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  • Hand hält Medaille an einem Band hoch
    05.02.2026
    Bedeutung des Spitzen- und Leistungssports in Deutschland
    Kurz vor dem Beginn der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 legt das Bundesinstitut für Sportwissenschaft erste Ergebnisse zur Bedeutung des Spitzen- und Leistungssports in Deutschland vor, die aus einem Forschungsprojekt der Sporthochschule hervorgegangen sind. Ein Ergebnis: Nationale Identität und internationales Prestige sind langfristig stabile Konzepte, auf die der Spitzen- und Leistungssport nur kurzfristigen und geringen Einfluss zu nehmen scheint. Univ.-Prof. Dr. David Jaitner, Leiter des Instituts für Pädagogik und Philosophie der Deutschen Sporthochschule Köln, hat das Forschungsprojekt „Gesellschaftliche Bedeutung des Spitzen- und Leistungssports in Deutschland“ (GUIDE) in Zusammenarbeit mit Dr. Jannika John (Eberhard Karls Universität Tübingen) und Prof. Michael Mutz (Justus-Liebig-Universität Gießen) durchgeführt. Das Projektteam untersuchte, wie wichtig Sportler*innen für die Gesellschaft sind und was Menschen in Deutschland vom Spitzen- und Leistungssport erwarten. Spitzen- und Leistungssport müssen sich ständig rechtfertigen. Vor diesem Hintergrund gibt es anhaltende akademische und öffentliche Diskussionen darüber, ob sich der Wert des Spitzensports nicht nur danach messen sollte, wie erfolgreich die Sportler*innen sind und wie viele Rekorde und Medaillen sie aufstellen. Auch die öffentliche Akzeptanz und der gesellschaftliche Impact, das heißt, wie die Menschen Spitzen- und Leistungssport empfinden und wie er die Gesellschaft beeinflusst, sollten berücksichtigt werden. Es wird häufig als wissenschaflich belegt angenommen, dass die Gesellschaft von sportlichen Vorbildern profitiere und dass Spitzensport sportliche Werte und die nationale Identität stärken und das internationale Ansehen steigern würde. Diese Werte werden häufig als Grund angeführt, warum der Staat den Spitzensport in Deutschland unterstützt. Ist das wirklich so? Das GUIDE-Projektteam will Fakten für diese sportpolitischen Diskussionen liefern und hat dazu zum einen systematische Literaturanalysen durchgeführt und zweitens eine Umfrage unter Jugendlichen und Erwachsenen gemacht. Bei der Bevölkerungsbefragung wurde unter anderem auch gefragt, was die Menschen über Spitzen- und Leistungssport denken. Mehrere Experimente halfen dabei. Bei den Ergebnissen handelt es sich um Zwischenergebnisse, das Projekt läuft noch bis Ende Mai. Ausgewählte Ergebnisse und Fazits: Leistungsbezogene Werte sind in der öffentlichen Wahrnehmung des Spitzen- und Leistungssports stabil verankert, soziale Werte dagegen selektiv, ambivalent und kontextabhängig. Sportliche Erfolge bei den Olympischen Spielen tragen aus Sicht der Menschen zum Nationalstolz sowie zum internationalen Prestige Deutschlands bei. Ausschlaggebend dafür ist die Anzahl der gewonnenen Medaillen, die sich auf möglichst viele (populäre) Sportarten verteilen sollten. Die Menschen halten den Spitzen- und Leistungssport in zahlreichen, aber nicht allen gesellschaftlichen Aspekten für wirksam und nutzbringend. Diese Erwartungen sind nicht gleichzusetzen mit tatsächlichen Effekten, aber trotzdem relevant für die Unterstützung und Legitimität des Spitzen- und Leistungssports. Es fehlt an umfassenden Erkenntnissen über den möglichen Einfluss von Spitzen- und Leistungssport auf die verschiedenen Formen von Sportbeteiligung im