home Startseite arrow_back zurück

  • Intranet für Studierende und Mitarbeitende

  • north_east Forschungsinformationssystem (FIS)

  • north_east Jobbörse

  • north_east Mensa

  • north_east mySpoho

  • Personenverzeichnis

  • north_east Spohoshop

  • Zentralbibliothek
home Startseite arrow_back zurück

  • Universität

    • Universität

    • Profil

      • Profil

      • Porträt

      • Unser Leitbild

      • Zahlen und Fakten

      • Auszeichnungen und Preise

      • Gleichstellung und Diversität

        • Gleichstellung und Diversität

        • Karriereförderung für Frauen

      • Nachhaltigkeit und Umweltschutz

      • International

        • International

        • Hochschulpartnerschaften

      • Partnerschaften und Kooperationen

        • Partnerschaften und Kooperationen

        • Kooperationsmöglichkeiten

    • Organisation

      • Organisation

      • Hochschulleitung

        • Hochschulleitung

        • Das Rektorat

          • Das Rektorat

          • Amtliche Mitteilungen

        • Der Senat

        • Der Hochschulrat

      • Verwaltung und Stabsstellen

      • Organe und Gremien

        • Organe und Gremien

        • Universitätskommissionen

        • Gleichstellungskommission

        • Nachhaltigkeitskommission

        • Ethikkommission

        • Prüfungsausschüsse

        • Promotionsausschuss

        • Habilitationsausschuss

      • Institute und wissenschaftliche Einrichtungen

      • Anlaufstellen und Services

        • Anlaufstellen und Services

        • Ambulanz

        • Career Service

        • Familienservice

        • Gästehaus

        • InfoPoint

        • International Office

        • Marketing

          • Marketing

          • Spohoshop

        • Presse und Kommunikation

        • Prüfungsamt

        • Studienberatung

        • Studierendensekretariat

        • Zentrale Betriebseinheit Informationstechnologie

      • Personenverzeichnis

    • Die Uni als Arbeitgeberin

      • Die Uni als Arbeitgeberin

      • Unsere Stellenangebote

      • Praktikum

        • Praktikum

        • Übersicht Praktikumsstellen

      • Personalentwicklung

      • Gesundheitsmanagement

    • Campusleben

      • Campusleben

      • Sport und Kultur

      • Wohnen und Übernachten

    • Newsroom

      • Newsroom

      • Podcast

        • Podcast

        • Wissenschaftspodcast Eine Runde mit

        • Studierendenpodcast Auszeit

      • Termine & Veranstaltungen

      • Meldungen

        • Meldungen

        • Pressemitteilungen

      • Publikationen

        • Publikationen

        • Campusmagazin ZeitLupe

          • Campusmagazin ZeitLupe

          • Sport und Ernährung

          • Olympische Spiele in Köln?

          • Gefahr im Gedränge

          • Darts - Ist das wirklich Sport?

        • Jahresbericht KOMPAKT

        • ZSLS

          • ZSLS

          • Hinweise für Autor*innen

          • Aktuelles

          • Impressum

      • Presseverteiler

      • Proband*innennewsletter

      • Pressespiegel

  • Studium

    • Studium

    • Vor dem Studium

      • Vor dem Studium

      • Veranstaltungen für Studieninteressierte

      • Bachelorstudium

        • Bachelorstudium

        • Sport- und Bewegungsvermittlung in Freizeit- und Breitensport

        • Sport und Gesundheit in Prävention und Therapie

        • Sportjournalismus

        • Sportmanagement und Sportkommunikation

        • Sport und Leistung

      • Masterstudium

        • Masterstudium

        • M.Sc. Sporttourismus und Destinationsmanagement

        • M.A. Sport-, Medien- und Kommunikationsforschung

        • M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung

        • M.Sc. Leistung, Training und Coaching im Spitzensport

        • M.Sc. Human Technology in Sports and Medicine

        • M.Sc. Psychology in Sport and Exercise

        • M.Sc. Sport Management

        • M.A. International Sport Development and Politics

      • Lehramtsstudium

        • Lehramtsstudium

        • Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen

        • Lehramt an Grundschulen

        • Lehramt an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen

        • Lehramt an Berufskollegs

        • Lehramt für sonderpädagogische Förderung

      • Weiterbildendes Master­studium

        • Weiterbildendes Master­studium

        • Führungskompetenz und Management im Spitzensport

          • Führungskompetenz und Management im Spitzensport

          • Voraussetzungen und Bewerbung

        • Olympic Studies

          • Olympic Studies

          • Voraussetzungen und Bewerbung

          • Curriculum & Module

        • M.A. Spielanalyse

          • M.A. Spielanalyse

          • Voraussetzungen und Bewerbung

        • Tanz – Vermittlung, Forschung, künstlerische Praxis

          • Tanz – Vermittlung, Forschung, künstlerische Praxis

          • Zugangsvoraussetzungen, Bewerbung & Gebühren

        • Sport, Bewegung und Ernährung

          • Sport, Bewegung und Ernährung

          • Voraussetzungen und Bewerbung

        • Sportphysiotherapie

          • Sportphysiotherapie

          • Zugangsvoraussetzungen, Bewerbung und Gebühren

        • Schutz vor sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch in Organisationen

      • Campustag

      • Bewerbung

      • Voraussetzungen

        • Voraussetzungen

        • Eignungstest

        • Übetage

      • Immatrikulation

      • Studieren in besonderen Lebenslagen

        • Studieren in besonderen Lebenslagen

        • Studium und Spitzensport vereinen

        • Studieren mit Kind oder Pflegeaufgaben

        • Studieren mit Behinderung oder chronischer Erkrankung

      • Study@GSU

      • Gasthörerschaft

    • Während des Studiums

      • Während des Studiums

      • Veranstaltungen für Studierende

      • Anerkennung und Studiengangswechsel

      • Rückmeldung

      • Exmatrikulation

      • Next Career

    • Nach dem Studium

      • Nach dem Studium

      • Absolvent*innenfeier

      • Career Fitness Program

        • Career Fitness Program

        • Veranstaltungen

      • themenwochen

      • Alumni-Netzwerk

    • Studienstart Bachelor und Lehramt

    • Studienstart Master

    • Weiterbildung

    • In Köln studieren

      • In Köln studieren

      • Studienfinanzierung

        • Studienfinanzierung

        • Deutschlandstipendium

        • NRW-Sportstiftungs-Stipendium

    • Qualität in Studium und Lehre

      • Qualität in Studium und Lehre

      • Qualitätsmanagement

      • Feedback in Studium & Lehre

      • Lehrpreise und Förderprogramme

  • Forschung

    • Forschung

    • Forschungskultur

    • Institute und wissenschaftliche Einrichtungen

    • Wissenschaftliche Laufbahn

      • Wissenschaftliche Laufbahn

      • Promotion

        • Promotion

        • Promotionsstudium

      • Postdocs & Karriereentwicklung

      • Habilitation & Tenure Track

      • Professur

      • Interne Förderprogramme

    • Forschungs­management

      • Forschungs­management

      • Forschungsförderung

      • Forschungsinfrastruktur

      • Forschung international

      • Fit für Forschung und Transfer

      • Studien & Befragungen

        • Studien & Befragungen

        • Teilnehmende für eine Studie mit trans* Personen gesucht

        • Teilnehmende für Long-COVID-Studie gesucht

        • Wissenschaftliche Studie zu Ecdysteron, Muskelaufbau und Kraftentwicklung

        • Wie beeinflussen deine Zyklussymptome deine sportliche Leistungsfähigkeit und Trainingsbeteiligung?

        • Exoskelett-Forschung an der Deutschen Sporthochschule Köln

        • LEAP-Studie

        • Vorhersage der Sauerstoffaufnahme

        • Mechanoprotektive Mechanismen im Skelettmuskel

        • VR-Bewegungstraining

        • Golfen trotz Rückenschmerzen?

        • Relatives Energiedefizit im Sport (REDs)

        • Bewegung, Omega-3 und Curcumin

  • Transfer

    • Transfer

    • Innovationen aus der Forschung

      • Innovationen aus der Forschung

      • Transferberatung & Coaching

      • Transferförderung & Programme

      • Erfindungen, Patente & Schutzrechte

      • Transferprojekte & Initiativen

        • Transferprojekte & Initiativen

        • Sport und Schwangerschaft

        • mentaltalent

        • MentalGestärkt

        • Kinderonko

        • Schulsportlandschaft

          • Schulsportlandschaft

          • Podcast der Schulsportlandschaft

          • Videos & Kurzfilme

          • Tipps für den Schulalltag

          • Forschung, Projekte & Buchtipps

          • Fortbildungen & Veranstaltungen

          • Gimmicks

    • Gründung & Start-ups

      • Gründung & Start-ups

      • Gründungsberatung

      • Angebote & Förderungen

        • Angebote & Förderungen

        • StarS-Kader

        • Gateway EM*power

        • DSHS-Ideathlon

      • Unsere Start-ups

    • Weiterbildungsangebote
Filtern nach
Seiten close Person close News close Event close

4221 Ergebnisse
  • Relevanz
  • Alphabetisch
  • Erstellungsdatum

  • Lina Jonkmans

    Institute of Psychology, Section Health & Social Psychology

    • person_outline Zum Profil
    • mail E-Mail schreiben

    Lea Maienschein

    Institute of Movement and Neurosciences

    • person_outline Zum Profil
    • mail E-Mail schreiben

    Sophie Rentsch

    Institute of Psychology, Section Health & Social Psychology

    • person_outline Zum Profil
    • mail E-Mail schreiben

  • Fußball-WM Prognose
    Wer gewinnt die WM? Die WM-Prognose von Fabian Wunderlich und Daniel Memmert Wenn die FAZ bei großen Fußballturnieren auf wissenschaftliche Prognosen setzt, stammen die Analysen häufig von Daniel Memmert und Fabian Wunderlich von der Deutschen Sporthochschule Köln. Mit datenbasierten Modellen berechnen die beiden Experten Siegchancen, Turnierverläufe und mögliche Überraschungen. Ihre Prognosen zeigen, wie moderne Sportwissenschaft dabei hilft, die Unwägbarkeiten des Fußballs besser zu verstehen. Grundlage ihrer Analysen sind statistische Modelle, die unter anderem Teamstärken, Wettmarktinformationen und historische Spieldaten berücksichtigen und komplette Turnierverläufe simulieren können. Memmert und Wunderlich beschäftigen sich wissenschaftlich mit Sportanalytik und Vorhersagemodellen im Fußball und haben dazu auch mehrere Forschungsarbeiten veröffentlicht. Ihr Ziel ist nicht die „Glaskugel“, sondern die möglichst präzise Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten – immer mit dem Wissen, dass der Fußball trotz aller Daten eine Sportart mit hohem Zufallsanteil bleibt. Interview: „Deutschland gehört eher nur zum erweiterten Favoritenkreis“ Woran kann im Vorhinein schon festgemacht werden, wer ein Fußballspiel gewinnen wird? Memmert: Dafür gibt es zahlreiche Indikatoren. Die eigene subjektive Einschätzung ist natürlich eine Möglichkeit, wir würden aber immer empfehlen, diese um objektive Indikatoren zu erweitern. Wie auch beim letzten Turnier werden mehrere Informationen zur Verfügung gestellt. So kann jeder für seine eigene Tipprunde der Einschätzung vertrauen, die er oder sie am relevantesten findet. Der Erfolg der Mannschaften in der Vergangenheit spiegelt sich in den Ergebnissen des letzten Turniers und in der FIFA-Weltrangliste wider. Etwas genauer wird es, wenn die Qualität auf Spielerebene quantifiziert wird, zum Beispiel durch community-basierte Marktwerteinschätzungen. Der objektiv genaueste Indikator ist der Wettmarkt, denn hier können alle diese Informationen sowie zusätzlich komplexe datenbetriebene mathematische Modelle einfließen und werden implizit zu einer Prognose kombiniert. Welcher Faktor wird am ehesten unterschätzt? Wunderlich: Eindeutig der Zufall. Wir wissen aus einer eigenen Studie in der Premier League, dass wir bei fast jedem zweiten Tor ein Zufallsmerkmal beobachten können. Insofern kann ein Prognosemodell zwar die systematische Komponente sehr gut abschätzen, hinzu kommt aber immer der Zufall, wodurch sich am Ende eine Prozentzahl ergibt. Auch die klarste Prognose kann somit mal daneben liegen. In unserer Studie sehen wir insgesamt eine leicht sinkende Tendenz des Zufallseinflusses über die Zeit, vermutlich durch systematische Ansätze in Training und Spielanalyse. Der Einfluss des Zufalls bleibt aber massiv und wird – vor allem im Nachhinein – oft verklärt. Memmert: Wir haben uns diese Zufallsmerkmale zudem genauer angeschaut, zum Beispiel bei mehr als 250 Eigentore und mehr als 550 Tore nach Abprallern. Wir können somit sagen, wie sie sich von anderen Toren unterscheiden, in welchen Zonen sie erzielt werden, welche Aktion ihnen vorhergehen und somit auch, dass Systematik und Zufall hier verschwimmen. Beim letzten großen Turnier, der Euro 2024 im eigenen Land, wurde viel über die zehn erzielten Eigentore diskutiert. Das war sicher eine besondere Häufung, aber insgesamt sehen wir in unserer Datenbasis, dass 3,5% aller Tore Eigentore waren, 7,7% ging ein unkontrollierter Abpraller voraus (zum Vergleich: 7,1% waren Elfmeter aus dem Spiel und 8,5% fielen nach einem Freistoß). Bedenkt man den Aufwand, um Elfmeter und Freistöße zu trainieren, sind das enorm viele Tore, die zufällige Elemente benötigen. Bei aller Systematik im modernen Fußball, dürfen die Spieler und Trainer daher nicht außer Acht lassen, Chaos zu kreieren und so den Zufall herauszufordern. Warum schauen Sie so stark auf den Wettmarkt? Wunderlich: Wettquoten entstehen in einem Marktumfeld und Märkte sind faszinierende Konstrukte. Im Prinzip kann jeder Marktteilnehmer durch seine Wette den Markt ein kleines Stück beeinflussen. Diese Möglichkeit, gepaart mit hohen finanziellen Anreizen die richtigen Entscheidungen zu treffen, sorgt dafür, dass Informationen sehr flexibel und effizient den Weg in die Märkte finden. Empirisch können wir eindeutig nachweisen, dass Wettquoten viel bessere Prädiktoren sind als Tore oder Punkte und selbst besser als mathematische Modelle wie das aus dem Schach bekannte und mittlerweile in der FIFA-Weltrangliste aufgegriffene Elo-Rating. Viele dieser Analysen basieren auf Ligaspielen. Sind Länderspiele noch einfacher vorherzusagen als Ligaspiele, weil es bei einer WM maximale öffentliche Beachtung gibt? Memmert: Eher im Gegenteil. In einer typischen Liga spielen die Teams jeder gegen jeden in Hin- und Rückspiel. Dadurch können die Stärken der Teams sehr transparent beobachtet werden. Komplizierter wird es, wenn es darum geht, Teams aus verschiedenen Ligen miteinander zu vergleichen. Aber auch hier konnten wir in einer Studie unter Einbezug von 23 Ligen und elf Pokalwettbewerben aus zehn Ländern sowie drei internationalen Wettbewerben nachweisen, dass Teams selbst dann gut vergleichbar sind, wenn sie in unterschiedlichen Kontexten spielen und sich selten oder nie in einem Spiel begegnen. Auch dieser Fall ist für Teams wichtig, die ja für Spielekäufe die Spieler aus anderen Ländern, Ligen und somit komplett anderen Kontexten bewerten müssen. Bei Länderspielen, ist die Bewertung nicht ganz simpel. Schließlich spielen Nationalmannschaften vergleichsweise selten, die Bewertung der Mannschaften muss also auch indirekt darauf beruhen, welche Spieler im Kader stehen und wie gut diese in ihren Vereinsmannschaften spielen. Weiß der Markt schon länger vor dem Turnier, wer die Favoriten sind? Memmert: Im Prinzip schon, denn die Qualität einer Fußballnation ändert sich ja in kurzer Zeit nicht so grundlegend. Wir haben dennoch die Wettquoten schon einige Wochen vor dem Turnier beobachtet, um zu sehen, wie sich die Einschätzung im Laufe der Zeit verändert. Wunderlich: Große Veränderungen gab es dabei nicht, aber einige Dinge konnten wir in den Daten schon beobachten. Insbesondere ist die Titelwahrscheinlichkeit der Franzosen angestiegen und die der Spanier leicht gesunken. Die Gründe lassen sich nicht eindeutig belegen, wir vermuten aber stark, dass insbesondere die Leistungen der Nationalspieler in den europäischen Wettbewerben hier entscheidenden Einfluss haben. Wer sind die Favoriten und gehört Deutschland dazu? Memmert: Spanien, Frankreich und England sind die Top 3, gefolgt von den südamerikanischen Teams Brasilien und Argentinien. Deutschland gehört zu den 8 Mannschaften mit den höchsten Chancen, somit also eher nur zum erweiterten Favoritenkreis. Insgesamt sind die Favoritenrollen aber klar verteilt. Die ersten 8 Teams vereinen zusammen ca. 80% Titelwahrscheinlichkeit auf sich, die restlichen 40 Teams gemeinsam nur ca. 20%. Können USA, Mexiko und Kanada auf den Heimvorteil bauen? Wunderlich: Ja und nein. Der Heimvorteil ist unbestritten und robust belegt. Selbst während Corona war der Heimvorteil nachweislich nicht komplett verschwunden und bei vollen Stadien spielt er erst recht eine entscheidende Rolle. Das heißt, dass auch die Gewinnwahrscheinlichkeit der drei Heimmannschaften in ihren Matches dadurch steigt. Insgesamt sind die drei Teams allerdings nicht stark genug eingeschätzt, als dass der Heimvorteil sich in relevanter Weise auf die Turnierfavoriten auswirken würde. Was ändert sich durch den neuen Modus der WM mit 48 Mannschaften? Memmert: Aus Vorhersage-Perspektive gleich mehrere Dinge… angefangen mit der Qualität der Mannschaften. Nach der erstmaligen Aufstockung der Euro auf 24 Teams in 2026 gab es Befürchtungen, was die Qualität der Mannschaften angeht. Im Turnierverlauf konnte man feststellen, dass dies unbegründet war, denn selbst die größten Außenseiter konnten sehr gut mithalten. Bei der WM ist unsere Einschätzung da allerdings anders. Hier sehen wir riesige Qualitätsunterschiede, die sich auch in der Prognose einzelner Spiele widerspiegeln werden. Bei manchen Spielen wie Brasilien gegen Haiti, Deutschland gegen Curacao oder Spanien gegen Kap Verde werden wir Prognosen sehen, die ungleicher kaum sein könnten. Wunderlich: Der Modus wirkt sich auch noch auf zwei weitere Aspekte auf unsere Prognose aus. Das Risiko für ein Vorrunden-Aus ist für die großen Teams auf ein absolutes Minimum reduziert. Einerseits wegen der schon genannten Qualitätsunterschiede, andererseits aber auch, weil ein dritter Platz in der Gruppe zum Weiterkommen reichen kann. Ausrutscher werden also eher toleriert und das Risiko, dass ein Team wie Spanien, Frankreich, England oder auch Deutschland die Gruppe nicht übersteht ist im Vergleich zu vorherigen Turnieren noch einmal ganz deutlich geringer. Richtig spannend wird es dann aber nach der Gruppenphase. Hier kann der Turnierbaum die Titelwahrscheinlichkeiten gehörig durcheinander wirbeln. Nicht nur, dass der kommende Weltmeister eine KO-Partie mehr überstehen muss, je nach Verlauf der Vorrunde kann sich für manche Teams ein sehr schwerer, für andere ein eher leichterer Turnierbaum ergeben mit massiven Auswirkungen auf die Titelwahrscheinlichkeit. Was bringt die Zukunft der Prognosemodelle im Fußball? Memmert: Das Schöne ist ja, dass der Wettmarkt in der Lage ist, innovative Ideen sofort aufzunehmen. Das heißt, falls es überhaupt noch Verbesserungsbedarf gibt, werden sich neue Ideen sehr schnell auch in den Wettquoten widerspiegeln. Bei zukünftigen Ideen geht es aber ja nicht nur darum, Fußballspiele zu prognostizieren, sondern insgesamt darum, den Fußball zu verstehen und zu verbessern. Ein Prognosemodell an sich erklärt schließlich noch nicht alle Gründe und gibt insbesondere keinen Aufschluss darüber, wie eine Mannschaft besser wird. Um den Bereich Perfomance Analysis im Fußball voranzubringen, braucht es auch in Zukunft einige Dinge: Machine Learning, Künstliche Intelligenz und hohe Datenmengen auf der einen Seite, aber auch wissenschaftliche Theorie, saubere Methodik und erklärbare Modelle auf der anderen Seite. Zudem dürfen wir bei allen vorhandenen Daten nicht vergessen, experimentell zu arbeiten, um den Sport zu verstehen und wir müssen schauen, dass Wissenschaft und Praxis im Austausch sind. Gibt es nicht auch Aspekte des Spiels, die gar nicht vorhersagbar sind? Elfmeterschießen zum Beispiel? Wunderlich: Wir versuchen ja immer zu unterstreichen, dass der Fußball weniger vorhersehbar ist als oft angenommen und Prognosen am Ende aus Wahrscheinlichkeiten bestehen. Zum Elfmeterschießen haben wir in Studien herausgefunden, dass bessere Teams im Schnitt auch besser Elfmeter schießen. Auch Druck spielt dabei eine entscheidende Rolle. Aber am Ende des Tages bleibt ein Elfmeterschießen kaum vorhersehbar. Auch diese WM könnte also durch ein Elfmeterschießen entschieden werden und hier sollte jeder vorsichtig mit Prognosen sein … In Studien ist vielfach belegt, dass der Wettmarkt eine sehr präzise Möglichkeit ist, um Sportereignisse im Allgemeinen und Fußballspiele im Speziellen zu prognostizieren. Univ.-Prof. Dr. Daniel Memmert Geschäftsführender Leiter des Instituts für Trainingswissenschaft und Sportinformatik Generelle Rückfragen Univ.-Prof. Dr. Daniel Memmert person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-4330 mail d.memmert(at)dshs-koeln.de Fragen zur Methode Dr. Fabian Wunderlich person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-4845 mail f.wunderlich(at)dshs-koeln.de WM-Prognose der FAZ (ggf. Bezahlschranke) Weitere Artikel So stehen die Chancen auf den Titel im WM-Finale Frankreich ist Favorit im ungeliebten Spiel um Platz drei So eng ist das Duell Argentinien gegen England im Halbfinale Darum ist Frankreich Favorit im Halbfinale gegen Spanien So groß ist die Chance auf Argentinien gegen England So hoch ist Spaniens Chance auf das Halbfinale gegen Frankreich So sind Frankreichs Chancen gegen Marokko – und auf den Titel Deutschland Favorit gegen Paraguay – Prognose | FAZ Prognose vor den Sechzehntelfinals – Prognose | FAZ So groß ist die Siegchance für Curaçao gegen Deutschland – Prognose | FAZ Aktuelle Studien und Links zum Thema Zufallseinfluss im Fußball Wunderlich, F., Seck, A., & Memmert, D. (2021). The influence of randomness on goals in football decreases over time. An empirical analysis of randomness involved in goal scoring in the English Premier League. Journal of Sports Sciences, 39(20), 2322-2337. https://doi.org/10.1080/02640414.2021.1930685 Spezielle Zufallstore (Eigentore) Mehta, S., Schlenger, J., Memmert, D., & Wunderlich, F. (2025). Own goals in football: do they occur randomly or exhibit systematic patterns?. International Journal of Performance Analysis in Sport, 25(2), 218-238. https://doi.org/10.1080/24748668.2024.2402621 Spezielle Zufallstore (Tore nach Abprallern) Litwitz, K., Memmert, D., & Wunderlich, F. (2024). Rebounds in football: A systematic investigation of characteristics of goals scored after rebounded balls in English Premier League seasons 2012/2013 to 2018/2019. International Journal of Sports Science & Coaching, 19(6), 2476-2488. https://doi.org/10.1177/17479541241269007 Wettmarkt als Informationsquelle Wunderlich, F. (2025). Using the wisdom of crowds in sports: how performance analysis in football can benefit from the information enclosed in betting odds. International Journal of Performance Analysis in Sport, 25(4), 687-706. https://doi.org/10.1080/24748668.2024.2439034 Vergleich von Fußballmannschaften in verschiedenen Kontexten/Ligen Gerken, J., Zhang, H., Garnica Caparrós, M., Gardeweg, L., Memmert, D., & Wunderlich, F. (2026). The issue of sparse networks in sports competitions: can Elo ratings efficiently compare football teams that never play a match?. Journal of the Operational Research Society, 1-16. https://doi.org/10.1080/01605682.2025.2612140 Heimvorteil mit und ohne Zuschauer Wunderlich, F., Weigelt, M., Rein, R., & Memmert, D. (2021). How does spectator presence affect football? Home advantage remains in European top-class football matches played without spectators during the COVID-19 pandemic. Plos one, 16(3), e0248590. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0248590 Das Thema Performance Analysis im Sport Memmert, D. (2025). Editorial for Sports Performance section of Journal of Sports Sciences: Moving match analysis forward–Guidelines and perspectives. Journal of Sports Sciences, 43(18), 1899-1906. https://doi.org/ 10.1080/02640414.2025.2535850 Einfluss von Teamstärke und Druck im Elfmeterschießen (1) Brinkschulte, M., Wunderlich, F., Furley, P., & Memmert, D. (2023). The obligation to succeed when it matters the most–The influence of skill and pressure on the success in football penalty kicks. Psychology of Sport and Exercise, 65, 102369. https://doi.org/10.1016/j.psychsport.2022.102369 Einfluss von Teamstärke und Druck im Elfmeterschießen (2) Wunderlich, F., Berge, F., Memmert, D., & Rein, R. (2020). Almost a lottery: the influence of team strength on success in penalty shootouts. International Journal of Performance Analysis in Sport, 20(5), 857-869. https://doi.org/10.1080/24748668.2020.1799171

