Modulhandbuch Lehramt an Berufskollegs - Unterrichtsfach Sport (Kooperation Universität zu Köln) Abschluss Bachelor of Arts Studienanfänger*innen ab Wintersemester 2023/24 Stand April 2026 Leitbild zur Theorie-Praxis-Verzahnung im Studiengang Lehramt Sport Die Deutsche Sporthochschule Köln erkennt die Lehrer*innenbildung als eine Aufgabe von herausragender Wichtigkeit mit großer Verantwortung an. Es ist ihr Anspruch, eine gleichbleibend hohe Qualität der Lehrer*innenbildung zu gewährleisten und innovative Aspekte in der Lehre zu etablieren, um die Studierenden bestmöglich auf die Anforderungen im Berufsleben vorzubereiten. Durch vielseitige gesellschaftliche Herausforderungen ist es notwendig geworden, die Kompetenzorientierung in der Lehrer*innenbildung weiter zu stärken und die Studierenden noch gezielter auf die Bedarfe des Berufsfelds vorzubereiten. Die Neustrukturierung der Lehrer*innenbildung der Deutschen Sporthochschule Köln setzt daher bereits im beruflichen Qualifikationsprozess gezielt auf Erfahrung, Reflexion und Interaktion im Zusammenhang mit problemorientiertem Lernen. Reflexion als Bildungsprinzip spielt gerade in den ästhetischen Fächern wie Kunst, Musik und Sport eine besondere Rolle, weil sich Erfahrungen, Lernen und Veränderung stets leiblich verankern. Im Rahmen der Lehrer*innenbildung an der Deutschen Sporthochschule Köln wird die langläufige Dichotomie zwischen Theorie und Praxis gezielt im Sinne einer reflektierten Praxis aufgebrochen. - Berücksichtigt wird die Theorie-Praxis-Integration stringent im modularen Aufbau in der Form, dass es keine isolierten fachwissenschaftlichen und theoretischen Module oder alleinstehenden Praxismodule gibt und der Kompetenzerwerb stets übergreifend erfolgt. - In den Lehrveranstaltungen wird das sportliche Handeln immer im Rückbezug auf jeweilige theoretische Fokuspunkte bearbeitet. Denken und Handeln wird betont integrativ und nicht separierend auslegt. - Jegliche Praxis ist theoriegeleitet und jegliche Theorie wird in die Praxis integriert. Fachwissenschaftlichen Theorieinhalte werden den sportpraktischen und fachdidaktischen Inhalten nicht nur gegenübergestellt. Vielmehr werden Theorieinhalte aus ihrer Abstraktheit herausgelöst und in den Modulen und Lehrveranstaltungen in konkrete Handlungssituationen des Sports übertragen und wechselseitig beispielhaft veranschaulicht. Daraus ergibt sich die Forderung der Einbettung gezielter Schwerpunktsetzungen (z.B. anatomische oder biomechanische Grundlagen, Persönlichkeitsbildende Potenziale oder Aspekte der Gesundheitsbildung etc.), welche sich in den Modultiteln widerspiegeln und in den Lehrveranstaltungen der Module in Theorie-Praxis-Reflexionen bis hin zur Ausübung bewegungspraktischer Tätigkeiten integriert sind. Es gilt, fachwissenschaftliches und fachpraktisches Wissen nutzbar zu machen, zu verstehen, anzuwenden und dadurch neues Wissen entstehen zu lassen. Dieser Ansatz erfordert auch eine enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Praxispartner*innen (Nutzerbezug), welches sich in der Integration von Schulkooperationen schon auf Bachelorniveau auszeichnet. Sport und Bewegung sind als prädestiniertes Feld für die Erforschung dieses bildungsrelevanten Geschehens zu verstehen, das bereits durch digitale Technologien neue Impulse auf hochschuldidaktischer Ebene an der Deutschen Sporthochschule Köln erfährt. Prämierte Lehrkonzepte greifen die Möglichkeiten der Reflexion und des Feedbacks mit digitalen Technologien auf und werden an der Deutschen Sporthochschule Köln ständig weitergeführt und ausgebaut. Qualifikationsziele Die Absolventinnen und Absolventen • verfügen über physiologische, anatomische, sportmedizinische und biomechanische Grundkenntnisse sportlichen Handelns; • beherrschen die Grundlagen und theoretischen Zusammenhänge der Motorik und der Bewegungssteuerung und verstehen die wesentlichen Aspekte der Bewegungsentwicklung und des Bewegungslernens; • kennen die Lebens- und Entwicklungsphasen von Kindern und Jugendlichen, ordnen sie bedeutsamen Entwicklungsphasen zu und stellen Bezüge zur Ausbildung des Körperkonzepts her; • entwickeln Konzepte zur präventiven und kompensatorischen Bewegungserziehung im und durch Sport; • besitzen bewegungstechnisches Können zur Demonstration von Grundelementen und -techniken der Sportarten und Bewegungsfelder; • verfügen über ein anwendungsbezogenes pädagogisches Wissen zur Initiierung von Erziehungs- und Bildungsprozessen durch Bewegung, Spiel und Sport; • entwickeln didaktische Konzepte zum Erwerb sportartspezifischer Technik und Taktik; • verfügen über professionsspezifische Kenntnisse und Fähigkeiten zur Planung, Organisation und Analyse von Sportunterricht und zu außerunterrichtlichen Einsatz- und Angebotsmöglichkeiten; • analysieren sportartübergreifendes und sportartbezogenes Bewegungskönnen wissenschaftsgeleitet und bereiten es für unterrichtliche Zwecke auf; • können berufsbezogene Theorien und Konzepte in Projekten forschenden Lernens umsetzen; • kennen die sicherheitsrelevanten und rechtlichen Rahmenbedingungen des Schulsports; • übertragen unterschiedlichste Aspekte der Sozialisation und des sozialen Lernens auf Bewegung, Spiel und Sport und schaffen in vielfältigen Spiel- und Übungssituationen Anlässe für soziales Lernen; • reflektieren allgemeine, sportdidaktische und schulsportdidaktische Kenntnisse; • wenden Grundprinzipien der Diagnostik von Lernentwicklung an und konstruieren individuelle Förderungsmaßnahmen für das Handlungsfeld Schulsport; • kennen integrationspädagogische und inklusive Theorien und gestalten Unterricht in inklusiven Lernumgebungen. Modulbeschreibung Modultitel: B1: Wissenschaftliches Arbeiten und empirische Forschungsmethoden für Sportlehrkräfte Studiengang: B.A. Lehramt an Berufskollegs Unterrichtsfach Sport Kooperation: Universität zu Köln Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2023/24 Englischer Modultitel Scientific Working and Empirical Research Methods for Physical Education Teachers Kurzbezeichnung B1 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 1.-2. Fachsemester / 2 Semester Workload gesamt (h) / Leistungspunkte gesamt / Inklusionsorientierte Leistungspunkte / Fachdidaktische Leistungspunkte 180 h / 6 LP / 0 LP/ 0 LP Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS / Kontaktzeit (h) / Selbststudium(h) / Studiensemester / Veranstaltungsart / Veranstaltungssprache / Anwesenheitspflicht a) Grundlagen wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens im Kontext von Schulsport 1 SWS / 15 h / 75 h / 1. / VL / deutsch / nein Auswahl b) ODER c): b) Qualitative Forschungsmethoden im Kontext von Schulsport 1 SWS / 15 h / 75 h / 2. / ÜB / deutsch / ja c) Quantitative Forschungsmethoden im Kontext von Schulsport 1 SWS / 15 h / 75 h / 2. / ÜB / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele a) Grundlagen wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens im Kontext von Schulsport Die Studierenden… • verstehen die unterstützende Funktion wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens für die Berufspraxis als (Sport-)Lehrkraft • verstehen die Bedeutung wissenschaftlicher Fragestellungen und können ihre Qualität einschätzen • kennen die Grundstruktur eines prototypischen Forschungsprozesses • kennen und beherrschen Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens o kennen Verfahren und Prinzipien des wissenschaftlichen Recherchierens und beherrschen dessen Grundlagen o (er-)kennen genretypische Merkmale wissenschaftlicher Texte o kennen ausgewählte Techniken zum verstehenden Lesen wissenschaftlicher Texte und können sie anwenden o kennen Grundsätze und Verfahren des Zitierens o kennen Möglichkeiten zur Literaturverwaltung und zum Wissensmanagement • kennen in Grundzügen Prinzipien der Erstellung einer analytischen Arbeit • kennen in Grundzügen typische Arbeitsschritte für die Planung, Durchführung und Auswertung einer empirischen Datenerhebung (Forschungsdesign, Operationalisierung, Verfahren der Datenerhebung und - auswertung, Interpretation der Ergebnisse) Modulbeschreibung • kennen verschiedene Formen und Orte der Berichterstattung für Arbeiten im Kontext von Schulsport • kennen grundlegende Prinzipien von wissenschaftlichen Schreibprozessen b) Qualitative Forschungsmethoden im Kontext von Schulsport Die Studierenden... • können Studien aus dem Kontext der qualitativen Schulsportforschung systematisch recherchieren und verständlich aufbereiten • kennen Grundlagen ausgewählter Designs der qualitativen Forschung • kennen Methoden der qualitativen Datenerhebung sowie Methoden der qualitativen Datenanalyse und können deren Besonderheiten sowie Vor- und Nachteile kritisch reflektieren • wissen in Grundzügen, wie die Ergebnisse qualitativer Forschung aufbereitet und in Studienarbeiten adäquat formuliert werden • kennen Einsatzmöglichkeiten qualitativer Forschungsmethoden im Alltag von (Sport-)Lehrkräften c) Quantitative Forschungsmethoden im Kontext von Schulsport Die Studierenden... • kennen Merkmale einer wissenschaftlichen Theorie und erkennen Theorien in wissenschaftlichen Texten • können quantitative Erhebungsinstrumente nutzen sowie deren Einsatzmöglichkeiten im Alltag von (Sport- )Lehrkräften kritisch reflektieren • kennen wesentliche Grundlagen von Gütekriterien für quantitative Erhebungsinstrumente • können eine experimentelle Intervention für den schulischen Sportunterricht planen • verstehen die Grundidee quantitativer Auswertungsmethoden und Inferenzstatistik (Signifikanz, Effektstärken) • verstehen Ergebnisberichte quantitativer Forschung in den Grundzügen Zentrale Inhaltsbereiche a) Grundlagen wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens im Kontext von Schulsport • Grundlegende Merkmale wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens und ihr Zusammenhang zur Studien- und Schulpraxis (angehender) Sportlehrkräfte • Prototypische Bestandteile wissenschaftlicher Forschungsprozesse • Wissenschaftliche Begriffe (insb. Phänomen, Theorie, Modell, Forschungsfrage, Hypothese) • Forschungsfragen und Hypothesen • Unterscheidung und Anwendung versch. Forschungsformen (Grundlagenforschung, Anwendungsforschung, Praxisforschung) • Gängige Forschungsmethoden für die Forschung im Kontext von Schulsport: Fragebogen, Interview, Beobachtung, Experiment Modulbeschreibung • Wissenschaftsethik für Forschung im Kontext von Schulsport • Literaturstudium (Literaturrecherche, Rezipieren schriftlicher wissenschaftlicher Texte, Zitieren, Literaturverwaltung und Wissensmanagement) • Genretypische Merkmale und Qualität schriftlicher wissenschaftlicher Texte b) Qualitative Forschungsmethoden im Kontext von Schulsport • Durchführung von gezielter Literaturrecherche • Erhebungsmethoden qualitativer Forschung • Grundlagen der Gütekriterien für qualitative Verfahren • Auswertungsmethoden für qualitative Verfahren (z.B. Inhaltsanalyse) • Aufbereitung qualitativer Daten • Merkmale von Ergebnisberichten qualitativer Forschung c) Quantitative Forschungsmethoden im Kontext von Schulsport • Wissenschaftliche Theorien erkennen • Quantitative Erhebungsinstrumente für schulsportbezogene Fragestellungen theoriegeleitet entwickeln und einsetzen • Grundlagen zu Experimenten und Interventionen im Setting Schulsport • Grundlagen der Gütekriterien für quantitative Verfahren • Auswertungsmethoden für quantitative Verfahren • Merkmale von Ergebnisberichten quantitativer Forschung Lehr- und Lernmethoden Frontalunterricht, Gruppenarbeiten, Diskussionen, E-Learning, Textarbeit, Einzelarbeiten Empfohlene Literatur Baur, N. & Blasius, J. (Hrsg.) (2014). Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung. Wiesbaden: Springer VS. Döring, N. & Bortz, J. (Hrsg.). (2016). Forschungsmethoden und Evaluation in den Sozial- und Humanwissenschaften. Springer. Heinemann, K. (1998). Einführung in Methoden und Techniken empirischer Forschung im Sport. Hofmann. Helfferich, C. (2011). Die Qualität qualitativer Daten. Manual für die Durchführung qualitativer Einzelinterviews (4. überarb. Aufl.). Wiesbaden: Springer VS. Lamnek, S. & Krell, C. (2016). Qualitative Sozialforschung: Mit Online-Materialien (6., überarb. Aufl.). Beltz. Robson, C. (2011). Real world research: A resource for users of social research methods in applied settings (3. Aufl.). Wiley. Es können im guten Glauben auch aktuellere Auflagen verwendet werden. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen • Siehe Übersicht Voraussetzungen • Vorlesung inkl. bestandener Lernerfolgskontrollen als Voraussetzung für die Übungen https://www.dshs-koeln.de/studium/studienorganisation/studienunterlagen/lehramt/voraussetzungen/ Modulbeschreibung • Voraussetzung für die Teilnahme an der Klausur B1 ist, dass die Vorlesung erfolgreich teilgenommen (TE) ist und eine Übung mindestens auf ZU stehen Lernerfolgskontrolle Leistungspunkte werden durch regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit mit erkennbarem Lernfortschritt erworben, der über die Bewältigung der folgenden Anforderungen nachgewiesen wird: - Lernerfolgskontrolle im Rahmen der Vorlesung - semesterbegleitende Lernerfolgskontrollen im Rahmen der Übung Genaueres wird in der jeweiligen Veranstaltung bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote MC-Klausur/60 Min./ 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung Modultitel: B2: Grundlagen von Bewegung und Leistung Studiengang: B.A. Lehramt an Berufskollegs Unterrichtsfach Sport Kooperation: Universität zu Köln Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2023/24 Englischer Modultitel Basics/Fundamentals of Movement and performance Kurzbezeichnung B2 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 1. Fachsemester / 1 Semester Workload gesamt (h) / Leistungspunkte gesamt / Inklusionsorientierte Leistungspunkte / Fachdidaktische Leistungspunkte 240 h / 8 LP / 0 LP / 2 LP 2 fachdidaktische LP (b), c)) Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS / Kontaktzeit (h) / Selbststudium(h) / Studiensemester / Veranstaltungsart / Veranstaltungssprache / Anwesenheitspflicht a) b) Biologische, Physiologische und Biomechanische Grundlagen 2 SWS / 30 h / 30 h / 1. / VL / deutsch / nein Laufen - Springen - Werfen 2 SWS / 30 h / 30 h / 1. / KS / deutsch / ja c) Bewegen an Geräten - Turnen 2 SWS / 30 h / 30 h / 1. / KS / deutsch / ja d) Gleiten - Rollen - Fahren 2 SWS / 30 h / 30 h / 1. / KS / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele a) Biologische, Physiologische und Biomechanische Grundlagen An ausgewählten Themen aus den Bereichen Muskelsystem, Energiestoffwechsel, Herz-Kreislauf-System, und Atmung, können die Studierenden Bezüge zu den in diesem Modul behandelten Bewegungsfeldern herstellen. Insbesondere kennen sie mögliche Anpassungen von biologischen Strukturen (Geweben, Organen und Organsystemen), sowie Indikatoren zur Belastungssteuerung und können diese bei der Gestaltung von Bewegungsaufgaben bei Lern- und Trainingsprozessen berücksichtigen. Weiterhin kennen die Studierenden die grundlegenden biomechanischen Gesetzmäßigkeiten sportlicher Bewegung sowie wissenschaftliche Methoden der Bewegungsanalyse. b) Laufen - Springen - Werfen Durch die Auseinandersetzung mit den Inhaltsbereichen des Laufens, Springens und Werfens erwerben die Studierenden ein handlungsorientiertes Fachwissen ausgewählter Disziplinen und Techniken der Leichtathletik. Die Studierenden sind in der Lage, leichtathletisches Bewegen auszuführen und adäquat zu demonstrieren, sowie das Gelernte im schulischen Kontext variabel, zielgruppenorientiert und altersgemäß anzuwenden. Die Studierenden erproben sich in der Planung und Durchführung von leichtathletischen Unterrichtsinhalten und können diese bewerten und reflektieren. Die Studierenden verstehen die Zusammenhänge zwischen den in der Vorlesung vermittelten biologischen, physiologischen und biomechanischen Grundlagen und können diese bei der Aufbereitung leichtathletischer Unterrichtsinhalte einbeziehen. Auf Grundlage von Modulbeschreibung Bewegungsbeobachtungen können die Studierenden adäquates Feedback zu leichtathletikspezifischen Bewegungsausführungen geben. c) Bewegen an Geräten - Turnen Die Studierenden erkennen das Potential des Bewegungsfeldes zur positiven Beanspruchung des Bewegungsapparates im Rahmen des schulischen Sportunterrichts. Durch die Erschließung der mechanischen Prägung turnerischer Bewegungshandlungen und deren Vermittlung erwerben die Studierenden einen ersten fachspezifischen Wissenszuwachs, der sowohl methodische als auch sicherheitsspezifische Aspekte inkludiert. Im partiellen Erleben der Rolle als sportmotorisch lernende Schüler*innen entwickeln die Studierenden zudem ihre turnspezifische Demonstrationsfähigkeit weiter. Aufbauend auf diesen Grundlagen werden eine erste Handlungs- und Vermittlungskompetenz im Bewegungsfeld ausgebildet, die im Rahmen der Folgeveranstaltung B6 – d): Gerätturnen anschlussfähig ist. d) Gleiten - Rollen - Fahren Die Studierenden erkennen das Potential des Bewegungsfeldes und sind in der Lage, dieses für den schulsportspezifischen Kontext aufzubereiten. Durch die im Bewegungsfeld erlebten unterrichtlichen Rahmenbedingungen entwickeln die Studierenden eine grundlegende Organisationskompetenz für die Umsetzung der Inhalte im Schulsport. Zentrale Inhaltsbereiche a) Biologische, Physiologische und Biomechanische Grundlagen Im Rahmen dieses Inhaltsbereiches werden die anatomischen und physiologischen Grundlagen biologischer Gewebe, sowie deren Anpassung vermittelt, die bei körperlicher Belastung und Leistungsfähigkeit eine wichtige Rolle spielen. Im Mittelpunkt stehen exemplarische Fragestellungen zum Muskelaufbau, zum muskulären Energiestoffwechsel und den notwendigen akuten Regulationen des Herz-Kreislauf-Systems und der Atmung, sowie zur Leistungsdiagnostik. Dabei werden die Zusammenhänge der Systeme untereinander verdeutlicht. Ausgehend von den in diesem Modul ausgewählten Bewegungsformen werden die allgemeinen Konsequenzen für die Vermittlung und die Ausübung von sportlichen Bewegungen erläutert. Auf der Basis mechanischer Gesetzmäßigkeiten werden sportliche Bewegungstechniken analysiert, wobei die Möglichkeiten der Fertigkeitsanalyse am Anfang der Betrachtungen stehen. Die biomechanischen Anforderungen ausgewählter sportlicher Disziplinen werden dargestellt und Schlüsselelemente der Bewegungsstruktur identifiziert. Bewegungslernen und Bewegungskorrektur werden aus der Sicht der Biomechanik erörtert. Dabei werden einfache, auch im Modulbeschreibung Sportunterricht anwendbare Verfahren dargestellt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die orthopädische Biomechanik. Mechanische Belastungen und Beanspruchungen des Bewegungsapparates stehen hier im Zentrum der Betrachtungen. Belastungsgrößen und die sich daraus ergebenden Beanspruchungen des aktiven und passiven Bewegungsapparates werden an ausgewählten Sportarten exemplarisch vertieft. Externe Belastung und interne Beanspruchung werden anhand einfacher und komplexer biomechanischer Modelle miteinander in Beziehung gebracht. Möglichkeiten der Risikominimierung im Sportunterricht werden daraus abgeleitet. b) Laufen - Springen - Werfen Als zentrale Inhaltsbereiche werden die Grundlagen des Laufens, Springens und Werfens vermittelt und in ihrer Vielfalt dargestellt. In der Auseinandersetzung mit den koordinativ-technischen sowie konditionell-athletischen Inhalten des Laufens, Springens und Werfens erfahren die Studierenden Praxisbeispiele zu den in der Vorlesung vermittelten Inhalten. Es werden verschiedene Vermittlungswege zielgruppenorientiert aufgezeigt, diskutiert und ausprobiert. Hierzu gehören verschiedene Spiel-/Übungs- und Wettkampfformen, die durch variable Anpassungen in heterogenen und inklusiven Lerngruppen (in der Schule) Anwendung finden können. In kleinen Lehr-Lern-Settings probieren sich die Studierenden in der Planung, Durchführung und Reflexion von leichtathletischen Unterrichtsinhalten aus. c) Bewegen an Geräten - Turnen Die Studierenden entdecken, erleben und reflektieren schulbezogene Vermittlungswege zur freudvollen Ausbildung motorischer Grundbewegungsformen durch die Einbeziehung und Kombination traditioneller Turngeräte. Die dafür ausgewählten Lehr-Lern-Szenarien veranschaulichen am Beispiel wesentlicher Basiselemente die mechanische Kennzeichnung turnerischer Bewegungsanforderungen und der daraus abgeleiteten Vermittlungsstrategien. U. a. werden die Dreidimensionalität turnerischer Bewegungen, rotationsauslösende Methoden sowie Aspekte des statischen und dynamischen Gleichgewichts thematisiert. Vor diesen Hintergründen werden konkrete Bezüge zuzielführenden Partner*innenhilfen (z. B. das Erlernen manueller Hilfeleistung) sowie Gerät- und Orientierungshilfen hergestellt und in lehrkraft- oder studierendenzentrierte Settings eingebettet. Weiterhin knüpft die Inhaltsbereiche an die Entwicklung eines anwendungsbezogenen Grundverständnis für die Bedeutsamkeit des Körperschwerpunktes an. Zudem wird im Bezugsrahmen einwirkender Kräfte und resultierender Gewebebeanspruchungen für den zielgerichteten und sicheren Modulbeschreibung Einsatz von Turngeräten (z.B. Absprunghilfen) und ausgewählter Mattenlagen sensibilisiert. d) Gleiten - Rollen - Fahren Dieser Wahlpflichtbereich soll verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, die zur sportartspezifischen Schulung der Koordination (v.a. Gleichgewichtsfähigkeit) in unterschiedlichen Bewegungssituationen und mit vielfältigen Sport- und Spielgeräten geeignet sind. Dabei werden Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Geräte zur Fortbewegung auf festem Boden (Rennrad, Mountainbike, Bahnrad, Inlineskates, Rollerski, Cross- Skates, Skateboard, Waveboard), auf dem Wasser (Kanu, Ruder-, Segelboot) oder auf Eis und Schnee (Eislaufen, Ski, Snowboard, Langlaufski) beschrieben. An ausgewählten Beispielen werden Vermittlungsformen demonstriert und geübt. Exemplarisch wird vor dem Hintergrund der Implementierung von Trendsportarten in den Schulsport am Beispiel des Skate- und Waveboardfahrens versucht, das Streetsurfing aus dem Bewegungsalltag der Schüler*innen in den Schulalltag zu übertragen. Dabei stehen innerhalb der Vermittlung zum einen die Eigenrealisation dieser Bewegungsformen im Mittelpunkt und darüber hinaus die Diskussion um Chancen und Herausforderungen für die Umsetzung im Schulsport. Lehr- und Lernmethoden • Lehrkraft- und studierendenzentriertes Lernen • Kooperatives Lernen • Entdeckendes Lernen • Problemorientiertes Lernen • Analytisch-synthetische und ganzheitliche Methoden • Blended Learning Empfohlene Literatur a) Biologische, Physiologische und Biomechanische Grundlagen • Cowin, S. C., & Doty, S. B. (2007). Tissue Mechanics. Springer Science & Business Media, New York, USA. • De Marées, H. (2003). Sportphysiologie. Sportverlag Strauß. • Enoka, R. M. (2008). Neuromechanics of human movement. Human Kinetics. • Hamill, J., Knutzen, K. M., & Derrick, T. R. (2015). Biomechanical Basis of human movement. Wolters Kluwer, Baltimore, USA. • Kenney (2015). Physiology of Sport and Exercise (6. Aufl.). Human Kinetics. • Mc Ardle, W. D., & Katch, F. I. & Katch, V. L. (2010). Exercise Physiology. Philadelphia, Pa. [u.a.]: Wolters Kluwer Lippincott Williams & Wilkins. • Nigg, B. M., & Herzog, W. (Eds.) (2007). Biomechanics of the musculoskeletal system. John Wiley & Sons, Chichester, England. Modulbeschreibung • Nordin, M., & Frankel, V. H. (2012). Basic Biomechanics of the Musculoskeletal System. Lippincott Williams & Wilkins, Baltimore, USA. • Silverthorn, D. U. (2009). Physiologie (4., aktualisierte Aufl.). Pearson. • Zatsiorsky, V. M. (2000). Kinetics of human motion. Human Kinetics. • Zatsiorsky, V. M. (2011). Biomechanics of muscle. Human Kinetics. b) Laufen - Springen - Werfen • Deutscher Leichtathletikverband (2020). Wettkampfsystem Kinderleichtathletik. Darmstadt. • Deutscher Leichtathletikverband (2018). Kinderleichtathletik. Philippka-Sportverlag. • Deutscher Leichtathletikverband (2017). Grundlagentraining. Jugendleichtathletik U12 bis U16. Münster: Philippka- Sportverlag. • Strüder, H. K., Jonath, U., & Scholz, K. (2016). Leichtathletik. Sportverlag Strauß. • Wastl, P., & Wollny, R. (2007). Leichtathletik in Schule und Verein. Hofmann. c) Bewegen an Geräten - Turnen • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (2018). Matten im Sportunterricht. Sicherheit im Schulsport. Abgerufen von https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/articl e/1397 • Gerling, I. E. (2014). Basisbuch Gerätturnen. Von Bewegungsgrundformen mit Spiel und Spaß zu Basisfertigkeiten (8., überarbeitete Aufl.). Meyer & Meyer. • Gerling, I. E. (2022). Helfen & Sichern im Turnen. Alle Helfergriffe, Methodik und über 130 kooperative Spiele (4., komplett überarbeitete und ergänzte Aufl.). Meyer & Meyer. • Gerling, I. E., Rohleder, J., & Becker, M. (2020). „Teamsport“ Turnen: Gegenseitiges Helfen und Sichern zur Förderung sozialer Kompetenzen. In T. Vogt (Hrsg.), Vermittlungskompetenz in Sport, Spiel und Bewegung – Sportartspezifische Perspektiven (S. 106-128). Meyer & Meyer. • Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein- Westfalen (2020). Sicherheitsförderung im Schulsport. Abgerufen von https://www.schulsport- nrw.de/fileadmin/user_upload/1033_Inhalt.pdf d) Gleiten - Rollen - Fahren • Wopp, A. (2006). Handbuch zur Trendforschung im Sport: welchen Sport treiben wir morgen? Meyer & Meyer. https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/1397 https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/1397 Modulbeschreibung • Deutscher Verband für das Skilehrwesen und Interski Deutschland (Hrsg.). (2006). Skilehrplan Praxis. BLV Buchverlag. • Deutscher Verband für das Skilehrwesen und Interski Deutschland (Hrsg.). (2005). Snowboard-Lehrplan. BLV Buchverlag. • Deutscher Skilehrerverband (Hrsg.). (2010). Leichter lehren: Ski alpin – perfekt unterrichten (5. Aufl.). Deutscher Skilehrerverband. • Deutscher Skilehrerverband (Hrsg.) (2007). Leichter lehren: Snowboarden – perfekt unterrichten. Deutscher Skilehrerverband. • Ladig, G., & Rüger, F. (2001). Richtig Inline-Skating (3. Aufl.). BLV. • Mischler, D., & Peña, R., & Werra, B. (2003). Roll on – Inline- Skating lehren und lernen. Auer. • Ernst, M., Heßler, H., Stifel U., & Zollfrank, B. (1992). Radsport in Schule und Verein. Meyer & Meyer. • Lötzerich, H., & Schmidt, A. (2002). Radsport in der Schule. Sportunterricht, 51(7), 210-215. • Fritsch, W. (2008). Rudern Basics (3. Aufl.). Meyer & Meyer. • Fererro, F. (Hrsg.). (2010). The British Canoe Union Canoe and Kayak Handbook. Pesda Press. • BCU (2009). The British Canoe Union Coaching Handbook. Pesda Press. • Helmich, I., & Tehrani, R. (2022). Skateboard ‒ Basics und erste Tricks. Sportpädagogik, (5), 36-39. • Büscher, B., Kilberth, V., Tehrani, R., & Helmich, I. (2022). „Auf in den Skatepark!