Zusammenspiel mit wichtigen Faktoren, z.B.: individuelle Fähigkeiten und soziales Umfeld, strukturelle Ausschlussmechanismen marginalisierter Bevölkerungsgruppen sowie Gestaltung des öffentlichen Raums und Zustand der (Sport-)Infrastruktur. Nationale Identität und internationales Prestige sind langfristig stabile Konzepte, auf die der Spitzen- und Leistungssport nur kurzfristigen und geringen Einfluss zu nehmen scheint. Zudem entstehen die Effekte von Spitzen- und Leistungssport nicht automatisch: Bezogen auf nationale Identität benötigt es sportliche Erfolge, die von einer Vielzahl an emotional involvierten Menschen miterlebt werden. Bezogen auf internationales Ansehen garantieren Sportgroßereignisse und sportliche Erfolge nicht automatisch Prestigegewinne. Ausführliche Informationen zur Studie und die Factsheets mit den Ergebnissen finden Sie auf der Webseite des Bundesinstituts für Sportwissenschaft . Kontakt: Univ.-Prof. Dr. David Jaitner

  • 10.03.2026
    Förderlandkarte für den Leistungssport
    Zum ausführlichen Bericht der SpoFo-Map Abschlusstagung am 9. März 2026.

  • Hand hält Medaille an einem Band hoch
    05.02.2026
    Bedeutung des Spitzen- und Leistungssports in Deutschland
    Kurz vor dem Beginn der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 legt das Bundesinstitut für Sportwissenschaft erste Ergebnisse zur Bedeutung des Spitzen- und Leistungssports in Deutschland vor, die aus einem Forschungsprojekt der Sporthochschule hervorgegangen sind. Ein Ergebnis: Nationale Identität und internationales Prestige sind langfristig stabile Konzepte, auf die der Spitzen- und Leistungssport nur kurzfristigen und geringen Einfluss zu nehmen scheint. Univ.-Prof. Dr. David Jaitner, Leiter des Instituts für Pädagogik und Philosophie der Deutschen Sporthochschule Köln, hat das Forschungsprojekt „Gesellschaftliche Bedeutung des Spitzen- und Leistungssports in Deutschland“ (GUIDE) in Zusammenarbeit mit Dr. Jannika John (Eberhard Karls Universität Tübingen) und Prof. Michael Mutz (Justus-Liebig-Universität Gießen) durchgeführt. Das Projektteam untersuchte, wie wichtig Sportler*innen für die Gesellschaft sind und was Menschen in Deutschland vom Spitzen- und Leistungssport erwarten. Spitzen- und Leistungssport müssen sich ständig rechtfertigen. Vor diesem Hintergrund gibt es anhaltende akademische und öffentliche Diskussionen darüber, ob sich der Wert des Spitzensports nicht nur danach messen sollte, wie erfolgreich die Sportler*innen sind und wie viele Rekorde und Medaillen sie aufstellen. Auch die öffentliche Akzeptanz und der gesellschaftliche Impact, das heißt, wie die Menschen Spitzen- und Leistungssport empfinden und wie er die Gesellschaft beeinflusst, sollten berücksichtigt werden. Es wird häufig als wissenschaflich belegt angenommen, dass die Gesellschaft von sportlichen Vorbildern profitiere und dass Spitzensport sportliche Werte und die nationale Identität stärken und das internationale Ansehen steigern würde. Diese Werte werden häufig als Grund angeführt, warum der Staat den Spitzensport in Deutschland unterstützt. Ist das wirklich so? Das GUIDE-Projektteam will Fakten für diese sportpolitischen Diskussionen liefern und hat dazu zum einen systematische Literaturanalysen durchgeführt und zweitens eine Umfrage unter Jugendlichen und Erwachsenen gemacht. Bei der Bevölkerungsbefragung wurde unter anderem auch gefragt, was die Menschen über Spitzen- und Leistungssport denken. Mehrere Experimente halfen dabei. Bei den Ergebnissen