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4210 Ergebnisse
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  • Habilitation veröffentlichen
    Habilitation veröffentlichen Nach erfolgreichem Abschluss Ihres Habilitationsverfahrens ist die Habilitationsschrift gemäß § 11 der Habilitationsordnung der Deutschen Sporthochschule Köln zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung ist Voraussetzung für den Abschluss des Verfahrens. Es sind drei Formen der Veröffentlichung möglich, die mit der Einreichung von Pflichtexemplaren bei der Hochschulbibliothek verbunden sind. Vor der Veröffentlichung empfehlen wir Ihnen, die formalen Informationen Ihrer Habilitationsschrift prüfen zu lassen. Für weitere Informationen zu den Veröffentlichungsformen sowie zur Prüfung der formalen Informationen berät Sie Christina Meyer in der ZBSport. Welche Veröffentlichungsformen gibt es? Online-Veröffentlichung über die Hochschulbibliothek, vier Printexemplare sowie vier Datenträger Print-Veröffentlichung in einem gewerblichen Verlag als selbständige Monografie oder in einer wissenschaftlichen Zeitschrift bzw. Schriftenreihe, vier Printexemplare sowie ein Datenträger Online-Veröffentlichung in einem gewerblichen Verlag: Fünf gedruckte Pflichtexemplare sowie fünf Datenträger Welche Datenträger und Dateiformate soll ich verwenden? Als Datenträger ist eine CD zu verwenden. Die Habilitation ist im PDF/A-Format auf dem Datenträger zu speichern. Welche formalen Anforderungen muss meine Habilitationsschrift erfüllen? Kennzeichnung als eine von der Deutschen Sporthochschule Köln angenommene Habilitationsschrift Angabe der/des Vorsitzenden des Habilitationsausschusses Angabe der beiden Gutachter*innen Abschlussdatum des Habilitationsverfahrens Vorgeschriebenes Titelblatt Genehmigtes Abstract (vom ersten Gutachter / von der ersten Gutachterin) auf Deutsch und Englisch in gedruckter und elektronischer Form Der Lebenslauf des/der Verfasser*in kann auf der letzten Seite der Habilitationsschrift hinzugefügt werden Welche Fristen muss ich beachten? Die Pflichtexemplare müssen binnen drei Jahren nach Beschlussfassung über die Lehrbefähigung abgeliefert sein. Auf begründeten Antrag vor Fristablauf kann der Habilitationsausschuss die Ablieferungsfrist um ein Jahr verlängern. Welche Besonderheit gibt es bei einer kumulativen Habilitationsschrift? Bei Vorliegen einer kumulativen Habilitationsschrift gemäß § 5 Absatz 2 der Habilitationsordnung, deren wesentliche Teile aus Publikationen in Fachzeitschriften oder Fachverlagen bestehen, kann von einer Veröffentlichung abgesehen werden. Wo kann ich die Pflichtexemplare abgeben? Bitte vereinbaren Sie vor der Abgabe einen Termin mit der zuständigen Ansprechperson in der ZB Sport. Fragen zur Veröffentlichung Christina Meyer person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-2170 mail c.meyer(at)dshs-koeln.de

  • ECC Gründungsabend x Gateway Hochschulen Köln
    Wie immer geht es um Austausch, echte Gründungsgeschichten, neue Kontakte und die Frage: Wie kommen Ideen eigentlich ins Machen? Dazu ist der Abend diesmal eingebettet in die Gateway Start-up Summer School. Dazu werden zwei erfahrene Gründer*innen aus dem InnoDom ihre Geschichten erzählen und die Summer School Teams mit einem One-Sentence-Pitch die Ideen präsentieren, an denen sie die Woche über arbeiten. Ob ihr schon gegründet habt, gerade an einer Idee arbeitet oder einfach neugierig auf die Kölner Start-up-Szene seid — ihr seid herzlich willkommen. Wir freuen uns auf einen starken Abend mit euch! Ausgerichtet wird das Event durch den Entrepreneurs Club Cologne e.V. und die Gateway Hochschulen Köln.

