Die Leistungspsychologie befasst sich mit der Frage, wie und unter welchen Bedingungen Menschen beständig herausragende Leistungen in Bereichen erbringen können, in denen es darauf ankommt. Dabei werden kognitive, emotionale und psychophysiologische Potenziale identifiziert sowie Strategien entwickelt, um diese auszuschöpfen. Der Forschungsschwerpunkt unserer Abteilung liegt in der angewandten und Grundlagenforschung auf der Verhaltensebene unter Einbezug neuropsychologischer Verfahren. Für laufende Studien sind wir ständig auf der Suche nach freiwilligen Teilnehmer:innen. Wenn Sie unsere Forschung unterstützen möchten, registrieren Sie sich einfach mit einer kurzen E-Mail in unserer Datenbank. Wir werden Sie in regelmäßigen Abständen über anstehende Experimente informieren.
Koordinator
Management Labore
Die leistungspsychologische Forschung unserer Abteilung gliedert sich in vier große Bereiche. Die wechselseitigen Beziehungen zwischen den Komponenten Wahrnehmung, Kognition, Emotion und Handlung werden aus einer dynamischen und probabilistischen Modellperspektive untersucht. Dabei beschäftigen wir uns u. a. mit motorischem Lernen und Kontrolle, implizitem und explizitem Lernen, Feedback und Instruktionen sowie dem Urteilen und Treffen von Entscheidungen.
PD Dr. Dr. Sylvain Laborde, Dr. Laura Voigt, Prof. Dr. Dr. Markus Raab
Ansatz: Psychophysiologische Perspektive
Theorie: Neuroviszerales Integrationsmodell, Vagal-Tank-Theorie (Spezifikation & Erweiterung)
Transfer: Interventionen zur Verbesserung von Leistung, Regeneration und Wohlbefinden
PD Dr. Florian Loffing, Prof. Dr. Dr. Markus Raab
Ansatz: Wahrnehmungs-Handlungs-Kopplung in Spitzenleistung
Theorie: Prädiktive Verarbeitung & computationale Theorien
Transfer: Athlet:innen, Trainer:innen, Sportlehrkräfte
Dr. Babett Lobinger, Dr. Laura Bröker, Prof. Dr. Dr. Markus Raab
Ansatz: Kontextuelle, ökologische, umweltbezogene, sportartspezifische Perspektive
Theorie: Person-Umwelt-Theorien, Embodied Choice
Transfer: Athlet:innen, Trainer:innen, Eltern, Verbände und weitere Stakeholder
Dr. Dennis Redlich, Prof. Dr. Dr. Markus Raab
Ansatz: Embodied Cognition
Theorie: Simulationstheorie, interne Modelle, geringe Komplexität – exekutive Funktionen; hohe Komplexität – videobasiertes Entscheidungsverhalten
Transfer: Athlet:innen, Schiedsrichterwesen
Von 2021 bis 2025 beheimatete unsere Abteilung eine eigene Graduiertenschule - die "Graduate School of Embodied Choices Cologne" (ECCo). Ihr gehören derzeit sieben Forscher:innen aus Sportwissenschaft und Psychologie an, wovon der Großteil Doktorand:innen sind. Gemeinsam beschäftigen sie sich mit der Frage, wie Körper, Geist und Umwelt in komplexem Verhalten zusammenwirken. Ziel der Graduate School ist es, bestehende Theorien zu erweitern, indem existierende Forschungsansätze neu kombiniert und neuartige Ansätze entwickelt werden. Die Expertise der Forschungsgruppe erstreckt sich von der Grundlagenforschung im Labor bis hin zur angewandten Feldforschung, wobei verschiedenste Messinstrumente zum Einsatz kommen.