handelt es sich um Zwischenergebnisse, das Projekt läuft noch bis Ende Mai. Ausgewählte Ergebnisse und Fazits: Leistungsbezogene Werte sind in der öffentlichen Wahrnehmung des Spitzen- und Leistungssports stabil verankert, soziale Werte dagegen selektiv, ambivalent und kontextabhängig. Sportliche Erfolge bei den Olympischen Spielen tragen aus Sicht der Menschen zum Nationalstolz sowie zum internationalen Prestige Deutschlands bei. Ausschlaggebend dafür ist die Anzahl der gewonnenen Medaillen, die sich auf möglichst viele (populäre) Sportarten verteilen sollten. Die Menschen halten den Spitzen- und Leistungssport in zahlreichen, aber nicht allen gesellschaftlichen Aspekten für wirksam und nutzbringend. Diese Erwartungen sind nicht gleichzusetzen mit tatsächlichen Effekten, aber trotzdem relevant für die Unterstützung und Legitimität des Spitzen- und Leistungssports. Es fehlt an umfassenden Erkenntnissen über den möglichen Einfluss von Spitzen- und Leistungssport auf die verschiedenen Formen von Sportbeteiligung im Zusammenspiel mit wichtigen Faktoren, z.B.: individuelle Fähigkeiten und soziales Umfeld, strukturelle Ausschlussmechanismen marginalisierter Bevölkerungsgruppen sowie Gestaltung des öffentlichen Raums und Zustand der (Sport-)Infrastruktur. Nationale Identität und internationales Prestige sind langfristig stabile Konzepte, auf die der Spitzen- und Leistungssport nur kurzfristigen und geringen Einfluss zu nehmen scheint. Zudem entstehen die Effekte von Spitzen- und Leistungssport nicht automatisch: Bezogen auf nationale Identität benötigt es sportliche Erfolge, die von einer Vielzahl an emotional involvierten Menschen miterlebt werden. Bezogen auf internationales Ansehen garantieren Sportgroßereignisse und sportliche Erfolge nicht automatisch Prestigegewinne. Ausführliche Informationen zur Studie und die Factsheets mit den Ergebnissen finden Sie auf der Webseite des Bundesinstituts für Sportwissenschaft . Kontakt: Univ.-Prof. Dr. David Jaitner

  • Torsten Burmester und Prof. Stephan Wassong
    04.02.2026
    Professor Wassong besucht OB Burmester
    Spoho-Professor Stephan Wassong, Leiter des Zentrums für Olympische Studien an der Deutschen Sporthochschule Köln, und Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester haben sich im Kölner Rathaus getroffen. Wassong übergab Kölns Stadtoberhaupt das Buch „Olympische Spiele und Olympische Bewegung. Frag doch einfach!“, welches das Zentrum für Olympische Studien gemeinsam mit der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen veröffentlicht hat. Das Buch kommt heraus, kurz nachdem sich die Olympiabewerbung KölnRheinRuhr mit Köln als Leading City aufgestellt hat. Dass Deutschland um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 bewirbt, begrüßt und unterstützt auch das Rektorat der Sporthochschule ( hier gehts zu einem Statement ). Laut Torsten Burmester, selbst Absolvent der Sporthochschule, sei das Buch als eine tolle Möglichkeit für die Öffentlichkeit und für interessierte Bürger*innen, sich über die Olympischen Spiele zu informieren. Zudem überreichte Prof. Wassong Herrn Burmester noch ein interessantes historisches Zeugnis der ersten Kölner Olympia-Bewerbung auf nationaler Ebene: die dreisprachige Broschüre „Die Sportstadt Köln“, die anlässlich des olympischen Kongresses 1930 den IOC-Mitgliedern gemeinsam mit einer Einladung nach Köln durch Oberbürgermeister Adenauer überreicht wurde. Dies zeige, dass Köln schon seit über 100 Jahren Sportstadt sei.