“: Ein Lehr-Lern-Angebot zum Skateboarding. SportPraxis, 63(), . Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Leistungspunkte werden durch regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit mit erkennbarem Lernergebnis erworben, der über die Bewältigung der folgenden Anforderungen nachgewiesen wird: - Präsentation/ Vortrag in der Seminarsitzung - Schriftliche Leistungsüberprüfung - Theorie- und Praxisabnahme (z.B. Demonstrationsfähigkeit) - Lehrübung/ praktische Lernerfolgskontrolle Genaueres wird in der jeweiligen Veranstaltung bekanntgegeben. In den Praxiskursen kann dies durch die Überprüfung des sport- bzw. des vermittlungspraktischen bzw. theoretischen Lernerfolgs erfolgen. Näheres zur Leistungspunktvergabe und zu Lernerfolgskontrollen regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. http://www.dshs-koeln.de/studium/studienorganisation/studienunterlagen/lehramt/voraussetzungen/ Modulbeschreibung Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Das Modul ist Teil der Modulgruppe B2/B3. Ein Modul der Modulgruppe muss mit Prüfungen (MAP und FP) abgeschlossen werden. Das Modul wird mit Anmeldung zu einer Prüfung festgelegt. Näheres zu den möglichen Prüfungen in diesem Modul folgend. Modulabschlussprüfung (MAP) Eine Modulabschlussprüfung (MAP) findet in Form einer Klausur mit Antwort-Wahl-Verfahren (60 Min.) statt. Die MAP hat einen Anteil von 50% an der Modulnote. Näheres zur Prüfungsgestaltung regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. Fachpraktische Prüfung (FP) Im Kurs d) Gleiten - Rollen - Fahren kann eine fachpraktische Prüfung abgelegt werden. Klausur / 60 Min / 40% Praxisprüfung / 60% Die FP hat einen Anteil von 50% an der Modulnote. Näheres zur Prüfungsgestaltung regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. Das Modul wird abgeschlossen a) mit der erfolgreichen Teilnahme an den für das Modul vorgesehenen Lehrveranstaltungen und b) mit dem Bestehen der Modulabschlussprüfung und fachpraktischen Prüfung, sofern das Modul als Prüfungsmodul gewählt wurde. Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung Modultitel: B3: Bewegungstheorien und sportliches Handeln Studiengang: B.A. Lehramt an Berufskollegs Unterrichtsfach Sport Kooperation: Universität zu Köln Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2023/24 Englischer Modultitel Movement theories and sports practices Kurzbezeichnung B3 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 2. Fachsemester / 1 Semester Workload gesamt (h) / Leistungspunkte gesamt / Inklusionsorientierte Leistungspunkte / Fachdidaktische Leistungspunkte 180 h / 6 LP / 0 LP /1 LP 1 fachdidaktische LP (d) Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS / Kontaktzeit (h) / Selbststudium(h) / Studiensemester / Veranstaltungsart / Veranstaltungssprache / Anwesenheitspflicht a) b) Trainings- und Bewegungswissenschaftliche Grundlagen 1 SWS / 15 h / 15 h / 2. / VL / deutsch / nein Koordinationstraining und motorisches Lernen 1 SWS / 15 h / 15 h / 2. / KS / deutsch / ja c) Bewegen im Wasser - Schwimmen 2 SWS / 30 h / 30 h / 2. / KS / deutsch / ja d) Gymnastik 2 SWS / 30 h / 30 h / 2. / KS / deutsch/ ja Kompetenzorientierte Lernziele a) Trainings- und Bewegungswissenschaftliche Grundlagen Die Studierenden sind in der Lage, - die Prinzipien des sportlichen Trainings sowie Inhalte der Trainingssteuerung zu beschreiben und diese bei der Gestaltung von Sportunterricht zu berücksichtigen. - die einzelnen motorischen Hauptbeanspruchungsformen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination in ihren spezifischen Charakteristika zu beschreiben. - Sie können geeignete Trainingsmethoden für den Sportunterricht identifizieren und aktuelle Modelle der motorischen Kontrolle zu klassifizieren. - Sie verstehen das Zusammenspiel von Zentralnervensystem und Skelettmuskulatur anhand von verschiedenen Arten von Bewegungen und können dies auf Aspekte des motorischen Lernens beziehen. b) Koordinationstraining und motorisches Lernen Studierende kennen die primären koordinativen Fähigkeiten (nach Meinel / Schnabel) und Möglichkeiten, sie sportartübergreifend und altersspezifisch zu entwickeln. In den Kursen des Moduls haben sie erfahren und gelernt, wie auf der Basis einer gut entwickelten Koordinationsfähigkeit das Bewegungslernen spezifischer Sportarten und Bewegungsfelder initiiert werden kann. Den Studierenden sind ihre Rollen als Instruktor, Ideengeber oder Beobachter von Lernprozessen bewusst; sie können diese vor dem Hintergrund der Altersspezifik analysieren und gestalten und verfügen über entsprechende Vermittlungskompetenz. Modulbeschreibung c) Bewegen im Wasser - Schwimmen Die Studierenden können komplexe motorischen Fertigkeiten im Bewegungsraum Wasser vermitteln und berücksichtigen die sich aus der Besonderheit des Umgebungsmediums Wasser abgeleiteten Bedingungen. Sie kennen diagnostische Möglichkeiten, um den Lernstand von SuS zu beurteilen. Sie verfügen über das Grundwissen, das einen sicheren Schwimmunterricht in der Schule gewährleistet und sind sensibilisiert für die Vielzahl der Bewegungsmöglichkeiten des menschlichen Körpers im Wasser. Sie beherrschen azyklische und zyklische Bewegungsformen zum Bewegen ins und zur Fortbewegung im und unter Wasser an ausgewählten Bei- spielen. d) Gymnastik Studierende sind sensibilisiert für den Reichtum der Bewegungsmöglichkeiten des menschlichen Körpers. Sie sind in der Lage, für verschiedene Zielsetzungen physiologisch-anatomisch adäquate Gymnastikprogramme zu entwickeln. Ferner verfügen sie über methodisch-didaktische Basiskompetenzen, um gymnastische Einheiten unter Zuhilfenahme von Handgeräten und mit Musik zu unterrichten. Sich ergebenden Konsequenzen für das Bewegungslernen und die didaktisch-methodischen Vorgehensweisen in der Schule können von ihnen bei der Gestaltung des Unterrichts sowie bei Übungs- und Trainingsprozessen und deren Vermittlung berücksichtigt werden. Zentrale Inhaltsbereiche a) Trainings- und Bewegungswissenschaftliche Grundlagen - Training und Trainingsprinzipien - Trainingssteuerung - Systematik der motorischen Hauptbeanspruchungsformen (Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination) - Klassifizierung von Bewegungen (Reflexe, rhythmische Bewegungsmuster, Willkürbewegungen) - Neurowissenschaftliche Grundlagen der motorischen Kontrolle - Motorisches Lernen b) Koordinationstraining und motorisches Lernen Eine optimale Ausbildung koordinativer Fähigkeiten bildet die Basis für den Erwerb und die Optimierung sportmotorischer Fertigkeiten. Das Verständnis um die Wichtigkeit der primären koordinativen Fähigkeiten (Gleichgewichtsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Rhythmisierungsfähigkeit, Orientierungsfähigkeit, kinästhetische Differenzierungsfähigkeit) sowie die Bedeutung sensorischer Informationen und Druckbedingungen bei der Durchführung körperlicher Bewegungen (Koordinations-Anforderungsregler nach Neumaier) wird durch praktisches Erleben in beispielhaften Modulbeschreibung Unterrichtsstunden mit Einsatz verschiedenartiger (Groß-)Geräte verdeutlicht. Die einzelnen motorischen Lernphasen während eines Lernprozesses werden anhand eines einfachen motorischen Lerntestes (Tracking-Test) aufgezeigt und verständlich gemacht. Ein weiterer Aspekt der Veranstaltung ist die praktische Durchführung allgemeiner sportmotorischer Testverfahren für verschiedene Altersgruppen. Diese Ist-Wert-Erhebung soll bei der Gestaltung von Lernprozessen sowie zum Erkennen und Einschätzen von Entwicklungs- und Verhaltensstörungen im Schulalltag helfen. c) Bewegen im Wasser - Schwimmen Der Kurs stellt aus dem umfassenden Spektrum, das der Bewegungsraum Wasser bietet, Möglichkeiten dar, die zur Vermittlung grundlegender Bewegungserfahrungen im Wasser geeignet sind. Das Modell der schwimmerischen Grundbildung (Wasservertrautheit, Wasserbewegungsgefühl, Erfahrung vielfältiger Antriebsformen) liefert die Basis, um sich mit den normierten Schwimmtechniken (Kraul-, Brust- und Rückenschwimmtechnik), deren Beschreibung, Erklärung und Vermittlung auseinanderzusetzen. Die Erklärungsmodelle zur Bewegungsorganisation werden anhand konkreter Beispiele erläutert. Die Studierenden erfahren Anwendungsmöglichkeiten der Schwimmtechniken, insbesondere mit Bezug auf die Ökonomisierung der Bewegung und den Ausdaueraspekt. Sie setzen sich mit dem Springen ins Wasser und basalen Aspekten des Tauchens (Strecken- und Tieftauchen) ohne Ausrüstung auseinander. In diesem Zusammenhang werden zur Vorbeugung von Unfällen entsprechende Vorgehensweisen und organisatorische Maßnahmen vorgestellt. Auf besondere Gefahrenquellen wird hingewiesen. d) Gymnastik In diesem Kurs sollen gymnastische Grundlagen der Körper- und Bewegungsbildung erfahren und reflektiert werden. Die Gymnastik wird hierbei als integrativer Bestandteil jeglicher sportlicher Aktivität als funktionelle Gymnastik (z.B. im Sinne der Haltungs- und Bewegungsschulung) und als eigene Bewegungskultur verstanden. Als bestimmende Größen werden die Bewegungsmöglichkeiten des menschlichen Körpers, verschiedene mögliche Krafteinsätze sowie räumliche und zeitliche Variationsmöglichkeiten vermittelt und als Basiswissen für jegliche Bewegungserziehung nutzbar gemacht. Darüber hinaus werden methodisch-didaktische Möglichkeiten der Einbindung von Handgeräten (Pezzi-Ball, Seil, Stab, Ball, Thera- Band u.a.) im Sinne schuladäquater Vermittlungsformen berücksichtigt. Der Einsatz von Musik als methodisches Hilfsmittel wird thematisiert. Lehr- und Lernmethoden • Lehrkraft- und studierendenzentriertes Lernen • Kooperatives Lernen Modulbeschreibung • Entdeckendes Lernen • Problemorientiertes Lernen • Analytisch-synthetische und ganzheitliche Methoden • Blended Learning Empfohlene Literatur a) Trainings- und Bewegungswissenschaftliche Grundlagen Bear, M. F., Connors, B. W., & Paradiso, M. A. (2018). Neurowissenschaften: Ein grundlegendes Lehrbuch für Biologie, Medizin und Psychologie. Springer-Verlag. De Marées, H. (2003). Sportphysiologie. 9. Auflage. Köln: Sport und Buch Strauß. Ferrauti, A. (Hrsg.) (2020). Trainingswissenschaft für die Sportpraxis: Lehrbuch für Studium, Ausbildung und Unterricht im Sport. Magill, R., & Anderson, D. (2010). Motor learning and control. New York: McGraw-Hill Publishing. Pinel, JPJ., Pauli, P. (2007). Biopsychologie. 6. Auflage. München: Pearson Studium. Schmidt, R. A., & Lee, T. (2011). Motor Control and Learning: A Behavioral Emphasis. Champaign, IL: Human Kinetics. Schnabel, G., & Krug, J. (2021). Bewegungslehre Sportmotorik: Abriss einer Theorie der sportlichen Motorik unter pädagogischem Aspekt. Meyer & Meyer. Tresilian, J. (2012). Sensorimotor control and learning: An introduction to the behavioral neuroscience of action. Bloomsbury Publishing. Weineck, J. (2019). Optimales Training. Balingen: Spitta. Berlin: Springer Spektrum. b) Koordinationstraining und motorisches Lernen Meinel, K. & Schnabel, G. (2007). Bewegungslehre – Sportmotorik. Abriss einer Theorie der sportlichen Motorik unter pädagogischem Aspekt (11. Aufl.). Aachen: Meyer & Meyer. Neumaier, A. (2006). Koordinatives Anforderungsprofil und Koordinationstraining. Grundlagen, Analyse, Methodik. (3. Aufl.). Köln: Sport und Buch Strauß. c) Bewegen im Wasser - Schwimmen Bissig, M., & Gröbli, C. (2004). SchwimmWelt: Schwimmen lernen - Schwimmtechnik optimieren. SchulVerlag. Deutscher Schwimm-Verband e.V. - Jugend (dsv-jugend) (Hrsg.). (2011). Schwimmen lernen - Handbuch zur Kursleiterausbildung (2. überarb. Aufl.). DGUV (Hrsg.). (2019). Schwimmen Lehren und Lernen in der Grundschule. Bewegungserlebnisse und Sicherheit am und im Wasser. (Download-Link) Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW (Hrsg.). (2020). Sicherheitsförderung im Schulsport. (Download- Link) Rheker, U. (2011). Alle ins Wasser: Spielend schwimmen - schwimmend spielen, Band 1 (3. überarb. Aufl.). Meyer & Meyer. Rheker, U. (2004). Alle ins Wasser: Spielend schwimmen - schwimmend spielen, Band 2 (2. überarb. Aufl.). Meyer & Meyer. https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3655 https://www.schulsport-nrw.de/fileadmin/user_upload/1033_Inhalt.pdf https://www.schulsport-nrw.de/fileadmin/user_upload/1033_Inhalt.pdf Modulbeschreibung Rheker, U. (2002). Alle ins Wasser: Spielend schwimmen - schwimmend spielen, Band 3. Meyer & Meyer. Ungerechts, B., Volck, G., & Freitag, W. (2002). Lehrplan Schwimmsport. Band 1: Technik (im Auftrag des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V., Hrsg.). Verlag Karl Hofmann. Vogt, T. (Hrsg.). (2020). Vermittlungskompetenz in Sport, Spiel und Bewegung. Sportartspezifische Perspektiven. Meyer & Meyer. Wilke, K., & Daniel, K. (2007). Schwimmen: Lernen - Üben - Trainieren (6., überarb. Aufl.). Limpert. d) Gymnastik Beck, P. & Brieske-Maiberger S. (1999). Methodik zur Gymnastik mit Handgeräten. Aachen: Meyer und Meyer Verlag. Drefke, H. & Vent, H. (1984). Gymnastik/Tanz Sekundarstufe 2. Bagel Verlag. Freiwald, J. (2013). Optimales Dehnen. Sport-Prävention- Rehabilitation. Balingen Spitt Verlag Klee, A. & Wieman, K. (2005). Beweglichkeit, Dehnfähigkeit. Schorndorf: Hofmann Meinel, K. (1977). Bewegungslehre: Versuch einer Theorie der sportlichen Bewegung unter pädagogischem Aspekt. Volk und Wissen. Meusel, W. & Wieser, R. (1995). Handbuch Bewegungsgestaltung, Kallmeyer/SVK. Schleip, R.