  • Fußball-WM Journalismus
    Wozu noch Sportjournalismus? Ein Gespräch mit Jun.-Prof. Dr. Daniel Nölleke über Social Media, Fußball und den Wandel der Medien Daniel Nölleke ist Juniorprofessor für Sportjournalismus und Öffentlichkeitsarbeit an der Deutschen Sporthochschule Köln Herr Nölleke, in Ihrer Forschung beschäftigen Sie sich mit dem Wandel der Sportkommunikation. Warum ist dieses Thema gerade in Bezug auf die Fußball-Weltmeisterschaft so relevant? Der Fußball ist längst nicht mehr nur ein Sportereignis – er ist ein Medienereignis. Während früher Journalistinnen und Journalisten die wichtigsten Vermittler zwischen Sport und Publikum waren, kommunizieren Vereine, Verbände, Spielerinnen und Spieler heute direkt über soziale Medien. Dadurch verändert sich die gesamte Informationslandschaft im Sport. Wir haben eine Spielverlagerung in der Sportkommunikation. Was meinen Sie damit? Professioneller Sportjournalismus ist nicht mehr automatisch der zentrale „Spielmacher“, wenn es um sportbezogene Informationen geht. Neue Akteure – etwa Vereine, Influencer oder spezialisierte Content-Creator – übernehmen zunehmend diese Rolle. Sie verfügen oft über direkten Zugang zu den Beteiligten und erreichen insbesondere junge Zielgruppen sehr erfolgreich. Welche Rolle spielen soziale Medien dabei? Eine sehr große. Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube haben neue Formate hervorgebracht. Fußball wird dort nicht nur berichtet, sondern erlebt, kommentiert und inszeniert. Viele junge Menschen informieren sich heute zuerst über diese Kanäle und erst danach – wenn überhaupt – über klassische Medien. Bedeutet das, dass der klassische Sportjournalismus an Bedeutung verliert? Zumindest steht er unter erheblichem Druck. Die ökonomischen Rahmenbedingungen vieler Redaktionen haben sich verschlechtert, gleichzeitig wächst die Konkurrenz durch alternative Informationsangebote. Deshalb stellt sich zunehmend die Frage: Welche besonderen Leistungen kann professioneller Sportjournalismus noch erbringen? Und wie würden Sie diese Frage beantworten? Wozu brauchen wir noch Sportjournalismus? Gerade in einer digitalisierten Medienwelt brauchen wir unabhängigen Journalismus. Seine Aufgabe besteht nicht nur darin, Ergebnisse oder Transfermeldungen zu verbreiten. Journalismus kann einordnen, recherchieren, kritisch nachfragen und Machtstrukturen sichtbar machen. Diese Funktionen werden sogar wichtiger, wenn viele andere Akteure eigene Interessen verfolgen. In einem vergangenen Vortrag haben Sie von „klebriger Nähe“ zwischen Sport und Medien gesprochen. Was steckt dahinter? Sportjournalismus bewegt sich traditionell in einem Spannungsfeld: Einerseits braucht er Nähe zu Vereinen, Verbänden und Sportlerinnen oder Sportlern, um Zugang zu Informationen zu erhalten. Andererseits muss er genügend Distanz wahren, um kritisch berichten zu können. Dieses Spannungsverhältnis besteht seit Jahrzehnten – durch Social Media wird es jedoch noch komplexer. Wie verändert die direkte Kommunikation von Vereinen und Athletinnen bzw. Athleten die journalistische Arbeit? Die klassischen Gatekeeper-Funktionen des Journalismus nehmen ab. Wenn ein Verein Nachrichten selbst veröffentlicht oder Spieler ihre Sichtweise direkt mit Millionen Followern teilen, sind Journalistinnen und Journalisten nicht mehr die einzigen Vermittler. Umso wichtiger wird ihre Rolle als Prüfende und Einordnende. Welche Herausforderungen ergeben sich daraus speziell im Fußball? Fußball besitzt eine enorme gesellschaftliche Reichweite und emotionale Bindungskraft. Gerade deshalb sollten Themen wie wirtschaftliche Interessen, Governance-Fragen, politische Dimensionen oder soziale Verantwortung journalistisch begleitet werden. Die Gefahr besteht sonst darin, dass kritische Perspektiven verloren gehen. Zum Abschluss: Was wünschen Sie sich für die zukünftige Sportberichterstattung? Mehr Mut zur Einordnung und zur kritischen Perspektive – ohne dabei die Faszination des Sports aus den Augen zu verlieren. Sportjournalismus sollte nicht nur begleiten, sondern auch erklären, hinterfragen und zur öffentlichen Debatte beitragen. Kontakt Jun.-Prof. Dr. Daniel Nölleke person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-6105 mail d.noelleke(at)dshs-koeln.de

  • Fußball-WM Politik
    Zwischen globalem Fest und politischer Bühne Die Fußball-WM 2026 im Wandel - Interview mit Prof. Dr. Jürgen Mittag Jürgen Mittag (56) ist Professor für Sportpolitik an der Deutschen Sporthochschule Köln. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 markiert einen historischen Einschnitt: Erstmals werden 48 Mannschaften teilnehmen, und erstmals wird das Turnier in drei Gastgeberländern – den USA, Mexiko und Kanada – ausgetragen. Während die FIFA auf Wachstum und globale Reichweite setzt, werden zugleich Fragen nach Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Verantwortung und der politischen Instrumentalisierung des Sports immer lauter. Welche Chancen und Risiken birgt das neue WM-Format? Welche Rolle können Fußballgroßereignisse in einer zunehmend polarisierten Welt noch spielen? Und wie verändern sich nationale Identitäten und Fan-Kulturen im 21. Jahrhundert? Über diese Entwicklungen spricht Jürgen Mittag, Professor für Sportpolitik und Leiter des Instituts für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung der Deutschen Sporthochschule Köln. Herr Mittag, die Fußball-WM 2026 wird erstmals mit 48 Mannschaften und in drei Gastgeberländern ausgetragen. Welche Chancen und Herausforderungen sehen Sie in diesem neuen Format? Die Erweiterung auf 48 Mannschaften eröffnet der FIFA auf der einen Seite erhebliche politische und wirtschaftliche Chancen. Mehr Teilnehmer bedeuten auch mehr nationale Verbände, die unmittelbar von der WM profitieren und sich stärker in die Fußballwelt der FIFA einbinden lassen. Die FIFA kann dadurch Zustimmung, Loyalität und Legitimation innerhalb ihrer sehr heterogenen Mitgliederstruktur stärken. Gleichzeitig ermöglicht das neue Format auch kleineren oder bislang wenig sichtbaren Fußballnationen eine größere internationale Bühne, wodurch tatsächlich neue sportliche Perspektiven und Geschichten sichtbar werden können. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass die WM zunehmend unübersichtlich wird und ihren bisherigen Charakter als Wettbewerb der besten Fußballnationen verliert. Die hohe Zahl an Spielen, die räumliche Verteilung über drei Länder und die starke Kommerzialisierung fördern den Eindruck eines globalen Massenspektakels, das von vielen Zuschauerinnen und Zuschauern nur noch über Highlights, Zusammenfassungen und digitale Kurzformate konsumiert wird. Die Herausforderung wird darin bestehen, trotz Expansion bzw. Inflation sportliche Qualität und emotionale Begeisterung aufrechtzuerhalten. Großereignisse wie die Fußball-WM stehen zunehmend im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Interessen, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung. Welche Entwicklungen beobachten Sie in diesem Zusammenhang besonders aufmerksam? Wir beobachten seit Jahren eine deutliche Verschiebung zugunsten kommerzieller Interessen. Sowohl internationale Verbände wie die FIFA als auch Gastgeberstaaten und Sponsoren verfolgen mit Mega-Events zunehmend ökonomische, geopolitische und imagepolitische Ziele. Nachhaltigkeits- und gesellschaftspolitische Narrative bleiben zwar ebenfalls wichtig, dienen aber häufig auch der Legitimation hochgradig kommerzialisierter Veranstaltungen. Gleichzeitig wächst der gesellschaftliche Protest gegen Sportgroßereignisse. Fragen nach öffentlichen Kosten, ökologischen Belastungen, Sicherheitsmaßnahmen oder sozialer Verdrängung werden heute wesentlich kritischer diskutiert als noch vor zwanzig Jahren. Entscheidend wird sein, ob sich insbesondere in europäischen Ländern und namentlich in Deutschland eine „Abstimmung mit den Füßen“ bzw. „mit der Fernbedienung“ fortsetzt – also sinkende Begeisterung, selektiver Medienkonsum oder bewusste Distanzierung von bestimmten Turnieren. Das könnte langfristig auch die Legitimität von Sport-Mega-Events reduzieren. Die Austragung in den USA, Mexiko und Kanada fällt in eine Zeit zunehmender geopolitischer Spannungen. Welche Rolle kann eine Fußball-WM heute noch als Ort internationaler Verständigung spielen? Fußball besitzt unvermindert beträchtliches Potenzial, Menschen, Gesellschaften und Staaten zusammenzubringen. Fußball-Weltmeisterschaften eröffnen gemeinsame Kommunikationsräume, emotionale Identifikation und transnationale Begegnungen, die politische Spannungen zumindest zeitweise überlagern oder relativieren können. Gerade darin liegt bis heute die integrative Kraft globaler Sportereignisse. Gleichwohl darf man die konflikthafte Dimension solcher Turniere nicht unterschätzen. Fußball-Weltmeisterschaften sind immer auch Projektionsflächen nationaler Interessen, politischer Narrative und geopolitischer Selbstdarstellung. Sie können Konflikte sichtbar machen, symbolisch zuspitzen oder sogar vertiefen. Besonders im Fall der USA dürfte deutlich werden, wie stark auch demokratische Staaten Sportgroßereignisse politisch instrumentalisieren – etwa zur Darstellung nationaler Stärke, wirtschaftlicher Führungsansprüche oder individueller Interessen wie im Fall von Präsident Donald Trump. Die WM 2026 wird daher absehbar sowohl Momente internationaler Verständigung als auch neue Formen symbolischer Konkurrenz hervorbringen. Fußballgroßereignisse stärken oft nationale Identitäten, können aber auch Polarisierung fördern. Wie beurteilen Sie die politische Bedeutung von Nationalmannschaften und Fan-Kulturen im 21. Jahrhundert? Nationalmannschaften verfügen auch im 21. Jahrhundert über beträchtliches politisches und gesellschaftliches Mobilisierungspotenzial. Dies wird auch in den Fan-Kulturen sichtbar. Gerade in Zeiten zunehmend fragmentierter Gesellschaften bieten Fußballgroßereignisse seltene Momente kollektiver Identifikation und emotionaler Gemeinschaft. Nationalteams fungieren dabei häufig als symbolische Verdichtung gesellschaftlicher Selbstbilder, Hoffnungen und Zugehörigkeiten. Zugleich unterliegen Fan-Kulturen heute einem stärkeren Grad an Politisierung als früher. Fragen von Migration, Diversität, Geschlecht, Nation oder gesellschaftlicher Repräsentation spiegeln sich unmittelbar im Fußball wider oder werden über diesen „verhandelt“. Dadurch avancieren Nationalmannschaften zunehmend zu Austragungsorten gesellschaftlicher Debatten und Konflikte. Fußballgroßereignisse sind deshalb nicht nur Sportveranstaltungen, sondern auch Plattformen zur Aushandlung moderner Identitäten, politischer Zugehörigkeiten und kultureller Selbstverständnisse. Die WM 2026 wird daher absehbar sowohl Momente internationaler Verständigung als auch neue Formen symbolischer Konkurrenz hervorbringen. Univ.-Prof. Dr. Jürgen Mittag Sportpolitikprofessor an der Deutschen Sporthochschule Köln Kontakt Univ.-Prof. Dr. Jürgen Mittag person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-2690 mail j.mittag(at)dshs-koeln.de

  • Fußball-WM Hitze
    Fußball-WM 2026: Sportmediziner warnt vor Hitzebelastung „Droht bei der WM sogar Lebensgefahr?“, „Turnier der Wetterextreme“, „Wenn Fußball gefährlich wird“. Die Schlagzeilen rund um die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer drehen sich nicht nur um Mondpreise für Tickets und Milliardeneinnahmen für die FIFA, sondern vor allem ums Wetter an den Spielorten. Spieler und Wissenschaftler*innen warnen vor den gesundheitlichen Risiken extremer Temperaturen in den Gastgeberländern Mexiko, USA und Kanada. Sportmediziner Hans-Georg Predel von der Deutschen Sporthochschule Köln ordnet in einem kritischen Kommentar zum FIFA-Hitzekonzept die Herausforderungen für Profis und Fans ein und erklärt, warum die bisherigen Schutzmaßnahmen der FIFA aus wissenschaftlicher Sicht nicht ausreichen könnten. Der Beitrag zeigt, wie eng Spitzensport, Klimawandel und Gesundheit miteinander verknüpft sind – und welche Fragen sich der Weltfußball stellen muss. Univ.-Prof. Dr. Hans-Georg Predel ist Sportmediziner an der Deutschen Sporthochschule Köln. „Das Hitzekonzept der FIFA für die WM 2026 zeigt, dass das Problem inzwischen ernst genommen wird – aus sportmedizinischer Sicht bleibt es aber eher „Schadensbegrenzung“ als echte Prävention. Trinkpausen, Eis-Handtücher und Kühlzonen sind sinnvoll, lösen jedoch nicht das eigentliche Problem: Spiele könnten weiterhin bei potenziell gesundheitskritischen Temperaturen stattfinden. Besonders kritisch ist dabei nicht nur die Lufttemperatur, sondern die sogenannte Wet-Bulb-Globe-Temperature, also die kombinierte Belastung aus Hitze, Feuchtigkeit und Strahlung. Genau hier müsste die FIFA aus meiner Sicht deutlich konsequenter werden. Medizinische Grenzwerte sollten verbindliche Konsequenzen haben – bis hin zur Verlegung von Anstoßzeiten oder zur Verschiebung eines Spiels. Es ist klar, dass das im Rahmen einer globalen TV-Vermarktung kaum umsetzbar ist. Wenn gesundheitliche Risiken mit TV-Zeiten konkurrieren, entsteht für die Organisatoren offenbar ein schwer lösbares Dilemma… Die WM 2026 könnte deshalb ein Wendepunkt werden. Der Klimawandel macht Hitzebelastung im Spitzensport zunehmend zu einem gravierenden Sicherheitsproblem. Aus sportmedizinischer Sicht braucht der internationale Fußball künftig klare, transparente und wissenschaftlich definierte Hitzeschutz-Protokolle – nicht nur zur Imagepflege, sondern zum tatsächlichen Schutz von Spielern, Offiziellen und Zuschauern.“ Univ.-Prof. Dr. Hans-Georg Predel Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin Abt. Präventive und rehabilitative Sport- und Leistungsmedizin Wir müssen uns auf ein Turnier der Wetter-Extreme einstellen. Besonders kritisch wird die Kombination aus hoher Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit, Reiseaktivitäten und verdichtetem Spielplan sein. Univ.-Prof. Dr. Hans-Georg Predel Sportmediziner an der Deutschen Sporthochschule Köln (zitiert im Kölner Stadt-Anzeiger) Kontakt Univ.-Prof. Dr. Hans-Georg Predel person_outline Zum Profil phone +49 221 4982-5280 mail predel(at)dshs-koeln.de Verwandte Artikel arrow_outward Analyse zum Hitzeprotokoll der FIFA (Artikel von Andreas Reimers) arrow_outward Kölner Experte warnt vor Hitze und Höhe bei der WM (Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger)

  • Infoblatt_zur_Kameraausleihe_am_IKM_SoSe2026_neu.pdf
    Infoblatt zur Geräteausleihe am IKM im SoSe 2026 (Stand: April 2026) Wichtig zu wissen: • Ausleihen und Rückgaben von Geräten und Zubehör sind im Raum 705 im 7. OG des Instituts für Kommunikations- und Medienforschung (Institutsgebäude VI, Aachener Straße 999/ Kirchweg 2, 50933 Köln) möglich. • Die Anmeldung erfolgt immer im Raum 604 im 6. OG des IKM. • Bitte beachten Sie, dass es zwei verfügbare Termine für Ausleihen und Rückgaben gibt: o Mittwoch, 10:30 – 11:30 Uhr o Donnerstag, 11:00 – 12:00 Uhr • Die Ausleihen und Rückgaben müssen nicht im Vorfeld angemeldet werden. Ausleihregeln: • Die Geräte werden an Studierende zunächst für maximal eine Woche ausgeliehen. Sie können aber je nach Verfügbarkeit (und nur auf Anfrage) verlängert werden. • Bitte laden Sie die Akkus vor der Rückgabe wieder auf und löschen Sie Ihr Datenmaterial. Für die Daten wird keine Haftung übernommen.