  • Gateway Impact Day 2026
    Gateway Impact Day 2026 – Die Bühne für nachhaltige Ideen! Am 8. Oktober 2026 verwandelt sich der Campus Südstadt der TH Köln in die Plattform für Impact, Innovation und Nachhaltigkeit. Neben Studierenden, Gründer*innen, Start-ups und Teams aus den Hochschulen sind auch Hochschulpartner, Akteur*innen aus dem Kölner Start-up-Ökosystem, Investor*innen sowie alle Impact-Interessierten herzlich eingeladen. Der Gateway Impact Day bietet eine vielfältige Plattform zur Vernetzung, zur Präsentation nachhaltiger und sozialer Gründungsideen und zum Erhalt wertvoller Impulse für innovative Lösungsansätze. Gemeinsam schaffen wir Raum für neue Perspektiven, zukunftsweisende Projekte und konkrete Wirkung. Bewerbung für einen Pitch oder Stand bis zum 14. September: Teams und Start-ups der Gateway Hochschulen Köln können sich mit einer Idee für einen Stand und/oder einen Pitch bewerben. Sendet dafür euer Pitchdeck sowie eine kurze Beschreibung eures Impacts per E-Mail an: gateway@th-koeln.de

  • 25.08.2026
    Beiträge zum International Pierre de Coubertin Committee (IPCC)
    Es ist erfreulich zu sehen, wie Teilnehmende und Professoren des M.A. Olympic Studies weiterhin das sich stetig weiterentwickelnde akademische und bildungspolitische Profil des IPCC mitgestalten. Prof. Wassong ist stolz darauf, diese interinstitutionellen und persönlichen Synergien im Laufe der Zeit aufgebaut zu haben. Mehrere Absolventinnen und Absolventen des M.A. Olympic Studies sind heute aktive Mitglieder im Vorstand des IPCC und an dessen Aktivitäten und Projekten beteiligt. Hilla Davidov und Nelson Todt sind beide Vizepräsidenten des IPCC und dort auch für die Kommunikationsaktivitäten verantwortlich; unterstützt werden sie von Christian Kern und Elvira Ramini, die zudem als Generalsekretärin des IPCC fungiert. Annett Chojnacki und Philipp Waeffler waren Teil der Arbeitsgruppe, die die zukünftige Roadmap des IPCC gestaltet und dessen rechtliche Dokumente überprüft. Marco Tomassini unterstützte das IPCC beim Kongress, der im Rahmen der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina 2026 stattfand. Wolfgang Birkle, Uma Kant Singh und Sarojini Lakra präsentieren und unterstützen regelmäßig die Aktivitäten von Pierre de Coubertin India, wobei Uma eine von drei IPCC-Vertreterinnen bei der 33. Postgraduate Session der IOA im Jahr 2026 war. Daniel Quanz, stellvertretender Direktor des M.A. Olympic Studies, behält einen guten Überblick über die archivarischen Aktivitäten des IPCC. Gemeinsam wachsen der M.A. Olympic Studies und das IPCC in ihrem Profil, indem sie sich gegenseitig unterstützen. Eines der zukünftigen Schwerpunktthemen, die Prof. Wassong bei der Generalversammlung ansprach, ist auch für den M.A. Olympic Studies von Bedeutung, insbesondere für das erste und zweite Modul des Programms. Das Projekt wird sich darauf konzentrieren, Coubertins Vision des olympischen Athleten aus historischer Perspektive zu untersuchen, vor allem aber dessen zeitgenössische Bedeutung und Relevanz zu analysieren. Dabei wird geprüft, inwiefern sich Coubertins Vorstellung vom Profil des olympischen Athleten auf die heutige Sportwelt übertragen lässt. Mehr über die strategischen Schwerpunkte und das Projekt erfahren Sie hier .

