Modulhandbuch M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung [M.Sc. SBT] Gültig für Studienanfänger/innen: Wintersemester ab 2026/27 Qualifikationsziele Das neue Studiengangskonzept orientiert sich an der internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation, WHO), einem bio-psycho-sozialen Gesundheitsmodell. In diesem Modell gelten körperliche, psychische und soziale Ressourcen als wesentliche Voraussetzung für Gesundheit. Schwerpunkte sind bewegungsbasierte Prävention und Therapie sowie gesundes Altern, Langlebigkeit. Der Studiengang vermittelt Inhalte und Kompetenzen, die Absolvent*innen befähigen, wissenschaftlich zu arbeiten und in Berufsfeldern der Prävention und Therapie durch Sport und Bewegung wissenschaftlich fundierte Ansätze zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren. Fachkompetenz: 1) Die Absolvent*innen können Veränderungen der Funktionsfähigkeit und der zugrunde liegenden körperlichen, psychischen und sozialen Ressourcen aus sport-, bewegungs- und trainingswissenschaftlicher Perspektive evaluieren, indem sie wissenschaftliche Erkenntnisse über bio-psycho-soziale Ressourcen sowie geschlechtersensible Aspekte von Gesundheit beurteilen, um im Berufsfeld (alters- oder krankheitsbedingte) Veränderungen der Funktionsfähigkeit und Gesundheit im Lebensverlauf für verschiedene Zielgruppen zu bewerten. 2) Die Absolvent*innen können zielgruppenorientierte bewegungsbasierte Interventionen entwickeln, indem sie wissenschaftliche Studien, systematische Reviews und Meta-Analysen bewerten, um im Berufsfeld evidenzbasierte bewegungsbasierte Interventionen für verschiedene Zielgruppen zu konzipieren. 3) Die Absolvent*innen können sporttherapeutische, bewegungsorientierte Maßnahmen in präventiven und therapeutischen Settings implementieren, indem sie evidenzbasierte Trainingsprinzipien, patient*innenspezifische Assessments und interprofessionelle Leitlinien integrieren und didaktische Leitprinzipien anwenden, um im Berufsfeld individualisierte Präventions- und Therapieprogramme für verschiedene Zielgruppen als Sporttherapeut*innen umzusetzen. Methodenkompetenz: 4) Die Absolvent*innen können neue Methoden und Instrumente für die Untersuchung von körperlichen und psychischen Funktionen konzipieren, indem sie bestehende Methoden und Instrumente hinsichtlich Optimierungs- und Entwicklungspotenzial beurteilen, um im Berufsfeld neue Methoden und Instrumente für verschiedene Zielgruppen zu entwickeln. 5) Die Absolvent*innen können die einzelnen Schritte eines Forschungsprozesses entwickeln, indem sie wissenschaftliche Theorien, Forschungsdesigns und Bewertungsinstrumente gezielt anwenden, empirische Daten auswerten und Forschungsergebnisse analysieren, um im Berufsfeld wissenschaftlich fundierte Entscheidungen in Forschung und Praxis zu treffen sowie neue Konzepte zu erschaffen. 6) Die Absolvent*innen können digitale Innovationen einschätzen, indem sie relevante digitale Technologien und Künstliche Intelligenz hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten sowie ethischen Implikationen kritisch bewerten, um im Berufsfeld deren Potenzial zur Förderung und Erfassung körperlicher, psychischer und sozialer Ressourcen für verschiedene Zielgruppen zu beurteilen. 7) Die Absolvent*innen können Zielgruppen- und Kontext-geeignete Methoden für die Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse über passende Kanäle analysieren, indem sie verschiedene Kommunikationsarten und -kanäle kritisch gegenüberstellen, didaktische Vermittlungsstrategien analysieren, um im Berufsfeld die geeignete Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse an unterschiedliche Zielgruppen auszuwählen. Sozialkompetenz: 8) Die Absolvent*innen können Wertehierarchien für ihr Verhalten in multiprofessionellen Teams ausbilden, indem sie ihre Kommunikationsstrategien, Moderationstechniken und Methoden der Teamarbeit beurteilen und kritisch hinterfragen, wie diese zur Schaffung einer inklusiven, diskriminierungsfreien Wertekultur beitragen, um im Berufsfeld in interdisziplinären Teams gemeinsame Einstellungen zu vertreten. Selbstkompetenz: 9) Die Absolvent*innen können ihre wissenschaftlichen und praktischen Entscheidungen kritisch reflektieren, indem sie angelehnt an ethische, methodische und wissenschaftstheoretische Prinzipien ihre Entscheidungen ableiten, um im Berufsfeld daraus begründete persönliche Grundsätze für ihr berufliches Handeln zu entwickeln. https://www.who.int/standards/classifications/international-classification-of-functioning-disability-and-health Qualifikationsziele 10) Die Absolvent*innen können ihr professionelles Handeln im wissenschaftlichen und therapeutischen Umfeld nach den ethischen Werten (Integrität, Verantwortung, Vertraulichkeit, Transparenz, Nicht-Schaden) richten, indem sie ethische Dilemmata und rechtliche Rahmenbedingungen überprüfen, um im Berufsfeld ihr persönliches und berufliches Verhalten im Umgang mit Teilnehmenden von Forschungsprojekten, Kund*innen und Patient*innen ethisch vertretbar auszurichten. 11) Die Absolvent*innen können eine von Selbstwirksamkeit und Resilienz geprägte Haltung vertreten, indem sie ihre Entwicklungspotentiale analysieren und gezielt Strategien zur Selbstreflexion und zum Selbstmanagement anwenden, um im Berufsfeld ihr persönliches und berufliches Verhalten reflektiert und resilient auszurichten. 12) Die Absolvent*innen können beständige Handlungsprinzipien ableiten und ihr professionelles Verhalten daran anpassen, indem sie ihre Wertehaltungen im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen und Anforderungen relevanter Berufsfelder reflektieren, um daraus tragfähige Konsequenzen für ihre professionelle Weiterentwicklung abzuleiten und ihr berufliches Verhalten dauerhaft daran auszurichten. Modulbeschreibung 1 Modultitel: Biomedizinische und rehabilitationswissenschaftliche Aspekte Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Biomedical and rehabilitation science aspects Kurzbezeichnung SBT1 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 1. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 300 h / 10 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Innere Erkrankungen I 2 SWS / 30 h / 45 h / 1. FS / VL / deutsch / nein b) Orthopädie I 1 SWS / 15 h / 60 h / 1. FS / VL / deutsch / nein c) Neurologie I 2 SWS / 30 h / 45 h / 1. FS / VL / deutsch / nein d) Psychiatrie/Psychosomatik I 2 SWS / 30 h / 45 h / 1. FS / VL / deutsch / nein Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, die pathophysiologischen Grundlagen akuter und chronischer orthopädischer und innerer Erkrankungen, sowie neurologischer und psychischer Störungen im Lebensverlauf zu erklären. Die Studierenden sind in der Lage, die Bedeutung dieser Krankheitsbilder für Prävention und Rehabilitation zu analysieren und den Bedarf an sport- und bewegungstherapeutischen Maßnahmen zu skizzieren. Die Studierenden sind in der Lage, den Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Bewegungsapparates, relevanter Organsysteme (z. B. Herz-Kreislauf-, Stoffwechselsystem), sowie das Nervensystem und die Dynamik psychischer Prozesse zu erklären und die Relevanz für sport- und rehabilitationswissenschaftliche Fragestellungen zu erkennen. Zentrale Inhaltsbereiche a) Innere Erkrankungen I: • Evidence Based Medicine (EBM) und Scoring-Systeme in der Inneren Medizin • Kardiovaskuläre Risikofaktoren und abgeleitete Empfehlungen (z. B. Bewegungsmangel, Rauchen, Adipositas, Fettstoffwechselstörung, Hypertonie, Metabolisches Syndrom, Klima- und Umweltaspekte) • Biomedizinische Aspekte • Ernährungsaspekte • Genderspezifische Aspekte • Altersassoziierte Verläufe und Risikofaktoren • Diabetes mellitus Typ I und II b) Orthopädie I: • Osteoporose Modulbeschreibung 2 • Arthrose und TEP • Rheumatischer Formenkreis • Frakturen • Altersassoziierte Besonderheiten • Verletzungen und Erkrankungen der Wirbelsäule • Verletzungen und Erkrankungen der oberen Extremitäten • Verletzungen und Erkrankungen der unteren Extremitäten c) Neurologie I: • Neuroanatomie • Neuropsychologie • Schlaganfälle • Multiple Sklerose • Querschnittslähmungen • Schädelhirntraumen • Epilepsien • Kopfschmerzen • Parkinson-Syndrome • Demenzsyndrome d) Psychiatrie/Psychosomatik I: • Einführung in die Psychiatrie / Psychosomatik, Gerontopsychiatrie • Störungen durch Substanzgebrauch • Verhaltenssüchte • Psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter • Persönlichkeitsstörungen • Grundlagen Psychotherapiemethoden • Affektive Störungen, • Schizophrenien, • Essstörungen, • somatoforme Störungen, • Angst- und Zwangsstörungen, • dissoziative Störungen, • Posttraumatische Belastungsstörungen Lehr- und Lernmethoden Vorlesung, Flipped Classroom, Blended Learning Empfohlene Literatur Falkai, P., Laux, G., Deister, A., & Möller, H.-J. (2021). Duale Reihe Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (7., vollständig überarbeitete Auflage). Stuttgart: Georg Thieme. Froböse, I. & Wilke, C. (2022). Trainingstherapie in der Rehabilitation (1. Auflage). München: Urban & Fischer. Herold, G. (2025). Innere Medizin 2026. Köln: Dr. Gerd Herold Verlag. Joisten, C. (2023). Repetitorium Sportmedizin. Berlin: Springer. Niethard, F. U., Pfeil, J., & Biberthaler, P. (2022). Orthopädie und Unfallchirurgie (9. Auflage). Stuttgart: Thieme. Zettl, U. & Sieb, J. P. (2025). Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen (7. Auflage). München: Elsevier. Modulbeschreibung 3 Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Keine Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote MC-Klausur / 2 Stunden / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 4 Modultitel: Gesellschaftliche Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Social framework conditions in healthcare Kurzbezeichnung SBT2 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 1. FS Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 240 h / 8 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Soziale Determinanten von Gesundheit und Langlebigkeit 2 SWS / 30 h / 45 h/ 1. FS / SE / deutsch / ja b) Einführung in gesundheitspolitische und gesundheitswissen- schaftliche Aspekte 1 SWS / 15 h / 30 h / 1. FS / VL / deutsch / nein c) Rechtliche Grundlagen 1 SWS / 15 h / 30 h / 1. FS / VL / deutsch / nein d) Settingsbezogenes Gesundheits- und Therapiemanagement 2 SWS / 30 h / 45 h/ 1. FS / SE / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, soziale Determinanten von Gesundheit, Krankheit und Beeinträchtigung zu erklären. Die Studierenden sind in der Lage, Methoden empirischer Sozialforschung, hinsichtlich der Angemessenheit zu bewerten und Studien zu sozialen Determinanten von Gesundheit und Langlebigkeit kritisch zu diskutieren. Die Studierenden sind in der Lage, zentrale Konzepte, wie Inklusion, Exklusion, Integration und Teilhabe für die kritische Analyse und das zielgruppenspezifische Design von Prävention- und Reha-Angeboten anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, setting- und zielgruppenspezifisch und zielgruppenübergreifend zu planen, umzusetzen und zu evaluieren, in dem sie das Setting und die Zielgruppen mit einbeziehen. Die Studierenden sind in der Lage, Arbeitsergebnisse durch interprofessionelle Kompetenz und kooperative Kommunikationsfähigkeit zu optimieren. Die Studierenden sind in der Lage, die Grundlagen der Mitarbeitendenführung verantwortungsvoll auf die Leitung von Gruppen oder Organisationen anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, Strukturen und Prozesse des deutschen Gesundheitssystems, sowie betriebswirtschaftliche Grundlagen in ihrem professionellen Handeln reflektiert zu berücksichtigen. Modulbeschreibung 5 Die Studierenden sind in der Lage, anhand konkreter Fallbeispiele komplexe Managementprozesse im Gesundheits- und Therapiekontext Setting bezogen umzusetzen und zu evaluieren. Die Studierenden sind in der Lage, das Zusammenwirken verschiedener gesundheitswissenschaftlicher Disziplinen zu erkennen und dieses Wissen auf konkrete Fälle in Forschung und Praxis anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, geeignete Techniken und Methoden des Teammanagements anzuwenden, um mit Problemen und Konflikten im Team vorausschauend und lösungsorientiert umzugehen. Zentrale Inhaltsbereiche a) Soziale Determinanten von Gesundheit und Langlebigkeit: • Definition von Gesundheit und Krankheit in der Gesell- schaft (Gesundheit als soziales Konstrukt) • Zusammenhang von gesundheitlicher und sozialer Un- gleichheit (gesundheitliche Ungleichheit) • Einfluss sozialer Faktoren auf die gesundheitliche Lage spezifischer Bevölkerungsgruppen und deren Teilhabe an Leistungen des Gesundheitssystems (u.a. im höheren Le- bensalter, nach Geschlecht, mit Migrationsgeschichte, mit Behinderung, nach sozialer Lage) • Soziale Determinanten des Alterns, Entwicklungsaufgaben im Alter (Arbeit, Ruhestand, Rollenwandel) b) Einführung in gesundheitspolitische und gesundheitswissen- schaftliche Aspekte: • Public Health • Aktuelle Inhalte der Prävention und Rehabilitation • Medical research framework und Logic Modelle • Versorgungsforschung • Bewegungsbezogene Versorgungsforschung • Unterschiede zwischen klinischer Forschung und Versor- gungsforschung • Gesundheitsberichterstattung und kommunale Gesund- heitsförderung • Interprofessionelle und Interdisziplinäre Zusammenarbeit • Intervention Mapping • Betriebliches Gesundheitsmanagement, Bezüge zur Ar- beitswissenschaft, Ergonomie • Systemperspektive (Gesundheitsökonomie und Sozialpoli- tik) c) Rechtliche Grundlagen: • Aufbau und Strukturen des deutschen Gesundheitssys- tems • präventions- und rehabilitationsbezogene Gesetzesgrund- lagen Modulbeschreibung 6 • Medizinische Leitlinien und Rehabilitationstherapiestan- dards • Kostenträger und Leistungsgruppen • GKV: Leistungsprinzipien, Ausgaben im Gesundheitswesen • ICD und ICF • Versorgungssysteme für Ältere G-BA d) Settingsbezogenes Gesundheits- und Therapiemanagement: • Begriffsklärung: Setting, Gesundheitsmanagement, Thera- piemanagement • Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Settings (z. B. Schule, Betrieb, Krankenhaus, Gemeinde, Reha-Einrich- tung, Pflegeheim) • Modelle im Rahmen des Gesundheitsmanagements und der Gesundheitsförderung (z. B. Ottawa-Charta, Public Health Action Cycle) • Einführung in fallbasiertes Lernen (Case-Based Learning) • Systemische Betrachtung: Akteur*innen, Strukturen, Pro- zesse, Ressourcen • Werkzeuge der Fallanalyse (z.B. Stakeholder-Analyse, SWOT-Analyse, Problembaum / Wirkungsdiagramm, Pati- ent*innen- oder Klient*innenpfade) • Fallbasierte Analyse: z.B. o Einführung eines Bewegungsprogramms in einer Reha-Klinik im Bereich psychosomatische Erkran- kungen o Präventionsprojekt in einer Schule (z. B. psychi- sche Gesundheit) o Implementierung eines digitalen Gesundheitsför- derungskonzept in einer Pflegeeinrichtung o Betriebliches Gesundheitsmanagement in einem KMU Lehr- und Lernmethoden Frontalunterricht, Diskussion, Textarbeit, Gruppenarbeit, blended learning Empfohlene Literatur Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (2025). Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention. https://doi.org/10.17623/BIOEG:Q4-LBPGF-25 Dockweiler, C., Stark, A. L., & Albrecht, J. (Hrsg.). (2023). Settingbezogene Gesundheitsförderung und Prävention in der digitalen Transformation: Transdisziplinäre Perspektiven. https://doi.org/10.5771/9783748913641 Haring, R. (2022). Gesundheitswissenschaften. München: Springer. Hurrelmann, K. & Razum, O. (2012). Handbuch Gesundheitswissenschaften. Weinheim: Beltz Juventa. Tiemann, M. & Mohokum, M. (2021). Prävention und Gesundheitsförderung. Berlin: Springer. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. https://doi.org/10.17623/BIOEG:Q4-LBPGF-25 https://doi.org/10.5771/9783748913641 Modulbeschreibung 7 Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Artikelpräsentation und Diskussionsmoderation, Vorstellung der Fallanalysen (Poster, Pitch oder Präsentation) Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Klausur (fallbasiert) / 90 Minuten / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 8 Modultitel: Beratung / Betreuung / Verhaltensänderung Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Counceling / coaching / behavioral change Kurzbezeichnung SBT3 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 1. FS Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 210 h / 7 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Motivation und Verhaltensmodifikation 1 SWS / 15 h / 30 h / 1. FS / SE / deutsch / nein b) Gesprächsführung und Kommunikation 2 SWS / 30 h / 30 h / 1. FS / SE / deutsch / ja c) Systemisches Coaching und lebensorientierte Intervention 2 SWS / 30 h / 30 h / 1. FS / SE / deutsch / ja d) Methodik und Didaktik von therapeutischem Handeln 1 SWS / 15 h / 30 h / 1. FS / SE / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, gesundheitspsychologische (modell-) theoretische Grundlagen von Verhalten, Motivation und Verhaltensmodifikation anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, eigenständig Beratungs-, Betreuungs- und Verhaltensänderungsprozessen im unmittelbaren Kontakt mit Menschen in Settings der Prävention und Rehabilitation (bspw. Bewegungstherapie, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Personal Coaching) zu planen, durchzuführen, zu evaluieren und diese zu dokumentieren. Die Studierenden sind in der Lage, zielgruppenorientierte sowie saluto- und pathogenetischorientierte bewegungsbezogene Beratung-, Betreuung- und Therapieangebote zu gestalten. Die Studierenden sind in der Lage, biologisch-funktionelle und psychosoziale Zielsetzungen bei der Planung, Gestaltung und Umsetzung von Beratung, Betreuung und Therapie zu verknüpfen. Die Studierenden sind in der Lage, Techniken von Gesprächsführung und Kommunikation anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, ihre Beziehungen zu Klient*innen bzw. Patient*innen im Beratungs-, Betreuungs-, Therapiekontext zu reflektieren und in praktischer Anwendung aktiv zu gestalten. Zentrale Inhaltsbereiche a) Motivation und Verhaltensmodifikation: • Psychologische Theorien • Modelle und Determinanten von Motivation und Verhal- tensänderung Modulbeschreibung 9 • theoriegeleitete psychologische und psychosoziale Strate- gien • Techniken und Maßnahmen von Verhaltensänderung in Beratung, Betreuung und therapeutischen Kontexten b) Gesprächsführung und Kommunikation: • Techniken von Gesprächsführung und Kommunikation • Grundlagen und Methoden in der Beziehungsgestaltung in Betreuungs-, Beratungs- und Therapiekontexten • Evaluation von Beziehungsqualität • Umgang mit spezifischen Problemstellungen und Heraus- forderungen der Gesprächsführung, Kommunikation und in der Beziehungsgestaltung c) Systemisches Coaching und lebensorientierte