& Baker, A. (2019). Faszien in Sport und Alltag. Riva Verlag Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Leistungspunkte werden durch regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit mit erkennbarem Lernergebnis erworben, der über die Bewältigung der folgenden Anforderungen nachgewiesen wird: - Präsentation/ Vortrag in der Seminarsitzung - Schriftliche Leistungsüberprüfung - Theorie- und Praxisabnahme (z.B. Demonstrationsfähigkeit) - Lehrübung/ praktische Lernerfolgskontrolle Genaueres wird in der jeweiligen Veranstaltung bekanntgegeben. In den Praxiskursen kann dies durch die Überprüfung des sport- bzw. des vermittlungspraktischen bzw. theoretischen Lernerfolgs erfolgen. Näheres zur Leistungspunktvergabe und zu Lernerfolgskontrollen regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. c) Bewegen im Wasser - Schwimmen Lernerfolgskontrollen beziehen sich auf die theoretischen und sportpraktischen Inhaltsbereiche. d) Gymnastik http://www.dshs-koeln.de/studium/studienorganisation/studienunterlagen/lehramt/voraussetzungen/ Modulbeschreibung Leistungspunkte werden durch regelmäßige aktive Teilnahme und erfolgreiche Abnahme einer vorgegebenen Körperbildungsstudie erworben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Das Modul ist Teil der Modulgruppe B2/B3. Ein Modul der Modulgruppe muss mit Prüfungen (MAP und FP) abgeschlossen werden. Das Modul wird mit Anmeldung zu einer Prüfung festgelegt. Näheres zu den möglichen Prüfungen in diesem Modul folgend. Modulabschlusssprüfung (MAP) Die Modulabschlussprüfung (MAP) bezieht sich auf die Veranstaltungen des Moduls (außer Gymnastik) und wird als MC- Klausur von 60 Minuten Dauer durchgeführt. Die MAP hat einen Anteil von 50% an der Modulnote. Näheres zur Prüfungsgestaltung regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. Fachpraktische Prüfung (FP) Im Kurs d) Gymnastik kann eine fachpraktische Prüfung abgelegt werden. Klausur / 60 Min / 40% Praxisprüfung / 5-7 min. / 60% Die FP hat einen Anteil von 50% an der Modulnote. Das Modul wird abgeschlossen a) mit der erfolgreichen Teilnahme an den für das Modul vorgesehenen Lehrveranstaltungen und b) mit dem Bestehen der Modulabschlussprüfung und fachpraktischen Prüfung, sofern das Modul als Prüfungsmodul gewählt wurde. Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung Modultitel: B4: Bewegung, Spiel und Sport als Bildungs- und Erziehungsdimension Studiengang: B.A. Lehramt an Berufskollegs Unterrichtsfach Sport Kooperation: Universität zu Köln Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2023/24 Englischer Modultitel Movement, play and sport as an educational dimension Kurzbezeichnung B4 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 3. Fachsemester / 1 Semester Workload gesamt (h) / Leistungspunkte gesamt / Inklusionsorientierte Leistungspunkte / Fachdidaktische Leistungspunkte 240 h / 8 LP / 0,5 LP/ 2 LP 0,5 inklusionsorientierte LP (b) 2 fachdidaktische LP (c) und d) Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS / Kontaktzeit (h) / Selbststudium(h) / Studiensemester / Veranstaltungsart / Veranstaltungssprache / Anwesenheitspflicht a) Sportpädagogische Grundlagen 2 SWS / 30 h / 30 h / 3. / VL / deutsch / nein b) Persönlichkeitsentwicklung und Bewegungserziehung im Sport 2 SWS / 30 h / 30 h / 3. / SE / deutsch / ja c) Ringen und Kämpfen 2 SWS / 30 h / 30 h / 3. / KS / deutsch / ja d) Gestalten- Tanzen- Darstellen 2 SWS / 30 h / 30 h / 3. / KS / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele a) Sportpädagogische Grundlagen Die Studierenden erwerben u.a. • fundierte Kenntnisse über vielfältige Bildungs-, Erziehungs- und Sozialisationsprozesse im Gegenstandfeld Bewegung, Spiel und Sport über die gesamte Lebensspanne hinweg. • Kenntnisse über theoretische Diskurse und empirische Erkenntnisse zu grundlegenden sportpädagogischen Fragestellungen in verschiedenen formalen, non-formalen und informellen Settings, die sie zur kritischen Auseinandersetzung sowie theoretisch begründeten Positionierung befähigen. • Fähigkeiten, die erworbenen sportpädagogischen Kenntnisse im Sinne der Theorie-Praxisverschränkung exemplarisch auf Erziehungs- und Bildungsfragen in verschiedenen Settings anzuwenden und kritisch zu reflektieren. • einen wissenschaftlichen Habitus, der sich insbesondere in einer vertieften Analyse- und Reflexionsfähigkeit grundlegender pädagogischer Phänomene und Entwicklungen innerhalb verschiedener Handlungsfelder niederschlägt. b) Persönlichkeitsentwicklung und Bewegungserziehung im Sport Rekurrierend auf grundlegende sportpädagogische Kenntnisse wissen die Studierenden, dass Bewegung, Spiel und Sport einen Modulbeschreibung bedeutsamen Einfluss auf die Entwicklung eines positiv gefärbten, realitätsangemessenen globalen Selbstkonzepts im Rahmen von Bildungs-, Erziehungs- und Sozialisationsprozessen haben. Da sie den Lebensphasen Kindheit und Jugend eine besondere Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung und vor allem für einen sich entwickelnden Körper beimessen, benennen Sie formale, non-formale und informelle Settings als Orte, an denen diese Entwicklung stattfindet. Die Auffassung des Menschen als aktiver Gestalter seiner Umwelt ist dabei wegweisend, wohl wissend dass sich Entwicklung in sozial- kulturellen Kontexten vollzieht, die eine chancengleiche Persönlichkeitsentwicklung auch verhindern können. Der Sportunterricht als verpflichtendes Setting für alle Schüler*innen stellt für die angehenden Sportlehrkräfte einen Möglichkeitsraum dar, in dem durch bildende, erziehende und sozialisierende Prozesse eine Entwicklung durch und zu Bewegung, Spiel und Sport stattfindet. Dabei nehmen sie sportpädagogische und insbesondere sportdidaktische Perspektiven ein, denen ein weites Sportverständnis zugrunde liegt. Darin sehen sie die beiden modulimmanenten Bewegungsfelder besonders repräsentiert, gehen jedoch auch kritisch reflektiert an naive Ableitungen heran. Durch den Transfer der wissenschaftlichen Grundlagen auf die Bewegungsfelder Ringen und Kämpfen und Gestalten, Tanzen, Darstellen kennen sie verschiedene Möglichkeiten der Analyse, Planung und Organisation, die für die Stärkung eines positiv gefärbten, realitätsangemessenen Selbstkonzepts eingesetzt werden können. Erworbenes handlungsorientiertes Fachwissen nutzen sie begründet zur Anleitung und Reflexion eines selbstkonzeptfördernden Sportunterrichts, der die heterogenen Voraussetzungen von Lerngruppen z.B. über Individualisierungsprozesse berücksichtigt. c) Ringen und Kämpfen Die Studierenden erlernen grundlegende Formen des Kämpfens bei gleichzeitigem Erleben von Fairness und verantwortlichem Handeln. Durch das Kennenlernen, Ausführen und selbst Entwickeln verschiedener Kampfformen erlangen die Studierenden ein eigenes bewegungsspezifisches Können auf dessen Grundlage sie technisch-taktische Lösungsmöglichkeiten reflektieren. Sie verstehen den Einsatz, die Vereinbarung sowie ggf. Veränderung von Regeln als notwendige Voraussetzung für die körperliche Auseinandersetzung. Die Studierenden kennen Möglichkeiten der didaktischen Aufbereitung elementarer technischer Elemente und können die Anwendbarkeit verschiedener Kampfformen im Sportunterricht beurteilen. Modulbeschreibung Die Studierenden wenden die erworbenen sportpädagogischen Kenntnisse an und reflektieren die vielfältigen Bildungs-, Erziehungs- und Sozialisationsprozesse im Gegenstandfeld Zweikämpfen kritisch. Sie nutzen darüber hinaus ihr erworbenes handlungsorientiertes Fachwissen zur Reflexion eines selbstkonzeptfördernden Ringen und Kämpfens in heterogenen Lerngruppen. d) Gestalten - Tanzen- Darstellen Die Studierenden kennen verschiedene ästhetisch-expressive Tanz- und Bewegungskulturen, sowie Arbeitsmethoden des Gestaltens und des Umgangs mit Musik. In Improvisation und Komposition wenden sie die Gestaltungs- kriterien Raum, Zeit, (Körper-)Form und Dynamik an. Sie erlangen Basiskompetenzen der Bewegungsgestaltung und entwickeln eine Grundhaltung, die die Perspektiven aller Teilnehmenden mit ihren Potentialen und Grenzen voranstellt. Sie qualifizieren sich in schulischer Bewegungserziehung vor dem Hintergrund des persönlichkeitsbildenden Potenzials für inklusive und heterogene Gruppen. Sie erlangen Basiskompetenzen der Bewegungs- gestaltung und entwickeln eine Grundhaltung, die die Perspektiven aller Teilnehmenden mit ihren Potentialen und Grenzen voranstellt und qualifizieren sich, durch Haltung und Fachkompetenz schulische Bewegungserziehung nach dem Studium inklusiv und für heterogene Gruppen zu konzeptionieren und zu gestalten. Im Kurs identifizieren und explorieren Studierende ästhetisch- expressive Bewegungsmöglichkeiten, ausgehend von verschiedenen Ausgangspunkten (z.B. Bewegung, Musik, Idee, Text, Bild, Objekt, etc.). Bewegung verstehen sie dabei als ersten Ausgangspunkt, der auch in der Exploration anderer Ausgangspunkte unumgänglich bleibt für ein vertieftes Begreifen und als zentrales Ausdrucksmedium von tänzerisch-abstrakt bis darstellerisch-konkret. Die Studierenden sind in der Lage passende Aufgabenstellungen zu formulieren und damit Improvisationsanlässe zu schaffen, um eigene Haltungen zu kommunizieren und zu reflektieren. Sie kennen Werkzeuge, um Bewegungs- und Ideenbausteine zu analysieren und zu prüfen, um daraus Stücke zu komponieren und diese einem Publikum zu präsentieren. Studierende kennen postdigitale Möglichkeiten im Kontext Tanz und anderen ästhetisch-expressiven Bewegungskulturen und können Risiken mit Schüler*innen verbal-sprachlich und auch ästhetisch reflektieren. Zentrale Inhaltsbereiche a) Sportpädagogische Grundlagen Die Veranstaltung zielt auf die Vermittlung fundierter Kenntnisse über grundlegende (sport)pädagogische Begrifflichkeiten (Erziehung, Bildung, Lernen, Sozialisation), Diskurse und Modulbeschreibung Erkenntnisse über die gesamte Lebensspanne hinweg (Kindheit, Jugend, Alter) in verschiedenen Settings (z.B. Verein, informeller Sport). Mit dem Aufzeigen unterschiedlicher Verständnisse und Positionen zu pädagogischen Fragestellungen im Gegenstandsfeld Bewegung, Spiel und Sport soll der Erwerb einer theoriegeleiteten Analyse- und Reflexionsfähigkeit angebahnt werden. Exemplarisch werden einige pädagogischen Handlungsfelder (z. B. Gesundheits-, Leistungserziehung) vertiefend vermittelt. b) Persönlichkeitsentwicklung und Bewegungserziehung im Sport In diesem Seminar erkennen die Studierenden naive Vorstellungen zur Persönlichkeitsentwicklung und Bewegungserziehung im Sport und überprüfen sie kritisch vor dem Hintergrund aktueller Forschungsergebnisse auf ihre Zulässigkeit. Sie verstehen die analytische Zergliederung der Gesamtentwicklung von Lernenden in die Teilentwicklungsprozesse der kognitiven, sozialen, emotionalen und motorischen Entwicklung. Sie erarbeiten sich theoretische Grundlagen der erfolgreichen individuellen Förderung eines positiv gefärbten, realitätsangemessenen Selbstkonzepts innerhalb des Erziehungs- und Bildungsauftrags des Schulsports und transferieren dieses Wissen mithilfe unterschiedlicher Medien in die mögliche Praxis. Darüber hinaus analysieren die Studierenden das Phänomen Heterogenität in Bezug auf die individuelle Entwicklung von Lernenden (z.B. Geschlecht, Bildungshintergrund, Behinderung oder Migration) in diesem Zusammenhang schulformorientiert und anhand von Studienergebnissen. c) Ringen und Kämpfen Das Spektrum der Inhalte umfasst im Schulsport anwendbare normungebundene Kämpfe mit direktem und indirektem Körperkontakt sowie mit Gerätschaften in Partner*innen- und Gruppenform. Die Studierenden erfahren dabei u.a. das Kämpfen um Gegenstände, um den Raum, um das Gleichgewicht und um die Körperposition. Exemplarisch werden darüber hinaus einige normierte bzw. elementar normierte Formen des Zweikampfes in verschiedenen Raumlagen vermittelt. d) Gestalten- Tanzen- Darstellen Im Kurs werden verschiedene ästhetisch-expressive Tanz- und Bewegungskulturen thematisiert, der Transfer in den Schulsportunterricht durch die Bewegungspraxis sowie im gemeinsamen Diskurs wird reflektiert. Es findet eine theoriegeleitete Analyse der fachspezifischen pädagogischen Modelle/ Werkzeuge statt. Auf dieser Grundlage wird die Formulierung angemessener Aufgabenstellungen für Improvisations- und Kompositionsanlässe thematisiert. Darüber Modulbeschreibung hinaus werden Potentiale und Risiken des Bewegungsfeldes Gestalten, Tanzen, Darstellen hinsichtlich der Persönlichkeitsbildung aufgezeigt und diskutiert. Lehr- und Lernmethoden • Lehrkraft- und studierendenzentriertes Lernen • Kooperatives Lernen • Entdeckendes Lernen • Problemorientiertes Lernen • Analytisch-synthetische und ganzheitliche Methoden • Blended Learning • Präsentationen etc. Empfohlene Literatur a) u.a. Balz, E., Reuker, S., Scheid, V., & Sygusch, R. (Hrsg.). (2021). Sportpädagogik. Eine Grundlegung. Kohlhammer. Koller, H.