Die Verletzung als Chance nutzen

11.06.2026 | News


ein Handballspieler kurz vor dem Abwurf
Handballprofi Aaron Mensing in Aktion (Foto: Alibek Käsler)

Interview mit Handballprofi Aaron Mensing

Aaron Mensing (29) ist Profi-Handballspieler beim Bundesligisten MT Melsungen, mit dem er kürzlich die European League gewann. Nebenbei studiert er aber auch an der Deutschen Sporthochschule Köln. Für ihn stehen in den kommenden Tagen die Prüfungen für den Zertifikatsstudiengang zum European Handball Manager an. Im Interview spricht er u.a. darüber, wie er die lange Verletzungspause für seine berufliche Zukunft genutzt hat und was ihm besonders am European Handball Manager gefällt.

 

Wie verlief für dich der Wiedereinstieg im Team nach deiner langen Verletzungspause?

Der Wiedereinstieg war auf jeden Fall eine Herausforderung. Nach so einer langen Pause muss man sich erst wieder an die Belastung gewöhnen und vor allem das Vertrauen in den eigenen Körper zurückfinden. Gleichzeitig hat mir das Team extrem geholfen, wieder reinzukommen. Ich habe Schritt für Schritt gemerkt, dass es wieder besser wird, und insgesamt bin ich mit dem Verlauf echt zufrieden.

Was hat dich motiviert am European Handball Manager teilzunehmen?

Ich wollte mich schon länger neben dem Handball weiterentwickeln, besonders in Richtung Management. Der EHM ist dafür ideal, weil er genau auf unseren Sport zugeschnitten ist. Mich hat vor allem gereizt, den Handball auch mal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.

Mit welchen Eindrücken und Gefühlen bist du nach der ersten Präsenzphase heimgefahren?

Mit einem sehr guten Gefühl. Es war spannend, sich mit Leuten auszutauschen, die teilweise ganz andere Blickwinkel auf den Sport haben. Gleichzeitig merkt man schnell, dass viele ähnliche Gedanken haben, gerade was die Zukunft nach der Karriere betrifft. Ich habe auf jeden Fall einiges an Input mitgenommen.

Inwiefern sind deine Erwartungen an den EHM erfüllt bzw. auch nicht erfüllt worden?

Bis jetzt wurden meine Erwartungen auf jeden Fall erfüllt. Die Inhalte sind praxisnah und gut auf den Handball abgestimmt. Besonders wertvoll ist für mich der Austausch untereinander.

Was fasziniert dich am meisten am EHM?

Mich begeistert vor allem der Blick hinter die Kulissen. Als Spieler bekommt man vieles gar nicht so bewusst mit. Durch den EHM versteht man besser, wie Vereine arbeiten und welche Überlegungen hinter Entscheidungen stehen.

Wie gut sind Handballprofis allgemein auf eine Karriere nach der sportlichen Karriere vorbereitet?

Das ist von Spieler zu Spieler unterschiedlich. Manche beschäftigen sich früh damit, andere eher später. Während der Karriere liegt der Fokus natürlich voll auf dem Sport. Umso wichtiger sind Angebote wie der EHM, die helfen, sich rechtzeitig mit der Zukunft auseinanderzusetzen.

Welchen Tipp würdest du anderen Profispieler*innen im Handball geben, die sich Gedanken über ihre Zeit nach der sportlichen Karriere machen?

Früh anfangen, sich Gedanken zu machen, und offen bleiben für neue Themen. Man muss nicht sofort alles wissen, aber es hilft, sich nebenbei weiterzubilden oder andere Erfahrungen zu sammeln. So schafft man sich nach und nach verschiedene Möglichkeiten für die Zeit nach der Karriere.

 

Zum Zertifikatsstudiengang European Handball Manager