Intervention: • Grundlagen zum systemischen Coaching (z.B. Formen, Be- ratungsablauf, Beratungsphasen) • Prinzipien psychologischer bzw. psychosozialer Strategien und Techniken • Anwendung von Strategien und Techniken zum Auf- bau/Förderung krankheits- und gesundheitsrelevanter Be- dingungen, Eigenschaften und Verhaltensweisen • spezifische Prozess- und Ergebnisevaluation im Rahmen von Betreuung, Beratung und Therapie, sowie deren Do- kumentationsmöglichkeiten d) Methodik und Didaktik von therapeutischem Handeln: • Methodisch-didaktische Prinzipien in der Konzeption und Planung bewegungsbezogener Inhalte in präventiven und klinischen Settings (z.B. Stundenverläufe) • Verknüpfung psychosozialer und biologisch-funktioneller Zielsetzungen bei der Planung bewegungsbezogener In- halte in präventiven und klinischen Settings • Vermittlung bewegungsbezogener Inhalte in präventiven und klinischen Settings Lehr- und Lernmethoden Frontalunterricht, Gruppenarbeit, studentische Präsentation, praktische Demonstration (Studierende und Dozierende), Selbsterfahrung/Selbstreflexion, Fallarbeit, E-Learning, Selbstlernen Empfohlene Literatur Bengel, J. & Jerusalem, M. (2009). Handbuch der Gesundheitspsychologie und medizinischen Psychologie. Göttingen: Hogrefe. Bamberger, G. G. (2025). Lösungsorientierte Beratung (7. Aufl.). Weinheim: Beltz. Brinkmann, R. (2021). Angewandte Gesundheitspsychologie (2., aktualisierte Auflage). München: Pearson. Engbert, K. (2011). Mentales Training im Leistungssport: Ein Übungsbuch für den Schüler- und Jugendbereich (1. Aufl.). Waiblingen: Neuer Sportverlag. Jerusalem, M. & Weber, H. (2003). Psychologische Gesundheitsförderung. Göttingen: Hogrefe. Modulbeschreibung 10 Quirin, M., Jonas, E., & Graßmann, C. (2026). Coachingpsychologie: Grundlagen, Methoden und Anwendungsgebiete. Wiesbaden: Springer Fachmedien. Schlippe, A. von & Schweitzer, J. (2010). Systemische Interventionen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Schwarzer, R. (2004). Psychologie des Gesundheitsverhaltens: Einführung in die Gesundheitspsychologie (3., überarb. Aufl.). Göttingen: Hogrefe. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Falldokumentation / 10 Seiten / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 11 Modultitel: Vertiefende wissenschaftliche Denk- und Arbeitsmethoden Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Advanced scientific thinking and working methods Kurzbezeichnung SBT4 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 1. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 180 h / 6 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Wissenschaftstheorie, -ethik, -management 1 SWS / 15 h / 15 h / 1 / VL / deutsch / nein b) Quantitative und qualitative Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens 1 SWS / 30 h / 30 h / 1 / VL / deutsch / nein c) Quantitative Datenerhebung und inferenzstatistische Verfah- ren 2 SWS / 15 h / 15 h / 1 / ÜB / deutsch / ja d) Qualitative Datenerhebung und -analyse 2 SWS / 15 h / 15 h / 1 / ÜB / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, die Angemessenheit wissenschaftstheoretischer Ansätze, quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden sowie Mess- und Testverfahren zu analysieren. Die Studierenden sind in der Lage, methodologische, ethische und wissenschaftstheoretische Prinzipien auf Entscheidungsprozesse im wissenschaftlichen Arbeiten anzuwenden. Die Studierenden sind in der Lage, wissenschaftliche Studien, systematische Reviews und Meta-Analysen hinsichtlich ihrer methodischen Qualität, Aussagekraft und Anwendbarkeit auf verschiedene Zielgruppen kritisch zu evaluieren. Die Studierenden sind in der Lage, wissenschaftliche Erkenntnisse über bio-psycho-soziale Ressourcen und geschlechtersensible Aspekte von Gesundheit im Hinblick auf alters- oder krankheitsbedingte Veränderungen der Funktionsfähigkeit im Lebensverlauf verschiedener Zielgruppen zu analysieren. Die Studierenden sind in der Lage, die Qualität erhobener Daten mittels Reliabilitäts- und Plausibilitätsprüfungen bzw. qualitativer Gütekriterien zu bewerten und daraus Maßnahmen zur Verbesserung des Messprotokolls bzw. des Untersuchungsdesigns abzuleiten. Zentrale Inhaltsbereiche a) Wissenschaftstheorie, -ethik, -management: • Wissenschaftstheoretische Grundlagen inkl. ethischer Di- mensionen Modulbeschreibung 12 • Prinzipien und Regeln der wissenschaftlichen Kommunika- tion • Verständnis von Evidenzgraden • Grundlagen der Evaluations- und Implementierungsfor- schung • Projektmanagement in der Forschung • Ethik und Datenschutz • Drittmittelakquise b) Quantitative und qualitative Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens: • Operationalisierung von Forschungszielen und For- schungsfragen • Studiendesigns • Grundlagen quantitativer und qualitativer Erhebungsme- thoden • Psychometrische Eigenschaften von Messmethoden • Mixed-Methods-Ansätze c) Quantitative Datenerhebung und inferenzstatistische Verfah- ren: • Grundlagen systematischer Datenerhebung • Kritische Analyse von Daten und Datenauswertung: Mess- fehler erkennen, Qualitätsmanagement • Anwendung statistischer Verfahren • Kenntnis und Anwendung der Methoden der kausalen In- ferenz in Beobachtungs- und Experimentalstudien • Nutzung statistischer Software d) Qualitative Datenerhebung und -analyse: • Theoretische Grundlagen der qualitativen Gesundheits- und Langlebigkeitsforschung • Entwicklung qualitativer Forschungsdesigns • Anwendung qualitativer Datenerhebungstechniken • Durchführung qualitativer Datenanalyse • Reflexivität und inter-/transdisziplinäre Zusammenarbeit • Anwendung zentraler Gütekriterien Lehr- und Lernmethoden Frontalunterricht, Diskussion, Übungen, Datenanalyseübungen, Gruppenarbeit, Fallarbeit Empfohlene Literatur Faraway (2009). Linear models with R. London: Taylor & Francis. Healy, K. (2018). Data Visualization: A Practical Introduction. Princeton, NJ: Princeton University Press. Neter, J., Kutner, M. H., Nachtsheim, C. J., & Wasserman, W. (1996). Applied linear statistical models. New York, NY: McGraw-Hill/Irwin. Thomas, J., Nelson, J., & Silverman, S. (2015). Research Methods in Physical Activity. Champaign, Il: Human Kinetics. O'Reilly, M., Archard, P., & Kiyimba, N. (2025). Qualitative health research: A practical guide for clinical practitioners. London: Routledge. Modulbeschreibung 13 Wickham, H. & Grolemund, G. (2016). R for data science: import, tidy, transform, visualize, and model data. Santa Rosa, CA: O'Reilly Media, Inc. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Dokumentation / 10 Seiten / 50% Präsentation / 15 Minuten / 50% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 14 Modultitel: Zielgruppenspezifische Gesundheitsförderung und Präventionsarbeit Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Target group-specific health promotion and prevention Kurzbezeichnung SBT5 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 2. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 240 h / 8 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Gesundheitsförderung mit Kindern und Jugendlichen 2 SWS / 30 h / 45 h / 2 / SE / deutsch / ja b) Aging Workforce und Betriebliches Gesundheitsmanagement 2 SWS / 30 h / 45 h / 2 / SE / deutsch / ja c) Gesundheits- und Mobilitätsförderung im Alter im Kontext von Longevity 2 SWS / 30 h / 60 h / 2 / SE / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, gesundheits- und mobilitätsrelevante Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen entlang des Lebensverlaufs mithilfe von geeigneten Screenings sowie unter Berücksichtigung relevanter Kontextfaktoren systematisch zu analysieren. Die Studierenden sind in der Lage, evidenzbasierte, zielgruppen- und Setting gerechte bewegungsbasierte Interventionen zu konzipieren, Verhaltensänderungsstrategien zu integrieren und Gesundheitsgerechtigkeit zu berücksichtigen. Die Studierenden sind in der Lage, Implementierungs- und Evaluationspläne für Präventionsprogramme kritisch zu beurteilen. Die Studierenden sind in der Lage, die Perspektiven, Interessen und strukturellen Besonderheiten relevanter Stakeholder in verschiedenen Settings bei der Bearbeitung gesundheitsbezogener Fragestellungen angemessen einzubeziehen. Die Studierenden sind in der Lage, den Einsatz digitaler Technologien und Hilfsmittel hinsichtlich Eignung, Datensouveränität und ethischer Implikationen zu bewerten. Die Studierenden sind in der Lage, die Verbreitung gesundheitsbezogener Inhalte adressatengerecht über geeignete Kommunikationskanäle zu gestalten. Zentrale Inhaltsbereiche a) Gesundheitsförderung mit Kindern und Jugendlichen: • Grundlagen & Rahmenwerke der Präventionsarbeit im Kindes- und Jugendalter • Entwicklungspsychologie & motorische Entwicklung • Relevante Gesundheitsziele: körperliche Aktivität, Sitz- Modulbeschreibung 15 /Bildschirmzeit, Ernährung, Schlaf, mentale Gesundheit • Settings-Ansätze: Kita, Schule, Verein, Kommune o Gesundheitsfördernde Kita/Schule (Bewegte Schule, Pausenraumgestaltung, aktiver Schul- weg) o Kooperation mit Sportvereinen, Jugendhilfe, El- ternarbeit • Inklusion, Diversität & Vulnerabilität (Soziallagen, Migra- tion, sonderpädagogischer Förderbedarf, Geschlecht) • Schutzkonzepte & „Safeguarding“ im Kinder- und Jugend- sport • Digital gestützte Interventionen (Apps/Exergames, Wearables, Datenschutz bei Minderjährigen, Medienkom- petenz) • Diagnostik & Monitoring (Motorik- und Fitness-Screen- ings, Aktivitätstracking, einfache Feedbacksysteme) b) Aging Workforce und Betriebliches Gesundheitsmanagement: • Grundlagen, Konzepte & Rechtsrahmen des BGM/BGF (z. B. Präventionsgesetz, SGB V, Finanzierung, Kooperatio- nen) • Beteiligungsorientierung & Change-Management (Parti- zipative Prozesse, Führung & Kultur) • Betriebliche Bedarfsanalyse & Gefährdungsbeurteilung (Analyseinstrumente, Mitarbeiterbefragungen, Gesund- heitszirkel) • Kennzahlen, Wirkung & Wirtschaftlichkeit (Prozess-/Er- gebnis-Kennzahlen, ROI, Fehlzeiten-/Präsentismus-Ana- lysen, Altersstrukturanalyse) • Evidenzbasierte BGF-Interventionen (Schwerpunkt Be- wegung und Stress) • Konzeption und Evaluation von zielgruppenspezifischen BGF-Maßnahmen in unterschiedlichen Settings • Digitale Lösungen & Datenschutz im Betrieb (Wearab- les/Plattformen, Datenminimierung, Mitbestimmung, betriebliche Interessensvertretung) • Diversität & Demografie (Altersheterogene Teams, Barri- erefreiheit, Vereinbarkeit, Internationalisierung) • arbeitsbezogene Herausforderungen (Schichtarbeit, phy- sische/mentale Arbeitsbelastungen, Digitalisierung) • Return-to-Work & Case Management (Stufenweise Wie- dereingliederung, Schnittstellen Betrieb-Reha-Versor- gung) c) Gesundheits- und Mobilitätsförderung im Alter im Kontext von Longevity: • Healthy & Active Aging: Konzepte, Leitlinien, ICF-Per- spektive • Heterogenität im Alter im Kontext von Longevity • Mobilität, Teilhabe & Lebensqualität (Alltagsaktivität, Modulbeschreibung 16 Gehfähigkeit, Gleichgewicht, Sturz- und Frailty-Risiken) • Evidenzbasierte Interventionen (Kraft-/Gleichgewicht- /Ganganalytik-gestützte Programme, Dual-Task, Aus- dauer, Multikomponenten-Ansätze) • Spezifische Zielgruppen & Settings (Community, betreu- tes Wohnen, Pflege, ambulante Reha, Hausbesuche) • Sturzprävention & Sarkopenie (Screening (z. B. SPPB, TUG, Handkraft), Trainingsprinzipien, Progression & Si- cherheit) • Verhaltensänderung & Adhärenz (Motivational Intervie- wing, soziale Unterstützung, Gamification/Exergames) • Hilfsmittel & Technologien (Geh- und Mobilitätshilfen, IMUs/Wearables, Tele-/Home-based-Programme) • Barrierefreiheit & Umweltfaktoren (Wohnumfeld, Geh- weginfrastruktur, Beleuchtung, Sturzgefahren-Checklis- ten) • Diagnostik & Monitoring (Zielmetriken, Minimal De- tectable Change, Verlaufsfeedback für Teilnehmende) • Implementierung & Vernetzung (Schnittstellen Kom- mune-Hausarzt-Therapie-Pflegedienst, Seniorennetz- werke) Lehr- und Lernmethoden Gruppenarbeit, Fallarbeit/Fallstudien, Präsentation von Projektergebnissen, partizipative/ko-produktive Lernformen, Diskussion, Portfolio-Arbeit Empfohlene Literatur Bensa, K., & Sirok, K. (2023). Is it time to re-shift the research agenda? A scoping review of participation rates in workplace health promotion programs. Int. J. Environ. Res. Public Health, 20(3), 2757. Fan, R. S., Jiang, J. J., Zhou, Q. Y., Zhang, X. Y., Wu, Z. H., & Ji, L. (2026). Digital Health Interventions to Promote Physical Activity Among Adolescents: Systematic Review. J Med In- ternet Res. Feb 27;28:e82395. Grady, A., Lorch, R., Giles, L., …, & Yoong, S. L. (2025). The impact of early childhood education and care-based interven- tions on child physical activity, anthropometrics, funda- mental movement skills, cognitive functioning, and social- emotional wellbeing: A systematic review and meta-anal- ysis. Obes Rev, Feb;26(2):e13852, Epub 2024 Nov 7. Montero-Odasso, M., van der Velde, N., Martin, F. C. …, & the Task Force on Global Guidelines for Falls in Older Adults (2022). World guidelines for falls prevention and management for older adults: a global initiative, Age and Ageing, 51(9), September 2022, afac205. Schaller, A., Stassen, G., Baulig, L., & Lange, M. (2024). Physical ac- tivity interventions in workplace health promotion: objec- tives, related outcomes, and consideration of the setting- a scoping review of reviews. Front Public Health, (12)1353119. Modulbeschreibung 17 Sherrington, C., Fairhall, N. J., Wallbank, G. K., …, & Lamb, S. E. (2019). Exercise for preventing falls in older people living in the community. Cochrane Database of Systematic Reviews 2019, Issue 1. Art. No.: CD012424. Tuakli-Wosornu, Y. A., Burrows, K., Fasting, K., …, & Rhind, D. J. A. (2024). IOC consensus statement: interpersonal violence and safeguarding in sport. Br J Sports Med. Nov 28;58(22):1322-1344. World Health Organization (2020). WHO guidelines on physical ac- tivity and sedentary behaviour. World Health Organiza- tion. Zugriff am 26.02.2026 unter: https://www.who.int/publica- tions/i/item/9789240015128. Yin, X., Zhang, D., Shen, Y., Wang, Y., Wang, Z., & Liu, Y. (2025). Ef- fectiveness of school-based interventions on fundamental movement skills in children: a systematic review and meta-analysis. BMC Public Health. Apr 24;25(1):1522. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt ge- geben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Portfolio zu einem Präventionskonzept für eine der Zielgruppen Das Portfolio besteht aus drei Teilleistungen: • schriftliches Präventions- bzw. Gesundheitsförderungskonzept für eine gewählte Zielgruppe/Setting / 10 Seiten • Pitch/Projektpräsentation (evtl. als Aufzeichnung) des Kon- zepts mit adressatengerechter Begründung / 10 Minuten + 5 Minuten Diskussion • Regelmäßige, begleitende Reflexionselemente (z.B. zum Pro- zess, zum Ergebnis, zum Kompetenzzuwachs, zur Gruppenar- beit, zur persönlichen Entwicklung) / Bearbeitung von Leitfra- gen Portfolio / 3 Teilleistungen integriert / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.who.int/publications/i/item/9789240015128 https://www.who.int/publications/i/item/9789240015128 https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 18 Modultitel: Therapie und Rehabilitation im Lebensverlauf Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Therapy and rehabilitation throughout lifespan Kurzbezeichnung SBT6 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 2. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 360 h / 12 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Innere Erkrankungen II 4 SWS / 60 h / 45 h / 2. FS / SE / deutsch / ja b) Orthopädie II 4 SWS / 60 h/ 45 h/ 2. FS / SE / deutsch / ja c) Neurologie II 1 SWS / 15 h / 30 h / 2. FS / SE / deutsch / ja d) Psychiatrie / Psychosomatik II 4 SWS / 60 h/ 45 h/ 2. FS / SE / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, Veränderungen der Funktionsfähigkeit und der zugrunde liegenden körperlichen, psychischen und sozialen Ressourcen aus sport-, bewegungs- und trainingswissenschaftlicher Perspektive zu bestimmen, indem sie sich wissenschaftliche Erkenntnisse über bio-psycho-soziale Ressourcen sowie geschlechtersensible Aspekte von Gesundheit erschließen, um (alters- oder krankheitsbedingte) Veränderungen der Funktionsfähigkeit und Gesundheit im Lebensverlauf für verschiedene Zielgruppen zu analysieren. Die Studierenden sind in der Lage, sport- und bewegungstherapeutische Maßnahmen in präventiven und therapeutischen Settings anzuwenden und zu organisieren, indem sie evidenzbasierte Trainingsprinzipien, didaktische Leitprinzipien sowie fachspezifische Konzepte und Theorien nutzen, um Präventions- und Therapieprogramme für verschiedene Zielgruppen als Sport- und Bewegungstherapeut*innen umzusetzen. Die Studierenden sind in der Lage, Methoden und Instrumente für die Untersuchung von körperlichen und psychischen Funktionen zu erläutern, um diagnostische Möglichkeiten benennen zu können. Die Studierenden sind in der Lage, ihr persönliches Lehr- und Therapeut*innenverhalten abzuwägen, indem sie Kommunikationsstile, eigene Werte und beeinflussende didaktische Maßnahmen erkennen, um über die Bedeutung von Therapeut*innenverhalten und Beziehungsgestaltung reflektieren zu können. Zentrale Inhaltsbereiche übergreifend: • Medizinische Grundlagen Modulbeschreibung 19 • sporttherapeutische und diagnostische Verfahren • angepasste sport- und bewegungstherapeutische Methoden bei ausgewählten Erkrankungen und Indikationen • Vermittlung und kritische Bewertung der aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisse über die Wirksamkeit angepasster Bewegungsinterventionen bei ausgewählten Interventionsfeldern sowie deren Aufnahme in aktuelle Empfehlungen / Leitlinien der wissenschaftlichen Fachgesellschaften • Entwicklung und Evaluation von indikationsspezifischen Rahmen- und Therapieplänen bei ausgewählten Krankheiten auf der Basis der Ergebnisse diagnostischer Verfahren • Evaluationsverfahren in Therapie und im Rehabilitationsverlauf bei ausgewählten Erkrankungen und zu spezifischen Thematiken a) Innere Erkrankungen II: • Grundlagen häufiger innerer Erkrankungen und abgeleitete evidenzbasierte Trainingstherapien (insb. in der Onkologie, Pneumologie, Nephrologie, Angiologie, Kardiologie und Hämatologie) • Grundlagen der Organspende in Deutschland und Besonderheiten der Sport- und Bewegungstherapie bei Transplantierten • Genderspezifische Aspekte und internistische Implikationen der Menopause • Besonderheiten im Alternsgang (z.B. Frailty und Sarkopenie) • Zielgruppenspezifische Diagnostik im Rahmen der Sport- und Bewegungstherapie • Besonderer Einfluss von Umgebungsfaktoren für Sport und Bewegung bei inneren Erkrankungen (z.B. Höhenmedizin, Tauchmedizin, Medium Wasser) b) Orthopädie II: • Inhalte in Bezug auf orthopädisch / traumatologische