SafeClubs

Herzlich Willkommen beim Forschungsprojekt »Safe Clubs«

Das Projekt

Veröffentlichungen und Materialien

Abgeschlossene Projekte

NEWS: Wir sind umgezogen: https://safe-clubs.de/

Auf unserer neuen Website finden Sie alle aktualisierten Infos, sowie die im Projekt entwickelten Materialen!

Diese Website wird nicht länger aktualisiert.

Wir begrüßen Sie auf den Seiten unseres Forschungsprojekts »Safe Clubs« und freuen uns über Ihr Interesse für den Bereich Prävention von interpersonaler Gewalt im Sport!

Wir möchten Sie einladen auf unserer Website einen genaueren Einblick in das Projektvorhaben zu erhalten. Hierzu können Sie der obigen Reiterstruktur folgen, die Sie durch die einzelnen Teilbereiche navigieren und detailliert informieren wird.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an unsere Wissenschaftlichen Partner*innen

Ihr Forschungsteam von »Safe Clubs«

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=oKTadmwy2qU

Das Projekt

Projektlaufzeit: 01/2022 – 12/2024

Das Projekt stellt eine Fortführung des Projekts »Safe Sport« dar und hat zum Ziel, die dort herausgearbeiteten empfohlenen Maßnahmen zur Prävention sexualisierter Gewalt mittels verschiedener Zugänge in Sportvereinen zu etablieren. Die drei wichtigen Handlungsfelder im Umgang mit sexualisierter Gewalt - Analyse, Prävention und Intervention - werden im Projekt in verschiedenen Teilprojekten abgedeckt.

Das Projekt beschäftigt sich mit folgenden Schwerpunkten:

  • Ermittlung von Risiko- und Schutzfaktoren für sexualisierte und interpersonale Gewalt
  • Vereinsanalyse und Entwicklung organisationsspezifischer Schutzprozesse
  • Empowerment Klima als Schutzfaktor gegen interpersonale Gewalt
  • Erstellung und Evaluation von Workshops und – Materialien zum Empowerment von Athlet*innen
  • Durchführung von Schulungen zur Prävention sexualisierter und interpersonaler Gewalt
  • Entwicklung von Handlungswissen zur Intervention bei Ansprechpersonen für Kinderschutz
  • Integration der Projektergebnisse sowie Erstellung und Umsetzung von Transferprodukten

Kontakt bei Rückfragen

Projektbeschreibung

Ausgangspunkt

Sexualisierte und interpersonale Gewalt im Sport sind in den letzten Jahren immer wieder in den Medien präsent geworden. Athlet*innen prangern Missstände in ihren Trainingsgruppen und zum Teil in ihrer Sportart allgemein an. Im Rahmen von Studien konnte festgestellt werden, dass Athlet*innen sexualisierte Gewalt häufig im Kontext eines Sportvereins erfahren, es dort jedoch an der Umsetzung von Schutzkonzepten mangelt. Viele Vereine und Verbände verunsichert insbesondere der Umgang mit Verdachtsfällen.

Ziele des Projekts

Das Projekt »Safe Clubs« stellt eine Fortführung des Projekts »Safe Sport« dar und hat zum Ziel, die dort herausgearbeiteten empfohlenen Maßnahmen zur Prävention sexualisierter Gewalt mittels verschiedener Zugänge in Sportvereinen zu etablieren. Es werden drei wichtige Handlungsfelder im Umgang mit sexualisierter Gewalt in fünf Teilprojekten abgedeckt: Analyse, Prävention, Intervention. Alle im Projekt entwickelten Materialien und Konzepte werden bei Projektende über die beteiligten Praxispartner*innen Deutsche Sportjugend sowie verschiedene Landessportbünde allen Sportvereinen in Deutschland zur Verfügung gestellt. Vereine in Deutschland sollen dadurch bei der Entwicklung von nachhaltigen Strategien für den Schutz von Kindern und Jugendlichen gegen sexualisierte Gewalt im Sport unterstützt werden. So trägt das geplante Projekt unmittelbar zur Prävention von sexualisierter Gewalt im organisierten Sport in Deutschland bei.

