NRW-Athlet:innen for future

Die Idee unseres Projekts ist: Athlet:innen soll es gut gehen. Sie sollen sich unterstützt fühlen und die Gelegenheit haben, sich durch und im Sport positiv zu entwickeln. Personal Growth, gesundes Wachstum – das ist unsere Expertise und das ist es, was wir uns für Athlet:innen wünschen.

Foto von vier Personen die bereit zum Start auf einer Laufbahn stehen
Foto von vier Personen die bereit zum Start auf einer Laufbahn stehen

Die Idee

Warum machen wir dieses Projekt?

Die Idee unseres Projekts ist: Athlet:innen soll es gut gehen. Sie sollen sich unterstützt fühlen und die Gelegenheit haben, sich durch und im Sport positiv zu entwickeln. Personal Growth, gesundes Wachstum – das ist unsere Expertise und das ist es, was wir uns für Athlet:innen wünschen.

Vieles steht dem entgegen, denn die Lebenswelt von Athlet:innen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Gründe dafür sind nicht nur Corona oder der Ukrainekrieg. Auch Veränderungen im Sport- und Schulsystem machen es gerade jüngeren Athlet:innen manchmal schwer ihrem Sport konzentriert und energievoll zu folgen. Wir wollen deshalb herausfinden, wie sich diese Veränderungen im Leistungssport und im Leben von Athlet:innen auswirken.

Wir wollen helfen die Zukunft von Athlet:innen zu verbessern

Letztlich wollen wir, dass Athlet:innen in NRW besser im Training und Wettkampf unterstützt werden, auch indem wir Bedingungen im Sport verbessern. Aber wir wissen noch viel zu wenig über Athlet:innen in NRW. Wie leben sie? Wie fühlen sie sich? Was wünschen sie sich? Wie möchten sie unterstützt werden? Diese Fragen gilt es zu beantworten. Auf dieser Grundlage können wir dabei helfen, Angebote und Unterstützung zu optimieren – vor allem für mentale Gesundheit und Personal Growth.

An wen richtet sich unsere Umfrage?

Um die genannten Fragen zu beantworten, befragen wir Athlet:innen und sammeln Informationen, die wir allen zur Verfügung stellen: den Verbänden, den Vereinen, den Trainer:innen und Betreuer:innen und natürlich den Athlet:innen selbst.

Wir wenden uns vor allem an Kaderathlet:innen mit Wohn- oder Trainingsort NRW. Warum NRW? Weil wir es hier im Land am besten können, Maßnahmen weiterzuentwickeln oder zu gestalten. Uns interessieren dabei alle Sportarten, also olympische, paralympische, deaflympische und Sportarten der World Games. Teilnehmer:innen müssen wegen des Datenschutzes mindestens 14 Jahre alt sein.

Wie kann man teilnehmen?

Die Befragung 2022 / 23 ist beendet. Aktuell werten wir die Daten auf. Die Ergebnisse sowie den Link zur nächsten Befragung werden auf dieser Seite veröffentlicht. 

Umfrage 2022/23

Wie wir fragen

Wir haben einen Fragebogen entwickelt, der zum großen Teil wissenschaftlich erprobt ist (validiert). Darüber hinaus wurden weitere Fragen speziell entwickelt. Die Ausfülldauer beträgt ungefähr 15-20 Minuten. Wir stellen auch offenen Fragen, um Raum für persönliche Antworten zu geben.

