche Forschungsfragen:
Inwieweit können durch die Teilnahme an Sport- und Dialogformaten gesellschaftlicher Zusammenhalt sowie die Fähigkeit, eigene Überzeugungen zu hinterfragen und davon abweichende Perspektiven anzuerkennen, gefördert werden?
Inwiefern verändert sich die Offenheit gegenüber anderen Meinungen und die Wahrnehmung von unterschiedlichen sozialen Gruppen durch die Teilnahme an Sport- und Dialogformaten?
Welche Rolle spielen soziale Kategorisierungen (z. B. Herkunft, Geschlecht, politische Einstellung) für Gruppenbildungen und Kontakterfahrungen innerhalb der untersuchten Sport- und Dialogformate?
Welche Rahmenbedingungen müssen Sport- und Dialogformate erfüllen, um als „sichere Räume“ für den Austausch unterschiedlicher Meinungen fungieren zu können?
Welche Grenzen zeigen sich bei dem Versuch, Sport als Kontakt- und Dialograum zu nutzen?
Die endgültige Auswahl und Zuspitzung der Forschungsfrage(n) erfolgt in Absprache mit der Betreuung und in Abhängigkeit vom gewählten Studiendesign.
Mögliche theoretische Grundlagen und Konzepte
Die Arbeiten sollen konzeptionell an Theorien und Konzepte der Diversitäts-, Vorurteils- und Demokratieforschung angebunden werden, z. B.:
Kontakt-/Intergruppenkontakthypothese (z.B. Allport, 1954; Pettigrew & Tropp, 2006):
untersucht, unter welchen Bedingungen Kontakt Vorurteile zwischen unterschiedlichen sozialen Gruppen abbauen kann,
Ansatz des brückenbildenden Sozialkapitels (z. B. Putnam, 2000): analysiert, inwiefern im Sport soziale Beziehungen und Vertrauen zwischen Personen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen hergestellt werden kann,
Konzept der intellektuellen Bescheidenheit (z. B. Knöchelmann & Cohrs, 2024): beschreibt die Fähigkeit und Bereitschaft, die Grenzen des eigenen Wissens und Standpunkts anzuerkennen und eigene Überzeugungen im Licht neuer Erfahrungen oder gegensätzlicher Perspektiven zu revidieren,
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) (z. B. Zick et al., 2025): erfasst, wie verbreitet abwertende Einstellungen gegenüber marginalisierten Gruppen in der Gesellschaft sind (z. B. Rassismus, Sexismus, Klassismus),
Demokratiebezogene Ansätze: untersuchen u.a., inwiefern das eigene Erleben von Mitbestimmung und Aushandlungsprozessen im Sport demokratische Handlungsfähigkeit stärkt,
Diversity Studies (z. B. Bartsch & Rulofs, 2023): fragen danach, wessen Perspektiven in den Formaten tatsächlich Gehör finden und welche Ungleichheits- und Machtverhältnisse in vermeintlich offenen Kontaktsituationen im Sport fortbestehen.
Mögliche Studiendesigns:
Prä-Post-Design mit standardisierter quantitativer Befragung der Teilnehmenden (z. B. Erhebung von GMF-Einstellungsdimensionen, demokratiebezogenen Ein-stellungen, Dimensionen von intellektueller Bescheidenheit vor und nach Teilnahme an den Sport- und Dialogformaten),
Qualitative Befragung der Teilnehmenden (z. B. leitfadengestützte Interviews) zu subjektiven Erfahrungen, Kontakterlebnissen und möglichen wahrgenommenen Veränderungen,
Teilnehmende Beobachtung der Sport- und Dialogformate zur Analyse von Interaktions- und Gruppendynamiken.
Betreuung und Praxispartner:
Die Betreuung der Abschlussarbeit erfolgt durch die Mitarbeiter*innen des Instituts für Soziologie und Genderforschung, Abt. Diversitätsforschung. Die Durchführung erfolgt in Kooperation mit „Deutschland bewegt sich“ als Anbieter von kombinierten Sport- und Dialogformaten. Interessensbekundungen richten Sie bitte mit ersten Ideen an Dr. Fabienne Bartsch (f.bartsch(at)dshs-koeln.de) oder Diana Emberger (d.emberger(at)dshs-koeln.de).
Grundlagenliteratur:
Allport, G. W. (1954). The nature of prejudice. Addison-Wesley.
Bartsch, F., & Rulofs, B. (2023). Diversität im organisierten Sport. in M. Funder, J. Gruhlich, & N. Hossain (Hrsg.), Diversitäts- und Organisationsforschung - Handbuch für Wissenschaft und Praxis (S. 519-538). Nomos.
Knöchelmann, L., & Cohrs, J.C. (2024). Effects of Intellectual Humility in the Context of Affective Polarization: Approaching and Avoiding Others in Controversial Political Discussions. Journal of Personality and Social Psychology, 129(1), 91-117.
Pettigrew, T. F., & Tropp, L. R. (2006). A meta-analytic test of intergroup contact theory. Journal of Personality and Social Psychology, 90(5), 751–783
Putnam, R.D. (2000). Bowling alone. The collapse and revival of American community. Simon &Schuster.
Zick, A., Küpper, B., Mokros, N., & Eden, M. (Hrsg.). (2025). Die angespannte Mitte: Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2024/25 (F. Schröter, Hrsg. für die Friedrich-Ebert-Stiftung). Verlag J. H. W. Dietz
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