  • Teilnehmende für eine Studie mit trans* Personen gesucht
    Teilnehmende für Studie mit trans* Personen gesucht Studienbeschreibung Wir begleiten dich über bis zu 12 Monate vor und während deiner geschlechtsangleichenden Hormontherapie. Du nimmst an zwei Untersuchungen vor Beginn und fünf Untersuchungen nach Beginn der Hormontherapie teil. Dabei erfassen wir Veränderungen deiner sportlichen Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Zusätzlich führen wir zu ausgewählten Zeitpunkten Interviews mit dir durch und du füllst alle vier Wochen einen kurzen Online-Fragebogen zu deinen Erfahrungen und deiner körperlichen Aktivität aus. Optional kannst du uns auch Audio oder Videoaufzeichnungen deiner Erfahrungen während des Studienverlaufs zur Verfügung stellen. Anforderungsprofil Du bist eine trans* Person. Du bist zwischen 18 und 40 Jahren alt. Du planst, selbständig und unabhängig von dieser Studie mit deiner geschlechtsangleichenden Hormontherapie zu beginnen. Du bist sportlich und trainierst regelmäßig (≥ 3x pro Woche) in einer konkreten Sportart Vorteile Sportmedizinische Begleitung während deiner Transition Einblicke in deine körperliche und sportliche Entwicklung Raum für deine persönlichen Erfahrungen und dein Wohlbefinden Auf Wunsch Vernetzung mit anderen trans* Sportler*innen Gemeinsam die Datengrundlage zu trans* Sportler*innen stärken Ablauf / Ziel Die Studie der Abteilung Diversitätsforschung soll neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu den langfristigen Auswirkungen einer geschlechtsangleichenden Hormontherapie auf die sportliche Leistungsfähigkeit, Gesundheit und das persönliche Erleben von trans* Sportler*innen liefern. Diese und weitere Informationen sind auch auf dem Flyer zur Studie nachzulesen. Noch Fagen oder Interesse an der Studie teilzunehmen? Melde dich gerne bei uns: Franziska Moser (Sportmedizin) F.Moser@dshs-koeln.de +49 221 4982-8763 Jill Mandel (Diversitätsforschung) J.Mandel@dshs-koeln.de +49 221 4982-6098

  • 25.08.2026
    „Ich werd' verrückt!“: Wie über Reitsport sprechen
    Carsten Sostmeier hat seinen Abschied von der ARD angekündigt. Kaum jemand hat die Vermittlung des Reitsports im deutschen Fernsehen so geprägt wie er. Mit Fachkenntnis und einer bildhaften Sprache wurde er zur festen Instanz bei der Übertragung von Turnieren wie zuletzt dem CHIO Aachen. Der passionierte Sportjournalist, der hin und wieder die Distanz verliert, strebt eine Teilnahme als Kommentator an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles an. Was seinen teils gewagten Live-Kommentar für den Sender und das Publikum unverwechselbar macht, erläutert PD Dr. Christoph Bertling dem SWR . Eine Hörprobe und ein Interview

  • 24.08.2026
    „Darf ich noch eine Sache sagen?": Interviews in der Mixed Zone
    Sportlerinnen und Sportler müssen regelmäßig direkt nach dem Wettkampf vor die Kamera treten. Genau dann, wenn sie körperlich erschöpft, emotional aufgewühlt und oft gar nicht in der Lage sind, das Geschehene analytisch einzuordnen. Die Leichtathletik-EM in Birmingham hat gezeigt, wie kurios und problematisch diese Praxis sein kann. Nach einem Sturz im Wassergraben, einer Enttäuschung oder einem überraschenden Erfolg entstehen spontane Aussagen, die zwischen Nahbarkeit und Erklärungsbedarf schwanken. So kritisierte eine wütende Lea Meyer im ZDF nach ihrem Sturz im 3000-Meter-Hindernis-Finale die Taktik der Siegerin Gesa Krause, um ihr eigenes Verhalten und die Wortwahl wenige Stunden später auf Instagram als „unprofessionell und unsportlich“ zu bezeichnen. Das Problem besteht nicht darin, dass Athlet:innen im Interview Gefühle zeigen und Anerkennung für ihre Leistung suchen. Im Gegenteil: Euphorie, Frust oder Ratlosigkeit verleihen Sportübertragungen eine menschliche Seite. Es kommt darauf an, wie Journalist:innen mit diesen Erstreaktionen umgehen und eine Überforderung rahmen. Wer kurz nach einem Wettkampf in ein