Krankheitsbilder (siehe Grundlagen im 1.FS) • Rehabilitation und therapeutische Interventionen bei o.g. Krankheitsbildern • Fallbeispiele c) Neurologie II: • Inhalte in Bezug auf Krankheitsbilder (siehe Grundlagen im 1.FS) • Rehabilitation und therapeutische Interventionen bei o.g. Krankheitsbildern d) Psychiatrie/Psychosomatik II: • Grundlagen der Bewegung-/Sporttherapie bei psychiatrischen/psychosomatischen Erkrankungen Modulbeschreibung 20 • Inhalte in Bezug auf Krankheitsbilder (siehe Grundlagen im 1.FS) • Grundlegende psychologische/psychotherapeutische und pädagogische, bewegungstherapeutische Konzepte (z. B. Emotionsregulation, Ressourcen/Defizitorientierung, qualitatives Bewegungsverhalten) • Rehabilitation und therapeutische Interventionen bei o.g. Krankheitsbildern • Grundlagen des therapeutischen Verhaltens und Beziehungsgestaltung bei psychosomatischen und psychiatrischen Erkrankungen • Störungsübergreifende bewegungstherapeutische Thematiken in Psychiatrie/Psychosomatik Lehr- und Lernmethoden Vorträge, Präsentation ausgewählter Themenbereiche, Exkursionen, aktivierende Gruppenarbeit, exemplarische Praxisstunden, Rollenspiel, praktische Anwendung und Erprobung ausgewählter Verfahren anhand von Fall-/oder Themenbeispielen Empfohlene Literatur Baumann, F. & Schüle, K. (2022). Bewegungstherapie in der Onkologie. Köln: Deutscher Ärzteverlag. Clini, E., Holland, A. E., Pitta, F., & Troosters, T. (2018). Textbook of Pulmonary Rehabilitation. Berlin: Springer. Froböse, I. & Wilke, C. (2022). Trainingstherapie in der Rehabilitation (1. Auflage). München: Urban & Fischer. Herold, G. (2025). Innere Medizin 2026. Köln: Dr. Gerd Herold Verlag. Hölter, G. (2011). Bewegungstherapie bei psychischen Erkrankungen: Grundlagen und Anwendung. Köln: Deutscher Ärzteverlag. Joisten, C. (2023). Repetitorium Sportmedizin. Berlin: Springer. Niebauer, J. (2025). Cardiac Rehabilitation Manual. Berlin: Springer. Niethard, F. U., Pfeil, J., & Biberthaler, P. (2022). Orthopädie und Unfallchirurgie (9. Auflage). Stuttgart: Thieme. Thimme, T., Deimel, H., & Hölter, G. (2021). Bewegung und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen: Grundlagen - Störungsbilder - Therapie. Stuttgart: Schattauer. Van den Berg, F. (2022). Angewandte Physiologie. Das Bindegewebe des Bewegungsapparates verstehen und beeinflussen (5. Auflage). Stuttgart: Thieme. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Keine Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Mündliche Prüfung (Prüfung der Anwendung vermittelter Verfahren z.B. anhand von Krankheitsbildern) / 20-30 Minuten pro Person / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 21 Änderungen vorbehalten Modulbeschreibung 22 Modultitel: Forschungsschwerpunkt I: Planung, Durchführung & Evaluation Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Research focus I: Development, implementation, and evaluation Kurzbezeichnung SBT7 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 2. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 270 h / 9 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Reviews & Meta-Analysen 2 SWS / 30 h / 60 h / 2 / SE / deutsch / ja Für b) und c): wahlweise 1 aus 3 (Wahl bleibt für das Modul 10 im 3. Fachsemester: „Forschungsschwerpunkt II“ bestehen): 1) Sport- und Bewegungstherapie 2) Prävention 3) Bewegungsbezogene Gesundheitsforschung b) Konzept & Methodik 2 SWS / 30 h / 60 h/ 2 / SE / deutsch / ja c) Umsetzung und Reflexion 2 SWS / 30 h/ 60 h/ 2 / ÜB / deutsch / ja maximal 10 Teilnehmer pro Schwerpunkt (Abfrage von 1./2./3. Wunschbelegung) Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, die einzelnen Schritte eines Reviews - von der präzisen Forschungsfrage über Such‑, Auswahl‑ und Bewertungsstrategien bis zur kritischen Beurteilung der Studienqualität und Synthese der Erkenntnisse - zu evaluieren. Die Studierenden sind in der Lage, einzelne Schritte eines Reviews durchzuführen und dabei relevante Studien zu identifizieren, um Anknüpfungspunkte für evidenzbasierte bewegungsbezogene Interventionen und zugehörige Forschungsprojekte daraus ableiten zu können. Die Studierenden sind in der Lage, ein vollständiges, registerfähiges Studienprotokoll zu entwerfen und methodisch zu begründen. Die Studierenden sind in der Lage, für einen selbst gewählten Forschungsschwerpunkt eine präzise Forschungsfrage abzuleiten und darauf aufbauend ein theoretisch und methodisch konsistentes Studien‑ bzw. Interventionsprotokoll inklusive Zeit‑ und Ressourcenplanung zu konzipieren. Die Studierenden sind in der Lage, ihr Studiendesign zu pilotieren und kritisch zu evaluieren (z. B. Beurteilung der Machbarkeit von Datenerhebung und -analyse). Zentrale Inhaltsbereiche a) Reviews & Meta-Analysen: • Einordnung von Reviews in die Wissenschaftssystematik Modulbeschreibung 23 • Überblick über verschiedene Review-Typen (z. B. Scoping Review, Systematic Review, Meta-Analyse) • Formulierung geeigneter wissenschaftlicher Fragestellun- gen für Reviews • Entwicklung geeigneter Suchstrategien in wissenschaftli- chen Datenbanken • Festlegung von Ein- und Ausschlusskriterien • Recherche über PubMed, Cochrane, Scopus, etc. • Rolle von Künstliche Intelligenz (KI) im Reviewprozess • Dokumentation und Transparenz des Auswahlprozesses • Bewertung der Qualität und Relevanz eingeschlossener Studien • Anwendung von Auswahl- und Bewertungsstrategien in Reviews • Grundlagen zur systematischen Synthese und Ergebnis- darstellung • Anwendung des PRISMA-Flows zur Studienauswahl und - dokumentation • Extraktion und Kodierung von Studiendaten • Eigenschaften und Besonderheiten von Meta-Analysen b) Konzept & Methodik: • Entwicklung einer Forschungsidee im gewählten Schwer- punkt • Formulierung und Eingrenzung einer Forschungsfrage • Auswahl und Begründung eines geeigneten Forschungsde- signs • Konzeption eines Studienprotokolls • Ethik-Antrag und rechtliche Rahmenbedingungen • Integration interdisziplinärer Perspektiven • Zusammenarbeit mit Partner*innen aus Praxis, Technolo- gie, Politik • Ressourcenplanung, Machbarkeitsanalyse und Zeitma- nagement • Entwicklung eines Evaluationskonzepts zur Qualitätssiche- rung c) Umsetzung und Reflexion: • Umsetzung einer kleinen empirischen Studie oder explo- rativen Untersuchung • Rekrutierung der Studienstichprobe und Datenerhebung • Anwendung geeigneter Erhebungsmethoden • Dokumentation und reflexive Begleitung des Forschungs- prozesses • Methodenkritik (u.a. Datenerhebung) und Reflexion der Pilotierung • Diskussion ethischer Herausforderungen im Forschungs- kontext • Reflexion persönlicher Entwicklungsprozesse im wissen- schaftlichen Arbeiten Modulbeschreibung 24 • Verteidigung von Forschungsergebnissen im Kolloquium (TIDieR-Checkliste oder vergleichbare (für Beschreibung und Replikation von Interventionen)) Lehr- und Lernmethoden forschendes Lernen, Projektarbeit in Kleingruppen, Diskussion, Journal Club, Peer-Feedback, Coaching, Supervision Empfohlene Literatur Gough, D., Oliver, S., & Thomas, J. (2017). An introduction to systematic reviews (2nd edition). London: SAGE. Gurevitch, J., Koricheva, J., Nakagawa, S. & Stewart, G. (2018). Meta-analysis and the science of research synthesis. Nature, 555, 175-182. Higgins, J. P. T. & Thomas, J. (2019). Cochrane Handbook for Systematic Reviews of Interventions (2nd edition). Hoboken, NJ: Wiley-Blackwell. Kornmann, J. M., Ennigkeit, F., Hänsel, F., & Bös, K. (2024). Erfolgreiches Forschen im Sportstudium: Von der Idee zur Präsentation der Ergebnisse. Berlin, Heidelberg: Springer. Munn, Z., Peters, M. D. J., Stern, C., Tufanaru, C., McArthur, A. & Aromataris, E. (2018). Systematic review or scoping review? Guidance for authors when choosing between a systematic or scoping review approach. BMC Medical Research Methodology, 18:143. Ozemek, C., Bonikowske, A., Christle, J., & Gallo, P. (2025). ACSM's guidelines for exercise testing and prescription. Alphen aan den Rijn: Wolters Kluwer Health. Thomas, J. R., Martin, P., Etnier, J. L., & Silverman, S. J. (2023). Research methods in physical activity. Champaign, IL: Human kinetics. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart a) Pflicht / b) und c) Wahlpflicht (1 aus 3) Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Hausarbeit / Ethikantrag nach Vorgaben der DSHS- Ethikkommission / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 25 Modultitel: Spezialisierung Rehabilitation (2 aus 4 Wahlmöglichkeiten) Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Specialization in Rehabilitation Kurzbezeichnung SBT8 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 3. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 240 h / 8 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Innere Erkrankungen III 4 SWS / 60 h / 60 h / SE / 3 / deutsch / ja b) Orthopädie III 4 SWS / 60 h / 60 h / SE / 3 / deutsch / ja c) Neurologie III 4 SWS / 60 h / 60 h / SE / 3 / deutsch / ja d) Psychiatrie / Psychosomatik III 4 SWS / 60 h / 60 h / SE / 3 / deutsch / ja Wahl von 2 aus 4 Spezialisierungen Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, Symptome, Ressourcen, Funktionsfähigkeit sowie Indikationen bei Krankheitsbildern der spezifischen Fachrichtungen einzuschätzen, indem sie wissenschaftliche Studien, evidenzbasierte Theorien und Konzepte (auch aus angrenzenden Fachdisziplinen) analysieren, um später komplexe sport- und bewegungstherapeutische Interventionen und deren wissenschaftliche Evaluation kritisch zu hinterfragen. Die Studierenden sind in der Lage, zielgruppenorientierte und themenspezifische bzw. störungsübergreifende bewegungsbasierte Interventionen zu entwickeln, indem sie wissenschaftliche Studien, evidenzbasierte Theorien und Konzepte (auch aus angrenzenden Fachdisziplinen) synthetisieren, um evidenzbasierte bewegungsbasierte Konzepte für verschiedene Zielgruppen zu konzipieren. Die Studierenden sind in der Lage, diagnostische Verfahren für die Untersuchung von körperlichen und psychischen Funktionen zu bewerten, indem sie bestehende Methoden und Instrumente hinsichtlich Optimierungs- und Entwicklungspotenzial beurteilen, um Diagnostikbatterien für verschiedene Zielgruppen zu entwickeln. Die Studierenden sind in der Lage, zielgruppen- und kontextgeeignete Methoden für die Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse zu analysieren, indem sie verschiedene Kommunikationsarten und -kanäle kritisch gegenüberstellen und didaktische Vermittlungsstrategien analysieren, um die geeignete Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse an unterschiedliche Zielgruppen auszuwählen. Modulbeschreibung 26 Die Studierenden sind in der Lage, Wertehierarchien für ihr Verhalten in multiprofessionellen Teams zu bewerten, indem sie kritisch hinterfragen, wie ihre Kommunikationsstrategien, Moderationstechniken und Methoden zur Schaffung einer inklusiven, diskriminierungsfreien Wertekultur beitragen, um in interdisziplinären Teams gemeinsame Einstellungen zu vertreten. Die Studierenden sind in der Lage, ihre wissenschaftlichen und praktischen Entscheidungen kritisch zu reflektieren, indem sie angelehnt an ethische, methodische und wissenschaftstheoretische Prinzipien ihre Entscheidungen ableiten, um daraus begründete persönliche Grundsätze für ihr berufliches Handeln zu entwickeln. Zentrale Inhaltsbereiche a) Innere Erkrankungen III (Schwerpunkt Kardiologie): • Anatomie und Grundlagen (z. B. Einfluss von Medikamenten) • Kardiologische Versorgungskonzepte (z. B. Prähabilitation, Rehabilitation, ambulante Herzgruppen, Telerehabilitation) • Ruhediagnostik (z. B. EKG, Blutdruck) und Leistungsdiagnostik (z. B. Spiroergometrie, Krafttestungen) im Bereich der kardiologischen Trainingstherapie • Evidenzbasierte Trainingsinterventionen in der Kardiologie (z. B. Ausdauertraining, Krafttraining, inspiratorisches Muskeltraining, Aquasport) und Chancen / Grenzen von innovativen Darreichungsformen (z. B. Exergaming) • Kardiologische Erkrankungen und Besonderheiten für die Trainingstherapie (z. B. Koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Aortenerkrankungen, Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelentzündungen, Kardiomyopathien, Herzklappenerkrankungen, angeborene Herzerkrankungen, mechanische Kreislaufunterstützung, Herztransplantation, Pulmonalarterienembolie) • Plötzlicher Herztod im Sport und Erste Hilfe-Maßnahmen b) Orthopädie III: • Evidenzbasierte Erarbeitung verschiedener bewegungstherapeutischer Methoden und Leitlinien für ausgewählte Indikationen der Orthopädie/ Sportrehabilitation • Anwendung diagnostischer Verfahren als Grundlage für die Erstellung indikationsspezifischer Rahmen- und Therapiepläne • Analysieren des Therapie- und Reha-Verlaufs • Evaluation des Therapie- und Reha-Verlaufs (Vermittlung von Verfahren) Modulbeschreibung 27 • Vertiefung fachspezifischer Kompetenzen in der Rehabilitation (indikationsspezifische und trainingswissenschaftliche Kenntnisse; Konzeption, Durchführung und Evaluation bewegungsbezogener rehabilitativer Maßnahmen an konkreten Fallbeispielen) • Entwicklung persönlicher Kompetenzen im Sinne des speziellen Umgangs mit orthopädischen Erkrankungen c) Neurologie III: • Evidenzbasierte Erarbeitung störungsspezifischer therapeutischer Interventionen • Entwicklung individualisierter sport- und bewegungstherapeutischer Therapieziele, -pläne und - interventionen auf der Grundlage von Erfahrungsberichten von Gastpatient*innen • Vermittlung und Anwendung störungsspezifischer sporttherapeutischer Ziele, Therapiepläne und Interventionen im Umgang mit neurologischen Patient*innen in der Praxis d) Psychiatrie/Psychosomatik III: • Analyse bewegungs- und sporttherapeutischer Methoden und ihre beispielhafte Anwendung bei ausgewählten störungsspezifischen und störungsübergreifenden Thematiken der Psychiatrie und Psychosomatik • Integration und Analyse komplexer Anwendungsgebiete wie Forensische Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Gerontopsychiatrie, Suchtpsychiatrie • Bewertung und Überprüfung verschiedener diagnostischer Verfahren zur Erstellung von indikationsspezifischen Rahmen- und Therapieplänen • Ermittlung, Begutachtung und Evaluation publizierter klinischer Forschungsstudien; Transfer derselben in bewegungs- und sporttherapeutische Therapieziele, - pläne und -interventionen • Evaluation und Begründung von eigenem Therapeut*innenverhalten, Würdigung der Nutzung der eigenen Therapeut:*innen-Persönlichkeit als therapeutischer Wirkfaktor • Kennenlernen von und Umgang mit typischen Herausforderungen im Berufsfeld Psychiatrie/Sucht • Einschätzung berufspolitischer und interdisziplinärer Besonderheiten in Bezug auf Therapie und Forschung in Psychiatrie/Psychosomatik und Entwicklung von Prioritäten Lehr- und Lernmethoden Vorträge, Anamnesen mit Fallbeispielen, studentische Präsentationen, Gruppenarbeit, Exkursionen, Hospitationen, Selbsterfahrung, Erstellung, Durchführung und Evaluation von Therapieplänen Modulbeschreibung 28 Empfohlene Literatur American College of Sports Medicine, Liguori, G., Feito, Y., Foun- taine, C. J., & Roy, B. (Hrsg.). (2022). ACSM’s guidelines for exercise testing and prescription (Eleventh edition). Al- phen aan den Rijn, NL: Wolters Kluwer. Chermette, C., Thimme, T. & Deimel, H. (2026). Bewegungsthera- pie bei Suchterkrankungen Grundlagen - Konzepte - Praxis (1. Auflage). Stuttgart: Kohlhammer. Froböse, I. & Wilke, C. (2022). Trainingstherapie in der Rehabilitation (1. Auflage). München: Urban & Fischer. Herold, G. (2025). Innere Medizin 2026. Köln: Dr. Gerd Herold Verlag. Hölter, G. (2011). Bewegungstherapie bei psychischen Erkrankungen: Grundlagen und Anwendung. Köln: Deutscher Ärzteverlag. Joisten, C. (2023). Repetitorium Sportmedizin. Berlin: Springer. Niebauer, J. (2025). Cardiac Rehabilitation Manual. Berlin: Springer. Niebauer, J. (2026). Sportkardiologie (2. Auflage). Berlin: Springer. Niethard, F. U., Pfeil, J., & Biberthaler, P. (2022). Orthopädie und Unfallchirurgie (9. Auflage). Stuttgart: Thieme. Thimme, T., Deimel, H., & Hölter, G. (2021). Bewegung und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen: Grundlagen - Störungsbilder - Therapie. Stuttgart: Schattauer. Van den Berg, F. (2022). Angewandte Physiologie. Das Bindege- webe des Bewegungsapparates verstehen und beeinflus- sen (5. Auflage). Stuttgart: Thieme. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt ge- geben. Modulart Wahlpflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Keine Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Mündliche Prüfung (z. B. Überprüfung der Synthetisierung und Bewertung von Studien, Konzepten und Maßnahmen anhand von Praxisbeispielen) / 20-30 Minuten pro Person/ 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 29 Modultitel: Evidenzbasierte Praxis Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Evidence-based practice Kurzbezeichnung SBT9 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 3. FS Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 240 h / 8 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Lehrübungen 2 SWS / 30 h / 30 h / 3. FS / LÜ / deutsch / ja b) Fachpraktikum 6 Wochen (mindestens 180 h) Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Evidenz und eines differenzierten didaktisch- methodischen Wissens bewegungs- und sporttherapeutische Interventionsprozesse schriftlich zu planen, umzusetzen und auszuwerten. Die Studierenden sind in der Lage ihre therapeutische Kompetenz im Umgang mit den zu betreuenden Patient*innen reflektieren. Die Studierenden sind in der Lage, sport- und bewegungstherapeutische Inhalte mit edukativen und psychosozialen Zielsetzungen zu vermitteln. Die Studierenden sind in der Lage, sich in die Arbeit eines interdisziplinären Teams zu integrieren und ihre Fachkenntnisse zu vertreten. Die Studierenden sind in der Lage, ihre praktischen Entscheidungen kritisch zu reflektieren, indem sie angelehnt an ethische, methodische und wissenschaftstheoretische Prinzipien ihre Entscheidungen ableiten, um daraus begründete Grundsätze für ihr berufliches Handeln zu entwickeln. Zentrale Inhaltsbereiche übergreifend: • Evidenzbasierte, indikationsspezifische und trainingswissenschaftliche Kenntnisse • Konzeption, Durchführung und Evaluation zielgruppenorientierter rehabilitativer Maßnahmen • Prozessorientiertes Arbeiten, flexible Adaptation, Personalisierung und Differenzierung der geplanten Invention • Eigenständige Reflexion der eigenen Therapeut*innenperson in herausfordernden Situationen • Erkennen und Beeinflussung von unvorhergesehenen Gruppendynamiken, Umgang mit herausfordernden Modulbeschreibung 30 Patient*innenverhalten • Analyse von Therapieprozessen und Therapeut*innenverhalten • Interdisziplinäres Arbeiten (Vermittlung der Bedeutsamkeit sportwissenschaftlicher Ziele/Methodiken in realen interdisziplinären Teams, konstruktive Konfliktlösefähigkeiten in Zusammenarbeit; Berücksichtigung berufspolitischer Aspekte in der interdisziplinären Zusammenarbeit • Berücksichtigung institutioneller Rahmenbedingungen bei der Konzeption, Planung und Durchführung von Maßnahmen Lehr- und Lernmethoden Diskussionen auf Basis wissenschaftlicher Evidenz, schriftliche Darstellung der eigenen evidenzbasierten Arbeit, praktische Interventionen unter Supervision, Eigenrealisation, engmaschige Begleitung durch/mit Fachpersonal, Reflexionsgespräche, interdisziplinäre Intervision Empfohlene Literatur Chermette, C., Thimme, T. & Deimel, H. (2026). Bewegungsthera- pie bei Suchterkrankungen Grundlagen - Konzepte - Praxis (1. Auflage). Stuttgart: Kohlhammer. Froböse, I. & Wilke, C. (2022). Trainingstherapie in der Rehabilitation (1. Auflage). München: Urban & Fischer. Hölter, G. (2011). Bewegungstherapie bei psychischen Erkrankungen: Grundlagen und Anwendung. Köln: Deutscher Ärzteverlag. Matlik, M. & Späker, T. (2012). Sport in Herzgruppen: Ganzheitliche Rehabilitation mit den Mitteln des Sports. Balingen: Spitta. Matlik, M., Unverdorben, M., Albus, C., …, & Weber, P. (2014). Herzgruppenbetreuung in Theorie und Praxis: Ganzheitli- che Rehabilitation bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Balin- gen: Spitta. Niebauer, J. (2025). Cardiac Rehabilitation Manual. Berlin: Springer. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Abgabe des Praktikumsberichts inkl. genehmigte(r) Antrag/Anträge auf Zulassung zum Praktikum und Praktikumsbescheinigung(en) Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Praktische Prüfung (Lehrprobe) / 30-90 Minuten pro Person / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 31 Modultitel: Forschungsschwerpunkt II: Planung, Durchführung & Evaluation Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Research focus II: Development, implementation, and evaluation Kurzbezeichnung SBT10 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 3. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 360 h / 12 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Forschungsmanagement 1 SWS / 15 h / 225 h / 3 / ÜB / deutsch / ja b) Wissenschaftskommunikation und -dissemination 2 SWS / 30 h / 90 h / 3 / SE / deutsch / ja Für a) wahlweise 1 aus 3 (Wahl setzt sich aus dem Modul SBT7 im 2. Fachsemester „Forschungsschwerpunkt I“ fort): 1) Sport- und Bewegungstherapie 2) Prävention 3) Bewegungsbezogene Gesundheitsforschung Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, für ihr Schwerpunkt-Projekt einen vollständigen Forschungsmanagement-Plan zu erschaffen (Forschungsziel, Stakeholder-Analyse, Wirklogik, Zeit- und Ressourcenplan, Budget, Rollen), inkl. Risiko-, Qualitäts- und Datenmanagementplan. Die Studierenden sind in der Lage, Governance- und Compliance- Anforderungen (Ethikantrag, DSGVO/Einwilligungen, Registereintrag, Verträge/Versicherungen, Open- Science/Präregistrierung, TIDieR/CONSORT-Bezug) zu konzipieren. Die Studierenden sind in der Lage, Mess- und Analyseverfahren sowie Evaluationskriterien im Hinblick auf Validität, Reliabilität, Praxistauglichkeit und Ressourcen designkonform auszuwählen. Die Studierenden sind in der Lage, anhand der geplanten Monitoring- & Evaluationslogik Projektergebnisse zu evaluieren (Wirkung, Prozess-/Strukturqualität, Kosten-/Nutzen) und über Skalierung, Transfer oder Beendigung zu entscheiden. Die Studierenden sind in der Lage, ein Forschungsprojekt mit geeigneter Implementierungsstrategie praktisch umzusetzen, die Datenerhebung qualitätsgesichert zu steuern und Abweichungen systematisch zu reflektieren. Die Studierenden sind in der Lage, verschiedene wissenschaftliche Kommunikationsarten, -strategien und -kanäle im Hinblick auf Zielgruppen, Inhalte und Wirkung zu analysieren. Modulbeschreibung 32 Die Studierenden sind in der Lage, eigene Kommunikationsentscheidungen im Kontext wissenschaftlicher Veröffentlichungs- und Transferprozesse auf Basis methodischer und ethischer Kriterien kritisch zu reflektieren. Zentrale Inhaltsbereiche a) Forschungsmanagement: • Projektinitiierung & Ziel (Bedarfs-/Nutzenanalyse, Ziel- gruppen, Zielhierarchie, Wirklogik mit klaren Outcomes) • Zeit- & Ressourcenplanung (Meilensteine, Kapazitätspla- nung, Beschaffung/Leihe (Labortechnik, Sensorik), Schu- lungsplan für Testleitungen/Trainer*innen und Thera- peut*innen) • Datenmanagementplan • Methoden-/Instrumenten-Fit (Validität/Reliabilität/Objek- tivität/Responsivität vs. Ressourcen/Setting; Auswahl & Standardisierung (Assessments, Sensorik, Fragebögen) • Implementierungsmanagement • Monitoring & Evaluation (M&E): Dashboards, Process- Evaluation, Ergebnis-/Wirkungsbewertung, Kosten-/Nut- zen-Perspektive • Ethik & Wertekultur im Team (Umgang mit Dilemmata, Teilnehmendenschutz, wertbasiertes Führungsverständ- nis, Reflexionsschleifen) • Orientierungsspezifische Vertiefungen: o Sport- und Bewegungstherapie o Prävention o Bewegungsbezogene Gesundheitsforschung b) Wissenschaftskommunikation und -dissemination: • Zielgruppen- und Kanal-Mapping (Fachcommunity, Praxis, Patient*innen, Politik/Verwaltung; Print, Konferenz, Social Media, Audio/Video) • Kernbotschaft & Storyline (Kernbotschaften, Narrative, Nutzenargumentation, Framing ohne Bias) • Formate im Überblick (Abstract, Exposé, Poster, Talk, Pre- print, Journal-Artikel, Policy Brief, Praxisleitfaden, Leitli- nien) • Wissenschaftliches Schreiben & Publizieren (Struktur, Stil, Journalwahl, Peer-Review-Prozess, Open-Access-Optio- nen) • Visuelle Kommunikation (Daten- und Ergebnisvisualisie- rung (Grafikstandards, Barrierefreiheit), Poster-Design) • Vortragskompetenz (Slide-Architektur, Redeführung, Q&A-Strategien, Live-Demo/Interaktion) • Audio/Video & Social Media (Podcast- und Videokonzept, Script/Storyboard, Kanalstrategie, Community-Manage- ment) • Partizipative & interaktive Formate (Co-Kreation mit Modulbeschreibung 33 Stakeholdern, Bürger*innenbeteiligung, Science-Café, Workshops) • Dissemination & Transferplanung (Zeitplan, Meilensteine, Ressourcen, Multiplikator*innen, Partnerschaften) • Evaluation von Kommunikationsmaßnahmen: Ziele/Indi- katoren (Reichweite, Engagement, Verständnis, Umset- zung), Feedback-Loops • Vertrauensbildung & Risikokommunikation (Transparenz, Unsicherheiten kommunizieren, Fehlinterpretationen vor- beugen) • Open Science & Forschungsintegrität (Präregistrierung, Daten/Material-Sharing, Reproduzierbarkeit, Interessen- konflikte) • Recht & Ethik (Urheberrecht/Copyright, Bild-/Tonrechte, Datenschutz (DSGVO), sensible Inhalte) • Praxisprojekt-Komponente: Entwicklung, Umsetzung und Kurzevaluation eines eigenen Disseminationsprodukts (z. B. Poster + Pitch, Praxisleitfaden, Video/Podcast) beglei- tend zu Teil a) in den 3 Schwerpunkten Lehr- und Lernmethoden projektbasiertes Lernen, forschendes Lernen, Diskussion, Coaching, Peer-Feedback, Präsentation Empfohlene Literatur Buck, I. (2025). Wissenschaftliches Schreiben mit KI. Stuttgart: utb. Dominicy, Y., & Ley, C. (2023). Statistics meets sports: what we can learn from sports data. Newcastle: Cambridge Scholars Publishing. Equator network (2026). Enhancing the QUAlity and Transparency Of health Research. Zugriff am 18. März 2026 unter: https://www.equator-network.org/ Fröhlich, M., Pieter, A., & Kemmler, W. (2024). Normbezüge und alternative statistische Verfahren im Kontext Sport und Gesundheit. Berlin, Heidelberg: Springer Professional. Griffith, A. K. & Ré, T. C. (2023). Disseminating Behavioral Research. London, UK: Springer Nature. Mogull, S. A. (2017). Scientific and Medical Communication: A Guide for Effective Practice. London, UK: Routledge. Parija, S. C. & Kate, V. (2018). Writing and Publishing a Scientific Research Paper. London, UK: Springer Nature. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart a) Wahlpflicht b) Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Hausarbeit (publikationsfähiges Manuskript) / maximal 4000 Wörter / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.equator-network.org/ https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 34 Modulbeschreibung 35 Modultitel: Digitale Gesundheit, eHealth & Künstliche Intelligenz (KI) Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Digital health, eHealth & artificial intelligence (AI) Kurzbezeichnung SBT11 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 3./4. FS / 2 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 240 h / 8 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Grundlagen der Signalverarbeitung 2 SWS / 30 h / 60 h / 3 / SE / deutsch / ja b) Digitale Technologien in Gesundheit & Bewegung 1 SWS / 15 h / 45 h / 3 / SE / deutsch / ja c) Angewandte eHealth- & KI-Tools: Praxisbeispiele und Integra- tionsstrategien 2 SWS / 30 h / 60 h / 4 / ÜB / deutsch / ja Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, digitale Gesundheitsanwendungen - insbesondere KI‑gestützte Apps, Wearables und Feedbacksysteme - hinsichtlich methodischer Qualität, Einsatzpotenzial und ethisch‑rechtlicher Rahmenbedingungen kritisch zu evaluieren. Die Studierenden sind in der Lage, Funktionsweise, Datenstrukturen und Messprinzipien von eHealth‑ und KI‑Tools zu analysieren, um ihre Eignung als Mess‑ und Interventionsinstrumente in sport‑ und gesundheitswissenschaftlichen Studien zu bestimmen. Die Studierenden sind in der Lage, Sensordaten und digitale Feedbackinformationen in einen Forschungsworkflow