Aufbau des Fragebogens

Im Fragebogen werden sechs Bereiche erfragt:

  1. Persönliche Situation (z. B. Fragen zur Person, zu Schule oder Ausbildung und zur Wohnsituation)
  2. Sportliche Situation (z. B. Sportart, Kader, Trainingsumfang, Fahrtzeiten, Leistungsstärke)
  3. Eigene Perspektiven (z. B. sportliche Ziele, berufliche Ziele, Lebensplanung)
  4. Wohlbefinden (z. B. mentale Gesundheit, Stress, Befinden im Training und Wettkampf)
  5. Persönlichkeit (z. B. Eigenschaften, Selbstwert)
  6. Unterstützung (z. B. Unterstützungsangebote im Sport, soziale/finanzielle Unterstützung, Unterstützungswünsche)

Vorschläge und Verbesserungen

Gerne nehmen wir Rückmeldungen und Anregungen zur Befragung und zu unserem Projekt entgegen. Hier kannst du dich melden:

Für wen

Für die Menschen im Leistungssport

Wir sammeln Daten für die Menschen im Leistungssport. Die Ergebnisse unserer Arbeit sollen helfen, die Situation von NRW-Kaderathtet:innen zu verbessern – sowohl im Training und Wettkampf als auch im Alltag. Also wollen wir vor allem den Athlet:innen helfen, aber auch den Trainer:innen und Betreuer:innen, den Vereinen und den Verbänden.

Für bessere Angebote

Wir wollen helfen, dass Angebote für Athlet:innen optimiert oder neu geschaffen werden. Unsere Ergebnisse sollen daher für Verbände und Organisationen die richtigen Argumente liefern oder die richtigen Wege zeigen, wie sie Athlet:innen optimal unterstützen können.

Für mehr Wissen

Wir befragen Athlet:innen, um sie besser zu verstehen und mehr über sie zu wissen. Dieses Wissen stellen wir allen in der Praxis zur Verfügung: den Verbänden, den Vereinen, den Trainer:innen und Betreuer:innen und natürlich den Athlet:innen selbst.

Wer wir sind

Wir sind ein Projektteam am Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln. Unsere Expertise ist Persönlichkeitsentwicklung und psychische Gesundheit, auch und gerade im Sport. Unser Projektteam besteht aus vier Menschen, die „NRW-Ahtlet:innen for future“ geplant haben und umsetzen:

Jana Beckmann und Wiebke Dierkes führen die Befragung durch. Jana Beckmann koordiniert die Datenerfassung und -verarbeitung. Wiebke Dierkes kümmert sich um die Medienarbeit und Kommunikation. Johanna Belz und Jens Kleinert unterstützen die wissenschaftliche Arbeit im Projekt. Jens Kleinert ist Projektleiter. 

Verschiedene Organisationen unterstützen uns bei der Durchführung der Umfrage:

  • Landessportbund NRW
  • Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW
  • Staatskanzlei NRW
  • Sportstiftung NRW
  • Momentum – Deutsches Forschungszentrum für Leistungssport Köln
  • mentaltalent – Deutsche Sporthochschule Köln
  • MentalGestärkt – Deutsche Sporthochschule Köln
  • Olympiastützpunkte

Ergebnisse

Wir haben die Daten der Umfrage 2022/2023 ausgewertet. Es haben mehr als 480 Athlet:innen mitgemacht. Dafür bedanken wir uns sehr. Wir konnten folgende Fragen repräsentativ für Athlet:innen in NRW beantworten:

  • Wie NRW-Athlet:innen leben
  • Welche zeitlichen Belastungen mit dem Sport einhergehen
  • Wie psychisch gesund NRW-Athlet:innen sind
  • Wie das Gefühl bei Training und Wettkampf ist
  • Welche Ziele und Träume NRW-Athlet:innen haben
  • Wie Schutzfaktoren ausgeprägt sind
  • Wie sehr sich Kaderathlet:innen unterstützt fühlen
  • Welche Angebote NRW-Athlet:innen nutzen und welche sie sich wünschen

Die wichtigsten Ergebnisse unserer Befragung vom Dezember 2022 bis Januar 2023 stehen in diesem Bericht.

Ergebnisse teilen

Für die Umsetzung dieser Empfehlungen und Anwendung unserer Ergebnisse ist es wichtig, dass diese mit möglichst vielen Menschen geteilt werden. Dieses Teilen ermöglicht ein Mitdenken, Mitgestalten und die Partizipation an zukünftigen Veränderungen.