Mikrofon spricht, gibt nicht unbedingt eine ausgewogene Antwort, sondern reagiert aus dem Moment heraus. Was dann gesagt wird, mag ehrlich und ungefiltert klingen. Aber es kann auch schaden, etwa wenn teaminterne Konflikte öffentlich sichtbar werden. Die US-amerikanische Schwimmerin Simone Manuel hat schon vor Jahren in einem Tweet geschrieben, dass Aktive nach einer für sie enttäuschenden Performance bei Olympischen Spielen zunächst Zeit zur Verarbeitung brauchen. Mehr zu den Interviews bei der Leichtathletik-EM in Birmingham , einem kritischen Sportjournalismus und ein weiteres Beispiel von Smilla Kolbe

  • Sportler*innen beim Interview
    24.08.2026
    Gold für deutsche Triathlonstaffel
    Für die Mixed-Staffel hatte der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) mit Julia Bodenschatz (Deutsche Sporthochschule Köln), Jan Scheffold (Universität Freiburg), Sophie Gießmann (IU Internationale Hochschule) und Benedikt Bettin (Universität Freiburg) die vier im Einzel erfolgreichsten Athletinnen und Athleten nominiert. Spoho-Studentin Julia Bodenschatz legte als Startathletin den Grundstein für den späteren Erfolg. Nach einem starken Schwimmen stieg sie gemeinsam mit den besten Athletinnen aufs Rad und übergab nach einer beherzten Laufleistung auf Rang vier an Scheffold. Der Freiburger knüpfte an seine starke Einzelleistung an und prägte das Renngeschehen in allen drei Disziplinen entscheidend mit. Auf Platz zwei liegend ging dann Sophie Gießmann auf die Strecke. Die Athletin der IU Internationale Hochschule erwischte ein gutes Schwimmen und behauptete sich insgesamt gegen die internationale Konkurrenz, sodass Benedikt Bettin für die deutsche Staffel auf Position vier in den entscheidenden Abschnitt ging. Bettin hielt sich bis zum Ende des Radabschnitts in der Führungsgruppe und setzte sich anschließend gemeinsam mit den Vertretern aus Großbritannien und den Niederlanden ab. Auf der Laufstrecke entwickelte sich ein Ausscheidungsrennen auf höchstem Niveau. Bei seiner dritten Tempoverschärfung gelang es dem deutschen Athleten, der zuvor schon Einzelgold gewonnen hatte, den letzten verbliebenen Konkurrenten entscheidend abzuschütteln, sodass er als Erster die Ziellinie überquerte. Quelle: https://www.triathlondeutschland.de/aktuelles/08-2026/zweimal-gold-und-silber-bei-wuc-triathlon-2026-deutsches-adh-team-triumphiert

  • Laura Jahn

    Institut für Biochemie

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  • IOC Fit for the Future
    „Der Weg zu den Olympischen Spielen wird immer stärker zum Dialog“ Wie das IOC die Vergabe des Großereignisses reformiert – und was das für Deutschlands Bewerbung bedeutet Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong Am 26. September entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), welcher deutsche Kandidat sich um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben darf. Mit Berlin, KölnRheinRuhr und München sind noch drei Bewerber im Rennen. Einer von ihnen wird sich im weiteren Bewerbungsverfahren des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) behaupten müssen. Mit dem Reformprozess „Fit for the Future“ soll dieses transparenter, flexibler und nachhaltiger werden. Im Interview erläutert Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong, Leiter des Zentrums für Olympische Studien der Sporthochschule, die Reformen des IOC, neue Chancen für Bewerberstädte und er skizziert, wie Deutschland den Weg zu den Spielen 2036, 2040 oder 2044 gehen kann. Fünf wichtige Fakten zum Mitnehmen: Der 26. September ist erst der Anfang: Der Kandidat, den der DOSB auswählt, hat damit noch lange nicht die Olympia-Bewerbung gewonnen. Der internationale Auswahlprozess des IOC geht dann erst in die heiße Phase. Dialogorientiertes Verfahren unter Thomas Bach gestartet: Aus dem früheren Modell mit Applicant City und Candidate City wurde ein dialogorientiertes Verfahren mit Continuous Dialogue und