einzubetten, aufzubereiten und erste Auswertungen durchzuführen, um evidenzbasierte Schlussfolgerungen abzuleiten. Die Studierenden sind in der Lage, Biosignale und Bewegungsdaten mittels geeigneter Vorverarbeitungsschritte aufzubereiten und daraus interpretierbare Merkmale für gesundheits- und bewegungswissenschaftliche Fragestellungen abzuleiten. Zentrale Inhaltsbereiche a) Grundlagen der Signalverarbeitung: • Aufzeichnung physiologischer, kinematischer, oder kineti- scher Daten: u.a. Elektromyografie (EMG), Elektrokardio- grafie (EKG), 3D Bewegungsakquise, IMUs, Kraft- und Druck-messungen • Grundlagen der ICT-basierte quantitative Daten-erfas- sung, -verarbeitung und -analyse: u.a. Analog-Digital- Wandler, Zeitreihen, Filtertheorie. • Methoden zur Zeitreihenanalyse • Methodische Ergänzungen: biomechanische Modelle, Modulbeschreibung 36 Maschinelles Lernen b) Digitale Technologien in Gesundheit & Bewegung: • Funktionen und Einsatzbereiche von Wearables, Apps, KI • Digitale Gesundheitsanwendungen • Ethik und Datenschutz im Umgang mit digitalen Daten • Transfer digitaler Lösungen in Praxis & Forschung • Usability, Technikakzeptanz, Barrieren und Chancen, digi- tale Teilhabe • Digitalisierung in der Gerontologie und Therapie (Teleme- dizin, Tele-Reha, Monitoring-Systeme für Mobilität, Sturz- sensorik und Smart-Home-Technologien) c) Angewandte eHealth- & KI-Tools: Praxisbeispiele und Integra- tionsstrategien • Praxisbeispiele aus der Gerontologie und Rehabilitation: Exergames, digitale Trainings- und Reha-Programme • KI-gestützte Diagnostik und Screening • Digitaler Tools zur Erfassung von Biomarkers und Gesund- heitsdaten • Feedback- und Trainingssystemen • KI-basierte Auswertung von Trainings- und Gesundheits- daten • Kritische Reflexion digital unterstützter Entscheidungspro- zesse • Entwicklung eines Umsetzungsplans für digitale Lösungen Lehr- und Lernmethoden Blended-Learning, E-Learning- und Online-Selbstlernphasen, Laborübungen, problemorientiertes Lernen, Gruppenarbeit, App- gestützte Übungen, Videogestützte Lernformen, Portfolio-Arbeit Empfohlene Literatur Alber, V. A., Rödiger, H., Campione, A., Schiller, J., Burziwoda, D., & Henschke, C. (2025). An Overview on Methods, Evidence, and Study Quality of Health Economic Evaluation Studies for Independently Usable Digital Health Apps: Rapid Review. J Med Internet Res 2025;27:e68349. Dörner, R., Bernasconi, A., Iskandarani, D., Karim, A., Mariana Gonzales Carrillo, Lennemann T. and El-Bcheraoui, C., (2024). Navigating the Digital Health Ecosystem: A Review of Key Guidelines, Frameworks, and Tools. Zugriff am 18. März 2026 unter: doi:10.25646/12926. Geibel, R. C., Arnold, U., & Wältermann, G. (2025). Digitale Gesundheit in Deutschland. Wiesbaden: Springer Fachmedien. Kernebeck, S., Scheibe, M., Sinha, M., Fischer, F., Knapp, A., Timpel, P., Harst, L., Reininghaus, U., & Vollmar, H. C. (2023). Erratum: Digitale Gesundheitsinterventionen entwickeln, evaluieren und implementieren (Teil I) – Diskussionspapier der Arbeitsgruppe Digital Health des Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF). Gesundheitswesen, 85(1), 58-64. https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/12327/Navigating%20the%20Digital%20Health%20Ecosystem%20a%20Review%20of%20Key%20Guidelines%20Frameworks%20and%20Tools_RKI_DIPC%20GIZ.pdf?sequence=1&isAllowed=y Modulbeschreibung 37 Memmert, D. (2024). Digitalisierung und Innovation im Sport und in der Sportwissenschaft. Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum. Weitere Literatur wird während der Veranstaltungen bekannt gegeben. Modulart Pflicht / Wahlpflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Portfolio zur „Analyse und Bewertung eines digitalen Gesundheits- oder KI-Tools“ Das Portfolio besteht aus vier Teilleistungen: • strukturierter Analysebericht zu einem gewählten Tool/Setup (Funktion, Sensorik, Datenstrukturen, Signalwege, rechtli- che/ethische Rahmenbedingungen, Evidenzlage • Signalverarbeitungs-/Datenaufbereitungsbaustein (z. B. kurze Auswertung eines Beispiel-Signals oder einer Zeitreihe mit do- kumentierten Schritten) • Umsetzungs-/Integrationskonzept (z. B. Skizze, wie das Tool in ein Studien- oder Versorgungssetting eingebunden werden könnte) • Regelmäßige, begleitende Reflexionselemente zu Chancen, Grenzen und Verantwortungsfragen des gewählten digitalen Tools (z. B. kritische Auseinandersetzung mit Bias und Fairness von KI-Algorithmen, Auswirkungen auf Datenschutz und Da- tensouveränität, digitale Teilhabe und Technikakzeptanz älte- rer Nutzer*innen, Spannungsfelder zwischen Automatisierung und professioneller Entscheidungsverantwortung, Grenzen der Messgenauigkeit und deren Konsequenzen für klinische oder präventive Entscheidungen) Portfolio / 4 Teilleistungen integriert / 100% Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte Modulbeschreibung 38 Modultitel: Masterprojekt Studiengang: M.Sc. Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und bewegungsbezogene Gesundheitsforschung (SBT) Gültig für Studienanfänger*innen ab: Wintersemester 2026/27 Englischer Modultitel Master's project Kurzbezeichnung SBT12 Studiensemester / Studiendauer (Semester) 4. FS / 1 Workload gesamt (h) / ECTS-Punkte gesamt 720 h / 24 Lehrveranstaltungen des Moduls Titel SWS/Kontaktzeit (h)/Selbststudium(h) Studiensemester/Art/Veranstaltungssprache/ Anwesenheitspflicht a) Vorbereitungs- und Prüfungs-Kolloquium 2 SWS / 30 h / 30 h / 4 / SE / deutsch / ja b) Masterthesis - SWS / - h / 660 h / 4 / Thesis / - / - Kompetenzorientierte Lernziele Die Studierenden sind in der Lage, einen vollständigen, empirischen Forschungs‑ und Interventionsprozess zu erschaffen; von der präzisen Forschungsfrage über die Auswahl / Entwicklung innovativer Mess‑ und Analysemethoden bis zur Durchführung, Datenauswertung und kritischen Evaluation, um evidenzbasierte, zielgruppenspezifische Bewegungs‑ oder Therapieempfehlungen abzuleiten. Die Studierenden sind in der Lage, wissenschaftliche Erkenntnisse adressatengerecht zu kommunizieren, indem sie ihre Masterarbeit in schriftlicher Form gemäß wissenschaftlichen Standards verfassen, die Ergebnisse visuell aufbereiten und in einem öffentlichen Kolloquium vor Fach‑ und Laienpublikum überzeugend präsentieren und verteidigen. Die Studierenden richten ihr gesamtes Forschungs‑ und Kommunikationshandeln nach den Grundwerten wissenschaftlicher Integrität, Verantwortung, Vertraulichkeit und Nicht‑Schaden aus, indem sie Wert‑ und Methodenhierarchien vertreten und Konsequenzen für ihr berufliches Handeln ableiten. Zentrale Inhaltsbereiche a) Vorbereitungs- und Prüfungs-Kolloquium: • Entwicklung eines strukturierten Exposés und Präsenta- tion des Forschungsvorhabens • Diskussion und Verteidigung der Methodik, theoretischen Herleitung und Ergebnisse • Verteidigung von Forschungsergebnissen im Kolloquium • TIDieR-Checkliste oder vergleichbare (für Beschreibung und Replikation von Interventionen) • Kommunikation der Erkenntnisse adressatengerecht (z. B. Fachpublikum, Praxispartner) • Reflexion des gesamten Forschungsprozesses inkl. Ent- scheidungspunkten und Hürden Modulbeschreibung 39 • Vorbereitung auf forschungsbasierte und wissenschaftlich fundierte Tätigkeiten im Beruf • Fähigkeit zur Integration von Feedback und Weiterent- wicklung des eigenen Wissenschaftsverständnisses • Vertiefung des wissenschaftsethischen Verständnisses in Bezug auf Forschungspraxis • Ausformulierung persönlicher Prinzipien im Umgang mit Verantwortung, Integrität und Transparenz • Praktische Anwendung der Wissenschaftskommunikation b) Masterthesis: • Eigenständige Bearbeitung einer empirischen Forschungs- frage mit engem Bezug zur Studienrichtung • Entwicklung eines forschungsrelevanten, theoriegeleite- ten Designs • Integration quantitativer und/oder qualitativer For- schungsmethoden • Systematische Literaturrecherche und Ableitung eines methodisch fundierten Forschungsansatzes • Kritische Bewertung und Auswahl geeigneter Instrumente und Verfahren • Durchführung von Datenerhebung, -auswertung und Er- gebnisdarstellung • Reflexion ethischer und wissenschaftstheoretischer Impli- kationen • Erstellung eines wissenschaftlichen Manuskripts (Thesis) • Anwendung akademischer Standards (Zitation, Transpa- renz, Argumentation, Integrität) • Selbstmanagement, Zeitplanung und eigenverantwortli- che Projektumsetzung • Berücksichtigung disziplinübergreifender Perspektiven und/oder Anwendungsbezüge Lehr- und Lernmethoden forschendes Lernen, Projektarbeit, Coaching, Supervision selbstgesteuertes Lernen, Selbststudium Empfohlene Literatur Relevante Literatur wird in der Veranstaltung bekannt gegeben. Modulart Pflicht Teilnahme- bzw. Zulassungsvoraussetzungen Siehe Übersicht Voraussetzungen Lernerfolgskontrolle Lernerfolgskontrollen finden statt. Die konkreten Angaben dazu werden zu Beginn des Semesters in den Veranstaltungen bekannt gegeben. Prüfungsleistung / Umfang / Anteil an Modulnote Masterthesis / 40-80 Seiten / 50% Mündliche Prüfung / 30 Minuten / 50% Jeder Teil für sich muss mit mindestens 4.0 (ausreichend) bestanden werden, ansonsten muss das gesamte Masterprojekt wiederholt werden Modulbeauftragte*r Siehe Übersicht Modulbeauftragte Änderungen vorbehalten https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Studium/Organisation/Studienunterlagen/Voraussetzungen/Modulvoraussetzungen_SBT.pdf http://www.dshs-koeln.de/Modulbeauftragte