  • MHB-SBT-abWiSe26-27.pdf
    Modulhandbuch M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung [M.Sc. SBT] Gültig für Studienanfänger/innen: Wintersemester ab 2026/27 Qualifikationsziele Das neue Studiengangskonzept orientiert sich an der internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation, WHO), einem bio-psycho-sozialen Gesundheitsmodell. In diesem Modell gelten körperliche, psychische und soziale Ressourcen als wesentliche Voraussetzung für Gesundheit. Schwerpunkte sind bewegungsbasierte Prävention und Therapie sowie gesundes Altern, Langlebigkeit. Der Studiengang vermittelt Inhalte und Kompetenzen, die Absolvent*innen befähigen, wissenschaftlich zu arbeiten und in Berufsfeldern der Prävention und Therapie durch Sport und Bewegung wissenschaftlich fundierte Ansätze zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren. Fachkompetenz: 1) Die Absolvent*innen können Veränderungen der Funktionsfähigkeit und der zugrunde liegenden körperlichen, psychischen und sozialen Ressourcen aus sport-, bewegungs- und trainingswissenschaftlicher Perspektive evaluieren, indem sie wissenschaftliche Erkenntnisse über bio-psycho-soziale Ressourcen sowie geschlechtersensible Aspekte von Gesundheit beurteilen, um im Berufsfeld (alters- oder krankheitsbedingte) Veränderungen der Funktionsfähigkeit und Gesundheit im Lebensverlauf für verschiedene Zielgruppen zu bewerten. 2) Die Absolvent*innen können zielgruppenorientierte bewegungsbasierte Interventionen entwickeln, indem sie wissenschaftliche Studien, systematische Reviews und Meta-Analysen bewerten, um im Berufsfeld evidenzbasierte bewegungsbasierte Interventionen für verschiedene Zielgruppen zu konzipieren. 3) Die Absolvent*innen können sporttherapeutische, bewegungsorientierte Maßnahmen in präventiven und therapeutischen Settings implementieren, indem sie evidenzbasierte Trainingsprinzipien, patient*innenspezifische Assessments und interprofessionelle Leitlinien integrieren und didaktische Leitprinzipien anwenden, um im Berufsfeld individualisierte Präventions- und Therapieprogramme für verschiedene Zielgruppen als Sporttherapeut*innen umzusetzen. Methodenkompetenz: 4) Die Absolvent*innen können neue Methoden und Instrumente für die Untersuchung von körperlichen und psychischen Funktionen konzipieren, indem sie bestehende Methoden und Instrumente hinsichtlich Optimierungs- und Entwicklungspotenzial beurteilen, um im Berufsfeld neue Methoden und Instrumente für verschiedene Zielgruppen zu entwickeln. 5) Die Absolvent*innen können die einzelnen Schritte eines Forschungsprozesses entwickeln, indem sie wissenschaftliche Theorien, Forschungsdesigns und Bewertungsinstrumente gezielt anwenden, empirische Daten auswerten und Forschungsergebnisse analysieren, um im Berufsfeld wissenschaftlich fundierte Entscheidungen in Forschung und Praxis zu treffen sowie neue Konzepte zu erschaffen. 6) Die Absolvent*innen können digitale Innovationen einschätzen, indem sie relevante digitale Technologien und Künstliche Intelligenz hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten sowie ethischen Implikationen kritisch bewerten, um im Berufsfeld deren Potenzial zur Förderung und Erfassung körperlicher, psychischer und sozialer Ressourcen für verschiedene Zielgruppen zu beurteilen. 7) Die Absolvent*innen können Zielgruppen- und Kontext-geeignete Methoden für die Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse über passende Kanäle analysieren, indem sie verschiedene Kommunikationsarten und -kanäle kritisch gegenüberstellen, didaktische Vermittlungsstrategien analysieren, um im Berufsfeld die geeignete Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse an unterschiedliche Zielgruppen auszuwählen. Sozialkompetenz: 8) Die Absolvent*innen können Wertehierarchien für ihr Verhalten in multiprofessionellen Teams ausbilden, indem sie ihre Kommunikationsstrategien, Moderationstechniken und Methoden der Teamarbeit beurteilen und kritisch hinterfragen, wie diese zur Schaffung einer inklusiven, diskriminierungsfreien Wertekultur beitragen, um im Berufsfeld in interdisziplinären Teams gemeinsame Einstellungen zu vertreten. Selbstkompetenz: 9) Die Absolvent*innen können ihre wissenschaftlichen und praktischen Entscheidungen kritisch reflektieren, indem sie angelehnt an ethische, methodische und wissenschaftstheoretische Prinzipien ihre Entscheidungen ableiten, um im Berufsfeld daraus begründete persönliche Grundsätze für ihr berufliches Handeln zu entwickeln. https://www.who.int/standards/classifications/international-classification-of-functioning-disability-and-health Qualifikationsziele 10) Die Absolvent*innen können ihr professionelles Handeln im wissenschaftlichen und therapeutischen Umfeld nach den ethischen Werten (Integrität, Verantwortung, Vertraulichkeit, Transparenz, Nicht-Schaden) richten, indem sie ethische Dilemmata und rechtliche Rahmenbedingungen überprüfen, um im Berufsfeld ihr persönliches und berufliches Verhalten im Umgang mit Teilnehmenden von Forschungsprojekten, Kund*innen und Patient*innen ethisch vertretbar auszurichten. 11) Die Absolvent*innen können eine von Selbstwirksamkeit und Resilienz geprägte Haltung vertreten, indem sie ihre Entwicklungspotentiale analysieren und gezielt Strategien zur Selbstreflexion und zum Selbstmanagement anwenden, um im Berufsfeld ihr persönliches und berufliches Verhalten reflektiert und resilient auszurichten. 12) Die Absolvent*innen können beständige Handlungsprinzipien ableiten und ihr professionelles Verhalten daran anpassen, indem sie ihre Wertehaltungen im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen und Anforderungen relevanter Berufsfelder reflektieren, um daraus tragfähige Konsequenzen für ihre professionelle Weiterentwicklung abzuleiten und ihr berufliches Verhalten dauerhaft daran auszurichten. Modulbeschreibung 1 Modultitel: Biomedizinische und rehabilitationswissenschaftliche Aspekte Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Biomedical and rehabilitation science aspects Kurzbezeichnung SBT1 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 1. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 300 h / 10 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Innere Erkrankungen I 2 SWS / 30 h / 45 h / 1. FS / VL / deutsch / nein b) Orthopädie I 1 SWS / 15 h / 60 h / 1. FS / VL / deutsch / nein c) Neurologie I 2 SWS / 30 h / 45 h / 1. FS / VL / deutsch / nein d) Psychiatrie/Psychosomatik I 2 SWS / 30 h / 45 h / 1. FS / VL / deutsch / nein Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, die pathophysiologischen Grundlagen akuter und chronischer orthopädischer und innerer Erkrankungen, sowie neurologischer und psychischer Störungen im Lebensverlauf zu erklären. Die Studierenden sind in der Lage, die Bedeutung dieser Krankheitsbilder für Prävention und Rehabilitation zu analysieren und den Bedarf an sport- und bewegungstherapeutischen Maßnahmen zu skizzieren. Die Studierenden sind in der Lage, den Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Bewegungsapparates, relevanter Organsysteme (z. B. Herz-Kreislauf-, Stoffwechselsystem), sowie das Nervensystem und die Dynamik psychischer Prozesse zu erklären und die Relevanz für sport- und rehabilitationswissenschaftliche Fragestellungen zu erkennen. Zentrale Inhaltsbereiche a) Innere Erkrankungen I: • Evidence Based Medicine (EBM) und Scoring-Systeme in der Inneren Medizin • Kardiovaskuläre Risikofaktoren und abgeleitete Empfehlungen (z. B. Bewegungsmangel, Rauchen, Adipositas, Fettstoffwechselstörung, Hypertonie, Metabolisches Syndrom, Klima- und Umweltaspekte) • Biomedizinische Aspekte • Ernährungsaspekte • Genderspezifische Aspekte • Altersassoziierte Verläufe und Risikofaktoren • Diabetes mellitus Typ I und II b) Orthopädie I: • Osteoporose Modulbeschreibung 2 • Arthrose und TEP • Rheumatischer Formenkreis • Frakturen • Altersassoziierte Besonderheiten • Verletzungen und Erkrankungen der Wirbelsäule • Verletzungen und Erkrankungen der oberen Extremitäten • Verletzungen und Erkrankungen der unteren Extremitäten c) Neurologie I: • Neuroanatomie • Neuropsychologie • Schlaganfälle • Multiple Sklerose • Querschnittslähmungen • Schädelhirntraumen • Epilepsien • Kopfschmerzen • Parkinson-Syndrome • Demenzsyndrome d) Psychiatrie/Psychosomatik I: • Einführung in die Psychiatrie / Psychosomatik, Gerontopsychiatrie • Störungen durch Substanzgebrauch • Verhaltenssüchte • Psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter • Persönlichkeitsstörungen • Grundlagen Psychotherapiemethoden • Affektive Störungen, • Schizophrenien, • Essstörungen, • somatoforme Störungen, • Angst- und Zwangsstörungen, • dissoziative Störungen, • Posttraumatische Belastungsstörungen Lehr- und Lernmethoden Vorlesung, Flipped Classroom, Blended Learning Empfohlene Literatur Falkai, P., Laux, G., Deister, A., & Möller, H.-J. (2021). Duale Reihe Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (7., vollständig überarbeitete Auflage). Stuttgart: Georg Thieme. Froböse, I. & Wilke, C. (2022). Trainingstherapie in der Rehabilitation (1. Auflage). München: Urban & Fischer. Herold, G. (2025). Innere Medizin 2026. Köln: Dr. Gerd Herold Verlag. Joisten, C. (2023). Repetitorium Sportmedizin. Berlin: Springer. Niethard, F. U., Pfeil, J., & Biberthaler, P. (2022). Orthopädie und Unfallchirurgie (9. Auflage). Stuttgart: Thieme. Zettl, U. & Sieb, J. P. (2025). Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen (7. Auflage). München: Elsevier. Modulbeschreibung 3 Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Keine Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote MC-Klausur / 2 Stunden / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 4 Modultitel: Gesellschaftliche Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Social framework conditions in healthcare Kurzbezeichnung SBT2 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 1. FS Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 240 h / 8 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Soziale Determinanten von Gesundheit und Langlebigkeit 2 SWS / 30 h / 45 h/ 1. FS / SE / deutsch / ja b) Einführung in gesundheitspolitische und gesundheitswissen- schaftliche Aspekte 1 SWS / 15 h / 30 h / 1. FS / VL / deutsch / nein c) Rechtliche Grundlagen 1 SWS / 15 h / 30 h / 1. FS / VL / deutsch / nein d) Settingsbezogenes Gesundheits- und Therapiemanagement 2 SWS / 30 h / 45 h/ 1. FS / SE / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, soziale Determinanten von Gesundheit, Krankheit und Beeinträchtigung zu erklären. Die Studierenden sind in der Lage, Methoden empirischer Sozialforschung, hinsichtlich der Angemessenheit zu bewerten und Studien zu sozialen Determinanten von Gesundheit und Langlebigkeit kritisch zu diskutieren. Die Studierenden sind in der Lage, zentrale Konzepte, wie Inklusion, Exklusion, Integration und Teilhabe für die kritische Analyse und das zielgruppenspezifische Design von Prävention- und Reha-Angeboten anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, setting- und zielgruppenspezifisch und zielgruppenübergreifend zu planen, umzusetzen und zu evaluieren, in dem sie das Setting und die Zielgruppen mit einbeziehen. Die Studierenden sind in der Lage, Arbeitsergebnisse durch interprofessionelle Kompetenz und kooperative Kommunikationsfähigkeit zu optimieren. Die Studierenden sind in der Lage, die Grundlagen der Mitarbeitendenführung verantwortungsvoll auf die Leitung von Gruppen oder Organisationen anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, Strukturen und Prozesse des deutschen Gesundheitssystems, sowie betriebswirtschaftliche Grundlagen in ihrem professionellen Handeln reflektiert zu berücksichtigen. Modulbeschreibung 5 Die Studierenden sind in der Lage, anhand konkreter Fallbeispiele komplexe Managementprozesse im Gesundheits- und Therapiekontext Setting bezogen umzusetzen und zu evaluieren. Die Studierenden sind in der Lage, das Zusammenwirken verschiedener gesundheitswissenschaftlicher Disziplinen zu erkennen und dieses Wissen auf konkrete Fälle in Forschung und Praxis anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, geeignete Techniken und Methoden des Teammanagements anzuwenden, um mit Problemen und Konflikten im Team vorausschauend und lösungsorientiert umzugehen. Zentrale Inhaltsbereiche a) Soziale Determinanten von Gesundheit und Langlebigkeit: • Definition von Gesundheit und Krankheit in der Gesell- schaft (Gesundheit als soziales Konstrukt) • Zusammenhang von gesundheitlicher und sozialer Un- gleichheit (gesundheitliche Ungleichheit) • Einfluss sozialer Faktoren auf die gesundheitliche Lage spezifischer Bevölkerungsgruppen und deren Teilhabe an Leistungen des Gesundheitssystems (u.a. im höheren Le- bensalter, nach Geschlecht, mit Migrationsgeschichte, mit Behinderung, nach sozialer Lage) • Soziale Determinanten des Alterns, Entwicklungsaufgaben im Alter (Arbeit, Ruhestand, Rollenwandel) b) Einführung in gesundheitspolitische und gesundheitswissen- schaftliche Aspekte: • Public Health • Aktuelle Inhalte der Prävention und Rehabilitation • Medical research framework und Logic Modelle • Versorgungsforschung • Bewegungsbezogene Versorgungsforschung • Unterschiede zwischen klinischer Forschung und Versor- gungsforschung • Gesundheitsberichterstattung und kommunale Gesund- heitsförderung • Interprofessionelle und Interdisziplinäre Zusammenarbeit • Intervention Mapping • Betriebliches Gesundheitsmanagement, Bezüge zur Ar- beitswissenschaft, Ergonomie • Systemperspektive (Gesundheitsökonomie und Sozialpoli- tik) c) Rechtliche Grundlagen: • Aufbau und Strukturen des deutschen Gesundheitssys- tems • präventions- und rehabilitationsbezogene Gesetzesgrund- lagen Modulbeschreibung 6 • Medizinische Leitlinien und Rehabilitationstherapiestan- dards • Kostenträger und Leistungsgruppen • GKV: Leistungsprinzipien, Ausgaben im Gesundheitswesen • ICD und ICF • Versorgungssysteme für Ältere G-BA d) Settingsbezogenes Gesundheits- und Therapiemanagement: • Begriffsklärung: Setting, Gesundheitsmanagement, Thera- piemanagement • Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Settings (z. B. Schule, Betrieb, Krankenhaus, Gemeinde, Reha-Einrich- tung, Pflegeheim) • Modelle im Rahmen des Gesundheitsmanagements und der Gesundheitsförderung (z. B. Ottawa-Charta, Public Health Action Cycle) • Einführung in fallbasiertes Lernen (Case-Based Learning) • Systemische Betrachtung: Akteur*innen, Strukturen, Pro- zesse, Ressourcen • Werkzeuge der Fallanalyse (z.B. Stakeholder-Analyse, SWOT-Analyse, Problembaum / Wirkungsdiagramm, Pati- ent*innen- oder Klient*innenpfade) • Fallbasierte Analyse: z.B. o Einführung eines Bewegungsprogramms in einer Reha-Klinik im Bereich psychosomatische Erkran- kungen o Präventionsprojekt in einer Schule (z. B. psychi- sche Gesundheit) o Implementierung eines digitalen Gesundheitsför- derungskonzept in einer Pflegeeinrichtung o Betriebliches Gesundheitsmanagement in einem KMU Lehr- und Lernmethoden Frontalunterricht, Diskussion, Textarbeit, Gruppenarbeit, blended learning Empfohlene Literatur Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (2025). Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention. https://doi.org/10.17623/BIOEG:Q4-LBPGF-25 Dockweiler, C., Stark, A. L., & Albrecht, J. (Hrsg.). (2023). Settingbezogene Gesundheitsförderung und Prävention in der digitalen Transformation: Transdisziplinäre Perspektiven. https://doi.org/10.5771/9783748913641 Haring, R. (2022). Gesundheitswissenschaften. München: Springer. Hurrelmann, K. & Razum, O. (2012). Handbuch Gesundheitswissenschaften. Weinheim: Beltz Juventa. Tiemann, M. & Mohokum, M. (2021). Prävention und Gesundheitsförderung. Berlin: Springer. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. https://doi.org/10.17623/BIOEG:Q4-LBPGF-25 https://doi.org/10.5771/9783748913641 Modulbeschreibung 7 Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Artikelpräsentation und Diskussionsmoderation, Vorstellung der Fallanalysen (Poster, Pitch oder Präsentation) Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Klausur (fallbasiert) / 90 Minuten / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 8 Modultitel: Beratung / Betreuung / Verhaltensänderung Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Counceling / coaching / behavioral change Kurzbezeichnung SBT3 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 1. FS Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 210 h / 7 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Motivation und Verhaltensmodifikation 1 SWS / 15 h / 30 h / 1. FS / SE / deutsch / nein b) Gesprächsführung und Kommunikation 2 SWS / 30 h / 30 h / 1. FS / SE / deutsch / ja c) Systemisches Coaching und lebensorientierte Intervention 2 SWS / 30 h / 30 h / 1. FS / SE / deutsch / ja d) Methodik und Didaktik von therapeutischem Handeln 1 SWS / 15 h / 30 h / 1. FS / SE / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, gesundheitspsychologische (modell-) theoretische Grundlagen von Verhalten, Motivation und Verhaltensmodifikation anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, eigenständig Beratungs-, Betreuungs- und Verhaltensänderungsprozessen im unmittelbaren Kontakt mit Menschen in Settings der Prävention und Rehabilitation (bspw. Bewegungstherapie, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Personal Coaching) zu planen, durchzuführen, zu evaluieren und diese zu dokumentieren. Die Studierenden sind in der Lage, zielgruppenorientierte sowie saluto- und pathogenetischorientierte bewegungsbezogene Beratung-, Betreuung- und Therapieangebote zu gestalten. Die Studierenden sind in der Lage, biologisch-funktionelle und psychosoziale Zielsetzungen bei der Planung, Gestaltung und Umsetzung von Beratung, Betreuung und Therapie zu verknüpfen. Die Studierenden sind in der Lage, Techniken von Gesprächsführung und Kommunikation anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, ihre Beziehungen zu Klient*innen bzw. Patient*innen im Beratungs-, Betreuungs-, Therapiekontext zu reflektieren und in praktischer Anwendung aktiv zu gestalten. Zentrale Inhaltsbereiche a) Motivation und Verhaltensmodifikation: • Psychologische Theorien • Modelle und Determinanten von Motivation und Verhal- tensänderung Modulbeschreibung 9 • theoriegeleitete psychologische und psychosoziale Strate- gien • Techniken und Maßnahmen von Verhaltensänderung in Beratung, Betreuung und therapeutischen Kontexten b) Gesprächsführung und Kommunikation: • Techniken von Gesprächsführung und Kommunikation • Grundlagen und Methoden in der Beziehungsgestaltung in Betreuungs-, Beratungs- und Therapiekontexten • Evaluation von Beziehungsqualität • Umgang mit spezifischen Problemstellungen und Heraus- forderungen der Gesprächsführung, Kommunikation und in der Beziehungsgestaltung c) Systemisches Coaching und lebensorientierte Intervention: • Grundlagen zum systemischen Coaching (z.B. Formen, Be- ratungsablauf, Beratungsphasen) • Prinzipien psychologischer bzw. psychosozialer Strategien und Techniken • Anwendung von Strategien und Techniken zum Auf- bau/Förderung krankheits- und gesundheitsrelevanter Be- dingungen, Eigenschaften und Verhaltensweisen • spezifische Prozess- und Ergebnisevaluation im Rahmen von Betreuung, Beratung und Therapie, sowie deren Do- kumentationsmöglichkeiten d) Methodik und Didaktik von therapeutischem Handeln: • Methodisch-didaktische Prinzipien in der Konzeption und Planung bewegungsbezogener Inhalte in präventiven und klinischen Settings (z.B. Stundenverläufe) • Verknüpfung psychosozialer und biologisch-funktioneller Zielsetzungen bei der Planung bewegungsbezogener In- halte in präventiven und klinischen Settings • Vermittlung bewegungsbezogener Inhalte in präventiven und klinischen Settings Lehr- und Lernmethoden Frontalunterricht, Gruppenarbeit, studentische Präsentation, praktische Demonstration (Studierende und Dozierende), Selbsterfahrung/Selbstreflexion, Fallarbeit, E-Learning, Selbstlernen Empfohlene Literatur Bengel, J. & Jerusalem, M. (2009). Handbuch der Gesundheitspsychologie und medizinischen Psychologie. Göttingen: Hogrefe. Bamberger, G. G. (2025). Lösungsorientierte Beratung (7. Aufl.). Weinheim: Beltz. Brinkmann, R. (2021). Angewandte Gesundheitspsychologie (2., aktualisierte Auflage). München: Pearson. Engbert, K. (2011). Mentales Training im Leistungssport: Ein Übungsbuch für den Schüler- und Jugendbereich (1. Aufl.). Waiblingen: Neuer Sportverlag. Jerusalem, M. & Weber, H. (2003). Psychologische Gesundheitsförderung. Göttingen: Hogrefe. Modulbeschreibung 10 Quirin, M., Jonas, E., & Graßmann, C. (2026). Coachingpsychologie: Grundlagen, Methoden und Anwendungsgebiete. Wiesbaden: Springer Fachmedien. Schlippe, A. von & Schweitzer, J. (2010). Systemische Interventionen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Schwarzer, R. (2004). Psychologie des Gesundheitsverhaltens: Einführung in die Gesundheitspsychologie (3., überarb. Aufl.). Göttingen: Hogrefe. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Falldokumentation / 10 Seiten / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 11 Modultitel: Vertiefende wissenschaftliche Denk- und Arbeitsmethoden Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Advanced scientific thinking and working methods Kurzbezeichnung SBT4 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 1. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 180 h / 6 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Wissenschaftstheorie, -ethik, -management 1 SWS / 15 h / 15 h / 1 / VL / deutsch / nein b) Quantitative und qualitative Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens 1 SWS / 30 h / 30 h / 1 / VL / deutsch / nein c) Quantitative Datenerhebung und inferenzstatistische Verfah- ren 2 SWS / 15 h / 15 h / 1 / ÜB / deutsch / ja d) Qualitative Datenerhebung und -analyse 2 SWS / 15 h / 15 h / 1 / ÜB / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, die Angemessenheit wissenschaftstheoretischer Ansätze, quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden sowie Mess- und Testverfahren zu analysieren. Die Studierenden sind in der Lage, methodologische, ethische und wissenschaftstheoretische Prinzipien auf Entscheidungsprozesse im wissenschaftlichen Arbeiten anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, wissenschaftliche Studien, systematische Reviews und Meta-Analysen hinsichtlich ihrer methodischen Qualität, Aussagekraft und Anwendbarkeit auf verschiedene Zielgruppen kritisch zu evaluieren. Die Studierenden sind in der Lage, wissenschaftliche Erkenntnisse über bio-psycho-soziale Ressourcen und geschlechtersensible Aspekte von Gesundheit im Hinblick auf alters- oder krankheitsbedingte Veränderungen der Funktionsfähigkeit im Lebensverlauf verschiedener Zielgruppen zu analysieren. Die Studierenden sind in der Lage, die Qualität erhobener Daten mittels Reliabilitäts- und Plausibilitätsprüfungen bzw. qualitativer Gütekriterien zu bewerten und daraus Maßnahmen zur Verbesserung des Messprotokolls bzw. des Untersuchungsdesigns abzuleiten. Zentrale Inhaltsbereiche a) Wissenschaftstheorie, -ethik, -management: • Wissenschaftstheoretische Grundlagen inkl. ethischer Di- mensionen Modulbeschreibung 12 • Prinzipien und Regeln der wissenschaftlichen Kommunika- tion • Verständnis von Evidenzgraden • Grundlagen der Evaluations- und Implementierungsfor- schung • Projektmanagement in der Forschung • Ethik und Datenschutz • Drittmittelakquise b) Quantitative und qualitative Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens: • Operationalisierung von Forschungszielen und For- schungsfragen • Studiendesigns • Grundlagen quantitativer und qualitativer Erhebungsme- thoden • Psychometrische Eigenschaften von Messmethoden • Mixed-Methods-Ansätze c) Quantitative Datenerhebung und inferenzstatistische Verfah- ren: • Grundlagen systematischer Datenerhebung • Kritische Analyse von Daten und Datenauswertung: Mess- fehler erkennen, Qualitätsmanagement • Anwendung statistischer Verfahren • Kenntnis und Anwendung der Methoden der kausalen In- ferenz in Beobachtungs- und Experimentalstudien • Nutzung statistischer Software d) Qualitative Datenerhebung und -analyse: • Theoretische Grundlagen der qualitativen Gesundheits- und Langlebigkeitsforschung • Entwicklung qualitativer Forschungsdesigns • Anwendung qualitativer Datenerhebungstechniken • Durchführung qualitativer Datenanalyse • Reflexivität und inter-/transdisziplinäre Zusammenarbeit • Anwendung zentraler Gütekriterien Lehr- und Lernmethoden Frontalunterricht, Diskussion, Übungen, Datenanalyseübungen, Gruppenarbeit, Fallarbeit Empfohlene Literatur Faraway (2009). Linear models with R. London: Taylor & Francis. Healy, K. (2018). Data Visualization: A Practical Introduction. Princeton, NJ: Princeton University Press. Neter, J., Kutner, M. H., Nachtsheim, C. J., & Wasserman, W. (1996). Applied linear statistical models. New York, NY: McGraw-Hill/Irwin. Thomas, J., Nelson, J., & Silverman, S. (2015). Research Methods in Physical Activity. Champaign, Il: Human Kinetics. O'Reilly, M., Archard, P., & Kiyimba, N. (2025). Qualitative health research: A practical guide for clinical practitioners. London: Routledge. Modulbeschreibung 13 Wickham, H. & Grolemund, G. (2016). R for data science: import, tidy, transform, visualize, and model data. Santa Rosa, CA: O'Reilly Media, Inc. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Dokumentation / 10 Seiten / 50% Präsentation / 15 Minuten / 50% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 14 Modultitel: Zielgruppenspezifische Gesundheitsförderung und Präventionsarbeit Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Target group-specific health promotion and prevention Kurzbezeichnung SBT5 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 2. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 240 h / 8 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Gesundheitsförderung mit Kindern und Jugendlichen 2 SWS / 30 h / 45 h / 2 / SE / deutsch / ja b) Aging Workforce und Betriebliches Gesundheitsmanagement 2 SWS / 30 h / 45 h / 2 / SE / deutsch / ja c) Gesundheits- und Mobilitätsförderung im Alter im Kontext von Longevity 2 SWS / 30 h / 60 h / 2 / SE / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, gesundheits- und mobilitätsrelevante Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen entlang des Lebensverlaufs mithilfe von geeigneten Screenings sowie unter Berücksichtigung relevanter Kontextfaktoren systematisch zu analysieren. Die Studierenden sind in der Lage, evidenzbasierte, zielgruppen- und Setting gerechte bewegungsbasierte Interventionen zu konzipieren, Verhaltensänderungsstrategien zu integrieren und Gesundheitsgerechtigkeit zu berücksichtigen. Die Studierenden sind in der Lage, Implementierungs- und Evaluationspläne für Präventionsprogramme kritisch zu beurteilen. Die Studierenden sind in der Lage, die Perspektiven, Interessen und strukturellen Besonderheiten relevanter Stakeholder in verschiedenen Settings bei der Bearbeitung gesundheitsbezogener Fragestellungen angemessen einzubeziehen. Die Studierenden sind in der Lage, den Einsatz digitaler Technologien und Hilfsmittel hinsichtlich Eignung, Datensouveränität und ethischer Implikationen zu bewerten. Die Studierenden sind in der Lage, die Verbreitung gesundheitsbezogener Inhalte adressatengerecht über geeignete Kommunikationskanäle zu gestalten. Zentrale Inhaltsbereiche a) Gesundheitsförderung mit Kindern und Jugendlichen: • Grundlagen & Rahmenwerke der Präventionsarbeit im Kindes- und Jugendalter • Entwicklungspsychologie & motorische Entwicklung • Relevante Gesundheitsziele: körperliche Aktivität, Sitz- Modulbeschreibung 15 /Bildschirmzeit, Ernährung, Schlaf, mentale Gesundheit • Settings-Ansätze: Kita, Schule, Verein, Kommune o Gesundheitsfördernde Kita/Schule (Bewegte Schule, Pausenraumgestaltung, aktiver Schul- weg) o Kooperation mit Sportvereinen, Jugendhilfe, El- ternarbeit • Inklusion, Diversität & Vulnerabilität (Soziallagen, Migra- tion, sonderpädagogischer Förderbedarf, Geschlecht) • Schutzkonzepte & „Safeguarding“ im Kinder- und Jugend- sport • Digital gestützte Interventionen (Apps/Exergames, Wearables, Datenschutz bei Minderjährigen, Medienkom- petenz) • Diagnostik & Monitoring (Motorik- und Fitness-Screen- ings, Aktivitätstracking, einfache Feedbacksysteme) b) Aging Workforce und Betriebliches Gesundheitsmanagement: • Grundlagen, Konzepte & Rechtsrahmen des BGM/BGF (z. B. Präventionsgesetz, SGB V, Finanzierung, Kooperatio- nen) • Beteiligungsorientierung & Change-Management (Parti- zipative Prozesse, Führung & Kultur) • Betriebliche Bedarfsanalyse & Gefährdungsbeurteilung (Analyseinstrumente, Mitarbeiterbefragungen, Gesund- heitszirkel) • Kennzahlen, Wirkung & Wirtschaftlichkeit (Prozess-/Er- gebnis-Kennzahlen, ROI, Fehlzeiten-/Präsentismus-Ana- lysen, Altersstrukturanalyse) • Evidenzbasierte BGF-Interventionen (Schwerpunkt Be- wegung und Stress) • Konzeption und Evaluation von zielgruppenspezifischen BGF-Maßnahmen in unterschiedlichen Settings • Digitale Lösungen & Datenschutz im Betrieb (Wearab- les/Plattformen, Datenminimierung, Mitbestimmung, betriebliche Interessensvertretung) • Diversität & Demografie (Altersheterogene Teams, Barri- erefreiheit, Vereinbarkeit, Internationalisierung) • arbeitsbezogene Herausforderungen (Schichtarbeit, phy- sische/mentale Arbeitsbelastungen, Digitalisierung) • Return-to-Work & Case Management (Stufenweise Wie- dereingliederung, Schnittstellen Betrieb-Reha-Versor- gung) c) Gesundheits- und Mobilitätsförderung im Alter im Kontext von Longevity: • Healthy & Active Aging: Konzepte, Leitlinien, ICF-Per- spektive • Heterogenität im Alter im Kontext von Longevity • Mobilität, Teilhabe & Lebensqualität (Alltagsaktivität, Modulbeschreibung 16 Gehfähigkeit, Gleichgewicht, Sturz- und Frailty-Risiken) • Evidenzbasierte Interventionen (Kraft-/Gleichgewicht- /Ganganalytik-gestützte Programme, Dual-Task, Aus- dauer, Multikomponenten-Ansätze) • Spezifische Zielgruppen & Settings (Community, betreu- tes Wohnen, Pflege, ambulante Reha, Hausbesuche) • Sturzprävention & Sarkopenie (Screening (z. B. SPPB, TUG, Handkraft), Trainingsprinzipien, Progression & Si- cherheit) • Verhaltensänderung & Adhärenz (Motivational Intervie- wing, soziale Unterstützung, Gamification/Exergames) • Hilfsmittel & Technologien (Geh- und Mobilitätshilfen, IMUs/Wearables, Tele-/Home-based-Programme) • Barrierefreiheit & Umweltfaktoren (Wohnumfeld, Geh- weginfrastruktur, Beleuchtung, Sturzgefahren-Checklis- ten) • Diagnostik & Monitoring (Zielmetriken, Minimal De- tectable Change, Verlaufsfeedback für Teilnehmende) • Implementierung & Vernetzung (Schnittstellen Kom- mune-Hausarzt-Therapie-Pflegedienst, Seniorennetz- werke) Lehr- und Lernmethoden Gruppenarbeit, Fallarbeit/Fallstudien, Präsentation von Projektergebnissen, partizipative/ko-produktive Lernformen, Diskussion, Portfolio-Arbeit Empfohlene Literatur Bensa, K., & Sirok, K. (2023). Is it time to re-shift the research agenda? A scoping review of participation rates in workplace health promotion programs. Int. J. Environ. Res. Public Health, 20(3), 2757. Fan, R. S., Jiang, J. J., Zhou, Q. Y., Zhang, X. Y., Wu, Z. H., & Ji, L. (2026). Digital Health Interventions to Promote Physical Activity Among Adolescents: Systematic Review. J Med In- ternet Res. Feb 27;28:e82395. Grady, A., Lorch, R., Giles, L., …, & Yoong, S. L. (2025). The impact of early childhood education and care-based interven- tions on child physical activity, anthropometrics, funda- mental movement skills, cognitive functioning, and social- emotional wellbeing: A systematic review and meta-anal- ysis. Obes Rev, Feb;26(2):e13852, Epub 2024 Nov 7. Montero-Odasso, M., van der Velde, N., Martin, F. C. …, & the Task Force on Global Guidelines for Falls in Older Adults (2022). World guidelines for falls prevention and management for older adults: a global initiative, Age and Ageing, 51(9), September 2022, afac205. Schaller, A., Stassen, G., Baulig, L., & Lange, M. (2024). Physical ac- tivity interventions in workplace health promotion: objec- tives, related outcomes, and consideration of the setting- a scoping review of reviews. Front Public Health, (12)1353119. Modulbeschreibung 17 Sherrington, C., Fairhall, N. J., Wallbank, G. K., …, & Lamb, S. E. (2019). Exercise for preventing falls in older people living in the community. Cochrane Database of Systematic Reviews 2019, Issue 1. Art. No.: CD012424. Tuakli-Wosornu, Y. A., Burrows, K., Fasting, K., …, & Rhind, D. J. A. (2024). IOC consensus statement: interpersonal violence and safeguarding in sport. Br J Sports Med. Nov 28;58(22):1322-1344. World Health Organization (2020). WHO guidelines on physical ac- tivity and sedentary behaviour. World Health Organiza- tion. Zugriff am 26.02.2026 unter: https://www.who.int/publica- tions/i/item/9789240015128. Yin, X., Zhang, D., Shen, Y., Wang, Y., Wang, Z., & Liu, Y. (2025). Ef- fectiveness of school-based interventions on fundamental movement skills in children: a systematic review and meta-analysis. BMC Public Health. Apr 24;25(1):1522. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt ge- geben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Portfolio zu einem Präventionskonzept für eine der Zielgruppen Das Portfolio besteht aus drei Teilleistungen: • schriftliches Präventions- bzw. Gesundheitsförderungskonzept für eine gewählte Zielgruppe/Setting / 10 Seiten • Pitch/Projektpräsentation (evtl. als Aufzeichnung) des Kon- zepts mit adressatengerechter Begründung / 10 Minuten + 5 Minuten Diskussion • Regelmäßige, begleitende Reflexionselemente (z.B. zum Pro- zess, zum Ergebnis, zum Kompetenzzuwachs, zur Gruppenar- beit, zur persönlichen Entwicklung) / Bearbeitung von Leitfra- gen Portfolio / 3 Teilleistungen integriert / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.who.int/publications/i/item/9789240015128 https://www.who.int/publications/i/item/9789240015128 https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 18 Modultitel: Therapie und Rehabilitation im Lebensverlauf Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Therapy and rehabilitation throughout lifespan Kurzbezeichnung SBT6 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 2. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 360 h / 12 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Innere Erkrankungen II 4 SWS / 60 h / 45 h / 2. FS / SE / deutsch / ja b) Orthopädie II 4 SWS / 60 h/ 45 h/ 2. FS / SE / deutsch / ja c) Neurologie II 1 SWS / 15 h / 30 h / 2. FS / SE / deutsch / ja d) Psychiatrie / Psychosomatik II 4 SWS / 60 h/ 45 h/ 2. FS / SE / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, Veränderungen der Funktionsfähigkeit und der zugrunde liegenden körperlichen, psychischen und sozialen Ressourcen aus sport-, bewegungs- und trainingswissenschaftlicher Perspektive zu bestimmen, indem sie sich wissenschaftliche Erkenntnisse über bio-psycho-soziale Ressourcen sowie geschlechtersensible Aspekte von Gesundheit erschließen, um (alters- oder krankheitsbedingte) Veränderungen der Funktionsfähigkeit und Gesundheit im Lebensverlauf für verschiedene Zielgruppen zu analysieren. Die Studierenden sind in der Lage, sport- und bewegungstherapeutische Maßnahmen in präventiven und therapeutischen Settings anzuwenden und zu organisieren, indem sie evidenzbasierte Trainingsprinzipien, didaktische Leitprinzipien sowie fachspezifische Konzepte und Theorien nutzen, um Präventions- und Therapieprogramme für verschiedene Zielgruppen als Sport- und Bewegungstherapeut*innen umzusetzen. Die Studierenden sind in der Lage, Methoden und Instrumente für die Untersuchung von körperlichen und psychischen Funktionen zu erläutern, um diagnostische Möglichkeiten benennen zu können. Die Studierenden sind in der Lage, ihr persönliches Lehr- und Therapeut*innenverhalten abzuwägen, indem sie Kommunikationsstile, eigene Werte und beeinflussende didaktische Maßnahmen erkennen, um über die Bedeutung von Therapeut*innenverhalten und Beziehungsgestaltung reflektieren zu können. Zentrale Inhaltsbereiche übergreifend: • Medizinische Grundlagen Modulbeschreibung 19 • sporttherapeutische und diagnostische Verfahren • angepasste sport- und bewegungstherapeutische Methoden bei ausgewählten Erkrankungen und Indikationen • Vermittlung und kritische Bewertung der aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisse über die Wirksamkeit angepasster Bewegungsinterventionen bei ausgewählten Interventionsfeldern sowie deren Aufnahme in aktuelle Empfehlungen / Leitlinien der wissenschaftlichen Fachgesellschaften • Entwicklung und Evaluation von indikationsspezifischen Rahmen- und Therapieplänen bei ausgewählten Krankheiten auf der Basis der Ergebnisse diagnostischer Verfahren • Evaluationsverfahren in Therapie und im Rehabilitationsverlauf bei ausgewählten Erkrankungen und zu spezifischen Thematiken a) Innere Erkrankungen II: • Grundlagen häufiger innerer Erkrankungen und abgeleitete evidenzbasierte Trainingstherapien (insb. in der Onkologie, Pneumologie, Nephrologie, Angiologie, Kardiologie und Hämatologie) • Grundlagen der Organspende in Deutschland und Besonderheiten der Sport- und Bewegungstherapie bei Transplantierten • Genderspezifische Aspekte und internistische Implikationen der Menopause • Besonderheiten im Alternsgang (z.B. Frailty und Sarkopenie) • Zielgruppenspezifische Diagnostik im Rahmen der Sport- und Bewegungstherapie • Besonderer Einfluss von Umgebungsfaktoren für Sport und Bewegung bei inneren Erkrankungen (z.B. Höhenmedizin, Tauchmedizin, Medium Wasser) b) Orthopädie II: • Inhalte in Bezug auf orthopädisch / traumatologische Krankheitsbilder (siehe Grundlagen im 1.FS) • Rehabilitation und therapeutische Interventionen bei o.g. Krankheitsbildern • Fallbeispiele c) Neurologie II: • Inhalte in Bezug auf Krankheitsbilder (siehe Grundlagen im 1.FS) • Rehabilitation und therapeutische Interventionen bei o.g. Krankheitsbildern d) Psychiatrie/Psychosomatik II: • Grundlagen der Bewegung-/Sporttherapie bei psychiatrischen/psychosomatischen Erkrankungen Modulbeschreibung 20 • Inhalte in Bezug auf Krankheitsbilder (siehe Grundlagen im 1.FS) • Grundlegende psychologische/psychotherapeutische und pädagogische, bewegungstherapeutische Konzepte (z. B. Emotionsregulation, Ressourcen/Defizitorientierung, qualitatives Bewegungsverhalten) • Rehabilitation und therapeutische Interventionen bei o.g. Krankheitsbildern • Grundlagen des therapeutischen Verhaltens und Beziehungsgestaltung bei psychosomatischen und psychiatrischen Erkrankungen • Störungsübergreifende bewegungstherapeutische Thematiken in Psychiatrie/Psychosomatik Lehr- und Lernmethoden Vorträge, Präsentation ausgewählter Themenbereiche, Exkursionen, aktivierende Gruppenarbeit, exemplarische Praxisstunden, Rollenspiel, praktische Anwendung und Erprobung ausgewählter Verfahren anhand von Fall-/oder Themenbeispielen Empfohlene Literatur Baumann, F. & Schüle, K. (2022). Bewegungstherapie in der Onkologie. Köln: Deutscher Ärzteverlag. Clini, E., Holland, A. E., Pitta, F., & Troosters, T. (2018). Textbook of Pulmonary Rehabilitation. Berlin: Springer. Froböse, I. & Wilke, C. (2022). Trainingstherapie in der Rehabilitation (1. Auflage). München: Urban & Fischer. Herold, G. (2025). Innere Medizin 2026. Köln: Dr. Gerd Herold Verlag. Hölter, G. (2011). Bewegungstherapie bei psychischen Erkrankungen: Grundlagen und Anwendung. Köln: Deutscher Ärzteverlag. Joisten, C. (2023). Repetitorium Sportmedizin. Berlin: Springer. Niebauer, J. (2025). Cardiac Rehabilitation Manual. Berlin: Springer. Niethard, F. U., Pfeil, J., & Biberthaler, P. (2022). Orthopädie und Unfallchirurgie (9. Auflage). Stuttgart: Thieme. Thimme, T., Deimel, H., & Hölter, G. (2021). Bewegung und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen: Grundlagen - Störungsbilder - Therapie. Stuttgart: Schattauer. Van den Berg, F. (2022). Angewandte Physiologie. Das Bindegewebe des Bewegungsapparates verstehen und beeinflussen (5. Auflage). Stuttgart: Thieme. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Keine Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Mündliche Prüfung (Prüfung der Anwendung vermittelter Verfahren z.B. anhand von Krankheitsbildern) / 20-30 Minuten pro Person / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 21 Änderungen vorbehalten Modulbeschreibung 22 Modultitel: Forschungsschwerpunkt I: Planung, Durchführung & Evaluation Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Research focus I: Development, implementation, and evaluation Kurzbezeichnung SBT7 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 2. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 270 h / 9 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Reviews & Meta-Analysen 2 SWS / 30 h / 60 h / 2 / SE / deutsch / ja Für b) und c): wahlweise 1 aus 3 (Wahl bleibt für das Modul 10 im 3. Fachsemester: „Forschungsschwerpunkt II“ bestehen): 1) Sport- und Bewegungstherapie 2) Prävention 3) Bewegungsbezogene Gesundheitsforschung b) Konzept & Methodik 2 SWS / 30 h / 60 h/ 2 / SE / deutsch / ja c) Umsetzung und Reflexion 2 SWS / 30 h/ 60 h/ 2 / ÜB / deutsch / ja maximal 10 Teilnehmer pro Schwerpunkt (Abfrage von 1./2./3. Wunschbelegung) Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, die einzelnen Schritte eines Reviews - von der präzisen Forschungsfrage über Such‑, Auswahl‑ und Bewertungsstrategien bis zur kritischen Beurteilung der Studienqualität und Synthese der Erkenntnisse - zu evaluieren. Die Studierenden sind in der Lage, einzelne Schritte eines Reviews durchzuführen und dabei relevante Studien zu identifizieren, um Anknüpfungspunkte für evidenzbasierte bewegungsbezogene Interventionen und zugehörige Forschungsprojekte daraus ableiten zu können. Die Studierenden sind in der Lage, ein vollständiges, registerfähiges Studienprotokoll zu entwerfen und methodisch zu begründen. Die Studierenden sind in der Lage, für einen selbst gewählten Forschungsschwerpunkt eine präzise Forschungsfrage abzuleiten und darauf aufbauend ein theoretisch und methodisch konsistentes Studien‑ bzw. Interventionsprotokoll inklusive Zeit‑ und Ressourcenplanung zu konzipieren. Die Studierenden sind in der Lage, ihr Studiendesign zu pilotieren und kritisch zu evaluieren (z. B. Beurteilung der Machbarkeit von Datenerhebung und -analyse). Zentrale Inhaltsbereiche a) Reviews & Meta-Analysen: • Einordnung von Reviews in die Wissenschaftssystematik Modulbeschreibung 23 • Überblick über verschiedene Review-Typen (z. B. Scoping Review, Systematic Review, Meta-Analyse) • Formulierung geeigneter wissenschaftlicher Fragestellun- gen für Reviews • Entwicklung geeigneter Suchstrategien in wissenschaftli- chen Datenbanken • Festlegung von Ein- und Ausschlusskriterien • Recherche über PubMed, Cochrane, Scopus, etc. • Rolle von Künstliche Intelligenz (KI) im Reviewprozess • Dokumentation und Transparenz des Auswahlprozesses • Bewertung der Qualität und Relevanz eingeschlossener Studien • Anwendung von Auswahl- und Bewertungsstrategien in Reviews • Grundlagen zur systematischen Synthese und Ergebnis- darstellung • Anwendung des PRISMA-Flows zur Studienauswahl und - dokumentation • Extraktion und Kodierung von Studiendaten • Eigenschaften und Besonderheiten von Meta-Analysen b) Konzept & Methodik: • Entwicklung einer Forschungsidee im gewählten Schwer- punkt • Formulierung und Eingrenzung einer Forschungsfrage • Auswahl und Begründung eines geeigneten Forschungsde- signs • Konzeption eines Studienprotokolls • Ethik-Antrag und rechtliche Rahmenbedingungen • Integration interdisziplinärer Perspektiven • Zusammenarbeit mit Partner*innen aus Praxis, Technolo- gie, Politik • Ressourcenplanung, Machbarkeitsanalyse und Zeitma- nagement • Entwicklung eines Evaluationskonzepts zur Qualitätssiche- rung c) Umsetzung und Reflexion: • Umsetzung einer kleinen empirischen Studie oder explo- rativen Untersuchung • Rekrutierung der Studienstichprobe und Datenerhebung • Anwendung geeigneter Erhebungsmethoden • Dokumentation und reflexive Begleitung des Forschungs- prozesses • Methodenkritik (u.a. Datenerhebung) und Reflexion der Pilotierung • Diskussion ethischer Herausforderungen im Forschungs- kontext • Reflexion persönlicher Entwicklungsprozesse im wissen- schaftlichen Arbeiten Modulbeschreibung 24 • Verteidigung von Forschungsergebnissen im Kolloquium (TIDieR-Checkliste oder vergleichbare (für Beschreibung und Replikation von Interventionen)) Lehr- und Lernmethoden forschendes Lernen, Projektarbeit in Kleingruppen, Diskussion, Journal Club, Peer-Feedback, Coaching, Supervision Empfohlene Literatur Gough, D., Oliver, S., & Thomas, J. (2017). An introduction to systematic reviews (2nd edition). London: SAGE. Gurevitch, J., Koricheva, J., Nakagawa, S. & Stewart, G. (2018). Meta-analysis and the science of research synthesis. Nature, 555, 175-182. Higgins, J. P. T. & Thomas, J. (2019). Cochrane Handbook for Systematic Reviews of Interventions (2nd edition). Hoboken, NJ: Wiley-Blackwell. Kornmann, J. M., Ennigkeit, F., Hänsel, F., & Bös, K. (2024). Erfolgreiches Forschen im Sportstudium: Von der Idee zur Präsentation der Ergebnisse. Berlin, Heidelberg: Springer. Munn, Z., Peters, M. D. J., Stern, C., Tufanaru, C., McArthur, A. & Aromataris, E. (2018). Systematic review or scoping review? Guidance for authors when choosing between a systematic or scoping review approach. BMC Medical Research Methodology, 18:143. Ozemek, C., Bonikowske, A., Christle, J., & Gallo, P. (2025). ACSM's guidelines for exercise testing and prescription. Alphen aan den Rijn: Wolters Kluwer Health. Thomas, J. R., Martin, P., Etnier, J. L., & Silverman, S. J. (2023). Research methods in physical activity. Champaign, IL: Human kinetics. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart a) Pflicht / b) und c) Wahlpflicht (1 aus 3) Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Hausarbeit / Ethikantrag nach Vorgaben der DSHS- Ethikkommission / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 25 Modultitel: Spezialisierung Rehabilitation (2 aus 4 Wahlmöglichkeiten) Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Specialization in Rehabilitation Kurzbezeichnung SBT8 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 3. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 240 h / 8 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Innere Erkrankungen III 4 SWS / 60 h / 60 h / SE / 3 / deutsch / ja b) Orthopädie III 4 SWS / 60 h / 60 h / SE / 3 / deutsch / ja c) Neurologie III 4 SWS / 60 h / 60 h / SE / 3 / deutsch / ja d) Psychiatrie / Psychosomatik III 4 SWS / 60 h / 60 h / SE / 3 / deutsch / ja Wahl von 2 aus 4 Spezialisierungen Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, Symptome, Ressourcen, Funktionsfähigkeit sowie Indikationen bei Krankheitsbildern der spezifischen Fachrichtungen einzuschätzen, indem sie wissenschaftliche Studien, evidenzbasierte Theorien und Konzepte (auch aus angrenzenden Fachdisziplinen) analysieren, um später komplexe sport- und bewegungstherapeutische Interventionen und deren wissenschaftliche Evaluation kritisch zu hinterfragen. Die Studierenden sind in der Lage, zielgruppenorientierte und themenspezifische bzw. störungsübergreifende bewegungsbasierte Interventionen zu entwickeln, indem sie wissenschaftliche Studien, evidenzbasierte Theorien und Konzepte (auch aus angrenzenden Fachdisziplinen) synthetisieren, um evidenzbasierte bewegungsbasierte Konzepte für verschiedene Zielgruppen zu konzipieren. Die Studierenden sind in der Lage, diagnostische Verfahren für die Untersuchung von körperlichen und psychischen Funktionen zu bewerten, indem sie bestehende Methoden und Instrumente hinsichtlich Optimierungs- und Entwicklungspotenzial beurteilen, um Diagnostikbatterien für verschiedene Zielgruppen zu entwickeln. Die Studierenden sind in der Lage, zielgruppen- und kontextgeeignete Methoden für die Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse zu analysieren, indem sie verschiedene Kommunikationsarten und -kanäle kritisch gegenüberstellen und didaktische Vermittlungsstrategien analysieren, um die geeignete Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse an unterschiedliche Zielgruppen auszuwählen. Modulbeschreibung 26 Die Studierenden sind in der Lage, Wertehierarchien für ihr Verhalten in multiprofessionellen Teams zu bewerten, indem sie kritisch hinterfragen, wie ihre Kommunikationsstrategien, Moderationstechniken und Methoden zur Schaffung einer inklusiven, diskriminierungsfreien Wertekultur beitragen, um in interdisziplinären Teams gemeinsame Einstellungen zu vertreten. Die Studierenden sind in der Lage, ihre wissenschaftlichen und praktischen Entscheidungen kritisch zu reflektieren, indem sie angelehnt an ethische, methodische und wissenschaftstheoretische Prinzipien ihre Entscheidungen ableiten, um daraus begründete persönliche Grundsätze für ihr berufliches Handeln zu entwickeln. Zentrale Inhaltsbereiche a) Innere Erkrankungen III (Schwerpunkt Kardiologie): • Anatomie und Grundlagen (z. B. Einfluss von Medikamenten) • Kardiologische Versorgungskonzepte (z. B. Prähabilitation, Rehabilitation, ambulante Herzgruppen, Telerehabilitation) • Ruhediagnostik (z. B. EKG, Blutdruck) und Leistungsdiagnostik (z. B. Spiroergometrie, Krafttestungen) im Bereich der kardiologischen Trainingstherapie • Evidenzbasierte Trainingsinterventionen in der Kardiologie (z. B. Ausdauertraining, Krafttraining, inspiratorisches Muskeltraining, Aquasport) und Chancen / Grenzen von innovativen Darreichungsformen (z. B. Exergaming) • Kardiologische Erkrankungen und Besonderheiten für die Trainingstherapie (z. B. Koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Aortenerkrankungen, Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelentzündungen, Kardiomyopathien, Herzklappenerkrankungen, angeborene Herzerkrankungen, mechanische Kreislaufunterstützung, Herztransplantation, Pulmonalarterienembolie) • Plötzlicher Herztod im Sport und Erste Hilfe-Maßnahmen b) Orthopädie III: • Evidenzbasierte Erarbeitung verschiedener bewegungstherapeutischer Methoden und Leitlinien für ausgewählte Indikationen der Orthopädie/ Sportrehabilitation • Anwendung diagnostischer Verfahren als Grundlage für die Erstellung indikationsspezifischer Rahmen- und Therapiepläne • Analysieren des Therapie- und Reha-Verlaufs • Evaluation des Therapie- und Reha-Verlaufs (Vermittlung von Verfahren) Modulbeschreibung 27 • Vertiefung fachspezifischer Kompetenzen in der Rehabilitation (indikationsspezifische und trainingswissenschaftliche Kenntnisse; Konzeption, Durchführung und Evaluation bewegungsbezogener rehabilitativer Maßnahmen an konkreten Fallbeispielen) • Entwicklung persönlicher Kompetenzen im Sinne des speziellen Umgangs mit orthopädischen Erkrankungen c) Neurologie III: • Evidenzbasierte Erarbeitung störungsspezifischer therapeutischer Interventionen • Entwicklung individualisierter sport- und bewegungstherapeutischer Therapieziele, -pläne und - interventionen auf der Grundlage von Erfahrungsberichten von Gastpatient*innen • Vermittlung und Anwendung störungsspezifischer sporttherapeutischer Ziele, Therapiepläne und Interventionen im Umgang mit neurologischen Patient*innen in der Praxis d) Psychiatrie/Psychosomatik III: • Analyse bewegungs- und sporttherapeutischer Methoden und ihre beispielhafte Anwendung bei ausgewählten störungsspezifischen und störungsübergreifenden Thematiken der Psychiatrie und Psychosomatik • Integration und Analyse komplexer Anwendungsgebiete wie Forensische Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Gerontopsychiatrie, Suchtpsychiatrie • Bewertung und Überprüfung verschiedener diagnostischer Verfahren zur Erstellung von indikationsspezifischen Rahmen- und Therapieplänen • Ermittlung, Begutachtung und Evaluation publizierter klinischer Forschungsstudien; Transfer derselben in bewegungs- und sporttherapeutische Therapieziele, - pläne und -interventionen • Evaluation und Begründung von eigenem Therapeut*innenverhalten, Würdigung der Nutzung der eigenen Therapeut:*innen-Persönlichkeit als therapeutischer Wirkfaktor • Kennenlernen von und Umgang mit typischen Herausforderungen im Berufsfeld Psychiatrie/Sucht • Einschätzung berufspolitischer und interdisziplinärer Besonderheiten in Bezug auf Therapie und Forschung in Psychiatrie/Psychosomatik und Entwicklung von Prioritäten Lehr- und Lernmethoden Vorträge, Anamnesen mit Fallbeispielen, studentische Präsentationen, Gruppenarbeit, Exkursionen, Hospitationen, Selbsterfahrung, Erstellung, Durchführung und Evaluation von Therapieplänen Modulbeschreibung 28 Empfohlene Literatur American College of Sports Medicine, Liguori, G., Feito, Y., Foun- taine, C. J., & Roy, B. (Hrsg.). (2022). ACSM’s guidelines for exercise testing and prescription (Eleventh edition). Al- phen aan den Rijn, NL: Wolters Kluwer. Chermette, C., Thimme, T. & Deimel, H. (2026). Bewegungsthera- pie bei Suchterkrankungen Grundlagen - Konzepte - Praxis (1. Auflage). Stuttgart: Kohlhammer. Froböse, I. & Wilke, C. (2022). Trainingstherapie in der Rehabilitation (1. Auflage). München: Urban & Fischer. Herold, G. (2025). Innere Medizin 2026. Köln: Dr. Gerd Herold Verlag. Hölter, G. (2011). Bewegungstherapie bei psychischen Erkrankungen: Grundlagen und Anwendung. Köln: Deutscher Ärzteverlag. Joisten, C. (2023). Repetitorium Sportmedizin. Berlin: Springer. Niebauer, J. (2025). Cardiac Rehabilitation Manual. Berlin: Springer. Niebauer, J. (2026). Sportkardiologie (2. Auflage). Berlin: Springer. Niethard, F. U., Pfeil, J., & Biberthaler, P. (2022). Orthopädie und Unfallchirurgie (9. Auflage). Stuttgart: Thieme. Thimme, T., Deimel, H., & Hölter, G. (2021). Bewegung und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen: Grundlagen - Störungsbilder - Therapie. Stuttgart: Schattauer. Van den Berg, F. (2022). Angewandte Physiologie. Das Bindege- webe des Bewegungsapparates verstehen und beeinflus- sen (5. Auflage). Stuttgart: Thieme. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt ge- geben. Modulart Wahlpflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Keine Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Mündliche Prüfung (z. B. Überprüfung der Synthetisierung und Bewertung von Studien, Konzepten und Maßnahmen anhand von Praxisbeispielen) / 20-30 Minuten pro Person/ 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 29 Modultitel: Evidenzbasierte Praxis Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Evidence-based practice Kurzbezeichnung SBT9 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 3. FS Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 240 h / 8 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Lehrübungen 2 SWS / 30 h / 30 h / 3. FS / LÜ / deutsch / ja b) Fachpraktikum 6 Wochen (mindestens 180 h) Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Evidenz und eines differenzierten didaktisch- methodischen Wissens bewegungs- und sporttherapeutische Interventionsprozesse schriftlich zu planen, umzusetzen und auszuwerten. Die Studierenden sind in der Lage ihre therapeutische Kompetenz im Umgang mit den zu betreuenden Patient*innen reflektieren. Die Studierenden sind in der Lage, sport- und bewegungstherapeutische Inhalte mit edukativen und psychosozialen Zielsetzungen zu vermitteln. Die Studierenden sind in der Lage, sich in die Arbeit eines interdisziplinären Teams zu integrieren und ihre Fachkenntnisse zu vertreten. Die Studierenden sind in der Lage, ihre praktischen Entscheidungen kritisch zu reflektieren, indem sie angelehnt an ethische, methodische und wissenschaftstheoretische Prinzipien ihre Entscheidungen ableiten, um daraus begründete Grundsätze für ihr berufliches Handeln zu entwickeln. Zentrale Inhaltsbereiche übergreifend: • Evidenzbasierte, indikationsspezifische und trainingswissenschaftliche Kenntnisse • Konzeption, Durchführung und Evaluation zielgruppenorientierter rehabilitativer Maßnahmen • Prozessorientiertes Arbeiten, flexible Adaptation, Personalisierung und Differenzierung der geplanten Invention • Eigenständige Reflexion der eigenen Therapeut*innenperson in herausfordernden Situationen • Erkennen und Beeinflussung von unvorhergesehenen Gruppendynamiken, Umgang mit herausfordernden Modulbeschreibung 30 Patient*innenverhalten • Analyse von Therapieprozessen und Therapeut*innenverhalten • Interdisziplinäres Arbeiten (Vermittlung der Bedeutsamkeit sportwissenschaftlicher Ziele/Methodiken in realen interdisziplinären Teams, konstruktive Konfliktlösefähigkeiten in Zusammenarbeit; Berücksichtigung berufspolitischer Aspekte in der interdisziplinären Zusammenarbeit • Berücksichtigung institutioneller Rahmenbedingungen bei der Konzeption, Planung und Durchführung von Maßnahmen Lehr- und Lernmethoden Diskussionen auf Basis wissenschaftlicher Evidenz, schriftliche Darstellung der eigenen evidenzbasierten Arbeit, praktische Interventionen unter Supervision, Eigenrealisation, engmaschige Begleitung durch/mit Fachpersonal, Reflexionsgespräche, interdisziplinäre Intervision Empfohlene Literatur Chermette, C., Thimme, T. & Deimel, H. (2026). Bewegungsthera- pie bei Suchterkrankungen Grundlagen - Konzepte - Praxis (1. Auflage). Stuttgart: Kohlhammer. Froböse, I. & Wilke, C. (2022). Trainingstherapie in der Rehabilitation (1. Auflage). München: Urban & Fischer. Hölter, G. (2011). Bewegungstherapie bei psychischen Erkrankungen: Grundlagen und Anwendung. Köln: Deutscher Ärzteverlag. Matlik, M. & Späker, T. (2012). Sport in Herzgruppen: Ganzheitliche Rehabilitation mit den Mitteln des Sports. Balingen: Spitta. Matlik, M., Unverdorben, M., Albus, C., …, & Weber, P. (2014). Herzgruppenbetreuung in Theorie und Praxis: Ganzheitli- che Rehabilitation bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Balin- gen: Spitta. Niebauer, J. (2025). Cardiac Rehabilitation Manual. Berlin: Springer. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Abgabe des Praktikumsberichts inkl. genehmigte(r) Antrag/Anträge auf Zulassung zum Praktikum und Praktikumsbescheinigung(en) Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Praktische Prüfung (Lehrprobe) / 30-90 Minuten pro Person / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 31 Modultitel: Forschungsschwerpunkt II: Planung, Durchführung & Evaluation Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Research focus II: Development, implementation, and evaluation Kurzbezeichnung SBT10 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 3. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 360 h / 12 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Forschungsmanagement 1 SWS / 15 h / 225 h / 3 / ÜB / deutsch / ja b) Wissenschaftskommunikation und -dissemination 2 SWS / 30 h / 90 h / 3 / SE / deutsch / ja Für a) wahlweise 1 aus 3 (Wahl setzt sich aus dem Modul SBT7 im 2. Fachsemester „Forschungsschwerpunkt I“ fort): 1) Sport- und Bewegungstherapie 2) Prävention 3) Bewegungsbezogene Gesundheitsforschung Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, für ihr Schwerpunkt-Projekt einen vollständigen Forschungsmanagement-Plan zu erschaffen (Forschungsziel, Stakeholder-Analyse, Wirklogik, Zeit- und Ressourcenplan, Budget, Rollen), inkl. Risiko-, Qualitäts- und Datenmanagementplan. Die Studierenden sind in der Lage, Governance- und Compliance- Anforderungen (Ethikantrag, DSGVO/Einwilligungen, Registereintrag, Verträge/Versicherungen, Open- Science/Präregistrierung, TIDieR/CONSORT-Bezug) zu konzipieren. Die Studierenden sind in der Lage, Mess- und Analyseverfahren sowie Evaluationskriterien im Hinblick auf Validität, Reliabilität, Praxistauglichkeit und Ressourcen designkonform auszuwählen. Die Studierenden sind in der Lage, anhand der geplanten Monitoring- & Evaluationslogik Projektergebnisse zu evaluieren (Wirkung, Prozess-/Strukturqualität, Kosten-/Nutzen) und über Skalierung, Transfer oder Beendigung zu entscheiden. Die Studierenden sind in der Lage, ein Forschungsprojekt mit geeigneter Implementierungsstrategie praktisch umzusetzen, die Datenerhebung qualitätsgesichert zu steuern und Abweichungen systematisch zu reflektieren. Die Studierenden sind in der Lage, verschiedene wissenschaftliche Kommunikationsarten, -strategien und -kanäle im Hinblick auf Zielgruppen, Inhalte und Wirkung zu analysieren. Modulbeschreibung 32 Die Studierenden sind in der Lage, eigene Kommunikationsentscheidungen im Kontext wissenschaftlicher Veröffentlichungs- und Transferprozesse auf Basis methodischer und ethischer Kriterien kritisch zu reflektieren. Zentrale Inhaltsbereiche a) Forschungsmanagement: • Projektinitiierung & Ziel (Bedarfs-/Nutzenanalyse, Ziel- gruppen, Zielhierarchie, Wirklogik mit klaren Outcomes) • Zeit- & Ressourcenplanung (Meilensteine, Kapazitätspla- nung, Beschaffung/Leihe (Labortechnik, Sensorik), Schu- lungsplan für Testleitungen/Trainer*innen und Thera- peut*innen) • Datenmanagementplan • Methoden-/Instrumenten-Fit (Validität/Reliabilität/Objek- tivität/Responsivität vs. Ressourcen/Setting; Auswahl & Standardisierung (Assessments, Sensorik, Fragebögen) • Implementierungsmanagement • Monitoring & Evaluation (M&E): Dashboards, Process- Evaluation, Ergebnis-/Wirkungsbewertung, Kosten-/Nut- zen-Perspektive • Ethik & Wertekultur im Team (Umgang mit Dilemmata, Teilnehmendenschutz, wertbasiertes Führungsverständ- nis, Reflexionsschleifen) • Orientierungsspezifische Vertiefungen: o Sport- und Bewegungstherapie o Prävention o Bewegungsbezogene Gesundheitsforschung b) Wissenschaftskommunikation und -dissemination: • Zielgruppen- und Kanal-Mapping (Fachcommunity, Praxis, Patient*innen, Politik/Verwaltung; Print, Konferenz, Social Media, Audio/Video) • Kernbotschaft & Storyline (Kernbotschaften, Narrative, Nutzenargumentation, Framing ohne Bias) • Formate im Überblick (Abstract, Exposé, Poster, Talk, Pre- print, Journal-Artikel, Policy Brief, Praxisleitfaden, Leitli- nien) • Wissenschaftliches Schreiben & Publizieren (Struktur, Stil, Journalwahl, Peer-Review-Prozess, Open-Access-Optio- nen) • Visuelle Kommunikation (Daten- und Ergebnisvisualisie- rung (Grafikstandards, Barrierefreiheit), Poster-Design) • Vortragskompetenz (Slide-Architektur, Redeführung, Q&A-Strategien, Live-Demo/Interaktion) • Audio/Video & Social Media (Podcast- und Videokonzept, Script/Storyboard, Kanalstrategie, Community-Manage- ment) • Partizipative & interaktive Formate (Co-Kreation mit Modulbeschreibung 33 Stakeholdern, Bürger*innenbeteiligung, Science-Café, Workshops) • Dissemination & Transferplanung (Zeitplan, Meilensteine, Ressourcen, Multiplikator*innen, Partnerschaften) • Evaluation von Kommunikationsmaßnahmen: Ziele/Indi- katoren (Reichweite, Engagement, Verständnis, Umset- zung), Feedback-Loops • Vertrauensbildung & Risikokommunikation (Transparenz, Unsicherheiten kommunizieren, Fehlinterpretationen vor- beugen) • Open Science & Forschungsintegrität (Präregistrierung, Daten/Material-Sharing, Reproduzierbarkeit, Interessen- konflikte) • Recht & Ethik (Urheberrecht/Copyright, Bild-/Tonrechte, Datenschutz (DSGVO), sensible Inhalte) • Praxisprojekt-Komponente: Entwicklung, Umsetzung und Kurzevaluation eines eigenen Disseminationsprodukts (z. B. Poster + Pitch, Praxisleitfaden, Video/Podcast) beglei- tend zu Teil a) in den 3 Schwerpunkten Lehr- und Lernmethoden projektbasiertes Lernen, forschendes Lernen, Diskussion, Coaching, Peer-Feedback, Präsentation Empfohlene Literatur Buck, I. (2025). Wissenschaftliches Schreiben mit KI. Stuttgart: utb. Dominicy, Y., & Ley, C. (2023). Statistics meets sports: what we can learn from sports data. Newcastle: Cambridge Scholars Publishing. Equator network (2026). Enhancing the QUAlity and Transparency Of health Research. Zugriff am 18. März 2026 unter: https://www.equator-network.org/ Fröhlich, M., Pieter, A., & Kemmler, W. (2024). Normbezüge und alternative statistische Verfahren im Kontext Sport und Gesundheit. Berlin, Heidelberg: Springer Professional. Griffith, A. K. & Ré, T. C. (2023). Disseminating Behavioral Research. London, UK: Springer Nature. Mogull, S. A. (2017). Scientific and Medical Communication: A Guide for Effective Practice. London, UK: Routledge. Parija, S. C. & Kate, V. (2018). Writing and Publishing a Scientific Research Paper. London, UK: Springer Nature. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart a) Wahlpflicht b) Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Hausarbeit (publikationsfähiges Manuskript) / maximal 4000 Wörter / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.equator-network.org/ https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 34 Modulbeschreibung 35 Modultitel: Digitale Gesundheit, eHealth & Künstliche Intelligenz (KI) Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Digital health, eHealth & artificial intelligence (AI) Kurzbezeichnung SBT11 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 3./4. FS / 2 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 240 h / 8 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Grundlagen der Signalverarbeitung 2 SWS / 30 h / 60 h / 3 / SE / deutsch / ja b) Digitale Technologien in Gesundheit & Bewegung 1 SWS / 15 h / 45 h / 3 / SE / deutsch / ja c) Angewandte eHealth- & KI-Tools: Praxisbeispiele und Integra- tionsstrategien 2 SWS / 30 h / 60 h / 4 / ÜB / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, digitale Gesundheitsanwendungen - insbesondere KI‑gestützte Apps, Wearables und Feedbacksysteme - hinsichtlich methodischer Qualität, Einsatzpotenzial und ethisch‑rechtlicher Rahmenbedingungen kritisch zu evaluieren. Die Studierenden sind in der Lage, Funktionsweise, Datenstrukturen und Messprinzipien von eHealth‑ und KI‑Tools zu analysieren, um ihre Eignung als Mess‑ und Interventionsinstrumente in sport‑ und gesundheitswissenschaftlichen Studien zu bestimmen. Die Studierenden sind in der Lage, Sensordaten und digitale Feedbackinformationen in einen Forschungsworkflow einzubetten, aufzubereiten und erste Auswertungen durchzuführen, um evidenzbasierte Schlussfolgerungen abzuleiten. Die Studierenden sind in der Lage, Biosignale und Bewegungsdaten mittels geeigneter Vorverarbeitungsschritte aufzubereiten und daraus interpretierbare Merkmale für gesundheits- und bewegungswissenschaftliche Fragestellungen abzuleiten. Zentrale Inhaltsbereiche a) Grundlagen der Signalverarbeitung: • Aufzeichnung physiologischer, kinematischer, oder kineti- scher Daten: u.a. Elektromyografie (EMG), Elektrokardio- grafie (EKG), 3D Bewegungsakquise, IMUs, Kraft- und Druck-messungen • Grundlagen der ICT-basierte quantitative Daten-erfas- sung, -verarbeitung und -analyse: u.a. Analog-Digital- Wandler, Zeitreihen, Filtertheorie. • Methoden zur Zeitreihenanalyse • Methodische Ergänzungen: biomechanische Modelle, Modulbeschreibung 36 Maschinelles Lernen b) Digitale Technologien in Gesundheit & Bewegung: • Funktionen und Einsatzbereiche von Wearables, Apps, KI • Digitale Gesundheitsanwendungen • Ethik und Datenschutz im Umgang mit digitalen Daten • Transfer digitaler Lösungen in Praxis & Forschung • Usability, Technikakzeptanz, Barrieren und Chancen, digi- tale Teilhabe • Digitalisierung in der Gerontologie und Therapie (Teleme- dizin, Tele-Reha, Monitoring-Systeme für Mobilität, Sturz- sensorik und Smart-Home-Technologien) c) Angewandte eHealth- & KI-Tools: Praxisbeispiele und Integra- tionsstrategien • Praxisbeispiele aus der Gerontologie und Rehabilitation: Exergames, digitale Trainings- und Reha-Programme • KI-gestützte Diagnostik und Screening • Digitaler Tools zur Erfassung von Biomarkers und Gesund- heitsdaten • Feedback- und Trainingssystemen • KI-basierte Auswertung von Trainings- und Gesundheits- daten • Kritische Reflexion digital unterstützter Entscheidungspro- zesse • Entwicklung eines Umsetzungsplans für digitale Lösungen Lehr- und Lernmethoden Blended-Learning, E-Learning- und Online-Selbstlernphasen, Laborübungen, problemorientiertes Lernen, Gruppenarbeit, App- gestützte Übungen, Videogestützte Lernformen, Portfolio-Arbeit Empfohlene Literatur Alber, V. A., Rödiger, H., Campione, A., Schiller, J., Burziwoda, D., & Henschke, C. (2025). An Overview on Methods, Evidence, and Study Quality of Health Economic Evaluation Studies for Independently Usable Digital Health Apps: Rapid Review. J Med Internet Res 2025;27:e68349. Dörner, R., Bernasconi, A., Iskandarani, D., Karim, A., Mariana Gonzales Carrillo, Lennemann T. and El-Bcheraoui, C., (2024). Navigating the Digital Health Ecosystem: A Review of Key Guidelines, Frameworks, and Tools. Zugriff am 18. März 2026 unter: doi:10.25646/12926. Geibel, R. C., Arnold, U., & Wältermann, G. (2025). Digitale Gesundheit in Deutschland. Wiesbaden: Springer Fachmedien. Kernebeck, S., Scheibe, M., Sinha, M., Fischer, F., Knapp, A., Timpel, P., Harst, L., Reininghaus, U., & Vollmar, H. C. (2023). Erratum: Digitale Gesundheitsinterventionen entwickeln, evaluieren und implementieren (Teil I) – Diskussionspapier der Arbeitsgruppe Digital Health des Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF). Gesundheitswesen, 85(1), 58-64. https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/12327/Navigating%20the%20Digital%20Health%20Ecosystem%20a%20Review%20of%20Key%20Guidelines%20Frameworks%20and%20Tools_RKI_DIPC%20GIZ.pdf?sequence=1&isAllowed=y Modulbeschreibung 37 Memmert, D. (2024). Digitalisierung und Innovation im Sport und in der Sportwissenschaft. Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht / Wahlpflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Portfolio zur „Analyse und Bewertung eines digitalen Gesundheits- oder KI-Tools“ Das Portfolio besteht aus vier Teilleistungen: • strukturierter Analysebericht zu einem gewählten Tool/Setup (Funktion, Sensorik, Datenstrukturen, Signalwege, rechtli- che/ethische Rahmenbedingungen, Evidenzlage • Signalverarbeitungs-/Datenaufbereitungsbaustein (z. B. kurze Auswertung eines Beispiel-Signals oder einer Zeitreihe mit do- kumentierten Schritten) • Umsetzungs-/Integrationskonzept (z. B. Skizze, wie das Tool in ein Studien- oder Versorgungssetting eingebunden werden könnte) • Regelmäßige, begleitende Reflexionselemente zu Chancen, Grenzen und Verantwortungsfragen des gewählten digitalen Tools (z. B. kritische Auseinandersetzung mit Bias und Fairness von KI-Algorithmen, Auswirkungen auf Datenschutz und Da- tensouveränität, digitale Teilhabe und Technikakzeptanz älte- rer Nutzer*innen, Spannungsfelder zwischen Automatisierung und professioneller Entscheidungsverantwortung, Grenzen der Messgenauigkeit und deren Konsequenzen für klinische oder präventive Entscheidungen) Portfolio / 4 Teilleistungen integriert / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 38 Modultitel: Masterprojekt Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Master's project Kurzbezeichnung SBT12 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 4. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 720 h / 24 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Vorbereitungs- und Prüfungs-Kolloquium 2 SWS / 30 h / 30 h / 4 / SE / deutsch / ja b) Masterthesis - SWS / - h / 660 h / 4 / Thesis / - / - Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, einen vollständigen, empirischen Forschungs‑ und Interventionsprozess zu erschaffen; von der präzisen Forschungsfrage über die Auswahl / Entwicklung innovativer Mess‑ und Analysemethoden bis zur Durchführung, Datenauswertung und kritischen Evaluation, um evidenzbasierte, zielgruppen­spezifische Bewegungs‑ oder Therapieempfehlungen abzuleiten. Die Studierenden sind in der Lage, wissenschaftliche Erkenntnisse adressatengerecht zu kommunizieren, indem sie ihre Masterarbeit in schriftlicher Form gemäß wissenschaftlichen Standards verfassen, die Ergebnisse visuell aufbereiten und in einem öffentlichen Kolloquium vor Fach‑ und Laienpublikum überzeugend präsentieren und verteidigen. Die Studierenden richten ihr gesamtes Forschungs‑ und Kommunikationshandeln nach den Grundwerten wissenschaftlicher Integrität, Verantwortung, Vertraulichkeit und Nicht‑Schaden aus, indem sie Wert‑ und Methodenhierarchien vertreten und Konsequenzen für ihr berufliches Handeln ableiten. Zentrale Inhaltsbereiche a) Vorbereitungs- und Prüfungs-Kolloquium: • Entwicklung eines strukturierten Exposés und Präsenta- tion des Forschungsvorhabens • Diskussion und Verteidigung der Methodik, theoretischen Herleitung und Ergebnisse • Verteidigung von Forschungsergebnissen im Kolloquium • TIDieR-Checkliste oder vergleichbare (für Beschreibung und Replikation von Interventionen) • Kommunikation der Erkenntnisse adressatengerecht (z. B. Fachpublikum, Praxispartner) • Reflexion des gesamten Forschungsprozesses inkl. Ent- scheidungspunkten und Hürden Modulbeschreibung 39 • Vorbereitung auf forschungsbasierte und wissenschaftlich fundierte Tätigkeiten im Beruf • Fähigkeit zur Integration von Feedback und Weiterent- wicklung des eigenen Wissenschaftsverständnisses • Vertiefung des wissenschaftsethischen Verständnisses in Bezug auf Forschungspraxis • Ausformulierung persönlicher Prinzipien im Umgang mit Verantwortung, Integrität und Transparenz • Praktische Anwendung der Wissenschaftskommunikation b) Masterthesis: • Eigenständige Bearbeitung einer empirischen Forschungs- frage mit engem Bezug zur Studienrichtung • Entwicklung eines forschungsrelevanten, theoriegeleite- ten Designs • Integration quantitativer und/oder qualitativer For- schungsmethoden • Systematische Literaturrecherche und Ableitung eines methodisch fundierten Forschungsansatzes • Kritische Bewertung und Auswahl geeigneter Instrumente und Verfahren • Durchführung von Datenerhebung, -auswertung und Er- gebnisdarstellung • Reflexion ethischer und wissenschaftstheoretischer Impli- kationen • Erstellung eines wissenschaftlichen Manuskripts (Thesis) • Anwendung akademischer Standards (Zitation, Transpa- renz, Argumentation, Integrität) • Selbstmanagement, Zeitplanung und eigenverantwortli- che Projektumsetzung • Berücksichtigung disziplinübergreifender Perspektiven und/oder Anwendungsbezüge Lehr- und Lernmethoden forschendes Lernen, Projektarbeit, Coaching, Supervision selbstgesteuertes Lernen, Selbststudium Empfohlene Literatur Relevante Literatur wird in der Veranstaltung bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Masterthesis / 40-80 Seiten / 50% Mündliche Prüfung / 30 Minuten / 50% Jeder Teil für sich muss mit mindestens 4.0 (ausreichend) bestanden werden, ansonsten muss das gesamte Masterprojekt wiederholt werden Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte

  • MHB-SBT-abWiSe26-27.pdf
    Modulhandbuch M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung [M.Sc. SBT] Gültig für Studienanfänger/innen: Wintersemester ab 2026/27 Qualifikationsziele Das neue Studiengangskonzept orientiert sich an der internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation, WHO), einem bio-psycho-sozialen Gesundheitsmodell. In diesem Modell gelten körperliche, psychische und soziale Ressourcen als wesentliche Voraussetzung für Gesundheit. Schwerpunkte sind bewegungsbasierte Prävention und Therapie sowie gesundes Altern, Langlebigkeit. Der Studiengang vermittelt Inhalte und Kompetenzen, die Absolvent*innen befähigen, wissenschaftlich zu arbeiten und in Berufsfeldern der Prävention und Therapie durch Sport und Bewegung wissenschaftlich fundierte Ansätze zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren. Fachkompetenz: 1) Die Absolvent*innen können Veränderungen der Funktionsfähigkeit und der zugrunde liegenden körperlichen, psychischen und sozialen Ressourcen aus sport-, bewegungs- und trainingswissenschaftlicher Perspektive evaluieren, indem sie wissenschaftliche Erkenntnisse über bio-psycho-soziale Ressourcen sowie geschlechtersensible Aspekte von Gesundheit beurteilen, um im Berufsfeld (alters- oder krankheitsbedingte) Veränderungen der Funktionsfähigkeit und Gesundheit im Lebensverlauf für verschiedene Zielgruppen zu bewerten. 2) Die Absolvent*innen können zielgruppenorientierte bewegungsbasierte Interventionen entwickeln, indem sie wissenschaftliche Studien, systematische Reviews und Meta-Analysen bewerten, um im Berufsfeld evidenzbasierte bewegungsbasierte Interventionen für verschiedene Zielgruppen zu konzipieren. 3) Die Absolvent*innen können sporttherapeutische, bewegungsorientierte Maßnahmen in präventiven und therapeutischen Settings implementieren, indem sie evidenzbasierte Trainingsprinzipien, patient*innenspezifische Assessments und interprofessionelle Leitlinien integrieren und didaktische Leitprinzipien anwenden, um im Berufsfeld individualisierte Präventions- und Therapieprogramme für verschiedene Zielgruppen als Sporttherapeut*innen umzusetzen. Methodenkompetenz: 4) Die Absolvent*innen können neue Methoden und Instrumente für die Untersuchung von körperlichen und psychischen Funktionen konzipieren, indem sie bestehende Methoden und Instrumente hinsichtlich Optimierungs- und Entwicklungspotenzial beurteilen, um im Berufsfeld neue Methoden und Instrumente für verschiedene Zielgruppen zu entwickeln. 5) Die Absolvent*innen können die einzelnen Schritte eines Forschungsprozesses entwickeln, indem sie wissenschaftliche Theorien, Forschungsdesigns und Bewertungsinstrumente gezielt anwenden, empirische Daten auswerten und Forschungsergebnisse analysieren, um im Berufsfeld wissenschaftlich fundierte Entscheidungen in Forschung und Praxis zu treffen sowie neue Konzepte zu erschaffen. 6) Die Absolvent*innen können digitale Innovationen einschätzen, indem sie relevante digitale Technologien und Künstliche Intelligenz hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten sowie ethischen Implikationen kritisch bewerten, um im Berufsfeld deren Potenzial zur Förderung und Erfassung körperlicher, psychischer und sozialer Ressourcen für verschiedene Zielgruppen zu beurteilen. 7) Die Absolvent*innen können Zielgruppen- und Kontext-geeignete Methoden für die Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse über passende Kanäle analysieren, indem sie verschiedene Kommunikationsarten und -kanäle kritisch gegenüberstellen, didaktische Vermittlungsstrategien analysieren, um im Berufsfeld die geeignete Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse an unterschiedliche Zielgruppen auszuwählen. Sozialkompetenz: 8) Die Absolvent*innen können Wertehierarchien für ihr Verhalten in multiprofessionellen Teams ausbilden, indem sie ihre Kommunikationsstrategien, Moderationstechniken und Methoden der Teamarbeit beurteilen und kritisch hinterfragen, wie diese zur Schaffung einer inklusiven, diskriminierungsfreien Wertekultur beitragen, um im Berufsfeld in interdisziplinären Teams gemeinsame Einstellungen zu vertreten. Selbstkompetenz: 9) Die Absolvent*innen können ihre wissenschaftlichen und praktischen Entscheidungen kritisch reflektieren, indem sie angelehnt an ethische, methodische und wissenschaftstheoretische Prinzipien ihre Entscheidungen ableiten, um im Berufsfeld daraus begründete persönliche Grundsätze für ihr berufliches Handeln zu entwickeln. https://www.who.int/standards/classifications/international-classification-of-functioning-disability-and-health Qualifikationsziele 10) Die Absolvent*innen können ihr professionelles Handeln im wissenschaftlichen und therapeutischen Umfeld nach den ethischen Werten (Integrität, Verantwortung, Vertraulichkeit, Transparenz, Nicht-Schaden) richten, indem sie ethische Dilemmata und rechtliche Rahmenbedingungen überprüfen, um im Berufsfeld ihr persönliches und berufliches Verhalten im Umgang mit Teilnehmenden von Forschungsprojekten, Kund*innen und Patient*innen ethisch vertretbar auszurichten. 11) Die Absolvent*innen können eine von Selbstwirksamkeit und Resilienz geprägte Haltung vertreten, indem sie ihre Entwicklungspotentiale analysieren und gezielt Strategien zur Selbstreflexion und zum Selbstmanagement anwenden, um im Berufsfeld ihr persönliches und berufliches Verhalten reflektiert und resilient auszurichten. 12) Die Absolvent*innen können beständige Handlungsprinzipien ableiten und ihr professionelles Verhalten daran anpassen, indem sie ihre Wertehaltungen im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen und Anforderungen relevanter Berufsfelder reflektieren, um daraus tragfähige Konsequenzen für ihre professionelle Weiterentwicklung abzuleiten und ihr berufliches Verhalten dauerhaft daran auszurichten. Modulbeschreibung 1 Modultitel: Biomedizinische und rehabilitationswissenschaftliche Aspekte Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Biomedical and rehabilitation science aspects Kurzbezeichnung SBT1 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 1. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 300 h / 10 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Innere Erkrankungen I 2 SWS / 30 h / 45 h / 1. FS / VL / deutsch / nein b) Orthopädie I 1 SWS / 15 h / 60 h / 1. FS / VL / deutsch / nein c) Neurologie I 2 SWS / 30 h / 45 h / 1. FS / VL / deutsch / nein d) Psychiatrie/Psychosomatik I 2 SWS / 30 h / 45 h / 1. FS / VL / deutsch / nein Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, die pathophysiologischen Grundlagen akuter und chronischer orthopädischer und innerer Erkrankungen, sowie neurologischer und psychischer Störungen im Lebensverlauf zu erklären. Die Studierenden sind in der Lage, die Bedeutung dieser Krankheitsbilder für Prävention und Rehabilitation zu analysieren und den Bedarf an sport- und bewegungstherapeutischen Maßnahmen zu skizzieren. Die Studierenden sind in der Lage, den Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Bewegungsapparates, relevanter Organsysteme (z. B. Herz-Kreislauf-, Stoffwechselsystem), sowie das Nervensystem und die Dynamik psychischer Prozesse zu erklären und die Relevanz für sport- und rehabilitationswissenschaftliche Fragestellungen zu erkennen. Zentrale Inhaltsbereiche a) Innere Erkrankungen I: • Evidence Based Medicine (EBM) und Scoring-Systeme in der Inneren Medizin • Kardiovaskuläre Risikofaktoren und abgeleitete Empfehlungen (z. B. Bewegungsmangel, Rauchen, Adipositas, Fettstoffwechselstörung, Hypertonie, Metabolisches Syndrom, Klima- und Umweltaspekte) • Biomedizinische Aspekte • Ernährungsaspekte • Genderspezifische Aspekte • Altersassoziierte Verläufe und Risikofaktoren • Diabetes mellitus Typ I und II b) Orthopädie I: • Osteoporose Modulbeschreibung 2 • Arthrose und TEP • Rheumatischer Formenkreis • Frakturen • Altersassoziierte Besonderheiten • Verletzungen und Erkrankungen der Wirbelsäule • Verletzungen und Erkrankungen der oberen Extremitäten • Verletzungen und Erkrankungen der unteren Extremitäten c) Neurologie I: • Neuroanatomie • Neuropsychologie • Schlaganfälle • Multiple Sklerose • Querschnittslähmungen • Schädelhirntraumen • Epilepsien • Kopfschmerzen • Parkinson-Syndrome • Demenzsyndrome d) Psychiatrie/Psychosomatik I: • Einführung in die Psychiatrie / Psychosomatik, Gerontopsychiatrie • Störungen durch Substanzgebrauch • Verhaltenssüchte • Psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter • Persönlichkeitsstörungen • Grundlagen Psychotherapiemethoden • Affektive Störungen, • Schizophrenien, • Essstörungen, • somatoforme Störungen, • Angst- und Zwangsstörungen, • dissoziative Störungen, • Posttraumatische Belastungsstörungen Lehr- und Lernmethoden Vorlesung, Flipped Classroom, Blended Learning Empfohlene Literatur Falkai, P., Laux, G., Deister, A., & Möller, H.-J. (2021). Duale Reihe Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (7., vollständig überarbeitete Auflage). Stuttgart: Georg Thieme. Froböse, I. & Wilke, C. (2022). Trainingstherapie in der Rehabilitation (1. Auflage). München: Urban & Fischer. Herold, G. (2025). Innere Medizin 2026. Köln: Dr. Gerd Herold Verlag. Joisten, C. (2023). Repetitorium Sportmedizin. Berlin: Springer. Niethard, F. U., Pfeil, J., & Biberthaler, P. (2022). Orthopädie und Unfallchirurgie (9. Auflage). Stuttgart: Thieme. Zettl, U. & Sieb, J. P. (2025). Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen (7. Auflage). München: Elsevier. Modulbeschreibung 3 Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Keine Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote MC-Klausur / 2 Stunden / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 4 Modultitel: Gesellschaftliche Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Social framework conditions in healthcare Kurzbezeichnung SBT2 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 1. FS Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 240 h / 8 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Soziale Determinanten von Gesundheit und Langlebigkeit 2 SWS / 30 h / 45 h/ 1. FS / SE / deutsch / ja b) Einführung in gesundheitspolitische und gesundheitswissen- schaftliche Aspekte 1 SWS / 15 h / 30 h / 1. FS / VL / deutsch / nein c) Rechtliche Grundlagen 1 SWS / 15 h / 30 h / 1. FS / VL / deutsch / nein d) Settingsbezogenes Gesundheits- und Therapiemanagement 2 SWS / 30 h / 45 h/ 1. FS / SE / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, soziale Determinanten von Gesundheit, Krankheit und Beeinträchtigung zu erklären. Die Studierenden sind in der Lage, Methoden empirischer Sozialforschung, hinsichtlich der Angemessenheit zu bewerten und Studien zu sozialen Determinanten von Gesundheit und Langlebigkeit kritisch zu diskutieren. Die Studierenden sind in der Lage, zentrale Konzepte, wie Inklusion, Exklusion, Integration und Teilhabe für die kritische Analyse und das zielgruppenspezifische Design von Prävention- und Reha-Angeboten anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, setting- und zielgruppenspezifisch und zielgruppenübergreifend zu planen, umzusetzen und zu evaluieren, in dem sie das Setting und die Zielgruppen mit einbeziehen. Die Studierenden sind in der Lage, Arbeitsergebnisse durch interprofessionelle Kompetenz und kooperative Kommunikationsfähigkeit zu optimieren. Die Studierenden sind in der Lage, die Grundlagen der Mitarbeitendenführung verantwortungsvoll auf die Leitung von Gruppen oder Organisationen anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, Strukturen und Prozesse des deutschen Gesundheitssystems, sowie betriebswirtschaftliche Grundlagen in ihrem professionellen Handeln reflektiert zu berücksichtigen. Modulbeschreibung 5 Die Studierenden sind in der Lage, anhand konkreter Fallbeispiele komplexe Managementprozesse im Gesundheits- und Therapiekontext Setting bezogen umzusetzen und zu evaluieren. Die Studierenden sind in der Lage, das Zusammenwirken verschiedener gesundheitswissenschaftlicher Disziplinen zu erkennen und dieses Wissen auf konkrete Fälle in Forschung und Praxis anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, geeignete Techniken und Methoden des Teammanagements anzuwenden, um mit Problemen und Konflikten im Team vorausschauend und lösungsorientiert umzugehen. Zentrale Inhaltsbereiche a) Soziale Determinanten von Gesundheit und Langlebigkeit: • Definition von Gesundheit und Krankheit in der Gesell- schaft (Gesundheit als soziales Konstrukt) • Zusammenhang von gesundheitlicher und sozialer Un- gleichheit (gesundheitliche Ungleichheit) • Einfluss sozialer Faktoren auf die gesundheitliche Lage spezifischer Bevölkerungsgruppen und deren Teilhabe an Leistungen des Gesundheitssystems (u.a. im höheren Le- bensalter, nach Geschlecht, mit Migrationsgeschichte, mit Behinderung, nach sozialer Lage) • Soziale Determinanten des Alterns, Entwicklungsaufgaben im Alter (Arbeit, Ruhestand, Rollenwandel) b) Einführung in gesundheitspolitische und gesundheitswissen- schaftliche Aspekte: • Public Health • Aktuelle Inhalte der Prävention und Rehabilitation • Medical research framework und Logic Modelle • Versorgungsforschung • Bewegungsbezogene Versorgungsforschung • Unterschiede zwischen klinischer Forschung und Versor- gungsforschung • Gesundheitsberichterstattung und kommunale Gesund- heitsförderung • Interprofessionelle und Interdisziplinäre Zusammenarbeit • Intervention Mapping • Betriebliches Gesundheitsmanagement, Bezüge zur Ar- beitswissenschaft, Ergonomie • Systemperspektive (Gesundheitsökonomie und Sozialpoli- tik) c) Rechtliche Grundlagen: • Aufbau und Strukturen des deutschen Gesundheitssys- tems • präventions- und rehabilitationsbezogene Gesetzesgrund- lagen Modulbeschreibung 6 • Medizinische Leitlinien und Rehabilitationstherapiestan- dards • Kostenträger und Leistungsgruppen • GKV: Leistungsprinzipien, Ausgaben im Gesundheitswesen • ICD und ICF • Versorgungssysteme für Ältere G-BA d) Settingsbezogenes Gesundheits- und Therapiemanagement: • Begriffsklärung: Setting, Gesundheitsmanagement, Thera- piemanagement • Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Settings (z. B. Schule, Betrieb, Krankenhaus, Gemeinde, Reha-Einrich- tung, Pflegeheim) • Modelle im Rahmen des Gesundheitsmanagements und der Gesundheitsförderung (z. B. Ottawa-Charta, Public Health Action Cycle) • Einführung in fallbasiertes Lernen (Case-Based Learning) • Systemische Betrachtung: Akteur*innen, Strukturen, Pro- zesse, Ressourcen • Werkzeuge der Fallanalyse (z.B. Stakeholder-Analyse, SWOT-Analyse, Problembaum / Wirkungsdiagramm, Pati- ent*innen- oder Klient*innenpfade) • Fallbasierte Analyse: z.B. o Einführung eines Bewegungsprogramms in einer Reha-Klinik im Bereich psychosomatische Erkran- kungen o Präventionsprojekt in einer Schule (z. B. psychi- sche Gesundheit) o Implementierung eines digitalen Gesundheitsför- derungskonzept in einer Pflegeeinrichtung o Betriebliches Gesundheitsmanagement in einem KMU Lehr- und Lernmethoden Frontalunterricht, Diskussion, Textarbeit, Gruppenarbeit, blended learning Empfohlene Literatur Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (2025). Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention. https://doi.org/10.17623/BIOEG:Q4-LBPGF-25 Dockweiler, C., Stark, A. L., & Albrecht, J. (Hrsg.). (2023). Settingbezogene Gesundheitsförderung und Prävention in der digitalen Transformation: Transdisziplinäre Perspektiven. https://doi.org/10.5771/9783748913641 Haring, R. (2022). Gesundheitswissenschaften. München: Springer. Hurrelmann, K. & Razum, O. (2012). Handbuch Gesundheitswissenschaften. Weinheim: Beltz Juventa. Tiemann, M. & Mohokum, M. (2021). Prävention und Gesundheitsförderung. Berlin: Springer. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. https://doi.org/10.17623/BIOEG:Q4-LBPGF-25 https://doi.org/10.5771/9783748913641 Modulbeschreibung 7 Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Artikelpräsentation und Diskussionsmoderation, Vorstellung der Fallanalysen (Poster, Pitch oder Präsentation) Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Klausur (fallbasiert) / 90 Minuten / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 8 Modultitel: Beratung / Betreuung / Verhaltensänderung Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Counceling / coaching / behavioral change Kurzbezeichnung SBT3 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 1. FS Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 210 h / 7 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Motivation und Verhaltensmodifikation 1 SWS / 15 h / 30 h / 1. FS / SE / deutsch / nein b) Gesprächsführung und Kommunikation 2 SWS / 30 h / 30 h / 1. FS / SE / deutsch / ja c) Systemisches Coaching und lebensorientierte Intervention 2 SWS / 30 h / 30 h / 1. FS / SE / deutsch / ja d) Methodik und Didaktik von therapeutischem Handeln 1 SWS / 15 h / 30 h / 1. FS / SE / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, gesundheitspsychologische (modell-) theoretische Grundlagen von Verhalten, Motivation und Verhaltensmodifikation anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, eigenständig Beratungs-, Betreuungs- und Verhaltensänderungsprozessen im unmittelbaren Kontakt mit Menschen in Settings der Prävention und Rehabilitation (bspw. Bewegungstherapie, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Personal Coaching) zu planen, durchzuführen, zu evaluieren und diese zu dokumentieren. Die Studierenden sind in der Lage, zielgruppenorientierte sowie saluto- und pathogenetischorientierte bewegungsbezogene Beratung-, Betreuung- und Therapieangebote zu gestalten. Die Studierenden sind in der Lage, biologisch-funktionelle und psychosoziale Zielsetzungen bei der Planung, Gestaltung und Umsetzung von Beratung, Betreuung und Therapie zu verknüpfen. Die Studierenden sind in der Lage, Techniken von Gesprächsführung und Kommunikation anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, ihre Beziehungen zu Klient*innen bzw. Patient*innen im Beratungs-, Betreuungs-, Therapiekontext zu reflektieren und in praktischer Anwendung aktiv zu gestalten. Zentrale Inhaltsbereiche a) Motivation und Verhaltensmodifikation: • Psychologische Theorien • Modelle und Determinanten von Motivation und Verhal- tensänderung Modulbeschreibung 9 • theoriegeleitete psychologische und psychosoziale Strate- gien • Techniken und Maßnahmen von Verhaltensänderung in Beratung, Betreuung und therapeutischen Kontexten b) Gesprächsführung und Kommunikation: • Techniken von Gesprächsführung und Kommunikation • Grundlagen und Methoden in der Beziehungsgestaltung in Betreuungs-, Beratungs- und Therapiekontexten • Evaluation von Beziehungsqualität • Umgang mit spezifischen Problemstellungen und Heraus- forderungen der Gesprächsführung, Kommunikation und in der Beziehungsgestaltung c) Systemisches Coaching und lebensorientierte Intervention: • Grundlagen zum systemischen Coaching (z.B. Formen, Be- ratungsablauf, Beratungsphasen) • Prinzipien psychologischer bzw. psychosozialer Strategien und Techniken • Anwendung von Strategien und Techniken zum Auf- bau/Förderung krankheits- und gesundheitsrelevanter Be- dingungen, Eigenschaften und Verhaltensweisen • spezifische Prozess- und Ergebnisevaluation im Rahmen von Betreuung, Beratung und Therapie, sowie deren Do- kumentationsmöglichkeiten d) Methodik und Didaktik von therapeutischem Handeln: • Methodisch-didaktische Prinzipien in der Konzeption und Planung bewegungsbezogener Inhalte in präventiven und klinischen Settings (z.B. Stundenverläufe) • Verknüpfung psychosozialer und biologisch-funktioneller Zielsetzungen bei der Planung bewegungsbezogener In- halte in präventiven und klinischen Settings • Vermittlung bewegungsbezogener Inhalte in präventiven und klinischen Settings Lehr- und Lernmethoden Frontalunterricht, Gruppenarbeit, studentische Präsentation, praktische Demonstration (Studierende und Dozierende), Selbsterfahrung/Selbstreflexion, Fallarbeit, E-Learning, Selbstlernen Empfohlene Literatur Bengel, J. & Jerusalem, M. (2009). Handbuch der Gesundheitspsychologie und medizinischen Psychologie. Göttingen: Hogrefe. Bamberger, G. G. (2025). Lösungsorientierte Beratung (7. Aufl.). Weinheim: Beltz. Brinkmann, R. (2021). Angewandte Gesundheitspsychologie (2., aktualisierte Auflage). München: Pearson. Engbert, K. (2011). Mentales Training im Leistungssport: Ein Übungsbuch für den Schüler- und Jugendbereich (1. Aufl.). Waiblingen: Neuer Sportverlag. Jerusalem, M. & Weber, H. (2003). Psychologische Gesundheitsförderung. Göttingen: Hogrefe. Modulbeschreibung 10 Quirin, M., Jonas, E., & Graßmann, C. (2026). Coachingpsychologie: Grundlagen, Methoden und Anwendungsgebiete. Wiesbaden: Springer Fachmedien. Schlippe, A. von & Schweitzer, J. (2010). Systemische Interventionen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Schwarzer, R. (2004). Psychologie des Gesundheitsverhaltens: Einführung in die Gesundheitspsychologie (3., überarb. Aufl.). Göttingen: Hogrefe. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Falldokumentation / 10 Seiten / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 11 Modultitel: Vertiefende wissenschaftliche Denk- und Arbeitsmethoden Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Advanced scientific thinking and working methods Kurzbezeichnung SBT4 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 1. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 180 h / 6 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Wissenschaftstheorie, -ethik, -management 1 SWS / 15 h / 15 h / 1 / VL / deutsch / nein b) Quantitative und qualitative Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens 1 SWS / 30 h / 30 h / 1 / VL / deutsch / nein c) Quantitative Datenerhebung und inferenzstatistische Verfah- ren 2 SWS / 15 h / 15 h / 1 / ÜB / deutsch / ja d) Qualitative Datenerhebung und -analyse 2 SWS / 15 h / 15 h / 1 / ÜB / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, die Angemessenheit wissenschaftstheoretischer Ansätze, quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden sowie Mess- und Testverfahren zu analysieren. Die Studierenden sind in der Lage, methodologische, ethische und wissenschaftstheoretische Prinzipien auf Entscheidungsprozesse im wissenschaftlichen Arbeiten anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, wissenschaftliche Studien, systematische Reviews und Meta-Analysen hinsichtlich ihrer methodischen Qualität, Aussagekraft und Anwendbarkeit auf verschiedene Zielgruppen kritisch zu evaluieren. Die Studierenden sind in der Lage, wissenschaftliche Erkenntnisse über bio-psycho-soziale Ressourcen und geschlechtersensible Aspekte von Gesundheit im Hinblick auf alters- oder krankheitsbedingte Veränderungen der Funktionsfähigkeit im Lebensverlauf verschiedener Zielgruppen zu analysieren. Die Studierenden sind in der Lage, die Qualität erhobener Daten mittels Reliabilitäts- und Plausibilitätsprüfungen bzw. qualitativer Gütekriterien zu bewerten und daraus Maßnahmen zur Verbesserung des Messprotokolls bzw. des Untersuchungsdesigns abzuleiten. Zentrale Inhaltsbereiche a) Wissenschaftstheorie, -ethik, -management: • Wissenschaftstheoretische Grundlagen inkl. ethischer Di- mensionen Modulbeschreibung 12 • Prinzipien und Regeln der wissenschaftlichen Kommunika- tion • Verständnis von Evidenzgraden • Grundlagen der Evaluations- und Implementierungsfor- schung • Projektmanagement in der Forschung • Ethik und Datenschutz • Drittmittelakquise b) Quantitative und qualitative Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens: • Operationalisierung von Forschungszielen und For- schungsfragen • Studiendesigns • Grundlagen quantitativer und qualitativer Erhebungsme- thoden • Psychometrische Eigenschaften von Messmethoden • Mixed-Methods-Ansätze c) Quantitative Datenerhebung und inferenzstatistische Verfah- ren: • Grundlagen systematischer Datenerhebung • Kritische Analyse von Daten und Datenauswertung: Mess- fehler erkennen, Qualitätsmanagement • Anwendung statistischer Verfahren • Kenntnis und Anwendung der Methoden der kausalen In- ferenz in Beobachtungs- und Experimentalstudien • Nutzung statistischer Software d) Qualitative Datenerhebung und -analyse: • Theoretische Grundlagen der qualitativen Gesundheits- und Langlebigkeitsforschung • Entwicklung qualitativer Forschungsdesigns • Anwendung qualitativer Datenerhebungstechniken • Durchführung qualitativer Datenanalyse • Reflexivität und inter-/transdisziplinäre Zusammenarbeit • Anwendung zentraler Gütekriterien Lehr- und Lernmethoden Frontalunterricht, Diskussion, Übungen, Datenanalyseübungen, Gruppenarbeit, Fallarbeit Empfohlene Literatur Faraway (2009). Linear models with R. London: Taylor & Francis. Healy, K. (2018). Data Visualization: A Practical Introduction. Princeton, NJ: Princeton University Press. Neter, J., Kutner, M. H., Nachtsheim, C. J., & Wasserman, W. (1996). Applied linear statistical models. New York, NY: McGraw-Hill/Irwin. Thomas, J., Nelson, J., & Silverman, S. (2015). Research Methods in Physical Activity. Champaign, Il: Human Kinetics. O'Reilly, M., Archard, P., & Kiyimba, N. (2025). Qualitative health research: A practical guide for clinical practitioners. London: Routledge. Modulbeschreibung 13 Wickham, H. & Grolemund, G. (2016). R for data science: import, tidy, transform, visualize, and model data. Santa Rosa, CA: O'Reilly Media, Inc. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Dokumentation / 10 Seiten / 50% Präsentation / 15 Minuten / 50% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 14 Modultitel: Zielgruppenspezifische Gesundheitsförderung und Präventionsarbeit Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Target group-specific health promotion and prevention Kurzbezeichnung SBT5 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 2. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 240 h / 8 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Gesundheitsförderung mit Kindern und Jugendlichen 2 SWS / 30 h / 45 h / 2 / SE / deutsch / ja b) Aging Workforce und Betriebliches Gesundheitsmanagement 2 SWS / 30 h / 45 h / 2 / SE / deutsch / ja c) Gesundheits- und Mobilitätsförderung im Alter im Kontext von Longevity 2 SWS / 30 h / 60 h / 2 / SE / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, gesundheits- und mobilitätsrelevante Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen entlang des Lebensverlaufs mithilfe von geeigneten Screenings sowie unter Berücksichtigung relevanter Kontextfaktoren systematisch zu analysieren. Die Studierenden sind in der Lage, evidenzbasierte, zielgruppen- und Setting gerechte bewegungsbasierte Interventionen zu konzipieren, Verhaltensänderungsstrategien zu integrieren und Gesundheitsgerechtigkeit zu berücksichtigen. Die Studierenden sind in der Lage, Implementierungs- und Evaluationspläne für Präventionsprogramme kritisch zu beurteilen. Die Studierenden sind in der Lage, die Perspektiven, Interessen und strukturellen Besonderheiten relevanter Stakeholder in verschiedenen Settings bei der Bearbeitung gesundheitsbezogener Fragestellungen angemessen einzubeziehen. Die Studierenden sind in der Lage, den Einsatz digitaler Technologien und Hilfsmittel hinsichtlich Eignung, Datensouveränität und ethischer Implikationen zu bewerten. Die Studierenden sind in der Lage, die Verbreitung gesundheitsbezogener Inhalte adressatengerecht über geeignete Kommunikationskanäle zu gestalten. Zentrale Inhaltsbereiche a) Gesundheitsförderung mit Kindern und Jugendlichen: • Grundlagen & Rahmenwerke der Präventionsarbeit im Kindes- und Jugendalter • Entwicklungspsychologie & motorische Entwicklung • Relevante Gesundheitsziele: körperliche Aktivität, Sitz- Modulbeschreibung 15 /Bildschirmzeit, Ernährung, Schlaf, mentale Gesundheit • Settings-Ansätze: Kita, Schule, Verein, Kommune o Gesundheitsfördernde Kita/Schule (Bewegte Schule, Pausenraumgestaltung, aktiver Schul- weg) o Kooperation mit Sportvereinen, Jugendhilfe, El- ternarbeit • Inklusion, Diversität & Vulnerabilität (Soziallagen, Migra- tion, sonderpädagogischer Förderbedarf, Geschlecht) • Schutzkonzepte & „Safeguarding“ im Kinder- und Jugend- sport • Digital gestützte Interventionen (Apps/Exergames, Wearables, Datenschutz bei Minderjährigen, Medienkom- petenz) • Diagnostik & Monitoring (Motorik- und Fitness-Screen- ings, Aktivitätstracking, einfache Feedbacksysteme) b) Aging Workforce und Betriebliches Gesundheitsmanagement: • Grundlagen, Konzepte & Rechtsrahmen des BGM/BGF (z. B. Präventionsgesetz, SGB V, Finanzierung, Kooperatio- nen) • Beteiligungsorientierung & Change-Management (Parti- zipative Prozesse, Führung & Kultur) • Betriebliche Bedarfsanalyse & Gefährdungsbeurteilung (Analyseinstrumente, Mitarbeiterbefragungen, Gesund- heitszirkel) • Kennzahlen, Wirkung & Wirtschaftlichkeit (Prozess-/Er- gebnis-Kennzahlen, ROI, Fehlzeiten-/Präsentismus-Ana- lysen, Altersstrukturanalyse) • Evidenzbasierte BGF-Interventionen (Schwerpunkt Be- wegung und Stress) • Konzeption und Evaluation von zielgruppenspezifischen BGF-Maßnahmen in unterschiedlichen Settings • Digitale Lösungen & Datenschutz im Betrieb (Wearab- les/Plattformen, Datenminimierung, Mitbestimmung, betriebliche Interessensvertretung) • Diversität & Demografie (Altersheterogene Teams, Barri- erefreiheit, Vereinbarkeit, Internationalisierung) • arbeitsbezogene Herausforderungen (Schichtarbeit, phy- sische/mentale Arbeitsbelastungen, Digitalisierung) • Return-to-Work & Case Management (Stufenweise Wie- dereingliederung, Schnittstellen Betrieb-Reha-Versor- gung) c) Gesundheits- und Mobilitätsförderung im Alter im Kontext von Longevity: • Healthy & Active Aging: Konzepte, Leitlinien, ICF-Per- spektive • Heterogenität im Alter im Kontext von Longevity • Mobilität, Teilhabe & Lebensqualität (Alltagsaktivität, Modulbeschreibung 16 Gehfähigkeit, Gleichgewicht, Sturz- und Frailty-Risiken) • Evidenzbasierte Interventionen (Kraft-/Gleichgewicht- /Ganganalytik-gestützte Programme, Dual-Task, Aus- dauer, Multikomponenten-Ansätze) • Spezifische Zielgruppen & Settings (Community, betreu- tes Wohnen, Pflege, ambulante Reha, Hausbesuche) • Sturzprävention & Sarkopenie (Screening (z. B. SPPB, TUG, Handkraft), Trainingsprinzipien, Progression & Si- cherheit) • Verhaltensänderung & Adhärenz (Motivational Intervie- wing, soziale Unterstützung, Gamification/Exergames) • Hilfsmittel & Technologien (Geh- und Mobilitätshilfen, IMUs/Wearables, Tele-/Home-based-Programme) • Barrierefreiheit & Umweltfaktoren (Wohnumfeld, Geh- weginfrastruktur, Beleuchtung, Sturzgefahren-Checklis- ten) • Diagnostik & Monitoring (Zielmetriken, Minimal De- tectable Change, Verlaufsfeedback für Teilnehmende) • Implementierung & Vernetzung (Schnittstellen Kom- mune-Hausarzt-Therapie-Pflegedienst, Seniorennetz- werke) Lehr- und Lernmethoden Gruppenarbeit, Fallarbeit/Fallstudien, Präsentation von Projektergebnissen, partizipative/ko-produktive Lernformen, Diskussion, Portfolio-Arbeit Empfohlene Literatur Bensa, K., & Sirok, K. (2023). Is it time to re-shift the research agenda? A scoping review of participation rates in workplace health promotion programs. Int. J. Environ. Res. Public Health, 20(3), 2757. Fan, R. S., Jiang, J. J., Zhou, Q. Y., Zhang, X. Y., Wu, Z. H., & Ji, L. (2026). Digital Health Interventions to Promote Physical Activity Among Adolescents: Systematic Review. J Med In- ternet Res. Feb 27;28:e82395. Grady, A., Lorch, R., Giles, L., …, & Yoong, S. L. (2025). The impact of early childhood education and care-based interven- tions on child physical activity, anthropometrics, funda- mental movement skills, cognitive functioning, and social- emotional wellbeing: A systematic review and meta-anal- ysis. Obes Rev, Feb;26(2):e13852, Epub 2024 Nov 7. Montero-Odasso, M., van der Velde, N., Martin, F. C. …, & the Task Force on Global Guidelines for Falls in Older Adults (2022). World guidelines for falls prevention and management for older adults: a global initiative, Age and Ageing, 51(9), September 2022, afac205. Schaller, A., Stassen, G., Baulig, L., & Lange, M. (2024). Physical ac- tivity interventions in workplace health promotion: objec- tives, related outcomes, and consideration of the setting- a scoping review of reviews. Front Public Health, (12)1353119. Modulbeschreibung 17 Sherrington, C., Fairhall, N. J., Wallbank, G. K., …, & Lamb, S. E. (2019). Exercise for preventing falls in older people living in the community. Cochrane Database of Systematic Reviews 2019, Issue 1. Art. No.: CD012424. Tuakli-Wosornu, Y. A., Burrows, K., Fasting, K., …, & Rhind, D. J. A. (2024). IOC consensus statement: interpersonal violence and safeguarding in sport. Br J Sports Med. Nov 28;58(22):1322-1344. World Health Organization (2020). WHO guidelines on physical ac- tivity and sedentary behaviour. World Health Organiza- tion. Zugriff am 26.02.2026 unter: https://www.who.int/publica- tions/i/item/9789240015128. Yin, X., Zhang, D., Shen, Y., Wang, Y., Wang, Z., & Liu, Y. (2025). Ef- fectiveness of school-based interventions on fundamental movement skills in children: a systematic review and meta-analysis. BMC Public Health. Apr 24;25(1):1522. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt ge- geben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Portfolio zu einem Präventionskonzept für eine der Zielgruppen Das Portfolio besteht aus drei Teilleistungen: • schriftliches Präventions- bzw. Gesundheitsförderungskonzept für eine gewählte Zielgruppe/Setting / 10 Seiten • Pitch/Projektpräsentation (evtl. als Aufzeichnung) des Kon- zepts mit adressatengerechter Begründung / 10 Minuten + 5 Minuten Diskussion • Regelmäßige, begleitende Reflexionselemente (z.B. zum Pro- zess, zum Ergebnis, zum Kompetenzzuwachs, zur Gruppenar- beit, zur persönlichen Entwicklung) / Bearbeitung von Leitfra- gen Portfolio / 3 Teilleistungen integriert / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.who.int/publications/i/item/9789240015128 https://www.who.int/publications/i/item/9789240015128 https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 18 Modultitel: Therapie und Rehabilitation im Lebensverlauf Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Therapy and rehabilitation throughout lifespan Kurzbezeichnung SBT6 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 2. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 360 h / 12 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Innere Erkrankungen II 4 SWS / 60 h / 45 h / 2. FS / SE / deutsch / ja b) Orthopädie II 4 SWS / 60 h/ 45 h/ 2. FS / SE / deutsch / ja c) Neurologie II 1 SWS / 15 h / 30 h / 2. FS / SE / deutsch / ja d) Psychiatrie / Psychosomatik II 4 SWS / 60 h/ 45 h/ 2. FS / SE / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, Veränderungen der Funktionsfähigkeit und der zugrunde liegenden körperlichen, psychischen und sozialen Ressourcen aus sport-, bewegungs- und trainingswissenschaftlicher Perspektive zu bestimmen, indem sie sich wissenschaftliche Erkenntnisse über bio-psycho-soziale Ressourcen sowie geschlechtersensible Aspekte von Gesundheit erschließen, um (alters- oder krankheitsbedingte) Veränderungen der Funktionsfähigkeit und Gesundheit im Lebensverlauf für verschiedene Zielgruppen zu analysieren. Die Studierenden sind in der Lage, sport- und bewegungstherapeutische Maßnahmen in präventiven und therapeutischen Settings anzuwenden und zu organisieren, indem sie evidenzbasierte Trainingsprinzipien, didaktische Leitprinzipien sowie fachspezifische Konzepte und Theorien nutzen, um Präventions- und Therapieprogramme für verschiedene Zielgruppen als Sport- und Bewegungstherapeut*innen umzusetzen. Die Studierenden sind in der Lage, Methoden und Instrumente für die Untersuchung von körperlichen und psychischen Funktionen zu erläutern, um diagnostische Möglichkeiten benennen zu können. Die Studierenden sind in der Lage, ihr persönliches Lehr- und Therapeut*innenverhalten abzuwägen, indem sie Kommunikationsstile, eigene Werte und beeinflussende didaktische Maßnahmen erkennen, um über die Bedeutung von Therapeut*innenverhalten und Beziehungsgestaltung reflektieren zu können. Zentrale Inhaltsbereiche übergreifend: • Medizinische Grundlagen Modulbeschreibung 19 • sporttherapeutische und diagnostische Verfahren • angepasste sport- und bewegungstherapeutische Methoden bei ausgewählten Erkrankungen und Indikationen • Vermittlung und kritische Bewertung der aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisse über die Wirksamkeit angepasster Bewegungsinterventionen bei ausgewählten Interventionsfeldern sowie deren Aufnahme in aktuelle Empfehlungen / Leitlinien der wissenschaftlichen Fachgesellschaften • Entwicklung und Evaluation von indikationsspezifischen Rahmen- und Therapieplänen bei ausgewählten Krankheiten auf der Basis der Ergebnisse diagnostischer Verfahren • Evaluationsverfahren in Therapie und im Rehabilitationsverlauf bei ausgewählten Erkrankungen und zu spezifischen Thematiken a) Innere Erkrankungen II: • Grundlagen häufiger innerer Erkrankungen und abgeleitete evidenzbasierte Trainingstherapien (insb. in der Onkologie, Pneumologie, Nephrologie, Angiologie, Kardiologie und Hämatologie) • Grundlagen der Organspende in Deutschland und Besonderheiten der Sport- und Bewegungstherapie bei Transplantierten • Genderspezifische Aspekte und internistische Implikationen der Menopause • Besonderheiten im Alternsgang (z.B. Frailty und Sarkopenie) • Zielgruppenspezifische Diagnostik im Rahmen der Sport- und Bewegungstherapie • Besonderer Einfluss von Umgebungsfaktoren für Sport und Bewegung bei inneren Erkrankungen (z.B. Höhenmedizin, Tauchmedizin, Medium Wasser) b) Orthopädie II: • Inhalte in Bezug auf orthopädisch / traumatologische Krankheitsbilder (siehe Grundlagen im 1.FS) • Rehabilitation und therapeutische Interventionen bei o.g. Krankheitsbildern • Fallbeispiele c) Neurologie II: • Inhalte in Bezug auf Krankheitsbilder (siehe Grundlagen im 1.FS) • Rehabilitation und therapeutische Interventionen bei o.g. Krankheitsbildern d) Psychiatrie/Psychosomatik II: • Grundlagen der Bewegung-/Sporttherapie bei psychiatrischen/psychosomatischen Erkrankungen Modulbeschreibung 20 • Inhalte in Bezug auf Krankheitsbilder (siehe Grundlagen im 1.FS) • Grundlegende psychologische/psychotherapeutische und pädagogische, bewegungstherapeutische Konzepte (z. B. Emotionsregulation, Ressourcen/Defizitorientierung, qualitatives Bewegungsverhalten) • Rehabilitation und therapeutische Interventionen bei o.g. Krankheitsbildern • Grundlagen des therapeutischen Verhaltens und Beziehungsgestaltung bei psychosomatischen und psychiatrischen Erkrankungen • Störungsübergreifende bewegungstherapeutische Thematiken in Psychiatrie/Psychosomatik Lehr- und Lernmethoden Vorträge, Präsentation ausgewählter Themenbereiche, Exkursionen, aktivierende Gruppenarbeit, exemplarische Praxisstunden, Rollenspiel, praktische Anwendung und Erprobung ausgewählter Verfahren anhand von Fall-/oder Themenbeispielen Empfohlene Literatur Baumann, F. & Schüle, K. (2022). Bewegungstherapie in der Onkologie. Köln: Deutscher Ärzteverlag. Clini, E., Holland, A. E., Pitta, F., & Troosters, T. (2018). Textbook of Pulmonary Rehabilitation. Berlin: Springer. Froböse, I. & Wilke, C. (2022). Trainingstherapie in der Rehabilitation (1. Auflage). München: Urban & Fischer. Herold, G. (2025). Innere Medizin 2026. Köln: Dr. Gerd Herold Verlag. Hölter, G. (2011). Bewegungstherapie bei psychischen Erkrankungen: Grundlagen und Anwendung. Köln: Deutscher Ärzteverlag. Joisten, C. (2023). Repetitorium Sportmedizin. Berlin: Springer. Niebauer, J. (2025). Cardiac Rehabilitation Manual. Berlin: Springer. Niethard, F. U., Pfeil, J., & Biberthaler, P. (2022). Orthopädie und Unfallchirurgie (9. Auflage). Stuttgart: Thieme. Thimme, T., Deimel, H., & Hölter, G. (2021). Bewegung und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen: Grundlagen - Störungsbilder - Therapie. Stuttgart: Schattauer. Van den Berg, F. (2022). Angewandte Physiologie. Das Bindegewebe des Bewegungsapparates verstehen und beeinflussen (5. Auflage). Stuttgart: Thieme. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Keine Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Mündliche Prüfung (Prüfung der Anwendung vermittelter Verfahren z.B. anhand von Krankheitsbildern) / 20-30 Minuten pro Person / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 21 Änderungen vorbehalten Modulbeschreibung 22 Modultitel: Forschungsschwerpunkt I: Planung, Durchführung & Evaluation Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Research focus I: Development, implementation, and evaluation Kurzbezeichnung SBT7 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 2. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 270 h / 9 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Reviews & Meta-Analysen 2 SWS / 30 h / 60 h / 2 / SE / deutsch / ja Für b) und c): wahlweise 1 aus 3 (Wahl bleibt für das Modul 10 im 3. Fachsemester: „Forschungsschwerpunkt II“ bestehen): 1) Sport- und Bewegungstherapie 2) Prävention 3) Bewegungsbezogene Gesundheitsforschung b) Konzept & Methodik 2 SWS / 30 h / 60 h/ 2 / SE / deutsch / ja c) Umsetzung und Reflexion 2 SWS / 30 h/ 60 h/ 2 / ÜB / deutsch / ja maximal 10 Teilnehmer pro Schwerpunkt (Abfrage von 1./2./3. Wunschbelegung) Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, die einzelnen Schritte eines Reviews - von der präzisen Forschungsfrage über Such‑, Auswahl‑ und Bewertungsstrategien bis zur kritischen Beurteilung der Studienqualität und Synthese der Erkenntnisse - zu evaluieren. Die Studierenden sind in der Lage, einzelne Schritte eines Reviews durchzuführen und dabei relevante Studien zu identifizieren, um Anknüpfungspunkte für evidenzbasierte bewegungsbezogene Interventionen und zugehörige Forschungsprojekte daraus ableiten zu können. Die Studierenden sind in der Lage, ein vollständiges, registerfähiges Studienprotokoll zu entwerfen und methodisch zu begründen. Die Studierenden sind in der Lage, für einen selbst gewählten Forschungsschwerpunkt eine präzise Forschungsfrage abzuleiten und darauf aufbauend ein theoretisch und methodisch konsistentes Studien‑ bzw. Interventionsprotokoll inklusive Zeit‑ und Ressourcenplanung zu konzipieren. Die Studierenden sind in der Lage, ihr Studiendesign zu pilotieren und kritisch zu evaluieren (z. B. Beurteilung der Machbarkeit von Datenerhebung und -analyse). Zentrale Inhaltsbereiche a) Reviews & Meta-Analysen: • Einordnung von Reviews in die Wissenschaftssystematik Modulbeschreibung 23 • Überblick über verschiedene Review-Typen (z. B. Scoping Review, Systematic Review, Meta-Analyse) • Formulierung geeigneter wissenschaftlicher Fragestellun- gen für Reviews • Entwicklung geeigneter Suchstrategien in wissenschaftli- chen Datenbanken • Festlegung von Ein- und Ausschlusskriterien • Recherche über PubMed, Cochrane, Scopus, etc. • Rolle von Künstliche Intelligenz (KI) im Reviewprozess • Dokumentation und Transparenz des Auswahlprozesses • Bewertung der Qualität und Relevanz eingeschlossener Studien • Anwendung von Auswahl- und Bewertungsstrategien in Reviews • Grundlagen zur systematischen Synthese und Ergebnis- darstellung • Anwendung des PRISMA-Flows zur Studienauswahl und - dokumentation • Extraktion und Kodierung von Studiendaten • Eigenschaften und Besonderheiten von Meta-Analysen b) Konzept & Methodik: • Entwicklung einer Forschungsidee im gewählten Schwer- punkt • Formulierung und Eingrenzung einer Forschungsfrage • Auswahl und Begründung eines geeigneten Forschungsde- signs • Konzeption eines Studienprotokolls • Ethik-Antrag und rechtliche Rahmenbedingungen • Integration interdisziplinärer Perspektiven • Zusammenarbeit mit Partner*innen aus Praxis, Technolo- gie, Politik • Ressourcenplanung, Machbarkeitsanalyse und Zeitma- nagement • Entwicklung eines Evaluationskonzepts zur Qualitätssiche- rung c) Umsetzung und Reflexion: • Umsetzung einer kleinen empirischen Studie oder explo- rativen Untersuchung • Rekrutierung der Studienstichprobe und Datenerhebung • Anwendung geeigneter Erhebungsmethoden • Dokumentation und reflexive Begleitung des Forschungs- prozesses • Methodenkritik (u.a. Datenerhebung) und Reflexion der Pilotierung • Diskussion ethischer Herausforderungen im Forschungs- kontext • Reflexion persönlicher Entwicklungsprozesse im wissen- schaftlichen Arbeiten Modulbeschreibung 24 • Verteidigung von Forschungsergebnissen im Kolloquium (TIDieR-Checkliste oder vergleichbare (für Beschreibung und Replikation von Interventionen)) Lehr- und Lernmethoden forschendes Lernen, Projektarbeit in Kleingruppen, Diskussion, Journal Club, Peer-Feedback, Coaching, Supervision Empfohlene Literatur Gough, D., Oliver, S., & Thomas, J. (2017). An introduction to systematic reviews (2nd edition). London: SAGE. Gurevitch, J., Koricheva, J., Nakagawa, S. & Stewart, G. (2018). Meta-analysis and the science of research synthesis. Nature, 555, 175-182. Higgins, J. P. T. & Thomas, J. (2019). Cochrane Handbook for Systematic Reviews of Interventions (2nd edition). Hoboken, NJ: Wiley-Blackwell. Kornmann, J. M., Ennigkeit, F., Hänsel, F., & Bös, K. (2024). Erfolgreiches Forschen im Sportstudium: Von der Idee zur Präsentation der Ergebnisse. Berlin, Heidelberg: Springer. Munn, Z., Peters, M. D. J., Stern, C., Tufanaru, C., McArthur, A. & Aromataris, E. (2018). Systematic review or scoping review? Guidance for authors when choosing between a systematic or scoping review approach. BMC Medical Research Methodology, 18:143. Ozemek, C., Bonikowske, A., Christle, J., & Gallo, P. (2025). ACSM's guidelines for exercise testing and prescription. Alphen aan den Rijn: Wolters Kluwer Health. Thomas, J. R., Martin, P., Etnier, J. L., & Silverman, S. J. (2023). Research methods in physical activity. Champaign, IL: Human kinetics. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart a) Pflicht / b) und c) Wahlpflicht (1 aus 3) Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Hausarbeit / Ethikantrag nach Vorgaben der DSHS- Ethikkommission / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 25 Modultitel: Spezialisierung Rehabilitation (2 aus 4 Wahlmöglichkeiten) Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Specialization in Rehabilitation Kurzbezeichnung SBT8 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 3. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 240 h / 8 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Innere Erkrankungen III 4 SWS / 60 h / 60 h / SE / 3 / deutsch / ja b) Orthopädie III 4 SWS / 60 h / 60 h / SE / 3 / deutsch / ja c) Neurologie III 4 SWS / 60 h / 60 h / SE / 3 / deutsch / ja d) Psychiatrie / Psychosomatik III 4 SWS / 60 h / 60 h / SE / 3 / deutsch / ja Wahl von 2 aus 4 Spezialisierungen Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, Symptome, Ressourcen, Funktionsfähigkeit sowie Indikationen bei Krankheitsbildern der spezifischen Fachrichtungen einzuschätzen, indem sie wissenschaftliche Studien, evidenzbasierte Theorien und Konzepte (auch aus angrenzenden Fachdisziplinen) analysieren, um später komplexe sport- und bewegungstherapeutische Interventionen und deren wissenschaftliche Evaluation kritisch zu hinterfragen. Die Studierenden sind in der Lage, zielgruppenorientierte und themenspezifische bzw. störungsübergreifende bewegungsbasierte Interventionen zu entwickeln, indem sie wissenschaftliche Studien, evidenzbasierte Theorien und Konzepte (auch aus angrenzenden Fachdisziplinen) synthetisieren, um evidenzbasierte bewegungsbasierte Konzepte für verschiedene Zielgruppen zu konzipieren. Die Studierenden sind in der Lage, diagnostische Verfahren für die Untersuchung von körperlichen und psychischen Funktionen zu bewerten, indem sie bestehende Methoden und Instrumente hinsichtlich Optimierungs- und Entwicklungspotenzial beurteilen, um Diagnostikbatterien für verschiedene Zielgruppen zu entwickeln. Die Studierenden sind in der Lage, zielgruppen- und kontextgeeignete Methoden für die Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse zu analysieren, indem sie verschiedene Kommunikationsarten und -kanäle kritisch gegenüberstellen und didaktische Vermittlungsstrategien analysieren, um die geeignete Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse an unterschiedliche Zielgruppen auszuwählen. Modulbeschreibung 26 Die Studierenden sind in der Lage, Wertehierarchien für ihr Verhalten in multiprofessionellen Teams zu bewerten, indem sie kritisch hinterfragen, wie ihre Kommunikationsstrategien, Moderationstechniken und Methoden zur Schaffung einer inklusiven, diskriminierungsfreien Wertekultur beitragen, um in interdisziplinären Teams gemeinsame Einstellungen zu vertreten. Die Studierenden sind in der Lage, ihre wissenschaftlichen und praktischen Entscheidungen kritisch zu reflektieren, indem sie angelehnt an ethische, methodische und wissenschaftstheoretische Prinzipien ihre Entscheidungen ableiten, um daraus begründete persönliche Grundsätze für ihr berufliches Handeln zu entwickeln. Zentrale Inhaltsbereiche a) Innere Erkrankungen III (Schwerpunkt Kardiologie): • Anatomie und Grundlagen (z. B. Einfluss von Medikamenten) • Kardiologische Versorgungskonzepte (z. B. Prähabilitation, Rehabilitation, ambulante Herzgruppen, Telerehabilitation) • Ruhediagnostik (z. B. EKG, Blutdruck) und Leistungsdiagnostik (z. B. Spiroergometrie, Krafttestungen) im Bereich der kardiologischen Trainingstherapie • Evidenzbasierte Trainingsinterventionen in der Kardiologie (z. B. Ausdauertraining, Krafttraining, inspiratorisches Muskeltraining, Aquasport) und Chancen / Grenzen von innovativen Darreichungsformen (z. B. Exergaming) • Kardiologische Erkrankungen und Besonderheiten für die Trainingstherapie (z. B. Koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Aortenerkrankungen, Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelentzündungen, Kardiomyopathien, Herzklappenerkrankungen, angeborene Herzerkrankungen, mechanische Kreislaufunterstützung, Herztransplantation, Pulmonalarterienembolie) • Plötzlicher Herztod im Sport und Erste Hilfe-Maßnahmen b) Orthopädie III: • Evidenzbasierte Erarbeitung verschiedener bewegungstherapeutischer Methoden und Leitlinien für ausgewählte Indikationen der Orthopädie/ Sportrehabilitation • Anwendung diagnostischer Verfahren als Grundlage für die Erstellung indikationsspezifischer Rahmen- und Therapiepläne • Analysieren des Therapie- und Reha-Verlaufs • Evaluation des Therapie- und Reha-Verlaufs (Vermittlung von Verfahren) Modulbeschreibung 27 • Vertiefung fachspezifischer Kompetenzen in der Rehabilitation (indikationsspezifische und trainingswissenschaftliche Kenntnisse; Konzeption, Durchführung und Evaluation bewegungsbezogener rehabilitativer Maßnahmen an konkreten Fallbeispielen) • Entwicklung persönlicher Kompetenzen im Sinne des speziellen Umgangs mit orthopädischen Erkrankungen c) Neurologie III: • Evidenzbasierte Erarbeitung störungsspezifischer therapeutischer Interventionen • Entwicklung individualisierter sport- und bewegungstherapeutischer Therapieziele, -pläne und - interventionen auf der Grundlage von Erfahrungsberichten von Gastpatient*innen • Vermittlung und Anwendung störungsspezifischer sporttherapeutischer Ziele, Therapiepläne und Interventionen im Umgang mit neurologischen Patient*innen in der Praxis d) Psychiatrie/Psychosomatik III: • Analyse bewegungs- und sporttherapeutischer Methoden und ihre beispielhafte Anwendung bei ausgewählten störungsspezifischen und störungsübergreifenden Thematiken der Psychiatrie und Psychosomatik • Integration und Analyse komplexer Anwendungsgebiete wie Forensische Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Gerontopsychiatrie, Suchtpsychiatrie • Bewertung und Überprüfung verschiedener diagnostischer Verfahren zur Erstellung von indikationsspezifischen Rahmen- und Therapieplänen • Ermittlung, Begutachtung und Evaluation publizierter klinischer Forschungsstudien; Transfer derselben in bewegungs- und sporttherapeutische Therapieziele, - pläne und -interventionen • Evaluation und Begründung von eigenem Therapeut*innenverhalten, Würdigung der Nutzung der eigenen Therapeut:*innen-Persönlichkeit als therapeutischer Wirkfaktor • Kennenlernen von und Umgang mit typischen Herausforderungen im Berufsfeld Psychiatrie/Sucht • Einschätzung berufspolitischer und interdisziplinärer Besonderheiten in Bezug auf Therapie und Forschung in Psychiatrie/Psychosomatik und Entwicklung von Prioritäten Lehr- und Lernmethoden Vorträge, Anamnesen mit Fallbeispielen, studentische Präsentationen, Gruppenarbeit, Exkursionen, Hospitationen, Selbsterfahrung, Erstellung, Durchführung und Evaluation von Therapieplänen Modulbeschreibung 28 Empfohlene Literatur American College of Sports Medicine, Liguori, G., Feito, Y., Foun- taine, C. J., & Roy, B. (Hrsg.). (2022). ACSM’s guidelines for exercise testing and prescription (Eleventh edition). Al- phen aan den Rijn, NL: Wolters Kluwer. Chermette, C., Thimme, T. & Deimel, H. (2026). Bewegungsthera- pie bei Suchterkrankungen Grundlagen - Konzepte - Praxis (1. Auflage). Stuttgart: Kohlhammer. Froböse, I. & Wilke, C. (2022). Trainingstherapie in der Rehabilitation (1. Auflage). München: Urban & Fischer. Herold, G. (2025). Innere Medizin 2026. Köln: Dr. Gerd Herold Verlag. Hölter, G. (2011). Bewegungstherapie bei psychischen Erkrankungen: Grundlagen und Anwendung. Köln: Deutscher Ärzteverlag. Joisten, C. (2023). Repetitorium Sportmedizin. Berlin: Springer. Niebauer, J. (2025). Cardiac Rehabilitation Manual. Berlin: Springer. Niebauer, J. (2026). Sportkardiologie (2. Auflage). Berlin: Springer. Niethard, F. U., Pfeil, J., & Biberthaler, P. (2022). Orthopädie und Unfallchirurgie (9. Auflage). Stuttgart: Thieme. Thimme, T., Deimel, H., & Hölter, G. (2021). Bewegung und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen: Grundlagen - Störungsbilder - Therapie. Stuttgart: Schattauer. Van den Berg, F. (2022). Angewandte Physiologie. Das Bindege- webe des Bewegungsapparates verstehen und beeinflus- sen (5. Auflage). Stuttgart: Thieme. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt ge- geben. Modulart Wahlpflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Keine Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Mündliche Prüfung (z. B. Überprüfung der Synthetisierung und Bewertung von Studien, Konzepten und Maßnahmen anhand von Praxisbeispielen) / 20-30 Minuten pro Person/ 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 29 Modultitel: Evidenzbasierte Praxis Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Evidence-based practice Kurzbezeichnung SBT9 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 3. FS Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 240 h / 8 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Lehrübungen 2 SWS / 30 h / 30 h / 3. FS / LÜ / deutsch / ja b) Fachpraktikum 6 Wochen (mindestens 180 h) Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Evidenz und eines differenzierten didaktisch- methodischen Wissens bewegungs- und sporttherapeutische Interventionsprozesse schriftlich zu planen, umzusetzen und auszuwerten. Die Studierenden sind in der Lage ihre therapeutische Kompetenz im Umgang mit den zu betreuenden Patient*innen reflektieren. Die Studierenden sind in der Lage, sport- und bewegungstherapeutische Inhalte mit edukativen und psychosozialen Zielsetzungen zu vermitteln. Die Studierenden sind in der Lage, sich in die Arbeit eines interdisziplinären Teams zu integrieren und ihre Fachkenntnisse zu vertreten. Die Studierenden sind in der Lage, ihre praktischen Entscheidungen kritisch zu reflektieren, indem sie angelehnt an ethische, methodische und wissenschaftstheoretische Prinzipien ihre Entscheidungen ableiten, um daraus begründete Grundsätze für ihr berufliches Handeln zu entwickeln. Zentrale Inhaltsbereiche übergreifend: • Evidenzbasierte, indikationsspezifische und trainingswissenschaftliche Kenntnisse • Konzeption, Durchführung und Evaluation zielgruppenorientierter rehabilitativer Maßnahmen • Prozessorientiertes Arbeiten, flexible Adaptation, Personalisierung und Differenzierung der geplanten Invention • Eigenständige Reflexion der eigenen Therapeut*innenperson in herausfordernden Situationen • Erkennen und Beeinflussung von unvorhergesehenen Gruppendynamiken, Umgang mit herausfordernden Modulbeschreibung 30 Patient*innenverhalten • Analyse von Therapieprozessen und Therapeut*innenverhalten • Interdisziplinäres Arbeiten (Vermittlung der Bedeutsamkeit sportwissenschaftlicher Ziele/Methodiken in realen interdisziplinären Teams, konstruktive Konfliktlösefähigkeiten in Zusammenarbeit; Berücksichtigung berufspolitischer Aspekte in der interdisziplinären Zusammenarbeit • Berücksichtigung institutioneller Rahmenbedingungen bei der Konzeption, Planung und Durchführung von Maßnahmen Lehr- und Lernmethoden Diskussionen auf Basis wissenschaftlicher Evidenz, schriftliche Darstellung der eigenen evidenzbasierten Arbeit, praktische Interventionen unter Supervision, Eigenrealisation, engmaschige Begleitung durch/mit Fachpersonal, Reflexionsgespräche, interdisziplinäre Intervision Empfohlene Literatur Chermette, C., Thimme, T. & Deimel, H. (2026). Bewegungsthera- pie bei Suchterkrankungen Grundlagen - Konzepte - Praxis (1. Auflage). Stuttgart: Kohlhammer. Froböse, I. & Wilke, C. (2022). Trainingstherapie in der Rehabilitation (1. Auflage). München: Urban & Fischer. Hölter, G. (2011). Bewegungstherapie bei psychischen Erkrankungen: Grundlagen und Anwendung. Köln: Deutscher Ärzteverlag. Matlik, M. & Späker, T. (2012). Sport in Herzgruppen: Ganzheitliche Rehabilitation mit den Mitteln des Sports. Balingen: Spitta. Matlik, M., Unverdorben, M., Albus, C., …, & Weber, P. (2014). Herzgruppenbetreuung in Theorie und Praxis: Ganzheitli- che Rehabilitation bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Balin- gen: Spitta. Niebauer, J. (2025). Cardiac Rehabilitation Manual. Berlin: Springer. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Abgabe des Praktikumsberichts inkl. genehmigte(r) Antrag/Anträge auf Zulassung zum Praktikum und Praktikumsbescheinigung(en) Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Praktische Prüfung (Lehrprobe) / 30-90 Minuten pro Person / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 31 Modultitel: Forschungsschwerpunkt II: Planung, Durchführung & Evaluation Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Research focus II: Development, implementation, and evaluation Kurzbezeichnung SBT10 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 3. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 360 h / 12 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Forschungsmanagement 1 SWS / 15 h / 225 h / 3 / ÜB / deutsch / ja b) Wissenschaftskommunikation und -dissemination 2 SWS / 30 h / 90 h / 3 / SE / deutsch / ja Für a) wahlweise 1 aus 3 (Wahl setzt sich aus dem Modul SBT7 im 2. Fachsemester „Forschungsschwerpunkt I“ fort): 1) Sport- und Bewegungstherapie 2) Prävention 3) Bewegungsbezogene Gesundheitsforschung Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, für ihr Schwerpunkt-Projekt einen vollständigen Forschungsmanagement-Plan zu erschaffen (Forschungsziel, Stakeholder-Analyse, Wirklogik, Zeit- und Ressourcenplan, Budget, Rollen), inkl. Risiko-, Qualitäts- und Datenmanagementplan. Die Studierenden sind in der Lage, Governance- und Compliance- Anforderungen (Ethikantrag, DSGVO/Einwilligungen, Registereintrag, Verträge/Versicherungen, Open- Science/Präregistrierung, TIDieR/CONSORT-Bezug) zu konzipieren. Die Studierenden sind in der Lage, Mess- und Analyseverfahren sowie Evaluationskriterien im Hinblick auf Validität, Reliabilität, Praxistauglichkeit und Ressourcen designkonform auszuwählen. Die Studierenden sind in der Lage, anhand der geplanten Monitoring- & Evaluationslogik Projektergebnisse zu evaluieren (Wirkung, Prozess-/Strukturqualität, Kosten-/Nutzen) und über Skalierung, Transfer oder Beendigung zu entscheiden. Die Studierenden sind in der Lage, ein Forschungsprojekt mit geeigneter Implementierungsstrategie praktisch umzusetzen, die Datenerhebung qualitätsgesichert zu steuern und Abweichungen systematisch zu reflektieren. Die Studierenden sind in der Lage, verschiedene wissenschaftliche Kommunikationsarten, -strategien und -kanäle im Hinblick auf Zielgruppen, Inhalte und Wirkung zu analysieren. Modulbeschreibung 32 Die Studierenden sind in der Lage, eigene Kommunikationsentscheidungen im Kontext wissenschaftlicher Veröffentlichungs- und Transferprozesse auf Basis methodischer und ethischer Kriterien kritisch zu reflektieren. Zentrale Inhaltsbereiche a) Forschungsmanagement: • Projektinitiierung & Ziel (Bedarfs-/Nutzenanalyse, Ziel- gruppen, Zielhierarchie, Wirklogik mit klaren Outcomes) • Zeit- & Ressourcenplanung (Meilensteine, Kapazitätspla- nung, Beschaffung/Leihe (Labortechnik, Sensorik), Schu- lungsplan für Testleitungen/Trainer*innen und Thera- peut*innen) • Datenmanagementplan • Methoden-/Instrumenten-Fit (Validität/Reliabilität/Objek- tivität/Responsivität vs. Ressourcen/Setting; Auswahl & Standardisierung (Assessments, Sensorik, Fragebögen) • Implementierungsmanagement • Monitoring & Evaluation (M&E): Dashboards, Process- Evaluation, Ergebnis-/Wirkungsbewertung, Kosten-/Nut- zen-Perspektive • Ethik & Wertekultur im Team (Umgang mit Dilemmata, Teilnehmendenschutz, wertbasiertes Führungsverständ- nis, Reflexionsschleifen) • Orientierungsspezifische Vertiefungen: o Sport- und Bewegungstherapie o Prävention o Bewegungsbezogene Gesundheitsforschung b) Wissenschaftskommunikation und -dissemination: • Zielgruppen- und Kanal-Mapping (Fachcommunity, Praxis, Patient*innen, Politik/Verwaltung; Print, Konferenz, Social Media, Audio/Video) • Kernbotschaft & Storyline (Kernbotschaften, Narrative, Nutzenargumentation, Framing ohne Bias) • Formate im Überblick (Abstract, Exposé, Poster, Talk, Pre- print, Journal-Artikel, Policy Brief, Praxisleitfaden, Leitli- nien) • Wissenschaftliches Schreiben & Publizieren (Struktur, Stil, Journalwahl, Peer-Review-Prozess, Open-Access-Optio- nen) • Visuelle Kommunikation (Daten- und Ergebnisvisualisie- rung (Grafikstandards, Barrierefreiheit), Poster-Design) • Vortragskompetenz (Slide-Architektur, Redeführung, Q&A-Strategien, Live-Demo/Interaktion) • Audio/Video & Social Media (Podcast- und Videokonzept, Script/Storyboard, Kanalstrategie, Community-Manage- ment) • Partizipative & interaktive Formate (Co-Kreation mit Modulbeschreibung 33 Stakeholdern, Bürger*innenbeteiligung, Science-Café, Workshops) • Dissemination & Transferplanung (Zeitplan, Meilensteine, Ressourcen, Multiplikator*innen, Partnerschaften) • Evaluation von Kommunikationsmaßnahmen: Ziele/Indi- katoren (Reichweite, Engagement, Verständnis, Umset- zung), Feedback-Loops • Vertrauensbildung & Risikokommunikation (Transparenz, Unsicherheiten kommunizieren, Fehlinterpretationen vor- beugen) • Open Science & Forschungsintegrität (Präregistrierung, Daten/Material-Sharing, Reproduzierbarkeit, Interessen- konflikte) • Recht & Ethik (Urheberrecht/Copyright, Bild-/Tonrechte, Datenschutz (DSGVO), sensible Inhalte) • Praxisprojekt-Komponente: Entwicklung, Umsetzung und Kurzevaluation eines eigenen Disseminationsprodukts (z. B. Poster + Pitch, Praxisleitfaden, Video/Podcast) beglei- tend zu Teil a) in den 3 Schwerpunkten Lehr- und Lernmethoden projektbasiertes Lernen, forschendes Lernen, Diskussion, Coaching, Peer-Feedback, Präsentation Empfohlene Literatur Buck, I. (2025). Wissenschaftliches Schreiben mit KI. Stuttgart: utb. Dominicy, Y., & Ley, C. (2023). Statistics meets sports: what we can learn from sports data. Newcastle: Cambridge Scholars Publishing. Equator network (2026). Enhancing the QUAlity and Transparency Of health Research. Zugriff am 18. März 2026 unter: https://www.equator-network.org/ Fröhlich, M., Pieter, A., & Kemmler, W. (2024). Normbezüge und alternative statistische Verfahren im Kontext Sport und Gesundheit. Berlin, Heidelberg: Springer Professional. Griffith, A. K. & Ré, T. C. (2023). Disseminating Behavioral Research. London, UK: Springer Nature. Mogull, S. A. (2017). Scientific and Medical Communication: A Guide for Effective Practice. London, UK: Routledge. Parija, S. C. & Kate, V. (2018). Writing and Publishing a Scientific Research Paper. London, UK: Springer Nature. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart a) Wahlpflicht b) Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Hausarbeit (publikationsfähiges Manuskript) / maximal 4000 Wörter / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.equator-network.org/ https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 34 Modulbeschreibung 35 Modultitel: Digitale Gesundheit, eHealth & Künstliche Intelligenz (KI) Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Digital health, eHealth & artificial intelligence (AI) Kurzbezeichnung SBT11 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 3./4. FS / 2 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 240 h / 8 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Grundlagen der Signalverarbeitung 2 SWS / 30 h / 60 h / 3 / SE / deutsch / ja b) Digitale Technologien in Gesundheit & Bewegung 1 SWS / 15 h / 45 h / 3 / SE / deutsch / ja c) Angewandte eHealth- & KI-Tools: Praxisbeispiele und Integra- tionsstrategien 2 SWS / 30 h / 60 h / 4 / ÜB / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, digitale Gesundheitsanwendungen - insbesondere KI‑gestützte Apps, Wearables und Feedbacksysteme - hinsichtlich methodischer Qualität, Einsatzpotenzial und ethisch‑rechtlicher Rahmenbedingungen kritisch zu evaluieren. Die Studierenden sind in der Lage, Funktionsweise, Datenstrukturen und Messprinzipien von eHealth‑ und KI‑Tools zu analysieren, um ihre Eignung als Mess‑ und Interventionsinstrumente in sport‑ und gesundheitswissenschaftlichen Studien zu bestimmen. Die Studierenden sind in der Lage, Sensordaten und digitale Feedbackinformationen in einen Forschungsworkflow einzubetten, aufzubereiten und erste Auswertungen durchzuführen, um evidenzbasierte Schlussfolgerungen abzuleiten. Die Studierenden sind in der Lage, Biosignale und Bewegungsdaten mittels geeigneter Vorverarbeitungsschritte aufzubereiten und daraus interpretierbare Merkmale für gesundheits- und bewegungswissenschaftliche Fragestellungen abzuleiten. Zentrale Inhaltsbereiche a) Grundlagen der Signalverarbeitung: • Aufzeichnung physiologischer, kinematischer, oder kineti- scher Daten: u.a. Elektromyografie (EMG), Elektrokardio- grafie (EKG), 3D Bewegungsakquise, IMUs, Kraft- und Druck-messungen • Grundlagen der ICT-basierte quantitative Daten-erfas- sung, -verarbeitung und -analyse: u.a. Analog-Digital- Wandler, Zeitreihen, Filtertheorie. • Methoden zur Zeitreihenanalyse • Methodische Ergänzungen: biomechanische Modelle, Modulbeschreibung 36 Maschinelles Lernen b) Digitale Technologien in Gesundheit & Bewegung: • Funktionen und Einsatzbereiche von Wearables, Apps, KI • Digitale Gesundheitsanwendungen • Ethik und Datenschutz im Umgang mit digitalen Daten • Transfer digitaler Lösungen in Praxis & Forschung • Usability, Technikakzeptanz, Barrieren und Chancen, digi- tale Teilhabe • Digitalisierung in der Gerontologie und Therapie (Teleme- dizin, Tele-Reha, Monitoring-Systeme für Mobilität, Sturz- sensorik und Smart-Home-Technologien) c) Angewandte eHealth- & KI-Tools: Praxisbeispiele und Integra- tionsstrategien • Praxisbeispiele aus der Gerontologie und Rehabilitation: Exergames, digitale Trainings- und Reha-Programme • KI-gestützte Diagnostik und Screening • Digitaler Tools zur Erfassung von Biomarkers und Gesund- heitsdaten • Feedback- und Trainingssystemen • KI-basierte Auswertung von Trainings- und Gesundheits- daten • Kritische Reflexion digital unterstützter Entscheidungspro- zesse • Entwicklung eines Umsetzungsplans für digitale Lösungen Lehr- und Lernmethoden Blended-Learning, E-Learning- und Online-Selbstlernphasen, Laborübungen, problemorientiertes Lernen, Gruppenarbeit, App- gestützte Übungen, Videogestützte Lernformen, Portfolio-Arbeit Empfohlene Literatur Alber, V. A., Rödiger, H., Campione, A., Schiller, J., Burziwoda, D., & Henschke, C. (2025). An Overview on Methods, Evidence, and Study Quality of Health Economic Evaluation Studies for Independently Usable Digital Health Apps: Rapid Review. J Med Internet Res 2025;27:e68349. Dörner, R., Bernasconi, A., Iskandarani, D., Karim, A., Mariana Gonzales Carrillo, Lennemann T. and El-Bcheraoui, C., (2024). Navigating the Digital Health Ecosystem: A Review of Key Guidelines, Frameworks, and Tools. Zugriff am 18. März 2026 unter: doi:10.25646/12926. Geibel, R. C., Arnold, U., & Wältermann, G. (2025). Digitale Gesundheit in Deutschland. Wiesbaden: Springer Fachmedien. Kernebeck, S., Scheibe, M., Sinha, M., Fischer, F., Knapp, A., Timpel, P., Harst, L., Reininghaus, U., & Vollmar, H. C. (2023). Erratum: Digitale Gesundheitsinterventionen entwickeln, evaluieren und implementieren (Teil I) – Diskussionspapier der Arbeitsgruppe Digital Health des Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF). Gesundheitswesen, 85(1), 58-64. https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/12327/Navigating%20the%20Digital%20Health%20Ecosystem%20a%20Review%20of%20Key%20Guidelines%20Frameworks%20and%20Tools_RKI_DIPC%20GIZ.pdf?sequence=1&isAllowed=y Modulbeschreibung 37 Memmert, D. (2024). Digitalisierung und Innovation im Sport und in der Sportwissenschaft. Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht / Wahlpflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Portfolio zur „Analyse und Bewertung eines digitalen Gesundheits- oder KI-Tools“ Das Portfolio besteht aus vier Teilleistungen: • strukturierter Analysebericht zu einem gewählten Tool/Setup (Funktion, Sensorik, Datenstrukturen, Signalwege, rechtli- che/ethische Rahmenbedingungen, Evidenzlage • Signalverarbeitungs-/Datenaufbereitungsbaustein (z. B. kurze Auswertung eines Beispiel-Signals oder einer Zeitreihe mit do- kumentierten Schritten) • Umsetzungs-/Integrationskonzept (z. B. Skizze, wie das Tool in ein Studien- oder Versorgungssetting eingebunden werden könnte) • Regelmäßige, begleitende Reflexionselemente zu Chancen, Grenzen und Verantwortungsfragen des gewählten digitalen Tools (z. B. kritische Auseinandersetzung mit Bias und Fairness von KI-Algorithmen, Auswirkungen auf Datenschutz und Da- tensouveränität, digitale Teilhabe und Technikakzeptanz älte- rer Nutzer*innen, Spannungsfelder zwischen Automatisierung und professioneller Entscheidungsverantwortung, Grenzen der Messgenauigkeit und deren Konsequenzen für klinische oder präventive Entscheidungen) Portfolio / 4 Teilleistungen integriert / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 38 Modultitel: Masterprojekt Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Master's project Kurzbezeichnung SBT12 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 4. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 720 h / 24 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Vorbereitungs- und Prüfungs-Kolloquium 2 SWS / 30 h / 30 h / 4 / SE / deutsch / ja b) Masterthesis - SWS / - h / 660 h / 4 / Thesis / - / - Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, einen vollständigen, empirischen Forschungs‑ und Interventionsprozess zu erschaffen; von der präzisen Forschungsfrage über die Auswahl / Entwicklung innovativer Mess‑ und Analysemethoden bis zur Durchführung, Datenauswertung und kritischen Evaluation, um evidenzbasierte, zielgruppen­spezifische Bewegungs‑ oder Therapieempfehlungen abzuleiten. Die Studierenden sind in der Lage, wissenschaftliche Erkenntnisse adressatengerecht zu kommunizieren, indem sie ihre Masterarbeit in schriftlicher Form gemäß wissenschaftlichen Standards verfassen, die Ergebnisse visuell aufbereiten und in einem öffentlichen Kolloquium vor Fach‑ und Laienpublikum überzeugend präsentieren und verteidigen. Die Studierenden richten ihr gesamtes Forschungs‑ und Kommunikationshandeln nach den Grundwerten wissenschaftlicher Integrität, Verantwortung, Vertraulichkeit und Nicht‑Schaden aus, indem sie Wert‑ und Methodenhierarchien vertreten und Konsequenzen für ihr berufliches Handeln ableiten. Zentrale Inhaltsbereiche a) Vorbereitungs- und Prüfungs-Kolloquium: • Entwicklung eines strukturierten Exposés und Präsenta- tion des Forschungsvorhabens • Diskussion und Verteidigung der Methodik, theoretischen Herleitung und Ergebnisse • Verteidigung von Forschungsergebnissen im Kolloquium • TIDieR-Checkliste oder vergleichbare (für Beschreibung und Replikation von Interventionen) • Kommunikation der Erkenntnisse adressatengerecht (z. B. Fachpublikum, Praxispartner) • Reflexion des gesamten Forschungsprozesses inkl. Ent- scheidungspunkten und Hürden Modulbeschreibung 39 • Vorbereitung auf forschungsbasierte und wissenschaftlich fundierte Tätigkeiten im Beruf • Fähigkeit zur Integration von Feedback und Weiterent- wicklung des eigenen Wissenschaftsverständnisses • Vertiefung des wissenschaftsethischen Verständnisses in Bezug auf Forschungspraxis • Ausformulierung persönlicher Prinzipien im Umgang mit Verantwortung, Integrität und Transparenz • Praktische Anwendung der Wissenschaftskommunikation b) Masterthesis: • Eigenständige Bearbeitung einer empirischen Forschungs- frage mit engem Bezug zur Studienrichtung • Entwicklung eines forschungsrelevanten, theoriegeleite- ten Designs • Integration quantitativer und/oder qualitativer For- schungsmethoden • Systematische Literaturrecherche und Ableitung eines methodisch fundierten Forschungsansatzes • Kritische Bewertung und Auswahl geeigneter Instrumente und Verfahren • Durchführung von Datenerhebung, -auswertung und Er- gebnisdarstellung • Reflexion ethischer und wissenschaftstheoretischer Impli- kationen • Erstellung eines wissenschaftlichen Manuskripts (Thesis) • Anwendung akademischer Standards (Zitation, Transpa- renz, Argumentation, Integrität) • Selbstmanagement, Zeitplanung und eigenverantwortli- che Projektumsetzung • Berücksichtigung disziplinübergreifender Perspektiven und/oder Anwendungsbezüge Lehr- und Lernmethoden forschendes Lernen, Projektarbeit, Coaching, Supervision selbstgesteuertes Lernen, Selbststudium Empfohlene Literatur Relevante Literatur wird in der Veranstaltung bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Masterthesis / 40-80 Seiten / 50% Mündliche Prüfung / 30 Minuten / 50% Jeder Teil für sich muss mit mindestens 4.0 (ausreichend) bestanden werden, ansonsten muss das gesamte Masterprojekt wiederholt werden Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte
  • keyboard_double_arrow_left
  • keyboard_arrow_left
  • …
  • 55
  • 56
  • 57
  • 58
  • 59
  • …
  • keyboard_arrow_right
  • keyboard_double_arrow_right
  • email
Zuletzt aktualisiert: 23.07.2026
  • Kontakt & Anfahrt
Soziale Medien
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • north_east Hinweis geben
Partneruniversität für Spitzensport Akkreditierungsrat Weltoffene Hochschulen gegen Fremdenfeindlichkeit Familie in der Hochschule Global Sport University Network Kölner Wissenschaftsrunde HR Excellence in Research