  • 04.02.2026
    Dr. Inga Oelrichs startet Projekt zum sportjournalistischen Berufsfeld
    In Zeiten des Medienumbruchs steht der Sportjournalismus stark unter Druck. Im digitalen Raum machen zahlreiche Akteure der journalistischen Berichterstattung Konkurrenz. Dadurch verlieren die Inhalte traditioneller Medien an Bedeutung, was sich wiederum auf die Geschäftsmodelle im Journalismus auswirkt. Zudem stellt die Nutzung neuer Technologien und Ausspielwege eine Herausforderung für die Berichterstatter dar. Wie genau sich die Entwicklungen auf das Berufsfeld der Sportjournalist:innen auswirken, ist offen. Die letzte repräsentative Berufsfeldstudie im Sportjournalismus liegt 30 Jahre zurück. Der aktuelle Forschungsstand basiert lediglich auf Fallstudien und nicht repräsentativen Befragungen. Die neu aufgelegte Studie „Sportjournalist*innen in Deutschland. Eine Berufsfeldstudie zu Situation und Perspektiven des Sportjournalismus“ soll Abhilfe schaffen und aktuelle Erkenntnisse zur Arbeit im Sportjournalismus liefern. Zentrale Inhaltsbereiche der Studie sind die Struktur des Berufsfeldes, die Arbeitsroutinen, das Rollenselbstverständnis, die Innovationsaffinität und die Kompetenzen der Sportjournalist:innen. Die Befunde sind wichtig, um das Ausmaß der Veränderungen im Berufsfeld zu erforschen und daraus auf die Zukunftsfähigkeit des Sportjournalismus zu schließen, die Leistung des Sportjournalismus für Gesellschaft und Sport zu bewerten, einen Rahmen für die Einordnung von Befunden aus Fallstudien zu schaffen, sie für die zukunftsorientierte Gestaltung des Studiengangs Sportjournalismus (SPJ) an der Deutschen Sporthochschule zu nutzen. Im Rahmen der Studie werden zwei Befragungen durchgeführt. Die erste richtet sich an die Redaktionsleitungen aller Sportredaktionen in Deutschland. Die zweite Befragung zielt auf Mitglieder ausgewählter Redaktionen. Das Projekt erhielt im Dezember die hochschulinterne Forschungsförderung der Deutschen Sporthochschule Köln für eine Laufzeit von 24 Monaten. Antragstellerin und Projektleiterin ist Dr. Inga Oelrichs .

  • Fußball spielende Kinder
    21.01.2026
    Weiterentwicklung des S4D Resource Toolkits in Kooperation mit dem S4D Netzwerk Deutschland e.V.
    Gemeinsam setzen Prof. Dr. Karen Petry und ihr Team mit dem Sport for Development Netzwerk Deutschland e.V. die Arbeit an dem S4D Resource Toolkit fort. Ziel ist es, die Qualität, Sichtbarkeit und Wirkung von Sport-for-Development-Maßnahmen nachhaltig zu stärken und das Toolkit als praxisnahe Ressource für die gesamte S4D-Community weiter auszubauen. Von 2017 bis 2025 haben das Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die S4D Resource Toolkit Website in enger Kooperation aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt. Im Dezember 2025 hat das Sport for Development Netzwerk Deutschland e.V. die Plattform von der GIZ übernommen. Das S4D-Toolkit bietet praxisnahe Leitfäden für die Trainingsplanung, Evaluation und Trainerausbildung, Handbücher und Materialien zu verschiedenen S4D-Themenbereichen sowie Materialien zur Wirkungsmessung für die internationale Sport-for-Development-Community. Auf diese Weise unterstützt es Akteur*innen weltweit bei der Planung, Umsetzung sowie Evaluation von S4D-Programmen. Das S4D-Toolkit umfasst unter anderem: S4D Essentials – zentrale Grundlagen des Sport-for-Development-Ansatzes, Impact-Indicator-Frameworks für die SDGs sowie Materialien zur Wirkungsmessung S4D Topic Collection – Praxisbeispiele