Wie es nun weitergehen sollte

Unsere Befragung hat wichtige Ergebnisse und Wissen generiert, auf deren Basis sowohl Fragen gestellt als auch konkrete Handlungsschritte umgesetzt werden sollten. Ganz konkret hat unsere erste Auswertung folgende Empfehlungen für zukünftige Veränderungen ergeben:

  • Verbindliches Screening der psychischen Gesundheit
  • Mehr psychosoziale Unterstützung bei Problemen mit der Doppelbelastung Sport + Schule/Ausbildung/Beruf
  • Weiterentwicklung und Ausbau alltäglicher Unterstützung
  • Integratives Informationsmedium zum Spektrum möglicher Unterstützungsangebote
  • Besondere Beachtung der Problemlagen von Mädchen/Frauen sowie älteren Jugendlichen

Für Anregungen und Rückmeldungen zu unserem Projekt kontaktieren Sie uns gern unter: forfuture@dshs-koeln.de

Das Team vom Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln
Jens Kleinert, Johanna Belz, Jana Beckmann & Wiebke Dierkes
Abt. Gesundheit & Sozialpsychologie
Deutsche Sporthochschule Köln

Was wir tun

Wir haben Handlungsempfehlungen gemacht. Jetzt beteiligen wir uns gemeinsam mit unseren Netzwerkpartner:innen proaktiv an der Umsetzung. Uns ist es wichtig, dass die Forschungsergebnisse in der Praxis umgesetzt werden. 


Im Rahmen der sportpsychologischen Betreuung durch mentaltalent sowie der medizinischen Kaderuntersuchungen von momentum erfahren Athlet:innen ein verbindliches Screening der psychischen Gesundheit. Dazu wurden Standards und Normwerte entwickelt (Kleinert, Sulprizio & Ohlert, 2023).


Die sportpsychologischen Angebote von mentaltalent unterstützen Athlet:innen bei der Kombination von Sport und Schule/Ausbildung/Beruf. Die Sporthochschule ist Partnerhochschule des Spitzensports. Unser Kooperationspartner, die Sportstiftung NRW, bietet ebenfalls Unterstützung bei der Kombination von Sport und Schule/Ausbildung/Beruf.


An diesem Punkt setzen viele Angebote und Initiativen an der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) an. Im Rahmen von mentaltalent und MentalGestärkt werden Athlet:innen vielfältige Beratungs- und Betreuungsangebote gemacht. Neben der Unterstützung von (Sport-) Verbänden ist die DSHS auch an der Entwicklung und Evaluation neuer Angebote beteiligt. Die bestehenden Angebote der DSHS werden fortlaufend weiterentwickelt und an aktuelle Bedarfe angepasst.


Um die Problemlage konkret beschreiben zu können, führen wir einen Workshop mit Athletinnen durch. In diesem geschützten Rahmen besprechen wir, was im Training, Wettkampf und Alltag besser laufen könnte. Die Ergebnisse werden in unsere eigene Arbeit einfließen und öffentlich kommuniziert. Ziel ist eine bessere Unterstützung von Athletinnen.


Hier bedarf es einer vertiefenden Analyse der Problemlage (Hintergründe/Bedingungen). Dies kann sowohl auf Basis bisheriger Studien als auch durch neue Studien geschehen. Entsprechende Vorhaben begrüßen wir sehr und unterstützen diese.


Sie haben auch eine gute Idee?

Wenn Sie uns bei der Umsetzung der Ergebnisse unterstützen wollen oder auch eine gute Idee haben, wie wir die Situation von NRW-Kaderathlet:innen verbessern können, kontaktieren Sie uns gern unter:

Das Team vom Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln
Jens Kleinert, Johanna Belz, Jana Beckmann & Wiebke Dierkes
Abt. Gesundheit & Sozialpsychologie
Deutsche Sporthochschule Köln