 

Teilprojekte

Das Verbundprojekt gliedert sich in fünf Teilprojekte (siehe Abbildung 1), in denen die drei Handlungsfelder Analyse, Prävention und Intervention im Umgang mit sexualisierter Gewalt abgedeckt werden. Alle drei Verbundpartner*innen leiten verschiedene Teilprojekte: Die Verbundleitung und Federführung für die Teilprojekte 2 und 5 liegt bei Dr. Jeannine Ohlert am Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln, die Leitung für die Teilprojekte 1 und 4 liegt bei Prof. Dr. Bettina Rulofs am Institut für Soziologie und Genderforschung der Deutschen Sporthochschule Köln und die Leitung für das Teilprojekt 3 liegt bei PD Dr. Marc Allroggen in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie / Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm.

Abbildung 1: Übersicht der Teilprojekte von »Safe Clubs«

Die verschiedenen Teilprojekte ergänzen sich gegenseitig und tragen alle zur gemeinsamen wissenschaftlichen Zielstellung des Verbundvorhabens bei. Im Sinne eines umfassendes Konzeptes zur Veränderung einer Vereinskultur werden in den Handlungsfeldern verschiedene zentrale Akteur*innen eines Sportvereins eingebunden. Alle Teilprojekte haben gemein, dass die überwiegend ehrenamtlich geführten Sportvereine in Deutschland als pädagogische Institutionen die zentrale Zielebene darstellen. Diese Vereine sollen  von allen  Maßnahmen profitieren, die im Vorhaben entwickelt wurden . Innerhalb der Vereine steht dabei der Schutz der Kinder und jugendlichen Athlet*innen sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport im Vordergrund.

In Teilprojekt 1 wird das Handlungsfeld der Analyse in den Fokus genommen, indem gemeinsam mit ausgewählten Vereinen Risikoanalysen zu sexualisierter Gewalt durchgeführt und darauf basierend Schutzprozesse entwickelt werden. Teilprojekte 2 und 3 sind im Handlungsfeld der Prävention angesiedelt und beinhalten die Entwicklung, Durchführung und Evaluierung von Workshops für Athlet*innen, Trainer*innen, Eltern sowie Funktionär*innen/Vereinsmitarbeiter*innen zum Thema Empowerment von Athlet*innen. Weiterhin werden in Teilprojekt 4 im Rahmen des Handlungsfeldes der Intervention konkrete Hilfestellungen für Ansprechpersonen zum Kinderschutz in den Landessportbünden/-jugenden und Vereinen entwickelt. Diese sollen dazu dienen, Vereine bei Verdachts-/Vorfällen besser unterstützen zu können. Im fünften und letzten Teilprojekt werden konkrete Transferprodukte für Sportvereine aus allen vorab stattfindenden Teilprojekten entwickelt. Bei Projektende werden diese über die beteiligten Praxispartner*innen allen Sportvereinen in Deutschland zur Verfügung gestellt. Außerdem sollen diese Transferprodukte mittels eines Abschlusssymposiums an die Sportpraxis vermittelt werden.

Die Umsetzung aller Teilprojekte wird durch unsere Praxispartner*innen unterstützt.

Wissenschaftliche Pratner*innen

Praxispartnerinnen

Deutsche Sportjugend

Die Deutsche Sportjugend ist die Jugendorganisation im Deutschen Olympischen Sportbund e.V. Sie koordiniert bei gemeinsamen Aufgaben die Arbeit der Mitgliedsorganisationen. Zudem fördert die dsj Bildung, Betreuung und Erziehung durch Kinder- und Jugendarbeit im Sport und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher und jugendpolitischer Aufgaben. Mit ihren Mitgliedsorganisationen und deren Untergliederungen gestaltet die Deutsche Sportjugend im gesamten Bundesgebiet flächendeckend Angebote mit dem Medium Sport mit der Zielsetzung, junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Im internationalen und europäischen Kontext konzipiert, veranstaltet und fördert sie Jugendaustauschprogramme und Qualifizierungsmaßnahmen für Jugend- und Fachkräfte sowie die Neu- und Weiterentwicklung von Austauschprogrammen. 