Targeted Dialogue . IOC wird noch engerer Partner: Unter Kirsty Coventry wird eine Zwischenebene, der Strategic Dialogue , eingeführt. Bewerber erhalten dadurch mehr Zeit und Unterstützung, ihre Konzepte gemeinsam mit dem IOC weiterzuentwickeln. Weniger Sportarten, mehr Flexibilität: Das Programm der Olympischen Spiele soll wieder kleiner und flexibler werden. Langfristig peilt das IOC etwa 28 Sportarten an. Gleichzeitig können Gastgeber weiter eigene Sportarten vorschlagen. Athletinnen und Athleten im Fokus: Mit dem Athletes Grant können Teilnehmende 10.000 US-Dollar pro Olympiateilnahme erhalten. Das Geld soll unter anderem beim Übergang in Ausbildung und Beruf helfen. Interview Herr Prof. Wassong, blicken wir zunächst einmal in die Geschichte: Wie häufig hat sich Deutschland schon für die Olympischen und Paralympischen Spiele beworben? Deutschland hat sich nach den Spielen 1972 in München sieben Mal um die Ausrichtung Olympischer Spiele beworben. Das waren zunächst Berchtesgaden für die Winterspiele 1992, Berlin für die Sommerspiele 2000, Leipzig für die Sommerspiele 2012, München für die Winterspiele 2018 und erneut München für die Winterspiele 2022. Hinzu kamen Hamburg für die Sommerspiele 2024 und die Bewerbung Rhein-Ruhrs für 2032. Das ist eine durchaus beachtliche Zahl. Keine dieser Bewerbungen war erfolgreich. Die Paralympischen Spiele werden seit Seoul 1988 am selben Austragungsort wie die Olympischen Spiele durchgeführt. Insofern gehört die Frage nach einer Bewerbung heute immer zusammen: Es geht um Olympische und Paralympische Spiele. Die IOC-Generalversammlung hat im Juni 2026 wichtige Neuerungen im Rahmen des sog. Fit for the Future-Prozesses vorgestellt. Was ist darunter zu verstehen? Fit for the Future ist der umfassende Reformprozess, den IOC-Präsidentin Kirsty Coventry nach ihrem Amtsantritt 2025 angestoßen hat. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Olympische Bewegung so weiterentwickeln lässt, dass sie auch langfristig relevant, tragfähig und gesellschaftlich akzeptiert bleibt. Begonnen hat der Prozess mit einer breit angelegten Konsultation, dem sogenannten ‚Pause and Reflect‘-Prozess. Einbezogen wurden IOC-Mitglieder, Mitglieder von IOC-Kommissionen, internationale und nationale Sportverbände, IOC-Mitarbeitende, Sponsoren und weitere Akteure der Olympischen Bewegung. Nach IOC-Angaben wurden zudem mehr als 2.200 Athletinnen, Athleten und Athletenvertreter involviert. Die Ergebnisse wurden anschließend von verschiedenen Kommissionen ausgewertet und dem IOC-Exekutivboard vorgelegt. Auf der 146. IOC-Session im Juni dieses Jahres wurden daraus dann konkrete Beschlüsse abgeleitet. Wichtig ist aber: Fit for the Future ist kein abgeschlossener Reformschritt. Es handelt sich um einen dynamischen Prozess, der über die Beschlüsse dieser Session hinaus weitergeführt wird. Die Neuerungen betreffen auch die Bewerbung des DOSB um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele im Zeitraum 2036 bis 2044. Künftige Bewerber sollen insbesondere mehr Zeit für eine Weiterentwicklung ihres Konzepts und mehr Unterstützung durch das IOC erhalten. Welche konkreten Maßnahmen ermöglichen dies? Hier muss man zunächst verstehen, dass das IOC das klassische Bewerbungsverfahren schon unter dem ehemaligen Präsidenten Thomas Bach grundlegend verändert hat. Früher gab es im Wesentlichen die Unterscheidung zwischen Applicant City und Candidate City . Die interessierten Städte durchliefen ein Bewerbungsverfahren, an dessen Ende mehrere Bewerber als Verlierer ausschieden – teilweise nachdem sie erhebliche Summen in ihre Kandidatur investiert hatten. Mit der Reformagenda 2020 wurde dieses Verfahren stärker dialogorientiert. Das IOC führte zunächst zwei Phasen ein: den Continuous Dialogue und den Targeted Dialogue . Ziel dieser Modifikation war es, das Bewerbungsverfahren transparenter, kostengünstiger und einfacher zu gestalten. Es kam bereits bei der Vergabe der Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina, 2030 in die französischen Alpen und der Sommerspiele 2032 an Brisbane zum Einsatz. Im Rahmen von ‚Fit for the Future‘ kommt nun eine dritte Ebene hinzu: der Strategic Dialogue . Die Verbindlichkeiten nehmen schrittweise zu. Damit will das IOC die Auswahl noch stärker strukturieren und den Bewerbern zugleich die Möglichkeit geben, ihre Konzepte weiterzuentwickeln. Was bedeutet das für die deutsche Bewerbung? Der ausgewählte deutsche Kandidat befindet sich zunächst weiterhin im Continuous Dialogue mit dem IOC. Wer in die nächste Runde, den Strategic Dialogue , aufgenommen wird, entscheidet das IOC-Exekutivboard im März 2027. Für diese Entscheidung erstellt das IOC eine Machbarkeitsstudie. Dabei werden beispielsweise geografische und sozioökonomische Faktoren, Nachhaltigkeit, Sportstätten, politische und öffentliche Unterstützung sowie Finanzierungsmodelle betrachtet. Auch auf externe Datenquellen, etwa zu Menschenrechten oder Nachhaltigkeit, greift das IOC zurück. In der Phase des Strategic Dialogue nimmt die Verbindlichkeit deutlich zu. Die Bewerber müssen zunehmend auch finanzielle Garantien vorlegen und den Future Host Questionnaire bearbeiten. Dieser Fragebogen trägt den Titel „Your Vision for the Games“ und umfasst rund 40 Themenbereiche, unter anderem zu Vision und Games-Konzept, Vermächtnis, Erlebnis für Athletinnen und Athleten sowie Zuschauerinnen und Zuschauer, Community-Management, Olympische Dörfer, Nachhaltigkeit, Good Governance, Menschenrechte und Sicherheit. Mitglieder der Future Host Commission besuchen auch die Bewerberstädte. Auf Grundlage der eingereichten Unterlagen, der Machbarkeitsstudien und der weiteren Gespräche wird der Kreis der Bewerber dann reduziert. Diejenigen, die übrig bleiben, werden als Preferred Hosts bezeichnet und gehen in den Targeted Dialogue . Der entscheidende Punkt ist: Das IOC begleitet den Prozess insgesamt noch stärker. Die Bewerber können in den Dialogphasen nachbessern und erhalten Unterstützung bei der Weiterentwicklung ihres Konzepts. Dadurch soll verhindert werden, dass Städte jahrelang enorme Summen in eine Bewerbung investieren, ohne zwischendurch eine realistische Einschätzung ihrer Chancen zu bekommen. Das klingt nach mehr Transparenz, aber gleichzeitig auch nach einem ziemlich komplizierten Verfahren. Das ist es auch. Aber die Komplexität hat einen Sinn: Sie soll dazu beitragen, dass die Entscheidung auf einer besseren Informationsgrundlage getroffen wird und nicht erst am Ende mehrere Bewerber mit sehr hohen Kosten ausscheiden. Im Targeted Dialogue werden die sogenannten Preferred Hosts dann noch einmal intensiv geprüft. Sie können ihre Unterlagen aktualisieren und präzisieren. Anschließend erhalten die IOC-Mitglieder einen ausführlichen Bericht über die Bewerber, auf deren Grundlage sie die Entscheidung treffen. Zur Zeitschiene der Vergabe: Klar ist bislang nur, dass die Vergabe der Spiele 2036 auf der IOC-Session Mitte 2029 erfolgen wird. Rechnen Sie damit, dass gleichzeitig auch 2040 und 2044 bekannt gegeben werden? Die Vergabe erfolgt in der Regel sieben Jahre vor dem Austragungszeitpunkt. Die bisher festgelegten Abläufe beziehen sich also zunächst auf die Vergabe der Spiele 2036. Die Entscheidung soll Mitte 2029 fallen. Das IOC hat zwar in der Vergangenheit schon mehrere Spiele gleichzeitig vergeben, zum Beispiel bei der Doppelentscheidung für Paris 2024 und Los Angeles 2028. Damals gab es aber besondere Voraussetzungen, weil nur noch sehr wenige Bewerber im Rennen waren. Nach dem derzeit veröffentlichten Zeitplan würde ich daher nicht davon ausgehen, dass auch für 2040 und 2044 entschieden wird. Unter anderem auch, weil das IOC grundsätzlich mit seinem neuen Verfahren flexibler werden möchte. Welches Gremium im IOC trifft letztlich die finale Entscheidung? Das ist die IOC-Session, also die Vollversammlung der IOC-Mitglieder. Sie ist das