zu Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, Gesundheit, Bildung und Inklusion S4D Global Country Collection – Factsheets, Materialien und Studien aus zahlreichen Ländern weltweit und vieles mehr… Die Inhalte stehen in mehreren Sprachen zur Verfügung (u. a. Französisch, Spanisch, Arabisch) und richten sich an Organisationen, TrainerInnen, Projektverantwortliche und WissenschaftlerInnen, die Sport gezielt für gesellschaftlichen Wandel einsetzen möchten. Weitere Informationen und Zugang zum S4D-Toolkit https://www.sport-for-development.com/home

  • Lorenz Fiege im EU Parlament
    20.01.2026
    IESF betont evidenzbasierte Forschung im Erasmus+-Sportprogramm des EU Parlaments
    Das IESF betont die Wichtigkeit evidenzbasierter und vergleichender Forschungsarbeit als Teil des zukünftigen Erasmus+-Sportprogramms (2028–2034). Im Namen des Instituts für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung und der DSHS nahm Lorenz Fiege teil und betonte in seinem Beitrag die Notwendigkeit, evidenzbasierte wissenschaftliche Forschung in die neuen Programmrichtlinien aufzunehmen und zu konsolidieren sowie in den bevorstehenden Haushaltsverhandlungen einen höheren Anteil der zweckgebundenen Mittel für den Sport auf EU-Ebene (mindestens 5-7 %) festzulegen: Einige unserer wichtigsten Forderungen und Argumente sind: Das Erasmus+-Sportprogramm hat das Potenzial, zu einem neuen Gleichgewicht zwischen den wirtschaftlichen/kommerziellen und sozialen Dimensionen des europäischen Integrationsprozesses insgesamt beizutragen. Dies erscheint umso wichtiger in einer Zeit, in der unsere Gesellschaften immer älter und zunehmend polarisiert sind sowie durch in- und externe politische Bedrohungen sozial gespalten werden, sodass kaum noch Raum für Solidarität, Inklusion und Integrität bleibt – Werte, die eigentlich den Kern der europäischen Dimension im Sport ausmachen. Die im Rahmen von Erasmus+ akademische Forschung ist einer der zentralen gesellschaftlichen Werte des Programms und sollte auch in Zukunft als solcher bekräftigt werden. Insbesondere das Kapitel „Sport“ wird derzeit durch eine einzigartige Verflechtung von Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Sportorganisationen getragen, in der empirische Forschung, kritische politische Reflexion und praktische Reformen Hand in Hand gehen können. Dies sollte im neuen Programm beibehalten und weiterentwickelt werden. Nur durch systematische, methodisch kontrollierte Komparativforschung auf dem gesamten europäischen Kontinent könnten wir zuverlässig bestimmen, unter welchen gesellschaftlichen und politischen Bedingungen entfaltet Sport tatsächlich sein Potenzial für Inklusion, Demokratieförderung und Friedensstiftung; wie eine stärkere Partizipation am und durch den Sport erreicht werden kann, um beispielsweise die vielen gesundheitsfördernden Aspekte körperlicher Bewegung zu nutzen; wie (good) Governance Strukturen gestaltet werden können, um sportliche Spitzenleistungen, Integrität und soziale Verantwortung zu fördern. Ohne eine solide empirische Grundlage bestünde die Gefahr, dass die Sportpolitik auf Einzelfällen, ungetesteten Annahmen oder kurzfristigen Stimmungen basiert und dass es schwierig wäre, sie europaweit aufeinander abzustimmen – geschweige denn zu harmonisieren. Darüber hinaus würden ohne normative Forschungsansätze wichtige Machtkämpfe und Grundrechtsfragen oft außer Acht gelassen, was zulasten schutzbedürftiger Zielgruppen wie Sportler und Trainer ginge. Evidenzbasierte Forschung