Landessportbund Nordrhein-Westfalen

Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen bildet das Dach des gemeinnützig organisierten Sports und vertritt die Interessen des Sports in NRW. Dabei gehört die Förderung der Verbände und Bünde zu seinen zentralen Aufgaben. In einem partnerschaftlich gestalteten Verbundsystem mit den Fachverbänden und den Bünden definiert der Landessportbund folgende Ziele: Unterstützungsleistungen für die Vereine erbringen; die Unabhängigkeit des gemeinnützig organisierten Sports als größter Sportanbieter erhalten und ausbauen; die finanziellen, materiellen und organisatorischen Rahmenbedingungen für den gemeinnützig organisierten Sport sichern und verbessern; Hilfen geben und Partner sein für alle sporttreibenden Menschen in NRW.

Sportjugend Hessen

Die Sportjugend Hessen ist Hessens größter Jugendverband mit 800.000 sportbegeisterten jungen Menschen in rund 7.500 Vereinen. Die Grundlagen der Vereinsarbeit basiert auf der Jugendordnung. Dem Verein liegen insbesondere der § 3 „Zweck und Grundsätze“ am Herzen, indem er sich deutlich zu Menschenrechten und Demokratie bekennt.

Landessportbund Brandenburg

Der Landessportbund Brandenburg e.V. ist der Dachverband der Sportvereine und -verbände des Landes Brandenburg mit Sitz in Potsdam und ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund. Aktuell gehören dem LSB Brandenburg 3.022 Sportvereine mit insgesamt 351.030 Mitgliedern an. Der LSB Brandenburg fördert den Breiten-, Wettkampf- und Spitzensport.

Athleten Deutschland

Athleten Deutschland wurde im Jahr 2017 gegründet, um den für Deutschland startenden Athlet*innen erstmals ein Mitspracherecht zu ermöglichen. Der Verein setzt sich für grundlegende Veränderungen im deutschen und internationalen Sportsystem ein. Der Schutz, die Perspektive und die paritätische Mitbestimmung der Athlet*innen stehen dabei im Mittelpunkt. Der Kampf für gute Rahmenbedingungen, welche die Möglichkeit bieten, sportliche und persönliche Potenziale zu entfalten ist ein wichtiges Anliegen. Außerdem treten Athleten Deutschland für fairen und sauberen Sport, frei von Missbrauch und Gewalt, Manipulation und Misswirtschaft ein. Zur Erfüllung dieser Mission kollaborieren sie mit verschiedenen Akteur*innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, sowie mit gleichgesinnten Partner*innen in Europa und der Welt. Athleten Deutschland wird vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert.

Landessportbund Hessen

Der Landessportbund Hessen (lsb h) ist die Vereinigung der hessischen Sportvereine und -verbände mit ihren Mitgliedern. Er vertritt als Dachorganisation die Sportvereine sowie die Interessen des Sports in Hessen. Sportliche, gesellschafts- und bildungspolitische Kompetenz, Innovationskraft, Qualität und ehrenamtliches Engagement zeichnen den lsb h aus. Das zentrale Ziel des Sportbunds besteht darin, die Sportvereine zu fördern, zu stärken und weiter zu entwickeln. Zugleich stellt er ein wichtiges Lernfeld gesellschaftlichen und sozialen Handelns dar. Der lsb h steht für Freiheit, Solidarität, Toleranz, Respekt, gegenseitige Wertschätzung, Chancengleichheit und Fair Play. 

Landessportbund Thüringen

Der Landessportbund Thüringen (LSB) ist die freiwillige Vereinigung der Turn- und Sportvereine sowie sonstiger Sportgemeinschaften des Freistaats Thüringen. Unter seinem Dach sind in 23 Kreis- und Stadtsportbünden derzeit circa 348.000 Mitglieder in rund 3.300 Sportvereinen organisiert. Insgesamt 48 Landessportverbände und 20 Anschlussorganisationen organisieren in ihrer Sportart den Breiten- und Freizeitsport sowie Wettkampfbetrieb und sichern die sportfachliche Ausbildung. Im Zusammenwirken mit Politik und Gesellschaft gilt für den LSB die Autonomie und parteipolitische Neutralität. Ihr Leitbild beschreibt ein gemeinsames Verständnis und Grundsätze zur Ausgestaltung des Sports in einem sich stetig verändernden gesellschaftlichen Umfeld.