höchste Entscheidungsgremium des IOC. Dort werden unter anderem die Gastgeber der Olympischen Spiele bestimmt, der IOC-Präsident bzw. die IOC-Präsidentin sowie die IOC-Mitglieder gewählt und Änderungen an den grundlegenden Regeln des IOC beschlossen. Die Session entscheidet auf einer wesentlich besseren Informationsgrundlage als früher, weil die Mitglieder bereits im Targeted Dialogue detaillierte Berichte über die verbliebenen Bewerber erhalten. Das ist ein wichtiger Punkt: Die Future Host Commission und das Executive Board bereiten die Entscheidung vor, aber die finale Entscheidung über den Gastgeber trifft die IOC-Session. Welche weiteren internationalen Kandidaten sind für die Spiele 2036 bis 2044 im Rennen? Für 2036 befindet sich das IOC derzeit mit rund zehn Interessenten im Continuous Dialogue – Deutschland eingeschlossen. Dazu gehören Ahmedabad in Indien, Istanbul in der Türkei, Doha in Katar, Santiago de Chile, die neue Verwaltungshauptstadt in Ägypten, die südkoreanische Provinz Jeonbuk, Budapest in Ungarn und Südafrika, hier eventuell Kapstadt. Saudi-Arabien hat ebenfalls Interesse signalisiert. Das ist also ein durchaus internationales Feld. Auffällig ist, dass sich das Interesse nun auch auf Länder und Regionen richtet, die bislang noch keine Sommerspiele ausgerichtet haben. Die Intention, sich um Olympische Spiele zu bewerben und eventuell auch austragen zu können, ist auch eine Frage internationaler Sichtbarkeit und langfristiger Entwicklung. Wie sieht nach der Vergabe genau die Zusammenarbeit zwischen IOC und Ausrichter aus – bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Spiele tatsächlich starten? Nach der Wahl wird der sogenannte Host City Contract beziehungsweise Olympic Host Contract unterzeichnet. Damit werden die wesentlichen Rechte und Pflichten des Gastgebers und des IOC festgelegt. Danach begleitet eine IOC-Koordinierungskommission das Organisationskomitee über die gesamte Vorbereitungsphase hinweg. Es gibt regelmäßige Besuche, Fortschrittsberichte und fachliche Unterstützung – unter anderem bei Infrastruktur, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Budget. Auch hier setzt Fit for the Future an. Das IOC möchte die Durchführung der Spiele mit einem sogenannten Games Delivery Model stärker standardisieren und vereinfachen. Erfahrungen sollen wiederverwendbar werden, sodass nicht jede Gastgeberstadt das Rad komplett neu erfinden muss. Ein erster Pilot dieses Ansatzes soll bei Brisbane 2032 stattfinden, vollständig umgesetzt werden soll das Modell dann ab den Spielen 2036. Im Rahmen des „Fit for the Future“-Prozesses sind auch Neuerungen bei der Auswahl der Sportarten vorgesehen. Welche? Das IOC möchte das Sportprogramm flexibler und transparenter gestalten. Dafür muss man zunächst zwischen Sportarten, Disziplinen und Events unterscheiden. Beispiel Leichtathletik: Das ist eine Sportart, die vom internationalen Sportfachverband World Athletics geleitet wird. Zu den Disziplinen gehören unter anderem Laufen, Werfen oder Springen. Innerhalb der Disziplinen gibt es wiederum einzelne Events, beim Laufen etwa den 100-Meter-Lauf. Die Reform setzt jetzt stärker auf die Ebene der Disziplinen. Bestehende Sportarten und Disziplinen sollen regelmäßig evaluiert werden. Dabei spielen fünf übergeordnete Kriterien eine Rolle: Integrität, Fairness, Nachhaltigkeit und Sicherheit; die internationale Sichtbarkeit beziehungsweise ‚Global Appeal‘; Kosten und Komplexität; die Beteiligung der Athletinnen und Athleten sowie die Frage, inwieweit eine Sportart zum Konzept des jeweiligen künftigen Gastgebers passt. Das bedeutet: Sportarten und Disziplinen, die bereits im Programm sind, werden überprüft und eventuell aus dem Programm herausgenommen. Gleichzeitig können bei positiver Evaluierung auch neue hinzukommen. Das IOC möchte damit auch erreichen, dass das Programm langfristig wieder kleiner wird. In Paris gab es 32 Sportarten, 48 Disziplinen