Sportentwicklung im Ruhrgebiet
Projektbeschreibung
Die Debatte um die Bewerbung der „Rhein Ruhr City 2032“ für die Olympischen Spiele des Jahres 2032 hat in jüngster Zeit zu verstärkten Debatten über den Stellenwert des Sports in der Region Nordrhein-Westfalen geführt. In diesem Zusammenhang richtet sich der Blick nicht nur auf die Zustimmung der Bevölkerung zur Ausrichtung eines Sport-Megaevents wie den Olympischen Spielen, sondern es stellt sich auch die Frage nach den Wurzeln und den Entwicklungslinien des Sports an Rhein und Ruhr.
Namentlich das Ruhrgebiet gilt als eines der wichtigsten Fußballzentren der Welt. Die starke Präsenz des Fußballs verstellt jedoch den Blick auf die Sportlandschaft des Ruhrgebiets in der Breite und trägt dazu bei, dass die vielfältige Sportgeschichte der Region nahezu in Vergessenheit geraten ist. Ob Sechstagerennen oder Boxwettkämpfe, ob Ruhrolympiade oder World Games, ob Olympiasieger oder Weltmeister: zahlreiche Wettbewerbe, Ereignisse und Personen der Sportgeschichte des Ruhrgebiets sind mittlerweile der Vergessenheit anheimgefallen. Dies gilt nicht zuletzt auch für zahlreiche Vereine und Sportstätten.
Mit dem Ziel, grundlegende Etappen der Sportentwicklung des Ruhrgebiets und der Region Nordrhein-Westfalen aufzuarbeiten, verfolgt das IESF in Kooperation mit der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets – ein Vorhaben, bei dem Grundlagen der regionalen Sportstrukturen recherchiert und analysiert werden. Dabei soll im Sinne einer doppelten Zielsetzung sowohl der wissenschaftlichen Aufarbeitung als auch der öffentlichen Sichtbarkeit Rechnung getragen werden.
Das Projekt wurde von der Evonik Industries AG unterstützt.
Forschungszeitraum: 01.04.2019 → 31.12.2025