-C. (2014). Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft (7. durchgesehene Aufl.). Kohlhammer. Prohl, R. (2006). Grundriss der Sportpädagogik (2., stark überarbeitete Aufl.). Limpert. b) u.a. Breker, T. A. (2016). Fähigkeitsselbstkonzept, Selbstwirksamkeit & Mindset – Wie können Lehrkräfte Erkenntnisse aus der Sozial-Kognitiven-Psychologie nutzen, um die Potenzialentfaltung von Schülerinnen und Schülern zu fördern? Frankfurt (Oder): Europa-Universität Viadrina. Conzelmann, A., Schmidt, M. & Valkanover, S. (2011). Persönlichkeitsentwicklung durch Schulsport.Huber. Deci, E. L. & Ryan, R. M. (1993). Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation und ihre Bedeutung für die Pädagogik. Zeitschrift Für Pädagogik, 39(2), 223–238. Frohn, J. (2015). Impulse der Heterogenitätsforschung für die Schulsportentwicklung. In G. Stibbe (Hrsg.), Grundlagen und Themen der Schulsportentwicklung (S. 103-114). Academia. Hurrelmann, K. (2015). Einführung in die Sozialisationstheorie . Beltz. Kleindienst-Cachay, C., Kastrup, V., & Cachay, K. (2008). Koedukation im Sportunterricht – ernüchternde Realität einer löblichen Idee. Sportunterricht, 57(4), 99–104. Oswald, E., Rubeli, B. & Berger, R. (2018). Kinder stärken durch persönlichkeitsfördernden Bewegungs- und Sportunterricht. hep verlag ag. Schmidt, M., & Conzelmann, A. (2011). Selbstkonzeptförderung im Sportunterricht. Sportwissenschaft, 41(3), 190–201. Shavelson, R. J., Hubner, J. J., & Stanton, G. C. (1976). Self- Concept: Validation of Construct Interpretations. Review of Educational Research 46 (3), 407–441. Stiller, J. & Alfermann, D. (2005). Selbstkonzept im Sport. Zeitschrift für Sportpsychologie, 12 (4), 119-126. Wiesche, D. (2013). „Ich muss immer etwas vormachen, damit die anderen sehen, wie es nicht geht!“ Beschämende Situationen im Sportunterricht. sportunterricht 62 (7), 194- 199. Zimmer, R. (2012). Handbuch der Psychomotorik. Herder. Modulbeschreibung c) u.a. Kursbegleitendes Skript Werner, S., Körner, S., & Staller, M. S. (2020). Vermittlungsmethoden: Kämpfen im Schulsport im Spannungsfeld zwischen Tradition und Nicht-Linearität. In T. Vogt (Ed.), Vermittlungskompetenz in Sport, Spiel und Bewegung: Sportartspezifische Perspektiven (pp. 245–276). Meyer & Meyer. Gößling, V.(2008). Handicap-Kämpfe - leicht umsetzbar und vielfältig einsetzbar. sportunterricht (5)57, 141-143. Liebl, S., Ptack, R., & Sygusch, R. (2018). Der Erlanger Kompetenzentwurf Sport. Am Beispiel des Bewegungsfelds "Mit und gegen Partner kämpfen". Sport & Spiel, 69, 42–45 Liebl, S., Happ, S. & Zajonc, O. (2015). Review zu Wirkungen von Kampfkunst und Kampfsport auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. In M. J. Meyer (Hrsg.), Kampfkunst und Kampfsport in Forschung und Lehre: Material Arts Studies in Germany - Defining and Crossing Disciplinary Boundaries. (S. 82-92). Hamburg: Feldhaus. Karsch, J. (2022). Alternative Vermittlungsformen im Sportunterricht. Vom Einsatz des Constraints-Led Approach im Sportunterricht. sportunterricht, 7 (71), 290-296. d) u.a. Behrens, C. (2014). Sich körperlich ausdrücken. Sportpädagogik (3+4), 2-6. Steinberg, C. & Tiedt, W. (2018). Bewegung und Tanz als Gegenstand der ästhetisch-kulturellen Bildung in der sozialen Arbeit mit Jugendlichen. In M.-S. Meis & G.-A. Mies (Hrsg.), Künstlerisch-ästhetische Methoden in der Sozialen Arbeit (Pädagogik 2013, S. 145-176). Stuttgart: Verlag W. Kolkhammer. Howahl, S. (2016). Inklusiv "Gestalten, Tanzen und Darstellen". In S. Ruin, S. Meier & H. Leineweber (Hrsg.), Inklusion im Schulsport. Anregungen und Reflexionen (Pädagogik, S. 116- 129). Weinheim: Beltz. Howahl, S. (2018). Inklusiv Gestalten, Tanzen und Darstellen. von kleinen und großen Stücken. In Ruin, Sebastian, Becker, Florian, Klein, Daniel, Leineweber, Helga, Meier, Sebastian. & Uhler-Derigs, Hans Georg (Hrsg.), Im Sport zusammen kommen. Inklusiver Schulsport aus vielfältigen Perspektiven (S. 139-152). Schorndorf: Hofmann. Tiedt, A. (2001). Bewegende Verse. Wie aus einem Gedicht Bewegung wurde. Zeitschrift für Sportpädagogik (5), 28-31. Klinge, A. & Schütte, M. (2013). Gestalten und Gestaltung. In A. Güllich & M. Krüger (Hrsg.), Sport. Das Lehrbuch für das Sportstudium (Bachelor, 1. Aufl., S. 597-620). Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg. Tiedt, W. (2001). Bewegungstheater. In W. Günzel & R. Laging (Hrsg.), Didaktische Konzepte und Unterrichtspraxis (Neues Modulbeschreibung Taschenbuch des Sportunterrichts, / hrsg. von Werner Günzel und Ralf Laging ; Bd. 2, S. 309-336). Baltmannsweiler: Schneider- Verl. Hohengehren. Zühlke, M. & Steinberg, C. (2023). Tanz digital unterstützen [Themaheft]. Sportunterricht (72, 2) Modulart Pflicht / Wahlpflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Leistungspunkte werden durch regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit mit erkennbarem Lernfortschritt erworben, der über die Bewältigung der folgenden Anforderungen nachgewiesen wird: a) In der VL werden Leistungspunkte durch eine abschließende einstündige Lernerfolgskontrolle erworben. b) Im Seminar Persönlichkeitsentwicklung und Bewegungserziehung im Sport wird die aktive Teilnahme durch die Anfertigung einer schriftlichen Arbeit (wissenschaftliches Lerntagebuch oder schriftliche Hausarbeit Umfang 15000 bis 18000 Zeichen) nachgewiesen. c) Im Kurs Ringen und Kämpfen werden Leistungspunkte durch die Übernahme eines Stundenanteils (Umfang 30 min) und durch eine abschließende Lernerfolgskontrolle (praktische Prüfung) erworben. d) Im Kurs Gestalten- Tanzen- Darstellen werden Leistungspunkte durch zwei Lernerfolgskontrollen (praktische Prüfungen) erworben: 1. Nachgestaltung einer Choreographie 2. Neugestaltung eines Tanz-/Bewegungstheaterstückes Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Das Modul ist Teil der Modulgruppe B4/B5. Ein Modul der Modulgruppe muss mit Prüfungen (MAP und FP) abgeschlossen werden. Das Modul wird mit Anmeldung zu einer Prüfung festgelegt. Näheres zu den möglichen Prüfungen in diesem Modul folgend. Modulabschlussprüfung (MAP) Die Modulabschlussprüfung (MAP) besteht aus einer 90- minütigen kombinierten Klausur mit einem MC-Teil und offenen Fragen. Die MAP hat einen Anteil von 50% an der Modulnote. Näheres zur Prüfungsgestaltung regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. Fachpraktische Prüfung (FP) Im Kurs c) Ringen und Kämpfen oder im Kurs d) Gestalten- Tanzen- Darstellen kann eine fachpraktische Prüfung abgelegt werden. http://www.dshs-koeln.de/studium/studienorganisation/studienunterlagen/voraussetzungen/ Modulbeschreibung Klausur / 60 Min / 40% Praxisprüfung / 5-7 Min / 60% Die FP hat einen Anteil von 50% an der Modulnote. Näheres zur Prüfungsgestaltung regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. Das Modul wird abgeschlossen a) mit der erfolgreichen Teilnahme an den für das Modul vorgesehenen Lehrveranstaltungen und/ oder b) mit dem Bestehen der Modulprüfung und fachpraktischen Prüfung Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung Modultitel: B5: Bewegung und Körperlichkeit in Kultur, Gesellschaft und individuellem Handeln Studiengang: B.A. Lehramt an Berufskollegs Unterrichtsfach Sport Kooperation: Universität zu Köln Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2023/24 Englischer Modultitel Movement and physicalness in culture, society, and individual behavior Kurzbezeichnung B5 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 3./4. Fachsemester / 2 Semester Workload gesamt (h) / Leistungspunkte gesamt / Inklusionsorientierte Leistungspunkte / Fachdidaktische Leistungspunkte 270 h/ 9 LP / 0 LP / 1 LP 1 fachdidaktischer Leistungspunkte d) Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS / Kontaktzeit (h) / Selbststudium(h) / Studiensemester / Veranstaltungsart / Veranstaltungssprache / Anwesenheitspflicht a) b) Sportpsychologische Grundlagen und motorisches Lernen 2 SWS / 30 h / 30 h / 3. / VL / deutsch/ nein Sozialisation und soziales Lernen 2 SWS / 30 h / 30 h / 3./ VL / deutsch / nein c) Theorie, Didaktik und Methodik der Sportspielvermittlung 1 SWS / 15 h / 15 h / 4./ VL / deutsch / nein d) Spielen und Spiele inszenieren (kleine Spiele) 2 SWS / 30 h / 30 h / 4./ KS mit ÜB / deutsch / ja e) Erlebnissport 2 SWS / 30 h / 30 h / 4./ KS / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Leitbild des Moduls ist die Ausbildung einer wissenschaftlich informierten, reflektierten Lehrkraft. Die Studierenden bilden einen breiten wissenschaftlichen Habitus aus, der sich insbesondere in einer vertieften Analyse- und Reflexionsfähigkeit grundlegender menschlicher Phänomene und Entwicklungen innerhalb verschiedener Handlungsfelder niederschlägt. Weiterhin steht der Erwerb berufsfeldbezogener und übergreifender Vermittlungskompetenzen im Mittelpunkt. Die Studierenden lernen aktuelle Theorien und Erkenntnisse der Psychologie, der Sozialisation und des motorischen Lernens kennen und können sie auf vielfältige Situationen im Sport und in der Schule übertragen. Die Teilnehmer können Unterrichtseinheiten mit spielerischen, motivierenden und erlebnispädagogischen Inhalten für ein diverses Teilnehmerfeld in der Halle und im freien Gelände planen, organisieren und durchführen. a) Sportpsychologische Grundlagen und motorisches Lernen Die Studierenden beherrschen die Grundlagen und theoretischen Zusammenhänge der Psychologie, Motorik und Bewegungssteuerung. Sie verstehen die wesentlichen Aspekte der Bewegungsentwicklung, des Bewegungslernens und die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten sportlicher Bewegung. b) Sozialisation und soziales Lernen Modulbeschreibung Die Studierenden kennen unterschiedliche Theorien und Ansätze von Sozialisation und sozialem Lernen im Allgemeinen und im Bereich des Sports und können sie auf sportliche Situationen und den Schulsport übertragen. Sie können sozialisations- und lerntheoretisch Grundlagen nutzen, um sich mit spezifischen schulischen (schulsportunterrichtlichen) und gesellschaftlichen Gegebenheiten, Herausforderungen und Stressoren (z.B. Integration, Koedukation, Fairness und Gewalt) reflektiert auseinanderzusetzen. c) Theorie, Didaktik und Methodik der Sportspielvermittlung Die Studierenden erwerben eine übergreifende Sportspielkompetenz. Sie sollen dazu befähigt werden, unterschiedlichste Sportspiele in ihrem komplexen Handlungsfeld zu verstehen, zielgerichtet einzusetzen und aktiv durchzuführen. d) Spielen und Spiele inszenieren (kleine Spiele) Das Spiel ist ein vielfältig und mannigfaltig auftretendes Phänomen unter Lebewesen und fasziniert seit jeher die Menschen. Durch eigene Erfahrungen mit grundlegenden Bewegungstätigkeiten und Handlungsfähigkeiten sowie deren Reflexion sind die Studierenden in der Lage, Spiele zielgerichtet einzusetzen, wissenschaftsgeleitet zu analysieren und für unterrichtliche Zwecke aufzubereiten. Hierzu lernen sie unterschiedliche Spielformen kennen bzw. zu modifizieren, mit denen sie den Erwerb sportartübergreifender und spezifischer Kompetenzen nach sportdidaktischen Grundsätzen vermitteln und nach dem Prinzip der Variation schulen können. Den Studierenden sind ihre Rollen als Instruktor, Ideengeber oder Beobachter von Lernprozessen bewusst; sie können diese Rollen vor dem Hintergrund der Altersspezifik analysieren und für sich gestalten. e) Erlebnissport Die Teilnehmenden können Unterrichtseinheiten mit erlebnispädagogischen Inhalten in der Halle und im freien Gelände planen, organisieren und durchführen. Sie sind in der Lage, die Qualität erlebnispädagogischer Angebote zu beurteilen, die Sicherheit erlebnissportlicher Unterrichtsinhalte und Angebote zu prüfen und zu beurteilen. Sie können erlebnissportliche Unterrichtsinhalte anleiten sowie Lernerfolg sichernde Reflexionsphasen initiieren, begleiten und evaluieren. Dies ist relevant, um den Anspruch der Erlebnispädagogik auf Förderung der individuellen Persönlichkeitsentwicklung umzusetzen. Zentrale Inhaltsbereiche a) Sportpsychologische Grundlagen und motorisches Lernen Dieser Inhaltsbereich thematisiert (motorische) Lehr- und Lernprozesse vor dem Hintergrund psychischer und psychosozialer Grundabläufe. Das Themenspektrum beinhaltet Modulbeschreibung (1) eine Übersicht über psychische und psychosoziale Funktionen und Prozesse, die die Grundlage für die Betrachtung von Lehr- und Lernprozessen im Rahmen der Bewegungswissenschaften darstellen. Diese Übersicht beinhaltet gleichermaßen neuropsychologisch-kognitive wie emotional-motivationale und psychosoziale Darstellungen. Hiermit verknüpft ist (2) die Besprechung psychomotorischer und psychosozialer Gegebenheiten im Rahmen der menschlichen Entwicklung, wobei das Spektrum vom komplexen Bewegungshandeln bis hin zu einfachen Reflexen oder zyklischen Bewegungen abgedeckt wird. (3) Grundlagen von (motorischen) Lernprozessen und Abläufen der Bewegungskontrolle stellen einen dritten