und 331 Events. Für Los Angeles sind 35 Sportarten, 51 Disziplinen und 351 Events vorgesehen. Das ist eine enorme Größe. Als Orientierung schwebt dem IOC deshalb wieder eine Größenordnung von etwa 28 Sportarten vor. Die Reform ist allerdings nicht von heute auf morgen umzusetzen. Für Brisbane 2032 soll der Prozess bereits eine Rolle spielen, die endgültige Umsetzung wird aber schrittweise erfolgen. Die Gastgeber können aber weiterhin eigene Sportarten vorschlagen? Ja. Das ist ein wichtiger Bestandteil des Systems. Das Organisationskomitee kann bis zu vier zusätzliche Sportarten vorschlagen. Diese Vorschläge müssen von der IOC-Session bestätigt werden. Für Los Angeles 2028 sind das beispielsweise Cricket, Lacrosse, Flag Football und Squash. Das zeigt auch, warum die Flexibilität des Programms wichtig ist. Ein Gastgeber kann Sportarten berücksichtigen, die für die eigene Bevölkerung oder die Region eine besondere Bedeutung haben. Gleichzeitig entscheidet das IOC über die grundsätzliche Struktur des Programms. Ein weiterer Meilenstein des Zukunftsplans ist das Programm Athletes Grant . Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer an Olympischen Spielen kann einen finanziellen Zuschuss von 10.000 US-Dollar beantragen. Welches Signal sehen Sie hier? Ich halte diesen Ansatz für sehr wichtig. Vor allem deshalb, weil sich die Förderung nicht nur an Medaillengewinnerinnen und -gewinner richtet. Darüber hat das IOC lange diskutiert. Jetzt hat man sich bewusst dafür entschieden, den Grant breit anzulegen. Das ist ein Signal der Wertschätzung gegenüber allen, die an Olympischen Spielen teilnehmen. Voraussetzung ist grundsätzlich die Teilnahme an den Spielen; ausgeschlossen sind Athletinnen und Athleten, die beispielsweise wegen eines Dopingverstoßes oder aus anderen Gründen von den Spielen ausgeschlossen wurden. Der Athletes Grant konkurriert nicht mit anderen Förderungen, sondern kommt zusätzlich dazu. Und er ist nicht auf einmal im Leben begrenzt: Wer mehrfach an Olympischen Spielen teilnimmt, kann den Grant grundsätzlich auch mehrfach erhalten. Das Geld soll insbesondere dabei helfen, den Übergang vom Spitzensport in Beruf und Ausbildung zu unterstützen. Ich sehe darin einen guten Anfang. Entscheidend wird sein, wie die Athletinnen und Athleten die Förderung tatsächlich nutzen. Eine Evaluation könnte dann Grundlage dafür sein, das Programm weiterzuentwickeln. Sie organisieren an der Sporthochschule den berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengang M.A. Olympic Studies. Inwieweit beziehen Sie dort die Reformen des IOC mit ein? Die Reformen werden unmittelbar in die Lehrinhalte integriert. Das betrifft sowohl das neue Vergabeverfahren für Olympische Spiele, die angedachten Programmänderungen, den Athletes Grant, die neu betonte Neutralität des Olympischen Sports und natürlich auch das Gen-Testing zur Festlegung des biologischen Geschlechts. Dies ist letztlich unsere Verpflichtung, um wissenschaftliche und transferbezogene Erwartungshaltungen unserer Studierenden zu erfüllen, die derzeit aus 28 Ländern weltweit kommen. Zur Person Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong ist Leiter des Instituts für Sportgeschichte und Direktor des Zentrums für Olympische Studien der Deutschen Sporthochschule Köln. Seit 2015 ist er Mitglied der IOC Olympic Education Commission und seit 2018 Präsident des Internationalen Pierre de Coubertin Komitees. In seiner Forschung beschäftigt er sich unter anderem mit der Olympischen Bewegung und der IOC-Athletenkommission. Zudem leitet er den international durchgeführten Weiterbildungsstudiengang M.A. Olympic Studies, der vom IOC unter anderem durch Stipendien unterstützt wird. Kontakt Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-3821 mail wassong(at)dshs-koeln.de
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Zuletzt aktualisiert: 23.07.2026
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