ermöglicht es allen Akteuren, Maßnahmen zu entwickeln, die nicht nur gut gemeint, sondern auch wirkungsorientiert und kritisch überprüft sind und somit bedarfsgerecht und nachhaltig sind. Auf diese Weise leistet sie einen wesentlichen Beitrag dazu, die europäische Dimension des Sports auf eine solide, transparente und kritisch reflektierende empirische Grundlage zu stellen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass für die weitere Gestaltung eines zukünftigen europäischen Sportmodells, das seinen Kernmerkmalen – wie Demokratie, Inklusion und Solidarität, wie sie in der kürzlich verabschiedeten Entschließung des Europäischen Parlaments formuliert wurden – gerecht wird, fortschrittliche Vergleichsdaten, eine evidenzbasierte Politikgestaltung und eine kritische Analyse der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklungen im europäischen Sportsektor von entscheidender Bedeutung sind. Ohne angemessene Budgeterhöhungen werden wir zudem in einem ungünstigen Szenario stecken bleiben, in dem erstens die Teilnahmequoten und der soziale Zusammenhalt im und durch den Breitensport zurückgehen und zweitens die wirtschaftliche Ausbeutung des Spitzensports die sozialen Dimensionen des Sports und die zugrunde liegenden Integritäts- und Sozialstandards überlagert. Das vollständige (englischsprachige) Redemanuskript downloaden . Nochmals ein besonderer Dank an Herrn Zdrojewski und sein Büro für die Einladung und die Möglichkeit, aktiv am Stakeholder-Dialog zum neuen Erasmus+-Kapitel „Sport“ teilzunehmen. Wir freuen uns sehr auf den weiteren Konsultationsprozess und die Reaktion des Parlaments auf den Vorschlag der Kommission in den kommenden Monaten!

  • 14.01.2026
    Gastvortrag - „Neutrale Schulen? Was dürfen und sollen (Sport-)Lehrkräfte tun?“
    Wie neutral soll oder darf eine (Sport-)Lehrkraft sein? Wer sich für das Spannungsfeld Neutralitätsgebot und Demokratiebildung interessiert, ist herzlich zu diesem spannenden Gastvortrag am 20.01. von 13:15 - 14:45 Uhr mit Prof. Dr. Felix Hanschmann eingeladen. Der Vortrag findet auf dem Campus der DSHS im Musischen Forum statt (MuFo, Mu 09). Hier gehts zum Flyer.

  • Zwei Personen spaieren auf einem Feldweg im Wald
    14.01.2026
    Teilnehmer*innen für wissenschaftliche Studien gesucht
    +++ Glukoathletes +++ Vorhandtopspin im Tischtennis +++ Untersuchung des Yamswurzelextrakts +++ Mechanische Belastungen des Kniegelenks +++ Einfluss von Spaziergängen +++ Aroniabeerenextrakt und Krafttraining +++ Glukoathletes Die Glukoselöschung aus dem Blut kann einen großen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit von Athlet*innen haben. In der Studie soll die Glukoselöschung bei trainierten Ausdauer- oder Kraftsportler*innen bzw. bei einem kombinierten Kraft- und Ausdauertraining verglichen werden. Die Studie soll Rückschlüsse für ein gezieltes Training ermöglichen. Dazu sucht das Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin Proband*innen im Alter von 18 bis 30 Jahren, die seit mindestens drei Jahren regelmäßig Sport treiben. Weitere Infos und den Kontakt zur Studie finden Sie hier . Studie zum Vorhandtopspin im Tischtennis Das Psychologische Institut sucht im Rahmen des DFG-geförderten For-schungsprojekts „The Power of Simplicity“ Erwachsene ab 18 Jahren, die Vorerfahrungen im Tischtennis haben. Mit jeder Teilnahme werden Spen-den für einen guten Zweck gesammelt. Weitere Infos und Kontakt zur Studie finden Sie hier . Untersuchung des Yamswurzelextrakts