Inhaltsblock dar. Bewegungskontrolle wird hierbei sowohl als neurophysiologisches oder neuropsychologisches als auch als psychosoziales Geschehen definiert. (4) Emotionale und motivationale Bedingungen von (motorischen) Lehr- und Lernprozessen schließen an diese Darstellung an. Hierbei wird ein Fokus auf emotional-motivationale Beeinflussung von Lernen gelegt (z.B. Lernen und Angst). Im abschließenden Teil werden Lehr- und Lernaspekte vor dem Hintergrund der (5) Schüler-Lehrer-Interaktionen betrachtet. Die richtige Form der Beschreibung und Vermittlung von Bewegungsabläufen (Instruktionen und Feedback) wird hierbei ebenso angesprochen, wie die Steuerung von Motivations- und Emotionsprozessen im Rahmen der Interkation (Motivationales Klima). b) Sozialisation und soziales Lernen In dieser Veranstaltung werden Handlungs- und Erfahrungsmöglichkeiten für eine praxisorientierte Sozialerziehung im Bereich des Sports thematisiert. Dabei werden u.a. Kommunikationsfähigkeit, Identität in Gruppen, motivationale Aspekte, Umgang mit Regeln, Fairness, Konfliktfähigkeit und Toleranz anhand von Theorien der Sozialisationsforschung und des sozialen Lernens vertiefend behandelt. Anhand von evidenzbasierten praktischen Beispiele aus dem Sportunterricht (z.B. besonders stressreiche Phänomene) werden Möglichkeiten des sozialen Lernens und der Sozialisation im Fach Sport diskutiert und analysiert, beispielsweise wird die Rolle der Selbstwirksamkeitserwartung und der Selbstbestimmung im schulischen Kontext anhand von unterschiedlichen Beispielen erörtert. Aktuelle Forschungsergebnisse zur Sozialerziehung im und durch Sport werden einbezogen. Ferner werden der Umgang mit und die Aufarbeitung von Aggressions- und Gewaltphänomenen sowie die Auseinandersetzung mit Integration im und durch Sport /Sportunterricht behandelt. Neben der Erörterung der Voraussetzungen prosozialen Verhaltens, wie z.B. die Wahrnehmung eigener Kompetenz oder die Erfahrung und Feststellung persönlicher Verantwortung, wird auch die Relevanz Modulbeschreibung von Geschlecht und sozialer Schicht für eine Sozialerziehung im Sport/Sportunterricht analysiert. c) Theorie, Didaktik und Methodik der Sportspielvermittlung Das Themenspektrum beinhaltet portspielübergreifende Theorien, Vermittlungsmodelle und Möglichkeiten der Diagnostik. Grundsätzliche und spezielle Struktur- und Vermittlungsaspekte in unterschiedlichen Sportspielen werden behandelt. Weiterhin werden aktuelle Lern- und Lehrmethoden im Hinblick der Sportspielvermittlung unterrichtet. d) Spielen und Spiele inszenieren (kleine Spiele) Spielen als eigenständige Form des Lernens wird hier als explorierendes Tun und Alternative zum Üben verstanden. Spielen soll als grundlegende Fähigkeit zielgerichtet eingesetzt werden und in beispielhaften Unterrichtssituationen praktisch erfahrbar gemacht und reflektiert werden. Ausgangspunkte, Beispiele und Aufgabenstellungen sollen bewegungskulturelle, sportartübergreifende und sozial-kommunikative Aspekte und Bezüge haben. Die Studierenden sollen das Phänomen Spiel selbst erleben, Spiele nachahmen, nachspielen und gestalten sowie eigene Spiele erfinden. Dabei entwickeln sie die Fähigkeit, ein für alle gelingendes Spielen aufrecht zu erhalten. Spielstörungen werden als Anlass für die Suche nach Lösungen aufgegriffen, so dass die Lernenden zunehmend mit Veränderungen im Spielgeschehen umgehen können. Sie werden in ihren kreativen und sozialen Fähigkeiten unterstützt bzw. hierzu angeregt. Diese Erfahrungen helfen ihnen, unterschiedlichen Adressatengruppen dieses Spielverständnis zuzutrauen und nahe zu legen. e) Erlebnissport Der Kurs Erlebnissport Indoor zeigt auf, dass erlebnissportliche Inhalte im Rahmen des regulären Schulsports in einer Halle mit Standardausstattung vermittelbar. Durch den alternativen Einsatz klassischer Turngeräte sowie reizvoller Alternativgeräte werden neue Bewegungsmöglichkeiten aufgezeigt, entwickelt und unter erlebnispädagogischen Gesichtspunkten betrachtet und erfahren. Neben der Fokussierung auf die pädagogischen Perspektiven stellen das Kennenlernen und Überprüfen von Sicherheitsmaßnahmen einen zentralen Aspekt des Unterrichts dar. Lehr- und Lernmethoden • Lehrkraft- und studierendenzentriertes Lernen • Kooperatives Lernen • Entdeckendes Lernen • Problemorientiertes Lernen • Analytisch-synthetische und ganzheitliche Methoden • Blended Learning Empfohlene Literatur a) Sportpsychologische Grundlagen und motorisches Lernen Wird in der Vorlesung bekanntgegeben. Modulbeschreibung b) Sozialisation und soziales Lernen Aronson, E., Wilson, T., & Akert, R. (2014). Sozialpsychologie. Pearson Studium. Brinkhoff, Klaus-Peter (1998). Sport und Sozialisation im Jugendalter. Weinheim, München: Juventa. Gerlach, E. & Brettschneider, W.D. (2013). Aufwachsen mit Sport.Befunde der 10-jährigen Paderborner Längsschnittstudie "SET" von der Kindheit in die Adoleszenz. Meyer & Meyer Verlag Hurrelmann, K. & Bauer, U. (2015). Einführung in die Sozialisationstheorie. Das Modell der produktiven Verarbeitung von Realität. Beltz. Woolfolk, A. & Schönpflug, U (2014). Pädagogische Psychologie. Pearson Studium. c) Theorie, Didaktik und Methodik der Sportspielvermittlung Wird in der Vorlesung bekanntgegeben. d) Spielen und Spiele inszenieren (kleine Spiele) Güllich, A. & Krüger, M. (2013). Sport. Das Lehrbuch für das Sportstudium. Berlin, Heidelberg: Springer. König, S., Memmert, D. & Moosmann, K. (2012). Das große Limpert- Buch der Sportspiele. Wiebelsheim: Limpert. Memmert, D, & Furley, P. (2014). Zur Schulung einer allgemeinen Spielfähigkeit in Schule und Verein. Bayreuth: Sportbuch- und Medienverlag Weineck e.K. Roth, K. & Kröger, C. (2011). Ballschule - ein ABC für Spielanfänger. Schorndorf: Hofmann. Roth, K., Kröger, C. & Memmert, D. (2007). Ballschule Rückschlagspiele. Schorndorf: Hofmann. Roth, K., Memmert, D. & Schubert, R. (2007). Ballschule Wurfspiele. Schorndorf: Hofmann. e) Erlebnissport Deutsche gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Matten im Sportunterricht. Sicherheit im Schulsport. 2018 Deutsche gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Alternative Nutzung von Sportgeräten. Sicherheit im Schulsport. 2007 Modulart Pflicht / Wahlpflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Leistungspunkte werden durch regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit mit erkennbarem Lernergebnis erworben, der über die Bewältigung der folgenden Anforderungen nachgewiesen wird: - Präsentation/ Vortrag in der Seminarsitzung - Schriftliche Leistungsüberprüfung - Theorie- und Praxisabnahme (z.B. Demonstrationsfähigkeit) - Lehrübung/ praktische Lernerfolgskontrolle Genaueres wird in der jeweiligen Veranstaltung bekanntgegeben. https://www.dshs-koeln.de/studium/studienorganisation/studienunterlagen/lehramt/voraussetzungen/ Modulbeschreibung In den Praxiskursen kann dies durch die Überprüfung des sport- bzw. des vermittlungspraktischen bzw. theoretischen Lernerfolgs erfolgen. Näheres zur Leistungspunktvergabe und zu Lernerfolgskontrollen regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Das Modul ist Teil der Modulgruppe B4/B5. Ein Modul der Modulgruppe muss mit Prüfungen (MAP und FP) abgeschlossen werden. Das Modul wird mit Anmeldung zu einer Prüfung festgelegt. Näheres zu den möglichen Prüfungen in diesem Modul folgend. Modulabschlussprüfung (MAP) Die Modulabschlussprüfung (MAP) besteht aus einer 90- minütigen MC- Klausur mit offenen Fragen über die beiden Vorlesungsinhalte (a und b). Die MAP hat einen Anteil von 50% an der Modulnote. Näheres zur Prüfungsgestaltung regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. Fachpraktische Prüfung (FP) Im Kurs d) Spielen und Spiele inszenieren kann eine fachpraktische Prüfung abgelegt werden. Klausur / 60 Min / 40% Praxisprüfung / 60% Die FP hat einen Anteil von 50% an der Modulnote. Näheres zur Prüfungsgestaltung regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. Das Modul wird abgeschlossen a) mit der erfolgreichen Teilnahme an den für das Modul vorgesehenen Lehrveranstaltungen und/ oder b) mit dem Bestehen der Modulprüfung und fachpraktischen Prüfung Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung Modultitel: B6: Unterrichten und Vermitteln von Bewegung, Spiel und Sport (I) Studiengang: B.A. Lehramt an Berufskollegs Unterrichtsfach Sport Kooperation: Universität zu Köln Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2023/24 Modultitel (Englisch) Teaching and mediating movement, games and sports Kurzbezeichnung B6 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 4. Fachsemester / 1 Semester Workload gesamt (h) / Leistungspunkte gesamt / Inklusionsorientierte Leistungspunkte / Fachdidaktische Leistungspunkte 240 h/ 8 LP / 0,5 LP / 6 LP 0,5 inklusionsorientierte LP (a) 6 Fachdidaktische LP Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS / Kontaktzeit (h) / Selbststudium(h) / Studiensemester / Veranstaltungsart / Veranstaltungssprache / Anwesenheitspflicht a) b) Didaktische Grundlagen des Schulsports 2 SWS / 30 h / 30 h / 4. / VL / deutsch / nein Aktuelle schulsportbezogene Themen 2 SWS / 30 h / 30 h / 4. / SE / deutsch / nein c) Spielen in und mit Regelstrukturen: Mannschaftssportspiel (I) (eins aus fünf frei wählbar: Basketball, Fußball, Handball, Hockey, Volleyball) 2 SWS / 30 h / 30 h / 4. / KS / deutsch / ja d) Gerätturnen 2 SWS / 30 h / 30 h / 4. / KS / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Das Studium dieses Moduls befähigt die Studierenden, sportdidaktische und schulsportbezogene Kenntnisse auf Fragen von Bewegung, Spiel und Sport in der Institution Schule als Teil der Gesellschaft anzuwenden. a) Die Studierenden erwerben u.a. • sportdidaktische Planungs-, Durchführungs- und Auswertungskenntnisse im Rahmen curricularer Vorgaben und können diese exemplarisch anwenden. • grundlegende Kenntnisse zu Erkenntnissen der Schulsportforschung und weiteren ausgewählten sportdidaktischen Themen, die sie zur kritischen Auseinandersetzung mit unterrichtsbezogenen Fragestellungen sowie theoretisch begründeten Positionierung befähigen. • grundlegende Kenntnisse der pädagogischen Diagnostik und didaktische Vermittlungskenntnisse, die exemplarisch auf Vermittlungsfragen in den verschiedenen Bewegungsfelder angewendet und kritisch reflektiert werden können. b) Die Studierenden erwerben u.a. • theoretisch vertiefte Kenntnisse zu ausgewählten aktuellen schulsportbezogenen Themen (z.B. Diversität und Chancengleichheit, Digitalisierung, Demokratiebildung, Nachhaltigkeit, Schutz vor Gewalt), die sie zur kritischen Auseinandersetzung mit Modulbeschreibung schulsportbezogenen und gesellschaftlich relevanten Fragestellungen sowie theoretisch begründeten Positionierung befähigen. c) Die Studierenden erwerben u.a. • Kenntnisse über unterschiedliche Vermittlungskonzepte in den Mannschaftssportspielen und können diese umsetzen. • Fähigkeiten, Spielsituationen zu initiieren, zu gestalten und zu verändern. • praxisbezogene Handlungsfähigkeit in regelbasierten Spielsituationen im Mit- und Gegeneinander individual- , gruppen- und mannschaftstaktisch sowie die Demonstrationsfähigkeit ausgewählter Techniken und Taktiken. • Fähigkeiten, die Lernprozesse adressatengerecht und methodisch vielfältig anzuleiten und prozessorientiert zu reflektieren. • Kenntnisse über schulsportspezifischen Gegebenheiten (z.B. Mehrperspektivität, Heterogenität, Koedukation), die sie exemplarisch anwenden und kritisch reflektieren können. d) Die Studierenden erwerben u.a. • aufbauend auf die im Modul „B2 – c): Bewegen an Geräten – Turnen“ erworbenen Kompetenzen eine eingehende schulbezogene Vermittlungskompetenz. Diese soll zur anwendungsbezogenen Auseinandersetzung mit turnspezifischen Fragestellungen im Rahmen der zweiten Ausbildungsphase befähigen. • die Fähigkeit das Potential der Sportart Gerätturnen zur Begegnung aktueller schulsportbezogener Herausforderungen zu erkennen (z. B. Inklusion, Gruppenbildungsprozesse, Angstbewältigung, Notengebung). • Medienkompetenz, um verschiedene Strategien zur Bewältigung turnspezifischer Vermittlungsfragen unter Verwendung verschiedener (auch digitaler) Medien leisten zu können. Hier steht der Transfer des erworbenen Wissens zur Planung und Durchführung erziehenden Sportunterrichts im Vordergrund. • eine turnspezifische Demonstrationsfähigkeit im Erleben der Rolle als sportmotorisch lernende Schüler*innen Zentrale Inhaltsbereiche a) Die Studierenden erhalten einen Überblick über sportdidaktische Planungs- und Auswertungsmodelle, fachdidaktische Konzepte als Gesamtorientierung für den Schulsport (z. B. Kernlehrplan, erziehender Sportunterricht) und weitere didaktisch relevante Themen des Sportunterrichts (z. B. Umgang mit Heterogenität, pädagogische Diagnostik). Zudem Modulbeschreibung werden aktuelle Themen des Schulsports und der Schulsportforschung (z. B. diversitätssensible Schulentwicklung, Scham und Ausgrenzungsprozesse im Sportunterricht) exemplarisch aufgezeigt. b) Das Seminar soll den Studierenden die Möglichkeit bieten, ausgewählte schulsportrelevante Themen mit besonderer gesellschaftlicher oder bildungspolitischer Relevanz zu vertiefen (z.B. Digitalisierung, Demokratiebildung, Diversität