Das Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin sucht ausdauertrainier-te Männer zwischen 18 und 35 Jahren, die Lust haben, an einer WADA-geförderten Studie teilzunehmen. Untersucht wird das Yamswurzelextrakt, dem nachgesagt wird, Leistungsfähigkeit zu steigern und den Fettstoffwech-sel zu boosten. Die Untersuchung umfasst zwei Interventionszeiträume à vier Wochen mit jeweils drei Diagnostikterminen. Weitere Infos finden Sie hier . Mechanische Belastungen des Kniegelenks bei Arthrose Für eine innovative Studie zur Untersuchung der mechanischen Belastung des Kniegelenks bei Arthrose werden Proband*innen gesucht. Das For-schungsprojekt des Instituts für Biomechanik und Orthopädie zielt darauf ab, die Belastungen im Kniegelenk während des Radfahrens genau zu quantifi-zieren – und das mit weltweit einzigartiger Messtechnik. Gesucht werden aktive Radfahrer*innen, die pro Jahr mehr als 3.000 km auf dem Rad zurück-legen. Weitere Infos und den Kontakt zur Studie finden Sie hier . Studie zum Einfluss von Spaziergängen Welchen Einfluss hat abendliches Spazieren auf die Schlafqualität und den nächtlichen Glukosespiegel? Die Deutsche Sporthochschule Köln und die IST-Hochschule in Düsseldorf suchen sportlich inaktive Menschen im Alter von 25 bis 70 Jahren, die keine physischen oder psychischen Grunderkrankungen haben. Weitere Infos und den Kontakt zur Studie finden Sie hier . Aroniabeerenextrakt und Krafttraining Das Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin sucht Teilneh-mer*innen im Alter von 20 bis 70 Jahren mit Prädiabetes oder einem Body-Mass-Index (BMI) über 30 kg/m². Die Studie untersucht, welchen Einfluss die Kombination aus Aroniabeerenextrakt und regelmäßigem Krafttraining auf den Stoffwechsel, die Muskelmasse sowie die Blutzuckerregulation bei Per-sonen mit Prädiabetes hat. Der Beginn der Studie ist für Januar 2026 vorge-sehen. Weitere Infos und den Kontakt zur Studie finden Sie hier . Detaillierte Informationen zu den aufgeführten und weiteren Studien sowie zu Online-Befragungen finden Sie unter https://www.dshs-koeln.de/studienteilnahme

  • 13.01.2026
    Weltkongress für Sportpsychologie
    Die Abteilung Leistungspsychologie war auf dem Weltkongress für Sportpsychologie in Hong Kong aktiv. Auf dem 16. Weltkongress der International Society of Sport Psychology (ISSP) in Hongkong vertraten Mitglieder der Abteilung Leistungspsychologie die Deutsche Sporthochschule Köln mit einem breiten wissenschaftlichen Programm. Univ.-Prof. Dr. Dr. Markus Raab eröffnete mit einer Keynote zum Thema „The power of simplicity – How to choose and act“ und gab Einblicke in seine Arbeit als Editor von Psychology of Sport and Exercise. Dr. Laura Voigt und Doktorandin Patricia Grove präsentierten aktuelle Forschung zur Informationsverarbeitung und zu Achtsamkeitsinterventionen im Sport. Weitere Akzente setzten Dr. Sylvain Laborde mit zwei praxisnahen Workshops zu Atemtechniken, HRV-Messungen und der Vagal Tank Theory sowie Doktorandin Hanna de Haan mit einem Poster zu emotionaler und kognitiver Inhibition im Verlauf des Menstruationszyklus. Der vom Hong Kong Sports Institute (HKSI) an der Chinese University of Hong Kong ausgerichtete Kongress brachte vom 8. bis 12. Dezember 2025 internationale Expert*innen aus Forschung und Praxis zusammen und bot ein globales Forum für den Austausch zu Innovationen in der Sportpsychologie.
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Zuletzt aktualisiert: 23.07.2026
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