und Chancengleichheit, Schutz vor Gewalt, Bildung für nachhaltige Entwicklung). Dabei werden verschiedene Themen im Sinn von Wahlpflichtseminaren angeboten, die jeweils vertiefend behandelt werden. Die erworbenen Kenntnisse werden im weiteren Studienverlauf (z.B. Modul M3) auf übergeordneter Ebene („Kulturphänomen Sport als Spiegelbild der Gesellschaft“) eingeordnet und weiterführend thematisiert. c) Die praktische Umsetzung eines Mannschaftssportspiels in der Schule wird anhand geeigneter Vermittlungskonzepte und –methoden aufgezeigt. Es erfolgt eine problemorientierte Auseinandersetzung mit grundlegenden Taktiken und Techniken des Mannschaftssportspiels. Die Notwendigkeit der Veränderung von Spielsituationen wird von den Studierenden erlebt und reflektiert. Spieltaktische und spieltechnische Fähigkeiten werden sowohl im kooperativen, herausfordernden als auch im kompetitiven Spiel entwickelt. Weitere schulbezogene Gegebenheiten (z. B. Mehrperspektivität, Heterogenität, Koedukation) werden exemplarisch aufgegriffen und an konkreten Situationen reflektiert. d) Die Studierenden entdecken, erleben und reflektieren Vermittlungswege zur freudvollen Ausbildung turnerischer Grundfertigkeiten (z. B. Überschlagbewegungen vorwärts und rückwärts, Sprung-, Kipp- und Stemmbewegungen). Die dafür ausgewählten Lehr-Lern-Szenarien adressieren anhand exemplarischer Fertigkeiten ausgewählte didaktisch sowie bildungspolitisch relevante Themen. U. a. werden der Umgang mit Ängsten und Schamgefühlen (gegenseitige Hilfeleistung zum Beispiel bei Überschlagbewegungen) oder auch Digitalisierung als didaktisches Hilfsmittel (Videoanalyse zur Bewegungskorrektur) thematisiert. Vor diesen Hintergründen werden Bezüge zu den pädagogischen Perspektiven hergestellt und in lehrkraft- oder studierendenzentrierte Settings eingebettet. Weiterhin ermöglichen Lernanlässe zum gezielten Erleben der Modulbeschreibung Rolle als Lehrkraft die turnspezifische Anwendung des erlernten Wissens. Zudem wird, insbesondere im Rahmen der Lernerfolgskontrollen, im Bezugsrahmen von Demokratiebildung und multifaktoriellen Beurteilungskriterien für die Komplexität der Notenbildung im Gerätturnen sensibilisiert. Lehr- und Lernmethoden • Lehrkraft- und studierendenzentriertes Lernen • Kooperatives Lernen • Entdeckendes Lernen • Problemorientiertes Lernen • Analytisch-synthetische und ganzheitliche Methoden • Blended Learning Präsentationen u.a. Empfohlene Literatur a) Bräutigam, M. (2014). Sportdidaktik. Ein Lehrbuch in 12 Lektionen (5. Aufl.). Meyer & Meyer. Fessler, N. & Hummel, A. & Stibbe, G. (Hrsg.). (2010). Handbuch Schulsport. Hofmann. Scheid, V., & Prohl, R. (Hrsg.). (2012). Sportdidaktik. Grundlagen - Vermittlungsformen - Bewegungsfelder. Limpert. Wolters, P., Ehni, H., Kretschmer, J., Scherler, K., & Weichert, W. (Hrsg.). (2000). Didaktik des Schulsports. Hofmann. b) wird in der Veranstaltung bekanntgegeben c) • Basketball: Steinhöfer, D. & Remmert, H. (2011). Basketball in der Schule: spielerisch und spielgemäß vermitteln. Philippka. Bösing, L., Bauer, C., Remmert, H. & Lau, A. (2019). Handbuch Basketball: Technik - Taktik - Training – Methodik. Meyer & Meyer. • Fußball: Dietrich, K., Dürrwächter, G. & Schaller, H.J. (2006): Die großen Spiele. Meyer & Meyer. Schomann, P., Bode, G., Vieth, N. (2014) Kinderfußball: Ausbilden mit Konzept: DFB Fachbuchreihe. Philippka. • Handball: Estriga. (2019). Team Handball. Teaching and learning step-by-step. Agência Nacional. Greve et al. (2017). Handball in Stundenbildern. Limpert. • Hockey: Hänel, R., Hillmann, W., Lüninghöner, J. (2013). Feld- und Hallenhockey. 2. überarbeitete Auflage. Meyer & Meyer. Wein H (2009). Entwicklung der Spielintelligenz durch Mini-Hockey. H. Knuf. • Volleyball: Modulbeschreibung Czimek, J. & DVV (2022). Volleyball – Training & Coaching (2. Aufl.). Meyer & Meyer. Papageorgiou, A. & Czimek, J. (2020). Volleyball spielerisch lernen (5. Aufl.). Meyer & Meyer. d) Becker, M., Gerling, I. E., & Rohleder, J. (2020). Vermittlungswege im Gerätturnen: Förderung von Lernprozessen durch zielgruppenadäquaten Methodeneinsatz. In T. Vogt (Hrsg.), Vermittlungskompetenz in Sport, Spiel und Bewegung – Sportartspezifische Perspektiven (S. 93-128). Meyer & Meyer. Bosman, M. & Hoeboer, J. (2009). Turnen. Die Bausteine. Fundament für den Sportunterricht. GrafiSelect. Dornbusch, R. & Heyat, A. (2014). Gerätturnen kompetenzorientiert. Kompakte Unterrichtsreihen Klasse 5-10. Cornelsen. Gerling, I. E. (2015). Gerätturnen für Fortgeschrittene – Band 2: Sprung-, Hang- und Stützgeräte (2., überarbeitete Aufl.). Meyer & Meyer. Gerling, I. E. (2018). Gerätturnen für Fortgeschrittene – Band 1: Boden und Schwebebalken (3., überarbeitete Aufl.). Meyer & Meyer. Gerling, I. E. (2022). Helfen & Sichern im Turnen. Alle Helfergriffe, Methodik und über 130 kooperative Spiele (4., komplett überarbeitete und ergänzte Aufl.). Meyer & Meyer. Krick, F. (2022). Bewegen an und mit Geräten – Turnen. In V. Scheid & R. Prohl (Hrsg.), Sportdidaktik. Grundlagen – Vermittlungsformen – Bewegungsfelder (S. 155-174). Limpert. Modulart a), d) Pflicht b), c) Wahlpflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen c) Spielen in und mit Regelstrukturen (I) - Belegung nicht identisch zu B7. - Vertiefungsmöglichkeit „Sportspiel aufbauend“ im Master (M2) nur möglich, wenn die gewünschte Sportart in B6 oder B7 belegt wurde. Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Leistungspunkte werden durch regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit mit erkennbarem Lernfortschritt erworben, der über die Bewältigung der folgenden Anforderungen nachgewiesen wird: a) abschließende einstündige Lernerfolgskontrolle. b) Präsentation/ Vortrag in der Seminarsitzung c) Theorie- und Praxisprüfung (Demonstrations- und/oder Spielfähigkeit) d) Lehrübung/ praktische Lernerfolgskontrolle Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Das Modul ist Teil der Modulgruppe B6/B7/B8. https://www.dshs-koeln.de/studium/studienorganisation/studienunterlagen/lehramt/voraussetzungen/ Modulbeschreibung Ein Modul der Modulgruppe muss mit Prüfungen (MAP und FP) abgeschlossen werden. Das Modul wird mit Anmeldung zu einer Prüfung festgelegt. Näheres zu den möglichen Prüfungen in diesem Modul folgend. Modulabschlussprüfung (MAP) Die Modulabschlussprüfung (MAP) wird als mündliche Prüfung von 30 min. Dauer durchgeführt. Dabei werden zu gleichen Anteilen Inhalte aus der Vorlesung (a) oder dem Seminar (b) und Inhalte aus einem der Kurse c)-d) geprüft. Die MAP hat einen Anteil von 50% an der Modulnote. Näheres zur Prüfungsgestaltung regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. Fachpraktische Prüfung (FP) Im Kurs c) Mannschaftssportspiele oder im Kurs d) Gerätturnen kann eine fachpraktische Prüfung abgelegt werden. Klausur / 60 Min / 40% Praxisprüfung / 60% Die FP hat einen Anteil von 50% an der Modulnote. Näheres zur Prüfungsgestaltung regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. Das Modul wird abgeschlossen a) mit der erfolgreichen Teilnahme an den für das Modul vorgesehenen Lehrveranstaltungen und/ oder b) mit dem Bestehen der Modulprüfung und fachpraktischen Prüfung Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung Modultitel: B7: Unterrichten und Vermitteln von Bewegung, Spiel und Sport (II) Studiengang: B.A. Lehramt an Berufskollegs Unterrichtsfach Sport Kooperation: Universität zu Köln Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2023/24 Englischer Modultitel Teaching movement, play and sports Kurzbezeichnung B7 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 5.Fachsemester / 2 Semester Workload gesamt (h) / Leistungspunkte gesamt / Inklusionsorientierte Leistungspunkte / Fachdidaktische Leistungspunkte 180 h / 6 LP/ 0 LP / 3 LP 2 fachdidaktische LP für a) 1 fachdidaktische LP für b) und c) Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS / Kontaktzeit (h) / Selbststudium(h) / Studiensemester / Veranstaltungsart / Veranstaltungssprache / Anwesenheitspflicht a) Spezielle Themen der Fachdidaktik 2 SWS / 30 h / 30 h / 5. / SE / deutsch / ja b) Spielen in und mit Regelstrukturen (II): Individualsportspiel 2 SWS / 30 h / 30 h / 5. / KS / deutsch / ja c) Spielen in und mit Regelstrukturen (III): Mannschaftssportspiel II 2 SWS / 30 h / 30 h / 5. / KS / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Das Studium dieses Moduls befähigt die Studierenden, vertiefte sportdidaktische sowie sportartenspezifische Kenntnisse auf ausgewählte Unterrichtsfragen und -methoden sowie die Sportspielvermittlung im Kontext von Schulsport anzuwenden und kritisch zu reflektieren. a) Spezielle Themen der Fachdidaktik Die Studierenden erwerben u.a. • sportdidaktische Planungs-, Durchführungs- und Auswertungskenntnisse und können diese exemplarisch anwenden. • Kenntnisse über vielfältige Aufgabenfelder einer Sportlehrkraft im Rahmen des unterrichtlichen BSS- Angebots in Schulen und entwickeln ein entsprechendes Verantwortungsbewusstsein. • theoretisch vertiefte Kenntnisse zu ausgewählten aktuellen sportdidaktischen Themen, die sie zur kritischen Auseinandersetzung mit unterrichtsbezogenen Fragestellungen sowie theoretisch begründeten Positionierung befähigen. • Fähigkeiten, die erworbenen sportdidaktischen Kenntnisse im Sinne der Theorie-Praxis-Verschränkung exemplarisch auf Vermittlungsfragen im Bewegungsfeld „Spielen in und mit Regelstrukturen“ anzuwenden und kritisch zu reflektieren. b) Spielen in und mit Regelstrukturen (II): Individualsportspiel Die Studierenden erwerben u.a. • Kenntnisse über unterschiedliche Vermittlungskonzepte in den Individualsportspielen und können diese umsetzen. • Fähigkeiten, Spielsituationen zu initiieren, zu gestalten und zu verändern. Modulbeschreibung • praxisbezogene Handlungsfähigkeit in regelbasierten Spielsituationen im Mit- und Gegeneinander sowie die Demonstrationsfähigkeit ausgewählter Techniken und Taktiken. • Fähigkeiten, die Lernprozesse adressatengerecht und methodisch vielfältig anzuleiten und prozessorientiert zu reflektieren. • Kenntnisse über schulsportspezifischen Gegebenheiten (z.B. Mehrperspektivität, Heterogenität, Koedukation), die sie exemplarisch anwenden und kritisch reflektieren können. c) Spielen in und mit Regelstrukturen (III): Mannschaftssportspiel II Die Studierenden erwerben u.a. • Kenntnisse über unterschiedliche Vermittlungskonzepte in den Mannschaftssportspielen und können diese umsetzen. • Fähigkeiten, Spielsituationen zu initiieren, zu gestalten und zu verändern. • praxisbezogene Handlungsfähigkeit in regelbasierten Spielsituationen im Mit- und Gegeneinander individual-, gruppen- und mannschaftstaktisch sowie die Demonstrationsfähigkeit ausgewählter Techniken und Taktiken. • Fähigkeiten, die Lernprozesse adressatengerecht und methodisch vielfältig anzuleiten und prozessorientiert zu reflektieren. • Kenntnisse über schulsportspezifischen Gegebenheiten (z.B. Mehrperspektivität, Heterogenität, Koedukation), die sie exemplarisch anwenden und kritisch reflektieren können. Zentrale Inhaltsbereiche a) Spezielle Themen der Fachdidaktik Neben grundlegenden sportdidaktischen Planungs- und Auswertungsmodellen sowie fachdidaktischen Konzepten als Gesamtorientierung für den Schulsport (z. B. Kernlehrplan, erziehender Sportunterricht), werden auch ausgewählte sportdidaktische Themen (z. B. Medien im Sport, Umgang mit Heterogenität) vertiefend thematisiert. Bei der Auswahl der Themen werden auch solche berücksichtigt, die für das Bewegungsfeld „Spielen in und mit Regelstrukturen“ eine besondere Relevanz haben (z.B. Sozialerziehung, Spielerziehung), so dass im Sinn des Theorie-Praxis-Transfers Anwendungsbezüge aufgezeigt, erprobt und kritisch reflektiert werden können. Zur Anbahnung der zu erwerbenden Kompetenzen werden dabei möglichst problem- und handlungsorientierte Zugänge gewählt. b) Spielen in und mit Regelstrukturen (II): Individualsportspiel Die praktische Umsetzung eines Individualsportspiels in der Schule wird anhand geeigneter Vermittlungskonzepte und – methoden aufgezeigt. Es erfolgt eine problemorientierte Auseinandersetzung mit grundlegenden Techniken und Taktiken des Individualsportspiels. Die Notwendigkeit der Veränderung von Spielsituationen wird von den Studierenden erlebt und Modulbeschreibung reflektiert. Spieltechnische und spieltaktische Fähigkeiten werden sowohl im kooperativen, herausfordernden als auch im kompetitiven Spiel entwickelt. Weitere schulbezogene Gegebenheiten (z. B. Mehrperspektivität, Heterogenität, Koedukation) werden exemplarisch aufgegriffen und an konkreten Situationen reflektiert. c) Spielen in und mit Regelstrukturen (III): Mannschaftssportspiel II Die praktische Umsetzung eines Mannschaftssportspiels in der Schule wird anhand geeigneter Vermittlungskonzepte und – methoden aufgezeigt. Es erfolgt eine problemorientierte Auseinandersetzung mit grundlegenden Taktiken und Techniken des Mannschaftssportspiels. Die Notwendigkeit der Veränderung von Spielsituationen wird von den Studierenden erlebt und reflektiert. Spieltaktische und spieltechnische Fähigkeiten werden sowohl im kooperativen, herausfordernden als auch im kompetitiven Spiel entwickelt. Weitere schulbezogene Gegebenheiten (z. B. Mehrperspektivität, Heterogenität, Koedukation) werden exemplarisch aufgegriffen und an konkreten Situationen reflektiert. Lehr- und Lernmethoden Präsentationen, Gruppenarbeiten u.a. Empfohlene Literatur a) Spezielle Themen der Fachdidaktik u.a. Bräutigam, M. (2014). Sportdidaktik. Ein Lehrbuch in 12 Lektionen. Meyer & Meyer. Döhring, V. & Gissel, N. (2014). Sportunterricht. Planen und Auswerten. (3., überarbeitete Aufl.). Schneider. Lange, H. & Sinning (Hrsg.). (2008). Handbuch Sportdidaktik. Spitta. Scheid, V. & Prohl, R. (Hrsg.). (2012). Sportdidaktik. Limpert. b) und c) Spielen in und mit Regelstrukturen (II und III) u.a. Badminton: Poste, D. & Hasse, H. (2002). Badminton Schlagtechnik- mit dem Schläger denken lernen. Smash. Kelzenberg, H. (2021). Shuttle Time – Badmintontraining in der Schule. Meyer & Meyer. Basketball: Remmert, H. (2006). Basketball: Lernen, Spielen und Trainieren. Hofmann. Steinhöfer, D. & Remmert, H. (2004). Basketball in der Schule. Philippka. Fußball: Dietrich, K., Dürrwächter, G. & Schaller, H.J. (2006): Die großen Spiele. Meyer & Meyer. Schomann P., Bode G., Vieth N.. (2014) Kinderfußball: Ausbilden mit Konzept: DFB Fachbuchreihe Steinhöfer, D. (2008).Athletiktraining im Sportspiel; Münster: Philippka Sportverlag Handball: Modulbeschreibung Estriga. (2019). Team Handball. Teaching and learning step-by- step. Agência Nacional. Greve et al. (2017). Handball in Stundenbildern. Limpert. Hockey: Hänel, R., Hillmann, W., Lüninghöner, J. (2013). Feld- und Hallenhockey. 2. überarbeitete Auflage. Meyer & Meyer. Wein H (2009). Entwicklung der Spielintelligenz durch Mini- Hockey. H. Knuf. Tennis: Born, P., Seewald, C., & Vogt, T. (2020). Tennis Lehr-Lernvideos - Schritt für Schritt. Ton- und Bildträger - Filmaufnahmen, Mospac - Mobile Sports Academy. Abrufbar unter: www.youtube.com/channel/UC4ghMe3yS1f4y98XdF_CS0g Grambow, R., Born, P., Meffert, D. & Vogt T. (2021). Tennis im Sportunterricht: Ein Einstieg. Sportunterricht. 70(6), 269-275. Tischtennis: Friedrich, W. & Fürste, F. (2012). Tischtennis – verstehen, lernen, spielen. Philippka-Sportverlag. Klein-Soetebier, T. & Klingen, P. (2019). Lehr-Lernvorstellungen im Tischtennis-Anfängerunterricht – Eine didaktisch- methodische Handreichung für Lehrkräfte und Übungsleiter in Schule und Verein. Schneider Verlag Hohengehren. Volleyball: Czimek, J. & DVV (2022). Volleyball – Training & Coaching (2. Aufl.). Meyer & Meyer. Papageorgiou, A. & Czimek, J. (2020). Volleyball spielerisch lernen (5. Aufl.). Meyer & Meyer. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen b) Spielen in und mit Regelstrukturen (II) • Vertiefungsmöglichkeit „Sportspiel aufbauend“ im Master (M2) nur möglich, wenn die gewünschte Sportart in B6 oder B7 belegt wurde. c) Spielen in und mit Regelstrukturen (III): Mannschaftssportspiel II • Belegung nicht identisch zu B6. • Vertiefungsmöglichkeit „Sportspiel aufbauend“ im Master (M2) nur möglich, wenn die gewünschte Sportart in B6 oder B7 belegt wurde. Lernerfolgskontrolle Leistungspunkte werden durch regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit mit erkennbarem Lernfortschritt erworben, der über die Bewältigung der folgenden Anforderungen nachgewiesen wird: a) • Übernahme von Teilen einer Seminarsitzung durch z.B. Referate b) • Theorie- und Praxisprüfung (Demonstrations- und/oder Spielfähigkeit) c) http://www.youtube.com/channel/UC4ghMe3yS1f4y98XdF_CS0g Modulbeschreibung • Theorie- und Praxisprüfung (Demonstrations- und/oder Spielfähigkeit) Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Das Modul ist Teil der Modulgruppe B6/B7/B8. Ein Modul der Modulgruppe muss mit Prüfungen (MAP und FP) abgeschlossen werden. Das Modul wird mit Anmeldung zu einer Prüfung festgelegt. Näheres zu den möglichen Prüfungen in diesem Modul folgend. Modulabschlussprüfung (MAP) Die Modulabschlussprüfung (MAP) wird als mündliche Prüfung von 30 min. Dauer durchgeführt. Dabei werden zu gleichen Anteilen Inhalte aus dem Seminar und Inhalte aus einem der beiden Kurse geprüft. Die MAP hat einen Anteil von 50% an der Modulnote. Näheres zur Prüfungsgestaltung regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. Fachpraktische Prüfung (FP) Im Kurs b) oder c) kann eine fachpraktische Prüfung abgelegt werden. Klausur / 60 Min / 40% Praxisprüfung / 60% Die FP hat einen Anteil von 50% an der Modulnote. Näheres zur Prüfungsgestaltung regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. Das Modul wird abgeschlossen a) mit der erfolgreichen Teilnahme an den für das Modul vorgesehenen Lehrveranstaltungen und/ oder b) mit dem Bestehen der Modulprüfung und fachpraktischen Prüfung Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung Modultitel: B8: Gesundheitsbildung und Teilhabe durch Sport und Bewegung Studiengang: B.A. Lehramt an Berufskollegs Unterrichtsfach Sport Kooperation: Universität zu Köln Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2023/24 Englischer Modultitel Health education and participation through sports Kurzbezeichnung B8 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 6. Fachsemester, 2 Semester Workload gesamt (h) / Leistungspunkte gesamt / Inklusionsorientierte Leistungspunkte / Fachdidaktische Leistungspunkte 210 h / 7 LP / 3 LP / 3 LP 1 inklusionsorientierter LP (a) 2 inklusionsorientierte LP (b) 1 fachdidaktischer LP (b) 2 fachdidaktische LP (a) Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS / Kontaktzeit (h) / Selbststudium(h) / Studiensemester / Veranstaltungsart / Veranstaltungssprache / Anwesenheitspflicht a) Gesundheitskompetenz und Bewegungsvermittlung im Sportunterricht 2 SWS / 30 h / 30 h / 6. / SE / deutsch / ja b) Teilhabe am Schulsport im Praxistransfer 2 SWS / 30 h / 60 h / 6. / ÜB / deutsch / ja c) Weiteres Bewegungsfeld: Sportart (eins aus dem aktuellen Angebot wählbar, vgl. Lehrangebot in LSF) 2 SWS / 30 h / 30 h / 6. / KS / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele a) Gesundheitskompetenz und Bewegungsvermittlung im Sportunterricht Die Studierenden… • definieren die Begriffe „Gesundheit“, „Gesundheitskompetenz“ und „Gesundheitsförderung“ • entwickeln ein ganzheitliches und ressourcenorientiertes Verständnis von Gesundheit • analysieren gesundheits- und bewegungsbezogene Konzepte (z.B. Physical Literacy, Salutogenese) und leisten einen entsprechenden Transfer zum Schulsport • erwerben diagnostische Kompetenzen in Bezug auf die Körperhaltung und können eine entsprechende Haltungsschulung vermitteln • erwerben grundlegende Kenntnisse zu Verhaltensauffälligkeiten, psychischen und chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter und leiten Konsequenzen für die Planung und Durchführung im Schulsport ab • beziehen die pädagogische Perspektive „Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln“ auf die motorischen Fähigkeiten Koordination und Ausdauer • erwerben zielgruppenspezifische Vermittlungskompetenzen für den Schulsport b) Teilhabe am Schulsport im Praxistransfer Die Studierenden… Modulbeschreibung • können für die Schule relevante Aussagen der UN- Behindertenrechtskonvention wiedergeben • entwickeln ein ganzheitliches Inklusionsverständnis mit besonderem Fokus auf Schüler:innen mit Beeinträchtigung • können die sonderpädagogischen Förderschwerpunkte NRWs benennen • analysieren didaktisch-methodische Modelle zur Planung inklusiven schulischen Sportunterrichts (z.B. 6+1-Modell, CHANGE-IT, TREE) und wenden diese in praktischen Unterrichtssituationen an • planen eine inklusive Sportunterrichtseinheit und unterrichten diese im Praxistransfer (z.B. an einer Kooperationsschule) • reflektieren Unterrichtssituationen und können konstruktives, vermittlungsbezogenes Feedback geben c) Weiteres Bewegungsfeld Die Studierenden… • erwerben grundlegende Kenntnisse des jeweiligen Bewegungsfelds in Theorie und Praxis für den Schulsport • kennen didaktisch-methodische Vermittlungsansätze im jeweiligen Bewegungsfeld • leisten einen Transfer traditioneller Inhalte aus dem jeweiligen Bewegungsfeld (z.B. in anschlussfähige, innovative Trendsportarten) Zentrale Inhaltsbereiche a) Gesundheitskompetenz und Bewegungsvermittlung im Sportunterricht • Pädagogische Perspektive „Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein vermitteln“ • Gesundheits- und bewegungsbezogene Vermittlungskompetenz • Körperhaltung und Haltungsschulung • Koordination und Ausdauerleistungsfähigkeit • Verhaltensauffälligkeiten, psychische und chronische Erkrankungen im Schulsport b) Teilhabe am Schulsport im Praxistransfer • UN-Behindertenrechtskonvention • Inklusion und Teilhabe • Sonderpädagogische Förderschwerpunkte NRWs • Didaktisch-methodische Modelle zur Planung und Umsetzung inklusiven Sportunterrichts (z.B. 6+1- Modell, CHANGE-IT, TREE) c) Weiteres Bewegungsfeld Modulbeschreibung • Zentrale Inhaltsbereiche des jeweiligen Bewegungsfelds - Rückschlagspiele unter Einbezug jeweiliger Trends z.B. Padel, - technisch-kompositorischer Bereich: z.B. Kampfsport und Kampfkunst, Urban Dance, Akrobatik, Trampolinturnen, - Gesundheit/ Fitness: z.B. Urban Sports (Parkour & Calisthenics), Fitness & Wellbeing, - Abenteuer/ Erlebnis: z.B. Klettern & Bouldern, Radsport, Tauchen (ABC Tauschen oder Gerätetauchen), Reiten, - Motopädagogik/Elementarbereich: z.B. Schwimmanfänger unterrichten, Psychomotorik Lehr- und Lernmethoden a) Gesundheitskompetenz und Bewegungsvermittlung im Sportunterricht Im Seminar werden sowohl lehrzentrierte als auch schwerpunktmäßig lernzentriert-aktivierende Methoden eingesetzt. Durch die Studierenden wird ein forschungsgeleiteter Kurzvortrag in Kleingruppen zur Präsentation erarbeitet. b) Teilhabe am Schulsport im Praxistransfer In der Übung werden neben lehrzentrierten und lernzentriert- aktivierenden Methoden auch praxisorientierte Gruppenarbeiten und Reflexionen eingesetzt; im Fokus steht dabei das Prinzip „Lernen durch Lehren“ (z.B. in Form einer Projektarbeit). c) Weiteres Bewegungsfeld In den Kursen werden sowohl lehrzentrierte als auch lernzentriert-aktivierende Methoden eingesetzt. Empfohlene Literatur Literaturempfehlungen werden in den Lehrveranstaltungen durch die Lehrkräfte bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Leistungspunkte werden durch regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit mit erkennbarem Lernergebnis erworben, der über die Bewältigung der folgenden Anforderungen nachgewiesen wird: - Präsentation/ Vortrag in der Seminarsitzung - Schriftliche Leistungsüberprüfung - Theorie- und Praxisabnahme (z.B. Demonstrationsfähigkeit) - Lehrübung/ praktische Lernerfolgskontrolle Genaueres wird in der jeweiligen Veranstaltung bekanntgegeben. In den Praxiskursen kann dies durch die Überprüfung des sport- bzw. des vermittlungspraktischen bzw. theoretischen Lernerfolgs erfolgen. Näheres zur Leistungspunktvergabe und zu Lernerfolgskontrollen regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. https://www.dshs-koeln.de/studium/studienorganisation/studienunterlagen/lehramt/voraussetzungen/ Modulbeschreibung Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Das Modul ist Teil der Modulgruppe B6/B7/B8. Ein Modul der Modulgruppe muss mit Prüfungen (MAP und FP) abgeschlossen werden. Das Modul wird mit Anmeldung zu einer Prüfung festgelegt. Näheres zu den möglichen Prüfungen in diesem Modul folgend. Modulabschlussprüfung (MAP) Die Modulabschlussprüfung (MAP) wird als mündliche Prüfung von 30 min. Dauer durchgeführt. Dabei werden zu gleichen Anteilen Inhalte aus den Veranstaltungen a) und b) geprüft. Die MAP hat einen Anteil von 50% an der Modulnote. Näheres zur Prüfungsgestaltung regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. Fachpraktische Prüfung (FP) Innerhalb des Bewegungsfeldes c) kann eine fachpraktische Prüfung (FP) abgelegt werden. Klausur / 60 Min / 40% Praxisprüfung / 60% Die FP hat einen Anteil von 50% an der Modulnote. Näheres zur Prüfungsgestaltung regeln die Lehrenden zum Beginn des Semesters. Das Modul wird abgeschlossen a) mit der erfolgreichen Teilnahme an den für das Modul vorgesehenen Lehrveranstaltungen und/ oder b) mit dem Bestehen der Modulprüfung und fachpraktischen Prüfung Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Weitere Hinweise Die DSHS Köln kooperiert in diesem Modul in Abhängigkeit von bestehenden Kooperationsverträgen mit Schulen in Köln und Umland. Änderungen vorbehalten http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte PO2023_Deckblatt BA-BK-Köln_blau Leitbild Qualifikationsziele_BK B1_Modulhandbuch_Lehramt_Sport_BK_Köln B2_Modulhandbuch_Lehramt Sport_BK_Köln B3_Modulhandbuch_Lehramt_Sport_BK_Köln B4_Modulhandbuch_Lehramt_Sport_BK_Köln B5_Modulhandbuch_Lehramt_Sport_BK_Köln B6_Modulhandbuch_Lehramt_Sport_BK_Köln B7_Modulhandbuch_Lehramt_Sport_BK_Köln a) Spezielle Themen der Fachdidaktik b) Spielen in und mit Regelstrukturen (II): Individualsportspiel c) Spielen in und mit Regelstrukturen (III): Mannschaftssportspiel II B8_Modulhandbuch_Lehramt_Sport_BK_Köln B7_Modulhandbuch_Lehramt_Sport_BK_Köln.pdf a) Spezielle Themen der Fachdidaktik b) Spielen in und mit Regelstrukturen (II): Individualsportspiel c) Spielen in und mit Regelstrukturen (III): Mannschaftssportspiel II